DE727359C - Verfahren zum Fertigmachen von wasserundurchlaessigen, aber luftdurchlaessigen Geweben - Google Patents
Verfahren zum Fertigmachen von wasserundurchlaessigen, aber luftdurchlaessigen GewebenInfo
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Description
- Verfahren zum Fertigmachen von wasserundurchlässigen, aber luftdurchlässigen Geweben Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Fertigmachen von wasserundurchlässigen, aber luftdurchlässigen Geweben, bei dem auf ein Gewebe eine elastische und wasserunlösliche Masse, wie Kautschuk, aufgebracht wird, wobei: jeder Faden des Gewebes, mit einer solchen Kautschukmenge bedeckt wird, daß die Poren des Gewebes offen bleiben und das Gewebe der Einwirkung von Wärme und Preßdruck ausgesetzt wird.
- Man stellt bereits Gewebe her, die in bestimmtem Maße obigen Bedingungen entsprechen, und zwar dadurch, daß man sie mit Aluminiumacetat imprägniert. Dieses Verfahren ist jedoch nur für dichte Gewebe, anwendbar. Bei weitmaschigen Geweben hat man keine günstigen Ergebnisse erhalten.
- Es ist bekannt, daß Faserstofbahnen mit einer wasserabstoßenden Masse in einem Kalander, also unter Druck und Wärme, derart versehen werden können, daß sie undurchlässig für Wasser, aber durchlässig für Luft sind, weil die Masse aus Rohgummi o. dgl. so weit von der Faserschicht aufgenommen wird, daß keine geschlossene Gummischicht als Decke bleibt.
- Beim Aufbringen einer wasserunlöslichen und elastischen Masse, wie z. B. Kautschuk, auf ein engmaschiges Gewebe verkleben die Poren vollständig und machen dadurch den Durchtritt der Luft unmöglich. Wird dagegen ein Gewebe verarbeitet, das größere Zwischenräume zwischen den Fäden der Kette und des Schusses besitzt, so werden diese Lücken oder Poren bei der Behandlung mit der Masse nicht so stark verringert, daß Undurchlässigkeit für Wasser erreicht wird.
- Es ist auch vorgeschlagen worden, textile Werkstöffe zur Herstellung von wasserdichten Wandbespannungen, Täschnerwaren u. dgl. dadurch herzustellen, daß die das Gewebe bildenden Fäden vor dem Verweben mit Wachs oder Paraffin getränkt und im Gewebe durch Preßdruck abgeflacht werden und das so behandelte Gewebe mit Lack überzogen wird. Dadurch wird zwar Wasserdichtheit bzw. -widerstandsfähigkeit :erreicht. gleichzeitig aber auch der Luftdurchtritt verhindert.
- Ferner ist bekannt, Gewebe mit einer Gummilösung zu tränken. Dabei hat @ man. es ,aber nicht in der Hand, die Porengröße willkürlich so zu regeln, daß ein zwar wasserdichtes, aber luftdurchlässiges Erzeugnis entsteht.
- Eine andere Anregung geht dahin, eine besondere Imprägnierungsart mit Kautschuk o. dgl. anzuwenden mit nachfolgendem Wiederöffnen etwa verklebter Poren durch Bestrahlen der Bahn mit Wasser, Luft o. dgl., ohne daß jedoch damit eine bestimmte Bemessung der Porengröße erreicht würde.
- Demgegenüber wird unter Verwendung eines Gewebes, auf das eine elastische und wasserunlösliche Masse, wie Kautschuk, aufgebracht wird, wobei jeder Faden des Gewebes mit einer solchen Kautschukmenge bedeckt wird, daß die Poren des Gewebes offen bleiben und das Gewebe der Einwirkung von Wärme und Preßdruck ausgesetzt wird, erfindungsgemäß das so vorbehandelte und getrocknete Gewebe in einem Kalander mit auf Vulkanisiertemperatur erhitzten Walzen einem Preßdruck unterworfen, der die Größe der Poren auf ein solches Maß verkleinert, da.ß das Gewebe immer noch luftdurchlässig, aber nicht mehr wasserdurchlässig ist, wobei gleichzeitig infolge der auftretenden Vulkanisierung das Gewebe in der ihm durch den Preßdruck verliehenen Form festgelegt wird. Die Endgröße der Poren nach der Behandlung hängt von folgenden Veränderlichen ah: dem Grad der Dichtigkeit und der Dicke des Gewebes sowie der Art der Gewebebindung, der Art und Menge des auf das Gewebe aufgebrachten wasserdichtenden Mittels, der Erweichungstemperatur desselben und Stärke des Preßdruckes, dem das Gewebe ausgesetzt wird.
- Der Einfluß des Preßdruckes ist bekanntlich bedeutend. Ein schwacher Druck verändert die Größe der Poren des Gewebes nicht wesentlich, während ein sehr starker Druck ein. solches Zusammenpressen verursachen würde, daß die Poren völlig verschwinden und die hier geforderte Luftdurchlässigkeit aufgehoben würde.
- Wird für die Vorbehandlung des Gewebes Kautschuk verwendet, so kann dies ein vulkanisierendes Latexbad sein, in welches das zu behandelnde Gewebe eingetaucht wird. Anstatt das Gewebe mit Kautschuk oder einer anderen wasserunlöslichen Masse zu imprägnieren, kann es auch damit bestrichen oder die Masse durch Aufspritzen oder andere Hilfsmittel aufgebracht werden. Man kann auch ein bereits damit imprägniertes Gewebe mit der Masse bestreichen oder bespritzen und erfindungsgemäß pressen.
- Nachstehendes Ausführungsbeispiel erläutert das erfindungsgemäße Verfahren.
- Es wird z. B. ein Baumwollgewebe mit folgenden Kennzeichen verwendet: Gewicht = 16o,- je Quadratmeter mit 4.5 Fäden in der Kette und 3o Fäden im Schuß je Quadratzentimeter; Zwischenräume zwischen den Schuß- und Kettenfäden 1/,, bis '/,."mm.
- Das Gewebe wird in ein Latexbad getaucht, das innerhalb zweier Minuten bei einer Temperatur von 150' C vulkanisiert. Die Menge des Kautschuks, die mit dem Gewebe verbunden wird, beträgt etwa 5 bis zo@`o des Ursprunggewichtes des Gewebes, bezogen auf trockenen Kautschuk. Man erzielt dieses Ergebnis leicht dadurch, daß man das Gewebe in das Bad eintaucht und dann zwischen zwei Walzen ausdrückt. Je nach dem Druck dieser Walzen erhält man eine mehr oder weniger große Sättigung des Gewebes. Nach dem Trocknen desselben wird es unter Verwendung eines Kalanders mit auf r 5o'' C geheizten Walzen kalandert, die einen Druck von 5 bis 3o kg je Quadratzentimeter ausüben und das Gewebe vorvulkanisieren. Zwei- oder dreimaliger Durchgang durch diese Walzen verengt die Poren des Gewebes .auf die gewünschte Größe. Die Vulkanisierung kann im Autoklaven oder durch jedes andere Verfahren zu Ende geführt werden.
- Das nach obigem Beispiel behandelte Gewebe ist nach dem Verlassen des Latexbades und nach dem Ausdrücken und Trocknen, jedoch vor dem Kalandern, noch wasserdurchlässig, da zu diesem Zeitpunkt die Poren noch ihre ursprüngliche Größe besitzen. Im Gegensatz dazu ist das Gewebe nach dem erfindungsgemäßen Kalandern, bei welchem ein Zusammendrücken der imprägnierten Fäden des Gewebes und dadurch eine Verminderung der Größe der Poren eintritt, für Wasser undurchlässig, dagegen für Luft noch durchlässig.
- Das erfindungsgemäße Verfahren gestattet, mit einer verhältnismäßig großen Genauigkeit die Wasserundurchlässigkeit des so behandelten Gewebes zu erzielen, dabei aber seine Luftdurchlässigkeit zu erhalten.
- Das Verfahren-,ermöglicht es, Geweben mit genügenden Zwischenräumen zwischen den Fäden, insbesondere .auch feinen Geweben, die beschriebenen Eigenschaften zu erteilen.
- An Stelle von Kautschuk können zum Aufbringen .auf die Fäden des Gewebes auch andere, ähnlich elastische und wasserunlösliche Massen, wie Wachse, synthetische Harze u. dgl., verwendet werden, wobei nach der Natur der gewählten Mittel die Bedingungen zur Durchführung des Verfahrens entsprechend den Mengenverhältnissen zwischen Masse und Gewebe der Preßdruck, die Temperatur der Walzen usw. entsprechend zu ändern sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Fertigmachen von wasserundurchlässigen, aber luftdurchlässigen Geweben; bei dem auf ein Gewebe eine elastische und wasserunlösliche Masse, wie Kautschuk, aufgebracht wird, wobei jeder Faden des Gewebes mit einer solchen Kautschukmenge bedeckt wird, daß die Poren des Gewebes offen bleiben und das Gewebe der Einwirkung von Wärme und Preßdruck ausgesetzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das so vorbehandelte und getrocknete Gewebe in einem Kalander mit auf Vulkanisiertemperatur erhitzten Walzen .einem Preßdruck unterworfen wird, der die Größe der Poren des Gewebes auf ein solches Maß verkleinert, daß das Gewebe immer noch luftdurchlässig, aber nicht mehr wasserdurchlässig ist, wobei gleichzeitig infolge der auftretenden Vulkanisierung das Gewebe in der ihm durch den Druck verliehenen Form festgelegt wird. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gewebe in ein bei 15o° C vulkanisierendes Latexbad eingetaucht wird derart, daß dem Gewebe 5 bis --o% Kautschuk einverleibt werden, daß das Gewebe darauf ausgepreßt oder ausgeschleudert und danach unter Verwendung eines Kalanders mit auf i 5o° C erhitzten Walzen heiß kalandert wird, wobei diese Walzen einen Druck von etwa 5 bis 3o kg je Quadratzentimeter ausüben.
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| FR727259X | 1935-11-15 |
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Cited By (2)
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|---|---|---|---|---|
| US2737434A (en) * | 1949-04-09 | 1956-03-06 | George W Pierce | Process for treating wool textile products and resulting products |
| DE3401481A1 (de) * | 1984-01-18 | 1985-07-25 | geb. Felder Ursula Helena Johanna Venlo Pahnke-Felder | Verfahren zum herstellen von kunstleder |
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1936
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- 1936-10-30 DE DESCH111291D patent/DE727359C/de not_active Expired
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| AT157273B (de) | 1939-10-25 |
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