Xuschine zur Herstellung von Uhrengläsern. Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Maschine zur Herstellung von Uhrengläsern. Es ist ein auf einer horizon talen, rotierenden Scheibe angeordnetes, ein stellbares Messer mit Bearbeitungsspitze vor gesehen, gegen welche die in die Maschine einzusetzende Platte, aus welcher die Uhren gläser herausgeschnitten werden, durch eine vertikal verschiebbare Spindel bis zu einem Anschlag gepresst wird, wobei Mittel zum Regulieren der Vorschubgeschwindigkeit der Spindel angeordnet sind.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung ist in einer beispielsweisen Ausführungsform in beifolgender Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 die Seitenansicht der Maschine zur Herstellung von Uhrengläsern, Fig. 2 die Frontansicht der Maschine, Fig. 3 den Grundriss der Maschine, Fig. 4 einen Schnitt nach Linie I-I der Fig. 1, Fig. 5 Teile des Schnittes nach Fig. 4 in grösserem Massstabe,
Fig. 6 einen Schnitt durch den Druck regler in grösserem Massstab.
Die Maschine weist das Gestell mit dem Fuss 1, dem Arm 2 und der Spindelführung 3 auf. In der letzteren ist die Spindel 17 mit dem Ansatz 19 vorgesehen (Fig. 4), gegen den das eine Ende der Feder 18 anliegt, wäh rend das andere Ende auf der Scheibe 36 ruht. Die Feder 18 ist bestrebt, die Spindel nach oben zu drücken. Der in der Führung 3 befestigte geil 38 und die Keilführung 37 erlauben ein Auf- -und Niederführen der Spindel 17, aber sie verhindern ein Drehen derselben. Mittelst des Kugelgelenkes 39 wird die Spindel 17 durch den Hebel 4, der bei 40 seinen Drehpunkt hat, auf- und niederbewegt.
Der Drehpunkt 40 ist an der Platte 5 ange bracht, die schwenkbar im Drehpunkt 41, der am Lager 42 angeordnet ist, vorgesehen ist. Der Hebel 4 ist mit der Regulierschraube 32 ausgerüstet, welche auf den im Drehpunkt 43 gelagerten Hebel drückt. Die Augen 6 tragen den Drehpunkt 43. Der Hebel 7 liegt mit seinem äussern Ende auf dem Kopf 44 einer Kolbenstange 45 auf. Der Hebel 4 trägt am äussern Ende das Gelenk 33, an welchem das Zugorgan, welches den Hebel 4 nach un ten zieht, angelenkt ist.
Die Kolbenstange 45 (Fig. 6) trägt den Kolben 9 des Reglers der Vorschubgeschwindigkeit der Spindel 17. Der Regler weist den Zylinder 8 auf mit dem Längskanal 12, von dem aus die Bohrung 46 in den oberhalb des Kolbens 9 befindlichen Raum 11 und die Bohrung 47 in den unter halb des Kolbens 9 befindlichen Raum 10 mündet. Eine Regulierschraube 13 kann den Durchfluss der Flüssigkeiten vom Raume 10 nach 11 und umgekehrt mehr oder weniger hemmen. Die Flüssigkeit kann Glycerin sein. Nach Fig. 4 ist in die Spindel 17 eine runde Platte 1.4 eingeschraubt, welche im Durch messer grösser als das herzustellende Uhren glas ist.
In den Aufsatz 48 der rotierenden Scheibe 34 ist die runde Platte 15 einge schraubt, welche kleiner ist im Durchmesser als das herzustellende Uhrenglas. Die Scheibe 34 ist mit der Antriebsscheibe 20, welche zum Antrieb der rotierenden Scheibe 34 dient, verbunden. Die Achse 21 ist im Fuss 1 befestigt. Um diese Achse 21 rotieren die Scheiben 20, 34, die durch die Nabe 49 ver bunden sind. Im Unterteil der Nabe ist eine Rille 23 vorgesehen, in welcher tangential der Stift 22 liegt, der im Fuss 1 befestigt ist, um die senkrechte Lage der Nabe zu sichern.
In der Bohrung für die Achse 21 ist eine Kugel 24 zwecks leichten Rotierens der Scheiben 20, 34 so gelagert, dass auf der Ku gel die Scheiben 20, 34 mit ihrer Nabe 49 ruhen, während die Kugel 24 selbst auf der Achse 21 aufliegt. Auf dem Support 50 ist das Messer 16 mit der Bearbeitungsspitze 51 angebracht. Das Messer wird mittelst der Spindel 25 in einer der Nuten 52 des Sup ports 50 in schräger Lage derartig befestigt, dass die Bearbeitungsspitze 51 das Uhrenglas aus der vollen Platte 53 ausschneiden kann, welche auf der Führungsplatte 54 aufliegt. Die letztere ist in den Nuten 55 auswechsel- bar gelagert. Durch die Gewindespindel 26 kann der Support 50 der Achse 21 mehr oder weniger nahegerückt werden.
Um die Füh rungsplatte 54 und die Platte 53 in senk rechter Richtung auf- und niederbewe-gen zu können, muss das Gestell, welches die Nuten 55 trägt, ebenfalls auf- und niederbewegbar angeordnet sein. Zu diesem Zwecke ist der Bügel mit den Armen 56, 57 bei 59 an den Hebeln 27, 58 angelenkt. Die Hebel 27, 58 sind ihrerseits bei 59 drehbar gelagert. Am Bügel ist die Stange 28 angebracht, die gegen die Rolle 29 durch die Feder 30 gedrückt wird. Die Fläche 60 der Stange 28 ist so aus gebildet, dass der Bügel mit den Armen 56, 57 bei seiner Betätigung eine Bewegung aus führt, bei welcher er parallel zu sich selbst bleibt.
Die beschriebene Maschine wird in fol gender Weise betätigt: Um ein Uhrenglas aus der Platte 53, die aus durchsichtigem, mittelst Messer bearbeit- barem Material besteht, ausschneiden zu kön nen, wird das Messer 16 so schräg in eine der Nuten 52 des Supports 50 eingelegt, dass die Bearbeitungsspitze 51 ein Uhrenglas von be stimmtem Durchmesser ausschneiden kann. Mit der Gewindespindel 26 wird das einge legte Messer entsprechend dem Durchmesser des Uhrenglases ganz genau eingestellt.
In die Spindel 17 wird eine Platte 14 einge schraubt, welche die Bearbeitungsspitze 51 überdeckt, und in den Aufsatz 48 wird eine Platte 15 eingeschraubt, welche bis nahe an das Messer herangreift. Die Regulierschraube 32 wird so eingestellt, dass der Hebel 7 so tief gedrückt wird, dass der Kopf 44 auf den Ansatz 61 auftrifft, wenn das Uhrenglas aus der Platte ausgeschnitten ist. Hierbei trifft die Platte 53 auf die Platte 15 auf.
Um der Materialplatte 53 während der Bearbeitung einen dem Material entsprechenden schnellen oder langsamen Vorschub geben zu können, wird die Regulierschraube 13 im Regler so eingestellt, dass das Glycerin unter kleinerem oder grösserem Widerstand aus dem Raume 10 in den Raum 11 übertreten kann. Die Spindel 17 wird durch den Hebel 4, an wel- chem das an dem Gelenk 33 angebrachte, von Hand oder sonstwie betätigte Zugorgan an gebracht ist, nach unten gedrückt.
Nachdem ein Uhrenglas fertiggestellt ist, werden die Bearbeitungselemente in ihre Ruhelage zu rückgeführt, und die Platte 53 wird so weit verschoben, dass ein neues Uhrenglas ausge schnitten werden kann. Mit der Maschine, mit der Uhrengläser hergestellt werden, kön nen auch runde Platten aus anderem Mate rial als dasjenige ist, aus welchem die Uhren gläser hergestellt werden, angefertigt wer den.