CH200323A - Verfahren zur fortlaufenden Herstellung von Fischbändern. - Google Patents
Verfahren zur fortlaufenden Herstellung von Fischbändern.Info
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Description
Verfahren zur fortlaufenden Herstellung von Fischbändern. Die Erfindung betrifft die Herstellung von Fischbändern, wie sie bei Türen, Fen stern oder dergl. zur Verwendung gelangen, bei denen das eine Ende der Hülsen beider Ir ischbandteile durch den Kopf eines in sie eingerollten Bolzens verschlossen ist, der bei dem einen Bandteil als in die Hülse des an dern Bandteils (Gegenbandteil) eingreifender Bolzen verlängert ist. Es ist wichtig, den Bolzen in der Einrollstelle des ihn tragenden Bandes nicht nur gegen axiale Verschiebung, sondern -auch gegen Verdrehung zu sichern.
Dies geschieht bisher auf verschiedene Weise.
Bei der Erfindung handelt es sich um ein Fischband, bei dem die je einen Bolzen tra genden Bänder der beiden Bandteile am Ein rollende wenigstens einen vorspringenden Lappen aufweisen, der in eine Ausnehmung des Bolzens hineingedrängt ist, derart, dass der Bolzen sowohl gegen axiale Verschiebun als auch gegen Verdrehung gesichert, das Einrollende völlig geschlossen und die Siche rungsstelle nach aussen nicht sichtbar ist.
Diese Gestaltung macht aber der fortlaufen den Massenherstellung die grössten Schwierig keiten, deren die Erfindung durch ein neues Verfahren Herr wird, das die Herstellung der beiden Bandteile unter Zuhilfenahme von Bandstreifenmaterial in Stangen- oder Rol lenform für die Bänder beider Teile bis zum verkaufsfähigen Erzeugnis auf ein und der selben Maschine gestattet.
Das Verfahren ist dadurch gekennzeich net, dass beide Bandteile in der Weise herge stellt werden, dass' ein Bandstreifen zunächst in seiner Längsrichtung unter zwei auf- und abbewegte Stempel bewegt und von ihm durch den einen, als Schneidwerkzeug ausgebildeten Stempel ein Zuschnitt so abgetrennt wird, dass das Vorderende des Bandstreifens die Gestal tung des Vorderendes des nächsten Zu schnittes erhält, während zugleich die eine Seitenkante des Bandstreifens beschnitten wird,
dass das beim vorherigen Arbeitsgange mit dem genannten Lappen versehene Vorder- ende des Zuschnittes durch den andern Stem pel ungefähr rechtwinklig nach oben vorge- knickt wird, dass dann der so bearbeitete und abgetrennte Zuschnitt rechtwinklig zur Band streifenbewegungsrichtung weiteren drei auf einanderfolgenden Arbeitsstellen zugeführt wird, wobei an der ersten dieser Arbeits stellen das vordere Ende des Zuschnittes so- vveit eingerollt wird, wie es für die Einfüh rung des Bolzens quer zur Vorschubrichtung des Zuschnittes erforderlich ist,
während an der zweiten Arbeitsstelle der Bolzen von seit wärts und oben her quer zur Vorschubrich- tung in die Einrollöffnung eingeführt und darauf der Lappen durch einen abwärtsbeweg- ten Stempel auf die Grundfläche der genann ten Ausnehmung des Bolzens gedrückt wird und an der dritten Arbeitsstelle die Einrol- lung vollendet wird, worauf, vorzugsweise an einer weiteren Arbeitsstelle, der hintere Rand des Bandes durch Quetschen mittels eines ge gen die Senkrechte auf die Breitseite des Bandes geneigt bewegten Stempels geschärft wird.
Das genannte Vorknicken kann zu glei cher Zeit oder aber auch ein wenig früher a15 das Abschneiden des Zuschnittes erfolgen. Der Zuschnitt kann bei seinen verschiedenen Arbeitsstellen und beim Transport zwischen denselben von dem die Einrollung bewirken den Gesenk getragen werden, das in diesem Falle durch eine endlose Kette mitbewegt wird. Der Bandstreifen selbst wird zweck mässig vor dem Schneiden unter Verhinderung seiner Seitwärtsbewegung mittels eines Wider- Lagers durch ein strählerartiges, quer be wegtes Werkzeug an seiner Oberfläche auf gerauht, damit der Anstrich besser hält.
Eine Maschine zur Herstellung dieser beiden nur durch die Länge des Bolzens unterschiedenen Bandteile ist anhand dieser Verfahrensanga ben ohne weiteres ausführbar, da sich die Be wegungen aller erforderlichen Werkzeugteile mit üblichen Mitteln von einer gemeinsamen Antriebswelle ableiten lassen. Die Zuführung des Bolzens kann durch eine geneigte Rinne erfolgen, aus der jeweils der unterste Bolzen durch eine ihn an beiden Stirnenden er fassende Gabel bezw. Klammer entnommen und in die noch offene Einrollstelle einge führt wird.
Ein beispielsweises Verfahren wird im fol genden anhand der Zeichnung eingehend be schrieben.
Fig. 1 bis 3 zeigen den Vaterteil eines Fischbandes respektive dessen Einzelteile in Ansicht und Querschnitt, um dessen Herstel lung es sich handelt. 1 ist der bandförmige Zuschnitt mit am Stirnrande des Einrollendes vorragenden Lappen 2. 3 ist ein Bolzen mit Kopf 4 und kantigen, durch Abflachen er zeugten Ausnehmungen 5, die im Verein mit den Lappen 2 die axiale Stellung sowie die Drehstellung des Bolzens in dem durch Ein rollen geschlossenen Teil Ja (Hülse) sichern. Der Gegenbandteil (Mutterteil) unterscheidet sich vom eben erläutertem Bandteil nur da durch, dass sein Bolzen um so viel kürzer ist,
dass die Hülse des Bandteils für die Auf nahme des vorragenden Teils des Bolzens 3 des gezeichneten Bandteils offenbleibt. Der Kopf 4 ist zum Verschliessen des einen Stirn endes der Hülse la bestimmt.
An der Arbeitsstelle I (Fix. 4) wird auf dem Bandstreifen 6 unter Verhinderung einer Seitwärtsbewegung desselben durch Wider Lager 7 mit Hilfe eines nicht dargestellten, in Pfeilrichtung 8 vorgeschobenen, strähler- artigen Werkzeuges in bestimmten Abstän den eine Aufrauhung erzeugt, damit das Band dort leichter die Farbe annimmt.
Von der Arbeitsstelle I gelangt der in seiner Längs richtung vorbewegte Bandstreifen unter (lie auf- und abbewegten Stempel .8' und 9 an den Arbeitsstellen II und III.
An der Arbeitsstelle<B>11</B> werden durch den als Schneidwerkzeug ausgebildeten Stempel<B>8</B> drei Arbeiten durchgeführt. Erstens wird die jenige Seitenkante, die später an der entspre chenden Seitenkante des Gegenbandteils des Fischbandes anliegen soll, beschnitten, zwei tens werden die Lappen 2 am vordern Ende angeschnitten, drittens wird durch eine andere Schneidkante des Stempels S der beim vor herigen Arbeitsgange in der vorgenannten Weise zugeschnittene Zuschnitt l in richtiger Länge vom Streifen 6 abgetrennt;
An der Arbeitsstelle III wird gleichzeitig mit dem Abtrennen oder kurz vorher durch Bewegen des Stempels 9 in der angegebenen Pfeilrichtung das Vorderende des Zuschnittes 1 im Gesenk G ungefähr rechtwinklig nach oben vorgeknickt.
Nun verläuft die Förderung der abge schnittenen und vorgeknickten Zuschnitte 1 rechtwinklig zur vorherigen Förderungsrich tung, wobei zweckmässig das Gesenk G mit befördert wird. Eine Vielzahl von solchen Gesenken G bilden in diesem Falle eine end lose Kette.
An der Arbeitsstelle IV wird zunächst durch Verschieben eines Stempels 10 in der Pfeilrichtung die offene Rolle la gebildet.
Nun wird an der Arbeitsstelle V der Bol zen 3 (Fix. 3), der bei 5 nach Art eines Drei kants ausgenommen ist, quer zur Vorschub- riehtung von seitwärts oben her in die Ein rollstelle 1a eingeführt. Darauf werden durch Abwärtsbewegung eines auf- und abbewegten Stempels 11 die Lappen 2 ganz in die Aus- nehmungen 5 hineingelegt, so dass sie auf ihren Flächen aufliegen.
Alsdann wird an der Arbeitsstelle V1 durch einen Stempel 12 die Rolle 1a völlig ge schlossen. Nun ist die Sicherungsstelle nach aussen nicht mehr sichtbar.
An der Arbeitsstelle VII wird schliesslich der hintere Rand des den Bolzen 3 tragenden Bandes 1 durch einen etwas geneigt zur Senk rechten auf die Breitseiten des Bandes be wegten Stempel 13 an der Stelle 1b so breit gequetscht und geschärft, dass man in bekann ter Weise diesen Teil leichter in einen Auf nahmeschlitz einer Tür oder dergl. einschla gen kann. In gleicher Weise wie oben ange geben erfolgt die Herstellung des Gegenband teils, also des Mutterteils des Fischbandes.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur fortlaufenden Herstellung von Fischbändern, bei denen das eine Ende der Hülsen beider Fischbandteile durch den .Kopf eines in sie eingerollten Bolzens ver- schlossen ist, der bei dem einen Bandteil als in die Hülse des andern Bandteils (Gegen bandteil) eingreifender Bolzen verlängert und gegen Drehung und axiale Verschiebung durch wenigstens einen am Stirnrande des Einrollendes des den Bolzen tragenden Bandes hervorragenden, in eine Ausnehung des Bol zens eingebogenen Lappen gesichert ist, unter Zuhilfenahme von Bandstreifenmaterial für die Bandteile,dadurch gekennzeichnet, dass beide Bandteile in der Weise hergestellt wer den, dass ein Bandstreifen (6) zunächst in seiner Längsrichtung unter zwei auf- und ab bewegte Stempel @(S, 9) bewegt und von ihm durch den einen, als Schneidwerkzeug ausge bildeten Stempel (S) ein Zuschnitt (1) so ab- getrennt wird, dass das Vorderende des Band streifens die Gestaltung des Vorderendes des nächsten Zuschnittes erhält,während zugleich die eine Seitenkante des Bandstreifens (6) be schnitten wird, dass das beim vorherigen Ar beitsgang mit dem oben genannten Lappen versehene vordere Ende des Zuschnittes (1) durch den andern Stempel (9) ungefähr recht winklig nach oben vorgeknickt wird, dass dann der so bearbeitete und abgetrennte Zu schnitt (1) rechtwinklig zur Bandstreifenbe- wegungsrichtung weiteren drei aufeinander folgenden Arbeitsstellen zugeführt wird,wo bei an der ersten dieser Arbeitsstellen das vor dere Ende des Zuschnittes soweit eingerollt wird, wie es für die Einführung des Bolzens (3) quer zur Vorschubrichtung des Zuschnittes erforderlich ist, während an der zweiten Ar beitsstelle der Bolzen (3) von seitwärts und oben her quer zur Vorschubrichtung in die Einrollöffnung eingeführt und darauf der Lappen durch einen abwärts bewegten Stem pel auf die Grundfläche der Ausnehmung des $olzens eingedrückt wird, und an der dritten Arbeitsstelle die Einrollung vollendet wird,so dass das Einrollende völlig geschlossen und die Sicherungsstelle nach aussen nicht mehr sichtbar ist, worauf der hintere Rand des den Bolzen tragenden Bandes durch Quet schen mittels eines gegen die Senkrechte auf die Breitseite des Bandes geneigt bewegten Stempels (13) geschärft -wird, UNTERANSPRÜCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Zuschnitt bei sei nen verschiedenen Arbeitsstellen (11I bis VII) und beim Transport zwischen den selben von dem die Einrollung bewirken den und bewegten Gesenk (G) getragen wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Bandstreifen an einer Arbeitsstelle (1) unter Verhinderung seiner Seitwärtsbewegung mittels eines Widerlagers (7) durch ein strählerartiges, quer bewegtes Werkzeug an seiner Ober- fläche aufgerauht wird.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH200323D CH200323A (de) | 1937-07-12 | 1937-07-12 | Verfahren zur fortlaufenden Herstellung von Fischbändern. |
Country Status (1)
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1937
- 1937-07-12 CH CH200323D patent/CH200323A/de unknown
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