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Maschine zur Herstellung von Reissverschlüssen.
Die Herstellung der Verschlussglieder von Reissverschlüssen erfolgte bisher in der Regel derart, dass diese Verschlussglieder, wenn sie nicht aus Profildrähten geschnitten werden, aus einem Metallstreifen herausgestanzt werden, wobei man gewöhnlich mit Mehrfachwerkzeugen arbeitet, um gleichzeitig eine grössere Anzahl von Versehlussgliedern zu stanzen. Trotz der Verwendung von Mehrfachwerkzeugen war jedoch die beispielsweise pro Stunde erzeugbare Anzahl von Verschlussgliedern ver- hältnismässig gering, da pro Stanzvorgang kaum mehr als drei Verschlussglieder gestanzt werden konnten und schon bei dieser geringen Anzahl häufig Brüche der Werkzeuge auftraten.
Durch die Erfindung wird eine Maschine geschaffen, welche es gestattet, bei ausserordentlich einfacher Ausbildung der Maschine die heute erreichbare Produktionsmenge auf ein beträchtliches Vielfaches zu steigern. Gemäss der Erfindung erfolgt das Herausschneiden der Verschlussglieder aus dem Metallstreifen nicht wie bisher durch Stanzen mittels eines geradlinig hin und her bewegten Stanzwerkzeuges, sondern durch eine rotierende Stanze, also unter Benutzung von Werkzeugen, von denen mindestens einzelne eine Drehbewegung vollführen.
Der Metallstreifen wird dem rotierenden Stanzwerkzeug zugeführt, welches aus diesem Metallstreifen ein einem Verschlussstück entsprechendes Stück herausstanzt. Unmittelbar nachdem dieses Verschlussstück aus dem Metallstreifen herausgestanzt worden ist, wird es von einem die rotierende Bewegung des Stanzwerkzeuges mitmachenden Teil erfasst und bis zu einer Stelle der Vorrichtung mitgenommen, wo das Ausschieben der Verschlussglieder erfolgt.
Gemäss der Erfindung werden jene Teile des Metallstreifens, welche den Abfall darstellen, für jedes einzelne Verschlussglied gesondert durch einen besonderen Schnitt abgetrennt. Dieser Schnitt erfolgt je nach der Form der Versehlussglieder vor oder nach dem diese Form in der Hauptsache bestimmenden Stanzvorgang.
Statt dem Stanzwerkzeug nur an einer Stelle seiner Bahn einen Metallstreifen zuzuführen, kann man ihm auch an mehreren Stellen seiner Bahn solche Metallstreifen zuführen, so dass das Stanzwerkzeug während einer Umdrehung mehrmals zum Schnitte gelangt. Man kann aber auch eine Mehrzahl von Stanzwerkzeugen bzw. Arbeitsflächen über den Umfang eines Stanzkopfes verteilen, wobei wieder eine Mehrzahl von Metallstreifen-Zuführungsstellen vorgesehen werden kann. Man kann dann während einer einzigen Umdrehung des Stanzkopfes eine sehr grosse Anzahl von Verschlussgliedern herstellen.
Die Erfindung bezieht sieh auch auf die Aufbringung der durch den Stanzvorgang hergestellten Verschlussglieder auf die aus Gewebe, Leder od. dgl. bestehenden Tragteile, von denen bekanntlich je zwei, nachdem sie mit den Verschlussgliedern und den besonders gestalteten Anfangs-und Endgliedern besetzt worden sind, zusammen mit dem sogenannten Schieber, der das Ineinandergleiten und das Lösen der Verschlussglieder besorgt, einen vollständigen Reissverschluss bilden.
Man könnte die durch den Stanzgang hergestellten Versehlussglieder einfach aus der zur Durchführung des Stanzvorganges dienenden Vorrichtung auswerfen, die Versehlussglieder dabei beispielsweise in an sich bekannter Weise in Schächten sammeln und sodann an einer von der Stanzvorrichtung ent- fernten Stelle mittels Kämmen od. dgl. auf die Tragteile aufstecken.
Erfindungsgemäss wird jedoch vorgezogen, die Aufbringung der Versehlussglieder auf ihre Tragteile (Bänder) auf die Weise durchzu- führen, dass die durch den Stanzvorgang hergestellten Verschlussglieder entweder unmittelbar durch Ausstossvorrichtungen oder an einer von der Stanzvorrichtung entfernten Stelle zwischen rotierende
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Teile gebracht werden, zwischen welchen ein Tragteil hindurehläuft und welche während ihrer Drehbewegung das Aufpressen der Versehlussglieder auf diesen Tragteil besorgen.
Die Maschine ist in einer beispielsweisen Ausführungsform in der Zeichnung dargestellt. Die Fig. 1 und 2 zeigen die Hauptteile der Vorrichtung in einer teilweise geschnittenen Vorderansicht bzw. in einer teilweise geschnittenen Draufsicht. Fig. 3 stellt die die Verschlussglieder auf den Tragteil aufpressenden Walzen samt ihrem Antrieb dar. Die Fig. 4 und 5 zeigen den Stanzkopf und einen Auswerfer in Grundriss und Aufriss. Fig. 6 veranschaulicht einen Metallstreifen, aus welchem die Versehlussglieder herausgestanzt werden und die Art, wie dieses Stanzen aufeinanderfolgend geschieht. Fig. 7 zeigt ein fertiges Verschlussglied und Fig. 8 einen Teil eines Werkzeuges, welches zur Herstellung der aus den Fig. 6 und 7 ersichtlichen Form der Versehlussglieder verwendet wird.
Fig. 9 zeigt die Abfallstücke, die sich bei der Herstellung von Verschlussgliedern gemäss Fig. 7 ergeben. Fig. 10 zeigt in gleicher Darstellung wie Fig. 4 den Stanzkopf samt einem Auswerfer an einer Aussehubstelle. In Fig. 11 ist im einzelnen das Eintreten des Metallstreifens in den Stanzkopf und das Erfassen dieses Streifens durch den Auswerfer veranschaulicht. Fig. 12 zeigt zwei Walzen, welche das Aufstecken bzw. Aufpressen der Verschlussglieder auf deren Tragteile besorgen. Fig. 13 zeigt schaubildlich eine Einzelheit der in Fig. 12 dargestellten Einrichtung. Fig. 14 veranschaulicht den mit einem Verschlussglied versehenen Tragteil.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel der Vorrichtung ist eine vierfache Materialzuführung
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Stellen a, b, c, d die Tragbänder zugeführt werden. Die Versehlussglieder, welche aus dem bei A zugeführten Metallstreifen gestanzt werden, werden von dem bei a zugeführten Band aufgenommen. Der bei B zugeführte Metallstreifen liefert die Verschlussglieder für das bei b zugeführte Band usw. Da die Ausbildung der Vorrichtung in ihren vier Vierteln die gleiche ist und auch der Arbeitsvorgang in allen vier Vierteln übereinstimmt, so genügt es, im nachstehenden die Ausbildung und Arbeitsweise nur eines Viertels im einzelnen zu schildern.
Der an der Stelle A zugeführte Metallstreifen 1, dessen Breite b zweckmässig gleich ist der Breite des auszustanzenden Verschlussgliedes, gelangt zuerst zwischen zwei in einem gemeinsamen Walzen-
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den 31Metallstreifen 1 die aus den Fig. 6,7 und 14 ersichtlichen Vertiefungen 4 einzuprägen. Von den
Walzen 2, 3 wird der Streifen 1 in einen Führungskanal 5 vorgeschoben, in welchem zwei Federn 6 und 7 angeordnet sind, welche den Metallstreifen gegen die Rückwand 5a (Fig. 2) des Führungskanals 5 zu drucken trachten. Dieser Führungskanal reicht bis unmittelbar zur Stanzstelle. Diese besteht in der
Hauptsache aus zwei Teilen, nämlich dem für die ganze Vorrichtung gemeinsamen rotierenden Stanzkopf 8 und einem feststehenden Gegenmesser 9 für jede der Stellen A, B, 0, D.
Zur Herstellung von Verschlussgliedern der in Fig. 7 dargestellten Form besitzt das Gegenmesser das in Fig. 8 veranschaulichte Profil. Der Stanzkopf ist mit zwei Schneidflächen 10 und 11 (Fig. 4, 5 und 10) versehen und besitzt ferner Ausnehmungen 12, in welche durch Federn 13 und 14 belastete Auswerfer 15 eingelassen sind.
Der Stanzkopf samt Auswerfer ist in einem zweiteiligen Gehäuse 16a und 16b untergebracht, welches mit entsprechenden Öffnungen für die Einführung der Metallstreifen bzw. für das Ausschieben der fertigen Versehlussglieder sowie der Abfälle versehen ist.
An der Stelle a sind zwei Walzen 17, 18 (Fig. 3 und 12) angeordnet, zwischen welchen das Tragband 19 hindurchläuft und welche das Aufstecken bzw. Aufpressen der fertigen Verschlussglieder auf dieses Tragband besorgen. Diese Walzen werden im nachstehenden als"Steckwalzen"bezeichnet.
Der Antrieb der Vorrichtung erfolgt von einer Hauptwelle aus, welche aus zwei durch eine Kupplung 20 a, 20 b miteinander verbundenen Wellen 21 a, 21 b besteht. Durch Lösen der Kupplung 20 a, 20 b kann der Wellenteil 21 b stillgesetzt werden, während der Wellenteil 21 a weiterläuft.
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in Eingriff steht. Jedes dieser Kegelräder 23 sitzt auf dem einen Ende einer Welle M, deren anderes Ende eine Schnecke 25 trägt. Von jeder der Schnecken 25 wird ein Schneckenrad 26 (Fig. 2) angetrieben, welches fest auf einer die Walze 2 tragenden Welle 27 sitzt, die über ein Stirnräderpaar 28, 29 mit der die Walze 3 tragenden Welle 30 verbunden ist, so dass die beiden Walzen 2, 3 von dem Wellenteil 21 b gegenläufig angetrieben sind.
Mit dem Wellenteil 21 b ist ferner der Stanzkopf 8 fest verbunden und überdies trägt dieser Wellenteil am oberen Ende zweckmässig auch noch eine Bandbremse 34, um eine gleichmässige Umlaufgeschwindigkeit der Hauptwelle zu sichern.
Mit dem unteren Wellenteil 21 a ist ein Zahnrad 35 fest verbunden, welches mit vier Stirnrändern, 6 kämmt, von denen jedes eine Welle 37 antreibt. Jede dieser Wellen 37 treibt über eine Schnecke 3S und ein Schneckenrad 59 die Welle 40 der einen Steckwalze 17 an (Fig. 3). Von der Welle 40 wird mittels Stirnrädern 41, 42 die Bewegung auf die Welle 43 der zweiten Steekwalze 18 übertragen.
Die nähere Ausbildung der Stanzvorrichtung sowie der Steckwalzen soll nun im Zusammenhang mit der Darlegung der Wirkungsweise der Maschine beschrieben werden.
Der Metallstreifen j !, der, wie bereits erwähnt, zwischen den Walzen 2, 3 mit den Prägungen 4 versehen wird und sodann den Führungskanal 5 passiert, tritt mit seinem Vorderende in das den Stanzkopf umschliessende Gehäuse 16 a, 16 b ein und legt sich an die Fläche 9'des am Gehäuse befestigten
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Gegenmessers 9. Es sei angenommen, dass die in Fig. 6 schraffierten und in Fig. 9 noch besonders dargestellten Anschnitteile 44 und Abfallteile 45 von dem Streifen 1 bereits abgenommen seien. In diesem Falle deckt sich dann die Vorderkante des Streifens 1 mit dem vorderen Teil des Profils des Gegenmessers 9.
Solange an diesem Gegenmesser ein voller Teil des Stanzkopfes, also die Fläche 47 (Fig. 4, 5,10 und 11), vorbeigeht, wird der Metallstreifen 1 gehindert, mit seinem Vorderende weiter gegen die Stanzkopfachse vorzurücken. Da jedoch die Walzen 2, 5 den Streifen 1 dauernd weitertransportieren, so biegt er sich in dem Führungskanal 5 entgegen der Wirkung der Federn 6, 7 aus und liegt mit seiner Vorderkante mit Druck an der Fläche 47 des Stanzkopfes an, so dass diese Vorderkante durch die genannte Fläche 47 poliert wird, was für die spätere Funktion des Reissverschlusses von günstiger Wirkung ist. Die eben beschriebene Stellung des Metallstreifens 1 bezüglich des Stanzkopfes ist in Fig. 11 mit IX bezeichnet.
Nach einem gewissen Teil einer Umdrehung gelangt der Stanzkopf 8 in die in Fig. 4 dargestellte Lage bezüglich des Gegenmessers 9. In dieser Lage befindet sieh gerade die im Drehsinn des Stanzkopfes vordere Kante einer der Ausnehmungen 12 vor der Fläche 9'des Gegenmessers, in welcher Ausnehmung, wie erwähnt, einer der durch die Federn M,. 14 belasteten Auswerfer 15 untergebracht ist.
Der Auswerfer wird dabei durch in den Gehäuseteilen 16 a, 16 b ausgebildete Flächen 48, welche mit Flächen 49 des Auswerfers zusammenwirken, in einer bezüglich der Fläche 47 des Stanzkopfes zurückgezogenen Lage gehalten, in welcher er die Federn 13, 14 spannt. Das Vorderende des Metallstreifens 1 kann nun unter dem Druck der Federn 6,7 in die Ausnehmung des Stanzkopfes treten, so dass es die in Fig. 11 mit ss bezeichnete Lage einnimmt.
Dreht sich nun der Stanzkopf weiter, so gleitet das Vorderende des Metallstreifens längs der Vorder-
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selbst eine Vertiefung 51 befindet, in welche der Metallstreifen über eine Länge eintritt, die der Länge h1 des Kopfteiles des künftigen Verschlussgliedes (Fig. 7) entspricht. Zweckmässig ist auch die Form der Vertiefung 51 entsprechend der Form dieses Kopfteiles ausgebildet. In dieser Stellung y ist nun auch die Schneidfläche 10 des Stanzkopfes 8 vor das Gegenmesser 9 gelangt, welche nun längs des Profils 52 (Fig. 5) das Ausstanzen im Zusammenwirken mit dem Gegenmesser vollführt. Es wird dadurch ein
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Form aufweist.
Das ausgeschnittene Verschlussstück 53 wird von dem weiterrotierenden Stanzkopf bis zur Aus- schubstelle mitgenommen, die in Fig. 10 besonders dargestellt ist. An dieser Aussehubstelle sind die Flächen 48 der Gehäuseteile 16 a, 16 b (welche gemäss Fig. 5 den Auswerfer in der zurückgezogenen
Lage halten) unterbrochen, so dass eine Öffnung 54 gebildet wird, durch welche der Auswerfer unter der Wirkung seiner Federn 13, 14 in eine an dieser Stelle vorgesehene Ausnehmung 46 des Gehäuses 16 a, 16b vorschnellen kann. Das an seinem Kopfteil durch den Auswerfer gehaltene Verschlussglied wird dann in noch zu beschreibender Weise an die Steckwalzen 17, 18 abgegeben.
Während das eben geschnittene Verschlussglied von dem Auswerfer zur Aussehubstelle befördert wird, schneidet der Stanzkopf mit seiner ein kurzes Stück hinter der Schneidfläche 10 liegenden Schneidfläche 11 die Abfallstücke 45 (Fig. 9) für das nächste Verschlussglied weg. Diese Abfallstücke bleiben in Ausnehmungen 65 (Fig. 10), welche gleicherweise oben und unten im Stanzkopf vorgesehen sind, liegen und werden daher ebenfalls vom Stanzkopf mitgenommen. An der Ausschubstelle der Stanzvorrichtung fallen diese Abfallstücke dann in einen unter dem Gehäuse 16 a, 16 b vorgesehenen Sammelbehälter od. dgl.
Sobald die nächste Schneidfläche 10 des Stanzkopfes vor die Fläche 9'des Gegenmessers 9 gelangt ist, wird das nächste Verschlussglied aus dem inzwischen durch die Walzen 2,. 3 genügend weit vorgeschobenen Metallstreifen herausgestanzt.
Sobald der Auswerfer an die in Fig. 10 dargestellte Aussehubstelle gelangt ist, an welcher Stelle die Steckwalzen 17, 18 durch die Gehäuseausnehmung 46 hindurch bis ganz nahe an den Stanzkopf heranreichen, schnellt er, wie bereits erwähnt, vor und gibt das bisher von ihm an dem Kopfteil festgehaltene Verschlussglied an die Steckwalzen 17, 18 ab (Fig. 10). Diese Steckwalzen, über deren untere (17) das von einer nicht dargestellten Vorratsrolle abgezogene und durch eine in Fig. 13 noch besonders schaubildlich dargestellte Führung 57 hindurchgeleitete Tragband 19 geführt ist, tragen Zähne 56, zwischen welchen die Schenkel 53'und 53"der Verschlussglieder 53 eingeschoben werden.
Die Zähne der Steckwalzen 18 und 19 greifen nicht ineinander, sondern haben auch an jener Stelle, wo sie einander am nächsten liegen, noch einen gewissen Abstand.
Das Tragband 19 besitzt in bekannter Weise an jener Kante, auf welche die Verschlussglieder aufgesteckt werden sollen, eine wulstartige Verstärkung 58 (Fig. 14). Zur Führung dieser wulstartigen Verstärkung ist in den Steekwalzen 17, 18 je eine Nut 59, 60 vorgesehen (Fig. 3 und 10).
Die Steckwalzen 17, 18 sind bezüglich der Öffnung 46 im Gehäuse 16 a, 16 b, durch welche der Auswerfer zwecks Ausschiebens des Verschlussgliedes hindurchzutreten hat, so angeordnet, dass die ausgeschobenen Verschlussglieder nicht an jener Stelle zwischen die Zähne der Steekwalzen gelangen, wo diese Walzen einander am nächsten stehen, sondern schon ein Stück vorher, wie dies aus Fig. 12 ersieht-
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Aufpressen der Schenkel 53'und 53"auf das Tragband 19 aus der in Fig. 14 strichlierten Lage in die vollgezeichnete Lage nicht durch einen einzigen plötzlichen Druck, sondern allmählich erfolgt. Dadurch werden sowohl die Verschlussglieder als auch das Tragband und die Zähne der Steckwalzen geschont.
Sobald der Auswerfer 15 das Verschlussglied an die Steekwalzen abgegeben hat, muss er wieder in die in Fig. 4, 5 und 11 dargestellte Lage zurückgezogen werden. Zu diesem Zwecke besitzt der Auswerfer 15 eine Kante 61 (Fig. 10 und 11), während am Gehäuse eine Kante 62 vorgesehen ist. Bei der weiteren Drehbewegung des Stanzkopfes gleitet die Kante 61 des Auswerfers längs der Kante 6 des Gehäuses solange, bis die Kanten 49 des Auswerfers (Fig. 5) von den Gehäusekanten 48 erfasst sind und somit der Auswerfer wieder in seiner zurückgezogenen Stellung gehalten wird.
Wie aus Fig. 6 ersichtlich, ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel die Form der Verschlussglieder derart gewählt, dass das innere Profil des einen Gliedes übereinstimmt mit einem beträchtlichen Teil des Aussenprofils des nächsten Gliedes. Dadurch wird einerseits eine sehr günstige Materialausnutzung (bis zu 95%) erzielt, da, abgesehen von den Anschnitteilen 44, nur die ganz kleinen Material- stückchen 45 Abfall darstellen, und anderseits wird ein einfacher Arbeitsvorgang ermöglicht, da Innenprofil des einen und Aussenprofil des nächsten Gliedes mit einem einzigen Schnitt hergestelltwerden.
Lediglich für das Abtrennen der Abfallstücke 45 wird ein besonderer Schnitt angewendet, und selbst dieser zusätzliche Schnitt könnte gegebenenfalls erspart werden, wenn man das Profil 52 der Schnittfläche 10 derart ausbildet, dass es auch das bei der dargestellten Ausführungsform für die Schneidfläche 11 vorgesehene Profil mitumfasst. Im allgemeinen wird es jedoch vorzuziehen sein, das Vor-bzw. Nachschneiden der Abfallteile 45, wie beschrieben, durch einen besonderen Schnitt zu bewirken, insbesondere, um den Abtransport der Abfallteile und das Ausschieben der Versehlussglieder nicht zu erschweren.
Mit der beschriebenen Vorrichtung kann natürlich nicht bloss die in Fig. 6 und 7 dargestellte Form der Versehlussglieder hergestellt werden, sondern es ist vielmehr die Herstellung jeder Form der Ver- sehlussglieder möglieh, und man hat nur nötig, die Schneidflächen des Stanzkopfes bzw. des Gegenmessers entsprechend zu profilieren. Dabei können auch Stanzkopf und Gegenmesser die bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel innegehabten Rollen tauschen, d. h. es kann durch das Gegenmesser das Aussenprofil und durch den Stanzkopf das Innenprofil der zu erzeugenden Versehlussglieder bestimmt werden.
Der im vorstehenden für die Zuführstelle ji und die Ausschubstelle a beschriebene Vorgang findet gleichzeitig auch an den Stellen B, b bzw. 0, c und D, d statt. Ist jeder Materialzuführungsstelle nur eine Schnittstelle 10, 11 des Stanzkopfes und dementsprechend nur ein Auswerfer zugeordnet, so werden während einer Umdrehung des Stanzkopfes 16 Verschlussglieder gefräst. Es können jedoch auch pro Materialzuführungsstelle mehrere Auswerfer vorhanden sein, beispielsweise je vier, in welchem Falle während einer Umdrehung 64 Versehlussglieder hergestellt werden. Diese Anzahl kann auch noch wesentlich gesteigert werden.
Die Anbringung mehrerer Materialzuführungsstellen ermöglicht es auch, auf der gleichen Vorrichtung Reissverschlüsse in verschiedenen Farben herzustellen, u. zw. können soviel Farben von Tragbändern verwendet werden, als Bandzuführungsstellen vorhanden sind. Bei den bisher üblichen Maschinen zur Herstellung von Reissverschlüssen konnten immer nur Bänder gleicher Farbe mit den Verschlussgliedern besetzt werden. Sollten Bänder einer andern Farbe besteck werden, so musste die Maschine abgestellt, das bisher eingezogene Band entfernt und ein neues Band von der gewünschten Farbe in die Maschine eingezogen werden.
Es ist bei der beschriebenen Vorrichtung auch möglich, gleichzeitig Verschlussglieder herzustellen, welche untereinander verschiedene Prägungen 4 aufweisen. Es ist zu diesem Zwecke nur nötig, die Walzenpaare 2, 3 an den verschiedenen Materialzuführungsstellen A, B, 0, D mit verschiedenen Gravierungen 32 zu versehen. Da vier Walzenpaare 2, 3 vorhanden sind, so können bis zu vier verschiedene Prägungen 4 gleichzeitig hergestellt werden. Beispielsweise können je zwei der gleichzeitig zugeführten Metallstreifen 1 mit Vertiefungen und die beiden andern Metallstreifen mit entsprechend geformten erhabenen Stellen geprägt werden, auch kann die Form der Vertiefungen bzw. Erhöhungen für die einzelnen Materialzuführungsstellen verschieden gewählt sein.
Bei der Herstellung der Reissverschlüsse ist es nötig, immer abgepasste Bandlängen herzustellen, wobei die Enden dieser Bandlängen von Verschlussgliedern frei zu bleiben haben. Diesem Erfordernis wird bei der dargestellten Vorrichtung auf sehr einfache Weise Rechnung getragen. Solange die Kupplung 20 a, 20 b (Fig. 1) eingerückt ist, läuft der Wellenteil 21 b mit dem Wellenteil 21 a mit, und es werden während dieser Zeit Versehlussglieder gefräst und auf das Tragband gesteckt und aufgepresst.
Durch eine nicht dargestellte Ausrückvorrichtung, welche durch ein Stellwerk automatisch betätigt wird, wird die Kupplung 20 a, 20 b in bestimmten Intervallen, die den gewünschten Fabrikationslängen entsprechen, ausgerückt. Dadurch wird der Wellenteil 21 b stillgesetzt und damit das Ausstanzen und Aufstecken der Verschlussglieder unterbrochen. Die den Vorschub des Tragbandes besorgenden Steckwalzen 17, 18 bewegen sich jedoch weiter, da sie in der früher beschriebenen Weise von dem unteren Wellenteil 21 a angetrieben werden. Der Bandvorschub erfolgt also ständig, ob nun Zähne gestanzt und gesteckt werden oder nicht. Man kann daher immer beliebig lange Strecken der Tragbänder mit
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verbunden ist und die Anzahl der gesteckten Bandstücke von bestimmter Länge verzeichnet.
Die Tragbänder, welche je von einer Vorratstrommel abgezogen werden, sodann zwischen den Steckwalzen 17, 18 hindurch und zu einer Aufwickeltrommel verlaufen, können durch eine Abzugsvorrichtung oder auf eine andere beliebige Weise unter Spannung gehalten werden. Die Aufrechterhaltung- dieser Spannung ist jedoch nur solange nötig, als keine Verschlussglieder auf das Band aufgesteckt werden.
Sobald der Wellenteil 21 eingekuppelt wird und das Stecken beginnt, kann die Spannvorrichtung ausgeschaltet werden, da dann durch das Zusammenwirken der Zähne der Steckwalzen 17, 18 mit den zwischen ihnen befindlichen Verschlussgliedern von selbst der Bandvorschub bewirkt wird. Wird die Kupplung 20 a, 20 b gelöst, so wird gleichzeitig die Spannvorrichtung wieder eingerückt, was von der Ausrückvorrichtung der Kupplung 20 a, 20 b selbst bewirkt werden kann.
In manchen Fällen kann es sich als nötig erweisen, das Ausstanzen der Verschlussglieder und das Aufstecken der Verschlussglieder auf die Tragbänder vermittels der Steekwalzen statt, wie dargestellt, in einer einzigen Vorrichtung in zwei Vorrichtungen hintereinander vorzunehmen. Es werden in diesem Falle die Steckwalzen samt ihrem Antrieb gesondert montiert, und die von der Stanzvorrichtung geschnittenen Verschlussglieder werden von den Auswerfern nicht unmittelbar an die Steekwalzen, sondern an eine Trommel od. dgl. abgegeben. Die Verschlussglieder können dann gescheuert, galvanisiert und eventuell nachgearbeitet werden, worauf sie in Schächte gebracht werden, aus welchen sie auf geeignete Transportelemente, z. B.
Zahnketten, gelangen, welche die aus den Schächten austretenden Verschlussglieder aufnehmen und sie zwischen die Stecktrommeln und damit auf das Tragband bringen. Im all-- gemeinen wird man es jedoch vorziehen, die ausgestanzten Verschlussglieder durch die Auswerfer unmittelbar in die Steckwalzen bringen zu lassen, da hiedurch sowohl die Arbeitsgeschwindigkeit erhöht als auch die Kosten der Einrichtung gegenüber dem eben beschriebenen geteilten Arbeitsvorgang herabgesetzt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Maschine zur Herstellung von Reissverschlüssen, bei welcher die Verschlussglieder aus einem Metallstreifen laufend herausgeschnitten werden, gekennzeichnet durch einen rotierenden Stanzkopf mit einem oder mehreren Stanzwerkzeugen bzw. Schneidstellen, welche mit einem oder mehreren feststehenden Gegenmessern zusammenwirken.