DE616157C - Verfahren zur Herstellung eines blattfoermigen, aus Korkteilchen und Faserstoff bestehenden Werkstoffes - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines blattfoermigen, aus Korkteilchen und Faserstoff bestehenden Werkstoffes

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DE616157C
DE616157C DEB155283D DEB0155283D DE616157C DE 616157 C DE616157 C DE 616157C DE B155283 D DEB155283 D DE B155283D DE B0155283 D DEB0155283 D DE B0155283D DE 616157 C DE616157 C DE 616157C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H17/00Non-fibrous material added to the pulp, characterised by its constitution; Paper-impregnating material characterised by its constitution
    • D21H17/20Macromolecular organic compounds
    • D21H17/21Macromolecular organic compounds of natural origin; Derivatives thereof
    • D21H17/22Proteins
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06NWALL, FLOOR, OR LIKE COVERING MATERIALS, e.g. LINOLEUM, OILCLOTH, ARTIFICIAL LEATHER, ROOFING FELT, CONSISTING OF A FIBROUS WEB COATED WITH A LAYER OF MACROMOLECULAR MATERIAL; FLEXIBLE SHEET MATERIAL NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06N7/00Flexible sheet materials not otherwise provided for, e.g. textile threads, filaments, yarns or tow, glued on macromolecular material
    • D06N7/0005Floor covering on textile basis comprising a fibrous substrate being coated with at least one layer of a polymer on the top surface
    • D06N7/0039Floor covering on textile basis comprising a fibrous substrate being coated with at least one layer of a polymer on the top surface characterised by the physical or chemical aspects of the layers
    • D06N7/0052Compounding ingredients, e.g. rigid elements
    • D06N7/0055Particulate material such as cork, rubber particles, reclaimed resin particles, magnetic particles, metal particles, glass beads

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung eines blattförmigen, aus Korkteilchen und Faserstoff bestehenden Werkstoffes Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines blattförmigen, aus Faserstoff und Korkstückchen bestehenden Werkstoffes.
  • Man kennt Papier, das auf der Papiermaschine hergestellt und mit einem Weichmachungsmittel, wie Glycerin, sowie einem gehärteten Leimstoff getränkt ist. Ein derartiges Papier ist aber nicht ausgesprochen biegsam und reißfest und besitzt eine zu geringe Elastizität, um als Packungsstoff verwandt werden zu können.
  • Man kennt ferner Werkstoffe, die aus zerkleinertem Kork bestehen, der in ähnlicher Weise behandelt -und dann zu Blättern verformt wird. Eiei derartiger Stoff ist zwar zusammendrückbar, aber brüchig und ändert sehr leicht seine Ausmaße, wenn sich sein Feuchtigkeitsgehalt ändert. Ferner reißt er leicht.
  • Man hat auch schon Faserstoff mit gemahlenem Kork unter Verwendung wasserfester Bindemittel zu Platten verarbeitet. Auch ist vorgeschlagen worden, Schichten aus reinen Korkteilchen und solche aus reimen Fasern zwischen Rollen zusammenzudrücken und das entstehende Blatt mit einem Bindemittel zu tränken. Solche blattförmigen Werkstoffe sind meistens als Bodenbelagstofie, Bademauen u. dgl., geeignet; sie besitzen jedoch nicht die hohe Faltbarkeit, Zugfestigkeit und Elastizität, die bei dem Erzeugnis der vorliegenden Erfindung angestrebt wird. Die Erfindung besteht in einem Verfahren, nach welchem Fasern und Kork in Form von Grieß, dessen Teilchen einen nicht geringeren Querschnitt als die Fasern besitzen, mit Wasser gemischt und auf einer Papiermaschine zu einer Bahn verarbeitet werden, die anschließend mit Leim sowie -einem Gerbmittel für letzteren getränkt wird.
  • Dieses Verfahren ergibt einen blatt- oder bahnförmigen Werkstoff, dessen Eigenschaften ganz verschieden von den Eigenschaften der bekannten, unmittelbar mit Bindemitteln getränkten Kork-Faser-Erzeugnisse sind und nach den Eigenschaften der Ausgangsstoffe nicht vorausgesehen werden konnten. Diese Eigenschaften sind nicht die der bekannten Bodenbelagstoffe u. dgl., sondern sie bestehen vor allem in einer hohen Faltbarkeit, die gestattet, den Werkstoff zu kniffen und zu biegen, ohne daß .er bricht und .ohne daß dauernde Knifflinien verbleiben, ferner üi einer außergewöhnlichen Festigkeit gegen Reißen, Abrieb und Zerplatzen. Infolge dieser Eigenschaften ist der neue Stoff besonders für -Verpackungszwecke und für Dichtungen geeignet.
  • Die gerbende Wirkung von Formaldehyd auf Leim ist an sich bekannt, und das Verfahren der Erfindung benutzt diese Maßnahme, um dem fertigen Erzeugnis den gewünschten Widerstand gegen die Wirkung von Wasser und Mineralölen zu verleihen.
  • Man kann zum Bindemittel oder zuni Faserstoffbrei auch Mittel zufügen, die die Eigenschaften ein an sich bekannter Weise abändern, z. B. ein Weichmachungsmittel oder einen hygroskopischen Stoff, um den fertigen Werkstoff in gewünschter Weise zu beeinflussen. .
  • Zur Ausführung der Erfindung wird in einem Stampfw.erk oder Holländer ehe Brei angerührt, der aus einem Gemisch von Fasern und zerkleinertem Kork in Form von Grieß besteht, dessen Teilchen einen nicht geringeren Querschnitt als die Fasern besitzen. Dieser Brei wird über eine Papiermaschine geschickt, die mit Rundsieben oder Langsieben ausgestattet sein kann. Die so erhaltene Bahn wird ganz leicht kalandert, was jedoch auch unterbleiben kann. Danach wird sie in bekannter Weise mit Leim sowie einem Härtemittel für letzteren getränkt. -Ein sehr zufriedenstellendes Erzeugnis wird erhalten, wenn man die Bahn durch in Bad von Leim und Glycerin führt und das durchtränkte Stück zwecks Gelatinierung des Leimes kühlt, ohne diesen gefrieren zu lassen. Besonders brauchbare Leime sind die aus Häuten oder Knochen gewonnenen, die unter den Namen tierischer Leim, Hautleim oder Knochenleim bekannt sind. Die Bahn wird dami durch ein Formaldehydbad geführt, in dem der Leim gehärtet wird. Paraformaldhyd kann gleichfalls verwandt werden, wenn auch die Reaktionsgeschwindigkeit eine geringere ist. Die Bahn wird dann über die üblichen Trockengestelle gelegt und zum Vertrieb aufg erolit.
  • Durch die Tränkung werden die Oberflächen der Fasern und Korkteilchen mit dem Tränkungsmittel überzogen und das Erzeugnis hierdurch öl- und wasserdicht gemacht. Trotzdem verliert die lose mattenartige Bahn keine der ihr innewohnenden Eigenschaften. da die Gegenwart von Glycerin in der biegsamen, mit Formaldehyd behandelten Leimmasse die charakteristischen Eigenschaften der Bahn steigert. Das Leim-Glycerin-Bad kann beispielsweise aus i Teil Leim, 3i/2 Teilen Glycerin und 71/2 Teilen Wasser bestehen. Die Formaldehydlösung kann aus i Teil Glycerin, i Teil Formaldehyd und 6 Teilen Wasser zusammengesetzt sein. Wegen der Kapillarität der Bahn infolge ihrer zahllosen Hohlräume ist die Durchdringung bzw. Tränkung vollständig unabhängig von ihrer Dicke. Ein derartiger Erfolg war bisher nur dann herbeizuführen, wenn das Blatt verhältnismäßig dünn -war. Bei Anwendung der lose mattenartigen Struktur und dem Gebrauch eines oben beschriebenen Tränkungsmittels, das die Elastizität der Bahn zu bewahren und steigern imstande ist, konnte daher eine vollständige Durchdringung und die Schaffung der gewünschten Eigenschaften im fertigen Erzeugnis erzielt werden.
  • Es ist bekannt, daß Kork nicht getränkt «erden kann; seine innere Struktur wird also durch das Tränkungsmittel der Bahn nicht beeinflußt. Die Verwendung von. Kork ist daher zu unterscheiden von der Verwendung anderer Stolle, wie Schwamm, Riiicle usw., did alle Tränlungsmittel der beschriebenen Art aufnehmen. Die nach dem Verfahren der Erfindung zur Verwendung gelangenden Fasern sollen lang genug sein, um ein saugfähiges Papier zu ergeben, das schnell von dem Tränkungsmittel durchdrungen wird. Jute, Hanf, Sisal, Natron- oder Sulfatzellstoff, Baumwolle, Leinen, ferner saugfähige Alpha-Cellulose-Fasern -wurden sämtlich als befriedigend befunden. Wie erwähnt, wird die Gröle der Korkteilchen so gewählt, da1i sie nicht kleiner sind als der Querschnitt der Fasern. Feiner zerteilter Kork würde als Füllstoff -wirken und hierbei die Bildung von Hohlräumen verhindern, ferner auch zum großen Teil während der Papierherstellung verlorengehen.
  • Als wasserfestes Bindemittel kann Casein verwandt werden, das mit Formaldehyd oder Kaliumbichromat gehärtet wird. Ein Werkstoff dieser Art kann auch noch mit Cellulosev.erbindungen oder sonstigen zur Herstellungeines künstlichen Glanzes gebräuchlichen Appreturmassen überzogen werden; er kann auch als Unterlage für die Herstellung von Kunstleder verwandt werden. Schließlich seien als Beispiel härtbarer Leimungsmittel noch die Kunstharze, wie Glyptalharz, Phenolformaldehydharz.oder Furfurolharz, genannt.
  • Das Erzeugnis gemäß der Erfindung ist wärmeisolierend und nicht schrumpfend.
  • Die Gestalt der Hohlräume und demzufolge der zelEgen Struktur der Bahn kann durch die Menge der Korkteilchen in der Bahn geregelt werden. So können Werkstoffe hergestellt werden, die die gewünschten Eigenschaften in verschiedenen Abstufungen besitzen. So ergeben 7o Gewichtsteile Kork und 3o Gewichtsteile Fasern ein sehr biegsames und elastisches Erzeugnis. Ein Werkstoff von geringerer Biegsamkeit, aber größerer Festigkeit wird aus 3o Gewichtsteilen Kork und 7 o Gewichtsteilen Fasern erhalten.
  • Je nach dem Verwendungszweck kann die Bahn von verschiedener Dicke sein.
  • Die in der beschriebenen Weise durch Tränken behandelte Bahn enthält das biegsaure Bindemittel in bleibender und nicht herauslösbarer Form durch das ganze Zellengefüge hindurch verteilt. Diese vollständige Durchdringung wird durch die lockere Beschaffenheit der - Bahn erzielt. Die Fasern werden getränkt und die Korkteilchen ü]it°rzogen. Tatsächlich sind sj«-ohl die Fasern wie der Kork in das Bindemittel eingelagert, und die vollständige Durchdringung der Bahn läßt gleichmäßig im ganzen Gefüge genügend Bindemittel zugeg en sein, um die Eigenschaften der Festigkeit, Elastizität und Biegsamkeit herbeizuführen und zu bewahren.
  • Man kann sich auf ein einziges Bad beschränken oder mehrere voneinander unabhängige anwenden. So können Leim, Glycerin und Formaldehyd in einem einzigen Bad zugeführt -,verden, zweckmäßig in Gegenwart eines Verzögerers für die Leimhärtung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines blattförmigen, aus Korkteilchen und Faserstoff bestehenden Werkstoffes, der mit einem Bindemittel gesättigt ist, dadurch.gekennzeichnet, daß Faserstoff und Kork in Form von Grieß, dessen Einzelteilchen einen nicht geringeren Querschnitt als die Fasern besitzen, mit Wasser gemischt und auf einer Papiermaschine zu einer Bahn verarbeitet werden, die anschließend mit Leim sowie einem Gerbmittel für letzteren gesättigt wird.
DEB155283D 1932-04-17 1932-04-17 Verfahren zur Herstellung eines blattfoermigen, aus Korkteilchen und Faserstoff bestehenden Werkstoffes Expired DE616157C (de)

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