Mechanischer Stromrichter rait Wiedereinschaltvorrichtung. Im Gegensatz zu Stromriehtern mit Ent ladungsstrecken (Ventilstromriehtern) müssen Stromriehter mit mechanisch bewegten Kon takten bei Störungen, die zu heftigem Schalt feuer an den Kontakten führen, vorüber gehend abgeschaltet werden, wenn die Gefahr allzu starker Beschädigung der Kontakte be steht. Solehe Störungen treten z. B. bei Span nungsabsenkungen, besonders in einzelnen Phasen, im Wechselstromnetz auf.
In manchen Fällen ist es wünschenswert, dass der Umformer sich selbsttätig nach Ver- der Ursaehe der Störung wieder einschaltet. Man hat zu dem Zweek beispiels weise den Hauptsehalter durch Widerstände überbrüekt und die über diese Widerstände von dem Umformer erzeugte Spannung zum Wiedereinschalten des Hauptschalters benutzt.
Dieser Vorrichtung haftet in gewissen Fällen noch der Mangel an, dass die Wieder- einsehaltung züi schnell erfolgt, so dass die Ursache undloder die Folge der Störung noch nicht vollständig beseitigt ist, so dass kurz nach dein Wiedereinsehalten wiederum eine neue Störung auftritt. Auf diese Weise kann durch züi schnell wiederholtes Wiedereinschal- ten der Umformer, insbesondere wenn er län gere Zeit ohne Wartung ist, ernsthaften Scha den erleiden.
Die Erfindung bezieht sieh auf einen me chanischen Stromriehter mit Wiedereinsehalt- vorriehtung, durch die der Stromriehter nach einer Störung sieh mittels einer den Arbeits- zustand des Stromrichters überprüfenden Spannung wieder einschaltet. Erfindungsge mäss sind Mittel vorgesehen, die die Wieder- einsehaltung verzögern. Beispielsweise ist es möglich, dass die die Wiedereinschaltung be wirkende Spannung zunächst ein Verzöge rungsrelais beliebiger Art betätigt, das seiner seits nach einer gewissen Zeit die Wiederein schaltung einleitet.
Will man ein solches Ver zögerungsrelais vermeiden, so kann man bei spielsweise in den Wiedereinschaltkreis einen temperaturabhängigen Widerstand legen, der so bemessen ist, dass er erst nach einer gewis sen Zeit, das heisst nach Entwieklung genü gender Stromwärme, den Strom auf einen Wert ansteigen lässt, der zur Wiedereinsehal- tung genügt. Derartige sogenannte Heissleiter sind für verschiedene Zwecke bekannt.
Man kann unter Abänderung der Schaltung auch Widerstände verwenden, deren Widerstands betrag sieh bei Stromdurehgang erhöht, indem man beispielsweise einen derartigen Wider stand parallel zur Betätigungsspale des wie- dereinzuschaltenden Schalters legt.
Man kann auch strom- bzw. temperaturabhängige Wider stände verschiedener Charakteristik mitein ander kombinieren und dabei im Zusammen hang mit einer geeigneten Schaltung errei- ehen, dass auch bei schnell aufeinanderfolgen- den Störungen die Wiedereinsehaltung erst nach einer vorbestimmten Zeit erfolgen kann. Als vorteilha;it hat sieh eine Verzögerungs zeit mindestens gleich<B>10</B> Sekunden ergeben.
Eine derartige Einrichtung erhält man bei spielsweise dann, wenn man die stromabhän gigen Widerstände derart anordnet, dass die Wiedereinsehaltung nur dann erfolgen kann, wenn einer der Widerstände in kaltem und gleichzeitig ein anderer in heissem Zustand sieh befindet.
Man kann die Zeitver7ögerLing ausser von der Spannung des Umformers auch noch von andern Grössen abhängig machen, so beispiels weise von der Temperatur der Kontakte, von deren Sehliessungszeiten, von evtl. Sehaltent- ladungen, die der über die Widerstände flie ssende Strom an den Kontakten hervorruft, vom Verhältnis der Gegenspannung zur Span nung des Umformers, von der Welligkeit der Umformerspannung usw. Diese Abhängigkeit kann so weit getrieben werden, dass immer dann, wenn eine dieser Grössen sieh in einem derartigen Zustand befindet,
dass nach dem Wiedereinsehalten die Gefahr einer erneuten Störung besteht, das Wiedereinsehalten von vornherein verhindert wird, so lange, bis die Gefahr der Störung beseitigt ist.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstan des dargestellt, die gleichzeitig noch eine Reihe weiterer Merkmale enthält, die im Zusammen hang mit der Erfindung von Bedeutung sein können. Es handelt sich -um eine selbsttätige Sehaltvorriehtung zum Laden von Sammlern, Aus einem Drehstromnetz<B>1,</B> 2,<B>3</B> wird über einen Umspanner mit der Primärwiekl-Luig <B>5</B> und den Sekundärwieklungen <B>6, 7, 8</B> und über Schaltdrosseln<B>10</B> mit Vorerregerwickl-Lingen <B>18</B> ein Kontaktgerät<B>11</B> gespeist.
Dieses Kon taktgerät ist beispielsweise ein Gerät mit einer magnetisch betätigten Taumelscheibe, das durch die Drehstrom- und (-r'leichstromwiek- lungen <B>16, 17</B> erregt, wird. Der durch die Be tätigungsspule<B>9</B> betätigte Schalter ist in sei ner geöffneten Stellung durch Widerstände 20, 21, 22 überbrückt. Wird der Ladesehalter <B>13</B> eingelegt, so wird über die Leitung A-A der Primärschalter 4 eingelegt und das Kon taktgerät<B>11</B> in Gang gesetzt, wenn gleich zeitig an 14,<B>15</B> der Sammler angeschlossen ist, der die Spule<B>17</B> mit Gleichstrom erregt.
Die Betätigungsspule des Relais<B>25</B> liegt dann über<B>26</B> an der Gleiehspannung des Umfor mers, die über die Widerstände 20, 21, 22 erzeugt wird. Der Widerstand<B>19</B> ist so abge- gliehen, dass <B>9</B> erst dann einschalten kann, wenn<B>19</B> durell <B>25</B> vorübergehend überbrüekt wird.
24 ist ein durch die Spule<B>26</B> polarisier ter Überstrom- und Rüekstromauslöser. Hat dieser Auslöser bei irgendeiner Störung den Sekundärsehalter <B>9</B> ausgeschaltet, so kann die ser nur wieder eingeschaltet werden, wenn <B>25</B> kurzzeitig<B>19</B> züm Holen von<B>9</B> überbrüekt. Im Betätigungsstromkreis<B>25</B> liegt ein Heiss leiter<B>27;
</B> dieser ist so abgestimmt, dass er in kaltem Zustand zür Betätigung von<B>25</B> nicht ausreicht, sondern erst dann, wenn er ange nähert die Endtemperatur erreicht, die bei voller, über die Widerstände 20, 21, 22 erzeug ter Gleiehspannung auftritt. Man kann in Reihe mit<B><U>97</U></B> noch einen verstellbaren Wider stand vorsehen, mit dem die Zeitverzögerung eingestellt werden kann.
Man kann ausser dem<B>27</B> durch einen Driiekknopf überbrüeken, den man züi betätigen hat, wenn nian von Hand einschalten will, ohne die Anheizzeit von<B>27</B> abzuwarten. In Reihe mit diesem Druck knopf legt man in diesem Fall zweckmässig einen Widerstand, der etwa dem Widerstand von<B>27</B> in heissem Zustand entspricht. Diese Schal tung verhindert es nicht, dass kurz nach einer erfolgten Einsehaltuing, wo<B>27</B> noch warm ist, bei einer sehnellfolgenden Störung die Ver zögerungszeit geringer ist.
Will man dies ver meiden, so muss man kompliziertere Mittel, beispielsweise eine Kombination von versehie- denen stroinabhängigen Widerständen ver- sehiedener Charakteristik anwenden, wie be reits erwähnt wurde. -Durch zweckmässiges Abstimmen der Relaisspule und der Wider stände und zweckmässige Wahl. der Zeitkon stanten der Erwärmung und der Abkühlung von<B>27</B> lässt sieh jedoch erreichen, dass auch bei schnell aufeinanderfolgenden Störungen die Wiedereinschaltung genügend verzögert wird.
Die Erfindung gibt in Zusammenhang mit den in der Zeichnung dargestellten Einrieh- tungen die Möglichkeit, ein Gerät zu schaffen, das auch ohne Wartung einen hohen Grad von Zuverlässigkeit aufweist. Zum Betrieb des mechanischen StromrieUters werden hier bei<B>je</B> nach der Stromstärke und Spannung zweckmässig alle Mittel angewendet, die für mechanisehe Stromriehter bekanntgeworden sind, beispielsweise auch die in der Zeichnung nicht dargestellten Kapazitäten parallel zu den Unterbreehungskontakten oder Einsehaltdros- seln. Die Erfindung kann auch für grosse Leistungen Bedeutung haben,
wenn es sieh darum handelt, Kontaktumformer für un ruhigen Betrieb oder für bedienungslose An lagen zu verwenden.