CH317469A - Verfahren zur Herstellung neuer kobalthaltiger Azofarbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer kobalthaltiger Azofarbstoffe

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CH317469A
CH317469A CH317469DA CH317469A CH 317469 A CH317469 A CH 317469A CH 317469D A CH317469D A CH 317469DA CH 317469 A CH317469 A CH 317469A
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CH
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cobalt
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dyes
oxybenzene
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English (en)
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Christian Dr Zickendraht
Arthur Dr Buehler
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Ciba Geigy
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B45/00Complex metal compounds of azo dyes
    • C09B45/02Preparation from dyes containing in o-position a hydroxy group and in o'-position hydroxy, alkoxy, carboxyl, amino or keto groups
    • C09B45/14Monoazo compounds
    • C09B45/20Monoazo compounds containing cobalt

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description


  Verfahren     zur    Herstellung neuer     kobalthaltiger        Azofarbstoffe       Es wurde     gefunden,    dass man zu neuen  wertvollen     Azofarbstoffen    gelangt, wenn man       kobaltabgebende    Mittel     auf        sulfonsäure-    und       carboxylgruppenfreie        Monoazofarbstoffe    ein  wirken lässt, die der allgemeinen Formel  
EMI0001.0011     
    entsprechen,

   worin R einen in     o-Stellung    zu  einer     Oxygruppe    an die     Azogmuppe    gebun  denen     Oxybenzolrest    und A einen in Nach  barstellung zur     Aminogruppe    an die     Azo-          gruppe    gebundenen     Naphthalinrest,    der, wie       der        Oxybenzolrest    R von     Sulfonsäure-    und       Carboxylgruppen    frei ist, bedeuten.  



  Diese Ausgangsfarbstoffe können durch  Kupplung     diazotierter        o-Oxyaminobenzole,    die  von     Sulfonsäure-    und     Carboxylgruppen    frei  sind, wie     4-Chlor-    öder     4-iWethyl-2-amino-l-          oxybenzol,    vor allem aber solcher     o-Oxyamino-          benzole,    die eine Nitrogruppe aufweisen, wie  4-,5- oder     6-Nitro-2-amino-l-oxybenzol,        6-Nitro-          4-acetylamino-2-amino-l-oxybenzol,        4-Chlor-          6-nitro-2-amino-l-oxybenzol,

          6-Chlor-4-nitro-2-          amino-l-oxybenzol,        4-llethyl-5-    oder     -6-nitro-          2-amino-l-oxybenzol    und     4,6-Dinitro-2-amino-          I.-oxybenzol    mit in Nachbarstellung zur     NH2-          Cruppe    kuppelnden     Aminonaphthalinmethyl-          sulfonen    hergestellt werden,

   die ebenfalls von       Sulfonsäure-    und     Carboxylgruppen    frei     sind.     Als Beispiele solcher Aminonaphthalinmethyl-         sulfone    sind zum Beispiel     1-Aminonaphthalin-          4-    oder     -5-methylsulfon,        2-Aminonaphthalin-3-,     -4-, -5-, -7- oder vorzugsweise     -6-methylsulfon     zu erwähnen.  



  Die Kupplung der     üblicher    Weise aus den  erwähnten     o-Oxyaminobenzolen    erhaltenen     Di-          azoverbindungen    mit den     Aminonaphthalin-          methylsulfonen    kann ebenfalls in üblicher  Weise, z. B. in neutralem bis saurem Mittel  erfolgen.  



  Nach beendeter Kupplungsreaktion kön  nen die Farbstoffe aus dem Kupplungs  gemisch leicht durch     Abfiltrieren    getrennt  werden, da sie im allgemeinen wenig wasser  löslich sind.  



  Die     Behandlung    der nach obigen     Angaben     erhaltenen     Monoazofarbstoffe    mit     kobaltabge-          benden    Mitteln erfolgt gemäss vorliegendem  Verfahren zweckmässig in schwach saurem,  neutralem oder insbesondere     alkalischem    Mit  tel. Es empfiehlt sich im allgemeinen, auf ein  Molekül eines Farbstoffes weniger als ein  Atom Kobalt zu verwenden.

   Als     kobaltabge-          bende    Mittel können komplexe     Kobaltverbin-          dungen        aliphatischer        Oxycarbonsäitren    oder       Dicarbonsäur    en sowie einfache     Kobaltsalze     wie     Kobaltacetat,        gegebenenfalls    auch Kobalt  hydroxyd, verwendet werden.  



  Die Umwandlung der Farbstoffe in die  komplexen     Kobaltverbindungen    geschieht mit  Vorteil in der Wärme, offen oder unter Druck,  gegebenenfalls in Anwesenheit geeigneter Zu-      Sätze z. B. in Anwesenheit von Salzen organi  scher Säuren, von Basen, organischen Lö  sungsmitteln oder weiteren die Komplexbil  dung fördernden Mitteln.  



  Die nach dem vorliegenden Verfahren er  hältlichen neuen Produkte sind komplexe     Ko-          baltverbindungen        sulfonsäure-    und     carboxyl-          gr@ippenfreier        Monoazofarbstoffe,    welche der  allgemeinen Formel  
EMI0002.0007     
    entsprechen,

   worin     R    einen in     o-Stellung    zu  einer     Oxygruppe    an die     Azogruppe    gebun  denen     Oxybenzolrest        und    A einen in Nach  barstellung zur     Aminogruppe    an die     Azo-          gruppe    gebundenen     Naphthalinrest    bedeuten.  



  Die neuen     kobalthaltigen    Farbstoffe sind  in Wasser löslich,     und    zwar besser     löslich    als  die zu ihrer     Herstellung    verwendeten Aus  gangsfarbstoffe. Sie eignen sich zum Färben  und Bedrucken verschiedenster Stoffe, vor  allem aber     ziun    Färben tierischer Materialien  wie Seide, Leder und insbesondere Wolle,  aber auch zum Färben und Bedrucken syn  thetischer Fasern aus Superpolyamiden und       Superpolyurethanen.    Sie     eignen    sich vor allem  zum Färben aus schwach     alkalischem,    neutra  lem bis schwach saurem, z. B. essigsaurem,  Bade.

   Die so erhältlichen Wollfärbungen  zeichnen sich durch Gleichmässigkeit, gute    Licht-, sehr gute Wasch-, Walk-,     Carbonisier-          und        Dekaturechtheit    aus.  



       In.    den nachfolgenden Beispielen bedeuten  die Teile, sofern nichts anderes angegeben  wird, Gewichtsteile, die Prozente Gewichtspro  zente, und die Temperaturen sind in Celsius  graden angegeben.    <I>Beispiel</I>  Der in üblicher Weise durch     Diazotierung     von 22,1 Teilen     5-Nitro-2-amino-l-oxybenzol     und saure Kupplung mit 20,3 Teilen     2-Amino-          naphthalin-6-methylsulfon    erhaltene     hTonoazo-          farbstöff    wird in 500 Teilen Wasser bei 80 bis  85  verrührt und durch Zugabe von 40 Teilen       30o/oiger        Natriumhydroxydlösung    gelöst.

   Man  gibt eine     Lösung    von 15,4 Teilen kristallisier  tem     Kobaltsulfat    in 30 Teilen Wasser zu und  rührt 30 Minuten bei 80 bis 85 . Nach dieser  Zeit ist die     Komplexbildung    beendet. Der  Farbstoff     wird    durch Zugabe von Natrium  chlorid abgeschieden, filtriert und getrocknet.  Er stellt ein wasserlösliches, schwarzes Pulver  dar, welches Wolle aus neutralem oder  schwach saurem Bade in     grünblauen    Tönen  färbt.  



  In Kolonne     III    der folgenden Tabelle     sind     die Nuancen angegeben, die man beim Färben  von Wolle mit den gemäss obigem Verfahren  erhaltenen     Kobaltkomplexen    der aus den in  Kolonne I und     II    aufgeführten     Farbstoffkom-          ponenten    erhältlichen     Monoazofarbstoffe.       
EMI0003.0001     
  
    I <SEP> II <SEP> @ <SEP> III
<tb>  1 <SEP> OH <SEP> N112 <SEP> olive
<tb>  02N-r1-NH2
<tb>  <B>(i</B>
<tb>  N02
<tb>  <B>S <SEP> 02C113</B>
<tb>  2 <SEP> OH <SEP> N112 <SEP> gelbstickig
<tb>  02N- <SEP> -N112 <SEP> Olive
<tb>  <B>N02</B> <SEP> SO2CH3
<tb>  3 <SEP> OH <SEP> N112 <SEP> dunkelgrün
<tb>  \-N112
<tb>  <B>02N <SEP> -11</B>
<tb>  S <SEP> 

  02C113
<tb>  4 <SEP> O <SEP> H <SEP> <B>-NTHT,</B> <SEP> grau
<tb>  <B>0 <SEP> -C-NH2</B> <SEP> 02 <SEP> <B>g_ <SEP> //0</B>
<tb>  <B>2N <SEP> 1</B>
<tb>  <B>C113</B>
<tb>  <B>Cl</B>
<tb>  5 <SEP> OH
<tb>  \--N112 <SEP> blau
<tb>  <B>/\-N112</B> <SEP> 025-@@
<tb>  <B>NO2--</B>
<tb>  @ <SEP> C113
<tb>  C1       
EMI0004.0001     
  
    I <SEP> I <SEP> II <SEP> I <SEP> III
<tb>  6 <SEP> OH
<tb>  /\-NHa <SEP> grau
<tb>  02N-/<B>"#</B>-NH2 <SEP> 025-l/
<tb>  CH3
<tb>  CH3
<tb>  7 <SEP> OH <SEP> NH2 <SEP> graublau
<tb>  /#-N <SEP> H2 <SEP> 02 <SEP> #
<tb>  CH3
<tb>  N02
<tb>  g <SEP> OH <SEP> NI-I27- <SEP> blau
<tb>  A-NHa
<tb>  N02 <SEP>   S02CH3
<tb>  9 <SEP> OH <SEP> NH2 <SEP> \/ <SEP> -S02CHs <SEP> graublau
<tb>  1\-NH2 <SEP> <B>1 <SEP> 11</B>
<tb>  N02-       Das Färben kann zum Beispiel wie folgt  geschehen:   Man löst 0,5 Teile des gemäss Beispiel 7.

    erhältlichen     kobalthaltigen    Farbstoffes in  4000 Teilen Wasser, setzt 10 Teile kristalli  siertes Natriumsulfat zu und geht mit 100  Teilen gut genetzter Wolle, bei 40 bis 50  in  das so erhaltene Färbebad ein. Alsdann gibt  man 2 Teile     40o/oige    Essigsäure zu, treibt     in-          nert    1/2 Stunde zum Kochen und färbt 3/4 Stun  den kochend. Zuletzt wird die Wolle mit kal  tem Wasser gespült und getrocknet. Man er-    hält eine gleichmässige, grünblaue Färbung  von guter Wasch- und     Walkechtheit.     



  Man bekommt praktisch dieselbe Färbung,  wenn man dem Färbebad keine Essigsäure  zusetzt oder wenn     Superpolyamidfasern    an  Stelle der angegebenen Menge Wolle verwen  det werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung kobalthaltiger Monoazofarbstoffe, dadurch gekennzeichnet, dass man sulfonsäure- und carboxylgruppen- freie Monoazofarbstoffe der Formel EMI0005.0005 verwendet,
    worin R einen in o-Stellung zu einer Oxygruppe an die Azogruppe gebun- clenen Oxybenzolrest und A einen in Nach barstellung zur Aminogruppe an die Azo- gruppe gebundenen Naphthalinrest bedeuten, und diese mit kobaltabgebenden Mitteln be handelt. UNTERANSPRÜCIIE 1.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als Ausgangs stoffe V.onoazofarbstoffe der Formel EMI0005.0019 verwendet, worin R einen in o-Stellung zur Oxygruppe an die Azogruppe gebundenen Oxybenzolrest bedeutet. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ausgangsstoff den Monoa.zofarb- stoff der Formel EMI0005.0028 verwendet. 3.
    Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass man die Behandlung mit den kobaltabgebenden Mitteln in alkalischem Mit tel durchführt. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass man pro Molekül Monoazofarb- stoff eine weniger als ein Atom Kobalt ent haltende Menge eines kobaltabgebenden Mit tels verwendet.
CH317469D 1953-02-18 1953-02-18 Verfahren zur Herstellung neuer kobalthaltiger Azofarbstoffe CH317469A (de)

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