CH336142A - Verfahren zur Herstellung von Farbstoffsalzen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Farbstoffsalzen

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CH336142A
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Brenneisen Erich Dipl Dr Chem
Richard Dr Huss
Arthur Dr Siebert
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Hoechst Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B31/00Disazo and polyazo dyes of the type A->B->C, A->B->C->D, or the like, prepared by diazotising and coupling
    • C09B31/02Disazo dyes
    • C09B31/12Disazo dyes from other coupling components "C"
    • C09B31/14Heterocyclic components

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description


  Verfahren     zur        Herstellung    von     Farbstoffsalzen       Es wurde gefunden, dass man sehr lichtechte gelb  bis orangefarbene     Farbstoffsalze    erhält, die in orga  nischen Lösungsmitteln gut löslich sind, wenn man  die     Azofarbstoffe    aus     diazotiertem        4-Amino-1,1'-azo-          benzol,    das noch durch     Methyl-        undloder        Carbon-          säuregruppen    substituiert sein kann, jedoch so,

   dass  jeder     Benzolkern    nur einen dieser     Substituenten    ent  hält, und     1-Phenyl-5-pyrazolon-3-carbonsäuren,    die  im     Phenylkern    eine     Sulfonsäuregruppe    tragen kön  nen, mit organischen Basen umsetzt.  



  Die so erhaltenen     Farbstoffsalze    sind in Wasser  nur wenig löslich oder unlöslich. Sie lösen sich  jedoch vorzüglich in organischen Lösungsmitteln, wie  Methanol, Äthanol,     Butanol,        Methylacetat,        Methyl-          glykol,        Äthylglykol,        Diacetonalkohol,    und eignen  sich daher sehr gut zum Färben von Lacken, wie       Spritlack    und den unter der Bezeichnung     Cellon-          und        Zaponlack    im Handel befindlichen Erzeugnissen,  sowie zum Anfärben von     Polymerisaten,

          Mischpoly-          merisaten    und Kondensaten, wie sie zur     Lackierung     von Folien üblicherweise verwendet werden. Auch  zum Färben von Holzbeizen,     Celluloid    und zur Her  stellung von     Gummidruckfarben    können die neuen  Farbstoffe     vorteilhaft        Verwendung    finden.  



  Es ist bekannt, in organischen Lösungsmitteln  lösliche Farbstoffe dadurch herzustellen, dass man  saure oder Substantive Textilfarbstoffe, die eine oder  mehrere     Carbonsäure-    oder     Sulfonsäuregruppen    im  Molekül enthalten, in Salze von     Di-    oder     Polyaryl-          oder        Aralkylguanidinen    überführt (deutsche. Patent  schrift Nr. 469179).  



  Ferner ist vorgeschlagen worden, auch andere  organische Basen, wie     Dicyclohexylamin,        Methyl-          dicyclohexylamin,        Tetramethyldiamidodibenzylsulfon,          Hexahydroanilin,        Chinolin,        Hexahydromethylpyridin,       2 -     Methylbenzimidazol,    2 -     Aminobenzimidazol,        2-          Aminoperimidin,        2-Toluido-4,5-dihydroimidazol,        tri-          substituierte        Melamine,

          Diäthyl-a-    und     -ss-naphthyl-          amin,        3-Aminoäthylcarbazol    u. a., mit organischen  Farbstoffen, welche saure     salzbildende        Gruppen    ent  halten, umzusetzen (deutsche Patentschriften Num  mern 561338 und 533871). Durch die Umsetzung  mit den organischen Basen werden die Ausgangs  farbstoffe in organischen Lösungsmitteln löslich ge  macht und können dann zum Färben, beispielsweise  von     Zaponlacken,        Verwendung    finden.  



  Vor den aus den genannten Patenten bekannten  Farbstoffen zeichnen sich die erfindungsgemäss erhält  lichen     Pyrazolonazofarbstoffsalze,    die als     Diazokom-          ponente    das     4-Amino-1,1'-azobenzol    oder dessen       Methyl-    oder     Carbonsäurederivate    enthalten, durch  eine wesentlich bessere Lichtechtheit aus.

      <I>Beispiel 1</I>    19,7 Gewichtsteile     4-Amino-1,1'-azobenzol    wer  den mit 63     Volumteilen        5n-Salzsäure    und 200     Volum-          teilen    Wasser verrührt und unter Eiszusatz bei 3 bis       5     mit 20     Volumteilen    5n     Natriumnitritlösung        diazo-          tiert.    Es wird 1-2 Stunden nachgerührt.  



  Die geklärte     Diazolösung    läuft nun unter Rühren  in eine     vorgelegte    Lösung aus 29,2 Gewichtsteilen       1-(2'-Sulfophenyl)-5-pyrazolon-3-carbonsäure    100     o/o@ig,     200     Volumteilen    Wasser und 25 Gewichtsteilen     kalzi-          nierter    Soda. Die Kupplungstemperatur wird zwischen  0-5  gehalten. Man rührt 3-5 Stunden nach und  filtriert dann ab. Der isolierte, feuchte Farbstoff wird  bei 50-60  in einer Mischung von etwa 1000     Vo-          lumteilen    Wasser und 100     Volumteilen    2n Schwefel  säure gelöst.

   In die geklärte     Farbstofflösung    lässt  man bei einer Temperatur unterhalb 40  unter gutem      Rühren 440     Volumteile    0,5n     Dicyclohexylaminsulfat-          lösung    einlaufen. Es wird 6-8 Stunden     nachgerührt     und dann das ausgefallene Produkt     abfiltriert    und       Qetrocknet.    Das erhaltene     gelbstichig    orange     Farb-          stoffsalz    löst sich gut in organischen Lösungsmitteln,  Sprit- und     Zaponlacken    und zeichnet sich durch eine  hohe Lichtechtheit aus.  



  Ersetzt man das     Dicyclohexylaminsulfat    durch       Dodecylaminsulfat,        Diphenylguanidinchlorhydrat,          Anilinchlorhydrat    oder     Benzylaminchlorhydrat,    so  erhält man die entsprechenden     -Farbstoffsalze.    Sie  sind im Farbton kaum voneinander unterschieden  und ebenfalls hervorragend lichtecht.  



  <I>Beispiel 2</I>  19,7 Gewichtsteile     4-Amino-1,1'-azobenzol    wer  den nach den Angaben des Beispiels 1     dianotiert.    Die  mit     Kieselgur        geklärte        Diazolösung    läuft unter  Rühren zu einer Lösung aus 29,2 Gewichtsteilen       1-(4'-Sulfophenyl)-5-pyrazolon-3-carbonsäure        100%ig,     200     Volumteilen    Wasser und 25 Gewichtsteilen       kalzinierter    Soda. Die Kupplungstemperatur wird  zwischen 0-5  gehalten. Man rührt 3-5 Stunden  nach und     filtriert    dann ab.

   Die Herstellung des     Di-          cyclohexylaminsalzes    des erhaltenen     Disazofarbstoffes     erfolgt nach den Angaben des Beispiels 1. Man erhält  ein orangefarbenes Produkt, das in organischen Lö  sungsmitteln gut löslich ist und eine ausgezeichnete  Lichtechtheit besitzt.  



  <I>Beispiel 3</I>  26,2 Gewichtsteile     4-Amino-3,2'-dimethyl-1,1'-          azobenzol-Chlorhydrat    werden mit 300     Volumteilen     Wasser und 45     Volumteilen    5n Salzsäure angerührt  und unter Eiszusatz bei 5-7  mit 20     Volumteilen     5n     Natriumnitritlösung    dianotiert. Man rührt etwa  1 Stunde nach.  



  Die geklärte     Diazolösung    läuft unter Rühren in  eine Lösung aus 29,2 Gewichtsteilen     1-(2'-Sulfo-          phenyl)-5-pyrazolon-3-carbonsäure    100     o/oig,    200     Vo-          lumteilen    Wasser und 25 Gewichtsteilen     kalzimerter     Soda. Die Kupplungstemperatur wird zwischen 0  bis 5  gehalten. Man     rührt    1 bis 2 Stunden  nach und salzt dann den Farbstoff mit 150 Ge  wichtsteilen Steinsalz langsam aus. Hierauf wird  2 bis 3 Stunden nachgerührt. Der     ausgesalzene,     feuchte Farbstoff wird nun in 1000     Volumteilen     Wasser heiss gelöst.

   In die mit     Kieselgur    geklärte       Farbstofflösung    lässt man bei l8-20  unter kräfti  gem Rühren 440     Volumteile    0,5n     Dicyclohexylamin-          sulfatlösung    einlaufen. Es wird etwa 8 Stunden nach  gerührt und hierauf das ausgeschiedene     Farbstoffsalz          abfiltriert    und getrocknet. Es stellt ein orangefar  benes Pulver von sehr guter Lichtechtheit dar.  



  <I>Beispiel 4</I>  26,3 Gewichtsteile des     Natriumsalzes    der     4-          Amino-1,1'-azobenzol-4'-carbonsäure    werden in 200       Volumteilen    Wasser warm gelöst und filtriert. Die  mit 20     Volumteilen    5n     Natriumnitritlösung    versetzte,       filtrierte    Lösung     lässt    man nun unter schnellem Run-         ren    in mit Eis auf 0-5  gekühlte 65     Volumteile     5n Salzsäure einlaufen. Es wird ungefähr 1 Stunde  nachgerührt.  



  Die     Diazoverbindung    scheidet sich aus und wird  unter Rühren als saure,     wässrige    Suspension zu einer  Lösung aus 29,2 Gewichtsteilen     1-(2'-Sulfophenyl)-          5-pyrazolon-3-carbonsäure    100     o/oig,    200     Volumtei-          len    Wasser sowie 25 Gewichtsteilen     kalzinierter     Soda gegeben. Die Kupplungstemperatur soll bei 3  bis 5  liegen. Man rührt 2-3 Stunden nach und  fällt den Farbstoff durch Hinzufügen von etwas  2n Schwefelsäure aus.

   Der ausgeschiedene Farbstoff  wird in 1500     Volumteilen    Wasser, dem eine geringe  Menge 2n Natronlauge zugesetzt wird, schwach alka  lisch heiss gelöst und mit     Kieselgur        geklärt.    Dann  lässt man die geklärte     Farbstofflösung    durch Eiszu  gabe auf etwa     18     abkühlen und unter starkem  Rühren 660     Volumteile    0,5n     Dicyclohexylamin-          sulfatlösung    zulaufen. Es wird etwa 8 Stunden nach  gerührt und dann das ausgefallene Produkt abge  trennt und getrocknet.

   Man erhält so ein in orga  nischen Lösungsmitteln, Sprit- und     Zaponlacken     lösliches orangefarbenes Pulver von vorzüglicher  Lichtechtheit.  



  <I>Beispiel 5</I>  19,7 Gewichtsteile     4-Amino-1,1'-azobenzol    wer  den mit 63     Volumteilen    5n Salzsäure und 200     Vo-          lumteilen    Wasser verrührt und unter Eiszugabe bei  3-5  mit 20     Volumteilen    5n     Natriumnitritlösung     dianotiert. Es wird 1-2 Stunden nachgerührt.

   Die       geklärte        Diazolösung    lässt man unter Rühren in eine  Lösung aus 21,0 Gewichtsteilen     1-Phenyl-5-pyrazo-          lon-3-carbonsäure        10011/oig,    400     Volumteilen    Was  ser,

   50     Volumteilen    2n Natronlauge sowie 100     Vo-          lumteilen        Sodalösung        20        %        ig        einlaufen.        Die        Kupp-          lungstemperatur    hält man durch Eiszusatz bei 3 bis  5 . Es wird einige Stunden nachgerührt, wobei sich  der Farbstoff     restlos    ausscheidet. Der ausgeschie  dene Farbstoff wird in 2000     Volumteilen    Wasser  unter Zusatz von 5     Volumteilen    10n Natronlauge  heiss gelöst und geklärt.

   Die heisse, geklärte     Farb-          stofflösung    gibt man unter kräftigem Rühren zu  400     Volumteilen    einer 0,5n     Diphenylguanidinchlor-          hydratlösung.    Es wird 8-10 Stunden     nachgerührt.     Das so erhaltene orangefarbene     Farbstoffsalz    besitzt  eine sehr gute Lichtechtheit.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Farbstoffsalzen, dadurch gekennzeichnet, dass man die Azofarbstoffe aus dianotiertem 4-Amino-1,1'-azobenzol, das noch durch Methyl- und!oder Carbonsäuregruppen substi tuiert sein kann, jedoch so, dass jeder Benzolkern nur einen dieser Substituenten enthält, und 1-Phenyl- 5-pyrazolon-3-carbonsäuren, die im Phenylkern eine Sulfonsäuregruppe tragen können, mit organischen Basen umsetzt.
CH336142D 1954-07-26 1955-07-23 Verfahren zur Herstellung von Farbstoffsalzen CH336142A (de)

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