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Verfahren zur Herstellung von zur Erzeugung von F arbfilmkopien geeigneten auf Zwischenfilmen registrierten Farbauszügen
Bei der Herstellung von subtraktiven Farbfilmen ist es im allgemeinen nicht üblich, die zur Vor- führung bestimmte Kopie unmittelbar von dem bei der Aufnahme erhaltenen Original herzustellen, Dies hat seinen Grund zum Teil darin, dass im allgemeinen zur Verbesserung der Farbqualität und zur Kom- pensation von Fehlern des Aufnahme- und Wiedergabeverfahrens im Verlauf des Verfahrens Korrekturen vorgenommen werden. Anderseits ist die Originalaufnahme im allgemeinen zu kostbar, ja unersetzlich, um sie dem Verschleisse eines kommerziellen Kopierverfahrens auszusetzen.
Es gelangen deshalb Zwischenfilme (Zwischenoriginale, Negative, Positive, Maskierungsauszüge usw. ) zur Verwendung, welche ausgehend von der Originalaufnahme hergestellt werden, und von denen dann wiederum unmittelbar oder mittelbar die Vorführkopie hergestellt wird. Bei allen diesen Verfahren treten. also Verfahrensstufen auf, bei denen in irgendeiner Form ein Zwischenfilm verwendet wird. Das Umkopieren erfolgt heute vorzugs- weise unter Anwendung des sogenannten Kontaktkopierverfahrens, bei welchem bei der Belichtung Vor- lage und Kopie unmittelbar aufeinanderliegen. Daneben wird aber auch das sogenannte optische Kopier- verfahren angewendet, bei welchem die Vorlage mittels eines Objektivs auf die Kopie projiziert wird.
Erfahrungsgemäss müssen von einem Aufnahmefilm aus Rentabilitätsgründen einige hundert Positiv- kopien, welche als Vorführfilme in den Lichtspieltheatern bestimmt sind, hergestellt werden. Diese relativ hohe Vervielfältigungszahl bedeutet für den Originalaufnahmefilm rein mechanisch eine ausser- ordentliche Beanspruchung, so dass es auch bei schonendster Arbeitsweise kaum möglich ist, die Film- oberfläche und die Perforationslöcher vor Verletzungen zu bewahren, deren Anhäufung sich auf die
Qualität der damit hergestellten Kopien sehr nachteilig auswirkt.
Auch repräsentieren die Originalfilme in Fällen, wo ein einmaliges Ereignis, oder nur unter grossem
Kostenaufwand wiederholbare Szenen aufgenommen wurden, ein unersetzliches bzw. sehr kostbares Dokument, für dessen weiteren Einsatz im Arbeitsprozess das Risiko einer Verletzung oder Zerstörung auf einem Mindestmass gehalten werden muss.
Daneben stellt die Herstellung von Hunderten von Kopien von dem oft einige tausend Meter langen
Originalfilm rein zeitlich betrachtet ein oft schwierig zu lösendes Problem dar.
Aus den oben erwähnten Gründen hat sich in der Filmherstellungstechnik eine Arbeitsweise heraus- gebildet, bei welcher vom Original-Negativfilm über ein sogenanntes Duplikat-Positiv eine beschränkte
Anzahl von sogenannten Duplikat-Negativen hergestellt werden, welche dann in den verschiedenen
Kopieranstalten die Funktion des Original-Negativfilmes itbernehmen können.
Es ist bekannt, dass mit den Vorteilen dieser Verwendung von Zwischenfilmen der Nachteil eines
Verlustes an Abbildungsschärfe mit in Kauf genommen werden muss. Auf dem Wege zur endgültigen
Kopie ist somit die Verwendung von Zwischenfilmen gleichbedeutend mit einer Verminderung der Ab- bildungs- oder Konturenschärfe, die sich besonders in den feinen Details des Bildes und an den Über- gangszonen von Hell zu Dunkel sehr nachteilig auswirkt.
Dieser Schärfeverlust ist an sich keineswegs überraschend, da offensichtlich die verschiedensten
Faktoren, wie Körnigkeit der Kopierfilme, Lichtstreuung und allfällige Ungenauigkeit im Kopierprozess alle summieren im Sinne eines Schärfe verlustes wirken müssen.
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Mit dieser Verringerung der Konturenschärfe geht einher ein Ansteigen der Körnigkeit. Es lässt sich nämlich zeigen und auch statistisch-rechnerisch nachweisen, dass das wiederholte Umkopieren auch bei Verwendung sehr feinkörniger photographischer Schichten eine mit der Zahl der aufeinanderfolgenden Kopierprozesse ansteigende Körnigkeit in der fertigen Kopie zur Folge hat. Diese Qualitätverininderung wird bei der Projektion auf Breitschirme besonders nachteilig empfunden. Trotzdem musste sie bisher als unvermeidlich aus den oben angegebenen Gründen in Kauf genommen werden.
Es wurde nun gefunden, dass diese Übelstände überraschenderweise mit Hilfe von Massnahmen bekämpft werden können, die ebenfalls die Herstellung von positiven oder negativen Zwischenkopien zwischen dem ursprünglich aufgenommenen Original und den zur Vorführung in Lichtspieltheatern vorgesehenen Filmen vorsehen.
Gegenstand der Erfindung ist demnach ein Verfahren von zur Erzeugung von Farbfilmkopien geeigneten, auf Zwischenfilmen registrierten Farbauszügen, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass mittels das Kopierlicht möglichst wenig streuenden Bildsubstanzen in dem Zwischenfilm eine Bildregistrierung erzeugt und ein dem Bildinhalt entsprechendes Relief- oder Gerbbild entwickelt wird.
Das Verfahren ist weiterhin dadurch gekennzeichnet, dass auf den Zwischenfilmen eine Registrierung erzeugt wird, deren Bildsubstanz aus nicht streuenden Farbstoffen besteht.
Insbesondere sind die nach vorgenanntem Verfahren auf Zwischenfilmen registrierten Farbauszüge für die Herstellung subtraktiver Farbfilmkopien bestimmt. Zweckmässigenleise wird'bei dem für den vorstehend angegebenen Zweck erforderlichen Kopiervorgang monochromatisches Licht geringstmöglicher Apertur verwendet.
Weitere Merkmale des erfindungsgemässen Verfahrens ergeben sich aus den noch folgenden Teilen der Beschreibung.
Bei der Herstellung der Reliefbilder ergibt sich im allgemeinen auch eine vom Bildinhalt abhängige veränderliche Gerbung der das Relief bildenden Schicht, die im allgemeinen aus Gelatine besteht. Abhängig vom Gerbungsgrad ändert sich dabei auch der Brechungskoeffizient des Schichtmaterials, so dass neben dem Relief auch ein Gerbbild erhalten wird, welches gleich dem Relief die Konturenschärfe erhöht.
Auch Kontraktionen in der Kolloidschicht, die durch Gerbung bewirkt werden, können sich an den Konturen günstig auswirken.
Während im allgemeinen Relief und Gerbbild gleichzeitig vorhanden sind, ist es aber auch möglich, dass in einem bestimmten Fall nur ein Relief oder nur ein Gerbbild besteht. Die vorliegende Erfindung ist selbstverständlich nicht auf einen dieser Fälle eingeschränkt und bezieht sich also sowohl auf den Fall, dass nur ein Relief oder nur ein Gerbbild oder beide vorliegen.
Reine Reliefbilder lassen sich als Ätzbilder erzeugen, beispielsweise unter Verwendung der im Buch "Principles of Color Photography" von Evans, Hanson und Brewer, 1953, New York, auf Seite 254 angegebenen Verfahren. Ein reines Gerbbild lässt sich beispielsweise erzeugen, indem ein reliefhaltiges Gerbbild durch eine mechanische Nachbehandlung, z. B. durch Aufpressen des noch feuchten Reliefs
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wenn es erwünscht ist, einen Film mit einer glatten, nicht zum Verschmutzen neigenden Oberfläche zu erhalten.
Zu dem gleichen Zweck kann man auch auf eine Reliefschicht eine nach aussen ebene Schutzschicht aus einem Material aufbringen, welches einen vom Material des Reliefs abweichenden, kleineren oder grösseren Brechungsindex besitzt.
Es sind verschiedene photographische Verfahren bekannt, bei welchen die Registrierung der Bildhelligkeitswerte verbunden mit der Ausbildung eines, dem Bildinhalt entsprechenden, negativen oder positiven Reliefs bzw. gegebenenfalls eines Gerbbildes erfolgen kann. Die einfachste Methode, welche die Kombination von Bild mit entsprechendem Relief liefert, beruht auf der Entwicklung von bildmässig belichteten Halogensilber-Gelatine-Schichten mit Hilfe von sulfitfreien oder sulfitarmen Entwicklern.
Die dabei entstehenden Entwickleroxydationsprodukte (Chinone, Chinonimine) besitzen die Eigenschaft, Kolloide vom Typus der Gelatine zu gerben, wodurch neben dem Silberbild ein ihm entsprechendes Gerbbild entsteht, welches beim Trocknen der Schicht zur Ausbildung eines dem Bildinhalt entsprechenden Reliefs führt. Eine andere Methode, welche zur Kombination von Bild mit Relief führt, ist die bekannte gerbende Bleichung von ausentwickelten Silberbildem.
Bei der Umwandlung des metallischen Silbers in Silberverbindungen entstehen bispielsweise bei der Verwendung von bichromathaltigen Bleichlösungen (Bromöldruck usw.) an den silberhaltigen Stellen, den Silbermengen entsprechende Mengen 3-wertige Chromsalz, welches bekanntlich eine stark gerbende
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Wirkung auf Kolloide vom Typus der Gelatine ausübt, so dass dadurch ein Relief bzw. Gerbbild erhalten wird. Ein ähnliches Resultat wird erhalten beim Arbeiten nach dem sogenannten Silber-Farb-Bleichverfahren.
Zur Herstellung von bildenisprechenden Reliefs kann auch die Methode der Auswaschbilder Verwendung finden (Pinatypie) sowie der früher viel verwendete Pigmentdruck.
Es eignen sich ferner die meisten phototechnischen Methoden, welche zur Herstellung von Druckmatrizen für Farbfilme (Technicolor) oder Klischees Anwendung finden. Auch die in mannigfaltiger Kombination ausgeübte chromogene Entwicklung, welche bekanntlich mit sulfitarmen Entwicklern arbeitet, führt sowohl in einschichtigen wie in mehrschichtigen Filmen zu bildmässigen Gerbereliefs.
Ferner eignen sich dazu Verfahren, auch als"Primary Color Development" bezeichnet, bei welchen die Oxydationsprodukte der Entwicklersubstanz ohne Gegenwart der bekannten Farbkupplungssubstanzen entweder allein oder zusammen mit unverbrauchter Entwicklersubstanz Farbstoffe bilden, wobei eine gleichzeitige bildmässige Gerbung der Gelatine erfolgt. Das dabei entstandene Bildsilber wird durch Bleichbäder entfernt, wobei zusätzlich eine bildmässige Gerbung erfolgt. Durch diesen Bleichprozess wird je nach der Zusammensetzung des Bleichbades entweder nur das Bildsilber oder gleichzeitig damit auch das Farbstoffbild entfernt, so dass es dadurch möglich wird, sowohl farbstoffhaltige wie farblose Gerbbilder zu erhalten.
Diese Gerbbilder können anschliessend mit Farbstoffen bildmässig eingefärbt werden, wobei es möglich ist, durch Wahl der Farbstoffe zu erreichen, dass entweder die stark gegerbten oder die wenig gegerbten Bildstellen dichter eingefärbt werden, so dass, bezogen auf die Kopiervorlage, nach Wunsch ein Positiv oder ein Negativ hergestellt werden kann.
Die Herstellung von subtraktiven Farbfilmen kann somit gemäss vorliegendem Verfahren unter Verwendung von Zwischenfilmen erfolgen, deren Bildsubstanz das Kopierlicht möglichst wenig streut, und die ein dem Bildinhalt entsprechendes Relief, gegebenenfalls ein Gerbbild, besitzen. Beispielsweise können mit einer sogenannten Strahlenteilungskamera von vorneherein drei Farbauszüge aufgenommen werden, wobei diese Farbauszüge separat entwickelt und weiter verarbeitet werden. Es ist aber auch möglich, die erste Aufnahme in einer einfachen Kamera auf einem Dreifarbenfilm herzustellen und aus diesem Dreifarbenfilm in einem nachträglichen Kopierprozess drei Farbauszüge zu gewinnen.
Diese Farbauszüge oder Zwischenfilme, die bei der genannten Variante aus einem Dreifarbenfilm erhalten werden, können dann ebenfalls nach einem der oben genannten Verfahren in Negative oder Positive verwandelt werden, welche das Licht praktisch nicht streuen und ein dem Bildinhalt entsprechendes Relief bzw. Gerbbild aufweisen. Die Zwischenfilme können dann direkt oder unter Zwischenschaltung von weiteren Stufen, wie Abschwächung, Verstärkung, Maskierung u. dgl., in an sich üblicher Weise zur Herstellung der endgültigen Vorführkopierung verwendet werden. Unter Umständen ist es möglich, schon die Originalaufnahme dieser Farbauszüge nach der oben genannten Methode in ein nicht streuendes Negativ oder Positiv zu verwandeln, das ein dem Bildinhalt entsprechendes Relief aufweist.
Die verschiedenen Kopierprozesse werden mit Hilfe der üblichen Vorrichtungen und Beleuchtungsanordnungen durchgeführt. Vorteilhafterweise wird Licht mit geringstmöglicher Apertur verwendet, wodurch die Wirkung des Reliefs bzw. Gerbbildes besonders stark zur Geltung kommt. Unter Licht mit geringstmoglicher Apertur ist hier eine solche Beleuchtung zu verstehen, die gelegentlich auch ungenau mit der Bezeichnung "paralleles Licht" versehen wird und deren Kennzeichen darin besteht, dass jeder Punkt der beleuchteten Oberfläche Licht von möglichst kleiner Apertur erhält. Diese Bedingung ist beispielsweise erfüllt, wenn die Lichtquelle praktisch punktförmig ist und sich in einem relativ grossen Abstand von der beleuchteten Oberfläche befindet.
So ist beispielsweise ein Licht, das sich. von einer Lichtquelle mit maximal 5 mm Ausdehnung herleitet, schon bei einem Abstand von zirka 10, vorzugsweise 20 bis 30 cm von der beleuchteten Film. oberfläche für ein stark ausgebildetes Relief bereits als parallel zu betrachten. Es ist hiebei nicht erforderlich, dass der Einfallswinkel des dichtes auf die Bildoberflache in allen Punkten gleich ist, wenn nur von jedem Punkt der Oberfläche aus betrachtet die Lichtquelle unter einem genügend kleinen Winkel erscheint.
Selbstverständlich können sich im Beleuchtungsstrahlengang auch optische Elemente, wie Hohlspiegel und Zerstreuungslinsen oder Linsensysteme allein befinden, solange als die Bedingung geringstmöglicher Apertur erhalten bleibt.
Das Relief der erfindungsgemäss verwendeten Zwischenfilme, insbesondere bei Verwendung von Licht geringstmöglicher Apertur zum Kopieren, bewirkt eine Erhöhung der sogenannten Konturenschärfe. Dies lässt sich damit erklären, dass der durch das Relief und den durch die Gerbung entsprechend dem Bildinhalt verteilten ungleichförmigen Brechungsindex verursachte Brechungs- und/oder Beugungseffekt bei
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Licht geringer Apertur voll zur Geltung kommt und alle Kontraste verstärkt, indem das in dem als Vorlage dienenden Zwischenfilm enthaltene, bildmässig ausgebildete Relief durch optische Beeinflussung des zur Beleuchtung verwendeten Lichtes eine Betonung der Übergänge von Hell zu Dunkel bewirkt.
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gängen von Hell zu Dunkel als Schärfeverbesserung empfunden werden.
Diese Verbesserung ist besonders ausgeprägt bei Verwendung monochromatischen Lichtes, also eines Lichtes, welches auf einen engen, spektralen Bereich beschränkt ist. Bei Verwendung einer gefärbten Reliefschicht lässt sich durch Anpassung von Lichtfarbe und Relieffarbe ausserdem noch die beim Kopieren wirksame Gradation beeinflussen.
Diese Betonung des Hell-Dunkel-Übergangs ist naturgemäss an Elementen des wiederzugebenden Bildes, also insbesondere an Kanten od. ähnl., stärker als. an den mehr punktförmigen Störungen innerhalb des Bildes, die durch das Korn der Schicht verursacht werden. Auf diese Weise ergibt sich durch das Gerbbild auch eine Verringerung des störenden Korns im Vergleich zur erwünschten Verstärkung des Kontrastes an den Konturen des Bildes. Durch die Verwendung nicht streuender, kornloser Schichten mit einem Relief wird also nicht nur die bei der Verwendung von Vorlagen mit Silberschichten auftretende Streuung des Lichtes vermieden, sondern es wird auch die Körnigkeit der ursprünglich zur Aufnahme verwendeten Schicht verringert.
In diesem Zusammenhang wirkt sich auch die Möglichkeit vorteilhaft aus, bei der Herstellung der farbigen Schichten unmittelbar aus einem Positiv ein Positiv bzw. aus einem Negativ ein Negativ herzustellen. Es wird so ein Kopierprozess erspart, und da die Zahl der aufeinanderfolgenden Kopierprozesse uie von der Aufnahme her unvermeidliche Körnung des Bildes verstärkt, auf diese Weise eine auf diesen Grund zurückzuführende Verstärkung des Korns vermieden.
Die vorliegende Erfindung soll nun im folgenden an Hand der Zeichnung und Beispiele erläutert werden, wobei Fig. l schematisch die Anordnung bei Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens und Fig. 2 eine Modifikation des dabei verwendeten Vorlagefilms darstellt. Fig. 3 - 5 zeigen Messergebnisse im Zusammenhang mit den weiter unten gegebenen Beispielen.
Fig. 1 zeigt die grundsätzliche Anordnung beim Kopieren mit Licht geringstmöglicher Apertur. Zu diesem Zweck ist die Lichtquelle 1 in möglichst grosser Entfernung von dem zu behandelnden Film angebracht. Die Lichtquelle selbst hat eine möglichst kleine räumliche Ausdehnung, erscheint also vom Film aus angenähert punktförmig. Das auf den Film auftreffende Licht hat also eine sehr geringe Apertur, d. h. die auf einen Punkt der Filmoberfläche auftreffenden Strahlen umschliessen nur einen sehr geringen Winkel, was auch gelegentlich als "paralleles Licht" bezeichnet wird. Dies ist durch die unterbrochenen Strahlen 2 und 3 angedeutet. Die zu kopierende Filmvorlage besteht aus einem Träger 5 und einer Registrierschicht 6, welche erfindungsgemäss möglichst wenig streut und ein dem Bildinhalt entsprechendes Relief besitzt.
Auf dieser befindet sich in engem Kontakt die lichtempfindliche Schicht 7 auf dem Träger 8.
Fig. 2 zeigt eine gegenüber der Fig. 1 abgewandelte Kopiervorlage. Bei dieser ist über die auf dem Träger 15 befindliche Registrierschicht 16 noch eine Schicht 19 aus einem Material gegossen, dessen Brechungsindex grösser oder kleiner ist als der der Reliefschicht 16. Dadurch bleibt die optische Wirkung des Reliefs angenähert erhalten, das Relief ist aber gegen Beschädigung (Verkratzen usw.)'geschützt und der Film besitzt eine ebene Oberfläche, was das Ansetzen von Staub und Schmutz verhindert.
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die Prozente Gewichtsprozente, und die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.
Beispiel 1 : Von einem nach bekannten Verfahren entwickelten Eastmancolor-Negativ-Film, welcher als Bildinhalt eine Auflösungs-Test-Tafel enthält, wird nach dem Standardverfahren (SMPTE 1953 Dez., S. 667 - 701) auf Eastman Panchromatic Separation Safety Film Typ 5216 die MagentaFarbauszugs-Positiv-Kopie hergestellt.
Obwohl das Kopiermaterial für diesen speziellen Zweck ausgearbeitet wurde und ein sehr gutes Auflösungsvermögen besitzt, ist nicht zu vermeiden, dass der beschriebene Kopierprozess mit einem sehr nachteilig ins Gewicht fallenden Schärfe-Verlust verbunden ist, so dass beispielsweise eine Auflösung von 40 Linien pro mm, welche im Eastmancolor-Negativ sehr deutlich erkennbar ist, in der Registrierung des Farbauszugs-Positives nicht mehr vorhanden ist. Anderseits verschiebt sich das Breitenverhältnis der im Kopierprozess belichteten zu den unbelichteten Streifen in einem Registrierelement, welches 10 Linien pro mm enthält, beim Übergang von Eastmancolor-Negativ zu dem oben beschriebenen FarbauszugsPositiv von zirka 40 1-1 : 60 u auf den Betrag von zirka 50 li. 50 li.
Grundlegend bessere Verhältnisse erhält man in bezug auf Bildschärfe, wenn man beispielsweise das Magenta-Farbauszugs-Negativ mit Hilfe von gerbenden Entwicklern verarbeitet und nach untenstehendem Verfahren die Silberregistrierung in eine solche bestehend aus nichtstreuendem Farbstoff umwandelt.
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Die im vorgängig beschriebenen Fall erwähnte Registrierung von 40 Linien pro mm ist im nicht- streuenden Farbauszugs-Positiv noch deutlich erkennbar registriert vorhanden.
Das Breitenverhältnis der im Kopierprozess belichteten zu den unbelichteten Zonen ist für die
Grössenordnung von 10 Linien pro mm von zirka 40 Jl zu 60 (Eastmancolor Negativ) auf den Betrag i von zirka 44 p zu 56 p verschoben.
Mit Hilfe einer 75 Watt Tonerreger Lampe (Philips Typ 6056 N) im Abstand von 33 cm wird ein
Eastmancolor Negativ im Kontakt auf Ilford Micro neg. Pan-Film kopiert. Die Filme werden Schicht auf Schicht unter Benützung von Vakuum aufeinandergepresst. Die Belichtungszeit beträgt 2,5 sec.
Die Entwicklung zum Positiv erfolgt mit einem frisch hergestellten Pyrogallolentwickler der nach- folgenden Zusammensetzung bei 19, 5 C und einer relativen Geschwindigkeit von Film zu Entwickler- flüssigkeit von 40 m pro min.
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<tb>
<tb>
Entwickler <SEP> : <SEP> Pyrogallol <SEP> 0, <SEP> 41% <SEP>
<tb> Zitronensäure <SEP> 0, <SEP> 01%
<tb> Kaliumbromid <SEP> 0, <SEP> 20%
<tb> Ätznatron <SEP> 0, <SEP> 16%
<tb>
Nach 10 min Entwicklungszeit wird mit 3% figer Essigsäure 30 sec gestoppt und anschliessend mit 20% figer Natriumthiosulfatlösung 5 min fixiert. Nach einer Wässerungszeit von 5 min wird in einem gerbenden Bleichbad der folgenden Zusammensetzung bei 19, 50 2 min gebleicht.
EMI5.2
<tb>
<tb>
Bleichbad <SEP> : <SEP> Kaliumferricyanid <SEP> 10 <SEP> oh
<tb> Borsäure <SEP> kristallisiert <SEP> 1 <SEP> ? <SEP> o <SEP>
<tb> Borax <SEP> 0, <SEP> 5010
<tb>
Anschliessend an eine Wässerungszeit von 30 min wird mit einer Farbstofflösung der nachfolgenden.
Zusammensetzung bei 19, 50 10 min eingefärbt.
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<tb>
<tb>
Farblösung: <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> dest. <SEP> Wasser
<tb> 0, <SEP> 57 <SEP> g <SEP> Diamantfuchsin <SEP> (Schultz <SEP> Farbstofftabellen, <SEP> 7. <SEP> Auflage <SEP> Nr. <SEP> 780)
<tb> 1, <SEP> 05 <SEP> g <SEP> Fisessig
<tb> 0, <SEP> 07 <SEP> g <SEP> ionenaktives <SEP> Netzmittel <SEP> aus
<tb> p-tert.-Octylphenol <SEP> und
<tb> zirka <SEP> 8 <SEP> Mol <SEP> Äthylenoxyd.
<tb>
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50Formaldehydlösung bei 19,5 1 min lang fixiert.
Nach einer letzten Wässerung von 2 min wird im Luftstrom von 30 bis 320 getrocknet.
Durch passende Wanl eines andern Farbstoffes kann in analoger Weise auch der Cyan- und Gelbauszug hergestellt werden.
Beispiel 2 : Das- nach dem Beispiel 1 erhaltene nichtstreuende Positiv wird mit Hilfe einer Kopieranordnung, wie sie im Beispiel 1 beschrieben wurde, unter Zwischenschaltung eines Wrattenfilters Nr. 65 im Kontakt auf Eastman Fine grain dupl. Positiv Typ H365 kopiert. Die Expositionszeit beträgt 160 sec. Die Entwicklung zum Silberbild und anschliessend die Umwandlung des Bildsilbers in nicht streuenden Farbstoff erfolgt nach der Beschreibung im Beispiel 1. Die Schärfeverluste bei dem beschriebenen Kopierprozess sind auffallend gering.
. Beispiel 3 : a) Auf photographischem Wege wurde ein Testfilm hergestellt, welcher auf dunklem Grund drei helle, parallele Streifen von zirka 0,22 mm Breite aufweist. Die Breite der dunklen Zwischenräume zwischen den hellen Streifen entspricht der Breite der hellen Streifen. Dieses Testobjekt wurde mit einem elektronischen, selbstregistrierenden Mikrodensitometer in Richtung quer zu den Streifen ausgemessen (Kurve 1). b) Dieses Testobjekt wurde nun auf einen feinkörnigen Kino-Positivfilm kopiert, wobei die Schichten der-beiden Filme in einem Vakuum-Kopiergerät zusammengepresst wurden.
Der belichtete Film wurde in einem normalen Entwickler folgender Zusammensetzung während 3 min entwickelt:
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<tb>
<tb> Monometbyl-p-aminophenol-sulfat <SEP> 0, <SEP> 3 <SEP> g
<tb> Natriumsulfit <SEP> sicc.. <SEP> 38 <SEP> g
<tb> Hydrochinon <SEP> 6 <SEP> g
<tb> Soda <SEP> 22,5 <SEP> g
<tb> Kaliumbromid <SEP> 0, <SEP> 9 <SEP> g
<tb> Zitronensäure <SEP> 0, <SEP> 7 <SEP> g <SEP>
<tb> Natriumbisulfit <SEP> 1, <SEP> 4 <SEP> g
<tb> In <SEP> Wasser <SEP> lösen <SEP> und <SEP> verdünnen <SEP> bis <SEP> 1000 <SEP> cm3
<tb>
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Nach dem Fixieren und Trocknen zeigte die erhaltene Kopie des Testobjekts im Mikrodensitometer einen Transparenzverlauf entsprechend Kurve 2. c) Das ursprüngliche Testobjekt wurde ferner kopiert auf einen feinkörnigen Film eines Typs,
der in der Kinoindustrie häufig zur Herstellung von Zwischenpositiven Verwendung findet. Dieser Film wurde in einem Entwicklungsapparat bei einer Filmgeschwindigkeit von 40 m pro min gemäss nachfolgender Tabelle entwickelt, wobei die Temperaturen sämtlicher Bäder 200 C betrugen.
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<tb>
<tb>
Pyrogallol-Entwickler,'12 <SEP> min <SEP>
<tb> enthaltend <SEP> pro <SEP> Liter
<tb> 16, <SEP> 4 <SEP> Pyrogallol
<tb> 0, <SEP> 4 <SEP> g <SEP> Zitronensäure
<tb> 8, <SEP> 0 <SEP> g <SEP> Kaliumbromid
<tb> 6, <SEP> 46g <SEP> Ätznatron <SEP>
<tb> Essigsäure <SEP> 1, <SEP> 5% <SEP> 15 <SEP> sec <SEP>
<tb> Natriumthiosulfat <SEP> 10% <SEP> 3 <SEP> min
<tb> Wässerung <SEP> 5 <SEP> mi <SEP> ! <SEP> 1 <SEP>
<tb> 1 <SEP> g <SEP> Kaliumpermanganat
<tb> 5 <SEP> cm3 <SEP> Schwefelsäure <SEP> konz. <SEP> 3 <SEP> min
<tb> 1 <SEP> 1 <SEP> Wasser
<tb> Wässerung <SEP> 3 <SEP> min
<tb> . <SEP> Natriumbisulfit <SEP> 1% <SEP> 30 <SEP> sec
<tb> Wässerung <SEP> 10 <SEP> min
<tb> Farbstoff <SEP> der <SEP> Formel
<tb>
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<tb>
<tb> 10'% <SEP> in <SEP> Wasser <SEP> gelöst <SEP> 8 <SEP> min
<tb> dest.
<SEP> Wasser <SEP> 30 <SEP> sec
<tb> 2-Naphthyl-biguanid-chlorhydrat <SEP> 0, <SEP> 5o/Q <SEP> 5 <SEP> min
<tb> Schlusswässerung <SEP> 10 <SEP> min
<tb>
Der so hergestellte Film ist in bezug auf den Testfilm, von dem ausgegangen wurde, ein Positiv. An den Bildkonturen ist ein deutliches Relief sichtbar. d) Dieser streuungsfreie Zwischenfilm wurde nun mit Licht geringstmöglicher Apertur auf Kinopositiv-Film kopiert und entwickelt wie unter b) beschrieben. Der so erhaltene Film wurde im Mikrodensitometer ausgemessen : Kurve 3. An den Übergängen Hell-Dunkel ist in Kurve 3 der Einfluss des Reliefs von Film c) sichtbar. Diese Übergänge werden betont durch eng benachbarte Maxima und Minima der Transparenz.
Beispiel 4 : Verwendet man zur Herstellung der Originalaufnahme eine Strahlenteilungskamera, so erhält man drei schwarz-weisse Farbauszug-Negativfilme auf handelsüblichem Kinofilm, von denen je einer den drei Grundfarben Grün, Rot und Blau entspricht. Um aus dem letzteren ein j'olisfhaltiges Farbauszug-Negativ herzustellen, welches das Licht nicht streut, wird das Blau-Negativ kopiert auf feinkörnigen Bromsilber-Kopierfilm von höchstem Auflösungsvermögen und klar durchsichtigem Schichtträger, wie er oft zur Herstellung von Zwischenkopien in der Kinoindustrie verwendet wird. Dieser Film ist nur für blaues Licht empfindlich.
Der Film wird nacheinander mit folgenden Bändern behandelt, wobei er mit einer Geschwindigkeit von 40 m/min durch die Lösungen läuft :
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<tb>
<tb> Nr. <SEP> Bad <SEP> Behandlungsdauer
<tb> 1. <SEP> 1000 <SEP> cm3 <SEP> dest. <SEP> Wasser <SEP> 3 <SEP> min
<tb> 10 <SEP> cm3 <SEP> eines <SEP> Netzmittels, <SEP> bestehend <SEP> aus
<tb> einer <SEP> l <SEP> Öligen <SEP> Lösung <SEP> des <SEP> Kondensationsproduktes <SEP> aus <SEP> p-tert.-Octylphenol
<tb> und <SEP> zirka <SEP> 8 <SEP> Mol <SEP> Äthylenoxyd
<tb> 2. <SEP> 200 <SEP> cm3 <SEP> eines <SEP> Entwicklers, <SEP> bestehend <SEP> aus <SEP> 5 <SEP> min
<tb> 2 <SEP> g <SEP> Monomethyl-p-aminophenolsulfat
<tb> 100 <SEP> g <SEP> Natriumsulfit <SEP> wasserfrei
<tb> 5 <SEP> g <SEP> Hydrochinon
<tb> 2 <SEP> g <SEP> Borax
<tb> 1000 <SEP> cm3 <SEP> dest.
<SEP> Wasser
<tb> 800 <SEP> cm3 <SEP> dest. <SEP> Wasser
<tb> 10 <SEP> cm3 <SEP> eines <SEP> Netzmittels, <SEP> bestehend <SEP> aus
<tb> einer <SEP> l <SEP> Obigen <SEP> Lösung <SEP> eines <SEP> Kondensationsproduktes <SEP> aus <SEP> Fettalkohol
<tb> und <SEP> mehr <SEP> als <SEP> 6 <SEP> Mol <SEP> Äthylenoxyd
<tb> 3.15 <SEP> cm3 <SEP> Eisessig <SEP> 15 <SEP> sec
<tb> 1000 <SEP> cm3 <SEP> Wasser
<tb> 4. <SEP> Fixierbad, <SEP> bestehend <SEP> aus <SEP> 5 <SEP> min
<tb> 240 <SEP> g <SEP> Natriumthiosulfat
<tb> 15 <SEP> g <SEP> Natriumsulfit <SEP> wasserfrei
<tb> 7, <SEP> 5 <SEP> g <SEP> Borsäure
<tb> 15 <SEP> g <SEP> Kaliumaluminiumsulfat
<tb> 1000 <SEP> cm3 <SEP> dest. <SEP> Wasser
<tb> 13,5 <SEP> cm3 <SEP> Eisessig <SEP>
<tb> 10 <SEP> cm3 <SEP> Netzmittel <SEP> wie <SEP> unter <SEP> 2. <SEP> beschrieben
<tb> 5. <SEP> Fliessendes <SEP> Wasser <SEP> 15 <SEP> min
<tb> 6.
<SEP> Farbbad <SEP> 12 <SEP> min
<tb> 8 <SEP> g <SEP> Farbstoff <SEP> der <SEP> Formel
<tb>
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<tb>
<tb> werden <SEP> mit <SEP> einer <SEP> auf <SEP> 200 <SEP> gekühlten <SEP> Mischung
<tb> von <SEP> 600 <SEP> cms <SEP> dest. <SEP> Wasser <SEP> und <SEP> 400 <SEP> cm3 <SEP> dest.
<tb>
Alkohol <SEP> (96%) <SEP> während <SEP> 30 <SEP> min <SEP> gerührt <SEP> und
<tb> anschliessend <SEP> filtriert. <SEP> Das <SEP> Filtrat <SEP> wird <SEP> mit
<tb> einer <SEP> Mischung <SEP> aus <SEP> 60 <SEP> cm <SEP> Wasser <SEP> und
<tb> 40 <SEP> cms <SEP> Alkohol <SEP> verdünnt. <SEP> Anschliessend
<tb> werden <SEP> 11 <SEP> ems <SEP> des <SEP> unter <SEP> Nr. <SEP> 1 <SEP> beschriebenen
<tb> Netzmittels <SEP> zugesetzt.
<tb>
7. <SEP> Wasser <SEP> 10 <SEP> sec
<tb>
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<tb>
<tb> Nr. <SEP> Bad <SEP> Behandlungsdauer
<tb> 8. <SEP> Fällbad <SEP> 5 <SEP> min <SEP>
<tb> 5 <SEP> g <SEP> 2-Naphthylbiguanidchlorhydrat
<tb> 1000 <SEP> cm3 <SEP> Wasser
<tb> 10 <SEP> cm3 <SEP> des <SEP> unter <SEP> Nr. <SEP> 1 <SEP> beschriebenen
<tb> Netzmittels
<tb> 9. <SEP> Fliessendes <SEP> Wasser <SEP> 3 <SEP> min
<tb> 10. <SEP> Härtebad <SEP> 5 <SEP> min
<tb> 1000 <SEP> cm <SEP> 1%igue <SEP> Formalinlösung
<tb> 10 <SEP> cm3 <SEP> des <SEP> unter <SEP> Nr. <SEP> l <SEP> beschriebenen <SEP>
<tb> Netzmittels
<tb> 11. <SEP> Fliessendes <SEP> Wasser <SEP> 3 <SEP> min
<tb> 12. <SEP> Farbbleichbad <SEP> 25 <SEP> min
<tb> 25 <SEP> g <SEP> Natriumchlorid
<tb> 25 <SEP> g <SEP> Kaliumbromid
<tb> 10 <SEP> g <SEP> Thioharnstoff
<tb> 2 <SEP> g <SEP> Tartrazin
<tb> 1000 <SEP> cms <SEP> dest.
<SEP> Wasser <SEP>
<tb> 80 <SEP> ems <SEP> Salzsäure <SEP> konz. <SEP> rein
<tb> 0,03 <SEP> g <SEP> 2-Amino-3-oxyphenazinchlorhydrat
<tb> 10 <SEP> cm <SEP> des <SEP> unter <SEP> Nr.1 <SEP> beschriebenen
<tb> Netzmittels
<tb> 13. <SEP> Fliessendes <SEP> Wasser <SEP> 2 <SEP> min
<tb> 14. <SEP> Silberbleichbad <SEP> min
<tb> 100 <SEP> g <SEP> Natriumchlorid
<tb> 100 <SEP> g <SEP> Kupfersulfat <SEP> krist. <SEP> (CuSQ. <SEP> 5H20) <SEP>
<tb> 50 <SEP> cm3 <SEP> Salzsäure <SEP> konz.
<tb>
1000 <SEP> # <SEP> cm3 <SEP> dest. <SEP> Wasser
<tb> 10 <SEP> cm <SEP> des <SEP> unter <SEP> Nr. <SEP> 2 <SEP> beschriebenen
<tb> Netzmittels
<tb> 15. <SEP> Fliessendes <SEP> Wasser <SEP> 2 <SEP> min
<tb> 16. <SEP> Fixierbad <SEP> wie <SEP> unter <SEP> Nr. <SEP> 4 <SEP> beschrieben <SEP> 5 <SEP> min
<tb> 17. <SEP> Fliessendes <SEP> Wasser <SEP> 5 <SEP> min
<tb>
Da es sich bei diesem Farbbleichprozess um ein Umkehrverfahren handelt, wird ausgehend vom Silbernegativ ein nichtstreuendes Blau und Ultraviolett absorbierendes Negativ erhalten, wie es zur Kontaktkopie für einen subtraktiven Dreischichtfilm oder zur Herstellung von Matrizenfilmen dienen kann.
Durch passende Wahl des verwendeten Farbstoffes kann in analoger Weise der ursprüngliche Rotund Grünauszug in ein für das Kontaktkopieren auf Dreischichtenfilm geeignetes Negativ übergeführt werden. Bei der Verwendung für die Herstellung von Matrizenfilmen kann der oben erwähnte Farbstoff für alle Farbauszüge Verwendung finden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von zur Erzeugung von Farbfilmkopien geeigneten, auf Zwischenfilmen registrierten Farbauszügen, dadurch gekennzeichnet, dass mittels das Kopierlicht möglichst wenig streuenden Bildsubstanzen in dem Zwischenfilm eine Bildregistrierung erzeugt und ein dem Bildinhalt entsprechendes Relief- oder Gerbbild entwickelt wird.