Kopierverfahren für Linsenrasterfilme
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Bei <SEP> den <SEP> Verfahren, <SEP> welche <SEP> für <SEP> die <SEP> Kopie
<tb> auf <SEP> Linsenrasterfilme <SEP> Verwendung <SEP> finden,
<tb> unterscheidet <SEP> man <SEP> zwei <SEP> prinzipiell. <SEP> voneinan der <SEP> verschiedene <SEP> Methoden. <SEP> Im <SEP> einen <SEP> Fall,
<tb> denn <SEP> sogenannten <SEP> optischen <SEP> Kopierverfahren,
<tb> ist <SEP> der <SEP> zu <SEP> kopierende <SEP> Film <SEP> vom <SEP> Linsenraster film <SEP> örtlich <SEP> getrennt, <SEP> und <SEP> die <SEP> Abbildung <SEP> auf
<tb> dein <SEP> Linsenrasterfilm. <SEP> erfolgt <SEP> mittels <SEP> eines
<tb> hochwertigen <SEP> Linsensystems.
<SEP> Im <SEP> andern <SEP> Ver fahren, <SEP> dem <SEP> sogenannten <SEP> Kontaktkopierver fabren, <SEP> steht <SEP> der <SEP> zu <SEP> kopierende <SEP> Film <SEP> in <SEP> un mittelbarem <SEP> Kdntakt <SEP> mit <SEP> den <SEP> Linsen <SEP> des
<tb> Rasterfilms, <SEP> in <SEP> Ausnahmefällen <SEP> höchstens
<tb> rlurcll <SEP> einen <SEP> Hilfsfilm <SEP> davon <SEP> getrennt.
<tb> Der <SEP> Vorteil <SEP> des <SEP> Kontaktkopieiverfahrens
<tb> @,egenüber <SEP> dem <SEP> optischen <SEP> Kopierverfahren
<tb> liegt <SEP> in <SEP> der <SEP> Veinvendungsmögliehkeit <SEP> sehr <SEP> ein faeher <SEP> Kopierapparaturen, <SEP> bei <SEP> welchen <SEP> keine
<tb> teuren <SEP> Präzisionsoptiken <SEP> benötigt <SEP> werden, <SEP> und
<tb> ferner <SEP> in <SEP> der <SEP> Tatsache,
<SEP> dass <SEP> dabei <SEP> mit <SEP> einer
<tb> bedeutend <SEP> grösseren <SEP> Kopiergesehwindigkeit
<tb> gearbeitet <SEP> werden <SEP> kann, <SEP> da <SEP> die <SEP> beiden <SEP> in <SEP> Kon t < il;t <SEP> stehenden <SEP> Filme <SEP> zusammengekoppelt <SEP> in
<tb> einem <SEP> entsprechenden <SEP> Beleuchtungssystem
<tb> einen <SEP> gewissen <SEP> begrenzten <SEP> Weg <SEP> durchlaufen
<tb> mid <SEP> dabei <SEP> dein <SEP> Expositionslieht <SEP> ausgesetzt
<tb> werden <SEP> können.
<tb> Besteht <SEP> die <SEP> Bildsubstanz <SEP> des <SEP> zu <SEP> kopieren den <SEP> Films <SEP> aus <SEP> Silberkörnern, <SEP> so <SEP> erleidet <SEP> das
<tb> Kopierlieht <SEP> beim <SEP> Durelltritt <SEP> durch <SEP> die <SEP> Kör nerzone <SEP> eine. <SEP> der <SEP> Anzahl <SEP> und <SEP> Natur <SEP> der <SEP> Kör ner <SEP> entsprechende <SEP> Streuung.
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Diese <SEP> Streuung <SEP> des <SEP> Kopierlichtes <SEP> wirkt
<tb> sieh <SEP> im <SEP> Kontaktkopierverfahren <SEP> für <SEP> Linsen rasterfiline <SEP> sehr <SEP> nachteilig <SEP> aus, <SEP> da <SEP> dadurch
<tb> das <SEP> Verhältnis <SEP> der <SEP> den <SEP> einzelnen <SEP> Teilelemen ten <SEP> der <SEP> gesamten <SEP> R,asterlinsenzone <SEP> zugeordne ten <SEP> Expositionswerte <SEP> zwangläufig <SEP> eine <SEP> Ver zerrung <SEP> erleidet.
<tb> Diese <SEP> Verhältnisse <SEP> führen <SEP> beispielsweise
<tb> bei <SEP> der <SEP> Verwendung <SEP> des <SEP> Linsenrasterfilms <SEP> als
<tb> additiv <SEP> arbeitenden <SEP> Farbfilm <SEP> zu <SEP> unerwünsch ten <SEP> Parbtonsehiebungen <SEP> und <SEP> Entsättigungen
<tb> der <SEP> zu <SEP> reproduzierenden <SEP> Farben,
<SEP> wodurch <SEP> die
<tb> Wiedergabequalität <SEP> des <SEP> Verfahrens <SEP> sehr <SEP> nach teilig <SEP> beeinflusst <SEP> wird.
<tb> Das <SEP> vorliegende <SEP> Verfahren <SEP> zur <SEP> Herstel lung, <SEP> verschiedener <SEP> Dichteregistrierimgen <SEP> nach
<tb> der <SEP> Kontaktkopiermethode <SEP> auf <SEP> demselben <SEP> Lin senrasterfilm, <SEP> ausgehend <SEP> von <SEP> verschiedenen
<tb> Farbauszügen <SEP> desselben <SEP> Bildes <SEP> ist <SEP> dadurch
<tb> gekennzeichnet, <SEP> dass <SEP> man <SEP> den <SEP> Kopierprozess
<tb> unter <SEP> Verwendung <SEP> von <SEP> das <SEP> Licht <SEP> praktisch
<tb> nichtstreuenden <SEP> getrennten <SEP> Farbauszügen
<tb> durehführt.
<SEP> Die <SEP> Erfindung <SEP> betrifft <SEP> ferner
<tb> einen <SEP> nach <SEP> diesem <SEP> Verfahren <SEP> hergestellten
<tb> Linsenrasterfilm.
<tb> Als <SEP> nichtstreuende <SEP> Bildsubstanzen <SEP> eignen
<tb> sich <SEP> unter <SEP> anderem <SEP> kolloidal <SEP> verteilte <SEP> Metalle,
<tb> wie <SEP> sie <SEP> beispielsweise <SEP> bei <SEP> einer <SEP> kurzzeitigen
<tb> physikalischen <SEP> Entwicklung <SEP> anfallen, <SEP> oder
<tb> insbesondere <SEP> kolloidal <SEP> verteilte <SEP> Farbstoffe,
<tb> wie <SEP> sie <SEP> beispielsweise <SEP> zur <SEP> Herstellung <SEP> von
<tb> Farbfilmen <SEP> Verwendung <SEP> finden.
Zur Herstellung von praktisch nicht streuenden Bildern aus kolloid verteiltem Metall können an sich bekannte Methoden ver wendet werden, gewünschtenfalls auch das Verfahren der schweizerischen Patentschrift Nr. 288751 (Case 2714). Von besonderem In teresse für das vorliegende Verfahren ist die Verwendung solcher Bilder, die aus kolloidal verteilten Farbstoffen bestehen. Hier stehen der Technik eine grössere Zahl von Methoden zur Verfügung, die es erlauben, aus den ein zelnen Farbauszugsnegativen direkt wieder Negative herzustellen.
Diese liefern bei der üblichen Entwicklung ummittelbar die ge- wünsehten Positive. Es hat sich allerdings herausgestellt, dass für möglichst farbtreue Wiedergabe eine Umkehrentwicklung des Rasterfilms oft bessere Resultate ergibt, so dass die Herstellung eines praktisch nicht , streuenden Farbauszugpositivs nicht nur keine Nachteile, sondern in manchen Fällen ausgesprochene Vorteile mit sich bringt.
Für die Wahl der zu verwendenden Farb stoffe ist noch folgender Umstand zu beach ten: Abgesehen von der spektralen Empfind lichkeit der Rasterfilmemulsion und abgesehen vom Charakter des zweckmässig darin enthal tenen Dämpfungsfarbstoffes kann die Farbe der nichtstreuenden Bilder in weitem Um fange frei gewählt werden, weil für den Ko piervorgang beliebig gefärbtes Licht Verwen dung finden kann, vorzugsweise Licht von komplementärer Farbe zum Bildfarbstoff, damit. die Gradation des Bildes voll ausge nützt wird.
Zur Herstellung von Kopierfilmen mit nichtstreuender Bildsubstanz eignet sich bei spielsweise das Silberausbleichverfahren, wo bei allerdings bei einer Umkehrentwicklung des Rasterfilms die Herstellung eines zusätz lichen Positives erforderlich wird.
Die im Falle der Rasterfilm-Umkehrent- wicklungstechnik benötigten nichtstreuenden Positive können aus den ursprünglichen Farb- auszugsnegativen in einfachster Weise durch chromogene Entwicklung gewonnen werden.
Gewisse nach der üblichen, ehromogenen Entwicklung mittels Entwickler vom.p-Pheny- lendiamintypus gewonnene Bilder ergeben immer noch eine relativ starke Streuung des Lichtes, so dass sie für das vorliegende Ver fahren -nicht in allen Fällen geeignet sind. Wenig taugliche Bilder werden beim Arbei ten nach den sogenannten chemical Toning - Verfahren (Friedmann, Kapitel 20, 3. Auf lage) erhalten, da hier praktisch die streuen den Silberkörner durch entsprechende far bige Kornaggregate ersetzt werden.
Auch führt die Umwandlung des Bildsil bers in oxydierte Komponenten, wie beispiels weise Bleiehromat, und mittels Indigosolen damit bewirkte Farbeinlagerung nur zu stark liehtstreuenden Bildern.
Es wurde gefunden, dass die Methode des Primary Color Development (Friedmann, 3. Auflage, 22. Kapitel), nach welcher sieh in sitlfitfreien bzw. sulfitarmen Entwicklern die Oxydationsprodukte der Entwicklersub- stanzen meistens mit unveränderter Entwick- lersubstanz zu Farbstoffen kombinieren, op tisch klare, auch bezüglich Auflösungsver- mögen einwandfreie Bilder liefern kann.
Als Entwickler kommen die bekannten organischen Verbindungen in Betracht, die neben einer cyclisch, insbesondere aromatisch gebundenen Oxy- oder Aminogruppe minde stens eine weitere in Nachbarstellung oder in 1r-Stellung dazu gebundene Oxy- oder Amino- gruppe aufweisen, z.
B. Brenzkatechin, Metol oder 1-Phenyl-3-pyrazolidon, o- oder p-Amino- phenol; besonders gut eignen sich beispiels weise 1- Anilino-l-naphtlrol in verdünnter Natronlauge oder auch sulfitfreie, alkalische Pyrogallollösung.
Die nach der Methode des Primary Color Development erhältlichen Farbbilder erfül len für viele Zwecke wohl die Forderungen bezüglieh optischen Eigenschaften, aber oft ergeben sie für die beabsichtigten Zwecke zu flache Gradationen.
Es wurde nun gefunden, dass die gelben und braunen Körper, welche die Bildsubstanz beim Arbeiten mittels der oben angegebenen sulfitfreien oder sialfitarmen Entwickler for rnen, eine solche Affinität zu basischen Farb stoffen aufweisen, dass die Möglichkeit des Einfärbens und damit einer erwünschten Gradationssteigerung gegeben ist. An Stelle eines einzelnen basischen Farbstoffes können verschiedene basische Farbstoffe in <B>z</B> auch Mischung verwendet werden.
Die zweckmässig in schwach essigsaurer Lösung mit basischen Farbstoffen eingefärb- len Filme werden zur Entfernung von über schüssiger Farbstofflösung und lose gebun denen Farbstoffanteilen kurze Zeit gewässert und anschliessend zur Vermeidung des Aus blutens des gebundenen Farbstoffes noch einem gerbend wirkenden Nachbehandlungs bad unterworfen. Als Gerblösungen können beispielsweise verdünnte Tanninlösungen oder verdünnte Formaldehydlösungeh Verwendung finden.
Eine weitere Möglichkeit zur Verbesserung der Auflösungsverhältnisse der Linsenraster filmemulsion bzw. Verminderung der gegen seitigen Beeinflussung der einzelnen Teil zonenbeliehtungen liegt in der Expositions- dosierung des nach dem Umkehrverfahren entwickelten Linsenrasterfilms.
Durch Vermeidung eines unnötigen, allzu tiefen Eindringens des Expositionslichtes in (lie Rasterfilmemulsionssehicht kann die in der Emulsion auftretende Streuung des Ko pierlichtes auf einem sehr vorteilhaft sich aus wirkenden Minimalwert gehalten werden.
Die günstigsten Bedingungen für diese hxpositionsdosierung liegen dann vor, wenn der niedrigste Expositionswert eine Dichte stufe ergibt, welche bezogen auf die Schwär- zungskurv e des primären Entwicklungspro zesses ausserhalb der Fusspartie zu liegen kommt.
Bei einer gegebenen Rasterfilmemulsions- dicke kann nun dieses Anstreben der rein photographisch geforderten, optimalen Bedin gungen zu unerwünscht hohen Dichtewerten des Rasterbildes führen. Es wurde gefunden, dass unter Einhalten der oben erwähnten optimalen, photographi schen Bedingungen ein helles Umkehrbild er halten werden kann, wenn zusätzlich zu der eigentlichen Bildexposition der Rasterfilm von der Rückseite her einer dosierten, homo genen Belichtung ausgesetzt wird.
Diese zusätzliche Belichtung kann vor, gleichzeitig oder nach der Bildexposition er folgen und wird vorteilhaft mit Licht von der Koiriplementärfarbe zum Dämpfungsfarb- stoff der Rasterfilmemulsion durchgeführt.
Zu einem ähnlichen Resultat führt die Behandlung von zu dichten Rasterkopien mit tels Bleichlösungen, beispielsweise Farmer- schem Absehwä.chei-; auch ist es möglich, die Transparenzerhöhung dunkler Rasterbilder durch kombinierte Behandlung mittels rück seitiger Belichtung und Abschwächerbad zu erzielen.
Im weiteren erwies es sich als vorteilhaft, wenn die übliche zweite Belichtung im Um kehrprozessverfahren durch eine rein chemi sche Schwärzung des restlichen Silberhaloge- nids ersetzt wird, was beispielsweise durch Behandlung mittels natriumcarbonatalkali- seher Hydrosulfitlösiuig bewerkstelligt Wer den kann.
Die dabei erhaltene Umkehrgradations- kurv e weist eine ausgesprochene geringe Fuss partie auf, was sieh für die Linearisierung des Kopierprozesses sehr vorteilhaft auswirkt.
Eine Erhöhung der Transparenz des Rasterfilmbildes kann auch erreicht werden durch bartielle Fixierung mit Natriumsulfit- lösung vor dem Sehwärzungsbad, zweckmässig bei Temperatur nun 0 lind unter Zusatz von Alkoholen zur Verzögerung der Gelatinequel- lung. Derselbe Zweck kann auch erreicht wer den durch Behandlung des Rasterfilms vor der Schwärzung mittels eines die Gelatine ab tauenden Pepsinbades. Beispiel <I>1</I> a)
Herstellung der nichtstreuenden Posi tive aus den Parbauszugsnegativen.
Die mittels Strahlungsteilungskamera er haltenen Rot-, Grün- und Blauauszugsnega- tiv e, welche einen Dichteumfang in den Grö ssenordnungen 0,23 bis etwa 1,5 aufweisen, werden im Kontaktkopierverfahren auf einen handelsüblichen Bromsilberfilm (Kodak Fine Grain Dupl. Positiv) kopiert,
Die Expositionszeit beträgt -unter Verwen dung einer 250-Watt-Lampe vom Typus Phi- lips Pliotocrescenta bei einem Abstand von Lichtquelle zum Film von 1 ni 0,5 Sekunden.
Die Entwicklung erfolgt mittels Pinsel bei 19,5 in einem frisch hergestellten Entwick ler, welcher im Liter 4 g Ätznatron und 5 g 1-Anilido-2-oxynaphthalin enthält.. Anschlie ssend wird der Film 5 Minuten gewässert und darauf 2 Minuten mit, einem Blechbad behan delt, welches im Liter 100 g Kaliumferri- eyanid, 10 g Borsäure und 5 g Borax enthält.
Nach einer Wässerungszeit von 5 Minuten wird der Film mittels 20 /oiger Natriumthio- sulfatlösung fixiert und anschliessend 15 Mi nuten gewässert. Die Einfärbung des Films wird ohne Zwischentrocknung mittels eines Farbstoffbades durchgeführt, welches im Liter des-. Wasser 3 g Rhodamin Ca (Schultz, Farb- Stofftabellen, 7.
Auflage, Nr. 865), 6 g Eis essig und 0,5 g eines ioneninaktiven Netzmit tels aus etwa 8 Molt.hylenoxyd und 1 Mol p-tei¯t.-Octylphenol enthält, und dauert 10 Minuten. Anschliessend wird 10 Minuten ge wässert. und darauf 2 Minuten in einem Gerb bad, welches im Liter 10 g Tannin, 1,2 g Eis essig und. 1 g 40 /aige Formaldehydlösung enthält, nachbehandelt.
Nun wird wieder 10 Minuten gewässert und am Schluss etwa 1 < > Minute in Wasser, welches 0,5 g des oben erwähnten Netzmittels pro Liter enthält, ge taucht. Die Trocknung des Filins erfolgt im staubfreien Luftstrom bei Raumtemperatur.
Sämtliche Behandlungsbäder des besehrie- benen Verfahrens sowie das 'asehwasser wer den auf 19,5 eingestellt. b) Exposition auf Linsenrasterfilin. Die nach dem oben beschriebenen Verfah ren hergestellten nichtstreuenden Farba.us zugspositive werden nach folgendem Verfah ren auf einen Linsenrasterfilin kopiert, dessen 1-lauptmerkmale die folgenden sind:
Der Film ist mit quer zur Laufrichtung orientierten Zylinderlinsen versehen, deren Breite -10 ,u, beträgt und deren Brennlinie auf der Grenzschicht zwischen Träger und Emul- sionssehielit liegt. Die steil arbeitende, ortlioehromatische Emulsion enthält einen wasserlöslichen, gelb orangen Dämpfungsfarbstoff.
Die Exposition erfolgt unter Kontakt der Schichtseite der unter Abschnitt a beschriebe nen, nichtstreuenden Positive mit der gera sterten Oberfläche des Linsenrasterfilms, wo bei als Leuchtfläche im Abstand von 200 min der Linsenrasteroberfläelie eine homogen be lichtete Opalglasscheibe von den Dimensionen <B>87</B> auf 40 mm unter Zwischenschaltung eines Grünfilters (Wratten Filter Nr.58) verwen det wird.
Die Leuchtflächendimension von 87 mm im Abstand von 200 mm, welche quer zur Rasterlinsenaehse orientiert ist, ergibt die Ausleuchtung des gesamten, jeder Rasterlinse zugeordneten Streifens der Emulsionssehieht.
Die drei nichtstreuenden Farbauszugsposi- tive werden nacheinander unter Beleuchtung einer Teilzone von 29 nim Breite (1/3 der Ge samtöffnung) in der oben beschriebenen An ordnung auf den Linsenrasterfilm einkopiert.
Die als Leuehtfläehe dienende Opalglas- selieibe wird durch eine 250-Watt-Lampe (Philips Photoereseenta),welche sich im Ab stand von 25 ein befindet, beleuchtet.
Unter den angeführten Versuchsbedingun- 'en beträgt die Expositionszeit für jeden Farbauszug 25 Sekunden.
c) Entwicklung des Linsenrasterfilms. Sämtliche Bäder sowie das Waschwasser des nachfolgend beschriebenen Verfahrens werden auf l9,5 eingestellt.
Der Rasterfilm wird nach der Pinselent- wicklungsmethode 2 Minuten lang mit einem Entwickler behandelt, der im Liter folgende Substanzen gelöst enthält 2 g Methol 8 g Hydrochinon 25 g Natriumsulfit 4 g Ätznatron 5 g Kaliumbromid 60 g caleiniertes Natriumcarbonat 12,5 g Kaliumrhodanid.
Anschliessend wird 5 Minuten gewässert und darauf 5 Minuten mit einem Umkehrbad behandelt, welches im Liter 2 g Kaliumper- ,iianganat und 10 cm- konzentrierte Schwefel säure enthält. Nach einer kurzen Wässerung von 10 bis LO Sekunden wird der Film 5 Mi nuten mit, einer Natriumsulfitlösun g behan delt, welche pro Liter 100g wasserfreies Salz enthält, und anschliessend in fliessendem Was ser 20 Minuten gewaschen.
Die Sehwärzung des restlichen Silberhalo genids erfolgt innerhalb 2 Minuten durch Be handlung mittels eines frisch hergestellten Bades, welches pro Liter lest. Wasser ?0 g ealeiniertes Natriumearbonat und 40 g Na- ti-iunih5-drosulfit enthält. Nach kurzer Wässe rung wird 5 Minuten mit einem Fixierbad behandelt, welches pro Liter 110 g Natrium- thiosulfat und 11g Natriumbisulfitlösung von ?'? Be enthält.
Am Schluss wird 15 Minuten ,,ewässert und darauf in Wasser, welches 0,5 g des oben erwähnten Netzmittels pro Liter ent hält, getaucht..
Die Trocknung erfolgt im Luftstrom bei Ra nmtemperatur.
<I>Beispiel</I> Herstellung von nichtstreuenden Positiven. Die Farbauszugsnegativ e werden in Kon takt. mit Kodak Dupl. Positiv mit. einer 75 Watt-Lampe (Philips Photoereseenta) bei einem Belichtungsabstand von 1. m mit einer hxpositionszeit von 8 Sekunden kopiert.
Die Entwicklung erfolgt unter Bewegung des Films mit einer Geschwindigkeit von 1.1 m pro Minute in einem Bad, welches im Liter 41 g Pyrogallol techn. rein 0,1 g Citronensäure ehem. rein haliumbromid <B>1,7</B> g Ätznatron und 0,5 g des in Beispiel 1 erwähnten, ionen- inaktiven Netzmittels enthält.
Darauf wird zur Unterbrechung der Ent.wieklung 30 Sekunden mit einem Bad von :; /aiger Essigsäure behandelt und a.nsehlie- V end 5 Minuten gewässert.
In einem Bad, welches pro Liter 100 g haliumferricy anid, 10 g Borsäure krist. und 5 g Borax enthält, wird der Film gebleicht und darauf 5 Minuten gewässert. Nun wird der Film in 20<B>%</B> iger Natriumthiosulfatlösung fixiert und anschliessend 30 Minuten gewäs sert.
Die Einfärbung erfolgt mit einem essig sauren Bad von Diamantfttehsin, welches in 1,6 Liter 0,3 g Diamantfuchsin (Schultz, Farbstoff tabellen, 7. Auflage, Nr. 780) 0;6 g Eisessig und 0,75 g des im Beispiel 1 erwähnten ionenin- aktiven Netzmittels enthält, während 10 Minuten. Der eingefärbte Film wird nun 10 Minuten gewässert und darauf in einer 1 /aigen Formaldehydlösung gegerbt. Nach dem Behandeln mit einem 0,05 /oigen Bad des oben erwähnten Netzmit tels wird der Film bei Raumtemperatur im Luftstrom getrocknet.
Die Temperatur sämtlicher Bäder beträgt 19,5 .
<I>Beispiel 3</I> Kopie auf Rasterfilm unter Anwendung einer rückseitigen Belichtung und Behand lung mit Farmersehem Abschwächer. a.) <I>Kopie auf</I> Linsenrasterfilm: Die im Beispiel 1 beschriebenen Farbaus- zugspositive werden auf den im Beispiel 1 be schriebenen Linsenrasterfilm kopiert unter Änderung der Teilzonenbx eite der Leucht- fläche auf 15X40 mm.
Die quer zu den Rasterlinsen orientierte Leuchtflächendimension von 15 mm wird symmetrisch zu den Teilzonenmittellinien an geordnet. Die Expositionszeit für jeden Farb auszug beträgt unter Anwendung der unter Beispiel 1 beschriebenen Anordnung 60 Se kunden.
Der Rasterfilm erhält nun auf die Rück seite eine gleichmässige Belichtung mittels einer in einem Abstand von 1 m befindlichen Lampe von 150 Watt, unter Auflegen eines Blaufilters (Typ \Vratten Nr. 47). b) Entwicklung <I>des Rasterfilms:</I> Der belichtete Rasterfilm wird mittels eines Gummibandes auf einen Kunstharzzylin- der von 45 mm Durchmesser so aufgezogen, dass die Schichtseite der Emulsion nach aussen zu liegen kommt. Mit einer 'Umdrehungszahl von 30 pro Minute wird in einem Entwickler der folgenden Zusammensetzung 6 Minuten entwickelt.
s Entwickler: 3Ietol 0,3 g Hy drochinon 6,0 g Natriumsulfit siee. 38,0 g Natriumcarbonat (1 Kristall H.0) 22,5 g Kaliumbromid 0,9 g Citronensäure 0,7 g Natriumbistilfit 1,4 g mit Wasser auf 1 Liter eingestellt.
Der Film wird nun 1 Minute in 3 /aige Essigsäure getaucht und darauf 15 Minuten gewässert. Anschliessend wird in dem unter Beispiel 1, Abschnitt b, beschriebenen Um kehrbad 5 Minuten und nach kurzer Zwi schenwässerung mit dem im gleichen Beispiel beschriebenen Natriumsulfitbad gebleicht. Nach einer Wässerung von 20 Minuten wird (las restliche Bromsilber analog dem Verfah rensbeispiel 1 geschwächt und fixiert. Nach einer Wässerung von 5 Minuten wird mit Farmerschem Absehw ächer der folgenden Zu sammensetzung 2 Minuten 15 Sekunden ge bleicht.
Abic,cischer: Zu 100 ein-' 5 1/aiger Natriumthiosulfat- lösung werden 10 cin3 5 O/oaige Kaliurnferri- cyanidlösung gefügt und die Bleichlösung un mittelbar nach dem Mischen verwendet.
Der gebleichte Film wird kurz gewässert und darauf 5 Minuten mit einem Fixierbad der Zusammensetzung: 600 g Natriumthiosulfat 15 g Natriumsulfit sicc. 13,3 g Eisessig 7,5 g krist. Borsäure 15 g krist. Kaliumaluminiumsulfat mit Wasser auf 1 Liter gestellt, behandelt. Nach einer Wässerung von 5 Mi nuten wird kurz in Wasser, welches 0,05 % des in Beispiel 1 erwähnten Netzmittels ent hält, getaucht und dann im staubfreien Luft strom bei Raumtemperatur getrocknet. In sämtlichen Bädern rotiert der Film an dem Kunstharzzylinder mit 30 T/Min. bei einer Temperatur von l.9,5 .