CH366808A - Einrichtung zum Nassbehandeln breitgeführter textiler Flächengebilde oder Fadenscharen - Google Patents
Einrichtung zum Nassbehandeln breitgeführter textiler Flächengebilde oder FadenscharenInfo
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Description
Einrichtung zum Nassbehandehl < breitgeführter textiler Flächengebilde oder Fadenscharen Die Erfindung macht es sich zur Aufgabe, Textil gut, insbesondere laufende Textilflächengebilde, die insbesondere als Textilbahnen ausgebildet sind, auf nassem Wege nachzubehandeln, beispielsweise zu fär ben, zu imprägnieren oder dergleichen. Es ist bei der Nassbehandlung von Textilgutbahnen .bekannt, wäh rend des Durchlaufs durch einen Flüssigkeitsbehälter die Warenbahn hin und her zu bewegen.
Hierzu wer den Führungen wie Schwenkarme oder unrunde Wal zenkörper benutzt. Auch wird die Flüssigkeit selbst in Bewegung gebracht, indem sie z. B. mit Ultraschall beaufschlagt wird. Weiterhin sind auch Schwingflügel bekannt, deren Flächen parallel zur Warenbahn ange ordnet sind.
Bei allen diesen Einrichtungen läuft die Waren bahn im Beaufschlagungsbereich geradlinig en den Bewegungselementen vorüber.
Die Einrichtung nach der Erfindung kennzeichnet sich durch ein zum Einwirken auf das zu behandelnde Gut bestimmtes, hin und her bewegbares Werkzeug und durch Mittel zum Zuführen eines Flüssigkeits stromes zur Wirkstelle des Werkzeuges.
Die Erfindung lässt sich in verschiedener Weise ausführen. In der Zeichnung ist die erfindungsgemässe Einrichtung in mehreren Ausführungsbeispielen sche matisch veranschaulicht, und zwar zeigt: Fig. 1 die Beaufschlagungsstelle :
der Warenbahn und die Zuführung der Behandlungsflüssigkeit im Schnitt, Fig.2 die schematische Darstellung der Beauf- schlagungsstelle, Fig. 3 einen schematischen Schnittdurch die Ware und die Wirkung der Stossleisten bei gleichzeitig in entgegengesetzter Richtung erfolgter Zuführung der Behandlungsflüssigkeit, Fig.4 eine beispielsweise Ausführungsform mit mehreren Beaufschlagungsstellen,
Fig.5 bis 9 schematisch verschiedene Ausfüh- rungs- und Anwendungsbeispiele, wobei die schema tische Darstellung der Fig. 2 verwendet ist.
In Fig. 1 ist die Beaufschlagungsstelle :der breit geführten Warenbahn durch eine von unter Druck an die Warenbahn anströmende Behandlungsflüssigkeit und die dieser Strömung entgegenwirkende Stossleiste dargestellt.
w ist :die textile Warenbahn; sie wird bei a durch die Stossleiste s durchgebogen bzw. gekröpft. Dieser Durchbiegungsstel_le gegenüber liegt ein Düsenschlitz e eines Rohres c; aus dem die Behandlungsflüssigkeit f unter Druck an die und in die durch die Durch biegung geöffnete Stelle a der Warenbahn w gelangt.
Das Rohr c mit dem Düsenschlitz e bildet die Behandlungsmittelzuführun,g. In dem Rohr c ist ein Heizrohr d so gelagert, dass eine kanalartige Führung für die Behandlungsflüssig- keit f bis zur Düse e entsteht. Hierdurch tritt eine zunehmende Erhitzung der Behandlungsflüssigkeit f ein, die durch die Indizes f <I>1</I> bis f <I>3</I> angedeutet ist.
An der Austrittsstelle e ist dann die höchste Temperatur, der grösste Druck und die höchste Strömungsgeschwin digkeit der Flüssigkeit vorhanden. An dieser Stelle erfolgt nun die Beaufschlagung der Warenbahn w durch die Schwingleiste s in kurzen schnellen Stössen. Durch die Abstimmung der Warenbahngeschwindig- keit auf die Frequenz der Stösselbewegung wird jede Stelle der Warenbahn mit der gewünschten Intensität der Behandlung unterzogen.
Die Teile s, c mit e und d bilden eine Beaufschla- gungsstelle. In einer Einrichtung können mehrere sol cher Beaufschlagungsstellen vorhanden sein.
Gemäss Fig.4 wird die textile Ware von einer Walze g ab- und auf der Walze h aufgewickelt und dabei durch die Behandlungsflüssigkeit i eines Troges k hindurchgeführt. Dieser Vorgang kann reversibel erfolgen.
An der Zuführungsstelle der Behandlungsflüssig- keit, die durch die Düsenschlitze e der Rohre c zuge führt wird, wird die Ware durch Biegen in ihrem Gefüge geöffnet und gleichzeitig die Flüssigkeit in das Bindungsgefüge eingeführt (siehe auch Fig. 3).
Die Flüssigkeit wird, wie bei Fig. 1 erläutert, im Rohr c erwärmt und dann durch den Düsenschlitz e unmittelbar auf die an dieser Stelle durch ein hin und her bewegtes mechanisches Mittel, insbesondere Stoss leisten s, durchgekröpfte Ware aufgebracht.
Durch die Wechselwirkung der mechanischen Stossleisten s, von denen mehrere hintereinander auf die Ware einwirken, und der diesen Stossleisten ent gegenwirkenden Strömungen der Behandlungsflüssig- keit wird die Warenbahn im Schwebezustand gehalten und so in sich bewegt, dass durch die Stossleisten das Bindungsgefüge, wie in Fig. 3 schematisch im Schnitt veranschaulicht, geöffnet wird.
Die laufenden Ver setzungen der Berührungslinien der Stossleisten be wirken ein. Einpumpen der Behandlungsflüssigkeit in die Ware.
Ein Beispiel der Umpumpung der Flüssigkeit zeigt Fig. 4. Die Flüssigkeit wird beispielsweise in drei Be hälter umgepumpt, und zwar vom Behälter l über die Rohrleitungen<I>m</I> mittels der Pumpe n in die Zufüh rungsrohre c gepumpt, um dann nach Austritt im Richtung auf die durchgekröpfte Warenbahn unter Druck in den Trog k zu gelangen, von wo sie dann in Richtung des Pfeiles o zum Behälter p gelangt.
Ist der Behälter l leer und der Warenwickel g abgerollt, so wird nach Umschaltung der Warenlaufrichtung die Flüssigkeit vom Behälter p mittels der Pumpe über die Leitungen q in die Zuführungsrohre c gepumpt und in Richtung des Pfeiles <I>r</I> in den Behälter<I>l</I> um gepumpt.
Durch die Bahnbewegung wird eine laufende Ver- setzung der Beaufschlagungslinie durch die Stossleisten bewirkt. Die laufende Versetzung der Beaufschla- gungslinie bewirkt eine Gefügebewegung des Behand lungsgutes abwechselnd an Ober- und Unterfläche und damit ein Einpumpen der Behandlungsflüssigkeit in das Innere des Behandlungsgutes.
Die Beaufschlagungsstellen können so angeordnet werden, d'ass der Stössel, die Stossleisten oder Schwung leisten von oben nach unten, von unten nach oben, bei senkrecht laufender Warenbahn von rechts nach links oder von links nach rechts wirken. Es kann, wenn es der Warenlauf erfordert, auch jeder beliebige Winkel für die Stossleieenbe- wegung gewählt werden.
In der Fig.2 ist die schematische Darstellung einer Beaufschlagungsstelle durch das Rohr c als Kreis und die Stossleiste s als ein in die Stossrichtung zeigender Pfeil gezeigt. Diese Darstellung ist in den verschiedene Ausführungs- und Anwendungsbeispiele zeigenden Fig. 5 bis 9 gewählt.
Hierbei ist unter Ver wendung der gleichen Überweisungszeichen wie in Fig. 4 gemäss der obigen Darlegung gezeigt, wie die Warenbahn verschieden geführt wird, wie die Behälter verschieden ausgeführt sind und wie insbesondere eine verschiedenartige Beaufschlagung durch die Stössel und die aus den Rohren c ausströmende Flüs sigkeit abwechselnd von verschiedenen Seiten erfolgen kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Einrichtung zum Nassbehandeln breitgeführter tex- tiler Flächengebilde oder Fadenscharen, gekennzeich net durch ein zum Einwirken auf das zu behandelnde Gut bestimmtes, hin und her bewegbares Werkzeug (s) und durch Mittel (c) zum Zuführen eines Flüssig- keitsstromes zur Wirkstelle des Werkzeuges.UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, -dass unterhalb der Warenbahn (w) ein Flüssigkeit zuführendes Rohr vorgesehen ist, in dem ein Heizrohr (d) angeordnet ist. 2. Einrichtung nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Heiz rohr (d) im Zuführungsrohr (c) einen sich verengen den Zuführungskanal zum Düsenschlitz (e) bildet.3. Einrichtung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Zuführungsrohre (c) mit Düsenschlitzen (e) gegenüber mehreren Stossleisten (s) angeordnet sind. 4.Einrichtung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass für die Flüssigkeit ein Sammelbehälter (I) vorgesehen ist, an dem eine Pumpe angeschlossen ist, und dass ein zweiter Behälter (p) vorgesehen ist, in den die Flüssig keit vom Sammelbehälter f über den die Flüssigkeits- rohre (c) enthaltenden Behälter (h) befördert wird.
Applications Claiming Priority (2)
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Publications (1)
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| CH6481158A CH366808A (de) | 1957-11-02 | 1958-10-09 | Einrichtung zum Nassbehandeln breitgeführter textiler Flächengebilde oder Fadenscharen |
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| DE808825C (de) * | 1948-07-30 | 1951-07-19 | Julien Dungler | Verfahren und Vorrichtung, insbesondere zum Beuchen oder Bleichen von Geweben o. dgl. |
| DE1753615U (de) * | 1954-07-17 | 1957-10-10 | Sucker G M B H Geb | Vorrichtung zum behandeln von textilien. |
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Also Published As
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