Verfahren zur Herstellung von neuen Hydrazin-Derivaten
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen Hydrazin-Derivaten der Formel I,
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worin A eine Alkylengruppe, Ri und R2 niedere Alkylgruppen und R3 eine Acylgruppe bedeuten, wobei die Gruppen A, Rt und R zusammen mindestens 5 Kohlenstoffatome enthalten.
Erfindungsgemäss werden die neuen Hydrazin Derivate hergestellt, indem man aus Isopropylidenhydrazin-Derivaten der Formel II,
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die Isopropylidengruppe abspaltet.
Diese Abspaltung kann in der Weise erfolgen, dass man die wässerig alkoholische Lösung des Ausgangsproduktes bei einer Temperatur von 0-40 mit Chlorwasserstoffgas sättigt. Zur Vervollständigung der Reaktion lässt man das Gemisch noch 4 Stunden bei Raumtemperatur stehen, engt darauf ein und macht unter starkem Kühlen alkalisch. Das Endprodukt wird anschliessend aus dem Gemisch mit einem organischen indifferenten Lösungsmittel, vorzugsweise Diäthyläther, extrahiert und durch Hochvakuumdestillation gereinigt.
Die erfindungsgemäss hergestellten neuen Hydrazin-Derivate sind wertvolle Zwischenprodukte für die Herstellung von Medikamenten. Ihre Umsetzung mit reaktionsfähigen mono-oder disubstituierten Malonsäure-Derivaten führt zu l-Amino-2, 4-dioxoazetidin-Derivaten der Formel III,
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wobei A, Ri, R2 und R3 die gleiche Bedeutung besitzen wie in Formel I. Diese Azetidine sind wertvolle Medikamente. Sie wirken antiphlogistisch und können in der Behandlung rheumatischer Erkrankungen angewendet werden. Einige Azetidin-Derivate übertreffen in ihrer Wirkung das Phenylbutazon um ein Mehrfaches.
Besonders wichtig für die therapeutische Verwendung dieser Verbindungen ist, dass sie eine basische Gruppe enthalten. Aus diesem Grund können sie mit anorganischen oder organischen Säuren Salze bilden, die in Wasser löslich sind. Dies erleichtert einerseits die Resorption dieser Medikamente bei peroraler Medikation, ermöglicht aber anderseits auch die Herstellung hochkonzentrierter Lösungen, die in vielen Fällen für die parenterale Stosstherapie unentbehrlich sind.
In den nachfolgenden Beispielen sind die Temperaturen in Celsiusgraden angegeben.
Beispiel 1
Eine Lösung von 4, 0 g 1-(2'-Diäthylamino-iso- hexyl-l')-l-acetyl-2-isopropylidenhydrazin in 28 cm3 86%igem wÏsserigem ¯thanol wird unter Kühlung bei 0 mit Chlorwasserstoffgas gesättigt und anschliessend 4 Stunden bei Zimmertemperatur stehengelassen. Darauf wird die L¯sung im Vakuum bei 30 stark eingeengt, der Rückstand in 20 cm3 Eiswasser aufgenommen und unter starker Kühlung mit 50 böiger wässeriger Kalilauge alkalisch gemacht.
Man schüttelt nun portionenweise mit total 100 cm3 Äther aus, trocknet die vereinigten Ätherextrakte über Magnesiumsulfat und entfernt den Äther im Vakuum. Der Rückstand wird im Hochvakuum destilliert, wobei das 1-(2'-Diäthylamino-isohexyl-l')- 1-acetylhydrazin zwischen 126-128 bei 1, 5 mm Hg als farbloses 01 berdestilliert. nD = 1, 4629.
Das als Ausgangsmaterial verwendete 1-(2'-Di äthylamino-isohexyl-1')-1-acetyl-2-isopropyliden- hydrazin wird wie folgt hergestellt :
1, 0 g 1- (2'-Diäthylamino-isohexyl-l')-hydrazin wird in 5 cm3 Aceton gelöst, wobei Erwärmung eintritt. Man lässt die Reaktionslösung 16 Stunden bei Zimmertemperatur stehen und erhitzt anschliessend noch 1/2 Sunde am Rückfluss zum Sieden. Darauf wird das Aceton abdestilliert, und der Rückstand im Vakuum fraktioniert, wobei das 1-(2'-Diäthyl amino-isohexyl-1')-2-isopropylidenhydrazin bei 110 bei 9 mm Hg als farblose Flüssigkeit berdestilliert. n22 D = 1,4532.
Zu einer L¯sung von 2,3 g 1-(2'-DiÏthylaminoisohexyl-1')-2-isopropylidenhydrazin in 10 cm3 abs.
Chloroform lässt man bei 0 unter starkem Kühlen und Rühren langsam eine L¯sung von 0, 83 cm3 Acetylchlorid in 5 cm3 abs. Chloroform zutropfen.
Anschliessend wird die Reaktionslösung noch 3 Stunden bei +3 bis +5 weitergerührt und sodann 15 Stunden bei Zimmertemperatur stehengelassen. Darauf wird die Reaktionslösung auf 0 abgekühlt und zweimal mit je 25 cm3 eisgekühlter, wässeriger, gesättig- ter Sodalösung gewaschen. Die Chloroformlösung wird über Magnesiumsulfat getrocknet, das Chloroform im Vakuum entfernt und der Rückstand im Vakuum destilliert, wobei das 1-(2'-Diäthylamino- isohexyl-l')-1-acetyl-2-isopropylidenhydrazin zwischen 119-121 bei 1 mm Hg als leicht gelb ge färbtes 01 bergeht. n22 D = 1, 4669.
Beispiel 2
Eine L¯sung von 4, 9 g l- (-Diäthylaminoäthyl)- 1-acetyl-2-isopropylidenhydrazin in 28 cm3 85 tigern Äthanol wird unter Kühlung bei 0 mit Chlorwasserstoffgas gesättigt und anschliessend 4 Stunden bei 220 stehengelassen. Darauf wird das Athanol im Vakuum bei 30 entfernt, der ölige Rückstand in 20 cm3 Wasser aufgenommen und unter starkem Kühlen mit 50%iger wässeriger Kalilauge alkalisch gemacht. Man extrahiert mit total 100 cm3 Ather, trocknet die vereinigten Ätherauszüge über Magnesiumsulfat, dampft den Ather ab und destilliert den Rückstand im Vakuum, wobei das 1-(¯-DiÏthylaminoÏthyl)-1-acetylhydrazin bei 106 bei 1 mm Hg als farbloses Íl bergeht. n22 D = 1, 4682.
Das als Ausgangsmaterial verwendete l- (jd-Di- äthylaminoäthyl)-1-acetyl-2-isopropylidenhydrazin wird wie folgt hergestellt :
3, 4 g jS-Diäthylaminoäthylhydrazin werden in 20 cm3 Aceton gelöst, wobei Erwärmung eintritt.
Man lässt die Reaktionslösung 15 Minuten bei Zimmertemperatur stehen und erhitzt sie anschliessend noch 1/2 Stunde am Rückfluss zum Sieden. Darauf wird das Aceton abdestilliert und der Rückstand im Vakuum fraktioniert, wobei das 1-(¯-DiÏthyl aminoäthyl)-2-isopropylidenhydrazin zwischen 86 und 87 bei 9 mm Hg berdestilliert. n 2 = 1, 4561.
Zu einer L¯sung von 14, 0 g 1- (/3-Diäthylamino- äthyl)-2-isopropylidenhydrazin in 40 cm3 abs. Chloroform lässt man bei 0 unter starkem Kühlen und Rühren langsam eine L¯sung von 6, 5 cm3 Acetylchlorid in 15 cm3 abs. Chloroform zutropfen. Anschliessend wird die Reaktionslösung noch 3 Stunden bei einer Temperatur von + 2 bis + 5 weitergerührt und sodann 20 Stunden bei Zimmertemperatur stehengelassen. Darauf wird die Reaktionslösung auf 0 abgekühlt und zweimal mit je 25 cm3 wässeriger gesättigter Sodalösung gewaschen.
Die Chloroformlösung wird über Magnesiumsulfat getrocknet, das Chloroform im Vakuum entfernt, und der Rückstand im Vakuum destilliert, wobei das 1- (ss-Diäthylaminoäthyl)-1-acetyl-2-isopropyliden- hydrazin zwischen 103-105 bei 1 mm Hg als farblose Flüssigkeit bergeht. nD = 1, 4721.
Beispiel 3
16, 2 g 1-(Dimethylamino-isopropyl)-l-acetyl-2- isopropylidenhydrazin werden in einem Gemisch aus 72 cm3 Äthanol und 8 cm3 Wasser gelöst. In diese L¯sung leitet man bei einer Temperatur von 30-35 Chlorwasserstoff bis zur Sättigung ein und lässt das Gemisch 3 Stunden bei dieser Temperatur stehen.
Dann dampft man im Vakuum ein, löst den ¯ligen Rückstand in wenig Wasser und gibt unter gutem Kühlen 50/eige Kalilauge zu, bis sich ein 01 abscheidet. Dieses wird in Äther aufgenommen, die ätherische L¯sung über Magnesiumsulfat getrocknet und dann eingedampft. Der Rückstand wird bei 11 mm Hg fraktioniert, wobei von 63-68 zuerst etwas 1- (Dimethylamino-isopropyl)-2-isopropyliden- hydrazin, dann von 117-119 1- (Dimethylamino-iso- propyl)-l-acetylhydrazin destilliert.
Diese Verbindung bildet mit Phenylisothiocyanat 1- (Dimethylamino-isopropyl)-l-acetyl-4-phenyl-thio- semicarbazid, das nach Kristallisation aus Essigester bei 159-160 unter Zersetzung schmilzt.
Das als Ausgangsmaterial verwendete 1-(Di methylamino-isopropyl)-1-acetyl-2-isopropyliden- hydrazin wird wie folgt hergestellt :
75 g Dimethylamino-isopropylenhydrazin werden unter Kühlung zu 200 cm3 Aceton gegeben und über Nacht bei Zimmertemperatur stehengelassen. Darauf wird die Reaktionslösung noch 1 Stunde am R ckfluss zum Sieden erhitzt, das überschüssige Aceton im Vakuum entfernt und der Rückstand im Vakuum destilliert, wobei das 1- (Dimethylamino-isopropyl)-2- isopropylidenhydrazin zwischen 63-64 bei 10 mm Hg übergeht.
Dipikrat, Prismen vom Smp. 144-148 (aus Methanol).
Man lässt zur L¯sung von 33 g 1- (Dimethylamino-isopropyl)-2-isopropylidenhydrazin in 100 cm3 abs. Chloroform unter Rühren bei 0-10 17 cm3 Acetylchlorid zutropfen. Nach 16stündigem Rühren bei Zimmertemperatur werden zu der L¯sung unter gutem Kühlen 150 cm3 30 /aige Pottaschelösung tropfenweise zugesetzt, dann die Chloroformschicht abgetrennt und die wässerige Phase noch zweimal mit Chloroform ausgeschüttelt. Nach Trocknen der vereinigten Chloroformextrakte über Magnesiumsulfat und Abdampfen des Chloroforms wird der Rückstand im Hochvakuum fraktioniert, wobei 1-(Dimethylamino-isopropyl)-1-acetyl-2-isopropylidenhydrazin bei 0, 2 mm Hg zwischen 76-82 als gelbes 01 übergeht.
Beispiel 4
Eine Lösung von 7, 9 g 1- (Diathylamino-isopro- pyl) -1 - acetyl - 2 - isopropylidenhydrazin in 36 cm3 Athanol und 4 cm3 Wasser wird bei einer Temperatur von 30-35 mit HCl-Gas gesättigt. Dann lässt man 4 Stunden bei Zimmertemperatur stehen, dampft die L¯sung im Vakuum ein, versetzt den Rückstand mit Eiswasser und gibt unter guter Kühlung 500/oigne wässerige Kalilauge hinzu, bis sich ein 51 ausscheidet. Dieses wird in Ather aufgenommen, die äthe- rische L¯sung über Magnesiumsulfat getrocknet und eingedampft. Der Rückstand wird destilliert, wobei das 1- (Diäthylamino-isopropyl)-l-acetylhydrazin bei einer Luftbadtemperatur von 120-140 bei 12 mm Hg als farbloses 01 übergeht.
Zur Charakterisierung wird mit Phenylisothiocyanat das Phenylthiosemicarbazid hergestellt. Smp.
140-141 aus EssigesterlÄther.
Das als Ausgangsmaterial verwendete 1-(Diäthylamino-isopropyl)-1-acetyl-2-isopropylidenhydrazin wird wie folgt hergestellt :
8, 3 g Diäthylamino-isopropylidenhydrazin werden in 25 cm3 Aceton gelöst, wobei die Temperatur auf 30 steigt. Man lässt über Nacht stehen, erhitzt darauf die L¯sung 1 Stunde am Rückfluss zum Sieden und dampft das Aceton ab. Der Rückstand wird im Vakuum destilliert, wobei das 1-(Diäthylamino-isopro- pyl)-2-isopropylidenhydrazin zwischen 77-80 bei 10 mm Hg übergeht.
Das Dipikrat, umkristallisiert aus Methanol, schmilzt bei 124-128 (Zers.).
Zu einer L¯sung von 9, 0 g l- (Diäthylamino-isopropyl)-2-isopropylidenhydrazin in 30 cm3 abs.
Chloroform wird unter Kühlung und Rühren eine L¯sung von 4 cm3 Acetylchlorid in 10 cm3 abs.
Chloroform zugegeben. Man rührt 3 Stunden bei 5 , lässt über Nacht bei Zimmertemperatur stehen, kühlt die Reaktionslösung auf 0 ab und schüttelt mit Pottaschelösung durch. Die Chloroformlösung wird über Magnesiumsulfat getrocknet, das Chloroform abgedampft und der Rückstand destilliert, wobei das 1- (Diäthylamino-isopropyl)-1-acetyl-2-isopropyliden- hydrazin zwischen 93-95 bei 0, 2 mm Hg übergeht.
Beispiel 5
In die L¯sung von 19, 4 g l-(l'-Dimethylamino- butyl-3')-1-acetyl-2-isopropylidenhydrazin in 100 cm 95 /o igem Äthanol leitet man bei 15-20 Chlorwasserstoff bis zur Sättigung ein. Nach 4stündigem Stehen bei Zimmertemperatur dampft man die Lösung im Vakuum ein. Der Rückstand wird in wenig Wasser gelöst und unter guter Kühlung mit piger Kalilauge versetzt. Das sich ausscheidende 01 wird in Äther aufgenommen, die Atherlösung über Natriumsulfat getrocknet und eingedampft, und der Rückstand fraktioniert destilliert.
1- (1'-Dimethylaminobutyl-3')-1-acetylhydrazin destilliert bei 12 mm Hg von 114-115. n = 1, 4685.
Das daraus mit Phenylisothiocyanat hergestellte
1- (1'-Dimethylaminobutyl-3')-1-acetyl-4-phenyl-thio- semicarbazid schmilzt nach Kristallisation aus Chloro form/Ather bei 132 unter Zersetzung.
Das als Ausgangsmaterial verwendete 1-(1'-Di methylaminobutyl-3')-1-acetyl-2-isopropyliden- hydrazin wird wie folgt hergestellt :
Man löst 38, 2 g 1-Dimethylaminobutyl-3-hy- drazin unter Kühlung in 100 cm3 Aceton, lässt die L¯sung 18 Stunden bei Zimmertemperatur stehen, erhitzt sie darauf 1 Stunde zum Sieden am Rückfluss, dampft das Lösungsmittel ab und destilliert den Rückstand. 1- (1'-Dimethylaminobutyl-3')-2-isopropy- lidenhydrazin destilliert bei 12mm Hg bei 87-89 als farblose Fliissigkeit. n2r, = 1, 4575.
Das Dipikrat kristallisiert aus Methanol in Prismen, die bei 132-134 unter Zersetzung schmelzen.
Zu einer L¯sung von 46 g l-(l'-Dimethylamino- butyl-3')-2-isopropylidenhydrazin in 150 cm3 Chloroform lässt man unter Rühren bei 5 20 cm3 Acetylchlorid tropfen. Dann rührt man 16 Stunden bei Zimmertemperatur. Darauf gibt man unter Kühlen 200 cm3 30 /Oige Pottaschelösung zu, trennt die Chloroformschicht ab und schüttelt die Pottaschelösung nochmals mit Chloroform aus. Nach Trocknen der vereinigten Chloroformextrakte wird das Lösungsmittel abgedampft und der Rückstand fraktioniert destilliert. l-(l'-Dimethylaminobutyl-3')-1- acetyl-2-isopropylidenhydrazin destilliert bei 0, 03 mm Hg von 86-87 . nid = 1, 4690.
Beispiel 6
In die L¯sung von 29 g l-(l'-Diäthylaminobutyl- 3')-1-acetyl-2-isopropylidenhydrazin in 150 cm3 Athanol und 5 cm3 Wasser leitet man bei 20 Chlorwasserstoff bis zur Sättigung ein. Man rührt noch 4 Stunden bei Zimmertemperatur und dampft an schliessend die L¯sung im Vakuum bei 30 ein. Der
Rückstand wird in wenig Wasser gelöst und die Lö- sung unter gutem Kühlen mit 50 feiger wässeriger Kalilauge stark alkalisch gemacht. Man gibt anschlie ssend noch so viel festes KOH zu, bis sich eine ölige Substanz abgeschieden hat. Alsdann wird von aus geschiedenem Kaliumchlorid über hochgereinigter Diatomeenerde filtriert, und der Filterrückstand mit einem Gemisch aus gleichen Teilen Methylenchlorid und Äther gewaschen.
Das Filtrat wird anschliessend mehrmals mit dem gleichen Lösungsmittelgemisch ausgeschüttelt. Die vereinigten organischen Fraktionen werden nach Trocknen über Pottasche eingedampft und der Rückstand zweimal fraktioniert destilliert. 1- (l'-Diäthylamino-butyl-3')-1-acetylhy- drazin destilliert bei 0, 08 mm Hg bei 102-105 . n 24 1, 4711.
Das als Ausgangsmaterial verwendete 1- (l'-Di- äthylaminobutyl-3')-l-acetyl-2-isopropylidenhydrazin wird wie folgt hergestellt :
Man löst 29, 4 g 1-Diäthylaminobutyl-(3)-hydrazin unter Kühlung in 50 cm3 Aceton, lässt die L¯sung über Nacht stehen, erhitzt dann 1 Stunde zum Sieden am Rückfluss, dampft das überschüssige Aceton ab und destilliert den Rückstand. 1-(1'-DiÏthylamino butyl-3')-2-isopropylidenhydrazin destilliert bei 11 mm Hg bei 104-107 .
Zu einer L¯sung von 34 g l-(l'-Diäthylamino- butyl-3')-2-isopropylidenhydrazin in 100 cm3 abs.
Chloroform lässt man unter Rühren bei 5O eine Lö- sung von 11, 5 cm3 Acetylchlorid in 10 cm3 Chloroform zutropfen. Dann rührt man 17 Stunden bei Zimmertemperatur. Darauf gibt man unter guter Kühlung 100 cm3 30 /Oige wässerige Kalilauge zu, trennt die Chloroformschicht ab und schüttelt die wässerige alkalische L¯sung noch dreimal mit Chloroform aus.
Nach Trocknen der vereinigten Chloroformextrakte über Magnesiumsulfat wird das Lösungsmittel eingedampft und der Rückstand fraktioniert destilliert.
1- (1'-Diäthylaminobutyl-3')-1-acetyl-2-isopropyliden- hydrazin destilliert bei 0, 1 mm Hg bei 106-110 .
Beispiel 7
In die L¯sung von 21 g l-(l'-Dimethylamino- pentyl-4')-1-acetyl-2-isopropylidenhydrazin in 120cm3 Athanol und 4 cm3 Wasser leitet man bei 15-20 Chlorwasserstoff bis zur Sättigung ein. Man lässt die L¯sung noch 4 Stunden bei Zimmertemperatur stehen und dampft die L¯sung anschliessend im Vakuum bei 30 ein. Der Rückstand wird in wenig Wasser gelöst und die L¯sung unter gutem Kühlen mit 50 /o iger wässeriger Kalilauge stark alkalisch gemacht. Man gibt anschliessend noch so viel festes KOH zu, bis sich eine ölige Substanz abgeschieden hat. Alsdann wird vom ausgefallenen Kaliumchlorid über hochgereinigter Diatomeenerde filtriert und der Filterrückstand gut mit einem Gemisch aus gleichen Teilen Methylenchlorid und Ather gewaschen.
Aus dem Filtrat wird die organische Schicht abgetrennt und die wässerige Phase noch dreimal mit dem gleichen Lösungsmittelgemisch ausgeschüttelt.
Die vereinigten organischen Fraktionen werden nach Trocknen über Pottasche eingedampft und der Rück- stand fraktioniert destilliert. l-(l'-Dimethylamino- pentyl-4')-1-acetylhydrazin siedet unter einem Druck von 0, 15 mm Hg bei 106 . n2r, = 1, 4727.
Das als Ausgangsmaterial verwendete 1-(1'-Dimethylaminopentyl-4')-1-acetyl-2-isopropylidenhydrazin wird wie folgt hergestellt :
Man löst 7, 8 g 1-Dimethylaminopentyl-4-hydrazin unter Kühlung in 20 cm3 Aceton, lässt die L¯sung über Nacht bei Zimmertemperatur stehen, erhitzt dann 1 Stunde zum Sieden am Rückfluss, dampft das überschüssige Aceton ab und destilliert den Rückstand. 1- (l'-Dimethylaminopentyl-4')-2-iso- propylidenhydrazin siedet unter einem Druck von 12 mm Hg bei 104-106 .
Zu einer L¯sung von 17, 5 g 1- (I'-Dimethyl- aminopentyl-4')-2-isopropylidenhydrazin in 50 cm3 abs. Chloroform lässt man unter Rühren bei 0-5 eine L¯sung von 6, 7 cm3 Acetylchlorid in 10 cm3 Chloroform zutropfen. Dann rührt man 17 Stunden bei Zimmertemperatur. Anschliessend versetzt man unter guter Kühlung mit 50 cm3 30",'oiger wässeri- ger Kalilauge, trennt die Chloroformschicht ab und schüttelt die wässerige Phase noch dreimal mit Chloroform aus. Nach Trocknen der vereinigten Chloroformextrakte über Magnesiumsulfat wird das Lösungsmittel abgedampft und der Rückstand fraktioniert destilliert. 1-(1'-Dimethylaminopentyl-4')-1- acetyl-2-isopropylidenhydrazin siedet unter einem Druck von 0, 08 mm Hg bei 100-103 .
Beispiel 8
In die L¯sung von 18, 5 g 1- [I'- (N-Methyl-N-iso- propyl)-aminobutyl-3']-1-acetyl-2-isopropyliden- hydrazin in 95 cm3 Athanol und 3, 2 cm3 Wasser leitet man bei 20 Chlorwasserstoff bis zur Sättigung ein. Man rührt noch 4 Stunden bei Zimmertemperatur und dampft die L¯sung anschliessend im Vakuum bei 30 ein. Der Rückstand wird in wenig Wasser gelöst und die L¯sung unter gutem Kühlen mit 50 /0iger wässeriger Kalilauge stark alkalisch gemacht. Man gibt anschliessend noch so viel festes KOH zu, bis sich eine ölige Substanz abgeschieden hat. Alsdann wird vom ausgeschiedenen Kaliumchlorid filtriert und der Filterrückstand gründlich mit Chloroform gewaschen. Aus dem Filtrat wird die organische Schicht abgetrennt und die wässerige Phase mit Chloroform extrahiert.
Die vereinigten Chloroformauszüge werden nach Trocknen über Magnesiumsulfat eingedampft und der Rückstand fraktioniert destilliert. 1- [1'- (N-Methyl-N-isopropyl) aminobutyl-3']-1-acetylhydrazin siedet unter einem Druck von 0, 3 mm Hg bei 95-98 .
Das als Ausgangsmaterial verwendete 1- [l'- (N- Methyl-N-isopropyl)-aminobutyl-3']-1-acetyl-2-iso- propylidenhydrazin wird wie folgt hergestellt :
Man löst 18, 0 g l-[l'-(N-Methyl-N-isopropyl)- aminobutyl-3']-hydrazin in 30 cm3 Aceton, erhitzt die L¯sung 3 Stunden zum Sieden am Rückfluss, dampft das überschüssige Aceton ab und destilliert den Rückstand. l-[l'-(N-Methyl-N-isopropyl)-amino- butyl-3']-2-isopropylidenhydrazin destilliert bei 11 mm Hg bei 103-108 .
22, 0 g 1- [1'- (N-Methyl-N-isopropyl)-amino butyl-3']-2-isopropylidenhydrazin werden tropfenweise mit 9, 0 g Acetylchlorid versetzt. Nach dreistündigem Stehen bei Zimmertemperatur wird die Lösung mit 30%iger wÏsseriger Kalilauge stark alkalisch gemacht und anschliessend dreimal mit Chloroform extrahiert. Die vereinigten Chloroformauszüge werden über Magnesiumsulfat getrocknet, das Lösungsmittel verdampft und der Rückstand destilliert. 1- [1'- (N-Methyl-N-isopropyl)-amino butyl-3']-1-acetyl-2-isopropylidenhydrazin siedet unter einem Druck von 0, 3 mm Hg bei 102-106 .