CH294686A - Verfahren zur Umwandlung flüssiger Kohlenwasserstoffe in olefinhaltige Gase und aromatische Kohlenwasserstoffe. - Google Patents

Verfahren zur Umwandlung flüssiger Kohlenwasserstoffe in olefinhaltige Gase und aromatische Kohlenwasserstoffe.

Info

Publication number
CH294686A
CH294686A CH294686DA CH294686A CH 294686 A CH294686 A CH 294686A CH 294686D A CH294686D A CH 294686DA CH 294686 A CH294686 A CH 294686A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
sep
reaction vessel
pressure
volume
hydrocarbons
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Limited Petrocarbon
Original Assignee
Limited Petrocarbon
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Limited Petrocarbon filed Critical Limited Petrocarbon
Publication of CH294686A publication Critical patent/CH294686A/de

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  <B>Verfahren zur Umwandlung flüssiger</B>     Kohlenwasserstoffe        in        olefinhaltige   <B>Gase</B>  <B>und aromatische</B>     Kohlenwasserstoffe.       In den britischen Patenten Nr. 552216,  574973,<B>575766</B> und<B>575771</B> beschreibt.  Dr.

   C.     Weizmann    Verfahren zur Herstellung  von     aromatischen        Kohlenwasserstoffen    zusam  men mit.     olefinhaltigen    Gasen aus minerali  schen sowie andern flüssigen     Kohlenwasser-          stoffen,    die zwischen 50 und     4000C    sieden,  bei welchen das Ausgangsmaterial in Dampf  form durch     Reaktionsgefässe    geleitet wird, in  denen sieh zur     Hydrierung    und     Dehydrierimg     geeignete     Katalvsatoren    befinden,

   und     zwar     bei Temperaturen zwischen 500 und     800     C  und angenähert. Atmosphärendruck sowie mit  einer     Durcbflussgeschwindigkeit,    welche zwi  schen 0,05 und 0,20 und zwischen 0,10 und  0,50 Liter des flüssigen Ausgangsmaterials  pro Liter     wirksames        Katalysatorvolumen    je  Stunde variiert..  



  In der     sehweiz.    Patentschrift     Nr.275431     ist ein Verfahren zur praktisch vollständigen  Umwandlung von zwischen 50 und     400     C  siedenden flüssigen     Kohlenwasserstoffen,    wel  che ganz oder teilweise     aus    nicht     aromatischen          Kohlenwasserstoffen    bestehen, in     olefinhaltige     Gase und aromatische     Kohlenwasserstoffe    be  schrieben, bei welchem man das verdampfte  Ausgangsmaterial durch ein Reaktionsgefäss  leitet., welches mit     praktisch    nicht.

   absorptions  fähigen Körpern aus     nichtmetallischem        -,Nlate.-          rial    gefüllt ist, die bei Temperaturen im Be  reich von. etwa     l.000     C hitzebeständig sind,  und     zwar    bei einer Arbeitstemperatur zwi-    sehen 600 und 800  C, einem     Druck    zwischen  etwa Atmosphärendruck und     Atm.    und  einer     Durchflussgesehwindigkeit    zwischen 0,05  und 0,6 Liter (als Flüssigkeit gemessen) des  Ausgangsmaterials je Stunde pro Liter des       Reaktionsgefässv        olumens.     



  Dieses Verfahren     beruht    im wesentlichen  auf zwei aufeinanderfolgenden Reaktionen,  zunächst. einem     Kraeken,    welches eine grosse       Wärmezufuhr    erfordert, und dann einer rela  tiv langsamen     Aromatisierung,    welche prak  tisch     thermisch    neutral ist. Obwohl diese Re  aktionen in dem Sinne aufeinanderfolgen, dass  das     Kracken    beginnen muss, bevor die Aroma  tisierung erfolgt, so wird doch ein beträcht  licher Anteil der     Krackprodukte    bereits im  Eingangsteil des Reaktionsgefässes aromati  siert.

   Die thermischen Verhältnisse bei der  artigen Verfahren (vergleiche die Erläute  rungen in der     brit.    Patentschrift Nr.<B>575383)</B>  lassen es als erwünscht erscheinen, ein Reak  tionsgefäss zu verwenden, das einen Eingangs  teil     aufweist,    in welchem die gesamte     Krak-          kung    oder mindestens der grössere Teil des       Krackens    stattfindet und bei welchem das  Verhältnis von Oberfläche zu Volumen ver  hältnismässig gross ist, und einen folgenden  Teil, in welchem die Aromatisierung vollendet  wird, jedoch keine oder nur eine geringe       Krackung    erfolgt und bei welchem das Ver  hältnis von Oberfläche zu Volumen verhält  nismässig klein ist.

   Im     folgenden.    wird der      Eingangsteil     als         Kraekabschnitt     und der  folgende Teil als      Aromatisierungsabschnitt      bezeichnet. Der     Krackabschnitt    besteht zweck  mässig aus einem Rohr mit einem Durchmesser  von 51 bis 102 mm und der     Aroniatisierungs-          abschnitt    aus einem Rohr mit einem Durch  messer von 152 bis 305 mm.

   Es wurden Ver  suche zum Zwecke durchgeführt, das Durch  gangsquantum pro Reaktionsgefäss erhöhen  und die     Durchgangsdauer    verlängern zu kön  nen, bevor es notwendig wird, den     Betrieb     für die Abtrennung der im Reaktionsgefäss  abgelagerten Kohle zu unterbrechen.

   Es wurde  gefunden,     da.ss    die     Anwesenheit.    von Wasser  dampf oder von Kohlendioxyd in der     denn          Reaktionsgefäss    zugeführten dampfförmigen  Charge nur geringen Einfluss auf die im     Aro-          matisierungsabsehnitt.    abgelagerte Kohle be  sitzt, wogegen durch diese Stoffe im     Kraek-          abschnitt        abgelagerte    Kohle in erheblicher  Menge entfernt wird. Ferner wurde gefunden.

    dass ein praktisch gänzlich aromatisches flüs  siges Produkt erhalten wird, wenn der     Kraek-          abschnitt    mit nicht absorbierenden Füllkör  pern gepackt wird, während der     Aromatisie-          rungsabschnitt    keine Füllkörper enthält.  Hierbei wird durch die Zufuhr einer     geeigg-          neten    Menge Wasserdampf oder Kohlendioxyd  mit dem verdampften Ausgangsmaterial er  möglicht, dass die Anlage während sehr langen  Perioden, z. B. 400 Stunden und     mehr,    arbei  ten kann, bis eine Regenerierung durch Ab  brennen der abgelagerten Kohle notwendig  wird.

   Unter solchen Bedingungen sind erhöhte  Drücke und dementsprechend grössere Durch  sätze möglich, ohne dass die Dauer eines       Duchganges    erheblich verringert zu werden  braucht..  



  Gegenstand der Erfindung ist somit ein  Verfahren zur     praktisch    vollständigen Um  wandlung von     flüssigen        Kohlenwasserstoffen     mit einem Siedepunkt     zwischen    50 und     400     C,  welche ganz oder     hauptsächlich    nicht aroma  tischer     1\atur    sind, in     olefinhaltige        Cxase    und  aromatische     Kohlenwasserstoffe    durch     Krak-          ken    und Aromatisierung, welches dadurch ge  kennzeichnet     ist,

      dass man das Ausgangsmate  rial verdampft und     unter    Zusatz einer gerin-    gen Menge eines Stoffes mit der Fähigkeit,  im     Reaktionsgefäss    abgelagerte Kohle bei den  im Reaktionsraum herrschenden Temperaturen  und Drücken zu oxydieren, durch ein Reak  tionsgefäss leitet, und     zwar    bei einer Tempe  ratur zwischen 600 und     850     C, einem Druck  zwischen Atmosphärendruck und 10     Atm.    und  mit einer     Durehgangsgesehwindigkeit    zwischen  0,0.5 und 2,0 Liter pro Stunde (als Flüssig  keit. gemessen) je Liter des Reaktionsgefäss  volumens, wobei der Eingangsabschnitt des  Reaktionsgefässes mit praktisch nicht.

   absorp  tionsfähigen     Körpern    gefüllt.     ist,    welche     aus          niehtinetallischem        Material    bestehen und bei  Temperaturen von etwa 1000  C     hitzebestäii..          dig    sind, während der übrige Teil des Reak  tionsgefässes kein Füllmaterial enthält.  



  Das Oxydationsmittel, welches zusammen  mit dein verdampften     Ausgangsmaterial    dem       Reaktionsgefäss    zugeführt. wird, kann z. B.       '\\''asserdampf    oder Kohlendioxyd sein und  wird zweckmässig in einer Menge     zwiwllen     0,1 und 2 Gewichtsprozenten der Charge zu  gesetzt.. Hierbei wird     )Ärasserdampf        bevorzugt.     weil dieser zu einer geringeren Verunreini  gung der gasförmigen     Produkte    mit Kohlen  dioxid führt.  



  Es wird     zweekniiissig    bei Drücken zwischen  etwa 2 und 6     Atin,    und Temperaturen zwi  schen 650 und     780     C     und    mit einer     Dureb-          flussgeschwindigkeit    zwischen 0,3     und    1,<B>-5</B>  Liter (als Flüssigkeit     geniessen)    des Ans       gangsmaterials    je Stunde pro Liter des     Reak-          tionsgefässvolumens    gearbeitet. Das Reaktions  gefäss hat     zweckmässig    einen     1@ingangs-    bzw.

         Krackabschnitt    mit einem     verhältnismässig     grossen Verhältnis von Oberfläche zu Volu  men und     einen        Aroinatisierungsabschnitt    mit  einem     verhältnismässi;

  -    kleinen Verhältnis von  Oberfläche zu Volumen.     Beispielsweise    kann  das Reaktionsgefäss einen Eingangsteil besit  zen, welcher durch ein Rohr     mit    einem Dur     eh-          inesser    von 51 bis 102 min gebildet wird, wäh  rend der folgende Abschnitt. aus einem Rohr  mit einem     Durchmesser        von    152 bis 305     mm     bestehen kann.  



  Die als Füllmaterial für den Eingangsteil  dienenden Körper haben zweckmässig eine sol-      ehe Grösse und Form, dass der leere Raum  etwa     -i5    bis     501/o    des totalen Volumens des       Krack        Absehnittes    ausmacht.  



  Zur Bestimmung, ob die Füllkörper     prak-          tusch        nieht    absorptionsfähig sind, kann fol  gendermassen verfahren werden: Eine Anzahl  Probestücke wird bei einer Temperatur von  mindestens l20  C so lange erhitzt, bis kein  weiterer Gewichtsverlust erfolgt.. Die getrock  neten Körper werden dann sofort in kaltes  destilliertes Wasser     geschüttet,    das zum Sie  den erhitzt wird. Das Wasser wird eine       Stunde    auf dem Siedepunkt gehalten und  hierauf abkühlen gelassen. Dann werden die  Probestücke herausgenommen, sorgfältig mit  einem trockenen Tuch     abgewiseht    und gewo  gen.

   Eine Absorptionsfähigkeit bis 50 mg       Wasesr    je     cm3    Material kann     als    zulässig     be-          traehtet    werden, obwohl Körper, welche nicht  mehr als 10     mg-    Wasser je     cm3    Material ab  sorbieren, vorzuziehen sind.  



  Das Füllmaterial muss bei Temperaturen  im Bereich von     l.000     C hitzebeständig sein,  es darf weder weich werden noch zerbröckeln  oder verbrennen. Es sollte einer grossen An  zahl von Oxydationen     zwecks    Abbrennen von  abgelagerter Kohle Widerstand leisten. Das  verwendete Füllmaterial hat.     zweckmässig    die  Form von Klumpen, grossen oder kleinen Ku  geln oder festen Ringen. Besonders geeignet  sind Füllkörper aus glasartigem bzw. dicht       gebranntem,    nicht porösem     keramiseliem        14fa-          terial,    z. B. Porzellan, Steingut, Quarz, ge  schmolzener Kieselerde und     dergleichen.     



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren bietet       wiehtige    Vorteile,     insofern    es die Verwendung  höherer     Drüeke    gestattet, grössere Durch  gangsgesehwindigkeiten zulässt und     gleiehzei--          tig    gestattet, die Betriebsdauer weit, über die  Zeit hinaus zu verlängern, welche bei den  bisher bekannten Verfahren möglich war.  Durch die Erhöhung des Arbeitsdruckes und  der     Durehgangsgesehwindigkeit    unter Auf  recht.erlialtung der Temperaturen treten keine  erheblichen     Sehwankungen    in der Zusammen  setzung der flüssigen und gasförmigen Pro  dukte auf.

      Die günstigsten Werte von Druck, Tem  peratur und Durchgangsgeschwindigkeit sind  erheblich voneinander sowie auch von der  Natur der Charge abhängig. Es ist beispiels  weise im allgemeinen notwendig, bei einer ver  hältnismässig hohen Durchgangsgeschwindig  keit entsprechend hohe     Drüeke    und Tempe  raturen zu wählen.

   Ferner erfordert bei einer  konstanten     Durehgangsgesehwindigkeit    eine  Zunahme oder Abnahme des Druckes im all  gemeinen eine Abnahme oder Zunahme der  Temperatur oder umgekehrt.     Es    ergeben sieh       beispielsweise    gute Resultate unter folgenden  Reaktionsbedingungen:       a.)    Temperatur 700  C, Druck 2     Atm_          Durchgangsgeschwindigkeit        0,.1    Liter je Stunde  pro Liter     Reaktionsgefässvolumen.     



  b) Temperatur 700  C, Druck 4     Atin.,          Durchgangsgesehwindigkeit    0,95 Liter je  Stunde pro Liter     Reaktionsgefässvolumen.     



  c) Temperatur 670  C, Druck 4     Atm.,     Durchgangsgeschwindigkeit 0,4 Liter je Stunde  pro Liter     Reaktionsgefässvolumen.     



  Es sei darauf hingewiesen, dass die Er  höhung der Durchgangsgeschwindigkeit bei       konstanter    Temperatur nicht eine proportio  nale, sondern eine grössere     Druckerhöhung    er  fordert.  



  Die oben genannten Bedingungen kommen  in erster Linie für bis zu 300  C siedendes  Ausgangsmaterial in Betracht. Für höher sie  dende Chargen sind im allgemeinen niedrigere  Drucke und Durchgangsgeschwindigkeiten  zweckmässig, wenn eine längere Betriebsdauer  erwünscht ist, z. B. eine     solehe    von über 100  Stunden. Ein weiterer Vorteil des erfindungs  gemässen Verfahrens besteht darin, dass es, bei  verhältnismässig hohem Druck und hoher  Durchgangsgeschwindigkeit     ausgeführt,    ein  gasförmiges Produkt von sehr niedrigem Ace  tylengehalt ergibt.

   Es ist möglich, unter min  destens 4     Atm.    Druck und einer Durchgangs  geschwindigkeit von wenigstens 0,9 Liter je  Stunde pro Liter     Reaktionsgefässvolumen    bei  einer Temperatur zwischen 680     und    700  C  den Acetylengehalt des gasförmigen Produk  tes unterhalb 0,01     Gewiehtsprozent    zu halten.  Bei einem Druck von     2Atm.    und einer Durch-           gangsgeschwindigkeit    von 0,4 Liter je Stunde  pro Liter     Reaktionsgefässvolumen    und einer  Temperatur     zwischen    680 und 700  C ist. der  Acetylengehalt des gasförmigen Produktes  etwa 0,05 Gewichtsprozent.

   Die Verringerung  des     Acetilengellaltes    ist ein wichtiger Vorteil,  weil. dadurch die Abtrennung von reinem  Äthylen aus dem gasförmigen Produkt- erleich  tert wird.    Die angegebenen     Arbeitstemperaturen    gel  ten jeweils für den Hauptteil des     Reaktions-          gemisches,    wobei natürlich die Temperatur am  Eingang des     Krackabschnittes    niedriger sein  kann, z. B. zwischen 500 und 550  C.  



  Die angegebenen Drucke wurden am Ein  gang des Reaktionsgefässes gemessen. In der  Regel findet im     Reaktionsgefäss    ein Druck  abfall statt. Bei einem Eingangsdruck von  4,2     kglcm2,    einer     Durchflussgeschwindigkeit     von 0,9 Liter je Stunde pro Liter     Reaktions-          gefässvolumen,    und einer     Füllkörperpaekung     im     Krackabsehnitt,    die etwa 50 /o freien       Raum,    lässt, wurde im gesamten Reaktions  gefäss ein Druckabfall von 0,63 bis 0,84     kg/cln2     gemessen.

   Bei einem Eingangsdruck von  2,1.     kg/cm2,    einer     Durchflussgeschwindigkeit     von 0,4 Liter je Stunde pro Liter     Reaktions-          gefä.ssvolumenund    der gleichen Füllung, wie  oben angegeben, wurde ein     Driiekabfall    von  0,21 bis 0,42     kg/cm2        festgestellt.    Der Druck  abfall ist abhängig vom Eingangsdruck, der  Grösse des Reaktionsgefässes, der Form des       Füllmaterials    und der     Durchflussgesehwindig-          keit,    hat. aber keinen nennenswerten Einfluss  auf die erhaltenen Resultate.

      Die wichtigsten Ausgangsmaterialien für  das erfindungsgemässe Verfahren sind Erdöl  destillate, welche zwischen 50 und 400  C  sieden, insbesondere Fraktionen mit. einem  Siedepunkt zwischen 90 und 300  C. Andere  nichtaromatische flüssige     Kohlenwasserstoffe,     z. B. die Produkte des     Krackens@    und     Regene-          rierens    von natürlichen Mineralölen bzw. ihrer  Fraktionen, sowie durch     synthetische    Verfah  ren     erhaltene    flüssige     Kohlenwasserstoffe,     z. B. nach dem     Fiseher-Tropsch-Verfahren,     eignen sieh     ebenfalls    als Ausgangsmaterial.

      Bei Anwendung des erfindungsgemässen Ver  fahrens auf ein unterhalb 300  C siedendes  Destillat sind die Ausbeuten an     gasförmigen     und flüssigen Produkten annähernd gleich,  wenn das Ausgangsmaterial aus     paraffini-          schen    oder aus     naphthenisehen    Rohölen ge  wonnen wurde. Das flüssige Produkt besteht.  in beiden Fällen fast vollständig aus aromati  schen     Kohlenwasserstoffen    (Benzol und     polv-          zyklische    Verbindungen).

   Das gasförmige Pro  dukt     enthält    den gesamten Bereich von  Paraffinen und     Olefinen    von     -Methan    zum       Betan    und den     Butenen        zusammen    mit. Was  serstoff, wovon einen erheblichen Anteil an  wertvollen     Olefinen.    Das gasförmige     Produkt     enthält. auch in geringer     -Menge    Kohlenmono  xyd     undloder        Kohlendiox@-d,    je nachdem der  Charge     Wasserdampf    oder     Kohlendioxid    zu  gesetzt wurde.  



       Beispiele:     Die verwendete Anlage hatte ein Reaktions  gefäss, bestehend aus einem Rohr von 6,1     in     Länge und 76 min     Innendurchmesser,    welches  in ein Rohr von     1.,37        11i    Länge und 228     iiiin     Innendurchmesser führte. Das engere Rohr,  welches den     Krackabselinitt    des Reaktions  gefässes bildet, enthielt Füllkörper aus hartem  Porzellan, welche durch     Zerschlagen    von       Hoehspanniuigsisolatoren    erhalten wurde.

   Das  Füllmaterial wurde     auf    gleiche Grösse von  etwa 12,7     nim    Dicke und 19     Bim    Breite ge  bracht. Dieses     Füllmaterial    ergab beim oben  beschriebenen     -Vasserabsorptionstest    eine Ab  sorptionszahl von     4,?        nig    Wasser je     e1113    Mate  rial. Das gefüllte Rohr hatte einen freien       Raum        von        etwa        50%        des        Rolii-voluniens.        Das     weite Rohr von 228 mm.

   Durchmesser bildete  den     Aroinatisierungsabsehnitt    und enthielt  -.ein Füllmaterial.    Als     Ausgangsmaterial        wurde        einerseitzs     Kerosin aus dein mittleren Osten und ander  seits     Naphtha    aus Texas verwendet.. In beiden  Fällen wurden 0,6 Volumenprozent.

   Wasser  in das     Kolilenwasserstoffgemiseh        emulgiert.          Sodann    wurde das     Geiniseh    durch einen Ver  dampfer aus     Flusseisen        geleitet    und in Dampf  von 500  C umgewandelt, welcher dem Krack-      abschnitt des     Reaktionsgefässes    zugeleitet  wurde und von dort dem     angesehlossenen          Aromatisierungsabschnitt.    Die aus letztge  nanntem Abschnitt austretenden Produkte  wurden gekühlt, durch einen     Teerabscheider     einem Kondensator zugeführt und in einer  Vorlage aufgefangen, in welcher das flüssige  Produkt von den Gasen abgetrennt wurde.

    Die erhaltenen Produkte wurden     analvsiert.       Der     Wasserzusatz    kann mit dem Ausgangs  material dadurch in eine     Emulsion    überge  führt werden,     da.ss    die Mischung in einer       Emulgiermasehine    oder einem     Homogenisator     verarbeitet wird;     anderseits    wurde als aus  reichend befunden, das Gemisch mittels einer  Pumpe im     Kreislauf    zirkulieren zu     lassen    und  von diesem Kreislauf das Gemisch dem Ver  dampfer zuzuführen.

    
EMI0005.0014     
  
    Kerosin <SEP> aus <SEP> dem <SEP> Naphtha
<tb>  mittleren <SEP> Osten <SEP> aus <SEP> Texas
<tb>  Siedegrenzen <SEP> der <SEP> Charge <SEP> <B>175</B> <SEP> 965  <SEP> G <SEP> 97-248  <SEP> C
<tb>  Spez. <SEP> Gewicht <SEP> der <SEP> Charge <SEP> 0,796 <SEP> 0,794
<tb>  Arbeitsdruck, <SEP> kg/cm= <SEP> 4,2 <SEP> 4,2
<tb>  Durehflussgesehwindigkeit, <SEP> Liter <SEP> je <SEP> Stunde
<tb>  pro <SEP> Liter <SEP> des <SEP> Reaktionsgefässvolumens <SEP> 0,93 <SEP> 0,93
<tb>  Arbeitstemperatur <SEP> 690-695  <SEP> C <SEP> 690-695  <SEP> C
<tb>  Betriebsdauer <SEP> 400 <SEP> Std.

   <SEP> 400 <SEP> Std.
<tb>  Flüssige <SEP> Produkte,
<tb>  Gewichtsprozente <SEP> der <SEP> Charge <SEP> 48.6% <SEP> 49,50/0
<tb>  Gasförmige <SEP> Produkte,
<tb>  Gewichtsprozente <SEP> der <SEP> Charge <SEP> 50,4 /0 <SEP> 49,4 /o
<tb>  <I>Zusammensetzung <SEP> der <SEP> gasförmigen <SEP> ProdnIcte.</I>
<tb>  Gew.-/ <SEP> der <SEP> Charge <SEP> Gew.-/ <SEP> der <SEP> Charge
<tb>  1I. <SEP> 0,4 <SEP> 0,5
<tb>  <B>ei</B>II <SEP> 15,9 <SEP> 17,8
<tb>  C-114 <SEP> 12,1.

   <SEP> 9,4
<tb>  C"Ha <SEP> 8,3 <SEP> 6,4
<tb>  C3116 <SEP> 9,7 <SEP> 8,9
<tb>  C3<B>1-18</B> <SEP> 1,2 <SEP> 1,5
<tb>  ('-Verbindungen <SEP> 2,8 <SEP> 4,9
<tb>  <I>Zusantmensetzicng <SEP> des <SEP> flüssigen <SEP> Produktes.</I>
<tb>  Gew.- <SEP> der <SEP> Charge <SEP> Gew.- <SEP> % <SEP> der <SEP> Charge
<tb>  Vorlauf <SEP> 0,5 <SEP> 1,0
<tb>  Benzol,-Fraktion <SEP> 6,5 <SEP> 9,2
<tb>  Toluol-Fraktion <SEP> 6,8 <SEP> 9,9
<tb>  Yylol-Fraktion <SEP> 5,7 <SEP> 5,0
<tb>  Alkylbenzol-Fraktion <SEP> 6,9 <SEP> 4,5
<tb>  Naphthalin-Fraktion <SEP> 3,3 <SEP> 3,5
<tb>  Alkvlnaphthalin-Fraktion <SEP> 4,9 <SEP> 4,6
<tb>  1löhere <SEP> aromatische <SEP> Verbindungen
<tb>  und <SEP> Pech <SEP> 14,0 <SEP> 11,8         Das gasförmige Produkt enthielt in beiden  Fällen etwa 0,5 Gewichtsprozente     Kohlen-          monoxT.d    und 0,

  007 Gewichtsprozente     Aee-          ty        len.     



  Das flüssige Produkt. bestand     zu    über       90%        aus        aromatischen        Verbindungen.        Die     Reinheit der aus dem Kerosin erhaltenen     Ben-          zol-        und        Toluol-Fraktionen        betrug        94%        bzw.          961/o,    während die aus     Texas-Naphtha.    erhal  tenen entsprechenden Fraktionen eine Rein  heit von 92     bzw.        940/a    hatten.  



  Ein weiterer Versuch mit Kerosin aus dem  mittleren     Osten    wurde unter ähnlichen Be  dingungen durchgeführt, wobei als Oxyda  tionsmittel Kohlendioxyd anstatt Wasser  dampf verwendet wurde. Das     C0.    wurde  zwischen dem Verdampfer und dem Reak  tionsgefäss in die Charge eingeleitet, und zwar  in einer Menge von etwa 1     Gewichtsprozent     der Charge. Die Betriebsdauer betrug 200  Stunden. Die Resultate waren annähernd die  selben, wie in Kolonne 1 oben angegeben, je  doch enthielt das gasförmige Produkt, etwa  0,7 Gewichtsprozente     C0,    und eine ähnliche  Menge C0.  



  Die Versuche wurden abgebrochen, bevor  die Apparatur ;durch abgeschiedenen Russ  verstopft war. Eine Untersuchung der An  lage zeigte, dass es wahrscheinlich möglich  gewesen wäre, die     Versuche    auf die doppelte  Zeitdauer auszudehnen, ohne Verstopfungen  befürchten zu müssen.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren kann  vorteilhaft in einem Reaktionsgefäss durchge  führt werden, wie schematisch gezeigt in der  beiliegenden Zeichnung.  



  Die Zeichnung zeigt. im Schnitt. einen ver  tikalen Ofen 10, in welchem eine Anzahl Re  aktionsgefässe 14 längs der Ofenseiten ange  ordnet sind. Eine ähnliche Apparatur ist in  der schweizerischen Patentschrift     Nr.277656     näher beschrieben.  



  Jedes Reaktionsgefäss 14 besteht. aus einem       v        erhältnismässig    engen Rohr 15, welches in  ein verhältnismässig     weites    Rohr 16 übergeht,  wobei der enge Teil den     Krackabschnitt    und  der weite Teil den     Aromatisierungsabschnitt     bildet. Der Teil 15 wird mit. Füllmaterial ge-    füllt, während der Teil 1.6 kein Füllmaterial  enthält. Zweckmässig hat. der Teil 15 eine  Länge von 4,6 bis 7,65     ni    einen     Durchmesser     von 51. bis 102 mm, und der Teil 16 eine  Länge von 1,2 bis 3,6 m und einen Dur     ch-          inesser    von 152 bis 305 mm.  



  Den Reaktionsgefässen     1.4    wird die     dampf.          förmige    Charge durch die Rohre 38 zugeführt,  welche durch die Kanäle 40 und 41 am obern  Ende     des    Ofens 10 geführt sind. Jedes Reak  tionsgefäss 14 ist am untern Ende mit einem       Auslassrohr    42 und einem Ventil 43 versehen,  und     sämtliche        Auslassrohre    42 münden in der  Rohrleitung     44.    Zum     Einspritzen    eines Kühl  mittels dient der Stutzen 45.  



  Der Ofen wird durch den Brenner 11 am  obern Ende des Ofens erhitzt. Die Verbren  nungsgase verlassen den Ofen am untern  Ende durch den     Abzug    12. Der ringförmige  Kanal 17     ist    mit einer Reihe von Düsen<B>18,</B>  19 versehen, durch welche Kühlgase zur Rege  lung der Temperatur im untern Ofenteil zu  geführt werden können.  



  Kohlendioxyd bz w. Dampf oder Wasser  kann der dampfförmigen Charge an geeigne  ter Stelle zwischen den Verdampfern und  dem Ofen durch die Rohre 38 unter Druck  zugeleitet werden. Zwecks Regelung der ein.  geführten Mengen können     l@lessvorriehtung-eri     eingebaut werden.  



  Wie in den     Beispielen    erwähnt., kann der  flüssigen Charge auch     Wasser    vor der Ver  dampfung     zugesetzt    werden.  



  Obwohl es vorgezogen wird, das erfin  dungsgemässe Verfahren in geraden, rohrför  migen Reaktionsgefässen auszuführen, kann  der     Kraekabsehnit.t        und'oder    der folgende       Aromatisierungsabsehnitt    auch aus Rohr  schlangen bestehen. Die Erhitzung des     Kraeh-          absehnittes    und des     Aromatisierungsabsehnit-          tes    kann auch in     getrennten    Öfen     stattfinden.  

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zur praktisch vollständigen Uni wandlung von flüssigen. Kohlenwasserstoffen mit einem Siedepunkt. zwischen 50 und 400 C, welche ganz oder hauptsächlich niehtaronia- tiseher Natur sind, in olefinhaltige Gase und aromatische Kohlenwasserstoffe durch Krak- ken und Aromatisierung, dadurch gekenn zeichnet, dass man das Ausgangsmaterial ver dampft.
    und unter Zusatz einer geringen Menge eines Stoffes mit der Fähigkeit., im Reaktionsgefäss abgelagerte Kohle bei den im Reaktionsraum herrschenden Temperaturen und Drücken zu oxydieren, durch ein Reak tionsgefäss leitet, und zwar bei einer Tempe ratur zwischen 600 und 850 C, einem Druck zwischen Atmosphärendruck und 10 Atm. und mit einer Durchgangsgeschwindigkeit zwischen 0,05 und 2,0 Liter je Stunde (als Flüssigkeit gemessen) pro Liter des Reaktionsgefässvolu- mens, wobei der Eingangsabschnitt des Reak tionsgefässes mit praktisch nicht absorptions fähigen Körpern gefüllt ist, welche aus nicht metallischem.
    Material bestehen und bei Tem peraturen von etwa. 1000 C hitzebeständig sind, während der übrige Teil des Reaktions- gef'sisses kein Füllmaterial enthält. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der genannte Zu- sat7stoff Wasserdampf ist. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der genannte Zu satzstoff Kohlendioxyd ist. 3.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass bei einem Druck von 2 bis 6 Atm., einer Temperatur von 650 bis 780 C und mit einer Durchflussgesehwin- digkeit von 0,3 bis 1,5 Liter (als Flüssigkeit gemessen) je Stunde des Ausgangsmaterials pro Liter des Reaktionsgefä.ssvolumens gear beitet wird. 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Füllkörper aus glasartigem Material bestehen. 5. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Füllkörper aus dicht gebranntem keramischen Material be stehen. 6. Verfahren gemäss Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass die Füllkörper aus Hartporzellan bestehen. 7.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, da.ss das Verhältnis von Oberfläche zu Volumen im Eingangsabschnitt grösser ist als im übrigen Teil des Reaktions gefässes. B. Verfahren gemäss Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass das Reaktionsge fäss durch ein gerades Rohr gebildet wird.
CH294686D 1949-07-26 1950-07-26 Verfahren zur Umwandlung flüssiger Kohlenwasserstoffe in olefinhaltige Gase und aromatische Kohlenwasserstoffe. CH294686A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB294686X 1949-07-26

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH294686A true CH294686A (de) 1953-11-30

Family

ID=10292035

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH294686D CH294686A (de) 1949-07-26 1950-07-26 Verfahren zur Umwandlung flüssiger Kohlenwasserstoffe in olefinhaltige Gase und aromatische Kohlenwasserstoffe.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH294686A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1568469A1 (de) * 1966-04-29 1972-02-24 Esso Res And Engineering Co Verfahren zum thermischen Kracken von Kohlenwasserstoffen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1568469A1 (de) * 1966-04-29 1972-02-24 Esso Res And Engineering Co Verfahren zum thermischen Kracken von Kohlenwasserstoffen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69308145T2 (de) Verfahren zur herstellung von monoolefinen
DE1135892B (de) Verfahren zur Herstellung von normalerweise gasfoermigen Olefinen
CH343374A (de) Verfahren zur Durchführung endothermer chemischer Reaktionen
DE2535927C3 (de) Verfahren zur thermischen Kohlenwasserstoffcrackung
CH294686A (de) Verfahren zur Umwandlung flüssiger Kohlenwasserstoffe in olefinhaltige Gase und aromatische Kohlenwasserstoffe.
DE1032246B (de) Verfahren zur Herstellung von Olefinen
DE859152C (de) Verfahren zur Umwandlung fluessiger Kohlenwasserstoffe in olefinhaltige Gase und aromatische Kohlenwasserstoffe
DE830637C (de) Verfahren zur Herstellung von Wasserstoff
DE2038917C2 (de) Vorrichtung zur Ausführung einer Pyrolyse eines chemischen Strömungsmittels
DE843849C (de) Verfahren zur Herstellung von sauerstoffhaltigen Verbindungen
DE2333185C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Olefinen durch thermische Spaltung von Kohlenwasserstoffen
CH275431A (de) Verfahren zur Umwandlung von Kohlenwasserstoffen.
DE897556C (de) Verfahren zur Herstellung gasfoermiger ungesaettigter Kohlenwasserstoffe
DE3426036C2 (de)
DE1018183B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von OElgas
DE1044799B (de) Verfahren zur Herstellung von Gasololefinen, insbesondere AEthylen
DE398487C (de) Verfahren zum Spalten von schweren Kohlenwasserstoffen
AT200567B (de) Verfahren zur Herstellung von Acetylen und/oder Äthylen und/oder Olefinen mit 2-4 C-Atomen durch pyrolytische Spaltung von Kohlenwasserstoffen sowie Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens
AT201573B (de) Verfahren zur Herstellung von niedermolekularen ungesättigten Kohlenwasserstoffen
AT217993B (de) Verfahren zur Herstellung normalerweise gasförmiger Olefine
DE559735C (de) Verfahren zur UEberfuehrung von Kohlenwasserstoffen in niedrigermolekulare Kohlenwasserstoffe
DE1816827A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Wasserstoff und Kohlenmonoxyd enthaltenden Gasen
DE1205958C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung eines an Olefinen reichen Gases
DE922289C (de) Verfahren zur Herstellung von AEthylen
DE685130C (de) Verfahren zum Spalten von Kohlenwasserstoffoelen in der Dampfphase