DE682865C - Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen umlenkempfindlicher Gewebe unter Spannung in Spann-, Rahm- und Trockenmaschinen mit Umlenkstellen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen umlenkempfindlicher Gewebe unter Spannung in Spann-, Rahm- und Trockenmaschinen mit Umlenkstellen

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DE682865C
DE682865C DEK139514D DEK0139514D DE682865C DE 682865 C DE682865 C DE 682865C DE K139514 D DEK139514 D DE K139514D DE K0139514 D DEK0139514 D DE K0139514D DE 682865 C DE682865 C DE 682865C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06CFINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C3/00Stretching, tentering or spreading textile fabrics; Producing elasticity in textile fabrics
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06CFINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C2700/00Finishing or decoration of textile materials, except for bleaching, dyeing, printing, mercerising, washing or fulling
    • D06C2700/04Tenters or driers for fabrics without diagonal displacement

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen umlenkempfindlicher Gewebe unter Spannung in Spann-, Rahm- und Trockenmaschinen mit Umlenkstellen Von :einer guten Ausrüstung wird u. a. vexlangt, daß sie dem Gewebe seinen bleibenden und gleichmäßigen Charakter in bezug aurf Gesicht und Griff gibt. Insbesondere wird ,es als ein schwerer, solche Stücke geradezu als Ausschußwane kennzeichnender übe-Istand angesehen, wenn. einzelne Stellen ,des Gewebes von .der Umgebung sich abheben, sei es, daß die durch die Lichtbrechung bedingte edle Bildwirkung der Gewebeobeirfläche durch Faserteile. gestört wird, die von der allgemeinen Faserrichtung infolge kleiner Knickurigen, Druckstellen. o. dgl. abweichen, oder daß der Farbton sich ändert, das Appret bricht, die Leisten einreißen oder sonstige Beschädigungen der Ware auftreten. Solche Erscheinungen treten insbesondere bei empfindlichen Geweben auf, die unter Spannung in Etagenrahmen behandelt werden. Bei diesen Stoffen bat man daher die verhäliaRismäßig teueren, außerordentlich rauniversehwendenden Planrahmen verwendet, statt bei den Etagenrahmen die eigentlich.- Ursache der geschilderten Fehlergebnisse zu beseitigen.
  • Die vorliegende Erfindung, welche die Verwendbarkeit des Etagenrahmens, auch für empfindliche Gewebe zur Aufgabe hat, geht von der Erkenntnis aus, daß die obengenannten Schäden im wesentlichen auf Spannungen, insbesondere ungleiche Spannungen des Gewebes an .den Umlenkstellen der Etagenrahmen zurückzuführen sind. Erfindungsgemäß wird daher das unter Spannung zu rahmende Gewebe an den Umlenkstellen in der Schußrichtung jeweils so weit entlastet, daß es im S.chuß -bzw. in Kette und S-chuß locker durch die Umlenkstellen läuft. Infolgedessen bleibt das Gewebe von schädlichen Spannungen an der Umkehrstelle frei; das Appret wird geschont, und auch bei Anordnung von Umkehrtrommeln, die an sich für eine fadengerade Umleitung häufig erwünscht sind und deren. Durchmes,ser mit Rücksicht auwf die Bauhöhe der Maschine beschränkt ist, wird das in geregelter Entlastung aufliegende Gut gar nicht oder nur wenig angegriffen.
  • Die Entspannung des Gewebes an der Umlenkstelle erfolgt erfindungsgemäß bei Vexwendung irgendwelcher bekannter Spannmaschinen in neuer Weise -durch Verkleinerung des Abstandes der Kettenführung vor der Umlenkstelle und Wiedervergrößern desselben hinter der Umlenkstelle. Das Ausmaß der erforderlichen Spannung an der Umlenkstelle ist je nach der Stoffart und je nach dem Grade der Spannung des Gewebes auch in der KettrIchtung verschieden. Letztere ist im wesentlichen bedingt durch die Art der Zuführung des Gewebes in die Spannketten sowie das Ausmaß der Breitspannung und: den Trocknungsverlauf in der Maschine. Durch die neuartige Entspannung des Schus-, ses an der Umlenkstelle wird gegebenenfalls auch eine Lockerung der Gewebekette heue: geführt. Der Betrag, um den das Gew@b!e vor der Umlenkstelle entspannt werden muß, ist aus dem Verhalten des durch die Umlenkstelle. laufenden Gewebes unmittelbar zu ersehen, wenn man, wie dies der Fachmann bei dem Anwenden der gegebenen Regel veranlassen wird, das Gewebe dem Kräftespiel im Umkehrpolygon beliebig folgen läßt. So wird durch die Erfindung ermöglicht, mehrere lange Planrahmen durch einen einzigen kurzen Etagenrahmen zu ersetzen; ferner fällt dadurch das Bedürfnis für die Trocknung der Ware in ungerahmtem Zustande auf Maschinen, z. B. Hängen, großer Leistung mit nachherigem Wiederbefeuchten und Spannen auf einem Planrahmen fort. Das erfinderische Verfahren ist für alle Gewebe u. dgl., insbesondere auch solche aus feinfädiger Seide oder Kunstseide, feinste Wollstoffe, ein- oder . zweifach , mercerisierte° Wäschestoffe anwendbar. Da .das neue Verfahren den üblichen Gesamtbau, der Spannmaschinen sowie die Breiterstellungen der Kettenschienen in den einzelnen Warengängen im übrigen grundsätzlich unbeednfl.ußt läßt, ist die Behandlung der Ware auf dem Wege zwischen zwei Umkehrstellen im Sinne der Erfindung keinerlei Beschränkung unterworfen.
  • Eis ist zwar bereits bekannt, Gewebe, insbesondere Wolltuche, zwecks Erzielung der Krumpffreiheit locker zu rahmen. Der neue Gedanke des Verfahrens gemäß der Erfindung, die Behandlung empfindlicher Gewebe, welche bisher auf Planrahmen getrocknet werden, in Etagenmaschinen durch regelbare Lockerung im Schubß an der Umlenkstelle zu ermöglichen, wird jedoch durch die bekannte Behandlungsweise weder offenbart noch verwirklicht.
  • Es ist auch bekannt, Kettenglieder mit Kluppen für Spannrahmen so auszuführen, da.ß die Greiflinie der Greifer in der durch die Gelenkbolzenachsen führenden. Ebene liegt; hierdurch wird aber die an sich durch die Behandlung des Stoffes in der Maschine auch an den Umlenkstellen entstehende Gewebespannung in keiner' Weise beeinflußt.
  • Die Erfindung geht weiterhin von der Erkenntnis aus, daß aus dem Verhalten des Gewebes an einer Umlenkstelle des Etagenrahmens nicht ohne weiteres geschlossen werden. kann, wie das Gewebe sich. an einer etwaigen anderen Umkehrstelle desselben Rahmens verhält. Bei einzelnen Gewebearten ist beispielsweise .die Spannbreite vor den Umkehrstellen in den feuchteren Zonen stärker zu verringern als in den trockneren Zonen, damit an allen Umkehrstellen eine gerLügend glatte und lockere Führung sichergestellt bleibt. Bei anderen Geweben liegen .die Verhältnisse umgekehrt. Daraus ergibt sich als wichtige weitere Arbeitsregel, daß man in vielen Fällen keinen einheitÜchen Betrag für die Entlastungen in den Zonen verschiedenen Feuchtigkeitsgehalts des Gewebes einstellen darf, sondern daß die Beträge der Entlastung an den in Zonen verschiedener Feuchtigkeit liegenden Umkehrstellen einzeln zu bestimmen und einzustellen sind. An sich ist es schon lange bekannt, die Spannbreite zwischen zwei Umlenkstellen verschieden zu gestalten. Bezeichnenderweise ist dabei aber stets nur eine über die ganze Feldlänge reichende Änderungsmöglichkeit .der Spannbreite vorgesehen bzw. eine Engerstellung hinter der Umlenkstelle.
  • Nachdem @es erfindungsgemäß möglich geworden ist, Etagenrahmen mit gleichem Erfolge wie die bisher üblichen Planrahmen auch für die empfindlichen Stoffarten zu verwenden, können nunmehr umbedenklich die verschiedensten Rahmenarten, insbesondere Plan-, Ein- und Mehretagenrahmen, zusammengeschaItet werden. Hierdurch ist ein weiterer Ausbau .der Erfindung in dem Sinne möglich, daß je nach der Stoffart und dem zu erreichenden Ziele der Planrahmen, dem oder den Etajenrahmen vor- oder nachgeschaltet wird, beispielsweise so, daß der in nassem Zustand besonders empfindliche Stoff zuerst den Planrahmen, .der in eötkenem Zustand besonders empfindliche Stoff jedoch zuletzt den Planrahmen durchläuft; an Stelle des Planrahmens ist für gewisse: Waren ein gegebenenfalls nur aus einer Etage bestehender Etagenrahmen, vorzugsweise mit großem Umkehrradius verwendbar.
  • Es sind bereits Zweieta,genrahmen bekannt, bei denen der Trockenrahmen mit gewöhnlicher Kluppenkette, das Einfuhrfeld dagegen mit Tats@terkluppen ausgerüstet ist. Hierdurch soll einerseits der Vorteil der Ta,stürkluppe, welche, für das Einführen der Ware günstig ,ist, gesichert werden, während agdererseits ,in der Maschine selber gewöhnliche Kluppen verwendet -werden, an die am Ende des. Einlauffeldes die Ware von der Tasterklwppe abgegeben wird. Eis handelt sich also bei :dieser bekannten Vorrichtung nicht um die erfindungsgemäß vorgeschlagene Zusammenschaltung eines Fatagenrahmens mit einem Planrahmen; vielmehr besteht die .bekannte Vorrichtung nur aus einem einzigen Rahmen, bei dem lediglich im Einlauffeld eine andere Kette umläuft als in dien Maschine selber. Erfindungsgemäß wird ferner vorgeschlagen, Plaal-, Ein- oder Mehre.tagenxahmen derart zusammenzuschalten, daß das gleiche Spannkettenpaar, gegebenenfalls bei waagerechter Kettenumführung im Planrahmen unter Verwendung bekannter sog. Kreuzgelerik .kettenführungen, die zusammengeschalteten Maschinen durchläuft, @so daß also jede Umständlichkeit bei dem .sonst erforderlichen Übergang von einem Spannkettenpaar auf das andere vermieden wird. Soweit dabei das erste Feld des Etagenrahmens mit den Feldern des Planrahmens nicht in einer Ebene liegt, ist die Hauptregel vorliegender Erfindung für die Gestaltung der Verhältnisse der glatten, lockeren Führung an der Umlenkstelle gegebenenfalls zu, beachten, bildet sie doch a,u,ch hier den Schlüssel zu einer sicheren Gestaltung des Gewebeüberganges von einer Maschine auf die andere, ohne daß dabei das Trocknen unter Spannung irn ganzen beeinträchtigt wird.
  • Es empfiehlt sich, zur Vermeidung @einerr Glanzwirkung die Trommeloberfläche in irgendeiner an sich bekannten Weise mattiert o. dgl. auszuführen.
  • Bei der Bedeutung, die der Beobachtung der Vorgänge an den Umlenkstellen für die zuverlässige E,Lnstellung des lockeren Umlaufs zukommt, ist der Ausbildung dieses Vorrichtungsteils besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Insbesondere wird vorgeschlagen, daß mindestens an den Umkehrstellen Abdeckungen aus durchsichtigem Werkstoff angeordnet werden, die eine Beobachtung auch der Gewebekanten sicherstellen zum Unterschied van der Mehrzahl der üblichen Beobachtungsscheiben, die nur einen Blick in die mittleren Teile der Maschine zulassen. Auch die Ausgestaltung der Umlenktrommeln selber bedarf besonderer Aufmerksamkeit, damit nicht beim Einstellen der Spannungsverhältnisse an den Umlenkstellen Unregelmäßigkeiten fälschlich auf Auswirkungen des Kräftespiels -der Spannkräfte zurückgeführt werden, deren Ursache in Wirklichkeit auf Unregelmäßigkeiten der Unterlage, beispielsweise durch Verschmutzungen der Trommelaberfläche,` beruht. Es wird daher abschließend noch vorgeschlagen, die Trommeln an der vom Gewebe bzw. vom Beobachter abgekehrten Seite mit für dergleichen Zweck an sich bekannten Reinigungsmitteln, umlaufende Bürsten o. dgl., auszurüsten.
  • Die Nadel- oder Kluppenkette der Maschine kann auch an den Umlenkstellen abgedeckt werden, um sie von dem Luftstrom femzuhalten; es: ist auch angängig, insbesondere bei Maschinen mit Querbelüftung, die Umlenkstellen überhaupt aus dem Bereich des Trokkenluftstromes heraus zu verlegen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Trocknen umlenkempfindlich.er Gewebe unter Spannung in Spann-, Rahrn- und Trockenmaschinen mit Umlenkstellen, dadurch gekennzeichnet, daß das. Gewebe an den Umlenkstellen in ,der S-chußrichtung so weit entlastet wird, :daß es im Schuß ibzw. in Kette und Schuß in geregelter Entlastung durch die Umlenkstellen läuft.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die S,pannbreke des Gewebes an den Umlenkstelllen in feuchtem Zustande des Gewebes stärker verringert wird als in nahezu trockenem Zustande, oder umgekehrt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß das. Vor- oder Nachtrocknen in einem Planrahmen erfolgt. q.. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch die Vereinigung eines Mehretagenrahmens mit einem Planrahmen, bei der das Gewebe. nur einmal eingeradelt und von ein und demselben endlosen Kettenpaar in ununterbrochenem Lauf durch beide Maschinen hindurchgeführt wird. 5. Vorrichtung zur Ausführung des. Verfahrens nach Anspruch i bis 3 und nach Anspruch q., dadurch gekennzeichnet, daß an den Umkehrstellen Abdeckungen. aus durchsichtigem Werkstoff und gegebenenfalls an dem nicht vom Gewebe bedeckten Umfang der Umkehrtrommeln o.,dgl. selbsttätige Reinigungsmittel vorgesehen sind.
DEK139514D 1933-10-21 1933-10-21 Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen umlenkempfindlicher Gewebe unter Spannung in Spann-, Rahm- und Trockenmaschinen mit Umlenkstellen Expired DE682865C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE974613C (de) * 1944-08-03 1961-03-02 Krantz Soehne H Verfahren und Vorrichtung zum Veredeln von Stoffbahnen, welche aus natuerlichen oder kuenstlichen, auf pflanzlicher Basis gewonnenen Fasern bestehen oder solche enthalten

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE974613C (de) * 1944-08-03 1961-03-02 Krantz Soehne H Verfahren und Vorrichtung zum Veredeln von Stoffbahnen, welche aus natuerlichen oder kuenstlichen, auf pflanzlicher Basis gewonnenen Fasern bestehen oder solche enthalten

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