CH326166A - Verfahren zur Herstellung von Pyrokatechinsulfophthalein - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Pyrokatechinsulfophthalein

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CH326166A
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acetic acid
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Vodak Zdenek
Leminger Otakar Ing Dr
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Vodak Zdenek
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B11/00Diaryl- or thriarylmethane dyes
    • C09B11/04Diaryl- or thriarylmethane dyes derived from triarylmethanes, i.e. central C-atom is substituted by amino, cyano, alkyl
    • C09B11/06Hydroxy derivatives of triarylmethanes in which at least one OH group is bound to an aryl nucleus and their ethers or esters
    • C09B11/08Phthaleins; Phenolphthaleins; Fluorescein

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description


  verfahren zur Herstellung von     Pyrokatechinsulfophthalein       Die Bestimmung verschiedener Metalle       dureh        Titrierung    mit Hilfe von     Komplexonen     unter     Verwendung    bestimmter organischer  Farbstoffe als Indikatoren hat sieh letzthin  als moderne analytische Methode mit, zahlrei  chen Vorteilen erwiesen. Als ganz besonders  vorteilhafter Indikator für diese Art der Ana  lyse hat sich das     Pyrokatechinsulfoplithalein     bewährt.. Den     Gegenstand    der vorliegenden Er  findung bildet nunmehr ein vereinfachtes und  verhältnismässig vorteilhaftes Verfahren zur       Herstellung    dieses Stoffes in reiner Form.  



       Uber    das     Py        rokatechinsulfophtlialein    fin  den sich in der Fachliteratur nur ganz seltene  Aufzeichnungen vor. So bereiten     Moir        (J.    Se.  Air.     Assoc.    Anal.     Chem.    3, 6, 19:90; C. A. 11,       3607,        1920)    und     Cyrus    B.     Wood    (T. Am.

         Chem.        Soc.        5,?,        3-1,63---4,    1930; C. 1930,     1I,     2379) diese Verbindung durch     Kondensations-          sehnielzung    des     Symchlorids    der     o-iSulfobenzoe-          sä.ure    mit     Pyrokatechin,    allenfalls unter Zu  satz von     ZnClz    als Kondensationsmittel bei    Temperaturen von 90 bis 165  C.

   Das so ge  wonnene Produkt     ist        ein    amorpher, hygro  skopischer, tiefrot bis schwarz gefärbter, bei       6,0     C erweichender bis schmelzbarer Stoff.  Den Autoren ist     es    weder gelungen, das Pro  dukt     umzukristallisieren,    noch dasselbe auf  irgendeinem andern Wege in reinem kristal  linischem Zustand herzustellen; aus; diesem  Grunde führen sie wohl keine     Ergebnisse    der  Elementaranalyse an.

   Aus den veröffentlich  ten Belegen über diese Arbeiten geht hervor.,  dass es den Autoren bei weitem nicht gelun  gen ist, einen reinen .Stoff. zu erhalten, und  es können daher ihre Angaben über die Eigen  schaften oder Farbübergänge des     Pyrokate-          chinsulfophthaleins    nicht als ganz verlässlich  hingenommen werden.  



  Gemäss der Erfindung     gelingt        es    nun,       Pyrokatechinsulfophthalein    herzustellen durch  Schmelzen des     Anhydrids    der     o"Sulfobenzoe-          säure    mit     Pyrökatechin    im     Molekularverhält-          nis    1 :1 bei Temperaturen von 80 bis 130  C  entsprechend dem     Schema.:       
EMI0002.0001     
    zu kondensieren. Das Kondensationsschmelz  produkt lässt sich sodann auf zweierlei Art  reinigen  1.

   Das Schmelzprodukt wird unmittelbar  mit Eisessigsäure verdünnt, die die Verun  reinigungen und Nebenprodukte auflöst und  nach     Absaugung    ein bereits verhältnismässig  reines     Pyrokatechinsulfophthalein    hinterlässt.  



  2. Das Schmelzprodukt wird mit Wasser  verdünnt, der     pH--#Vert    der Lösung durch       Sodazusatz    auf etwa vier gebracht, und es  wird sodann mittels eines polaren und mit  Wasser     unmischba.ren        Lösungsmittels,    vorteil  haft     n-Brztanoli,    extrahiert. Das Extrakt wird  von der     wässerigen    Schicht abgeschieden, und  nach     Abdestillieren    des Lösungsmittels wird  rohes     Pyrokatechinsulfophthalein    gewonnen,  das durch Abdeckung mit Eisessigsäure oder  durch     Umkristallisierung    aus Äthanol gerei  nigt wird.  



  Das reine     zunkristallisierte        Pyrokatechin-          sulfophthalein    bildet grüne, metallisch glän  zende Prismen und nach Zerkleinerung ein  gelbliches Pulver, ist     gut    löslich in Wasser,       NH3-Lösung,    in heissem Äthanol und in heisser  Eisessigsäure, weniger gut löslich in kaltem  Äthanol und Eisessig.     Pyrokatechinstüfophtha-          lein    ist. ein     typischer        Farbstoffindikator,    der  in wässeriger Lösung durch     pH-Veränderung     sich verfärbt.

   Seine     verdünnten    wässerigen  Lösungen     sind:    gelb, kräftiger     sauere--Lösun-          gen    sind rot., alkalische     Lösungen    intensiv       violett,    mit der Zeit. bräunend.     Pyrokatechin-          sulfophthalein    bildet bei den verschiedenen       pH-Werten    in wässerigen Lösungen mit be-    stimmten Metallen (Bi,     Ph,    Ni, Co, Ca, Mg,  Ba-) intensiv blaue beständige Komplex(,.

    Diese     Erseheinung    wird als Indikation bei der  Massbestimmung der angeführten Metalle mit  Hilfe von     Komplexonen    ausgenutzt, und zwar  derart, dass die blauen     Metallkomplexlösungen     mittels der     Komplexonlösunä-    bis zur     Entfä.r-          bung        titr        iert    werden.

      <I>Ausführungsbeispiel:</I>       a)    22 Gewichtsteile     Pyrokateehin    und 37  Gewichtsteile     o-Sulfobenzoesärireanhydrid    wer  den etwa 90 Minuten bei einer Temperatur  von     100    bis     110     C unter Rühren geschmolzen.  Es entsteht eine zähe     dunkelgefärbte    Schmelz  masse mit. violettem Metallglanz. Bei der glei  chen Temperatur     werden    der     Schmelzmasse     allmählich     10'5    Gewichtsteile Eisessigsäure  zugesetzt. Unter ständigem Rühren lässt man  das Gemisch auf eine 'Temperatur von 20  bis     215     C abkühlen.

   Die ausgeschiedenen Kri  stalle werden abgesaugt und mit 52 Gewichts  teilen Eisessigsäure     partienweise    durchge  waschen. Das so gewonnene, bereits verhält  nismässig reine     Pyrokateehinsulfophthalein     kann ferner durch     Kristallisier-Lrng,    zum Bei  spiel aus heissem Äthanol, gereinigt werden.  Nach dieser neuerlichen Reinigung werden  13;<B>3</B> Gewichtsteile     Pyrokatechinsrrlfophthalein     erhalten, d. s.     34,5        %    theoretisch berechnet  auf das verbrauchte     Pyrokatechin.     



  b) Das     Kond#ensationssehmelzprodukt    lässt  sich noch auf andere Weise verarbeiten, und  zwar so, dass es mit etwa 75 Gewichtsteilen  Wasser (anstatt der     Eisessigsäure)    verdünnt  wird. Die so erhaltene Lösung wird' durch           Sodazusatz    derart zubereitet., dass ihr     pH-Wert     etwa vier beträgt und wird einigemal nach  einander mit S0 Gewichtsteilen n     Butanol    aus  geschüttelt.

   Die einzelnen     But.anolextrakte     werden von der wässerigen Schicht abgeschie  den, miteinander verbunden und durch De  stillierung mit Wasserdampf vom Lösungs  mittel befreit:- Die übrigbleibende wässerige       Farbstofflösung    wird bis zur     Kristallisierung     eingedickt. Die s o erhaltenen Kristalle des  rohen     Pyroliateehinsulfophthaleins    lassen sich  weiter durch Abdeckung mit Eisessigsäure  oder durch     Umkristallisierung    aus Äthanol  reinigen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Py rokate- ehinsulfophtha.lein, dadurch gekennzeichnet, dass o-'Sulfobenzoesäureanhydrid mit Pyro- ka.t.eehin im Molekularverhältnis 1:1 durch Schmelzen bei Temperaturen von 80 bis 130 C kondensiert und die gewonnene Rohpyrokate- ehinsulfophthalein enthaltende Schmelze ge reinigt wird. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das heisse Schmelz produkt der Kondensation mit Eisessigsäure verdünnt wird, die durch Abkühlung ausge schiedenen Kristalle abgesaugt, mit Eisessig säure durchgewaschen und schliesslich durch Umkristallisierung aus heissem Äthanol gerei nigt werden.
    '. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die heisse Schmelz masse mit Wasser verdünnt. wird, die Lösung durch Sodazusatz auf einen pH-Wert von vier gebracht, mit einem polaren Lösungsmittel, das sich nicht mit Wasser mischt, vorteilhaft n-Butanol extrahiert, das. Lösungsmittel so dann durch Destillierurig, zweckmässig mit Wasserdampf, beseitigt,
    die übrigbleibende wässerige Lösung zur Kristallzsierung einge dickt wird und die Kristalle des Produktes schliesslich, zum Beispiel durch Abdeckung mit Eisessigsäure oder Umkristallisierung aus Äthanol, gereinigt werden.
CH326166D 1953-11-13 1954-04-27 Verfahren zur Herstellung von Pyrokatechinsulfophthalein CH326166A (de)

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