CH356014A - Stanzmaschine - Google Patents
StanzmaschineInfo
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Description
Stanzmaschine Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Stanzmaschine zum Erzeugen von Randzungen in Bandmaterial.
Es ist bekannt, zum Binden von parallel zu ihrem Rücken gelochten Blätterpacks aus biegsamem Band material hergestellte Bindevorrichtungen zu verwen den, die mit Zungen versehen sind, welche die Loch kanäle im Blätterpack durchsetzen; das Ausgangs produkt für die Herstellung solcher Bindevorrich tungen ist ein mit Randzungen versehenes Band material, das zweckmässig aus Zellulose oder einem geeigneten Kunststoff besteht. Die Randzungen wer den durch Ausstanzen entsprechender Randlücken geschaffen.
Die bisher zu diesem Zweck verwendeten Stanzmaschinen besitzen zwei übereinander liegende ebene Stanzplatten. Mit diesen Stanzmaschinen kann somit das Bandmaterial zwangläufig nur abschnitts weise gestanzt werden; ein kontinuierliches Arbeiten ist dagegen nicht möglich.
Die vorliegende Erfindung bezweckt demgegen über die Schaffung einer Stanzmaschine, die ein kon tinuierliches Arbeiten ermöglicht. Die erfindungs gemässe Maschine besitzt zwei achsparallel zuein ander angeordnete, gegensinnig antreibbare Stanz trommeln mit zur Trommelachse parallelen Stanz- zähnen, deren Arbeitskante in der Umfangsfläche der Trommel liegt und zwischen welchen an einer Trommelstirnseite offene Lücken geschaffen sind,
wobei jeder Stanzzahn der einen Trommel mit zwei benachbarten Stanzzähnen der andern Trommel zusammenwirkt.
In die Zahnlücken der beiden Zahntrommeln .sind zweckmässig Auswerfer eingebaut.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausfüh rungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigt: Fig. 1 schaubildlich eine Stanzmaschine nach der Erfindung, Fig. 2 in grösserem Massstab teilweise weggebro chen eine Stanztrommel der Maschine in Ansicht, Fig. 3 eine Draufsicht zu Fig. 2 und Fig.4 in Ansicht teilweise weggebrochen einen Teil der beiden zusammenwirkenden Stanztrommeln der Maschine.
Die in Fig. 1 gezeigte Stanzmaschine besitzt ein den nicht -ezeichneten elektrischen Antriebsmotor enthaltenes Kastengestell 1, auf dessen Oberseite das eigentliche Stanzwerk aufgebaut isst. An die eine Schmalseite des Gestells 1 ist ein Getriebekasten 2 angebaut. Eine Antriebskette 3 verbindet die Motor welle über Kettenräder 4 (in Fig. 1 nur eines sicht bar) mit der unteren Stanzwerkwelle 5.
Der in den Getriebekasten 2 ragende Teil der Welle 5 trägt ein Zahnrad 6, das mit einem Zahnrad 7 kämmt, welches fest auf einer parallel zur Welle 5 liegenden oberen Stanzwerkwelle 8 sitzt. Das Zahnrad 6 ist in der Rad ebene geteilt, wobei sich die beiden Radteile derart gegenseitig verdrehen lassen, dass der Zahneingriff der Zahnräder 6 und 7 spielfrei gemacht werden kann.
Die beiden Wellen 5 und 8 sind in einem Ständer 9 gelagert, wobei der die obere Welle 8 tragende Stän- derteil mittels einer durch Handrad betätigbaren Spin del 10 vertikal verstellbar ist.
Die vom Getriebekasten 2 abgekehrten Endteile der beiden Wellen 5 und 8 tragen je eine Stanz- trommel 11 (in Fig. 1 nur die obere sichtbar). Die Eingriffstelle der beiden, nach Art von Zahnrädern zusammenwirkenden Stanztrommeln 11 liegt in einem Ausschnitt eines Auflagetisches 12 für das kontinuier lich zugeführte zu stanzende Materialband. Eine axiale Relativverschiebung der Wellen, wie sie durch das Stanzen etwa verursacht werden könnte, ist durch Anordnung entsprechender Axiallage verhindert.
Die in den Fig. 2 bis 4 näher gezeigten Stanz- trommeln sind an ihrem Umfang mit parallel zur Trommelachse liegenden zungenartigen Stanzzähnen 13 versehen, deren Arbeitskante in der Umfangs fläche der Trommel liegt. Zwischen den Zähnen 13 sind an der einen Trommelseite offene Lücken 14 geschaffen, deren Breite so gewählt ist, dass die Stanzzähne 13 der einen Trommel praktisch spiel- frei in die Lücken der andern Trommel eingreifen können.
Der gegenseitige Abstand der Achsen (5, 8) der beiden Trommeln ist etwas kleiner eingestellt als die Summe der Radien der beiden Trommeln, so dass ein Zahneingriff der beiden Trommeln möglich ist. Dieser Zahneingriff erfolgt aber nur um einen klei nen Bruchteil der Zahnhöhe, zweckmässig um an nähernd die Dicke des zu stanzenden Bandmaterials, wie dies am besten in Fig. 4 ersichtlich ist. Im Boden der Zahnlücken 14 der Stanztrommeln ist eine Ra dialbahrung 15 (Fig. 2 und 4) vorgesehen, an deren Grund sich eine Schraubenfeder 16 abstützt.
Die Schraubenfeder 16 dient einem Bolzen 17 als elasti- ches Auflager. Der aus der Bohrung 15 in die Zahn lücke 14 ragende Endteil des Bolzens trägt eine mit Spiel in die Zahnlücke 14 passende Auswerferplatte 18. Der Bolzenschaft ist mit einer flachen Ausfräsung 19 versehen, mit welcher ein von der einen Stirnseite der Trommel her einschraubbarer Stift 20 zusammen wirkt.
Der Stift 20 hält den Bolzen 17 entgegen der Wirkung der Feder 16 in einer solchen Lage, d'ass die Oberseite der Auswerferplatte 18 annähernd bündig mit der Umfangsfläche der Stanztrommel ist; ander seits gestattet die Länge der Ausfräsung 19 ein Ein wärtsdrücken des Bolzens 17 bzw. der Platte 18 ent gegen der Wirkung der Feder 16. Die äusseren Enden der Stifte 20 sind durch einen an der Trommel 11 angeschraubten Ring 21 überdeckt.
Beim Betrieb der beschriebenen Stanzmaschine werden die beiden Trommeln 11 über die Antriebs elemente 3 bis 8 zwangläufig gegensinnig angetrieben. Der auf der Höhe des Tisches 12 liegenden Ein griffstelle der beiden Trommeln wird kontinuierlich Bandmaterial a (Fig. 1) zugeführt, wobei durch das Zusammenwirken der Arbeitskanten der Zähne 13 der einen Trommel 11 mit den Zähnen 13 der an dern Trommel 11 entsprechende Aussparungen aus dem Bandmaterial ausgestanzt werden.
Beim Ein griff eines Stanzzahnes 13 der einen Trommel in eine Zahnlücke 15 der andern Trommel wird die Aus werferplatte 18 radial einwärtsgedrückt; kommen Stanzzahn und Lücke wieder ausser Eingriff mitein ander, so drückt die gespannte Feder 16 den Bolzen bzw. die Platte 18 in ihre Ausgangslage zurück, wo- durch das gestanzte Bandmaterial ausgestossen wird.
Da die zungenartigen Zähne 13 der einen Trommel 11 nach der einen und die Zähne der andern Trommel nach der andern Seite ragen, werden aus dem ur sprünglich einstöckigen Bandmaterial a durch das Stanzen zwei mit Randzungen bildende Querzungen versehene Bänder b geschaffen (Fig. 1).
Der Stanzmaschine können mehrere Trommelpaare mit verschiedener Zahnteilung und; oder Trommel- bzw. Zahnbreite zugeordnet sein. Auch der Trommel durchmesser der verschiedenen Trommelpaare kann variieren. Durch Auswechseln der Trommelpaare lässt sich somit die Maschine zur Herstellung verschieden gezahnter bzw. verschieden breiter Bänder einrichten.
Bei Trommeln mit in Achsrichtung besonders breiten Stanzzähnen bzw. Lücken kann es zweck mässig sein, die Auswerferplatten 18 je mittels zweier oder mehrerer Bolzen 17 im Trommelkörper zu la gern.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Stanzmaschine zum Erzeugen von Randzungen in Bandmaterial, gekennzeichnet durch zwei achsparallel zueinander angeordnete, gegensinnig antreibbare Stanztrommeln mit zur Trommelachse parallelen S.tanzzähnen, deren Arbeitskante in der Umfangs fläche der Trommel liegt und' zwischen welchen an einer Trommelstirnseite offene Lücken geschaffen sind, wobei jeder Stanzzahn der einen Trommel mit zwei benachbarten Stanzzähnen der andern Trommel zusammenwirkt. UNTERANSPRÜCHE 1.Stammaschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in den Lücken (14) zwischen den Stanzzähnen (13) radial federnd im Trommel körper (11) abgestützte Auswerferplatten (18) an geordnet sind. 2. Stanzmaschine nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der gegenseitige Abstand der Achsen der beiden Trommeln (11) kleiner ist als die Summe der beiden Trommel radien, so dass die Zähne (13) der einen Trommel in die Lücken (14) der andern Trommel eingreifen. 3. Stanzmaschine nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Trommeln (11) auswechselbar angeordnet sind.4. Stanzmaschine nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel (10) zum Verändern des gegenseitigen Ab standes der Trommelachsen (5, 8) vorgesehen sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH356014T | 1957-09-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH356014A true CH356014A (de) | 1961-07-31 |
Family
ID=4511039
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH356014D CH356014A (de) | 1957-09-24 | 1957-09-24 | Stanzmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH356014A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102013015354A1 (de) * | 2013-09-17 | 2015-03-19 | Heidelberger Druckmaschinen Ag | Rotationsstanzvorrichtung, insbesondere in einer Druckmaschine |
-
1957
- 1957-09-24 CH CH356014D patent/CH356014A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102013015354A1 (de) * | 2013-09-17 | 2015-03-19 | Heidelberger Druckmaschinen Ag | Rotationsstanzvorrichtung, insbesondere in einer Druckmaschine |
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