Schalteinrichtung für pneumatische und hydraulische Steuerungen Es hat sich in der Praxis gezeigt, dass in ielen Fällen eine pneumatische oder hy drau- lische Steuerung einer elektrischen Steuerung vorzuziehen ist, da die letztere eine erhebliche Explosionsgefahr mit sich bringt.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist nun eine Schalt einrichtung für pneumatische oder hydrauli sche Steuerungen, welche es ermöglicht, die letztgenannten Steuerungen in einfacher und übersichtlicher Weise durchzuführen, ohne dass die mit dem elektrischen Betrieb not wendigerweise verbundene Gefahr der Fun- kenbil.dung und damit von Explosionen be steht.
Die erfindungsgemässe Sehalteinrichtunfl, weist ein zweckmässig auswechselbares und einstellbares Schaltorgan, welches die Form eines Zylinders oder einer Scheibe aufweisen kann, auf. Dieses Schaltorgan weist. Steuer nocken auf für mehrere in seinem Bereich an- g;eol@clnete Einzelventile für das pneumatische oder hydraulische Steuermedium, welche Ven tile im Falle eines zylindrischen Schaltorgans iii lleihen um das letztere angeordnet sind.
Wird das Schaltorgan auswechselbar ge- inaclit, so bietet sieh die Möglichkeit, dasselbe durch ein anderes, mit anders eingestellten Steuernocken zu ersetzen, so dass für jedes Programm ein geeignetes Schaltorgan vor rätig gehalten werden kann. Die Anordnung von ausweeliselbaren und einstellbaren Steuer nocken ermöglicht es dem Käufer der Schalt- einrichtung, dieselbe selbst nachträglich auf andere Steuerprogramme umzustellen.
In der beiliegenden Zeichnung sind zwei beispielsweise Ausführungsformen des Erfin dungsgegenstandes schematisch dargestellt. Es zeigt: Fig. 1 einen Grundriss der ersten Ausfüh rungsform, Fig. 2 einen teilweisen Horizontalschnitt, Fig. 3 eine Ansicht in Richtung des Pfeils III in Fig. 2, Fig. 4 eine Ansicht der Skala für den Ein stellgriff und Fig. 5 das Steuerschema; Fig. 6 und 7 illustrieren eine zweite Aus führungsform.
Bei der Ausführungsform gemäss den Fig.1 bis 5 umfasst die Schalteinrichtung ein dreh bares Schaltorgan in Form einer Walze 1, die irgendeine Querschnittsform aufweisen kann und einstellbare und auswechselbare Steuer nocken 2 trägt. Diese letzteren sind ledig lich schematisch angedeutet. Die Nocken sind dabei in Schlitze der von einem Zylinder ge bildeten Walze 1 eingesetzt; sie können auch in Ausnehmungen derselben eingesteckt wer den usw. Der Benützer der Einrichtung hat es daher in der Hand, an Ort und Stelle die richtige Einstellung vorzunehmen.
Die Steuernocken 2 wirken mit Einzel ventilen 3 zusammen, die beim dargestellten Beispiel in zwei Reihen beidseitig der Walze 1 und im Bereich der Steuernocken 2 angeord net sind. Die nebeneinander angeordneten Ventile sind von an sich bekannter Konstruk tion und brauchen daher nicht. im Detail be schrieben zu werden. Ihre Wirkungsweise ist derart, da.ss sie das Steuermedium, das heisst ein Gas, z. B. Luft oder eine Flüssigkeit so lange freigeben, als der Druck der Nocken 2 auf die Druckwalze 4 der Ventile anhält.
Die Verstellung der Walze 1 erfolgt mit tels eines Griffes oder Schaltrades 5, das mit einem Zeiger 7 über einer Skala 6 (Fig.4) verstellbar ist. Dabei können aber zusätzlich Massnahmen getroffen sein, um die Walze 1 maschinell, z. B. in Abhängigkeit von be stimmten Drehzahlen, Hubbewegungen usw., zu steuern. Es ist. auch möglich, die Walze 1 durch einen Zeitschalter zu steuern.
Die Walze 1 ist nach Lösen der Mutter 8 leicht auswechselbar, indem sie dann ohne wei teres axial herausgezogen werden kann. Es ist daher ohne grosse Mühe möglich, eine ein bestimmtes . Arbeitsprogramm darstellende Walze durch eine andere Walze, die für ein anderes Arbeitsprogramm bestimmt ist, ztz er setzen. Die ersterwähnte Walze kann einfach magaziniert werden, bis sie wieder benötigt wird. Wird sie endgültig nicht mehr ge braucht, so kann sie durch entsprechende Ein stellung der Steuernocken für ein anderes Programm verwendet werden.
Das Steuerschema der beschriebenen Ein richtung ist aus Fig.5 ersichtlich. In der selben ist die Achse der Walze 1 ebenfalls mit 1 bezeichnet. Beidseits derselben sind beim dargestellten Beispiel je fünf Ventile 3 ange ordnet, die über je eine Leitung 9 mit der Ringleitung 10 verbunden sind. Abflussleitun- gen Il führen von den einzelnen Ventilen zu den zu steuernden Organen. Die Ring- oder Sammelleitung 10 ist über die Leitung 12 mit einem Verriegelungsventil 18 verbunden, des sen Ventilbolzen 20 mit einer mit dem Hand rad 5 fest gekuppelten Scheibe 15' (Fig.l) zusammenwirkt.
Es sei hier beigefügt, dass jedes Ventil 3 sowie auch das Steuerventil 13 je mit. einer be sonderen und einstellbaren Austrittsöffnung 15 versehen ist. Durch diese, zweckmässig als regulierbare Düse ausgebildete Öffnung, die lediglich bei Ventil 13 dargestellt. ist, kann das Steuermedium, z. B. Luft oder eine Flüssig keit, in einer zum voraus bestimmbaren Zeit ausströmen. Es ist nämlich in vielen Fällen erwünscht, dass ein bestimmter Prozess, der durch eine Schaltnocke ? ausgelöst wird, nicht allzu rasch unterbrochen wird.
Durch die einstellbaren Düsen 15 kann nun erreicht wer den, dass, nachdem die Nocke 2 den zugehöri gen Ventilbolzen 4 passiert hat, das ztt steuernde Organ in einem vorbestimmten Zeit raum in die Ausgangslage zurüekkehrt.
Die Scheibe 15' ist zusammen mit dein Handrad 5 innert gewisser Grenzen axial ver schiebbar, derart, dass zur Verstellung des Handrades von einer Stellung zur nächsten dasselbe und mit ihm die Scheibe 15' axial herausgezogen werden muss. Diese Scheibe weist auf einem äussern Kreis Schlitze 17 und auf einem innern Kreis, zwischen den Sehlit zen Löcher 16 auf.
Mit der Scheibe 15' bzw. den in derselben angeordneten Schlitzen 17 und Löchern 16 wirken nun die zwei Ventile 13 und 18 zu sammen, welche den Zufluss des Steuer mediums zur Ringleitung 10 steuern.
Bei diesen Ventilen handelt. es sich einer seits um das oben erwähnte Verriegelungs- v entil 18 und um das Steuerventil 13, dessen Zuflussleitung, welche die Zuflussleitung für das Steuermedium der Einrichtung bildet, mit 19 bezeichnet ist. Der Abfluss aus Ventil 18 und damit das Lösen der Verriegelung wird durch das Steuerventil 13 bewirkt.
Der Bolzen des Verriegelungsventils 18 greift, wenn sieh das Handrad 5 in einer der Stellungen<B>1-9</B> (Fig.4) befindet, in einen der Schlitze 17 und dies solange das System unter Druck steht, das heisst, solange eines oder mehrere der Ventile 3 in Funktion sind. Sobald ein Arbeitsprozess beendet ist und der Handgriff 5 auf Entlüften gestellt, wird, sinkt der Druck ab, und der druckgesteuerte Stift 20 tritt aus dem Schlitz 1.7 zurück, so dass der (;triff 5 auf eine weitere Stellung eingestellt werden kann. Das Ventil 18 wirkt mit seinem Bolzen 20 mit den Schlitzen 17 zusammen.
Es stellt in allen Positionen unter Druck, ausser in den Entleerungsstellungen. Will man nämlich eines der Ventile 3 auf Entleeren stellen, so ist es erforderlich, den Handgriff 5 auf eine Zwi schenstellung zu bringen und es zu diesem Zwecke, zusammen mit der Scheibe 15', her auszuziehen. Die konstruktiven Mittel zur Erreiellung dieses Ziels können beliebig sein. Durch dieses Herausziehen der Scheibe 15' wird der Bolzen 14 von derselben abgehoben. Dies bedingt, da.ss das Ventil 13 jede Zufuhr von Luft oder von einem hydraulischen Me dium über die Leitung 12 zum System verhin dert. Die Leitung 12 ist mit 13 und 18 in Ver bindung.
Die Fig. 6, 7 zeigen eine Ausführungsform, bei welcher an Stelle eines walzenförmigen S S ehaltorgans ein seheibenförmiges Schalt- organ 1 vorgesehen ist. Dasselbe ist wiederum mittels eines Handgriffes 5 verstellbar. Die einzelnen Ventile sind hier radial in bezug aufeinander versetzt hinter der Scheibe 1 an gebracht.
Während beim dargestellten Beispiel die einzelnen Ventile 3 als nebeneinander ange ordnete, voneinander getrennte bauliche Ein heiten vorgesehen sind, könnten sie selbstv er- stä ndliell auch in einem einzigen Block unter gebracht sein. Es ist auch möglich, die ein zelnen Ventile auf die Ringleitung auf7u- schra.uben, die zu diesem Zwecke xnit entspre- elienden Stutzen zu versehen wäre.