CH285697A - Holzspäne enthaltendes blattartiges Bauelement und Verfahren zu seiner Herstellung. - Google Patents
Holzspäne enthaltendes blattartiges Bauelement und Verfahren zu seiner Herstellung.Info
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Description
Holzspäne enthaltendes blattartiges Bauelement und Verfahren zu seiner Herstellung. Die vorliegende Erfindung betrifft ein Holzspäne enthaltendes blattartiges Bau element und ein Verfahren zu seiner Her stellung.
Es ist bereits bekannt, aus Holzspänen, die mit Bindemitteln imprägniert sind, soge nannte Holzspanplatten für die Bau- und Möbelindustrie herzustellen. Solche Platten haben jedoch eine Mindeststärke von 3 mm und mehr, meistens von 10-20 mm, und weisen demgemäss eine hohe Steifigkeit auf.
Demgegenüber weist das Holzspäne enthal tende blattartige Bauelement gemäss der vor liegenden Erfindung eine weniger als 3 mm dicke Schicht von Holzspänen auf, die mit Bindemitteln imprägniert sind. Die Späne können dabei gefärbt und/oder gleiche oder verschiedene Form aufweisen. Als Binde mittel ist vorzugsweise Kunstharz verwendet. Es sind zweckmässig eigens dafür hergestellte Späne solcher Form und Art verwendet, die höhere Zugfestigkeit aufweisen als ungleich mässige und in ihrer Faserstruktur ange griffene Späne.
Das erfindungsgemässe Verfahren zur Her stellung des erfindungsgemässen Bauelementes ist dadurch gekennzeichnet, dass mit Binde mittel, vorzugsweise Kunstharzen, imprä gnierte Holzspäne, die gefärbt sein können, schichtartig auf einer Unterlage ausgebreitet und so behandelt werden, dass eine Schicht mit unter sich zusammenhängenden Holz- epänen von weniger als 3 mm Dicke entsteht. Gegebenenfalls können die Späne mit einer Unterlage, zum Beispiel durch Pressen, ver einigt werden. Bei auf einer Unterlage auf gebrachter Sehieht aus mit Bindemittel im prägnierten Holzspänen kann die Unterlage beispielsweise ans Papier, Pappe, Papier gewebe oder dergleichen bestehen.
Im Gegensatz zu den bekannten Holzspan platten können gemäss der Erfindung her gestellte Bauelemente eine erhebliche Elastizi tät und Biegefähigkeit aufweisen, die es zum Beispiel erlaubt, sie zum überziehen gebogener Flächen zu verwenden. Das erfindungsgemässe Bauelement kann sieh überhaupt besonders als Oberflächenveredelungsmaterial eignen und als solches neuartige Effekte ergeben.
Dem Bauelement kann durch die weniger als 3 mm dicke Schicht aus mit Bindemittel imprägnierten Holzspänen im Gegensatz zu den bekannten Holzspanplatten keine genü gende Eigensteifigkeit verliehen sein, dass es allein als Baustoff dienen kann, es kann je doch als Überzugsmaterial, zum Beispiel wenn es mittels hoch zulgfesten Spänen hergestellt ist, zur Erhöhung der Festigkeit von aus andern Werkstoffen, zum Beispiel Holzelement-,
Schaumbeton oder Porengipsplatten hergestellten Teilen dienen, insbesondere können diese Platten beidseitig mit der Holzspäne enthaltenden Schicht überzogen, also sozusagen armiert werden. Das erfindungsgemässe Bauelement kann zur Verwendung zur Verkleidung von Räumen und Möbeln, zur Erzielung neuarti ger dekorativer Effekte in der Verpackungs- und Reklameindustrie, für Ausstellungsräume, Schaufenster und dergleichen ausgebildet sein.
E<B>s</B> können Bauelemente mit verschiedener Oberflächenwirkung durch Wahl von Spänen verschiedener Formen, durch deren Mischung, Zerkleinerung, Färbung, Nachbehandlung erzeugt werden. Es können sowohl eigens zu diesem Zweck maschinell hergestellte Späne als auch Hobelspäne Verwendung finden.
Die Behandlung der schichtartig auf einer Unterlage ausgebreiteten imprägnierten Holz späne kann so erfolgen, dass spezielle Ober flächeneffekte der Schicht, aus Holzspänen zum Beispiel Hochglanz, Mattglanz, Wasser abweisung, Geschmeidigkeitserhöhung erzielt werden.
Beispielsweise können die mit Binde mittel imprägnierten, schichtartig ausgebreite ten Holzspäne vorerst mit einer Flüssigkeit, vorzugsweise verdünntem Bindemittel, oder gegebenenfalls auch nur mit Wasser, besprüht werden und dann unter Einwirkung von Hitze und Druck zur weniger als 3 mm dicken Schicht gepresst werden, wodurch besondere Oberflächeneffekte im Sinne einer Glättung und planen Schliessung der Oberfläche der Schicht oder eines seidenartigen Mattglanzes derselben erzielt werden können.
Zu ähnlichen Zwecken können gegebenen falls die Holzspäne vor dem Imprägnieren mit Bindemittel zunäcst in Wasser aufgeweicht werden. Ferner kann auch eine nachträgliche Lackierung, Beizung oder dergleichen der Schicht aus Holzspänen vorgenommen werden.
Die Späne werden mit dem Bindemittel, vorzugsweise Kunstharz, zweekmässig in di spergierter Form imprägniert. Die imprägnier ten Späne können periodisch (absatzweise) oder kontinuierlich (am endlosen Band) schichtartig ausgebreitet werden, wobei vor der Ausbreitung eine Dosierung, eventuell eine Vorpressumg, der Späne vorgenommen werden kann, und anschliessend unter Hitze und Druck ausgehärtet werden.
Bei einer Verpressung der schichtartig ausgebreiteten imprägnierten Späne werden als Unterlage zweekmässigerweise Bleche oder Rollen verwendet, die derart präpariert sind, dass ein Festkleben der zu verpressenden, mit Bindemittel imprägnierten Späne an der Unterlage nicht erfolgt. Als Bindemittel kann irgend eines der bekannten aus Naturstoffen gewonnenen oder synthetiseh hergestellten Kleb- und Bindemittel, zum Beispiel in flüs siger, gelöster oder in Flüssigkeiten disper gierter Form verwendet werden. Durch die Verwendung raseh härtender Bindemittel kann die Herstellungszeit des Bauelementes erheblich abgekürzt werden. Das Bindemittel wird vorzugsweise in Mengen von etwa 4 bis 20%, bezogen auf das Troekengewieht der Späne, verwendet.
Wenn das aus schichtartig angeordneten. mnit Bindemittel imprägnierten Holzspänen bestehende Bauelement noch durch eine flexible Unterlage, beispielsweise eine Papier-, Karton- oder Textilbahn oder eine Metallfolie, verstärkt wird, können aus den verschiedenen, an sich im allgemeinen verhältnismässig wenig widerstandsfähigen Materialien überraschend stabile und v ielseitig verwendbare Verbund materialien erhalten werden. Hierbei werden zweckmässig die mit Bindemittel imprägnier ten Holzspäne auf einer Unterlage, die auch mit Bindemittel imprägniert ist, ausgebreitet.
Zur Bekleidung, zum Beispiel von Faser-, Span- oder RinderLstoff-Platten, mit der Schicht aus Holzspänen werden die erwähnten Platten vorzugsweise bei der Herstellung des Bauelementes als mit der Holzspanschieht zu vereinigende Unterlage benützt-.
Es können auch flexible Materialbahnen der vorerwähnten Art beiderseitig mit der Holzspäne enthaltenden Sehä.clit überzogen werden. Es kann aueb zunächst die Schicht ohne Unterlage hergestellt. und diese nach träglich in einem weitern Arbeitsgang auf eine flexible Unterlage aufgeklebt werden.
Vorteilhaft. wird die Holzspansehieht, da mit sie eine Biegefähigkeit und Elastizität aufweist, die sie zum Überziehen von andern Gegenständen geeignet niaeht, 0,5-1.5 nrnr dick hergestellt. Es hat sich nämlich über- rasehenderweise gezeigt, dass es durchaus möglich ist, Balielemente nur aus einer so dünnen Schicht aus Holzspänen mit genügen der Festigkeit und genügendem Zusammen halt herzustellen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Holzspäne enthaltendes blattartiges Bau element, dadurch gekennzeichnet, dass dasselbe eine weniger als 3 mm dicke Schicht von mit Bindemittel imprägnierten Holzspänen auf weist. Il. Verfahren zur Herstellung des Holz späne enthaltenden blattartigen Bauelementes nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass mit Bindemittel imprägnierte Holzspäne schichtartig auf einer Unterlage ausgebreitet und so behandelt werden, dass eine Schicht mit unter sich zusammenhängen den Holzspänen, von weniger als 3 mm Dicke entsteht. UNTERANSPRÜCHE: 1. Bauelement nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Holzspäne gefärbt sind. z.Bauelement nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass Holzspäne ver schiedener Formen verwendet sind. 3. Bauelement nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Schicht aus mit Bindemittel imprägnierten Holzspänen auf eine Unterlage aufgebracht ist. 4. Bauelement nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die Unterlage aus Papier besteht. 5. Bauelement nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die Unterlage aus Pappe besteht. 6. Bauelement nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die Unterlage aus Papiergewebe besteht. 7. Bauelement nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Dicke der aus mit Bindemittel imprägnierten Holzspänen bestehenden Schicht 0,5-1,5 mm ist. B.Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet., dass die schichtartig auf einer Unterlage ausgebreiteten, mit Binde mittel imprägnierten Holzspäne mit der Unter lage vereinigt werden. 9. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die mit Binde mittel imprägnierten, schichtartig ausgebreite ten Holzspäne mit einer Flüssigkeit besprüht und dann zur weniger als 3 mm dicken Schicht gepresst werden. 10.Verfahren nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass die mit Binde mittel imprägnierten, sehiehtartig ausgebrei teten Holzspäne vor dein Verpr essen mit einem verdünnten Bindemittel besprüht werden. 11. Verfahren nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass die mit Binde mittel imprägnierten, schichtartig ausgebrei teten Holzspäne vor dem Verpressen mit Wasser besprüht werden. 12. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Holzspäne vor dem Imprägnieren mit Bindemittel in Wasser aufgeweicht werden.
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3122607A1 (de) * | 1981-06-06 | 1982-12-30 | Renolit-Werke GmbH, 6520 Worms | Verfahren zur herstellung einer thermoplastischen folie aus polyolefinen im kalanderverfahren |
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1949
- 1949-07-22 CH CH285697D patent/CH285697A/de unknown
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