CH370796A - Verfahren zur Herstellung von neuen Hydrazin-Derivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Hydrazin-Derivaten

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CH370796A
CH370796A CH6270158A CH6270158A CH370796A CH 370796 A CH370796 A CH 370796A CH 6270158 A CH6270158 A CH 6270158A CH 6270158 A CH6270158 A CH 6270158A CH 370796 A CH370796 A CH 370796A
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CH
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acetylhydrazine
residue
hydrogen
dimethylamino
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CH6270158A
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English (en)
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Ernst Dr Jucker
Anton Dr Ebnoether
J Dr Lindenmann Adolf
Steiner Roy
Original Assignee
Sandoz Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L1/00Liquid carbonaceous fuels
    • C10L1/10Liquid carbonaceous fuels containing additives
    • C10L1/14Organic compounds
    • C10L1/22Organic compounds containing nitrogen
    • C10L1/226Organic compounds containing nitrogen containing at least one nitrogen-to-nitrogen bond, e.g. azo compounds, azides, hydrazines

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  • Plural Heterocyclic Compounds (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von neuen     Hydrazin-Derivaten       Die vorliegende     Erfindung    betrifft ein Verfahren  zur Herstellung von neuen     Hydrazin-Derivaten    der  Formel 1,  
EMI0001.0004     
    worin A eine     Alkylengruppe,        R1    einen     Acyl-,        Alkyl-          oder        Arylrest    bedeuten, und     R,    und     R3    für eine nie  dere     Alkylgruppe    stehen, wobei die     Gruppen    A,       R,

      und     R3    zusammen mindestens 5     Kohlenstoffatome     enthalten, oder     R,    und     R3    zusammen mit dem sie  verbindenden Stickstoffatom einen 5- oder     6gliedri-          gen        heterocyclischen    Rest bilden, der noch ein  zweites     Heteroatom    einschliessen kann.  



  Erfindungsgemäss werden die neuen     Hydrazin-          Derivate    hergestellt, indem man ein     Säurehydrazid     oder ein     Alkyl-    oder     Arylhydrazin    mit einer entspre  chenden basisch     substituierten        aliphatischen        Oxo-          verbindung    umsetzt und das so erhaltene     Hydrazon     zum     Hydrazin        reduziert.    Hierfür kann man beispiels  weise so vorgehen, dass man das     Hydrazid    einer or  ganischen     Carbonsäure,    z. B.

   Essigsäure- oder       Benzoesäure-hydrazid,        mit    einer basisch substituier  ten     Oxoverbindung,    z. B. einem     Dialkylamino-aceton     oder     Piperidyl-l-aceton,    umsetzt. Hierfür löst man  zweckmässig die Reaktionspartner in einem organi  schen Lösungsmittel, z. B. Äthanol, auf, und erhitzt  die Lösung auf höhere     Temperatur.    Das Reaktions  produkt wird reduziert, was beispielsweise durch  katalytisch erregten Wasserstoff erfolgen kann. Als  Katalysatoren können die Metalle der B.     Gruppe,     vorzugsweise Nickel oder Platin, verwendet werden.

      Die     erfindungsgemäss    hergestellten neuen     Hy-          drazin-Derivate    sind bei     Zimmertemperatur        kristallin     oder flüssig und lassen sich im Vakuum     unzersetzt          destillieren.    Es sind basische Verbindungen, die mit  anorganischen oder organischen Säuren beständige,  bei Zimmertemperatur kristallisierte     Salze    bilden. Sie  können auf     mannigfaltige    Art verwendet werden.

   Sie  sind wertvolle Zwischenprodukte für die Herstellung  von Medikamenten.     Ihre    Umsetzung     mit    reaktions  fähigen     mono-    oder     disubstituierten        Mal'onsäure-          Derivaten    führt zu     3,5-Dioxo-pyrazolidin-Derivaten,     die wertvolle Medikamente sind. Sie wirken     anti-          phlogistisch    und können in der Behandlung rheuma  tischer Erkrankungen angewendet werden. Einige       Pyrazolidin-Derivate        übertreffen    in ihrer Wirkung  das     Phenylbutazon    um ein Mehrfaches.

   Der Umsatz  der erfindungsgemäss hergestellten neuen     Hydrazine     mit     fl-Ketosäuren    oder ihren reaktionsfähigen Deri  vaten     führt    zu neuen     Pyrazolon-5-Derivaten,    die eine       therapeutisch    verwertbare     antipyretische    und     analge-          tische    Wirkung besitzen und dadurch wertvolle     Medi-          kamente    darstellen.  



  Besonders wichtig für die therapeutische Ver  wendung aller dieser Verbindungen ist, dass sie eine  basische     Gruppe    enthalten. Aus diesem     Grund    kön  nen sie mit anorganischen oder organischen Säuren       Salze    bilden, die     in    Wasser löslich sind. Dies erleich  tert     einerseits    die Resorption dieser Medikamente bei       peroraler    Medikation,     ermöglicht    aber     anderseits     auch die Herstellung hochkonzentrierter Lösungen,  die     in.    vielen Fällen für die     parenterale    Stosstherapie       unentbehrlich    sind.  



  Die neuen     Hydrazin-Derivate    besitzen indessen  auch selbst therapeutisch verwertbare     pharmako-          dynamische    Eigenschaften, die sie zu     wertvollen         Medikamenten machen. So zeichnen sie sich bei  spielsweise durch eine starke     Monoamin-oxydase-          Hemmwirkung    aus.  



       Schliesslich    sind die erfindungsgemäss hergestell  ten     Hydrazin-Derivate    auch als     Oxydations-Inhibi-          toren    von Treibstoffen für Otto-Motoren verwendbar,  indem sie die Lagerbeständigkeit der Treibstoffe be  trächtlich erhöhen.  



  In den nachfolgenden Beispielen sind die Tempe  raturen in Celsiusgraden angegeben.  



  <I>Beispiel 1</I>  Eine Lösung von 31,7g     Dimethylamino-aceton     und 42,8 g     Benzoylhydrazin    in 60     eins    Äthanol wird  3 Stunden am     Rückfluss    zum     Sieden,        erhitzt.    Darauf  wird der Äthanol abgedampft, und der Rückstand  aus     Essigsäure-äthylester    umkristallisiert.     Sinp.    95 bis  97 .

   Das Hydrochlorid des     1-(Dimethylamino-iso-          propyliden)-2-benzoylhydrazins    wird aus     Äthanol-          Äther    oder     Isopropanol        umkristallisiert    und schmilzt  bei 190      (Zers.).     



  Eine Lösung von 3,8 g     1-(Dimethylamino-iso-          propyliden)-2-benzoylhydrazin,    hergestellt aus dem  Hydrochlorid durch Behandeln mit Natronlauge in  20     eins    Methanol, wird mit Wasserstoff und     Raney-          Nickel    bei Zimmertemperatur geschüttelt, wobei  langsam 1     Mol    Wasserstoff     aufgenommen    wird. Nach       Abfiltrieren    vom Katalysator wird die Lösung ein  geengt und mit ätherischem Chlorwasserstoff versetzt.

    Das     1-(Dimethylamino-isopropyl)-2-benzoylhydrazin-          dihydrochlorid    scheidet sich kristallin aus und wird  aus Methanol umkristallisiert.     Sinp.        210-220a        (Zers.).     



  Die gleiche Verbindung wird auch erhalten, wenn  mit Platin in Eisessig     hydriert    wird und nach Auf  nahme von 1,2     Mol    Wasserstoff die Hydrierung  unterbrochen wird.  



  <I>Beispiel 2</I>  136 g     Dimethylamino-aceton,   <B>100</B> g     Acetyl-          hydrazin    und 400     cm3    Äthanol werden 5 Stunden  am     Rückfluss    zum Sieden erhitzt.

   Darauf wird ab  gekühlt, wobei ein Teil des     1-(Dimethylamino-iso-          propyliden)-2-acetylhydrazins        kristallisiert.    Nach Ab  filtrieren werden aus der Mutterlauge nach Ab  dampfen des Äthanols noch weitere Fraktionen an  reiner Substanz erhalten.     1-(Dimethylamino-isopro-          pyliden)-2-acetylhydrazin        schmilzt    nach     Umkristalli-          sieren    aus Äthanol, Essigester oder     Dioxan    bei 121  bis 122 .  



  Eine Lösung von 20 g     1-(Dimethylamino-iso-          propyliden)-2-acetylhydrazin    in 200     cm3    Methanol  wird mit     Raney-Nickel    und Wasserstoff bei Zimmer  temperatur und einem     überdruck    von 20     at    geschüt  telt, wobei die berechnete Menge Wasserstoff aufge  nommen wird. Man filtriert vom Katalysator ab und  dampft die Lösung ein. Der feste Rückstand wird  destilliert, wobei das     1-(Dimethylamino-isopropyl)-          2-acetylhydrazin    zwischen 137-138  bei 11 mm     Hg     übergeht.

   Nach     Umkristallisieren    einer Probe aus       Hexan    schmilzt die Substanz bei 63-65 .  



  Das     Diprikat        schmilzt    bei 118-l21      (Zers.).       <I>Beispiel 3</I>  312 g     Diäthylamino-aceton,    180 g     Acetylhydrazin     und 800     cm3    Äthanol werden 5 Stunden am Rück  fluss zum Sieden erhitzt. Ein Teil des Äthanols wird       abdestilliert,    worauf beim Erkalten das     1-(Diäthyl-          amino    -     isopropyliden)-2-acetylhydrazin    kristallisiert.  Aus den Mutterlaugen werden noch weitere Frak  tionen an reiner Substanz erhalten.

   Nach     Umkristalli-          sieren    aus     Essigsäure-äthylester    schmilzt das     Hy-          drazin-Derivat    bei 107-108 .  



  200 g 1 -     (Diäthylamino    -     isopropyliden)-2-acetyl-          hydrazin    werden in 2 Liter Methanol gelöst und mit       Raney-Nickel    und Wasserstoff bei Zimmertemperatur  und einem Anfangsdruck von 30     at    während '24  Stunden geschüttelt, wobei die berechnete Menge  Wasserstoff aufgenommen wird.

   Darauf wird vom  Katalysator     abfiltriert,    das     Filftrat        eingedampft        und     der vollständig kristallisierende Rückstand destilliert,  wobei das 1 -     (Diäthylamino    -     isopropyl)-2-acetylh        y-          drazin    zwischen     100-105     bei 0,2 mm     Hg    als leicht  gelb gefärbtes Öl übergeht, das in der Vorlage  kristallin     erstarrt.    Eine Probe, umkristallisiert aus       Petroläther,        schmilzt    bei 59-6l .  



  Das     Dipikrat    schmilzt bei 103-106      (Zers.).     <I>Beispiel 4</I>  Eine Lösung von 62,1 g     Piperidyl-l-aceton    und  33 g     Acetylhydrazin    in 200     cm3    Äthanol wird  während 6 Stunden am     Rückfluss    zum Sieden erhitzt.  Beim Erkalten kristallisiert schon ein Teil des     1-(Pi-          peridyl-l'-isopropyliden)-2-acetylhydrazins    aus.

   Nach       Abfiltrieren    wird die Mutterlauge eingedampft, und  der     Rückstand        mach    Behandeln mit Tierkohle aus       Essigsäure-äthylester        ebenfalls        kristallisiert.    Das     1-(Pi-          peridyl    -1' -     isopropyliden)-2-acetylhydrazin        schmilzt     nach     Umkristallisieren    aus     Essigsäure-äthylester    bei  132-133 .  



  Eine Lösung von 20 g     1-(Piperidyl-1'-isopro-          pyliden)-2-acetylhydrazin    in 200     ein-    Methanol wird  mit     Raney-Nickel    bei Zimmertemperatur und 20     at     mit Wasserstoff geschüttelt, bis kein Wasserstoff  mehr aufgenommen wird. Darauf wird vom Kataly  sator     abfiltriert    und die Lösung eingedampft. Der  Rückstand kristallisiert vollständig durch. Das     1-(Pi-          peridyl-l'-isopropyl)-2-acetylhydrazin    kristallisiert aus  Essigester und schmilzt bei     101-104^.        Sdp.    l26-130   bei 0,05 mm     Hg.     



  <I>Beispiel 5</I>  Die Lösung von 14,8g     Acetylhydrazin    und 23     g          Dimethylaminobutanon    in 50     cm3    Eisessig wird mit  0,5 g Platinoxyd versetzt und dann zwei Tage bei  Normaldruck mit Wasserstoff geschüttelt. Dann wird  vom Katalysator     abfiltriert,    die Lösung im Vakuum  eingedampft, der Rückstand mit Eis versetzt und  unter guter Kühlung mit     50' /o        iger    Kalilauge alkalisch  gemacht. Dann schüttelt man dreimal mit Chloro  form aus, trocknet über     Natriumsulfat    und dampft  ein.

   Der Rückstand wird dann     fraktioniert        destilliert,     wobei 1- (1' -     Dimethylamino    -     butyl    - 3') - 2 - acetyl-           hydrazin    bei 0,2 mm     Hg    von 102-l03  als leicht  gelbliches öl destilliert.
EMI0003.0003  
    



  <I>Beispiel 6</I>  Eine Lösung von 69 g     l.-Dimethylamiho-butan-          3-on    und 64,8 g     Phenyl-hydrazin    in 200     cm3     Äthanol wird 3 Stunden unter     Rückfluss    zum Sieden       erhitzt.    Nach     Abdampfen    des     Lösungsmittels    wird  der Rückstand unter vermindertem     Druck    destilliert.       1-D#imethylamino-butan-3-on-phenylhydrazo#n        geht     unter 0,03 mm     Hg    bei 135  als gelbes öl über.

    
EMI0003.0016  
    Zu einer Suspension von 10 g     LiA1H4    in 150     cm-3          Tetrahydrofuran    lässt man unter gutem Rühren bei  einer Temperatur von 0-10  eine Lösung von  23,4 g     Dimethylamino-butan-3-on-phenylhydrazon    in  150     cm3        Tetrahydrofuran        zutropfen.    Darauf wird  das Reaktionsgemisch noch 3 Stunden unter Rück  fluss zum Sieden erhitzt. Nach Abkühlen gibt man  unter ständigem Kühlen eine gesättigte Natrium  sulfatlösung zu, bis sich ein gut     filtrierbarer,    körni  ger Niederschlag absetzt.

   Darauf wird filtriert, der  Filterrückstand noch dreimal mit heissem     Tetra-          hydrofuran    ausgewaschen, das Filtrat über Natrium  sulfat getrocknet und eingedampft. Der Rückstand  wird anschliessend im Hochvakuum destilliert.     1-(1'-          Dimethylamino    -     butyl    - 3') - 2 -     phenylhydrazin    geht  unter 0,05 mm     Hg    bei 112-115  als gelbes öl über.  
EMI0003.0032  
    Das     Dipikrat    kristallisiert aus     Methanol/Wasser     und enthält     Kristallwasser.    Es     schmilzt    von 100-108   unter Zersetzung.  



  <I>Beispiel 7</I>  Die Lösung von 42,8 g     1-Diäthylamino-butan-          3-on    in 150 cm-' Eisessig wird unter     öfterem    Schüt  teln mit 22,2 g     Acetylhydrazin    versetzt. Nach etwa       15stündigem.    Stehen     gilbt    man<B>0,5</B> g     Plafnoxyd        zu     und schüttelt etwa 12 Stunden bei     Zimmertemperatur     und bei einem Druck von 5     at    mit Wasserstoff.

    Dann wird vom Katalysator     abfiltriert,    die Lösung  im Vakuum eingedampft, der ölige Rückstand in  wenig Wasser aufgenommen, und die Lösung bei 10  bis 20  mit     501,!oiger    wässeriger Kalilauge stark  alkalisch gemacht. Nach Zusatz von festem     KOH     wird die Lösung mit Chloroform ausgeschüttelt.  Nach Trocknen über Pottasche wird das Lösungs  mittel verdampft, und der Rückstand im Vakuum  fraktioniert destilliert.     1-(1'-Diäthylamino-butyl-3')-          2-acetyl-hydrazin    destilliert bei 0,06 mm     Hg    bei       115 .    Es ist eine farblose Flüssigkeit, die an der  Luft Kohlendioxyd und Wasser anzieht.

    
EMI0003.0054     
    <I>Beispiel 8</I>  Man versetzt 93 g     1-Dimethylamino-pentan-4-on     unter gutem Schütteln mit 53,4 g     Acetylhydrazin,     lässt einige Zeit bei Zimmertemperatur stehen und  erwärmt bis zur vollständigen Lösung auf dem  Wasserbad. Nach 17stündigem Stehen bei     Zimmer-          temperatur    wird die Lösung 1 Stunde auf 60  er  wärmt und anschliessend fraktioniert destilliert. 1-(1'-         Dimethylamino-pentyliden-4')-2-acetyl-hydrazin    destil  liert bei 0,2 mm     Hg    bei 114-115 .
EMI0003.0061  
    



  Die Substanz ist hygroskopisch und zieht aus der  Luft C02 an. Bei längerem Stehen     im    Kühlschrank  kristallisiert die Verbindung.  



  64,5 g     1-(1'-Dimethylamino-pentyliden-4')-2-          acetyl-hydrazin    werden unter guter Kühlung in  250     em3    Eisessig gelöst. Die Lösung wird     mit    1     g     Platinoxyd versetzt und etwa 13 Stunden bei Zim  mertemperatur und     einem    Druck von 5     at    mit  Wasserstoff geschüttelt.

       Dann        wird    vom Katalysator       abfiltriert,    die     Lösung    im Vakuum eingedampft,  der     ölige    Rückstand in einem Gemisch aus 330     cms          konz.        Salzsäure    und 260     cm3    Wasser     aufgenommen,     und die Lösung in einer Stickstoffatmosphäre 6 Stun  den auf 110  erwärmt.

   Nach Eindampfen der Lö  sung im Vakuum wird der     zähe    Rückstand in wenig  Wasser gelöst, und die Lösung unter guter     Kühlung          mit        50%iger        wässeriger        Kalilauge        stark        alkalisch     gemacht. Man gibt anschliessend noch so viel festes       KOH    zu, bis sich eine     ölige    Substanz abgeschieden  hat.

   Alsdann wird von ausgefallenem     Kaliumehlorid     über     Hyflo    filtriert, und der Filterrückstand mit  einem Gemisch aus gleichen Teilen     Methylenchlorid     und Äther gewaschen. Aus dem     Filtrat    wird die       organische    Schicht     abgetrennt,    und die wässerige  Phase noch dreimal mit dem gleichen Lösungsmittel  gemisch ausgeschüttelt.

   Die vereinigten organischen  Fraktionen werden nach Trocknen über Pottasche  eingedampft, und der     Rückstand        fraktioniert    destil  liert.     1-IDimethylamino-pentyl-4-hydrazin        destilliert     bei 11 mm     Hg    bei 94-96 .
EMI0003.0101  
    



  Zur weiteren Charakterisierung wird das     Dipikrat     hergestellt und dieses zweimal aus Methanol um  kristallisiert.     Smp.    136-139      (Zers.),    Sintern ab 130 .  <I>Beispiel 9</I>  Die Lösung von 36,3g     N-Methyl-N-isopropyl-          aminobutan-3-on    in 220     cm3    Eisessig wird unter  gutem     Schütteln    und Kühlen mit 18,8 g     Acetyl-          hydrazin    versetzt.

   Nach Stehen über Nacht wird mit  0,43 g Platinoxyd und Wasserstoff bei Zimmertempe  ratur und einem     Anfangsdruck    von 5     at    geschüttelt,  wobei die berechnete Menge Wasserstoff aufgenom  men wird. Dann wird vom Katalysator     abfiltriert,     und nach Einengen der Lösung im Vakuum mit       50o/oiger    wässeriger     Kalilauge    stark     alkalisch    ge  macht.

   Nach Zusatz von festem     KOH    wird das aus  geschiedene öl mit Chloroform     extrahiert.        Man     trocknet den     Chloroformextrakt    über     Magnesium-          sulfat,    verdampft das Lösungsmittel und     destilliert          dien        Rückstand,    wobei     das        1-[1'-(N-Methyl-N-sopro-          pyl)-amino-butyl-3']-2-acetyl-hydrazin    unter einem  Druck von 0,3 mm     Hg    bei     139-l47         destilliert.     



  Das als Ausgangsprodukt verwendete     N-Methyl-          N-isopropyl-amino-butan-3-on    wird hergestellt, indem  man 64,0 g     N-Methyl-N-isopropyl-amin-hydrochlorid     mit 175     em3    Aceton und 24,4 g     Paraformaldehyd     in 116     cm3    Äthanol während 16 Stunden zum Sie-      den am     Rückfluss    erhitzt.

   Nach Eindampfen der Lö  sung im Vakuum wird der Rückstand     mit    etwa  150     cm3    Wasser versetzt, mit     50o/oiger    wässeriger       Kalilauge        alkalisch    gemacht, und die Lösung mehr  mals mit Äther extrahiert. Die vereinigten Äther  auszüge werden über     Magnesiumsulfat    getrocknet,  eingedampft, und der     Rückstand    im Vakuum frak-         tioniert    destilliert. N -     Methyl    - N -     isopropyl-amino-          butan-3-on    siedet bei einem Druck von 11 mm     Hg     bei 63-64 .
EMI0004.0014  


Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von neuen Hydrazin- Derivaten der Formel 1, EMI0004.0018 worin A eine Alkylengruppe, R1 einen Acyl-, Alkyl- oder Arylrest bedeuten, und R2 und R3 für eine nie dere Alkylgruppe stehen, wobei die Gruppen A, R2 und R3 zusammen mindestens 5 Kohlenstoffatome enthalten,
    oder R2 und R3 zusammen mit dem sie verbindenden Stickstoffatom einen 5- oder 6gliedri- gen heterocychschen Rest bilden, der noch ein zweites Heteroatom einschliessen kann, dadurch ge kennzeichnet,
    dass man ein Säurehydrazid oder ein Alkyl- oder Arylhydrazin mit einer entsprechenden basisch substituierten aliphatischen Oxoverbindung umsetzt und das so erhaltene Hydrazon zum Hy- drazin reduziert.
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