CH266374A - Verfahren zur Herstellung eines zur Herstellung von Lacken geeigneten Produktes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines zur Herstellung von Lacken geeigneten Produktes.

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CH266374A
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copal
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Gloor Max
Willmeroth Ernst
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Gloor Max
Willmeroth Ernst
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09FNATURAL RESINS; FRENCH POLISH; DRYING-OILS; OIL DRYING AGENTS, i.e. SICCATIVES; TURPENTINE
    • C09F1/00Obtaining purification, or chemical modification of natural resins, e.g. oleo-resins
    • C09F1/04Chemical modification, e.g. esterification

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines zur Herstellung von     Lacken    geeigneten Produktes.    Die     Kopale,    insbesondere     Kongokopale,    ha  ben von jeher in der     öllackindustrie    einen  bedeutenden Platz eingenommen.  



       Durch    die Einführung der modifizierten       Phenolformaldeh@-dharze    wurden die     Kopale          wegen    der komplizierten Verarbeitung --a       Halbrohstoffen    für Lacke fast     ganz    verdrängt,  auch mögen die unruhigen Zeiten eine Rolle       mitgespielt.    haben.  



  Mit dem Auftauchen der sogenannten     Ko-          paJgrossschmelzanlagen    Ende der     Zwanziger-          jahre        wurde    das handwerksmässige     Ausschrn.el-          zen    der     Kopale        fast    nicht mehr durchgeführt.  



  In diesen     Grosssehmelzapparaturen    werden  die     Kopale    in Mengen bis     zu    5000 kg in einem  Arbeitsgang .auf dem Wege der     troekeneri          Destillation    ausgeschmolzen und auch     zum     Teil     verestert.    Diese Euter wurden dann mit  Ölen,     insbesondere    mit Leinöl, versetzt und  durch längeres Erhitzen auf höheren Tem  peraturen blank gekocht und später zu     Fer-          tifacken    weiterverarbeitet.  



  Da die Schütthöhen der     Kopale    in den       Grossschmelzanlagen    oft bis zu 1,50 m     Hölie     betragen und die meisten dieser Anlagen mit       einer    direkten Bodenheizung ausgerüstet sind,       ist    es leicht erklärlich, dass durch die     über-          hitzung    der im Boden auftretenden     Wärme     die wertvollen     Eigenschaften    des     Kopals    zer  stört werden.

   Als Beweis diene,     da.ss    der       Schmelzpunkt    der     Glycerinester    der so behan  delten     Kopale        mischen    75 bis 85 C     liegt     und die     abdestillierte        Kopalälmengge    20 bis  30     %    beträgt.

      Es ist     auch    bekannt, dass man zum Löslich  machen der     Kopale    Leinöl,     Ricinusöl,    Sojaöl,       Maisöl,        Tallö1        usw.    oder deren Fettsäuren ver  wendet, wobei die Fettsäuren als     Lösungsver-          mittler    dienen.

   Auch ist bekannt, dass beim  Zusammenschmelzen von     Kopal    mit Kolopho  nium die     Harzsäuren    den     Aiülösiungsprozess     des     Kapa.ls        beschleunigen.    Auch bei dem vor  her beschriebenen     Verfahren    wird nach dem  Auflösen des     Kopals    die     jeweils    nötige     Ül-          menge    zugegeben und, wie     zuerst        beschrieben,     durch     Blankkochen    zu Lacken weiterverar  beitet.  



  Es     wurde    nun     gefunden,    dass besonders  wertvolle     Produkte    von neuartiger     Zusammen-          setziing    erhalten werden,     wenn    die     Kopale    un  ter Verwendung von     Lösungsvermittlern    ge  löst, der     Aufschliessprozess    bis zur     Vereste-          rungsreife    der aufgeschlossenen     Kopalmass'e     weitergeführt,

   diesem Gemisch     trocknendes          ö-1    zugesetzt und anschliessend das Gemisch  mit einem mehrwertigen     Alkohol    verestert  wird.  



       Gegenstand    der vorliegenden Erfindung  ist ein     Verfahren    zur Herstellung eines zur  Lackherstellung geeigneten     Produktes        unter          Mitverwendüng    von Kapelen. Dabei wird der       Kopal        zuerst    mit Hilfe von     Leinölfettsäure,          vorzugsweisse    durch Erhitzen, gelöst. Man er  hält so z. B. eine bei 250 bis 310      dünnflüssige          Lösung,    die noch nicht     mit    Leinöl und Glyze  rin verträglich ist.

   Sie     wird        anschliessend    bis       zur        Veresterungsreife    des     Kopgls    erhitzt, das  heisst bis eine Probe     :der        Mischung    sich in der      Wärme in zugesetztem     Lösungsmittel    klar löst  und beim Abkühlen blank bleibt. Auch russ  die so hergestellte Probelösung nach dem Er  kalten     zugesetztes,        kaltes        Standöl    klar auf  nehmen.  



  Dem     veresterungsreifen    Gemisch wird       Leinöl    zugesetzt, z. B.     gewichtsmässig    etwa so  viel Leinöl     als        Kopal    verwendet wurde. Dieses       Gemisch    wird einer     Veresterung    mit Glycerin  unterzogen.

   Dabei tritt durch Reaktion der  Komponenten     Dicarbonsäure,    Glycerin, Fett  säure und     öl-Alkydbildiuig    ein,     was    schon dar  aus hervorgeht, dass -die aus dem Reaktions  produkt     hergestellten    Lackfilme dieselben       Eigenschaften    aufweisen, wie die mit Hilfe  von     synthetischen        Phtalsäurealkyden    erzeug  ten.  



  Die praktische     Ausführung    der Erfindung  geht     aus    dem folgenden     Beispiel    näher hervor:  1000 g     Kopal    werden mit 100 g     Leinölfett-          säure        bis    zur Lösung erhitzt und der     Kopal     durch weiteres Erwärmen     veresterungsreif    ge  macht.

   Zu der noch warmen Masse werden  1000 g Leinöl zugesetzt, das Ganze mit 65 g       Glycerin    dem     Veresterungsprozess        iu@.terwor-          fen    und so     weit        verestert,    dass das Produkt so  weit säurefrei     ist,        dass    es sich mit basischen  Farben zu einem Fertiglack verarbeiten     lässt.     Die benötigte     Glycerinmenge    wurde aus der  Säurezahl des     veresterungsreifen        Gemisches     berechnet.  



  Das     gewonnene    Produkt ist viskos (etwa  10     Centipoisen    bei 20  C), besitzt hellbraune  Farbe     und,        ist    in allen     Kohlenwasserstoffen     und     üblichen        Lösungsmitteln    der     Öllackindu-          strie        löslich.    Seine chemische Konstitution     ist     nach nicht     ermittelt.     



  Aus dem     erfindungsgemässen        Halbrohstoff     oder     Basisstoff    für Lacke lassen sich     durch          Ölzusatz    Lacke für     die    verschiedensten Ver  wendungszwecke herstellen.     Bemerkenswert          ist,    dass durch Zusatz von Ölen, selbst Stand  ölen, zu dem     Basisstoff    auf kaltem Wege       vollkommen    blanke Lacke erhalten werden,  so dass von     einer        Lackherstelliung        auf    kaltem    Wege gesprochen werden kann.

   Der     nötig-,          Ölzusatz    beträgt etwa das dreifache Gewicht  des     verwendeten        Kopals.     



       Aus    solchen     Lacken    hergestellte     La,ekfilme     haben sich     praktisch    hervorragend bewährt.  Ganz besonders hervorzuheben sind die     was-          serabweLsenden        Eigenschaften    und die grosse  Elastizität. Die aus dem.     erfindungsgemässen     Basisstoff hergestellten     Einbrennlacke    zeich  nen sich durch grosse Haftfestigkeit aus, ins  besondere die sogenannten Goldlacke, welche  für die Konservenindustrie in Frage kommen,       @da    die hier beschriebenen Lacke aus Natur  stoffen bestehen und vollkommen giftfrei  und geruchlos sind.

   In bezug auf Lichtechtheit  sind     diese    Lacke allen     sy        nthetisehen    Lacken  und Lackharzen bei weitem überlegen, da die  Naturstoffe ausbleichen, während die Kunst  stoffe zum Vergilben     neigen.        Aiich    in     wirt-          scha.ftlieher    Hinsicht     ist    die Erfindung von  grösster Bedeutung, weil. die     Preise    der Natur  stoffe bedeutend     unter    den Preisen der für  die     Herstelhuig    von Kunstharzen nötigen Che  mikalien liegen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines zur Lack- berstellung geeigneten Prodid@tes, dadurch ge kennzeichnet, dass ein Kopal mit Hilfe von Leinölfettsäure gelöst, durch Erhitzen der Lösung bis zur Veresteiungsreife aufgeschlos sen, die Lösung mit Leinöl vermischt und diese <I>T</I> Mischung mit Glycerin zu einem Produkt ver estert wird, welches sich zu Lacken weiter verarbeiten lässt. Das erhaltene Produkt ist viskos, besitzt hoollbraune Farbe und ist in allen Kohlen.
    wasserstoffen und üblichen Lösungsmitteln der Öllackindustrie löslich. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Menge des zugesetzten Leinöles gewichtsmässig ungefähr derjenigen des verwendeten Kopals gleich ist.
CH266374D 1947-11-13 1947-11-13 Verfahren zur Herstellung eines zur Herstellung von Lacken geeigneten Produktes. CH266374A (de)

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