CH285697A - Holzspäne enthaltendes blattartiges Bauelement und Verfahren zu seiner Herstellung. - Google Patents

Holzspäne enthaltendes blattartiges Bauelement und Verfahren zu seiner Herstellung.

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CH285697A
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Ag Interwood
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Ag Interwood
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27DWORKING VENEER OR PLYWOOD
    • B27D1/00Joining wood veneer with any material; Forming articles thereby; Preparatory processing of surfaces to be joined, e.g. scoring
    • B27D1/04Joining wood veneer with any material; Forming articles thereby; Preparatory processing of surfaces to be joined, e.g. scoring to produce plywood or articles made therefrom; Plywood sheets
    • B27D1/06Manufacture of central layers; Form of central layers

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
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  • Wood Science & Technology (AREA)
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  • Dry Formation Of Fiberboard And The Like (AREA)

Description


  Holzspäne enthaltendes blattartiges Bauelement und Verfahren zu seiner Herstellung.    Die vorliegende Erfindung betrifft ein       Holzspäne    enthaltendes blattartiges Bau  element und ein Verfahren zu seiner Her  stellung.  



  Es ist bereits bekannt, aus Holzspänen, die  mit Bindemitteln imprägniert sind, soge  nannte Holzspanplatten für die Bau- und  Möbelindustrie herzustellen. Solche Platten  haben jedoch eine Mindeststärke von 3 mm  und mehr, meistens von 10-20 mm, und  weisen demgemäss eine hohe Steifigkeit auf.  



  Demgegenüber weist das Holzspäne enthal  tende blattartige Bauelement gemäss der vor  liegenden Erfindung eine weniger als 3 mm  dicke Schicht von Holzspänen auf, die mit  Bindemitteln imprägniert sind. Die Späne  können dabei gefärbt und/oder gleiche oder  verschiedene Form aufweisen. Als Binde  mittel ist vorzugsweise Kunstharz verwendet.  Es sind zweckmässig eigens dafür hergestellte  Späne solcher Form und Art verwendet, die  höhere Zugfestigkeit aufweisen als ungleich  mässige und in ihrer Faserstruktur ange  griffene Späne.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren zur Her  stellung des erfindungsgemässen Bauelementes  ist dadurch gekennzeichnet, dass mit Binde  mittel, vorzugsweise Kunstharzen, imprä  gnierte Holzspäne, die gefärbt sein können,  schichtartig auf einer Unterlage ausgebreitet  und so behandelt     werden,    dass eine Schicht  mit unter sich zusammenhängenden     Holz-          epänen    von weniger als 3 mm Dicke entsteht.       Gegebenenfalls    können die Späne mit einer    Unterlage, zum Beispiel durch Pressen, ver  einigt werden. Bei auf einer Unterlage auf  gebrachter Sehieht aus mit Bindemittel im  prägnierten Holzspänen kann die Unterlage  beispielsweise     ans    Papier, Pappe, Papier  gewebe oder dergleichen bestehen.  



  Im Gegensatz zu den bekannten Holzspan  platten können gemäss der Erfindung her  gestellte Bauelemente eine erhebliche Elastizi  tät und Biegefähigkeit     aufweisen,    die es zum  Beispiel erlaubt, sie zum überziehen gebogener  Flächen zu verwenden. Das     erfindungsgemässe     Bauelement kann sieh überhaupt besonders  als     Oberflächenveredelungsmaterial    eignen  und als solches neuartige Effekte ergeben.  



  Dem Bauelement kann durch die weniger  als 3 mm dicke Schicht aus mit Bindemittel       imprägnierten    Holzspänen im     Gegensatz    zu  den bekannten Holzspanplatten keine genü  gende     Eigensteifigkeit    verliehen sein, dass es  allein als Baustoff dienen kann, es kann je  doch als     Überzugsmaterial,    zum     Beispiel    wenn  es mittels hoch     zulgfesten    Spänen hergestellt       ist,    zur Erhöhung der     Festigkeit    von aus       andern        Werkstoffen,        zum        Beispiel     Holzelement-,

   Schaumbeton  oder     Porengipsplatten    hergestellten Teilen  dienen,     insbesondere    können diese Platten  beidseitig mit der Holzspäne enthaltenden  Schicht überzogen, also     sozusagen    armiert  werden. Das erfindungsgemässe Bauelement  kann zur Verwendung zur Verkleidung von  Räumen und Möbeln, zur Erzielung neuarti  ger dekorativer Effekte in der Verpackungs-      und     Reklameindustrie,    für     Ausstellungsräume,     Schaufenster und dergleichen ausgebildet sein.  



  E<B>s</B> können Bauelemente mit verschiedener  Oberflächenwirkung durch Wahl von Spänen  verschiedener Formen, durch deren Mischung,       Zerkleinerung,    Färbung,     Nachbehandlung     erzeugt werden. Es können sowohl eigens zu  diesem Zweck maschinell hergestellte Späne  als auch Hobelspäne Verwendung finden.  



  Die Behandlung der schichtartig auf einer  Unterlage ausgebreiteten     imprägnierten    Holz  späne kann so erfolgen, dass spezielle Ober  flächeneffekte der Schicht, aus Holzspänen  zum Beispiel Hochglanz, Mattglanz, Wasser  abweisung, Geschmeidigkeitserhöhung erzielt  werden.

   Beispielsweise können die mit Binde  mittel imprägnierten, schichtartig ausgebreite  ten Holzspäne vorerst mit einer Flüssigkeit,  vorzugsweise verdünntem Bindemittel, oder  gegebenenfalls auch nur mit     Wasser,    besprüht  werden und dann unter Einwirkung von Hitze  und Druck zur weniger als 3 mm dicken  Schicht gepresst werden, wodurch besondere  Oberflächeneffekte im Sinne einer Glättung  und planen Schliessung der Oberfläche der  Schicht oder eines seidenartigen     Mattglanzes     derselben erzielt werden können.  



  Zu ähnlichen Zwecken können gegebenen  falls die Holzspäne vor dem Imprägnieren mit  Bindemittel zunäcst in Wasser aufgeweicht  werden. Ferner kann auch eine nachträgliche  Lackierung, Beizung oder dergleichen der  Schicht aus Holzspänen vorgenommen werden.  



  Die Späne werden mit dem Bindemittel,  vorzugsweise Kunstharz, zweekmässig in di  spergierter Form imprägniert. Die imprägnier  ten Späne können periodisch (absatzweise)  oder kontinuierlich (am endlosen Band)  schichtartig ausgebreitet werden, wobei vor  der     Ausbreitung    eine Dosierung, eventuell  eine Vorpressumg, der Späne vorgenommen  werden kann, und anschliessend unter Hitze  und Druck ausgehärtet werden.  



  Bei einer Verpressung der schichtartig  ausgebreiteten imprägnierten Späne werden  als Unterlage zweekmässigerweise Bleche oder  Rollen verwendet, die derart präpariert sind,    dass ein Festkleben der zu verpressenden, mit       Bindemittel    imprägnierten Späne an der  Unterlage nicht erfolgt. Als Bindemittel kann  irgend eines der bekannten aus Naturstoffen  gewonnenen oder synthetiseh hergestellten  Kleb- und Bindemittel, zum Beispiel in flüs  siger, gelöster oder in Flüssigkeiten disper  gierter Form verwendet werden. Durch die  Verwendung raseh härtender Bindemittel  kann die Herstellungszeit des     Bauelementes     erheblich abgekürzt werden. Das Bindemittel  wird vorzugsweise in Mengen von etwa 4 bis  20%, bezogen auf das Troekengewieht der  Späne, verwendet.  



  Wenn das aus schichtartig angeordneten.  mnit Bindemittel imprägnierten Holzspänen  bestehende Bauelement noch durch eine  flexible Unterlage, beispielsweise eine Papier-,  Karton- oder Textilbahn oder eine Metallfolie,  verstärkt wird, können aus den verschiedenen,  an sich im allgemeinen verhältnismässig wenig  widerstandsfähigen     Materialien    überraschend  stabile und v ielseitig verwendbare Verbund  materialien erhalten werden. Hierbei werden  zweckmässig die mit Bindemittel imprägnier  ten Holzspäne auf einer Unterlage, die auch  mit Bindemittel imprägniert ist, ausgebreitet.  



  Zur Bekleidung, zum Beispiel von Faser-,  Span- oder     RinderLstoff-Platten,    mit der  Schicht aus Holzspänen werden die erwähnten  Platten     vorzugsweise    bei der     Herstellung    des  Bauelementes als mit der     Holzspanschieht    zu  vereinigende Unterlage     benützt-.     



  Es können     auch    flexible     Materialbahnen     der vorerwähnten Art beiderseitig mit der  Holzspäne enthaltenden     Sehä.clit        überzogen     werden. Es kann     aueb        zunächst    die Schicht  ohne Unterlage hergestellt. und diese nach  träglich in einem weitern     Arbeitsgang    auf eine  flexible Unterlage aufgeklebt werden.  



       Vorteilhaft.    wird die     Holzspansehieht,    da  mit sie     eine        Biegefähigkeit    und Elastizität  aufweist, die sie zum Überziehen von andern       Gegenständen    geeignet     niaeht,        0,5-1.5        nrnr     dick hergestellt. Es hat sich nämlich     über-          rasehenderweise    gezeigt, dass es durchaus  möglich ist,     Balielemente    nur aus einer so      dünnen Schicht     aus    Holzspänen mit genügen  der Festigkeit und genügendem Zusammen  halt herzustellen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Holzspäne enthaltendes blattartiges Bau element, dadurch gekennzeichnet, dass dasselbe eine weniger als 3 mm dicke Schicht von mit Bindemittel imprägnierten Holzspänen auf weist. Il. Verfahren zur Herstellung des Holz späne enthaltenden blattartigen Bauelementes nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass mit Bindemittel imprägnierte Holzspäne schichtartig auf einer Unterlage ausgebreitet und so behandelt werden, dass eine Schicht mit unter sich zusammenhängen den Holzspänen, von weniger als 3 mm Dicke entsteht. UNTERANSPRÜCHE: 1. Bauelement nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Holzspäne gefärbt sind. z.
    Bauelement nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass Holzspäne ver schiedener Formen verwendet sind. 3. Bauelement nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Schicht aus mit Bindemittel imprägnierten Holzspänen auf eine Unterlage aufgebracht ist. 4. Bauelement nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die Unterlage aus Papier besteht. 5. Bauelement nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die Unterlage aus Pappe besteht. 6. Bauelement nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die Unterlage aus Papiergewebe besteht. 7. Bauelement nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Dicke der aus mit Bindemittel imprägnierten Holzspänen bestehenden Schicht 0,5-1,5 mm ist. B.
    Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet., dass die schichtartig auf einer Unterlage ausgebreiteten, mit Binde mittel imprägnierten Holzspäne mit der Unter lage vereinigt werden. 9. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die mit Binde mittel imprägnierten, schichtartig ausgebreite ten Holzspäne mit einer Flüssigkeit besprüht und dann zur weniger als 3 mm dicken Schicht gepresst werden. 10.
    Verfahren nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass die mit Binde mittel imprägnierten, sehiehtartig ausgebrei teten Holzspäne vor dein Verpr essen mit einem verdünnten Bindemittel besprüht werden. 11. Verfahren nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass die mit Binde mittel imprägnierten, schichtartig ausgebrei teten Holzspäne vor dem Verpressen mit Wasser besprüht werden. 12. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Holzspäne vor dem Imprägnieren mit Bindemittel in Wasser aufgeweicht werden.
CH285697D 1949-07-22 1949-07-22 Holzspäne enthaltendes blattartiges Bauelement und Verfahren zu seiner Herstellung. CH285697A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3122607A1 (de) * 1981-06-06 1982-12-30 Renolit-Werke GmbH, 6520 Worms Verfahren zur herstellung einer thermoplastischen folie aus polyolefinen im kalanderverfahren

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE3122607A1 (de) * 1981-06-06 1982-12-30 Renolit-Werke GmbH, 6520 Worms Verfahren zur herstellung einer thermoplastischen folie aus polyolefinen im kalanderverfahren

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