CH286325A - Farbstoffpräparat. - Google Patents

Farbstoffpräparat.

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CH286325A
CH286325A CH286325DA CH286325A CH 286325 A CH286325 A CH 286325A CH 286325D A CH286325D A CH 286325DA CH 286325 A CH286325 A CH 286325A
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Aktiengesellschaft Ciba
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      Farbstoffpräpar        at.       Den Gegenstand der vorliegenden Erfin  dung bildet ein neues, beständiges Farbstoff  präparat. Dieses ist gekennzeichnet durch den  Gehalt eines metallabgebenden Mittels und  eines direktziehenden     Azofarbstoffes,        dessen     komplexe Metallverbindungen an sich schwer  löslich sind, sowie einer festen, wasserlöslichen  von sauren Gruppen freien     aliphatischen     Base, welche mindestens eine     Hydroxylgruppe     enthält und welche die Löslichkeit der aus  dem Bildungsgemisch entstehenden komplexen  Metallverbindung bewirkt.  



  Die erfindungsgemäss zu verwendenden  Bildungsgemische für die an sich in Wasser       schwerlöslichen    Metallverbindungen können  metallabgebende Mittel enthalten, welche die  Metalle mit den Ordnungszahlen 24 und 30,  insbesondere aber Nickel und vor allein Kup  fer abzugeben vermögen.  



  Die neuen Präparate enthalten solche       Azofarbstoffe,    welche in metallfreiem Zustand  in     Wasser    noch löslich und zum Färben von       cellulosehaltigen    Materialien geeignet sind,  welche aber als Kupferverbindungen in Was  ser schwerlöslich und zufolge dieser Eigen  schaft zum Färben schlecht geeignet sind, zum  mindesten wenn man von Färben aus Suspen  sionen absieht, welche Methode in der Regel  unbefriedigende Ergebnisse liefert. Als  schwerlöslich gelten im vorliegenden Falle  auch diejenigen komplexen Metallverbindun  gen, welche in Wasser kolloidale Lösungen er  geben. Erfahrungsgemäss sind auch diese Me  tallverbindungen wegen ihres sehr schlechten    Ziehvermögens zum Färben an sich unge  eignet.  



  Die in den Präparaten zu verwendenden,  in Wasser     schwerlöslichen,    Komplexe ergeben  den Farbstoffe können als komplexbildende  Gruppen z. B.     o-Oxycarbonsäuregruppierun-          gen    enthalten, wie sie unter anderem in der       Salicylsäure    vorliegen. Ferner sind in diesem  Zusammenhang auch Farbstoffe mit der Atom  gruppierung  
EMI0001.0015     
    zu erwähnen.  



  Als besonders vorteilhaft erweisen sich  unter anderem     o,o'-Dioxyazofarbstoffe,    das  heisst Farbstoffe, welche die Atomgruppierung  
EMI0001.0017     
    enthalten.  Im allgemeinen ist es zweckmässig, die  Farbstoffe für die     Farbstoffpräparate    in sol  chem Zustande zu verwenden bzw. so herzu  stellen, dass deren     ionogene    salzbildende Grup  pen, das heisst insbesondere     Sulfonsäure-    und       Carboxylgruppen    als Metallsalze, z. B. Alkali  metallsalze und nicht als freie Säuregruppen  oder     Ammoniumsalze    vorliegen.

        Als     metallabgebende    Mittel kommen bei  den Färbepräparaten die an sich bekannten,       üblicherweise    zur Herstellung komplexer Me  tallverbindungen dienenden Verbindungen in  Betracht. Falls als metallabgebende Mittel  einfach gebaute     Metallsalze    verwendet werden,  wie z. B. Sulfate, Nitrate oder Acetate, ist es  im allgemeinen zweckmässig, den Präparaten       ausser    den Metallsalzen noch geeignete Zu  sätze, welche während des Färbens eventuell  entstehendes     Metallhydroxyd    zu     emulgieren     vermögen, beizufügen.

   Als Beispiel eines sol  chen Zusatzes ist das     Natriumsalz    der     N-Me-          thyl-,u-heptadecyl-benzimidazol-sulfonsäure    zu  erwähnen.    Mit Vorteil werden als metallabgebende  Mittel solche     Verbindungen    von komplexbilden  den Metallen verwendet, welche das Metall im  Anion komplex gebunden enthalten. Aller  dings sollen die Komplexbildner nicht die  Eigenschaft besitzen, Metall aus den kom  plexen Metallverbindungen von Farbstoffen  bei der in Betracht fallenden     Arbeitsweise    zu  entziehen.

   Als Beispiele brauchbarer Kom  plexbildner sind zu erwähnen         aliphatische        Aminocarbonsäuren    wie     Glyko-          koll    oder     Alanin.     



       aliphatische        Oxycarbonsäüren    wie     Glykol-          säure,    Milchsäure,         ,B-Oxypropionsäure,        ss-Oxybuttersäure,          Weinsäure,        Zitronensäure.       Es ist     zweckmässig,    dass das     Farbstoffprä-          p.arat    vom metallabgebenden Mittel einen ge  wissen Überschuss über die theoretisch erfor  derliche Menge enthält.  



  Die     Farbstoffpräparate    der vorliegenden  Erfindung enthalten ausser dem metallabge  benden Mittel und dem direktziehenden     Azö-          farbstoff        eine        aliphatische    Base. Diese Base  ist fest, das heisst ihr Schmelzpunkt liegt. über  den Temperaturen, bei welchen die Präparate  üblicherweise     aufbewahrt    werden; er ist also  z. B. höher als 40  C.

   Die Base ist ausserdem  wasserlöslich und frei von sauren Gruppen  wie     Sulfonsäuregruppen    und     Carboxylgrup-          pen;    dagegen enthält sie     mindestens    eine         Hydroxylgruppe.    Besonders geeignet sind  solche Basen, deren     Hydroxylgruppen        dureh     zwei     Kohlenstoffatome    von den basischen  Stickstoffatomen getrennt sind, z.

   B. diejeni  gen der Zusammensetzung  
EMI0002.0042     
    worin     R,    ein     Wasserstoffatom,    eine     Alkyl-          gruppe    mit höchstens drei     Kohlenstoffatomen     oder' eine     Oxymethylgruppe,    R2 ein Wasser  stoffatom oder eine     Methylgruppe    und n eine'  ganze Zahl im Wert von höchstens 4, vorzugs  weise aber 2, bedeutet.  



  Als Beispiele seien die Basen der folgenden       Zusammensetzung    erwähnt  
EMI0002.0051     
      Besonders wertvolle Präparate werden     mit     dem     1,2-Di-(ss-oxyäthylamino)-äthan    der For  mel  
EMI0003.0003     
    erhalten. Diese Basen können z. B. analog der  in der deutschen Patentschrift Nr. 635904 be  schriebenen Weise durch     Kondensation    von       Oxyalkylaminen    mit     Dihalogenalkylen    herge  stellt werden.  



  Das     Mischungsverhältnis        zwischen    dem Bil  dungsgemisch der komplexen     37Ietallverbin-          dung    und der organischen Base wird bei den       Farbstoffpräparaten    mit Vorteil so gewählt,  dass ein erheblicher     überschuss    von der Base  vorhanden ist, das heisst dass auf ein Atom  komplex zu bindendes Metall mehrere Mole  küle Base vorliegen, z. B. mehr als zwei oder  eine noch grössere Anzahl.  



  Die     Farbstoffpräparate    werden zweck  mässig durch Vermischen der einzelnen erfor  derlichen Komponenten, in trockenem     Zustand     hergestellt. Den Präparaten können auch noch  weitere Stoffe, wie Harnstoff oder wasserlös  liche Kohlehydrate, z. B.     Saccharose    beige  mischt werden. Dagegen ist es im allgemeinen  weniger     empfehlenswert,        Elektrolyte    wie Na  triumsulfat oder     Natriumehlorid    in grösserer  Menge hinzuzufügen.  



  Die neuen     Färbstoffpräparate    sind bestän  dig und genügend lagerecht. Sie eignen sich  vor allem zum Färben     cellulosehaltiger    Ma  terialien wie Leinen, Baumwolle und Kunst  seide oder Zellwolle aus regenerierter     Cellu-          lose.    Diese Präparate ermöglichen es, direkt  ziehende     Azofarbstoffe,    deren Metallkomplexe  in     Wasser    an sich schwer löslich, und welche  darum als komplexe Metallverbindungen zum  Färben ungeeignet sind, weshalb sie üblicher  weise in metallfreiem Zustand verwendet und  erst wenn sie mindestens zum grösseren Teil  auf der Faser fixiert sind, in die Metallver  bindungen übergeführt werden,

   direkt in einem       einbadigen    und einstufigen Verfahren als  komplexe Metallverbindungen auf cellulose-         haltige    Fasern     zu    färben, ohne dass dem  Färbebad ausser den beim     Direktfärbeverfah-          ren    üblichen Hilfsmitteln     wie    Natriumsulfat       und/oder        Natriumcarbonat    noch weitere Stoffe       zugesetzt    werden.

   Das     Flottenverhältnis,    das  heisst das Verhältnis der Menge des zu färben  den Materials zur Menge der     Färbeflüssigkeit,     ist hierbei in weiten Grenzen     variierbar    und  kann weitgehend den Forderungen der Praxis  angepasst werden.     Gewünschtenfalls    können,  wie dies in der Praxis allgemein üblich ist,  vor der Bereitung der Färbebäder mit den  Präparaten konzentrierte Lösungen,     soge-          nanute        Stammlösungen    hergestellt und diese  dann auf das zum Färben erforderliche grö  ssere     Vollumen    verdünnt werden.

      Mit den neuen     Farbstoffpräparaten    erhält  man auf diese Weise in der Regel Färbungen,  die in bezug auf Farbstärke, Reinheit des  Farbtones und     Echtheitseigenschaften    den  jenigen Färbungen mindestens gleichwertig  sind oder sie zum Teil noch übertreffen, wel  che man erhält, wenn man eine entsprechende  Menge der von Metallen und Basen freien       Farbstoffe    nach dem     Nachmetallisierungsver-          fahren    färbt.    In gewissen Fällen kann es noch von Vor  teil sein, die nach dem vorliegenden Verfah  ren erhältlichen Färbungen noch mit solchen  Mitteln nachzubehandeln, die ihre     Nassecht-          heiten    erhöhen.

   Diese Nachbehandlung kann  auch in Gegenwart von kupferabgebenden  Mitteln stattfinden. Als Produkte, die die     Nass-          echtheiten    von Färbungen verbessern, können  unter anderem erwähnt werden: Die Einwir  kungsprodukte von Formaldehyd auf Verbin  dungen     wie        Cyanamid,        Dicyanamid,        Dicyan-          diamidin,    Melanin usw. Es kommen auch  solche     Nachbehandlungsmittel    in Betracht, bei  deren Herstellung kein     Formaldehyd    verwen  det wird.

   Die     Verwendung    von kupferhal  tigen Nachbehandlungsmitteln ist besonders  dann zu empfehlen, wenn Anhaltspunkte da  für vorliegen, dass während des Färbens eine  mehr oder weniger weitgehende     Entkupferung     stattgefunden hat.    Im nachfolgenden Beispiel bedeuten die      Teile     Gewichtsteile,    die Prozente Gewichtspro  zente, und die Temperaturen sind in Celsius  .     graden    angegeben. Wo die     Herstellung    von  Färbebädern und Stammlösungen beschrieben    ist, soll als  Wasser  stets sogenanntes Kon  denswasser (destilliertes Wasser, das aus Be  triebsdampf gewonnen wird) verwendet wer  den.

    
EMI0004.0004     
    werden mit     4Teilen        1,2-Di-(ss-oxyäthylamino)-          äthan        und    1 Teil     Natriumkupfertartrat    innig       vermahlen.     



  Mit     diesem.    Präparat kann wie folgt ge  färbt werden:  3 Teile dieses Präparates werden in 200  Teilen heissem Wasser gelöst und einem Färbe  bad aus 2800 Teilen Wasser und 2 Teilen was  serfreiem     Natriumcarbonat    zugegeben. Man  geht bei etwa 60  mit 100     Teilen        vorgenetzter     Baumwolle ein und steigert die Temperatur         innert        i/4    Stunde zum Kochen. Man hält das  Bad 1 Stunde bei Kochtemperatur, wobei nach  5 und nach 20 Minuten je 20 Teile kristalli  siertes Natriumsulfat     zugefügt    werden. Nach  dieser Zeit ist das Färbebad gut ausgezogen.  Man     spült,    schleudert und trocknet die Baum  wolle.

   Die resultierende braune Färbung be  sitzt eine gute Waschechtheit und eine vor  zügliche Lichtechtheit.  



       Verwendet    man an Stelle des obigen Farb  stoffes 2 Teile des Farbstoffes der Formel  
EMI0004.0020     
    so erhält man ein Präparat, welches Baum  wolle in wasch- und lichtechten Marineblau  tönen     anfärbt.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Beständiges Farbstoffpräparat, gekenn zeichnet durch einen Gehalt eines metall abgebenden Mittels und eines direktziehenden Azöfarbstoffes, dessen komplexe Metallverbin dungen an sich schwer löslich sind sowie den Gehalt einer festen, wasserlöslichen, von sau ren Gruppen freien aliphatischen Base, welche mindestens eine Hydroxylgruppe enthält und welche die Löslichkeit der aus dem Bildungs gemisch entstehenden komplexen Metallver bindung bewirkt.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Farbstoffpräparat gemäss Patentan spruch, gekennzeichnet durch einen Gehalt von 1,2-Di-(ss-oxyäthylamino)-äthan. 2. Farbstoffpräparat gemäss Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass es pro komplexbildende Gruppe mehr als zwei Mole küle Base enthält. 3. Farbstoffpräparat gemäss Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass es als metallabgebendes Mittel eine Kupferverbin dung enthält. 4. Farbstoffpräparat gemäss Patentan spruch gekennzeichnet durch einen Gehalt eines metallabgebenden Mittels, welches das Metall im Anion komplex gebunden enthält.
    5. Parbstoffpräparat gemäss Patentan spruch, gekennzeichnet durch einen Gehalt an Natr iumkupfertartrat.
CH286325D 1949-07-29 1949-07-29 Farbstoffpräparat. CH286325A (de)

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