CH245352A - Verfahren zum Beizen von tierischen Fasern. - Google Patents

Verfahren zum Beizen von tierischen Fasern.

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    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01CCHEMICAL OR BIOLOGICAL TREATMENT OF NATURAL FILAMENTARY OR FIBROUS MATERIAL TO OBTAIN FILAMENTS OR FIBRES FOR SPINNING; CARBONISING RAGS TO RECOVER ANIMAL FIBRES
    • D01C3/00Treatment of animal material, e.g. chemical scouring of wool

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Description


  Verfahren zum Beizen von tierischen Fasern.    Die. Erfindung betrifft ein Verfahren  zum Beizen von     tierischen    Fasern, insbeson  dere von     Haaren,    für die Herstellung von  nicht gewobenen Filzen     unter        Verwendung          einer        Mischung    einer     quecksilberhaltigen    mit  einer     quecksilberfreien    Beize.  



  Zum Beizen von Haaren am Fell, ins  besondere von Hasen- und Kaninchenhaaren,  welche für die Herstellung von Hutfilz Ver  wendung     finden,        wurden    seit     Jahrzehnten          Quecksilberbeizen    verwendet.

   Solche Queck  silberbeizen bestehen     aus    einer Lösung von       Quecksilber    in     Salpetersäure,    und zwar in der  Regel aus 10     Gewichtsteilen    rauchender Sal  petersäure von 36 bis 40      B6    und ungefähr  2 Gewichtsteilen     Quecksilber.    Diese     verhält-          nismässig    starke     Quecksilberlösung    ist aber       überaus        giftig    und hat     ferner    noch den Nach  teil, dass damit gebeiztes Haar lange Zeit ab  liegen     muss,

      um die     gewünschte        Beizwirkung     zu erzielen, wozu aber wieder grosse Geld  mittel gehören, da grosse Mengen von Fellen       im        Vorrate    gekauft werden     müssen.       Um diese     Nachteile    zu beseitigen, hat man  auch     bereits    quecksilberfreie Haarbeizen her  gestellt. Diese     bestehen        in    der Regel aus       Oxydationsmitteln    in saurer oder alkalischer       Lösung,    denen nach verschiedenen Vorschlä  gen     bestimmte    Salze zugesetzt werden  können.  



  So     sind        inzwischen    Verfahren bekannt  geworden, welche     darin    bestehen, dass als Bei  zen andere Salze des     Quecksilbers        als    Nitrate,  zweckmässig lösliche Quecksilbersalze,     wie          insbesondere    Quecksilbersulfat im Verein mit       Oxydationsmitteln    verwendet werden.

   Dann       sind        Beizverfahren    bekanntgeworden, welche  darauf beruhen, dass die     Beizung    durch ein  oder mehrere     Oxydationsmittel    und     geringe          Mengen    an     Sauerstoffüberträgern    im Verein  mit     einer    gegenüber den     Sauerstoffüberträ-          gern    mehrfachen Menge an Metallverbindun  gen, die in grosser     Menge    von der Faser auf  genommen werden können, erfolgt.  



  Endlich     sind    Verfahren zum Verfilzen  von     Haaren        in    Vorschlag gebracht worden,      die darin     bestehen,    dass eine     Karotierlösung     verwendet wird, welche neben einer oder  mehreren     hydrolysierenden    Säuren und einem  oder mehreren neutralen Oxydationsmitteln  ein lösliches, im wesentlichen neutrales Salz  aus einer starken Säure und einem     Alkali-          oder        Erdkalimetall    enthält.  



  Zu solchen Beizen hat man bereits auch  katalytisch wirkende Stoffe,     wie    z. B. Queck  silber, zugesetzt. Da somit in diesem Falle  dem     Quecksilber    nur eine rein katalytische  Wirkung zukommt, die keineswegs der Wir  kung einer     Quecksilberbeize    an sich gleich  kommt,     ist    es auch nicht möglich, auf diese  Weise solche Effekte zu erreichen, wie sie       erfindungsgemäss    erzielt werden.

   Dasselbe  gilt     hinsichtlich    des Vorschlages, als Beizen  für Haare zur Herstellung von Filzen, ins  besondere von Hutstumpen aus tierischen  Fasern, Aldehyde, Betone oder dergleichen  oder deren     Verbindungen    oder Stoffe, welche  in Aldehyde, Betone oder dergleichen zer  fallen können, zu benutzen, wobei diese Bei  zen allein oder auch im Verein mit andern       Beizen    angewendet werden können. Mit dem  neuen Verfahren können nämlich besonders  hohe Filzeffekte erreicht werden, die mit den  bisher bekannten Beizen nichterzielt werden  konnten.

   Dazu kommt noch, dass erfindungs  gemäss weder Beizen verwendet werden, wel  che die hohe Giftigkeit der bekannten Queck  silberbeizen aufweisen, noch mit den Nach  teilen der bisher     bekanntgewordenen    queck  silberfreien Beizen behaftet ist.  



  Das neue Verfahren besteht darin, dass  eine Mischung von 90 bis 10 Gewichtsteilen  Quecksilberbeize und 10 bis 90 Gewichts  teilen     quecl@silberfreier,        Wasserstoffsuperoxyd     enthaltender Beize     verwendet    wird.  



  Das     Mischungsverhältnis    richtet sich nach  den verwendeten Fellen und der Qualität der  zu     erzeugenden    Ware. Für Dunkelkanin,  Wildkanin und Hasenhaar     eignet    sich z. B.  ein Mengenverhältnis von 50:50. Dasselbe       gilt    für     Weisskanin    zur     Herstellung    pastell  farbiger Hutfilze. Wenn     Weisskanin    zur Her  stellung weisser Hutfilze dienen soll, kann  man bis zu 10 % der Quecksilberbeize und    90 % der quecksilberfreien Beize verwenden,       zweckrnässig    aber bleibt man bei einem Men  genverhältnis von 25 % Quecksilberbeize und  75     %    quecksilberfreier Beize.  



  Nach dem Verfahren werden Filze     aus    dem  gebeizten Haar erzeugt, die einen Griff     auf-          -weisen,    wie er mit bekannten Beizen einzeln  nicht erzielbar ist. Sogar das aus     Kaninchen-          fellenerzeugte    Haar bekommt einen vollen und  feinen Griff, der gewöhnlich nur mit Edel  sortenhaar erzeugt werden kann. Auch die  Filzfähigkeit der gebeizten Haare ist bedeu  tend besser, als sie mit jeder der bekannten  Beizen einzeln erzielbar ist. Ferner erhält das  Haar durch die Beize     einen    sehr schönen  Glanz.

   Als ganz besonderer Vorteil dieser  Beizen hat sich gezeigt, dass trotz der Bei  mischung der Quecksilberbeize ein Ablagern  der Ware nicht erforderlich     ist.     



  Zur Herstellung der Beize wird beispiels  weise eine     Quecksilberbeize,    bestehend aus  10 kg rauchender Salpetersäure von 36      Be     und 2 kg     Quecksilber,    erzeugt, die je nach  der Qualität des Haares bis auf 11 bis 13      B6     verdünnt     wird.    Sodann wird die     Herstellung     der quecksilberfreien Beize,     beispielsweise     1,9 kg Phosphorsäure, 1,5 kg Salpetersäure,  <B>0118</B> kg Eisensulfat oder nach einem     andern     Beispiel 1,5 kg Phosphorsäure, 1,5 kg       Salpetersäure,    0,

  05 kg Eisensulfat     gemischt     und 1     Gewichtsteil    dieser Mischung     mit     1     Gewichtsteil    Wasserstoffsuperoxyd von  40     Vol.    % vermischt und dazu 3 Gewichtsteile  Wasser gegeben. Die so im gebrauchsferti  gen Zustande befindlichen beiden Beizen wer  den nun zur Herstellung der Beize in dem  bereits angegebenen, für die zu beizenden  Felle     geeignetenMengenverhältnisse    gemischt  und zweckmässig sofort verwendet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Beizen von tierischen Fasern, insbesondere Haaren, für die Her stellung von nicht gewobenen Filzen unter Verwendung einer Mischung einer quecksil- berhaltigen mit einer quecksilberfreien Beize, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mischung von 90 bis 10 Gewichtsteilen Quecksilber- beize und 10 bis 90 Gewichtsteilen queck silberfreier, Wasserstoffsuperoxyd enthalten der Beize verwendet wird. UNTERAINTSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch,
    dadurch gekennzeichnet, dass eine quecksilberfreie BeizeausI bis 2 Gewichtsteilen einerMischung von 1,5 bis 1,9 kg Phosphorsäure, 1,5 kg Salpetersäure, 0,05 bis 0,18 kg Eisensulfat, ferner aus 1 Gewichtsteil Wasserstoffsuper- oxyd und 3- bis 4 Gewichtsteilen Wasser ver wendet wird.
CH245352D 1945-02-17 1945-02-17 Verfahren zum Beizen von tierischen Fasern. CH245352A (de)

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