DE673053C - Vorrichtung zum Trocknen stark schrumpfender Gewebe - Google Patents

Vorrichtung zum Trocknen stark schrumpfender Gewebe

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DE673053C
DE673053C DEM131656D DEM0131656D DE673053C DE 673053 C DE673053 C DE 673053C DE M131656 D DEM131656 D DE M131656D DE M0131656 D DEM0131656 D DE M0131656D DE 673053 C DE673053 C DE 673053C
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Maschinenfabrik Friedrich Haas GmbH and Co
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Maschinenfabrik Friedrich Haas GmbH and Co
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B13/00Machines and apparatus for drying fabrics, fibres, yarns, or other materials in long lengths, with progressive movement
    • F26B13/10Arrangements for feeding, heating or supporting materials; Controlling movement, tension or position of materials
    • F26B13/101Supporting materials without tension, e.g. on or between foraminous belts

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Trocknenoätark schrumpfender Gewebe Bei der Ausrüstung von Geweben, welche aus der Färberei oder Bleicherei kamen, wurde zwei Merkmalen besondere Wichtigkeit beigelegt-. der Stoff mußte krumpffrei sein, d. h. er sollte beim späteren Gebrauch nicht einlaufen, wogegen andererseits die Gewebestücke eine faltenfreie Oberfläche haben und über die ganze Länge gleichmäßige Breite aufweisen mußten.
  • Die besondere Natur der Zellwolle hat neue Gesichtspunkte in die Erscheinung treten lassen. Die Zellwollgarne werden vor dem Verweben stark überdreht, d. h. sie erhalten eine Zwirnung, die bis zu 2000 oder 300o Umdrehungen .auf den laufenden Meter geht. Diese starke Drehung wird durch Dämpfen fixiert; die Garne werden dann verwebt und die Gewebe ausgerüstet.
  • Die Neigung der Stoffe, einzuschrumpfen, wurde .auf diese Art -und Weise über die natürliche Anlage hinaus stark übertrieben, und es entstanden Kreppstoffe, die man mit den verschiedensten Phantasienamen belegte.
  • Es war naheliegend, daß man zunächst die schon varhandenen Maschinen für die Ausrüstung dieser Gewebe verwandte, nämlich Spann-, Rahm- und Trockenmaschinen, Hänge-oder Flachbahntrockner.
  • Von großer Wichtigkeit für die Ausrüstung waren die Spann-, Rahm- und Trockenmaschinen, welche die Aufgabe hatten, das aus der Färberei und Wäscherei herauskommende Gewebe so zu trocknen, daß es eine glatte, faltenfreie Oberfläche und gleichmäßige Breite erhielt. Auf die Schrumpfung achtete man bei diesen Maschinen noch nicht, wenigstens nicht in dem erforderlichen Umfang. Man hat wohl andeutungsweise Schritte nach der Richtung getan, indem man die Breiten spannung streckenweise ausschaltete oder das Gewebe auf eine gewisse Länge der Maschine ohne Kette laufen ließ. Hierbei aber nahm man lediglich Rücksicht auf die Breitenspannung oder verkehrte gar die Wirkung in der Kettrichtung in das Gegenteil, dadurch, daß man den Stoff sich selbst ziehen, ja die Leitwalzen- und sonstigen Widerstände durch den Längszug des Gewebes überwinden ließ. Dadurch trat eine Längsstreckung, nicht aber eine Schrumpfung ein.
  • Schon vollkommener war der Versuch, eine einwandfreie Wirkung dadurch zu erzielen, daß eine Nadelkettenspannmaschine mit einer Vorrichtung versehen wurde, welche die Stoffbahn mit den beiden Leisten in Wellenlinie, also in kleinen Falten in die Nadeln einklemmte, um so in der Länge einen gewissen Vorrat zwischen den Ketten zu schaffen, der sich durch das Trocknen bzw. die Längenschrumpfung ausglich. Die Behandlung .auf dieser Maschine hat den Fehler, daß der Längeneinsprung durch die in.derWellenlinie liegende Verkürzung begrenzt ist und andererseits sich bei empfindlichen Stoffen die zwangsmäßige Verzerrung in den Nadeln als unangenehme Licht- und Schattenerscheinung im fertigen Gewebe äußert.
  • Alle diese Hilfsmittel waren also unvollkommen, und sie mußten bei der Behandlung der aus stark überdrehten Garnen hergestellten Gewebe versagen. Es blieb deshalb nichts anderes übrig, ,als diese auf Sondermaschinen zu behandeln, die aufeinanderfolgten. Es geschieht das so, daß man die ihr Eigengewicht an Wasser enthaltenden Stoffe erst in einer Hänge oder auf einem Flachbahntrockner trocknet und dann auf dein Spannrahmen unter vorheriger Wiederanfeuchtung den Breitenausgleich gibt. Es sind also hier zwei Trockenvorgänge erforderlich, welche mit allen ihren wirtschaftlichen Unkostenquellen die Ausrüstung der Gewebe verteuern. Aber auch die Güte der Stoffe leidet unter dieser Doppelbehandlung; denn jede überfübrung der einzelnen Stücke in den getafelten bzw. gerollten Zustand und die Wiedereinführung in eine noch folgende Maschine bedeuten eine Beanspruchung in der Kettrichtung und damit eine Beeinträchtigung des fertigen Kreppbildes.
  • Um .alle diese Nachteile zu vermeiden, heilt vorliegende Erfindung die beiden Ausrüstungsvorgänge zwar auch getrennt, verlegt sie aber in eine einheitliche Maschine. Es liegt die Erkenntnis zugrunde, daß die Schrumpfung nicht zu Beginn des Trocknungsvorganges und auch- nicht gegen dessen Ende, sondern in der Mitte eintritt. Es kann deshalb der Breitenausgleich zu -Beginn oder am Ende der Trocknung vorgenommen werden. Daraus ergibt sich die Ausführung der Maschine in der Form, daß üz dem gemeinsamen Trokkenraurn entweder die Spannrahrnenkette und darauffolgen.d der Flachbahntrockner oder dieser zuerst und die Kette inl Anschiuß daran: eingebaut sind.
  • Schwere Gewebe, besonders solche, in welchen Kunstseidenfäden mit Wolle oder Baumwolle verwebt sind, lassen sich vorher Breitspannen und durchlaufen die Nachbehandlung, ohne Falten zu ziehen oder sonstwie an ihrem glatten Aussehen einzubüßen. Leichte Stoffe -dagegen, z. B. aus reiner Visooseseide, werden vorteilhafter erst geschrumpft und dann egalisiert.
  • Als Schrumpfungstrockner kann sowohl ein Hängeschleifeatrockner als .auch- ein Flachbahntrockner, bei welchem das Gewebe in Breite,und Länge vollkommen lose auf einem trügenden Förderband aufliegt, verwandt werden. Je nach den gestellten Anforderungen kann auch eine Hänge mit einem oder mehreren Flachbahnförderbändern verbunden werden.
  • In den Abbildungen der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele dargestellt. Abb. i zeigt eine Maschine, in welcher die Gewebebahn G fünfmal übereinander hin und her geführt wird. Der eberste Gang enthält die Kette f(. Von ihr wird das Gewebe an der Umkehrstelle U abgenommen und auf das FlachbahnförderbandB übergeleitet. In gleicher Form tritt dann das Gewebe auf die nachfolgenden Bänder B" B2, B3. An den überleitungssteilen L1, L2, L3; L¢ sind Reglervorrichtungen eingebaut, welche in bekännter Art durch Gleitwiderstände die Feldspannung der Gleichstrommotoren, die die Bänder antreiben, beeinflussen. Die Umdrehungszahl der Bänder wird dadurch so geregelt, daß sie sich in ihrer Geschwindigkeit der sich allmählich vollziehenden Schrumpfung in der Gewebelänge anpassen. Für schwerere Stoffe, die nicht so schnell durchtrocknen, ist es zweckmäßig, den ganzen Wareninhalt zu vergrößern. Es kann das dadurch geschehen, daß außer den Spannketten und den Gewebeflachbahnförderbändern noch eine Hängeschleifene'irichtun.g eingebaut wird. Diese ist in Abb. 2 der Zeichnung zwischen der Kette 1( und einem Förderband B untergebracht und mit H bezeichnet. Auch hier werden die überleitungsstell.en L1, L2 usw. durch- elektrische Regler beeinflußt.
  • Ist die Anordnung so vorgesehen, daß die Spannrahrnenkette auf die Flachbahnförderbänder folgt, so liegt zwischen beiden eine selbsttätige Einführvorrichtung, die entweder elektrisch oder durch Luftdruck arbeitet. Eine besondere Bedienung an dieser Überleitungsstelle ist also nicht erforderlich.
  • Die Belüftung und Beheizung kann in verschiedener Form durchgeführt werden. Abb. 3 stellt eine Lösung in einem Querschnitt nach Abb. i dar. Die Luft wird durch Lüfter unten aus der Maschine angesaugt, durch einen Seitenschacht nach oben geleitet und der Stoffbahn nacheinander zugeführt. Dabei sind natürlich Mittel vorgesehen, um fortlaufend Frischluft in die Maschine einzuführen bzw. die mit Feuchtigkeit beladene Abluft ins Freie- zu leiten. Die Bewegung der Luft kann sowohl im Gleichstrom als auch im Gegenstrom zu der Laufrichtung der Gewebebahn eingerichtet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSYRÜCI-IE: i. Vorrichtung zum Trocknen stark schrumpfender Gewebe, gekennzeichnet durch die Zuordnung eines Spannrahmens zu einer in Breite und Länge spannungslosen Bahnführung innerhalb. einer gemeinsamen, beide umschließenden Trokkenkammer. a. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannrah- j men am Anfang oder am Ende der spannungslosen Bahnführung angeordnet ist. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die spannungslose Bahnführung durch ein oder mehrere Förderbänder oder eine Hängeschleifenführung mit anschließender Förderbandführung gebildet ist.
DEM131656D 1935-07-23 1935-07-23 Vorrichtung zum Trocknen stark schrumpfender Gewebe Expired DE673053C (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE936440C (de) * 1951-01-12 1955-12-15 Siemens Ag Anordnung von Trocken- oder Haerteoefen zum Lackieren von Draehten
DE1077629B (de) * 1954-04-12 1960-03-17 Hermann Haas Jun Dipl Ing Kurzschleifentrockner zum Thermofixieren von Stoffbahnen aus Polyamidfaeden
DE1106282B (de) * 1959-03-10 1961-05-10 Kleinewefers Soehne J Mercerisieranlage
DE3336328A1 (de) * 1983-10-06 1985-05-02 A. Monforts GmbH & Co, 4050 Mönchengladbach Hotflue

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DE1077629B (de) * 1954-04-12 1960-03-17 Hermann Haas Jun Dipl Ing Kurzschleifentrockner zum Thermofixieren von Stoffbahnen aus Polyamidfaeden
DE1106282B (de) * 1959-03-10 1961-05-10 Kleinewefers Soehne J Mercerisieranlage
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