Signalübertragungssehaltung Die vorliegende Erfindung betrifft eine Signal übertragungsschaltung für das Fernmeldewesen, ins besondere für Netze von automatischen Fernsprech ämtern.
Bis anhin erfolgte die Signalisierung z. B. eines Alarms nur über eine freie Verbindungsleitung. Dadurch wurde diese während der Übertragung des Alarms dem normalen Verkehr entzogen. War die Leitung jedoch durch eine Gesprächsverbindung be legt, so konnte keine Übertragung eines Signals (Alarms) erfolgen, bis die Verbindung aufgehoben wurde.
Daher benötigte jede Zentrale eine separate Lei tung. Damit beispielsweise die Übertragung eines Alarms durch ein Knotenamt mit fünf Unterämtern nach dem Hauptamt möglich war, mussten zwischen Knotenamt und Hauptamt sechs Leitungen zu die sem Zweck vorgesehen werden, die dem Gesprächs verkehr entzogen waren.
Es ist deshalb naheliegend, wenn Schritte unter nommen wurden, um diesen Aufwand zu vermeiden. Zu diesem Zweck sieht die vorliegende Erfindung eine Signalübertragungsschaltung zwischen Fern meldeämtern eines Netzes vor, mit Sendeeinrichtun gen und Empfangseinrichtungen in den Ämtern des Netzes, welche gestattet, über Verbindungsleitungen zu signalisieren, wenn diese auch anderweitig be nützt werden.
Die Erfindung wird anhand eines Ausführungs beispiels, dessen Zeichnung die Beschreibung be gleitet, erklärt. Die Zeichnung zeigt in der Fig. 1 das Schema einer Fernsprechanlage, von welcher ein Hauptamt, ein Knotenamt und ein End- amt schematisch durch Verbindungsleitungen anein- andergeschlossen sind, Fig. 2 einen Empfangsstromkreis für die Alarm übertragung, Fig. 3 einen Sender für die Alarmübertragung, Fig. 4 einen Sender für die Tarifumschaltung, Fig. 5 einen Empfangsstromkreis und Sender für die Tarifumschaltung,
Fig. 6 einen Empfangsstromkreis für die Tarif umschaltung.
Fig.1 zeigt ein Fernsprech-Zentralennetz mit den Endämtern UA, dem Knotenamt<I>KA</I> und dem Hauptamt<I>HA.</I> Die Aufgabe der Signalübertragungs- schaltung besteht einesteils nun darin, die Alarme, das heisst die Fehleranzeigen von den nicht bedienten Endämtern und dem Knotenamt über die doppel adrigen Verbindungsleitungen, welche auch dem Gesprächsverkehr dienen,
nach dem Hauptamt zu übermitteln. Anderseits sendet das Hauptamt über dieselben Verbindungsleitungen nach den genannten Netzämtern die Befehle zur Tarifumschaltung für die Tag- und Nachtzeiten usw. Die Übertragung der Signale über die Gleichstromverbindungsleitun gen erfolgt mit Wechselstrom von 50 Hz über zwei Verbindungsleitungen als Phantomkreis. Die ankom menden Wechselstromsignale werden beim Senden durch den Transformator SP als Längsspannungen auf die Leitung induziert oder beim Empfangen auf das polarisierte Relais geleitet.
Das eine Aderpaar dient als Hin- und das andere als Rückleiter. Über die Mittelanzapfung der Querdrosseln QD1 und QD2 wird der Stromkreis für den 50-Hz-Wechselstrom ge schlossen. Die Drosseln LDl und LD2 verhindern ein Abfliessen des Wechselstromes über die Speiserelais.
Für die Sprechströme bilden die Längsspulen LDl und LD" sowie der Transformator SP (Fig. 2, 3) praktisch keinen Widerstand, weil sich. die Wir kungen der Wicklungen aufheben. Für die im glei chen Sinne fliessenden 50-Hz-Wechselströme stellen diese Längsdrosseln jedoch eine hohe Impedanz dar. Bei den Querdrosseln QDi und QD2 sind die Verhältnisse gerade umgekehrt.
Diese drosseln die Sprechströme und lassen die Signalströme praktisch ungehindert durch. Die Kondensatoren von<I>2</I> ,ctF sind zur Sperrung des Gleichstromflusses notwendig.
Die übersprechdämpfung zwischen den beiden Verbindungsleitungen wird durch die Stromspule D möglichst hoch gehalten.
Die ganze Schaltung ist symmetrisch aufgebaut, sowohl für die Sprechströme als auch für die 50-Hz- Signalströme.
Die Speisespannung beträgt auch bei extrem lan gen Leitungen nie über 50 Volt.
Wenn immer möglich, erfolgt die Übertragung auf zwei einfach gerichteten Leitungen, wobei der Richtung von der Landzentrale nach dem Haupt amt der Vorzug gegeben wird, weil in dieser Rich tung kein Nachrufen verlangt ist und so die Längs drosseln auf der Seite des Empfangsstromkreises weggelassen werden können.
Für die Alarmübertragung werden sämtliche Signale nur in der Richtung von der Landzentrale nach dem Hauptamt gegeben. Dadurch ist es mög lich, die Übertragungseinrichtung in der umgekehrten Richtung, für einen anderen Zweck, z. B. für die Tarifumschaltung, zu benützen.
Die als Beispiel gezeigte Normalausrüstung dient zur Signalisierung von 10 verschiedenen Alarmen; ihre Anzahl kann aber ohne weiteres erhöht werden.
Die Fig. 2 zeigt den Empfangskreis für die Alarmübertragung. Dieser Stromkreis ist in jenen Ämtern ausgerüstet, welche die Alarmmeldung ent gegennehmen. Er dient in der dargestellten Form zum Empfang von 10 verschiedenen Signalen, welche von einer anderen Zentrale über zwei Verbindungs leitungen gesendet werden. Der Stromkreis besteht a) aus einer Anzahl Relais und einem Schalter zum Empfang der Signale, b) aus Spulen, Drosseln und Kondensatoren, als eigentliche Übertragungseinheiten.
Die Übermittlung der Signale erfolgt mittels 50- Hz-Wechselstrom, durch zeitlich gestaffelte Impulse von verschiedener Dauer. Es werden für die Alarm übertragung nur Signale in Richtung Netzhauptamt gesendet.
Über die Übertragungseinheit erfolgt ebenfalls die Betätigung der Tarifumschaltung, aber in umge kehrter Richtung, also Hauptamt-Landzentrale, ebenfalls mit 50-Hz-Wechselstrom.
Der Transformator SP dient sowohl zum Emp fangen wie zum Senden der 50-Hz-Signale.
Bei der Übertragung eines Alarms wird zuerst ein langer Impuls gesendet von etwa 500-600 ms Dauer. Dadurch werden allfällige früher signalisierte Alarme ausgelöst und die eigentliche Übertragung kann hierauf erfolgen.
Durch den langen Impuls wird Relais C er regt und als Folge davon arbeiten die Relais J und <I>Va.</I> Über die Arbeitskontakte der Relais J und<I>Va</I> spricht Relais V an. Hierauf arbeitet Relais V1 und trennt die Erregung von Relais<I>Va,</I> welches stark verzögert abfällt. Ist der Impuls genügend lang, fällt Relais<I>Va</I> ab, bevor dieser beendet ist. Dadurch verlieren die Alarmrelais A2_1, die Haltung und fal len ab. Ein kurzer Impuls kann die bestehende Alarmierung nicht auslösen, weil Relais<I>Va</I> dank der Verzögerung erregt bleibt.
Am Ende des langen Impulses fallen die Relais C und J ab. Relais<I>An</I> arbeitet über den Ruhe kontakt (RK) von Relais J, AK Relais V1 und RK Relais<I>Va.</I> Relais<I>An</I> hält sich dann über seinen eigenen und den AK von Relais V1.
Bevor Relais V abgefallen ist, werden vom Sen der die 10 Steuerimpulse abgegeben. Die Relais C und J arbeiten impulsmässig. Die Impulse werden durch den AK des Relais J auf den Zählmagnet ZM geleitet. Das Verhältnis zwischen Trenn- und Schliess zeit des Impulses beträgt 70:70 Millisekunden (ms).
Relais V bleibt, dank seiner Verzögerung, wäh rend der Impulsserie gehalten. Relais Av spricht über den RK von Relais J an und bleibt während der normalen Impulsgabe erregt, weil das erstere seine niederahmige Wicklung durch seinen AK kurz schliesst. Um einen Alarm signalisieren zu können, wird der Steuerimpuls etwa auf die doppelte Zeit dauer verlängert. Die Verzögerung des Relais Av ist so bemessen, dass dieses jetzt abfällt. Dadurch ge langt die Erde von RK Relais Av über einen Kon takt des Zählmagneten (z. B. Pos. 2) auf Relais A2, welches sich über seinen AK hält und so einen Alarm signalisiert. Der Zählmagnet wird weiter geschaltet.
In Pos. 10 arbeitet Relais E und hält sich über den AK von Relais<I>An.</I> Durch Relais E wird Relais<I>Eh</I> erregt, welches ebenfalls in Haltung kommt. Relais J bleibt nun in Ruhelage, weil es den 10. Impuls er halten hat, so dass auch die Relais V und V1 ab fallen, während Relais A v über den RK von Relais J erregt wird. Über den RK des Relais VI und AK Relais<I>An</I> wird der Rückstellmagnet erregt und der ZM löst aus. Der Ruhekontakt trennt die Haltung des Relais<I>An,</I> welches hierauf verzögert abfällt und so auf den ZM einen Auslöseimpuls genügender Länge gibt.
Das erregte Alarmrelais A.ö hält sich jetzt mit Erde am AK des Relais A v. Sobald Relais<I>An</I> ab gefallen ist, übernimmt die Erde auf dem RK des Relais<I>An</I> die Haltung der Alarmrelais. Alle übrigen Relais fallen nun ab.
Sollten aus irgendeinem Grunde weniger als 10 Impulse gesendet werden, so fallen Relais V und V1 ab; letzteres gibt, wie vorher beschrieben, eine Erde auf den Rückstellmagnet und zugleich noch auf die Wicklung des Relais Ea über die RK der Relais Sv, <I>Eh,</I> V1 und AK Relais<I>An.</I> Relais Ea löst einen Alarm aus und hält sich, bis die Haltung durch Betätigung eines Schlüssels aufgehoben wird.
Erhält der Empfänger 11 und mehr Impulse, so wird Relais Ea über die erregten Relais<I>J</I> und<I>Eh</I> arbeiten und sich, wie oben, halten. Durch eine fehlerhafte Impulsübertragung wird also ein Alarm ausgelöst.
Auf dem Schema sind noch die Anschlüsse für den Tarifumschaltestromkreis eingezeichnet.
Die Fig. 3 zeigt einen Sender für Alarmübertra gung. Dieser Stromkreis ist in den Ämtern enthalten, welchen die Aufgabe zufällt, Signale in ein anderes Amt zu vermitteln. Im vorliegenden Fall handelt es sich um die übertragung von Alarmsignalen, die von einem Netzamt zum Hauptamt gegeben werden. Auch hier besteht der Stromkreis aus zwei Teilen: ca) aus Relais und Schaltern zur Aufnahme der Alarme und zur Weiterleitung derselben, b) aus Spulen, Drosseln und Kondensatoren als eigentliche übertragungseinheiten.
Der Sender läuft jedesmal an, wenn sich der Zustand der Alarmierung ändert, sei es, dass ein Alarm erscheint, ein weiterer dazu kommt oder ein anderer verschwindet. Jedesmal wird der momen tane Zustand übertragen. Erfolgt eine Änderung während der Übertragung, so läuft der Sender noch mals an, für den Fall, dass die Signalisierung nicht mehr möglich war. Zwischen den einzelnen über tragungen wird durch ein Relais (Sp) eine kurze Pause eingeschaltet.
Soll ein Alarm nach dem Landamt signalisiert werden, so wird das entsprechende Relais Az_ip er regt. (Relais A i ist für die Tarifumschaltung reser viert.) Wird z. B. Relais A2 erregt, so arbeiten hier auf die Relais Av, Avi und<I>Ara.</I> Letzteres hält sich über seinen AK (Arbeitskontakt) mit der Erde von Relais A2. Relais<I>An</I> trennt den Stromkreis des Relais Av, welches stark verzögert abfällt, und hier auf fällt auch Relais Avi ab.
Wenn Relais Avi sei nen RK (Ruhekontakt) schliesst, wird der folgende Stromkreis geschlossen: Erde, AK Relais Az, RK Relais Ak., und Avi, AK Relais<I>An,</I> RK der Relais<I>Au,</I> Sp und<I>H,</I> Wick lung Hv, Batterie.
Relais Hv arbeitet. Die Verzögerung der Relais Av und Avi soll ein Anlaufen der übertragungs- einrichtung verhindern, wenn Relais A2 nur kurz zeitig arbeitet, und beträgt etwa 3 Sekunden.
Nach dem Relais Hv werden die Relais Hvi, V, V1 und<I>H</I> erregt. Relais<I>H</I> schliesst den Stromkreis für das Senderelais S.
Erde, AK Relais<I>H,</I> RK Relais<I>AS,</I> Ak von<I>AN,</I> AK von Hvi, Draht 6, RK Relais Ei in der Tarif umschaltung, Draht 4, Wicklung Relais S, Batterie.
Relais S arbeitet und schaltet den Transformator Sp an die 50-Hz-Wechselstromquelle, nachdem Re lais Ani über den AK des Relais<I>An</I> von Relais<I>H</I> erregt wurde.
Relais H trennt den Stromkreis des Relais Hv. Hierauf fallen die Relais Hv und Hvi ab und da durch auch Relais S. Die Verzögerung von Relais Hv dient zur Begrenzung des Wechselstromimpulses und beträgt etwa 500-600 msek.
Der lange Impuls dient zur Löschung des Alarm zustandes, eingestellt durch eine frühere Übertragung. Nachdem Relais Hvi abgefallen ist, wird Relais Ai erregt. Dadurch wird der Impulssender, beste hend aus den Relais Jx, Jy und Jz, angelassen. Durch Relais Jz wird Relais S impulsmässig gesteuert, welch letzteres Wechselstromimpulse auf die Verbindungs leitung gibt und parallel dazu den Zählmagnet ZM weiterschaltet. Während der Impulsgabe bleibt Re lais V angezogen dank seiner Abfallverzögerung.
Erreicht der Schalter ZM, Pos. 2, so arbeiten die Relais Ju und<I>Akt</I> in Serie wie folgt: Batterie, Wicklung Relais<I>Akt,</I> AK Relais A2, Stellung<I>2</I> ZM, Wicklung Relais Ju, AK der Relais Jz, <I>A!</I> und<I>An,</I> RK Relais<I>As,</I> AK Relais<I>H,</I> Erde Relais<I>Akt</I> hält sich über seine 2. Wicklung und über seinen AK. Relais Jz hält sich ebenfalls über die 2. Wicklung und über AK Relais Ai und Ju, RK Relais Hvi, AK Relais<I>H,</I> mit Erde, bis Relais<I>A!</I> abgefallen ist.
Die Abfallverzögerung ist so zu be messen, dass der 2. Impuls etwa auf das Doppelte des normalen Impulses verlängert wird.
Der normale Impuls beträgt etwa 75 msek. Der verlängerte Impuls beträgt etwa 150 msek. Der verlängerte Impuls signalisiert im Empfänger der Alarmübertragung auf Pos. 2 einen Alarm und lässt die entsprechende Alarmlampe aufleuchten. Nachher werden wieder Impulse der normalen Dauer weiter gesandt, bis der ZM Pos. 10 erreicht. Hier spricht Relais E an und erregt Relais<I>As.</I> Der Sender wird abgestellt, die Übertragung ist beendet.
Durch das Ansprechen des Relais As fällt Relais Jz ab und als Folge davon auch Relais V und V1. Zugleich wird auch der Rückstellmagnet .. des ZM betätigt: Allg. Erde, RK Relais fz, AK Relais E und As, Rückstellwicklung ZM, Widerstand 835 ,5J, Batterie. Der Schalter ZM löst aus und trennt die Haltung des Relais<I>H.</I> Die Relais E und<I>As</I> fallen nun eben falls ab.
Nur Relais<I>Akt</I> bleibt über seinen AK blockiert, weil Relais H vor Relais V1 abfällt. Re lais A2 bleibt vom Alarmstromkreis erregt.
Verschwindet der Alarm, so fällt Relais A2 ab und Relais Hv wird wieder erregt, diesmal durch die Erde am RK der Relais A2, AK Relais<I>Akt</I> usw., wie bereits am Anfang der Stromkreisbeschreibung bemerkt wurde.
Beim Arbeiten von Relais Hvi verliert Relais <I>Akt</I> die Haltung und fällt ab. Beim Durchlaufen der Pos. 2 des ZM kann diesmal Relais<I>Akt</I> nicht mehr ansprechen, weil Relais A2 abgefallen ist. Der 2. Im puls wird nicht mehr verlängert und deshalb auch kein Alarm mehr signalisiert.
Der Tarifumschaltungsstromkreis nach Fig. 4 ist ein Sender, der sich im Knotenamt befindet. Er schaltet von Tag- auf Nachttarif und umgekehrt. Das zur Umschaltung verwendete Signal ist ein Impuls von ungefähr 2 Sekunden für die Tag-Nacht- bzw. von ungefähr 1 Sekunde für die Nacht-Tag-Um- schaltung. Die Steuerimpulse werden zum Knoten amt gesandt und von da zu dessen Unterämtern. Dieser Stromkreis dient zur zeitlich genauen Übermittlung des Tarifwechsels vom Landamt nach den Landzentralen. Der Stromkreis wird von einer zentralen Stelle aus (Mutteruhr) gesteuert.
Die Umschaltung erfolgt nach dem Tagtarif durch einen Impuls von etwa 1 Sekunde Dauer, auf den Nachttarif durch einen Impuls von etwa 2 Sekunden Dauer.
Die Signale werden über die übertragungsein- richtung der Alarmübertragung geleitet, welche unter Fig.2 beschrieben ist. Die Tarifumschaltung kann jederzeit unabhängig vom Zustand der Alarmüber tragung erfolgen.
Bei jeder Änderung des Tarifs in der Landzen trale erfolgt eine Rückmeldung nach dem Landamt. Sollte aus irgendeinem Grund der Tarif des Land amtes mit demjenigen der Landzentrale nicht über einstimmen, so wird ein dringender Alarm ausgelöst. Die Tarifumschaltung kann jederzeit durch Betäti gung einer Klinke vorgenommen werden.
Ferner wurde in diesem Stromkreis noch eine Kontrolleinrichtung zur Prüfung der Alarmübertra gung eingebaut. Durch Betätigung einer Taste wird ein kurzer Impuls von etwa 100 ms Dauer nach den Landzentralen gesendet und so ein nichtdringender Alarm ausgelöst, welcher nach dem Hauptamt über mittelt wird. Nach Erscheinen der betreffenden Alarmlampe kann durch nochmaliges Betätigen der Taste der Alarm wieder gelöscht werden durch Aussenden eines Impulses von etwa 200 ms Dauer.
Tarifumschaltung durch die Uhr. Während des Tages legt die Uhr eine dauernde Erde auf die Klemme beim Relais U. Dadurch werden die Re lais Tul und<I>Tu.</I> erregt und als Folge Relais V. Die Lampe TUL brennt und zeigt den Tagtarif an. Relais Bi arbeitet über den Ruhekontakt (RK) Re lais Ai, Arbeitskontakt (AK) Relais Tul, RK Relais Wt mit Erde. Mit der gleichen Erde wird auch Re lais<I>A!</I> erregt, welches verzögert arbeitet und hierauf Relais<I>Bi</I> wieder trennt.
Letzteres fällt sehr langsam ab infolge der Verzögerungskette, gebildet durch einen Kondensator von 100,uF und einen Wider stand von 500 S2. Relais<I>Bi</I> arbeitet während etwa 1 Sekunde und steuert dabei das Relais So und in Kaskade die Relais Si-.. Die Relais Si-, betätigen durch die Arbeitskontakte über die Drähte 3 die Relais Sk (Fig. 3) und Sv (Fig. 2) der Alarmübertra gungen für die verschiedenen Richtungen,
wobei Relais Sk den - Strom auf die übertragungseinrich- tung gibt.
Ferner brennt in der Alarmübertragung die Lampe<I>TAL</I> (Fig. 2) über folgenden Stromkreis: Erde, RK Relais<I>Co</I> und Tul oder<I>Tue</I> Draht 6, RK des Relais Al in der Alarmübertragung, Lampe <I>TAL,</I> Wicklung Pilot-Relais, Batterie.
Durch den - Stromimpuls wird in der Land zentrale auf Tag umgeschaltet und in der Folge in der Alarmübertragung Relais Al erregt, wodurch die Lampe<I>TAL</I> wieder gelöscht wird. Sollte keine Übertragung erfolgen, wird Relais A1 nicht arbeiten, die Lampe<I>TAL</I> leuchtet konstant und durch das Pilotrelais (siehe oben) wird ein dringender Alarm ausgelöst.
Zur Umschaltung auf den Nachttarif trennt die Uhr die Erde der Relais Tu, und Tuz, so dass die selben abfallen. Hierauf fällt Relais V stark ver zögert ab, bedingt durch die Verzögerungskette zu 150 ,u.F und 500d2. Bis Relais<I>V</I> abgefallen ist, wird Relais So erregt über: Batterie, Wicklung<I>So,</I> RK Relais<I>Co,</I> AK Re lais<I>V,</I> RK der Relais Tul und Wt. Beim Arbeiten von Relais So wird, wie bereits oben beschrieben, ein -Stromimpuls auf die Leitung gegeben, diesmal von etwa 2 Sekunden Dauer, welcher in den Land zentralen den Nachttarif einschaltet.
Die Lampe TUL erlöscht. Über den RK des Re lais Tul und Draht 5 brennt wieder die Lampe<I>TAL.</I> Ist die Umschaltung in der Landzentrale richtig er folgt, fällt Relais A l in der Alarmübertragung ab und Lampe<I>TAL</I> erlöscht. Erfolgt keine Umschal tung auf Nachttarif, brennt die Lampe<I>TAL</I> und es wird ein dringender Alarm ausgelöst.
Die Fig.5 zeigt einen Tarifumschaltungs- und Kontrollstromkreis, Empfänger und Sender im Kno tenamt.
Dieser Stromkreis dient zur Umschaltung des Tarifs. Dieselbe erfolgt vom Nacht- auf den Tag tarif durch einen Impuls von etwa 1 Sekunde Dauer, während ein Impuls von etwa 2 Sekunden Dauer vom Tag- auf den Nachttarif umschaltet. Die Steuer impulse werden vom Landamt gesandt. Von diesem Stromkreis werden die empfangenen Signale sofort noch in die angeschlossenen Unterknotenämter wei tergeleitet.
Die Signale werden über die übertragungsein- richtung der Alarmübertragung gesandt. Die Tarif umschaltung, kurz TU, kann jederzeit unabhängig vom Zustand der Alarmübertragung erfolgen.
Die Impulsdauer der TU wurde auf 1 bzw. 2 Sekunden festgelegt, um bei gleichzeitiger Betätigung der Alarmübertragung der TU den Vorrang zu ge währleisten.
Bei jeder Umschaltung des Tarifs erfolgt eine Meldung nach dem Landamt, so dass beim fehler haften Arbeiten der TU sofort ein dringender Alarm im Landamt ausgelöst wird.
Zur Umschaltung von Nacht- auf Tagtarif wird ein - Stromimpuls von 1 Sekunde Dauer gesandt. Dieser Strom induziert in der Sekundärwicklung des Transformators SP des Senders der Alarmübertra gung (Fig. 2) eine Spannung.
Dadurch wird über die Drähte 3 und 5 der Gleichrichter GL (Fig. 5) ge- spiesen. Der gleichgerichtete Strom erregt das pola risierte Relais E und hierauf arbeitet Relais El. Relais El betätigt die Relais<I>V</I> und<I>Va.</I> Relais<I>V</I> schliesst seinen AK, wodurch Relais Av verzögert aufzieht und sich über seinen AK und den AK Relais El hält. Relais Av trennt die Arbeitsstrom kreise der Relais V und<I>Va,</I> wobei Relais<I>Va</I> die grössere Abfallverzögerung, mehr als 1 Sekunde, als Relais V aufweist.
Relais V fällt nun wieder ab und Relais Tui kann arbeiten über den AK Relais Av, RK Relais<I>V,</I> AK Relais<I>Va,</I> AK Relais Ei mit Erde. Relais<I>Tu,</I> hält sich mit der Erde des Relais<I>Va</I> und betätigt Relais Tuz. Wenn der Impuls beendet ist, fallen die Relais E, Ei und Av ab, während sich Relais<I>Va</I> über den AK von Relais Tui und RK Relais Ei mit Erde hält. Der Tarif ist umgeschaltet.
Hört ein Impuls auf, bevor Relais V abgefallen ist, so kann Relais Tu, nicht arbeiten. Ein kurzer Impuls kann also die Tarifumschaltung nicht be tätigen.
Bei der Umschaltung auf den Nachttarif wird ein Impuls von etwa 2 Sekunden Dauer gesandt. Es arbeiten wieder die Relais E, Ei, V und Av.
Die Relais<I>Va,</I> Tui und Tu," sind während des Tages bereits erregt. Durch das Arbeiten des Relais Ei verliert Relais<I>Va</I> die Haltung und fällt stark verzögert ab. Der Impuls von 2 Sekunden ist so lang, dass diesmal sowohl Relais V als auch Relais<I>Va</I> ab fallen. Dadurch verliert Relais Tu, die Haltung und sein Arbeitsstromkreis wird ebenfalls unterbrochen. Hierauf fällt auch Relais<I>Tu,</I> ab. Der -Tarif ist auf Nacht umgeschaltet. Nach dem Impuls fallen sämt liche Relais wieder ab.
Beim Arbeiten von Relais Ei werden auch die Relais E., und E3 betätigt. Diese Relais geben eine Erde über die Drähte 3 in den Empfänger der Alarmübertragungen (Fig. 2) der Unterknotenämter. Dort arbeiten die Relais Sk (Fig. 3) und Si, synchron mit dem Empfängerrelais E der TU. Durch Relais Sk wird im Empfänger der Alarmübertragung eine Wechselspannung auf den Transformator Sp gelegt. Dadurch wird über die Übertragungseinrichtung die Tarifumschaltung im Unterknotenamt gesteuert.
Bei der Umschaltung des Tarifs wird der Zu stand desselben vom Unterknotenamt nach dem Knotenamt signalisiert, wodurch während des Tages Relais Al im Empfänger der AL-übertragung er regt und während der Nacht abgefallen ist.
Relais AI im Empfänger und Relais<I>Tue</I> sollen sich immer im gleichen Arbeitszustand befinden. Ist dies nicht der Fall, so heisst das: die Tarifumschal tung im KA und im UKA stimmen nicht überein. Es leuchtet dann die Lampe<I>TAL</I> und es wird ein dringender Alarm ausgelöst und in das Landamt signalisiert.
Ist Relais Tu., angesprochen und Relais H1 ab gefallen, so gelangt die Erde von AK Relais Tuz über Draht 6 und über RK Relais Al auf die Lampe <I>TAL.</I> Ist hingegen Relais<I>Tue</I> abgefallen und Relais Al angesprochen, so brennt die Lampe über den Draht 5.
Wird auf den Tagtarif geschaltet, so arbeitet in jedem Empfänger (Fig. 2) der Alarmübertragung von UKA das Relais A1. Eine Erde gelangt in Serie über die AK aller Relais Al, über Draht 1, AK Relais Tui, Draht 1 nach dem Sender (Fig. 3) auf Relais AV Dieses Relais arbeitet, lässt die Alarm- übertragung nach dem Landamt anlaufen und signa lisiert so die Umschaltung auf den Tagtarif. Fällt irgendein Relais A1 im Empfänger oder Relais Tu, ab,
so fällt auch Relais A1 im Sender ab und signa- lisiert Nachttaxe. Ein Alarm wird ausgelöst.
Wird umgekehrt während der Nacht irgendein Relais A1 des Empfängers oder Relais Tu, erregt, so arbeitet im Sender auch Relais A1 und es wird der Tagtarif nach dem Landamt signalisiert, und es wird ebenfalls ein Alarm ausgelöst.
Durch Senden eines Impulses von etwa 100 ms Dauer wird ein nicht dringender Alarm ausgelöst. Dieser dient zur Kontrolle der Alarmübertragung.
Dieser Impuls betätigt die Relais E, Ei und Jv (Fig. 5). Durch Relais Jv wird auch das aufzugver zögerte Relais Je arbeiten, welches sich über den AK von Relais E hält, während Relais Jv stromlos wird, sich aber noch eine gewisse Zeit halten kann, dank der Verzögerung durch Widerstand und Gleich richter. Fällt Relais El ab, bevor Relais Jv seine Kontakte öffnet, arbeitet Relais<I>Na</I> über den AK der Relais Jv und<I>Je</I> und RK Relais Ei; Relais<I>Na</I> kommt in Selbsthaltung.
Die Lampe NAL brennt und in Serie mit derselben arbeitet ein Pilotrelais, welches einen nichtdringenden Alarm auslöst. Dauert der Impuls mehr als 100 ms, so arbeiten die Relais <I>E, Ei,</I> Jv- und<I>Je</I> wie oben angegeben. Diesmal fällt aber Relais Jv wieder ab. Unterdessen ist auch Re lais<I>Na</I> abgefallen, und es kann auch nicht mehr arbeiten, weil Relais Jv seinen AK geöffnet hat. Der nicht dringende Alarm erlöscht mit dem Ab fallen von Relais<I>Na.</I>
Der Auslöseimpuls wird auf 200 ms begrenzt, weil sonst die Tarifumschaltung ansprechen könnte. Der Regulierwiderstand dient zur genauen Einstel lung der Abfallverzögerung des Relais Jv.
Der Stromkreis der Fig. 6 dient ebenfalls zur Umschaltung des Tarifs, und zwar dem Empfang der Umschaltsignale. Die Impulslängen sind die nämlichen, wie sie oben erwähnt wurden.
Zur Umschaltung von Nacht- auf Tagtarif wird ein - Stromimpuls von 1 Sekunde Dauer gesendet. Dieser Strom induziert in der Sekundärwicklung des Transformators SP des Senders der Alarmübertragung (Fig.3) eine Spannung. Dadurch wird über die Drähte 3 und 5 der Gleichrichter GL gespiesen. Der gleichgerichtete Strom erregt das polarisierte Relais E und hierauf arbeitet Relais Ei. Relais Ei betätigt die Relais<I>V</I> und<I>Va.</I> Relais V schliesst seinen AK, wodurch Relais Av verzögert aufzieht und sich über seinen AK und den AK Relais Ei hält.
Relais Av trennt die Arbeitsstromkreise der Relais V und<I>Va,</I> wobei Relais<I>Va</I> die grössere Abfallverzögerung, mehr als 1 Sekunde, als Relais V aufweist. Relais V fällt nun wieder ab und Relais<I>Tu</I> kann arbeiten über den AK Relais Av, RK Relais V, AK Relais <I>Va,</I> AK Relais Ei mit Erde. Relais<I>Tu</I> hält sich mit der Erde des Relais<I>Va.</I> Wenn der Impuls beendet ist, fallen die Relais E, El und Av ab, während sich Relais<I>Va</I> über den AK von Relais<I>Tu</I> und RK Relais El mit Erde hält. Der Tarif ist umgeschaltet.
Hört ein Impuls auf, bevor Relais V abgefallen ist, so kann Relais<I>Tu</I> nicht arbeiten. Ein kurzer Impuls kann also die Tarifumschaltung nicht be tätigen.
Bei der Umschaltung auf den Nachttarif wird ein Impuls von etwa 2 Sekunden Dauer gesendet. Es arbeiten wieder die Relais E, EI, V und Av.
Die Relais<I>Va</I> und<I>Tu</I> sind während des Tages bereits erregt. Durch das Arbeiten des Relais Ei verliert Relais V die Haltung und fällt stark ver zögert ab. Der Impuls von 2 Sekunden ist so lang, dass diesmal sowohl Relais V als auch Relais<I>Va</I> abfallen. Dadurch verliert Relais<I>Tu</I> die Haltung und sein Arbeitsstromkreis wird ebenfalls unter brochen. Der Tarif ist auf Nacht umgeschaltet. Nach dem Impuls fallen sämtliche Relais wieder ab.
Beim Umschalten auf den Tagtarif arbeitet Re lais<I>Tu,</I> wie weiter oben beschrieben wurde. Relais <I>Tu</I> gibt eine Erde auf die Drähte 1 und 2 nach dem Sender der Alarmübertragung. Über Draht 1 wird Relais A1 gesteuert, während der Draht 2 zur Haltung von Relais Aki dient. Arbeitet Relais A1, läuft die Alarmübertragung an und signalisiert die Umschaltung der<I>TU</I> nach Knoten- bzw. Landamt. Stimmt der signalisierte Zustand nicht mit dem Tarif des Knoten- oder Landamtes überein, so wird ein dringender Alarm ausgelöst.
Fällt beim Umschalten auf Nachttarif Relais<I>Tu</I> ab, so fallen auch die Relais A1 und Aki im Sen der der Alarmübertragung ab. Es wird die Umschal tung auf den Nachttarif signalisiert. Auch diesmal wird ein dringender Alarm ausgelöst, wenn der Tarif im einen Amt nicht mit dem im anderen übereinstimmt.