CH200344A - Gewebe mit gefälteltem Rand und Verfahren zu dessen Herstellung. - Google Patents

Gewebe mit gefälteltem Rand und Verfahren zu dessen Herstellung.

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CH200344A
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Charles Clutsom
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Charles Clutsom
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      Gewebe    mit gefälteltem Rand und Verfahren zu dessen Herstellung.    Vorliegende Erfindung bezieht sich auf  ein Gewebe mit gefälteltem Rand (Rand  krause) und auf ein Verfahren zu dessen  Herstellung. Das Gewebe kann ein elastisches  Gewebe, d. h. ein solches sein,     das    aus elasti  schen     F4den    besteht     bezw.    solche enthält,  oder ein     relativ    unelastisches, gänzlich aus       relativ    unelastischen     Textilfäden    bestehen  des Gewebe sein.  



  Das Gewebe kann jede gewünschte Breite  haben, hat aber vorzugsweise Bandbreite zur       Anbringung    auf Kleidern und anderem  Grundmaterial.  



  Wenn gewöhnliches, gefälteltes Gewebe  auf einem Kleid oder anderem Material mit  einem Rand     befestigt    wird, so werden die       Befestigungsstiche        hauptsächlich    mit den       Kettfäden    am genannten Rand oder nahe  demselben verankert. Dieser Rand, weil nicht  von grosser Stärke, bricht leicht unter ge  wöhnlicher Beanspruchung, welcher das     ge-          fältelte    Gewebe nach der     Befestigung    unter  worfen wird, so dass das gefältelte Gewebe    sich vom Kleid, an welchem es befestigt ist,  ablöst und so stellenweise Lücken entstehen.  



  Die vorliegende Erfindung bezweckt die  Schaffung von gefälteltem Gewebe mit einem  stärkeren Rand als üblich, so dass es im  stande ist, nach     Befestigung    auf     einem    Kleid  oder anderem     Grundmaterial    einem Abrei  ssen von demselben unter gewöhnlichen Bean  spruchungen, denen es beim Gebrauch oder  Tragen unterworfen ist, zu widerstehen.  



  Das Gewebe kann aus in gewöhn  licher Weise (Leinwandbindung) verwobenen  Schuss- und Kettenfäden bestehen, aber auch  ein Gewebe mit zweifacher Schauseite sein,       gewoben    aus verschiedenen Ketten- und       Schussfäden,    so dass die Vorderseite des Ge  webes in bezug auf     Aasfühlung    oder Aus  sehen oder beidem von der     Rückseite    diffe  riert. So kann das Gewebe zum Beispiel eine  aus Seide oder Kunstseide oder einem an  dern, glänzenden Stoff bestehende Vorder  seite und     eine        aus    Baumwolle, Wolle oder  einem     andern    nichtglänzenden Stoff - beste-           hende    Rückseite haben.

   Das Gewebe kann  glatt oder gemustert sein.  



  Gegenstand der Erfindung ist ein Ge  webe mit mindestens einem gefältelten Rand,  in dem ein     Schussfaden    mittelst unter sich  verbundener Bindeschleifen festgehalten ist.  Dieser     gefältelte    Rand kann durch eine zu  Schleifen gebildete oder gestrickte     Sahlleiste     gebildet sein.  



  In der bevorzugten Ausführung des Ge  webes ist der genannte     Schussfaden    oder min  destens einer der     Schussfäden,    je nach dem  betreffenden Fall, an mindestens einem Rand  des Gewebes gestrickt, um die genannte       Sahlleiste    zu schaffen.  



  Die Erfindung schliesst auch ein Verfah  ren zur     Herstellung    des     genannten    Gewebes  ein,     welches        darin.    besteht, dass man minde  stens einen     Schussfaden    strickt, während     das     Gewebe gewoben wird, um mindestens eine       Sahlleiste    zu erzeugen, wodurch der genannte  Faden     verriegelt    wird.  



  Es     kann    auch mindestens ein zusätzlicher  Faden an     mindestens    einem Rand des Gewe  bes einverleibt werden, indem man ihn zu       Bindeschleifen    bildet.     Dies        kann    so gesche  hen, dass man den genannten Faden während  des     Webens    des     Gewebes    mit dem     Sehuss-          faden    einstrickt, um eine     Sahlleiste    herzu  stellen, wodurch der     Schussfaden    verriegelt  wird.  



  Zum leichteren     Verständnis    der Erfin  dung werden einige     Ausführungsbeispiele     des erfindungsgemässen Gewebes anhand der  Zeichnung beschrieben.  



       Fig.    1 ist eine     Hauptansicht    eines     Stük-          kes    eines     erfindungsgemässen    Gewebes;       Fig.    2 ist ein Schema in grösserem     Mass-          stabe    eines Stückes gewöhnlichen Gewebes,  ausgebildet gemäss der Erfindung und ver  sehen mit einer durch Stricken des     Schuss-          fadens    zu Schleifen gebildeten     Sahlleiste;

            Fig.    3     ist    eine ähnliche Ansicht eines  Stückes     doppelschauseitigen    Gewebes     mit     einer verschlungenen, durch     Stricken    nur  einer der     Schussfäden    zu Schleifen gebildeten       Sahlleiste    ;         Fig.    4 ist     eine        Stirnansicht    des Gewebes  nach     Fig.    3, in der Richtung des Pfeils     in          Fig.    3 gesehen;

         Fig.    5 und 6 sind zwei den     Fig.    3 und 4  ähnliche Ansichten zur Darstellung eines  Stückes     doppelschauseitigen    Gewebes mit  einer durch Stricken beider     Schussfäden    zu  Schleifen gebildeten     Sahlleiste.     



       Fig.    1     zeigt    ein kleines Stück Gewebe  von geringer Breite. Einige     Kettfäden,    z. B.  die mit 1 bezeichneten, sind elastisch und  das Gewebe ist am Rand 2 gefältelt und an  diesem Rand mit einer durch verschlungene  oder     gestrickte         & hleifen    gebildeten     Sahl-          leiste    3 versehen. Eine ähnliche     Sahlleiste     kann auch am gegenüberliegenden Rand des  Gewebes vorgesehen sein.  



       Fig.    2     veranschaulicht    ein Teilstück eines       gefältelten        Randes        eines        Stückes    Gewebe  von     gewöhnlicher    Webart.

       Aus    Gründen der       Zweckmässigkeit    ist das genannte Teilstück  des Gewebes     flach        ausgebreitet        dargestellt.     Die     Kettfäden    sind mit 4 und die     Schuss-          fäden        mit    5 bezeichnet und der     Schussfaden     ist am einen oder an     beiden        Rändern    des  Gewebes     gestrickt,

          um        die        erforderliche          Sahlleiste    6 zu bilden, d. h. die     Schussfäden     5 sind auf ganze Länge des Gewebes mit  einander verschlungen, indem an einem oder  an beiden Rändern des Gewebes eine Schleife.  7 eines     Schussfadens    durch eine Schleife 8  eines vorhergehenden     Schussfadens    gezogen  ist. Mit     andern    Worten     ausgedrückt,    es wird  am einen oder an beiden Rändern des Ge  webes eine Kette gestrickter     Schussfaden-          schleifen    hergestellt.  



  Beim Beispiel nach     Fig.    3 und 4 bezeich  net 9 die     Vorder-    und 10 die     Hinterseite     eines     doppelschauseitigen,        gefältelten    Gewe  bes.

   Das Gewebe, das an     mindestens        einem     Rand     gefältelt    ist, besitzt     Kettenfäden    11,  vordere     Schussfäden    12 und     hintere        Schuss-          fäden    13 und eine     gestrickte        Sahlleiste    14  am einen oder an beiden Rändern,

   welche       Sahlleiste        aus    einer     Kette    von durch     Strik-          ken    des vordern     SchuBfadens        gebildeten     Schleifen 15     besteht.    Der     SchuBfaden    auf der       hintern        Seite    des     Gewebes        ist    nicht     gestrickt.         sondern die     schleifenförmigen    Enden 13a  jedes Paares hinterer     Schussfäden    sind um  die     gestrickten    

  Schleifen 15 geführt, so dass  die beiden     Serien    von     Schussfäden    am Rand  des Gewebes miteinander     verschlungen    sind.  



  Beim Beispiel nach     Fig.    5 und 6 bezeich  nen 16     Kettenfäden,    17 die     vordern        Schuss-          fäden    und 18 die hintern     Schussfäden.    Bei  diesem Beispiel sind die     vordern    und die hin  tern     Schussfäden    gestrickt, so dass sie am  gefältelten Rand des Gewebes eine zwei an  einanderliegende     Ketten        gestrickter    Schleifen  20 und 21 aufweisende     Sahlleiste        bilden,

       wobei die     Schleifenkette    20 durch Stricken  der     vordern.        Schussfäden    und die Schleifen  kette 21 in ähnlicher Weise durch Stricken  der     hintern        Schussfäden    gebildet werden. Es  befindet sich am Ende jedes     Paares    vorderer       Schussfäden    17 und hinterer     Schussfäden    18  eine gestrickte Schleife, welche     Schleife    in  Paaren angeordnet sind und anliegende Paare  vorderer und hinterer     Schussfäden    umfassen,       wie    besonders in     Fig.    6 deutlich dargestellt.  



  Die Schleifen 20 und 21 binden so die  beiden Serien     Schussfäden        derart    zusammen,  dass eine     Sahlleiste    mit dem Aussehen einer       Fältelung    gebildet wird.  



  Um die     verschiedenen    Fäden in     Fig.    3  bis 6 deutlich voneinander unterschieden zu  können, sind die     Keafäden        unschraffiert    ge  lassen und die vordern und die     hintern          Schussfäden    weit, respektive eng schraffiert.  



       Wenn    ein oder mehrere zusätzliche Fäden  vorgesehen und in das Gewebe     eingestrickt     sind, wie oben     erwähnt,    so     kann.    dies mit  oder ohne Stricken des     Schussfadens    oder  eines oder beider     Schussfäden    am     einen    oder  an beiden Rändern des Gewebes geschehen,  welcher Faden     bezw.    welche Fäden, wenn  nicht gestrickt, um die gestrickten Schleifen  geführt werden können.  



  Der oder die     Schussfäden    können auf  irgend eine zweckmässige Weise in das ver  besserte Gewebe eingewoben werden und die  Herstellung des genannten     Gewebes    bedingt  die     Verwendung        mindestens    eines     Fa.den-          erfasselementes,    welches     zur    Bildung des Fa  dens in Schleifen geeignet ist, z.

   B. minde-         stens    einer so gebauten, angeordneten     und     arbeitenden Nadel, dass     während    der Web  arbeit der     Faden.    erfasst und zu mindestens  einer Kette von     Schleifen    gebildet wird.  



  Es kann auf beiden Seiten der Bahn der       Kettfäden        ein        Schleifenformelement    angeord  net sein und es     können    mehrere Sätze Vor  richtungen übereinander angeordnet sein, wie  bei der Herstellung von     doppelschauseitigem     Gewebe oder getrennter Gewebe oder     Stücke.     



  Bei einem elastischen Gewebe kann der  gefältelte Teil oder jeder dieser Teile des  Gewebes     gänzlich    aus     relativ        unelastischen          Keafäden    hergestellt sein und können die  elastischen     Keafäden    auf den Rest des Ge  webes beschränkt sein, wie in     Fig.    1     gezeigt;

       oder es     können    ein oder mehr elastische Kea  fäden im gefältelten Teil oder im     einen    oder       in    beiden     Teilen    vorhanden sein, wenn beide  Ränder des     Gewebes        gefältelt    sind.  



  Der     gefältelte    Teil oder jeder Teil, wenn  zwei vorhanden sind, kann auf jede übliche  Art gebildet werden, z. B. durch     Spannen     eines oder mehrerer, aber     nicht    der übrigen       Kettfäden,    oder indem man einen oder meh  reren     Keafäden    eine stärkere     Spannung    er  teilt als den     andern,    oder indem man bei  einem relativ unelastischen Gewebe, einen  oder mehrere     Kettfäden    schneller vorschiebt  als die andere, wenn die Herstellung der       Fältelung    (Krause)     gewünscht    ist.  



  Aus dem obigen ist zu     entnehmen,    dass  bei einem Gewebe mit nur einer Krause  (siehe     Fig.    1), die     verbesserte        Sahlleiste    ent  weder nur am gefältelten Rand 2, oder am  glatten Rand oder an beiden Rändern vor  gesehen werden kann.     Ähnlich    kann bei  einem Gewebe mit zwei     Randkrausen    die eine  oder andere, oder es können beide mit einer       Sahlleiste    der oben     beschriebenen    Art ver  sehen sein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Gewebe, dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens einen gefältelten Rand besitzt, in dem ein Schussfaden mittels unter sich ver bundener Bindeschleifen festgehalten ist zwecks Verstärkung des gefältelten Randes. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Gewebe nach Patentanspruch I, mit ge wöhnlicher Leinwandbindung, mit einem SchuBfaden, der am gefältelten Rande durch Bindeschleifen dieses Schussfadens festgehalten ist. 2. Gewebe nach Patentanspruch I, doppel- schauseitig, wobei mindestens einer der beiden SchuBfäden durch Schleifen dieses Fadens gesichert ist. 3.
    Gewebe nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Bindeschleifen wenigstens eines zusätzlichen Fadens zum Festhalten des Schussfadens im gefältelten Rande benutzt sind. 4.
    Gewebe nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein SchuB- faden am gefältelten Rande gestrickt ist, derart, dass eine Sahlleiste von aus die- sein Schussfaden bestehenden, gestrickten Schleifen gebildet ist. 5.
    Gewebe nach Unteranspruch 4, doppel- schauseitig ausgeführt, wobei einer der beiden Schussfäden am gefältelten Rande gestrickt ist und der andere Schussfaden in die gestrickten Schleifen eingreift, so dass die zwei Gruppen von Schussfäden an jenem Rande miteinander verschlungen sind.
    PATENTANSPRUCH II: Verfahren zur Herstellung des Gewebes nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeich net, dass während des Webens des Gewebes einer seiner Schussfäden gestrickt wird zwecks Erzeugung einer Sahlleiste, durch die der genannte Faden zur Verstärkung des gefältelten Randes verriegelt wird.
CH200344D 1937-02-10 1937-08-10 Gewebe mit gefälteltem Rand und Verfahren zu dessen Herstellung. CH200344A (de)

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