DE1753615U - Vorrichtung zum behandeln von textilien. - Google Patents

Vorrichtung zum behandeln von textilien.

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DE1753615U
DE1753615U DE1954B0018545 DEB0018545U DE1753615U DE 1753615 U DE1753615 U DE 1753615U DE 1954B0018545 DE1954B0018545 DE 1954B0018545 DE B0018545 U DEB0018545 U DE B0018545U DE 1753615 U DE1753615 U DE 1753615U
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dyeing
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Sucker Geb GmbH
Gebr Sucker GmbH
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Sucker Geb GmbH
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  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Behandeln von Textilien
    --------------------------------------
    Es sind zahlreiche Ausführungsformen von Geräten und Maschinen bekannt, mit deren Hilfe Textilien, z. B.
  • Fasern, Garne und Gewebe behandelt werden können.
  • Unter dem Behandeln von Textilien sei insbesondere das Färben, Imprägnieren, Trocknen u. dgl. verstanden.
  • Um die Behandlung zu verbessern bzw. die Behandlungzeit zu verkürzen, sind bereits Einrichtungen bekannt geworden, in denen das Behandlungsmedium, z. B. die Färbe-oder Imprãgnierflotte, der Trockenluftstrom, das Entschlichtungsmittel oder das zu behandelnde Gut Hör-und Ultraschallwellen ausgesetzt werden. Dabei können die verschiedenen Wirkungen dieser kontinuierlichen Schwingungen von Bedeutung sein, z. B. die Absorption im zu färbenden Material, die Resonanzerscheinungen, der Schallstrahlungsdruck (Kompression und Dilatation), die Kavitation, die thermischen Einwirkungen, die dispergierenden, kolloidchemischen, chemischen und physikalischchemischen Einflüsse. Der gewünschte Effekt wird durch Verbesserung der Wechselwirkungen zwischen dem zu behandelnden Gut und dem Behandlungsmedium erreicht. Es wird z. B. eine Verkürzung der Färbedauer bei gleichzeitiger Verbesserung der Durchführung und Egalität durch kontinuierliche Beeinflussung erzielt, die vor allem auf eine Intensivierung des Konzentrationsausgleichs zwischen Färbegut und Flotte unter sonneller Nachlieferung von Farbstoffmolekülen an die Faser, also auf ein baldiges Erreichen des dynamischen Gleichgewichtszustandes im Färbeprozeß hinwirkt.
  • Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen,, die die erwähnten vorteilhaften Wirkungen ermöglicht, dabei aber keine überhöhten Temperaturen und besonderen Druckgefäße wie bei der Hochtemperaturfärberei erfordert und im Gegensatz zur Schallbehandlung technisch einfach und betriebssicher darstellbar ist. Die erforderlichen Einrichtungen sollen weiter nachträglich an vorhandene Geräte angebracht werden können.
  • Während bei den bekannten Einrichtungen kontinuierliche Schwingungen erzeugt werden ; sind gemäß der Erfindung im Förderweg des Behandlungsmediums Mittel vorgesehen, die dem Behandlungsmedium ieke4u diskontinuierliche Impulse erteilen, und zwar entweder durch impulsmäßige Unterbrechungen der strömenden Flotte oder durch zusätzliche Druckimpulse, die der Flottenströmung überlagert werden. Eingehende Versuche haben ergeben, daß durch diese
    zusätzlichen Bewegungsimpulse folgendes erreicht wird :
    t : D
    a) Infolge der niedrigen Frequenzen durchdringen die Impulse auch dicke Materialschichten ohne größere Absorptionsverluste, wie sie sich bei Schallwellen mit steigender Frequenz immer stärker bemerkbar machen. Sie zeichnen sich durch eine besonders gute Durchdringungsfähigkeit und Tiefenwirkung bei Auflockerung des Färbegutes unter Vermeidung von Kanalbildungen aus. b) Die Bewegungsenergie der Flotte wird erhöht und Dispersion und Parbstofftransport im wässrigen Lösungmittel beschleunigt. e) Energieverluste durch Reflexionen und Interferenzen entfallen bei richtiger Wahl der Impulsdauer und der Impulsbestände. d) Die Möglichkeiten zur Ausbildung einer quasistationären Grenzschicht zwischen Faseroberfläche und Flotte, welche die Aufziehw d Wanderungsgeschwflndigkeit herabsetzt, wird durch die Bewegungsimpulse stark eingeschränkt. Das reversible, dynamische Gleichewicht, das einen Färbeprozeß beendet, kann daher durch rascheren Konzentrationsausgleich zwischen den Farbstoffmolekulen in der Flotte und auf der Oberfläche der Faser schneller als unter normalen Umständen hergestellt werden. e) Die Impulse steigern die Diffusion der Farbstoffmoleküle von der Faseroberfläche in die Hohlräume der Micollen der Faser. Irgendwelche schädigenden Begleiterscheinungen für das Fasermaterial treten dabei nicht auf.
    f) Die Dynamik der wechselseitigen Durchdringungsvor-
    C>
    gänge des Systems Flotte-Färbegut wird durch die Bewegungsimpulse so verbessert, daß einwandfreie Durohfärbung und Egalität und kürzere Behandlungszeiten bei vollen Farbtönen ohne nachteilige Veränderungen im Verhalten und in den typischen Eigenschaften der Farbstoffe gewährleistet werden. g) Auch beim Absaugen, Auskochen, Dämpfen, Entschlichten, Merzerisieren, Trocknen usw. zeigen sich ähnliche Resultate. Durch die Anwendung von Impuls-Strömungen verringern sich die Behandlungszeiten zum Teil beträchtlich.
  • Die zur Ausübung des Impuls-Strömungsverfahrens dienende Vorrichtung ist in Abb. 1 als Beispiel für einen Färbeapparat schematisch dargestellt. Die Kreiselpumpe 1 saugt die in das Zusatzgefäß 2 zu füllende Flotte an und drückt sie über das Umsteuerorgan 3 in den Färbeapparat 4.
  • Der Färbeapparat hat zwei Verbindungsleitungen zum Umsteuerorgan, so daß die Flotte entweder in der Strömungsrichtung von außen nach innen oder von innen nach
    außen im ständigen Kreislauf durch das auf
    einem Materialträger befindliche Färbegut geschickt werden kann. Parallel zu diesem Hauptkreislauf der Flotte fließt ein kleiner Teilstrom, dessen Menge durch das Überlaufventil 5 geregelt wird, in den Zusatzbehälter zurück ; er sorgt dafür, daß die im Zusatzbehälter befindliche 2 Platte mit in den Hauptkreislauf einbezogen wird. Zur Erzeugung der Strömungsimpulse dient'die Vorrichtung 6, deren Wirkung am Schauglas 7 beobachtet werden kann. Impulsorgan und Schauglas können statt in die Saugleitung auch an der"angekreuzten Stelle 8 in
    die Druckleitung gelegt werden.
    CD
    Da die Impulse durch einfache Querschnittsveränderungen der strömenden Flotte erzeugt werden, läßt sich das Impulsorgan 6 aus verschiedenen Bauelementen herstellen, von denen einige charakteristische Beispiele aufgeführt werden. Eine einfache glatte Klappe, die durch einen Motor in ständigex Rotation versetzt wird, ist-strömungstechnisch und impulsmäßig gesehen-äußerst ungünstig. Sie bringt die erstrebte Wirkungen nur in geringem Maß und gestattet außerdem nicht, das jeweils optimale Verhältnis zwischen Impulsdauer und Impulsxxxitt intervall nach Wahl einzustellen.
    Bessere Wirlungen erzielt man ! sit Klappen, die strö-
    mungskörperformen haben, und mit stromungsgunstig ge-
    bauten Blenden, die den Lei 'ungsquerschnitt durch Bewe-
    gungensenkrecht zur Ström'-ü.'isrichtung s ? it', 7' ? il)-g ab-
    riegeln..
  • Abb. 2 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel, gemäß welchem in der Leitung 21 eine rotierende Kugel 22 angeordnet ist. Die Kugel 22 weist in der Durchlaßstellung
    einen strömungsmäßig günstigen Kanal 23 auf, der den
    vollen Leitun. ßsquerschnitt freigibt. Die Kugel rotiert
    nicht um ihre Achse 24, sondern wird über ein m. i t der
    Achse verbundenes Hebelgestänge oder unter Zwischenschaltung von zwei Zahnrädern und einem Gestänge von einem Magneten schlagartig in die Sperr- oder Durchlaßstellung geschaltet. Nur durch diese ruckartige Betäti-
    gung konjp. t die volle Impulsyliricung zustande. Bei den
    niedrigen Impulsfrequenzen ist das besonders leicht unter guter Annäherung an eine rechteckige Impulsform zu erreichen. Sperr-und Durchlaßzeiten werden an einem automatischen Repetier-Zeitschalter von Hand eingestellt und sind beliebig veränderbar.
  • Ebenso gut läßt sich ein entsprechender, durch einen Synchronmotor angetriebener Kontaktschalter benutzen.
  • Auch mit einem stark untersetzten Motor kann umgesteuert werden, wenn die eine Stellung durch Federkraft gehalten und die andere Stellung durch ein der Federkraft entgegenarbeitendes Exzenter oder durch eine Nockenscheibe erzwungen wird. Die Impulsfrequenzen nuasen
    dann durch Drehzahlregelun des Motors eingestellt
    werden, während eine Veränderung des Verhältnisses Impulsdauer zu Impulsintervall durch Auswechseln des Exzenters oder der Nockenscheibe zu erreichen ist.
  • Auf einen laufenden Prozeß wirkt sich die durch das Auswechseln entstehende Unterbrechung allerdings nachteilig aus.
  • Mit den genannten Antriebsarten lassen sich auch Venteile schaltens deren Drosselverluste möglichst klein sein sollen. Als besonders geeignet sind mehrsitzige Ringventile zu bezeichnen, weil sie bei kleinen Hüben von 5 bis 10 mm schon den vollen DurchlaBuerschnitt erreichen.
  • Dieselben Vorteile haben auch zweiteilige Schieber, von denen jede Hälfte mit gitterförmig angeordneten Schlitzen versehen ist, deren Außenseiten ein strömunggünstiges Profil tragen. Mit ihren glatten Innenflächen liegen die beiden Schieberhälften voreinander, so daß die bewegliche gegen die feststehende Hälfte im Takte der gewünschten Impulsfrequenzen leicht ruckartig verschoben werden kann. Ebenso wie die Achsen bei Stromungskörpern @ müssen Ventilspindeln oder Schiebergestänge lange Führungsbuchsen mit guter Abdichtung aufweisen. damit keinesfalls Luft eindringen kann, die den Prozeß störend beeinflußt.
  • Neben mechanisch und elektrisch betätigten Ventilen oder Schiebern lassen sich die Umsteuerungen auch mit pneumatischen oder hydraulischen Antrieben unter Anwendung entsprechender Schnellsteuerrelais bewerkstelligen, je nachdem, welche Energieform gerade am günstigsten zur Hand ist, wobei die eine oder andere Antriebsart je nach erforderlicher Impulsfrequenz und Größe der Anlage Vorteile bieten kann. Hervorgehoben sei noch, daß sich magnetisch betätigte Ventile bauen lassen, die keine Durchführung in den Außenraum 'besitzen, durch die also keine Luft in das Innere des Systems gelangt.
  • Abb 3 zeigt in idealisierter Rechteckform die Impulse, die sich ergeben, wenn die kontinuierliche Zirkulation der Flotte durch eine der beschriebenen Vorrichtungen in festgelegten Zeitabständen unterbrochen wird. Die strömende Flottenmengo M fällt für die Zeit t der Querschnittsschließung bis auf den Wert null ab 31. Sofern ein Teil der Flotte auch während des Impulses im Gleichstrom weiterströmen soll 32, darf der Querschnitt durch das Impulsorgan nur bis auf dieses Maß verengt werden.
  • 33 zeigt Impulse, die der strömenden Flotte als zusätzliche Druckstöße überlagert wurden bei 34 sind diese durch einen gesteuerten Kolben oder eine Membran von
    außen in die Leitung gegeben worden.
    , eben
    DasPrinzip der Strömungsunterbrcchung und das der
    überlagertenDruckstöße kann sur Erhöhung der'ßirung
    auchkombiniert auf denselben Prozeß angewendet werden.
    Beide Vorrichtungen zur Impulserzeugung werden zu diosem Zweck so eingestellt und gegenseitig verriegelt, daß die erforderliche Phasenverschiebung zwischen den Impulsfolgen zwangsläufig beibehalten wird. Es hängt vom angewandten Prozeß ab, welche Impulsart im Einzelfall am vorteilhaftesten ist.
  • Nach den bisherigen Darlegungen ist es erklärlich, daß die Einstellung des dynamischen Gleichgewichtes auch bei der Hochtemperaturfärbung und Schallfärbung durch Strömungsimpulse weiter beschleunigt werden kann, weil die Bewegungsenergie erhöht wird.
  • Bei Hochtemperaturfärbeapparaten werden die Impulse entweder nach einer der vorgenannten Methoden im Zirkulationskreislauf der Pumpe erzeugt oder im Expansiongefäß, das an die Saugleitung angeschlossen ist und in seinem oberen Teil ein Luft-Dampf-Gemisch als Polster enthält. Durch Zuführen von Druckluft in dieses Polster und durch Entlüften können die Impulse mit Hilfe eines einfachen Schnellsteuerorgans dem statischen Druck überlagert werden. Bei Färbeapparaten, bei denen der statische Druck durch einen Kolben mit Belastungsgewichten eingestellt wird, sind die gewünschten Impulsfrequenzen durch gesteuertes Anheben und Fallenlassen der Kolbenstange mit den aufliegenden Belastungsgewichten hervorzurufen als Druckstöße, die um den statischen Druck als Mittelwert pendeln.
  • Andererseits ist es auch möglich, durch gesteuerte stöße auf die Kolbenstange Impulse zu erhalten, deren Druck sich zum statischen Druck addiert. Da der statische Druck die Färbetemperatur bestimmt, wirken sich diese Impulse zudem noch temperaturmäßig aus.
  • Auch beim Färben mit Hör-und Ultraschallwellen bringen zusätzliche Impulse Vorteile. Da die Schwinger meistens elektrisch erregt werden, ist die Impulserzeugung und die Einstellung von Dauer und Intervall mit elektronischen Hilfsmitteln einfach durchzuführen.
  • Strömung-und Druckimpulse können bei der Hochtemperatur-und Schallfärberei ebenfalls in unterstützendem Sinn kombiniert werden, wenn auf die richtige Phasenverschiebung zwischen beiden Impulsarten geachtet wird.
  • Das Verfahren eignet sich nicht nur, wie bisher beschrieben, für färberische Prozesse bei Fasern, Garnen, Spulen und Kettbäumen. Es ist auch sinngemäß übertragbar auf die Behandlung von Stückware in Es Färbemaschinen (Haspel-und Rollenkufe, Jigger, Foulard), wie an einem Beispiel für Jigger erläutert werden soll.
  • In Abb. 4 bezeichnen 41 und 42 die Leitwalzen im unteren Teil der Kufe. Zwischen diesen beiden Walzen liegt parallel zu ihnen ein kleiner nach unten offener Längstrog 439 über dessen wulstförmig gearbeitete Kanten 44 die gespannte Ware in voller Breite läuft. Durch die stramm vorliegende Ware und durch die je nach Warenbreite verschiebbaren Seitenabdeckungen ist der Trog nach unten hin abgeschlossen. Da die Flotte in der Kufe nicht zirkuliert und ihre Bewegung von der laufenden Ware durch Mitnahmeerscheinungen herrührt, kann der Färbevorgang leicht dadurch beschleunigt werden, daß eine Kreiselpumpe 45 Flotte aus der Kufe durch die Leitung 46 ansaugt und über den Längstrog durch die Ware drückt. Eine weitere Steigerung ist durch impulsförmige Strömungsunterbrechung möglich. Wird statt der Kreiselpumpe eine Kolbenpumpe
    benutzt, so dient sie gleichzeitig zur Strömung-und
    Impulserzeugung.Impulsfrequenz, Warengeschwindigkeit
    und Öffnungsbreite des Trogs sind so aufeinander abzustimmen, daß jedes Flächenelement der Ware gleichmäßig beaufschlagt wird. Diese Maßnahme steigert die Durchdringungsfähigkeit derart, daß die Flotte sogar durch EEÈE mehrere übereinanderliegende Gewebelagen geht.
  • Abb. 5 zeigt eine andere Ausführungsart. Statt des Längstroges ist über den beiden unteren Leitwalzen 51 und 52 ein Rohr 53 angeordnet, das im Tangierungsbereich der Ware Löcher oder Längsschlitze 54 trägt, durch welche die impulsmäßig strömende Flotte die Ware durchtränkt. Die ausgleichende Wirkung ddr Flotte in der Kufe setzt sofort ein und wirkt sich auf dem weiteren Weg der Ware bis zur Flottenoberfläehe aus.
  • Noch auf eine andere Möglichkeit sei hingewiesen, den Prozeß durch Bewegungsimpulse zu beschleunigen, die bei der Apparatefärberei nicht ohne weiteres anwendbar ist : die Beschleunigung durch impulsförmige Bewegungen der Ware. Sie wird am einfachsten dadurch her-XBuda vorgerufen, daß die beiden unteren Leitwalzen als Schlag-oder @ Sternwalzen ausgebildet sind, die der Ware laufend Bewegungsimpulse senkrecht zu ihrer Laufrichtung erteilen, wodurch die Flotte gleichsam durch die Ware hindurchgeschaukelt wird. Die richtige Bremsung der Ablaufwalze hat hierbei besondere Bedeutung, damit eine Dehnung der Ware vermieden wird.
  • Andere Behandlungsprozesse auf Jiggern, z. B. Bleichen, Spulen, Laugieren usw., werden durch Impulse ebenso günstig beeinflußt wie das Färben.
  • Das Impulsströmungsverfahren hat sich nicht nur für den färberischen Prozeß als vorteilhaft erwiesen, sondern auch für das Entwässern und Trocknen des gefärbten Materials und dessen Appretur.
  • Sofern das Entwässern durch kontinuierliches Absaugen des in den Garn-oder Gewebezwischenräumen befindlichen Haftwassers und des Kapillarwassers aus den Kapillaren zwischen den einzelnen Fasern geschieht, wird eine Vakuumstation benutzt, deren Saugleitung über einen Hahn an den Absaugetisch für Materialträger angeschlossen ist. Das Wasser wird von außen nach innen durch das Material in ein Auffanggefäß @ gesaugt, aus dem es nachträglich abgelassen wird. Die Anwendung von Impulsen ist bei diesen Anlagen ohne Umänderungen durch öffnen und Schließen des Hahnes für das saugende Vakuum möglich. Die Umsteuervorrichtung, welche die Impulsfrequenz, die Impulsdauer und das Impulsintervall bestimmt, braucht nur mit dem Hahn verbunden zu werden.
  • Bei wlokelkorpern wird an Stelle des Absaugens vielfach Dampf zum Ausdrücken des Wassers benutzt* Die Impulsunterbrechungen können mit den obenbeschriebenen Vorrichtungen bewirkt werden. Grundsätzlich ist es auch möglich, beim Entwässern durch Zentrifugen dem rotierenden Materialkörper Beschleunigungsimpulse aufzudrücken. Die Grenze liegt darin, daß die beachtlich großen Kräfte, die für einen wirksamen kurzzeitigen Beschleunigungsimpuls aufgebracht werden müssen, die Anwendung meistens unwirtschaftlich werden lassen.
  • Das Quellwasser in den zwischenmicellaren Faserräumen ist molekular gebunden und läßt sich bis zum normalen Restgehalt an Feuchtigkeit nur durch intensives Trocknen entfernen. Demnach muß das gefärbte Material, das nach dem Absaugen, Abdrücken oder Schleudern erst später weiterverarbeitet werden soll, in geeigneten Apparaten getrocknet werden. Ein Gebläse drückt die angesaugte Luft durch ein Heizregister in den Materialträger. Der Widerstand, den das feuchte Material dem warmen Luftstrom entgegensetzt, ist anfänglich sehr groß.
  • Erst mit fortschreitender Trocknung kann eine größere Luftmenge das Trockengut passieren. Um tragbare Trockenzeiten zu erreichen, werden hohe Luftgeschwindigkeiten gewählt, die überdimensionierte Gebläse und Motoren bedingen, da Luftmenge und Druck den Kraftbedarf festlegen. Je größer aber die Luftgeschwindigkeit bei laminar rer Strömung gemacht wird, um so stärker bilden sich die Grenzschichten zwischen Material ond Luftstrom aus die
    den Wärme-und Feuchtigkeitsübergang behindern. Sie
    werden durch impulsförmige Unterbrechungen des warmluft-
    '"
    stromes wirkungsvoll zerstört. Auch hier helfen die
    aufgeführten Vorrichtungen zur Impulserzeugung bei kleinem Energieaufwand wertvolle Trockenzeit zu gewinnen, gleichgültig, ob es sich um offene Trockner handelt, bei denen die Luft durch das zu trocknende Material ins Freie strömt oder ob die Luft in einem geschlossenen Kreislauf umgeht und die Feuchtigkeit aus der rückgeführten Luft in einem Kühlregister vor der Ansaugseite des Gebläses
    niedergeschlagen wird.
    Nach dem Färben von Gewebebahnen wird vor der Weiter-
    behandlung oft eine Zwischentrocknung im Hotflue
    oder Spannrahmen vorgenommen. Auch hierbei verkürzt sich die Trockenzeit durch impulsmäßige Strömungsbewegungen der, Warmluft, die dann durch ihr turbulentes Verhalten beim Aufstoßen auf die Gewebebahn den
    WärmeübergangVergrößern.
    Bei der Appretur ist eine schnelle und gleichmäßige
    Durchtränkung der langen Gewebebahnen mit Appretur-
    masse von ausschlaggebender Bedeutung für den Ausfall der Ware. Impulsströmungen greifen hier ebenfalls verbessernd ein mit ähnlichen Vorrichtungen, wie sie für das Färben auf dem Jigger angegeben worden sind. Für den sich unmittelbar anschließenden Trocknungsprozeß im Spannrahmen oder in Trockenhängen gelten die Ausführungen im vorstehenden Absatz.

Claims (2)

  1. Schutzansprüche 1) Vorrichtung zum Behandeln von Textilien, insbesondere zum Färben, Imprägnieren, Trocknen u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß im Förderweg des Behandlungsmediums Mittel vorgesehen sind, die dem Behandlungsmedium diskontinuierliche Impulse erteilen.
  2. 2) Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung der Impulse strömungsgünstig gebaute Blenden vorgesehen sind, die den leitungsquerschnitt durch Bewegungen senkrecht zur Strömungsrichtung zeitweilig abregeln, Vorrichtung nach Anspruch 1 und 29 dadurch gekenn- zeichnet# daß die Blende als eine die Form eines
    Strömungskörpers aufweitende Klappe ausgebildet ist, die von einem Magneten, Motor od.dgl. schlagartig in die Sperr- oder Durchlaßstellung schaltbar ist 4) Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappe aus einer Kugel (22) besteht, die in der Leitung (21) drehbar angeordnet ist und über ein mit einer Achse (24) verbundenes Hebelgestänge oder unter Zwischenschaltung von zwei Zahnrädern und einem Gestänge von einem Magneten schlagartig in die Sperr- oder Durchlaßstellung schaltbar
DE1954B0018545 1954-07-17 1954-07-17 Vorrichtung zum behandeln von textilien. Expired DE1753615U (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1068208B (de) * 1957-11-02 1959-11-05

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1068208B (de) * 1957-11-02 1959-11-05

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