CH239392A - Verfahren zur Verminderung der Hydrophilie künstlicher Gebilde aus Polyvinylalkohol und seinen wasserlöslichen bis wasserquellbaren Derivaten. - Google Patents
Verfahren zur Verminderung der Hydrophilie künstlicher Gebilde aus Polyvinylalkohol und seinen wasserlöslichen bis wasserquellbaren Derivaten.Info
- Publication number
- CH239392A CH239392A CH239392DA CH239392A CH 239392 A CH239392 A CH 239392A CH 239392D A CH239392D A CH 239392DA CH 239392 A CH239392 A CH 239392A
- Authority
- CH
- Switzerland
- Prior art keywords
- water
- polyvinyl alcohol
- soluble
- hydrophilicity
- coating
- Prior art date
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- C09D—COATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
- C09D129/00—Coating compositions based on homopolymers or copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by an alcohol, ether, aldehydo, ketonic, acetal, or ketal radical; Coating compositions based on hydrolysed polymers of esters of unsaturated alcohols with saturated carboxylic acids; Coating compositions based on derivatives of such polymers
- C09D129/02—Homopolymers or copolymers of unsaturated alcohols
- C09D129/04—Polyvinyl alcohol; Partially hydrolysed homopolymers or copolymers of esters of unsaturated alcohols with saturated carboxylic acids
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06M—TREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
- D06M10/00—Physical treatment of fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, e.g. by ultrasonic waves, corona discharge, irradiation, electric currents or magnetic fields; Physical treatment combined with treatment with chemical compounds or elements
- D06M10/001—Treatment with visible light, infrared or ultraviolet, X-rays
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06M—TREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
- D06M15/00—Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
- D06M15/19—Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with synthetic macromolecular compounds
- D06M15/21—Macromolecular compounds obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds
- D06M15/327—Macromolecular compounds obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds of unsaturated alcohols or esters thereof
- D06M15/333—Macromolecular compounds obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds of unsaturated alcohols or esters thereof of vinyl acetate; Polyvinylalcohol
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Wood Science & Technology (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Materials For Medical Uses (AREA)
- Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)
Description
Verfahren zur Verminderung der Hydrophilie künstlicher Gebilde aus Polyvinylalkohol und seinen wasserlöslichen bis wasserquellbaren Derivaten. Werden Fäden, Bänder; Röhren oder andere künstliche Gebilde aus Polyvinyl- alkohol, seinen wasserlöslichen oder noch in Wasser quellbaren Derivaten der Wirkung von Wasser unterworfen, so tritt eine in manchen Fällen unerwünscht rasche Quel- lung und Deformation unter Schrumpfung bezw. Klumpung auf. Insbesondere zeigen z.
B. gezwirnte Fäden nicht nur wie Seiden fäden die Neigung, sich im Wasser zu ent- zwirnen, sondern sie verklumpen sich auch mehr oder minder rasch zu einem lockeren oder kompakteren fasrigen oder watteähnli- chen Gebilde. Diese auf der Hydrophilie des Fadenmaterials beruhende Eigenschaft wirkt sich bei Verwendungen schädlich aus, wenn eine Berührung mit Wasser, z. B. mit wässrigen Lösungen oder Feuchtigkeit, vor kommt oder vorkommen kann, der Erhalt der Fadenstruktur aber wenigstens für eine gewisse Zeit erforderlich ist.
Ein solcher Fall liegt unter anderem bei der Verwendung solcher Fäden als chirurgisches Nahtmaterial vor, wo die Fäden mit d,er Gewebe- und Wundflüssigkeit in Berührung kommen, eine Quellbarkeit aber mit Rücksicht auf einen späteren Abbau im Körper erhalten bleiben soll.
Es wurde nun gefunden, dass sich der aufgezeigte Mangel überraschend mindern oder beseitigen lässt, auch ohne dabei aber eine gewünschte Quellbarkeit zu vernichten, wenn man die künstlichen Gebilde mit einem leichten Überzug von Polyvinylalkohol oder seinen mehr oder minder wasserlöslichen De rivaten versieht, und zwar vorteilhaft unter Zusatz von an sich bekannten Gerbmitteln, wie z. B. Chromsalzen und dergleichen.
Durch Wahl des Zusatzes, durch dessen Menge, durch die Konzentration der zum Überziehen angewandten Lösungen, durch die Dicke des Überzuges, durch die Poly- vinylalkoholqualität, ferner durch eine mehr oder minder intensive Einwirkung des Lichtes \nährend oder nach dein Überziehen der Gebilde, durch die Höhe der Nachtrock nungstemperatur und durch andere zweck dienliche Massnahmen hat man es in der Hand, die erstrebte Wirkung entsprechend abzustufen. Es ist überraschend, class andere, in mancher Hinsicht wirkungsverwandte Stoffe, wie z. B.
Gelatine, Gummiarabikum und andere, selbst unter Zugabe von Chrom salzen, unter sonst gleichen Bedingungen die gewünschte Verbesserung nicht erkennen lassen.
Unter gleichen Bedingungen zeigten sich Benetzungen mit Gerbmitteln allein, also ohne gleichzeitige Anwesenheit von Poly- vinylalkohol, z. B. mit einer 10%igen wässrigen Lösung von Ammoniumbichromat oder einer ammonia.kalischen Kupferlösung völlig unwirksam.
Art und Weise, die Gebilde zweckentspre chend zu überziehen, richten sich ganz nach den gewünschten Erfordernissen und nach den Zweckmässigkeiten der Apparatur und des Herstellungsverfahrens selbst. So kann das Überziehen zweckmässig in eine Phase, z. B. in die der Fadenerzeugung, vorteilhaft nach der Streckung vor einer letzten Trock nung, eingeschaltet oder z. B. am fertigen Faden nachträglich in geeigneter Weise vor genommen werden.
Der Faden kann hierbei beispielsweise die abgestimmte Überzugs- lösung bezw. Paste einfach mit geeigneter Geschwindigkeit durchlaufen oder über die entsprechend getränkte Oberfläche einer schwammartigen Unterlage oder einer Walze streichen, wonach überschüssiges Überzuge material abgestreift. wird. Beispiel: Ein aus 16 feinen Einzelfäden aus hoch viskosem Polyvinylalkohol gezwirnter Faden strich nach seiner Streckung und Trocknung über einen mit einer Überzugslösung ge tränkten Schwamm.
Der Faden passierte dann eine Abstreichvorrichtung, wurde am Licht getrocknet und mit leichtem Zug auf- gespult. Die Überzugslösung bestand aus einer wässrigen Lösung, die 10% hoch viskosen Polyvinylalkohol und 5 % - ge rechnet auf den angewandten Polyvinyl- alkohol - Ammoniumbichromat enthielt.
Während ein gleicher, aber unbehandelter Faden sich in Wasser fast augenblicklich entzwirnte und rasch zu einem watteähnli- chen Knäuel zusammenklumpte, behielt der behandelte, leicht quellende Faden seine kompakte Fadenstruktur ohne jegliche Ent- zwirnungserscheinung. Auch beim Reiben im trockenen Zustande entzwirnte er sich sehr schwer.
Wurde der Bichromatzusatz verringert, so nahm die, Quellbarkeit zu, die Gesamt fadenstruktur aber blieb erhalten, auch dann noch, wenn der Chromsalzzusatz nur 0,1 der angewandten Polyvinylalkoholmenge betrug. Bei Anwendung der entsprechenden reinen Polyvinylalkohollösung trat die ver bessernde Wirkung auch ein, wenn auch in abgeschwächten Massen.
Wurde der Chroinsalzzusatz auf 10, 245., 50 und<B>10090'</B> gesteigert, so verstärkte sich die offenbarte Wirkung. Ebenso war sie durch eine mehr oder minder gesteigerte Licht einwirkung zu beschleunigen bezw. zu ver tiefen.
Die nach dem vorstehenden Verfahren verbesserten Fäden, Bänder, Röhren und Gewebe sind ganz allgemein für technische Zwecke verwendbar, und sind insbesondere aueli für chirurgische Zwecke bestimmt.
Soweit jedoch das Verfahren für die Textilindustrie in Betracht kommt, wird ein Schutz dafür nicht beansprucht.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH</B> I: Verfahren zur Verminderung der Hydro- philie künstlicher Gebilde aus Polyvinyl- alkohol oder seinen wasserlöslichen bezw. wasserquellbaren Derivaten, dadurch gekenn zeichnet, dass die Gebilde mit einem Überzug von Polyvinylalkohol oder einem wasser löslichen bis wasserquellbaren Derivat dessel ben versehen werden. UNTERANSPRüCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man eine Über zugsmasse verwendet, die ein Gerbmittel enthält. 2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Überzugsmasse verwendet, die ein Chromsalz als Gerbmittel enthält. 3. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das Gebilde während des Über ziehens der Einwirkung von Licht aussetzt. 4. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das Gebilde nach dem Überziehen der Einwirkung von Licht aussetzt.PATENTANSPRUCH II: Künstliches Gebilde aus Polyvinylalkohol oder seinen wasserlöslichen bezw. wasser- quellbaren Derivaten, gekennzeichnet durch einen die Hydrophilie des Gebildes vermin- dernden Überzug, hergestellt nach dem Ver fahren gemäss Patentanspruch I.UNTERANSPRUCH: 5. Künstliches Gebilde nach Patentan spruch II, dadurch gekennzeichnet,.dass der Überzug ein Gerbmittel enthält.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE239392X | 1943-06-02 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH239392A true CH239392A (de) | 1945-10-15 |
Family
ID=5903843
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH239392D CH239392A (de) | 1943-06-02 | 1944-07-14 | Verfahren zur Verminderung der Hydrophilie künstlicher Gebilde aus Polyvinylalkohol und seinen wasserlöslichen bis wasserquellbaren Derivaten. |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE457559A (de) |
| CH (1) | CH239392A (de) |
| NL (1) | NL64594C (de) |
-
0
- BE BE457559D patent/BE457559A/xx unknown
- NL NL64594D patent/NL64594C/xx active
-
1944
- 1944-07-14 CH CH239392D patent/CH239392A/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE457559A (de) | |
| NL64594C (de) |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE739537C (de) | Verfahren zum Nachbehandeln von Viscosekunstseide im fortlaufenden Arbeitsgang | |
| DE910950C (de) | Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Gebilden durch Verformung von Loesungen von Casein oder aehnlichen Proteinsubstanzen | |
| CH239392A (de) | Verfahren zur Verminderung der Hydrophilie künstlicher Gebilde aus Polyvinylalkohol und seinen wasserlöslichen bis wasserquellbaren Derivaten. | |
| DE900126C (de) | Verfahren zur Verbesserung von Gebilden aus Polyvinylalkohol | |
| DE728618C (de) | Verfahren zur Behandlung von durch Verspinnen von Eiweissloesungen erhaltenen Gebilden | |
| DE543873C (de) | Verfahren zur Veredelung von vegetabilischen Faserstoffen | |
| DE744773C (de) | Verfahren zur Herstellung einer Viskosefaser mit erhoehter Spinn-, Filz- und Walkfaehigkeit und hoher Waermehaltung | |
| DE595942C (de) | Schlichtemittel | |
| DE531078C (de) | Verfahren zur Verminderung der elektrischen Aufladung von mit trocknenden OElen, Harzen u. dgl. geschlichteten Textilfaeden | |
| DE501554C (de) | Verfahren zur Herstellung von aus Fleischfaeden gewebten Wursthuellen | |
| DE472113C (de) | Verfahren zum Nachbehandeln von Kunstseidenfaeden | |
| DE817018C (de) | Verfahren zur Behandlung von Woll-Lumpen | |
| AT88710B (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Wasserdichtmachen von Fasern und Faserstoffen. | |
| DE77087C (de) | Nicht zusammenballende, elastische Schutzmasse für Luftradreifen | |
| DE621601C (de) | Verfahren zur Herstellung langer wollartiger Faeden | |
| AT133137B (de) | Verfahren zur Herstellung von Crêpegeweben. | |
| DE659987C (de) | Verfahren zur Herstellung von Geweben aus Kautschukfaeden | |
| AT151281B (de) | Im Ganzen oder in Teilen wasserdichte Textilwaren. | |
| DE563888C (de) | Verfahren zur Herstellung von Kreppeffekten auf Geweben, die aus stark gedrehten Acetylcellulosefaeden bestehen bzw. solche Faeden enthalten | |
| DE529800C (de) | Verfahren zur Erzielung von Kreppeffekten | |
| DE615307C (de) | Verfahren zum Mattieren von Textilien, insbesondere Kunstseide | |
| AT123395B (de) | Verfahren zur Herstellung von Kreppeffekten auf Geweben. | |
| DE1075273B (de) | Verfahren '.um Avivieren von kunstlichen Faden oder Fasern | |
| DE702747C (de) | Verfahren zum Weichmachen von Kunstschwaemmen aus regenerierter Cellulose | |
| AT270576B (de) | Mindestens teilweise aus Cellulosefasern bestehendes Textilgut mit verbesserten mechanischen Eigenschaften und Verfahren zur Herstellung desselben |