CH363356A - Verfahren zur Umwandlung optisch aktiver Aminodiole in racemische Aminodiole - Google Patents

Verfahren zur Umwandlung optisch aktiver Aminodiole in racemische Aminodiole

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CH363356A
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nitro
phenyl
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CH3162456A
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G Alberti Carlo
Bernardi Luigi
Larini Giovanni
Vercellone Alberto
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Farmaceutici Italia
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C233/00Carboxylic acid amides

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  



  Verfahren zur Umwandlung optisch aktiver   Aminodiole    in racemische   Aminodiole   
Im Hauptpatent wird ein Verfahren zur Umwandlung des D-erythro-bzw. des   L-threo-l-p-Nitro-    phenyl-2-amino-1, 3-propandiols zu D,   L-threo-l-p-      Nitro-phenyl-2-amino-1,    3-propandiol beansprucht, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man die Aminogruppe sowie die 3-Oxygruppe der optisch aktiven Verbindung acyliert, die   1-Oxygruppe    oxydiert und das gebildete   a-Acylamino-ss-acyloxy-pro-    piophenon unter Einwirkung einer Base in das   a-Acylamino-acrylphenon    überführt, an dessen Acryl-Doppelbindung Halogenwasserstoff angelagert und dessen Ketogruppe zur Oxygruppe red'uziert wird,

   worauf man das gebildete   l-Pheny1-2-acyl-      amino-3-halogen-propan-1-ol    zum Ersatz des Halogens durch eine Oxygruppe hydrolysiert und zur Abspaltung des   N-Acylrestes    verseift.



   Die vorliegende Erfindung bezieht sich nun auf ein Verfahren zur Umwandlung von optisch aktivem   l-p-Nitro-phenyl-2-amino-1,    3-propandiol in das entsprechende D,   L-1-Nitro-phenyl-2-amino-l,    3-propandiol, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man das optisch aktive   l-p-Nitro-phenyl-2-amino-1,    3-propandiol durch Acylation, darauffolgende Oxydation und Einwirkung einer Base in das entsprechende    p-Nitro-a-acylamino-acrylphenon überführt, diese    Verbindung mit einem niederen aliphatischen   Al-    kohol zur Reaktion bringt und das erhaltene D, L-p   Nitro-a-acylamino-ss-alkoxy-propiophenon anschlie-    ssend zum D,   L-threo- und    D,

   L-erythro-l-p-Nitro  phenyl-2-acylamino-3-alkoxy-propan-l-ol    reduziert, letzteres in die threo-Verbindung überführt, dass man dann das erhaltene racemische   threo-1-p-Nitro-      phenyl-2-acyl-amino-3-alkoxy-propan-l-ol    durch Er  hitzen    mit Mineralsäure in D,   L-threo-l-p-Nitro-      phenyl-2-amino-1,    3-propandiol überführt.



   Zur Reduktion der   p-Nitro-a-acylamino-ss-alkoxy-    propiophenone bringt man mit den Borhydriden der   Alkali-Metalle    in alkoholischer,   wässrig-alkoholischer    oder wässriger Lösung zur Reaktion, oder auch mit   Aluminium-Alkoholaten    in Anwesenheit eines   Al-      koholüberschusses    ; es wird hierdurch die Ketogruppe zu einer alkoholischen Gruppe reduziert, wobei eine Mischung von D,   L-threo- und-erythro-1-p-Nitro-      phenyl-2-acylamino-3-alkoxy-propan-1-olen    anfällt, welche durch fraktionierte Kristallisation aus einem Lösungsmittel getrennt werden, in welchem die beiden Diastereoisomeren derart verschieden löslich sind, dass die Trennung praktisch möglich wird.

   Zu diesem Zweck eignen sich z. B. Wasser und niedere Alkohole (Methanol, Athanol, Isopropanol) oder eine Mischung dieser mit jenem. Die erythro Diastereoisomeren kann man dann in die threo Diastereoisomeren, verwandeln durch Behandlung mit einem   Wasserabspaltungsmittel,    wie z.

   B.   SOC12,      PC15,      112S041 in    Anwesenheit oder nicht eines inerten Verdünnungsmittels, wie Benzol oder Chloroform, bei Temperaturen zwischen 0 und   25     C, gefolgt von einer Behandlung mit Alkali (Natriumoder Kaliumcarbonat oder-bicarbonat in kalter   Lö-    sung, wobei man in diesem Falle   threo-1-p-Nitro-      phenyl-2-acylamino-3-alkoxy-propan-l-ole    erhält, oder auch mit Wasser an der Wärme zur Gewinnung der   threo-l-p-Nitro-phenyl-2-amino-3-alkoxy-propan-      1-ole    oder ihrer Salze. Aus diesen   3-Alkoxyamino-    propanolen gewinnt man die 1-p-Nitro-phenyl-2amino-l, 3-propandiole nach bekannten Methoden [siehe M.

   C.   Rebstock,    J. Org. Chem.   19,    851 (1954)] durch   Iängeres    Erwärmen mit Mineralsäuren bei hohen Temperaturen.



   Einige der hier angeführten Stoffe enthalten ein oder mehrere asymmetrische Kohlenstoffatome, und diese Verbindungen können, wie bekannt, in rechtsdrehender, linksdrehender oder racemischer Form vorliegen, und im Falle von 2 asymmetrischen  Kohlenstoffatomen kann jede dieser Formen in der   erythro-Form    (oder reg. oder cis-Form) und in der   threo-Form    [oder   pseudo      ()    oder trans-Form] bestehen ; es versteht sich daher, dass in der   vorliegen-    den Beschreibung und in den folgenden Patentansprüchen eine beliebige der genannten Formen gemeint ist, wo nicht ausdrücklich eine dieser Formen angegeben ist.



   Beispiel
23, 4 g p-Nitro-a-acetamino-acrylphenon, dessen Herstellung im Beispiel 2 des Hauptpatentes beschrieben wird, werden unter Rückfluss während 2 Stunden mit der Lösung von 8, 2 g geschmolzenem Natriumacetat in 250   cm3    Methanol gekocht. Man entfärbt mit   Carboraffin   (Markenprodukt),    verdünnt mit 500   cm3    Wasser und extrahiert mit   Athyl-    acetat. Nach einer weiteren Entfärbung mit   Carbo  raffins-wird    bis zur Trockne eingedampft und der Rückstand aus Äthanol auskristallisiert.



   Man gewinnt auf diese Weise D,   L-p-Nitro-a-      acetamino--methoxy-propiophenon    mit d'em Schmelzpunkt   138-139"C.   



   5, 0   g    D,   L-p-Nitro-a-acetamino-ss-methoxy-pro-    piophenon werden in 20 cm3 Methanol suspendiert und mit 0, 25 g in Methanol gelöstem   H4NaB    behandelt.



   Man dampft unter Vakuum ein und kristallisiert den Rückstand aus Wasser, wobei man D, L-erythro   1-p-Nitro-phenyl-2-acetamino-3-methoxy-propan-1-ol    in Form seines Monohydrates erhält, Schmelzpunkt   114-117 C.    Aus den Mutterlaugen erhält man D,   L-threo-l-p-Nitro-phenyl-2-acetamino-3-methoxy-      propan-1-ol,    Schmelzpunkt   156     C.



   Das D,   L-erythro-l-p-Nitro-phenyl-2-acetamino-      3-methoxy-propan-1-ol    wird in SOC12 gelöst und 3 Stunden bei   0OC    gehalten, worauf man es in eine gekühlte Natriumcarbonatlösung   schüttet.    Durch Extraktion mit Äthylacetat und Kristallisation aus Wasser erhält man D,   L-threo-l-p-Nitro-phenyl-2-acet-      amino-3-methoxy-propan-1-ol, Schmelzpunkt    155 bis   156     C. Dieses wird in einem geschlossenen Rohr mit   254/0iger HCl    4 Stunden auf   120     C erwärmt und gibt nach Alkalisierung mit NaOH auf pH   11-12    D,   L-threo-l-p-Nitro-phenyl-2-amino-1,    3-propandiol, Schmelzpunkt   139-140     C.



   Wenn das Reaktionsprodukt mit SOC12 mit Wasser zersetzt und 30 Minuten lang auf siedendem Wasserbad gehalten wird, erhält man beim Abkühlen D,   L-threo-1-p-Nitro-phenyl-2-amino-3-methoxy-pro-      pan-1-ol-chlorhydrat,    Schmelzpunkt   219-220     C, aus dessen wässriger Lösung die Base mit NaOH in glänzenden   Blättchen    vom Schmelzpunkt 136 bis   137     C ausgefällt wird. Die durch Verseifen von D,   L-erythro-1-p-Nitro-phenyl-2-acetamino-3-meth-      oxy-propan-1-ol    erhaltene   erythro-Base    schmilzt bei 103-104  C (Chlorhydrat bei   250-251     C).

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Umwandlung von optisch aktivem 1-p-Nitro-phenyl-2-amino-1, 3-propandiol in das entsprechende D, L-1-p-Nitro-phenyl-2-amino-1, 3-propandiol, dadurch gekennzeichnet, dass man das optisch aktive 1-p-Nitro-phenyl-2-amino-1, 3-propandiol durch Acylation, darauffolgende Oxydation und Einwirkung einer Base in das entsprechende p-Nitro-a-acylamino-acrylphenon überführt, diese Verbindung mit einem niederen aliphatischen Alkohol zur Reaktion bringt, das erhaltene D, L-p-Nitro-a acylamino--alkoxy-propiophenon anschliessend zum D, L-threo- und D, L-erythro-l-p-Nitro-phenyl-2-acyl- amino-3-alkoxy-propan-1-ol reduziert, letzteres in die threo-Verbindung überführt,
    dass man dann das erhaltene racemische threo-l-p-Nitro-phenyl-2-acyl amino-3-alkoxy-propan-l-ol durch Erhitzen mit Mi neralsäure in D, L-threo-l-p-Nitro-phenyl-2-amino- 1, 3-propandiol überführt.
    UNTERANSPRUCHE l. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Addition des aliphatischen Alkohols an das p-Nitro-a-acylamino-acrylphenon in Anwesenheit eines basischen Katalysators, z. B. eines Alkalihydroxyds, eines Alkalisalzes einer schwachen Säure, eines Alkalialkoholates, eines ter tiären Amins, in der Wärme vornimmt.
    2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als niederer aliphatischer Al- kohol Methanol verwendet wird.
    3. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als basischer Katalysator Natriumacetat verwendet wird.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das D, L-p-Nitro-a-acylamino-fl- alkoxy-propiophenon mit einem Alkaliborhydrid zum D, L-threo- und D, L-erythro-l-p-Nitro-phenyl-2-acyl- amino-3-alkoxy-propan-1-ol reduziert wird.
    5. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Alkaliborhydrid Bornatrium- hydrid oder Borkaliumhydrid in alkoholischer, alkoholisch-wässriger oder wässriger Lösung verwendet wird.
    6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Reduktion von D, Lp-Nitro-a- acylamino-ss-alkoxy-propiophenon zu D, L-threo- und D, L-erythro-1-p-Nitrophenyl-2-acylamino-3-alkoxy- propan-1-ol mit einem Aluminiumalkoholat in An wesenheit eines Alkoholüberschusses, z. B. mit Alu miniumisopropylat und Isopropylalkohol, vorgenommen wird.
    7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnot, dass das D, L-threo- und das D, L erythro-l-p-Nitro-phenyl-2-acylamino-3-alkoxy-pro- pan-l-ol durch fraktioniertes Auskristallisieren aus einem Lösungsmittel voneinander getrennt werden.
    8. Verfahren nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass man als Lösungsmittel Wasser oder einen niederen aliphatischen Alkohol, z. B.
    Methanol, Athanol oder Isopropanol, oder ein Gemisch dieser mit jenem verwendet.
    9. verranren nacn raieniansprucn, oaaurcn ge- kennzeichnet, dass die Umwandlung von erythro-1-p Nitro-phenyl-2-acylamino-3-alkoxy-propan-1-ol in das threo-Diastereoisomeren durch Behandlung mit einem wasserentziehenden Stoff, wie SOC12, PCl5, H2SO4, in Anwesenheit oder nicht eines inerten Lö sungsmittels, z. B. Benzol oder Chloroform, bei Temperaturen zwischen 0 und 25 C vorgenommen wird.
CH3162456A 1955-03-31 1956-03-29 Verfahren zur Umwandlung optisch aktiver Aminodiole in racemische Aminodiole CH363356A (de)

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