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Wasserenthärter
Die Erfindung bezieht sich auf einen Wasserenthärter mit getrenntem Salzlöser.
Die Aufgabe für die Erfindung ist bei Wasserenthärtern die massgeblichen Elemente so voneinander zu trennen, dass dadurch die einzelnen Elemente kontrollierbar, sichtbar und gegebenenfalls auch leicht aus- wechselbar sind.
Während bei den bisherigen Einrichtungen dieser Art es leicht dazu kam, dass beim Rückspülvorgang die Filtermasse über das Steigrohr des Filterbehälters und damit über das Abflussrohr abgeschwemmt werden konnte und dadurch die Filterleistung wesentlich beeinträchtigt worden ist, ist bei einer Anordnung nach der Erfindung dafür Sorge getragen, dass ein Ausschwemmen der Filtermasse völlig ausgeschlossen wird und dadurch vor allem ein Leistungsabfall nicht eintreten kann. Ausserdem kann der normale Wasserdruck ständig erhalten werden und beim Rückspülen ist vorgesehen, den Wasserdruck verringern zu können, so dass dadurch die Rückspülung einwandfrei abläuft.
Der den Gegenstand der Erfindung bildende Wasserenthärter mit getrenntem Salzlöser und einem Mehrwegeventil als Verteilerorgan besteht darin, dass das Steuer- bzw. Verteilerorgan am ständig unter Rohwasserzufluss stehenden Filterbehälter unterhalb der Filtermasse angeordnet ist und dessen als Drehknopf dienende Kappe auf ihrer Innenseite als Gegensitzkörper für Kugeln ausgebildet ist und diese Kugeln jeweils wechselnd derart auf verschiedene Ventilsitze niedergedrückt werden, dass insbesondere drei Kammern wechselnd nacheinander zur Durchführung der gewünschten Arbeitsstufen : Enthärten, Regenerieren und Spülen in das Verteilerorgan einschaltbar sind und dieses ferner den Zufluss des Salzlösers aufnimmt und dieser anderseits neben dem Rohwasserzugang über ein Verstellmittel absperrbar ist.
Weitere Merkmale der Erfindung beziehen sich auf die Ausbildung des zur Verwendung kommenden Steuer-bzw. Verteilerorgans sowie eine besondere Ventilanordnung für den Rückspülvorgang.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in einem Ausführungsbeispiel schematisch dargestellt. Es zeigen Fig. 1 eine Wasserenthärtungsanlage, Fig. 2 das Steuer- bzw. Verteilerorgan in seinem Aufbau im Schnitt, Fig. 3 den Kugelsitz in der Kappe in Seitenansicht, Fig. 4 eine Einsicht in die Kappe, Fig. 5 das Verstellmittel als Regulierventil im Schnitt und Fig. 6-8 die Mittelplatte, die Grundplatte und die Kugelführungsplatte, jeweils in einer Draufsicht.
Der Aufbau des Steuer-und Verteilerorganssist so vorgesehen, dass auf einem zentrisch in der Grundplatte 10 eingelassenen Zapfen 13 eine Mittelplatte 11 und auf dieser eine Kugelführungsplatte 12 auge- nommen sind. Oberhalb dieser ist schliesslich drehbeweglich die Kappe 14 angeordnet und diese Teile derart verschraubt, dass die Platten 10 - 12 einen Block bilden, der von der Kappe 14 umschlossen ist. In dieser als Drehkopf dienenden Kappe 14 ist auf der Innenseite ein Gegensitzkörper 14a zur Führungsplatte 12 für die Kugeln 16 eingebaut.
In der Grundplatte 10 sind nach Fig. 3 und 7 drei Kammern 4a und 3a, (21,) 22a gebildet. An diesen sind Anschlüsse zum Salzlöser 4 bzw. von der Rohwasserleitung 3 vorgesehen sowie die Abgänge für Weichwasser 21 und den Spul- un Regeneriervorgang 22. Diese einzelnen Kammern sind durch mehrere Öffnungen bzw. Bohrungen 15 elastisch mittels der Kappe 14 eindrückbaren Kugeln 16 wechselweise dicht verschliessbar. Hiezu sind in den Bohrungen 15 der Mittelplatte 11, der Kugelform 16 nachgebildete Kugelsitze 17 eingearbeitet. Diese gewährleisten die angestrebte Dichtigkeit auch bei höheren und höchsten Drücken, infolge einer elastischen scheibenförmigen Einlage 18. Diese Einlage 18 kann unterteilt sein so, dass sie nur über die einzelnen Bohrungen 15 gelegt ist.
Ein entsprechender Gegensitz für die Kugeln 16 befindet sich im Innern als Nockenteil 14a der Kappe 15.
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Zum Betätigen des Organs 2 wird die Kappe 14 von Hand bedient. Infolge des profilierten Innenkör- pers 14a werden dadurch die Kugeln 16 jeweils wechselnd auf verschiedene Ventilsitze 17 niedergedrückt.
Dadurch werden die verschiedenen Kammern 3 und 4, 21, 22 in solcher Weise in das Verteilerorgan ein- geschaltet, dass die gewünschten Arbeitsstufen : Enthärten, Regenerieren oder Spülen nacheinander durch- geführt werden können.
Das Ventil 9 dient zum Regeln und ist in einer Bohrung 19 aufgenommen, die in der Grundplatte 10 vorgesehen ist und mit einer entsprechenden Bohrung 20 der Mittelplatte 11 axial zusammenhängt. Dieses
Ventil 9 wird vorzugsweise mit einem Tellersitz 9a ausgebildet, so dass es beim Schliessvorgang die obere
Bohrung 20 zunehmend drosselt bzw. beim umgekehrten Vorgang dieselbe zunehmend freigibt. Ausserdem findet dieses Ventil zum Einstellen des Wasserdurchflusses bei der Rückspülung Verwendung.
Nach Fig. 1 ist an dem beliebig mit Filtermasse 7 gefüllten Filterbehälter 1 etwa auf halber Höhe ein
Verteilerorgan 2 angeordnet. Die Zuführung des Rohwassers zum Filterbehälter erfolgt über die Leitung
3 in das Organ 2. Der Salzlösung enthaltende Behälter 4 ist in seiner Abzweigleitung zwischen Rohwasser- leitung 3 und Organ 2 eingebaut. Die Zuleitung von Rohwasser kann dabei mittels Ventil 5 erfolgen bzw. ausser Betrieb gesetzt werden. Dadurch kann der Salzlöser während eines andern Betriebsvorganges vor der nächsten Regeneration aufgefüllt werden, ohne dass die Anlage stillgesetzt werden müsste.
Das Organ 2 ist in 3 Kammern aufgeteilt, u. zw. in je einan Anschluss für den Salzlöser 4 und den
Rohwasserzugang 3 und ferner mit Abgängen für Weichwasser 21 sowie für den Spill- und Regeneriervor- gang 22, wie dies Fig. 7 übersichtlich zeigt.
Die Arbeitsweise vollzieht sich bei der Betriebsstellung"Weichwasser"so, dass das Rohwasser über
Leitung 3 in die Kammer 3a gelangt. Dabei sind in der Mittelplatte 11 nach Fig. 6 die Öffnungen 15a, 15b frei, da die Kugeln 16a und 16b nach Fig. 8 in die Aussparung 14b der Kappe 14, 14a nachFig. 3, 4einge- laufen sind. Der Wasserdurchfluss geht durch Kammer 3 in die Bohrungen 15a durch Kammer llb in 6a und 6b in das Steigrohr 6, den Filterbehälter 1 mit Filtermasse 7 und Fallrohr 8 in die Bohrung 8a der Grundplatte 10 und 8b der Kammer 11a in der Mittelplatte 11 und schliesslich über Bohrung 15b in Kammer 21 zum Verbrauch.
Bei Rückspülung sind durch Drehen der Kappe 14, 14a die Bohrungen 15c, d durch die Kugeln 16c, d geöffnet. Damit kann der Wasserstrom von Kammer 3 über Bohrung 15d in Bohrung 8b der Kammer 11a in der Mittelplatte 11 und Bohrung 8a in der Grundplatte 10 über Fallrohr 8 und den Filterbehälter 1 über Steigrohr 6 und Bohrung 6b in der Grundplatte 10 und 6a in der Mittelplatte 11 zu Bohrung 15c gelangen und von da in Kammer 22 zum Abfluss.
Da bei dem Rückspülvorgang der Wasserdurchfluss in Filterbehälter 1 entgegengesetzt der üblichen Richtung verläuft, d. h. von unten nach oben, und damit die Filtermasse 7 innerhalb des Behälters 1 bei demselben Wasserdruck wie von oben nach unten durchwirbelt wird, ist in Kammer 3 ein nach den örtlichen Druckverhältnissen einstellbares Regelventil 9 vorgesehen. Dieses wirkt auf Bohrung 15d in der Mittelplatte 11 bei Betriebsvorgang Rückspülen und drosselt den Durchfluss in Bohrung 9. Dadurch wird ein Abschwemmen der Filtermasse 7 über Steigrohr 6, Bohrung 6b in Grundplatte 10 und Bohrung 6a in Mittelplatte 11 durch Kammer 11b zu Bohrung 15c und Kammer 22 zum Abfluss verhindert und damit ein Leistungsabfall ausgeschlossen.
Bei Regeneration mit geöffnetem Ventil 5 sind durch Drehen der Klappe 14, 14a die Bohrungen 15e, f durch die Kugeln 16e, f geöffnet. Damit erfolgt der Wasserdruck bzw. Durchlass durch Kammer 4 in der Grundplatte 10 über. Bohrung 15f der Mittelplatte 11 iii Kammer 11b zu Bohrung 6a und Bohrung 6b in der Grundplatte 10 über Steigrohr 6 durch Filterbehälter 1 über Fallrohr 8 durch Bohrung 8a in der Grundplatte 10 und durch Bohrung 8b in der Mittelplatte 11 in Kammer 11a durch Bohrung 15e und Kammer nach dem Abfluss 22.
Diese drei Betriebsvorgänge oder Arbeitsstufen sind stets voneinander getrennt. Bei zwei geöffneten Durchgängen liegen die Kugeln 16 immer auf den übrigen Sitzen auf bzw. schliessen diese Öffnungen ab.
Somit ergibt sich, dass der Enthärter mit seinem Verteilerorgan eine stetige, gegen Abfall gesicherte Einrichtung durch Ventil 9 aufweist, die eine hohe Leistung zur Folge hat und wobei die leichte Zerlegbarkeit des Verteilerorgans eine rasche Reinigung möglich macht und die Anordnung der zwangsläufig wirksamen Verteilerelemente Fehlschaltungen ausschliesst.
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