CH299173A - Steuervorrichtung an druckluftbetriebenen Geräten. - Google Patents

Steuervorrichtung an druckluftbetriebenen Geräten.

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CH299173A
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compressed air
valve
line
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Oerlik Werkzeugmaschinenfabrik
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Oerlikon Buehrle Ag
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Description


  Steuervorrichtung an     druckluftbetriebenen    Geräten.    Bei     -4ubkluftbetriebenen    Geräten, z. B.  Eisenbahnbremsen, besteht oft die Aufgabe,  den Arbeitszylinder von einer     Druckluft-          quelle    aus über eine Leitung zu speisen und  gleichzeitig ein verschiebbares Organ, z. B.  einen Kolben oder eine Membrane, in<B>Ab-</B>  hängigkeit des sich im Arbeitszylinder all  mählich aufbauenden Druckes zu betätigen.  Hiebei kann es erwünscht sein, dieses Organ  nicht unmittelbar am Ort des Arbeits  zylinders aufstellen zu müssen.

   Beispiels  weise ist es bei     Druckluftbremsen    von Eisen  bahnen üblich, den Bremszylinder und den  vom Druck in diesem abhängigen     Drei-          druckregler    getrennt voneinander anzu  ordnen und durch eine Leitung zu verbinden.  In dieser Weise ergibt sich eine Anordnung,  bei welcher die Luft der     Druckluftquelle     zuerst in eine das verschiebbare Organ  enthaltende Steuerkammer und von hier  über eine gegenüber der letzteren verengte  Leitung in den zu füllenden Arbeitszylinder  gelangt.

   Infolge der Strömungswiderstände  in der Leitung entsteht in der Steuerkammer  bei Beginn der Strömung eine Stauung der  zufliessenden Druckluft und     damil,    ein stati  scher Druck, der dem sich im Arbeitszylinder  <B>je</B> nach dessen Grösse schneller oder lang  samer aufbauenden Druck zeitlich vorauseilt  und erst nach Beendigung der Strömung in  diesen übergeht. Die Folge davon ist,     dass     das verschiebbare Organ zeitweilig von     einm       höheren Druck     beeinflusst    wird, als dem  augenblicklichen Druck im Arbeitszylinder  entspricht.  



  Die vorliegende Erfindung bezweckt,  diesen oft unerwünschten Zustand zu be  seitigen. Sie hat eine Steuervorrichtung an       druckluftbetriebenen    Geräten, insbesondere       Druckluftbremsen,    zum Gegenstand, bei  welcher die Speisung des Arbeitszylinders  aus einer     Druckluft4uelle    über ein Ventil  erfolgt, das von einem unter dem     Einfluss     des Druckes in einer mit dem Arbeitszylinder  über eine, Leitung verbundenen" Steuer  kammer stehenden Betätigungsorgan ge  steuert wird.

   Erfindungsgemäss<B>-</B> ist eine       Hilfssteuerkammer    für das Betätigungsorgan  vorgesehen, deren Druck dem Druck in der  genannten     Steuerkam        rn   <U>er</U>     entgegen-wirkt,    und  ferner sind     Vorkehien    getroffen, um gleich  zeitig mit der Öffnung des Ventils in der       Hilfssteuerkammer    einen vorübergehenden  Druckstoss zu erzeugen und damit die Wir  kung des durch Stauung der in den Arbeits  zylinder fliessenden Druckluft in der Steuer  kammer erzeugten, vorübergehenden Druck  stosses auf das genannte Betätigungsorgan  zu beseitigen.  



  Zwei Ausführungsbeispiele des Erfin  dungsgegenstandes sind- nachfolgend an Hand  der Zeichnung beschrieben.  



  Gemäss     Fig.   <B>1</B> ist von einer den ganzen  Eisenbahnzug durchlaufenden Hauptluft-           leitung    L in den mit der     Druckluftbremse     versehenen Wagen eine Leitung<B>5</B> abge  zweigt, durch welche die Kammer<B>6</B> eines  Beschleunigers B, die Kammer<B>7</B> einer  Ventileinrichtung<B>D</B> zur Begrenzung der aus  der Leitung L abgezapften Druckluft und  die Kammer<B>8</B> eines     Dreidruckreglers   <B>E</B>  unmittelbar mit     Druckluft    versehen werden.

    Eine Membrane<B>9</B> des Beschleunigers B  schliesst die Kammer<B>6</B> von einer weiteren,  über die Leitung<B>11</B> an     den        Hilfsluft-          behälter    H angeschlossenen weiteren Kam  mer 12 ab. Auf der Membrane<B>9</B> liegt ein  den     Ventilkörper    eines- Ventils<B>13</B> und einen  Kolben 14 tragender Stössel<B>15</B> auf, der  von einer schwachen Feder-<B>16</B> normalerweise  in der dargestellten Ruhestellung gehalten  wird, in der das Ventil<B>13</B> geschlossen ist.  Zwischen dem Kolben 14 und der Gehäuse  wand ist ein Spiel vorhanden, das bei ge  öffnetem Ventil<B>13</B> ein Abströmen von  Druckluft in die über dem Kolben 14  gelegene Kammer gestattet.

   Solange die  Strömung um den Kolben 14 anhält, wird  dieser von der Strömung nach oben gedrückt  und hält das Ventil<B>13</B> offen.  



  Die Kammer<B>7</B> der Ventileinrichtung<B>D</B>  wird durch die Membran<B>17</B> von einer  weiteren, über die Leitung 21 an den     Steuer-          luftbehälter   <B>S</B> angeschlossenen Kammer<B>18</B>  getrennt. Ein an der Membrane<B>17</B> befestigter  Stössel<B>19</B> ist in einer Trennwand     22    dichtend  geführt und trägt an seinem in einer Kam  mer     .23    befindlichen Ende den Ventilkörper  eines Ventils 24.

   Dieses durch eine Feder<B>25</B>  normalerweise     offengehaltene    Ventil ver  bindet die über dem Kolben 14 befindliche  Kammer des Beschleunigers B über eine an  die Kammer     .23    angeschlossene Leitung<B>26</B>  mit einer Kammer<B>27</B> der Ventilein  richtung<B>D,</B> die ihrerseits über eine Leitung 28  mit einer     Mlfskammer   <B>29</B> des     Dreidruck-          reglers        E    verbunden ist.  



  Ausser der     Ililfskammer   <B>29</B> weist der       Dreidruckregler        E    die drei üblichen Steuer  kammern auf,<B>d.</B> h. die bereits genannte  Leitungskammer<B>8,</B> eine über die Leitung 21  an den     Steuerltiftbehälter   <B>8</B> angeschlossene,    Kammer<B>31</B> und eine über die Leitung<B>32</B>  mit dem Bremszylinder Z verbundene Kam  mer 34. Das freie Ende des an den     Mein-          branen   <B>35</B> und<B>36</B> befestigten Stössels<B>37</B>  dient zur Betätigung des durchbohrten und  unter dem     Einfluss    einer Feder<B>39</B> normaler  weise auf seinen Sitz gedrückten Ventil  körpers<B>38</B> eines Doppelventils 41.

   Befindet  sich der Stössel<B>37</B> in der dargestellten Ruhe  stellung, so steht die Kammer 34 und damit  der     Breinszylinder    Z über die Bohrung im  Ventilkörper<B>38</B> mit der Aussenluft in Ver  bindung. Ist dagegen der Ventilkörper<B>38</B>  von seinem Sitz abgehoben, so ist diese  Verbindung des Zylinders Z mit der Aussen  luft unterbrochen, und die Kammer 34 steht  über die Leitung 42, das normalerweise  offene Ventil 43 einer Ventileinrichtung     M     zur Begrenzung des ersten Einschusses von       Druckluft    in den Bremszylinder und die  Leitung 44 mit dem     Hilfsluftbehälter    H in       unged.rosselter    Verbindung.  



  Die Ventileinrichtung     M    besitzt zwei  voneinander durch die Membrane<B>50</B> ge  trennte Steuerkammern 45, 46, von denen  die erstere über die Leitung<B>32</B> mit dem  Bremszylinder Z verbunden ist. Die Kam  mer 46 steht dagegen einerseits über die  Leitung 47 mit der Steuerkammer<B>29</B> des       Dreidruckreglers   <B>E</B> und anderseits über die  Drossel 48 mit der Aussenluft in Verbindung.  Der Ventilkörper des Ventils 43 ist mittels  des Stössels 49 mit der Membrane<B>50</B> ver  bunden und wird normalerweise durch die  Feder<B>51</B> von seinem Sitz abgehoben.  Parallel zum Ventil 43 ist die Drossel<B>52</B>  angeordnet.  



  Die Steuervorrichtung arbeitet bei einer  Bremsung in der folgenden Weise:  Eine Drucksenkung in der Leitung L  überträgt sich unmittelbar auf die Kam  mern<B>6, 7</B> und<B>8.</B> Das Ventil<B>13</B> des Be  schleunigers B wird unter dem über  wiegenden     Einfluss    des Druckes im     Hilfs-          luftbehälter    H geöffnet, so     dass    Druckluft  aus der     Haupthiftleitung    L über die Lei  tung<B>26,</B> die Kammer<B>23,</B> das offene Ventil 24  und die Kammer<B>27</B> der Ventileinrichtung<B>D,</B>      die Leitung 28, die Steuerkammer<B>229</B> des       Dreidruckreglers   <B>E,</B> die Leitung 47,

   die  Kammer 46 der Ventileinrichtung     M    und  die Drossel 48 in die     Aussenluft    abfliesst.  Ungefähr gleichzeitig mit der Öffnung des  Ventils<B>13</B> des Beschleunigers B wird der  Stössel<B>37</B> im     Dreidruckregler   <B>B</B> unter dem       Einfluss    der Druckdifferenz in den Kam  mern<B>8</B> und<B>31</B> nach oben bewegt, wobei  sein freies Ende die Bohrung des Ventil  körpers<B>38</B> abschliesst und diesen hierauf  anhebt.

   Druckluft strömt nun ungehindert  vom     Hilfsluftbehälter    H über die Lei  tungen<B>11</B> und 44, das offene Ventil 43, die  Leitung 42, das Ventil 41 und die Leitung<B>32</B>  in den     Breinszylinder    Z und erzeugt in diesem  einen raschen ersten Druckanstieg. Da jedes  Leitungsstück eine wenn auch geringe Herab  setzung der     Durchflussgeschwindigkeit    der  Luft bewirkt, so entsteht in jeder vor einem  solchen Leitungsstück gelegenen Kammer  eine Stauung und damit ein statischer  Druck.

   Während des beschriebenen     Ein-          schussvorganges    entsteht eine solche Stauung,  insbesondere in der Steuerkammer 34 des       Dreidruckreglers.E,    die auf die Membrane<B>36</B>  einwirkt und den Stössel<B>37</B> nach unten zu  bewegen bestrebt ist. Diese Wirkung ist  jedoch unerwünscht, solange im Brems  zylinder nicht ein bestimmter     Alindestdruck     vorhanden ist. Infolge der Drossel 48 erzeugt  nun aber die aus der     Hauptluftleitung    L  abgezapfte Druckluft in der Kammer<B>29</B>  des     Dreidruckreglers   <B>E</B> ebenfalls einen     Druck-          ;stoss,    der demjenigen in der Kammer 34  entgegenwirkt.

   Durch geeignete Wahl der  Grösse der Drossel 48 und der von der  abgezapften Druckluft     durchflossenen    Kam  mern können die genannten, die Membrane<B>36</B>  in entgegengesetztem Sinne beeinflussenden  Drucke einander     angepasst    werden. Unter  Umständen kann es     hiebei    zweckmässig  sein, der Drossel 48 eine weitere in die       Aussenluft    führende Drossel vor der Kam  mer<B>29,</B> beispielsweise in der Kammer<B>27</B>  der Ventileinrichtung<B>D</B> parallel zu schalten.  



  Die vom     Hilfsluftbehälter    H dem Brems  zylinder Z zuströmende Druckluft bewirkt    ausser in der Kammer 34 des     Dreidruck-          reglers        E    auch in der Kammer 45 der  Ventileinrichtung     M    eine Druckerhöhung,  durch die das Ventil 43     imter    Umständen  vorzeitig geschlossen werden könnte. Des  halb wird die aus der     Hauptluftleitung    L  abgezapfte     Druckluft    auch in die Kammer 46  dieser     Ventileinxichtung    geleitet, wo sie  dem Druck in der Kammer 45 entgegen  wirkt.  



  Da das Ventil<B>13</B> des Beschleunigers B  als Strömungsventil ausgebildet ist und  mit der Membrane<B>9</B> nicht in starrer Ver  bindung steht, so bleibt es offen, solange die  Luftströmung andauert, unabhängig davon,  ob sich unterdessen die. Membrane<B>9</B> unter  Umständen nach unten bewegt hat. Die     Ab-          zapfung    wird erst unterbrochen, wenn der  sich in die Kammer<B>7</B> übertragende Druck  in der     Hauptluftleitung    L auf einen be  stimmten Wert gesunken ist. In diesem  Augenblick genügt die Feder<B>25</B> in der  Ventileinrichtung<B>D</B> nicht mehr, um das  Ventil 24 offen zu halten, so     dass    sich dieses  schliesst und die     Abzapfung    unterbricht.

    Der in den Kammern<B>29</B> und 46 noch vor  handene Druck gleicht sich über die  Drossel 48 mit dem Aussendruck aus, so     dass     im     Dreidruckregler   <B>E</B> die Membrane<B>36</B> nun  ausschliesslich unter dem Druck im Brems  zylinder steht, während auf die Membrane<B>50</B>  in der Ventileinrichtung     M    nur noch die  Feder<B>51</B> dem Druck im     Breinszylinder    ent  gegenwirkt.

   Ist dieser Druck auf einen be  stimmten Mindestwert gestiegen, so über  windet er unter Schliessung des Ventils 43  die Feder<B>51.</B> Damit wird zwischen die  Leitungen 42, 44 die Drossel<B>52</B> geschaltet,  welche die Füllung des Bremszylinders  überwacht und die auch die Entstehung  eines gegenüber dem Druck im     Breins-          zylinder    wesentlich höheren Druckes in der  Kammer 34 des     Dreidruchreglers   <B>E</B> ver  hindert.  



  Bei der Ausführung nach     Fig.    2 ist ein  an sich bekannter, vom     Dreidruckregler   <B>B</B>  unmittelbar betätigter Beschleuniger B, der  zugleich die Funktion der in     Fig.   <B>1</B> dar-      gestellten     Ventileinrichtung   <B>D</B> ausübt, vor  gesehen. Der     Dreidruekregler   <B>E</B> weist dabei  ein Gehäuse<B>55</B> auf, innerhalb welchem ein  auf einem Teil seiner Länge mit einer  Bohrung<B>56</B> versehener Ventilstössel<B>57</B>       %,erschiebbar        gefährt    ist.

   Sein unteres Ende  ragt in einen von einer Membrane<B>58</B> in  zwei Kammern<B>59, 61</B> geteilten Gehäuseteil  und ist an einem mit der Membrane<B>58</B>  verbundenen Teller<B>62</B> befestigt. Die Kam  mer<B>59</B> ist über die Leitung<B>60</B> an die     Haupt-          luftleitung    L und die Kammer<B>61</B> an den       Steuerluftbehälter   <B>8</B> angeschlossen. Das obere  Ende des Stössels<B>57</B> ragt in einen durch  eine Membrane<B>63</B> ebenfalls in zwei Kam  mern 64,<B>65</B> geteilten     Gehäusetell    und ist  mit dieser Membrane starr verbunden.

   Die  Kammer 64 ist über ein durch eine Feder  belastetes Ventil<B>66</B> mit einer über die  Leitung<B>67</B> mit, dem     Hilfsluftbehälter    H  verbundenen Vorkammer in Verbindung  und ist im übrigen an den Bremszylinder Z  über die Leitung<B>68</B> angeschlossen.  



  Der mit dem     Dreidruckregler   <B>E</B> zusam  mengebaute Beschleuniger B weist in seinem  untern Teil eine als zylindrische Führung  ausgebildete und mit der Kammer<B>59</B> ver  bundene Kammer<B>69</B> auf. In dieser ist ein  Körper<B>71,</B> an dem ein Winkelhebel<B>72</B> dreh  bar gelagert ist, parallel zur Achse des  Stössels<B>57</B>     verschiebbar    geführt, wobei er  normalerweise auf dem Teller<B>62</B> aufliegt.

    Der rechtwinklig zur Achse des Stössels<B>57</B>  stehende Arm des Hebels<B>72</B> ragt durch  einen Schlitz<B>73</B> in der genannten Führung  in solcher Weise in     dieKammer   <B>59</B> hinein,       dass    er bei einer Aufwärtsbewegung des  Körpers<B>71</B> an der obern Begrenzungswand  der Kammer<B>59</B> zum- Anschlagen kommt  und sich dabei um seinen     Anlenkungspunkt     am Körper<B>71</B> dreht. Die Kammer<B>69</B>  mündet über ein Ventil 74, das in gleicher  Weise -wie das Ventil<B>13</B> der Ausführung  nach     Fig.   <B>1</B> als Strömungsventil ausgebildet  ist, -in eine grössere     Übertragimgskammer   <B>75,</B>  die über eine Drossel<B>76</B> einen Ausgang nach  der Kammer<B>65</B> besitzt.

   Der     federbela-stete     Ventilkörper<B>80</B> ist mit einem Stössel<B>77</B>    versehen, der in der dargestellten Ruhe  stellung des Beschleunigers auf dem zu ihm  parallelen Arm des Hebels<B>72</B> aufliegt.  



  Die Ventileinrichtung     JI    ist in derselben  Weise ausgebildet wie bei der Ausführung  nach     Fig.   <B>1.</B> Ihre Kammer 45 ist über die  Leitung<B>68</B> ebenfalls an den Bremszylinder Z  angeschlossen, während ihre Kammer 46  über die Leitung<B>78</B> mit der Kammer<B>65</B>  des     Dreidruckreglers   <B>E</B> und über eine  Drossel 48 mit der     Aussenluft    in Verbindung  steht. Dem Ventil 43 ist die Drossel<B>52</B> zur  Begrenzung der Füllzeit des Bremszylinders  parallel geschaltet.  



  Die Arbeitsweise der Steuervorrichtung  nach     Fig.    2 ist die folgende:  Bei einer Drucksenkung in der     Haupt-          luftleitimg    L wird der Teller<B>62</B> unter dem       Einfluss    des     Steuerluftbehälters   <B>8</B> unter  Mitnahme des Stössels<B>57</B> und des Körpers<B>71</B>  nach oben bewegt. Der Hebel<B>72</B> stösst dabei  gegen den Stössel<B>77</B> und öffnet das Ventil 74,  so     dass    Druckluft aus der Hauptleitung L  in die Übertragungskammer<B>75</B> abgezapft  wird.

   Der Stössel<B>57</B> kommt bei seiner Auf  wärtsbewegung am Ventilkörper des Ven  tils<B>66</B> zum Anliegen und schliesst dadurch  die bis dahin vorhandene Verbindung des  Bremszylinders Z über die Leitung<B>68,</B> die  Kammer 64 und die Bohrung<B>57</B> mit der  Aussenluft ab. Bei der weiteren Aufwärts  bewegung des Stössels<B>57</B> hebt dieser den  Ventilkörper des Ventils<B>66</B> von seinem Sitz  ab und verbindet dadurch den     Hilfsluft-          behälter    H über das offene Ventil 43, die  Leitung<B>67,</B> die Kammer 64 und die Lei  tung<B>68</B> mit dem Bremszylinder.

   Da dieser i       Zufluss    von Druckluft im wesentlichen un  gehindert erfolgt, erhält der Bremszylinder  einen raschen ersten     Einschuss    von     Druck-          luft,    der die Bremsbacken an den Rädern  des Fahrzeuges zum Anliegen bringt. Infolge  der in der Leitung<B>68</B> vorhandenen Reibungs  widerstände entsteht dabei in der Kammer 64  eine Stauung, die einen auf die Membrane<B>63</B>  wirkenden unerwünschten Druck zur Folge  hat, da dieser Druck auftritt, bevor sich im<B>5</B>  Bremszylinder ein Druck auf bauen kann.

        Infolge der Verbindung der Übertragungs  kammer<B>75</B> über die Drossel<B>76</B> mit der  Kammer<B>65</B> entsteht aber in dieser letzteren  ein dem Druck in der Kammer 64 entgegen  wirkender Druck, der ein vorzeitiges Schlie  ssen des Ventils<B>66</B> verhindert.  



  Bei der beschriebenen Betätigung des  Beschleunigers B ist der rechtwinklig zur  Achse des Stössels<B>57</B> stehende Arm des       Ilebels   <B>72</B> gedreht worden und ist     dadurel-i     ausser Berührung mit dem Ventilstössel<B>77</B>  gekommen. Damit ist der     Einfluss    der  Membrane<B>58</B> auf das Ventil 74 ausgeschal  tet; dieses wird jedoch von der abströmenden       Hauptleitungsluft    weiterhin offen gehalten,  bis der Druck in der Übertragungskammer<B>75</B>  so weit angestiegen ist,     dass    die Strömung  auf hört. Das Ventil wird nun von seiner  Feder geschlossen, so     dass    die     Abzapfung     unterbrochen ist.

   Die in den Kammern<B>75,</B>  <B>65</B> und 46 noch vorhandene Druckluft  gleicht sich nun allmählich über die Drossel 48       auf    den Aussendruck aus, so     dass    die     Mein-          brane   <B>63</B> des     Dreidruckreglers   <B>E</B> nur noch  unter dem Druck in der Kammer 64 steht.

         3fit    dem Abklingen des Druckes in der  Kammer<B>65</B> ist aber auch der von der  Stauung der dem Bremszylinder Z zu  fliessenden Druckluft aus dem     Hilfsluft-          behälter    entstandene Druck in der Kam  mer 64 gesunken, da unterdessen die Ventil  einrichtung     _H    angesprochen und an Stelle  der direkten Verbindung über das Ventil 43  die Drossel<B>52</B> eingeschaltet hat.

   Damit ist  der     Dreidruck:regler    in denjenigen Betriebs  zustand übergegangen, in dem er unter  dem alleinigen     Einfluss    der Drucke in der  Leitungskammer<B>59,</B> der mit dem     Steuer-          luftbehälter    H verbundenen Kammer<B>61</B>  und der mit dem Bremszylinder Z ver  bundenen Kammer 64 steht.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Steuervorrichtung an druckluftbetriebe- nen Geräten, bei welcher die Speisung des Arbeitszylinders aus einer Druckluftquelle über ein Ventil erfolgt, das von einem unter dem Einfluss des Druckes in einer mit dem Arbeitszylinder über eine Leitung ver bundenen Steuerkammer stehenden Betäti gungsorgan gesteuert wird, dadurch ge kennzeichnet, dass eine Hilfssteuerkammer <B>(29, 65)</B> für das Betätigungsorgan<B>(37, 57)</B> vorgesehen ist, deren Druck dem Druck in der genannten<U>Steuerkammer</U> (34, 64) ent gegenwirkt, und dass Vorkehren getroffen sind,
    um gleichzeitig mit der Öffnung des Ventils (41,<B>66)</B> in der Hilfssteuerkammer. <B>(29, 65)</B> einen vorübergehenden Druckstoss zu erzeugen und damit die Wirkung des durch Stauung der in den Arbeitszylinder (Z) fliessenden Druckluft in der Steuer kammer erzeugten, vorübergehenden Druck stoss auf das genannte Betätigungsorgan <B>(37, 57)</B> zu beseitigen. UNTERANSPRÜCHE: <B>1.</B> Steuervorrichtung nach Patentan spruch, an einer Druckluftbremse, dadurch gekennzeichnet, dass die von einem Be schleuniger aus der Hauptluftleitung abge zapfte Druckluft zur Erzeugung des Druck stosses verwendet wird. 2.
    Steuervorrichtung nach Patentan spruch und Unteranspruch<B>1,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass die aus der Hauptluft- leitung mit abgezapfter Druckluft versorgte Hilfssteuerkammer in einem Dreidruckregler angeordnet ist, in -welchem der Druck dem jenigen in der mit dem Bremszylinder ver bundenen Kammer entgegenwirkt.
    <B>3.</B> Steuervorriclitung nach Patent anspruch und Unteranspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass eine weitere aus der Hauptlufileitung mit abgezapfter Druckluft versorgte Hilfssteuerkammer in einer zur Begrenzung des Einschusses von Luft in den Bremszylinder verwendeten Ventilein richtung vorgesehen ist.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1195347B (de) * 1959-05-21 1965-06-24 Oerlikon Buehrle Holding A G Steuerventileinrichtung fuer Druckluftbremsen, insbesondere von Schienenfahrzeugen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1195347B (de) * 1959-05-21 1965-06-24 Oerlikon Buehrle Holding A G Steuerventileinrichtung fuer Druckluftbremsen, insbesondere von Schienenfahrzeugen

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