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Vorrichtung zum Aufbringen von Endgliedern auf Reißverschlußketten
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Aufhringen von Endgliedern auf
Reißverschlußketten.
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Damit ein Reißverschluß richtig arbeitet, ist es im allgemeinen erforderlich,
daß jedes seiner Endglieder eine vorgegebene Lage in bezug auf das ihm unmittelbar
benachbarte Reißverschlußglied hat. Es war jedoch bisher schwierig, die richtigen
Abstände der Endglieder von den Reißverschlußgliedern genau einzuhalten, insbesondere
wenn die Endglieder mit einer für die moderne Massenfabrikation der Reißverschlüsse
ausreichenden Geschwindigkeit aufgesetzt werden sollten.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es nun, eine einfache Vorrichtung
zu schaffen, die es ermöglicht. Endglieder mit ausreichender Genauigkeit hinsichtlich
ihrer Lage und mit hinreichender Geschwindigkeit auf Reißverschlußketten aufzusetzen.
Die vorliegende Erfindung besteht demgemäß in einer Vorrichtung zum Aufbringen von
Endgliedern auf Reißverschlußketten, die gekennzeichnet ist durch einen Führungskanal
für eine Reißverschlußkette, einen Anschlag, gegen den sich eine Seitenfläche des
vordersten Reißverschlußgliedes der Kette anlegen kann, um dadurch seine Lage gegenüber
dem Führungskanal festzulegen, und ein Werkzeug, um von einem Metallstreifen, der
z. B. ein Metallband. oder ein Metalldraht sein kann, eine Länge abzuschneiden,
aus dieser Länge ein U-förmiges Endglied zu formen und das so- geformte Endglied
in vorgegebenem Abstand von dem Anschlag auf die Kette aufzuklemmen.
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Der Ausdruck Seitenfläche eines Reißverschlußgliedes soll hierin eine
Oberfläche desselben bedeuten, die ungefähr senkrecht auf der Ebene der Reißverschlußkette
steht.
Es- kann- eine ,Zugvorrichtung vorgesehen sein, die die Reißverschlußkette
selbsttätig durch -den Führungskanal -hindurchzieht.
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Der Anschlag kann einen Anschlagfinger aufweisen, der sich nachgiebig
in den Führungskanal hinein und in diejenige Zone desselben erstreckt, in der das
Endglied auf die Reißverschlußkette aufzuklemmeri ist, wobei die Anordnung derart-ist,
daß jedes Endglied selbst nach seinem Aufklemmen den nachgiebigen Finger- außer
Eingriff mit der Seitenfläche des vordersten Reißverschlußgledes bringt, wodurch
dieses freigegeben wird. Wenn ein derartiger nachgiebiger Finger vorgesehen ist,
so kann entsprechend einer Abwandlung der Erfindung das Werkzeug zum Abtrennen und
Formen der Endglieder durch eine Anordnung ersetzt werden, die vorgeformte U-förmige
Endglieder einzeln dem Klemmwerkzeug zufährt. Falls untere Endglieder aufzubringen
sind, so kann der Führungskanal eine -solche Weite haben, daß er zwei Ketten aufnehmen
kann, deren Reißverschlußglieder miteinander gekuppelt sind. Vorzugsweise ist in
diesem Fall der Führungskanal ganz oder teilweise mittels einer Führungsplatte bedeckt,
von der ein Teil als ein -Gesenk ausgebildet ist, das mit einem hin und her gehenden
Hauptstempel zusammenarbeitet, der die Enden eines U-förmigen Endgliedes gegen das
Gesenk preßt, wobei dieses so ausgestaltet ist, daß es die von dem Hauptstempel
gegen es gepreßten Enden des U-förmigen Endgliedes einrollt. Der Anschlagfinger
kann in seiner Längsrichtung nachgiebig sein und durch eine Offnung in dem Gesenk
hindurch in den Führungskanal hineinragen und auf den Hauptstempel hin gerichtet
sein. Der Anschlagfinger ist vorzugsweise an einem unter Federkraft stehenden Kolben
gelagert, dessen Feder den Kolben und damit den Anschlagfinger auf den Hauptstempel
hin drückt, es jedoch ermöglicht, daß der Anschlagfinger aus dem Führungskanal entgegen
der Wirkung der Feder herausgedrückt wird, wenn mittels des Hauptstempels ein Endglied
auf das Kettenpaar aufgeklemmt wird. An dem Kolben kann ein Hebel angelenkt sein,
der einen Nocken aufweist; der sich gegen eine ortsfeste Fläche anlegt, wodurch
bei Betätigung des Hebels der Kolben gegen die Wirkung der Feder verschoben wird
und der Anschlagfinger den Führungskanal freigibt. -Falls obere Endglieder aufzubringen
sind, so können zwei ortsfeste Anschläge in verschiedenen Abständen von dem Klemmwerkzeug
vorgesehen sein, wodurch es ermöglicht wird, obere Endglieder in zwei verschiedenen
vorgegebenen Lagen gegenüber den vordersten Reißverschlußgliedern auf die Reißverschlußketten
aufzusetzen, je nachdem ob in einem Einzelfall das vorderste Reißverschlußglied
gegen den einen oder anderen Anschlag anliegt.
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Die Erfindung soll nunmehr an Hand der beispielsweisen Zeichnungen
näher erläutert werden. Fig. i stellt einen Reißverschluß dar; Fig. 2 ist ein vertikaler
Schnitt durch einen Teil einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Aufsetzen von unteren
Endgliedern; Fig. 3 his 6 zeigen in, größerem Maßstab einen Teil der Vorrichtung
nach Fib. 3, wobei die verschiedenen Elemente der Vorrichtung in verschiedenen Arbeitsstellungen
dargestellt sind; Fig.7ist ein vertikaler Schnitt durch einen Teil einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung zum Aufsetzen von oberen Endgliedern; Fkg. 8 ist ein Grundriß eines
Teils der Vorrichtung nach Fig. 7, und Fig. 9 bis ii zeigen je einen Schnitt entlang
der Linie IX-IX der Fig. 8, wobei die verschiedenen Elemente der Vorrichtung in
verschiedenen Arbeitsstellungen dargestellt sind.
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Bekanntlich besitzt ein Reißverschluß (Fig. i) einen Schieber i zum
Öffnen und Schließen des Reißverschlusses. Der Schieber i gleitet auf zwei Reißverschlußketten
2, die je ein biegsames Tragband 3 aufweisen, das eine verdickte Kante 4 hat, die
Reißverschlußglieder 5 und Endglieder 6 bzw. 7 trägt, die es verhindern, daß beim
Schließen des Verschlusses der Schieber i von den Reißverschlußketten 2 heruntergleitet.
Diese Endglieder 6 und 7 werden in der -vorliegenden Beschreibung obere Endglieder
genannt. Die meisten der heute im Gebrauch befindlichen Reißverschlüsse besitzen
je ein weiteres Endglied 8, das dazu dient, zu verhüten, daß der Schieber i beim
öffnen des Verschlusses von den Ketten 2 heruntergleitet, und das außerdem dazu
dient, die beiden Reißverschlußketten 2 an ihren entsprechenden Enden dauernd miteinander
zu verbinden. Das Endglied 8 wird in dieser Beschreibung das untere Endglied genannt.
Die Ausdrücke oberes Endglied und unteres Endglied werden hier lediglich der Kürze
wegen gebraucht; sie sollen nicht etwa andeuten, daß diese Glieder notwendigerweise
immer an dem oberen bzw. unteren Ende eines Reißverschlusses vorgesehen sind, wenn
man diesen in seiner jeweiligen Gebrauchslage betrachtet. Aus Fig. i erkennt man,
daß das unterste Reißverschlußglied 5 dem unteren Endglied 8 unmittelbar benachbart
ist, so daß, wenn das untere Endglied 8 und die Reißverschlußglieder 5, wie üblich,
dieselben Dicken haben, d. h. in Richtung senkrecht zu der gemeinsamen Ebene der
Bänder 3, die Oberflächen parallel zu der gemeinsamen Bandebene des unteren Endgliedes
8 und des unmittelbar benachbarten Reißverschlußgliedes 5 ohne eine wesentliche
Unterbrechung aufeinanderfolgen. Im Gegensatz *hierzu muß das oberste Reißverschlußglied
5 einer jeden Reißverschlußkette 2 eine gewisse Entfernung dl bzw. d2 von
dem betreffenden oberen Endglied 6 bzw. 7 haben, -wobei die Entfernung d2 größer
als die Entfernung dl ist, damit das oberste Reißverschlußglied 5 der linken Kette
2 der Fig: i sich in den Zwischenraum zwischen dem obersten Reißverschlußglied 5
der rechten Kette :2 und dem oberen Endglied 7 einlegen kann, wenn der Reißverschluß
völlig geschlossen wird. In jedem Fall müssen also die Endglieder 6, 7 und 8 in
vorgegebenen Lagen hinsichtlich des jeweils benachbarten Verschlußgliedes5 auf denBändern
3 aufgebracht sein, um ein richtiges. Arbeiten des Verschlusses sicherzustellen.
Ein
Ausführungsbeispiel der Erfindung zum Aufbringen von unteren Endgliedern 8 auf zwei
Ketten 2, deren Reißverschlußglied'er 5 miteinander verkuppelt sind, ist in Fig.
2 bis 6 dargestellt. Dieses Ausführungsbeispiel besitzt einen Rahmen ro, der einen
Arbeitskopf rr mit einem Führungskanal 12 trägt, durch den ein Paar miteinander
gekuppelter Ketten 2 von Hand oder automatisch gezogen werden kann. Der Führungskanal
12 ist durch eine Führungsplatte 13 abgeschlossen, von der ein Teil- so ausgebildet
ist, daß er ein Gesenk 14 bildet, um die Enden eines U-förmigen unteren Endgliedes
8 einzurollen, wenn dieses mittels eines Hauptstempels 15 gegen das Gesenk 14 gepreßt
wird. Der Hauptstempel 15 ist dabei in Richtung auf das Gesenk 14 zu hin und her
beweglich. Ein in seiner Längsrichtung verschiebbarer Anschlagfinger 16 tritt durch
eine Öffnung in dem Gesenk 14 in den Führungskanal 12 für die Ketten 2 ein, und
zwar in Richtung auf den Hauptstempel 15 zu. Der Anschlagfinger 16 ist an einem
unter Federkraft stehenden Kolben 17 gelagert, wobei eine Feder 18 den Kolben
17 und damit den Anschlagfinger 16 nach dem Hauptstempel 15 hin drückt, es jedoch
ermöglicht, daß der Finger 16 entgegen der Federkraft aus dem Führungskanal 12 herausgedrückt
werden kann. Mittels eines Hebels r9, der an dem Kolben 17 angelenkt ist und einen
Nocken 2o hat, der gegen eine Fläche 21 des ortsfesten Arbeitskopfes z r der Vorrichtung
anliegt, kann der Kolben 17 entgegen der Wirkung der Feder 18 verschoben werden,
so daß der Anschlagfinger 16 aus dem Führungskanal 12 heraustritt. Eine Gleitblockanordnung
22 ist vorgesehen, um ein Metallband 23, das von einer nicht dargestellten Vorratsspule
od. dgl. abgezogen werden kann, durch eine geeignete Gleitbahn dem Hauptstempel
15 zuzuführen, wobei die Gleitbahn für das Metallband -23 etwa senkrecht
zu dem Führungskanal 12 für die Reißverschlußketten 2 angeordnet ist und ungefähr
dieselbe Höhe 'hat wie die wirksame Endfläche des Hauptstempels 15 in seiner in
Fig. 2, 3. und 4, dargestellten Ausgangsstellung. Ein hubweise arbeitender Zuführungsmechanismus
24 (Fig. 2), der in irgendeiner geeigneten Weise gebaut sein kann, dient dazu, mit
jedem Hub eine vorbestimmte Länge des Metallbandes 23 durch die Gleitbahn in der
Gleitblockanordnung 22 zu leiten. Dabei wird der Zuführungsmechanismus 24 von einer
geeigneten Antriebsvorrichtung betätigt, z. B. über eine Nockenanordnung 25 von
einem nicht dargestellten Elektromotor, der eine Riemenscheibe 26 treibt.
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In dem dargestellten Ausführungsbeispiel besitzt der Zuführungsmechanismus
24 einen ortsfesten, unter Federkraft stehenden Hebel27 und einen hin und her beweglichen,
unter Federkraft stehenden zweiten Hebel 28, der auf einem Gleitstück 29
angeordnet ist, das von der Riemenscheibe 26 über die Nockenanordnung 25 hin und
her bewegt werden kann. Die Nockenanordnung 25 ihrerseits besteht aus einem Nocken
30 und einem Verbindungsglied 3 r, das bei 32 an dem Rahmen r o der Vorrichtung
drehbar gelagert ist; das Verbindungsglied 31 trägt einen unter Federkraft
stehenden axial verschiebbaren Mitläufer 33, der mit dem Nocken 30 im Eingriff
steht, und ist bei 34 an das Gleitstück 29 angelenkt. Aus Fig. 2 erkennt man, daß,
während der Nocken 3o eine Umdrehung ausführt, das Gleitstück 29 einmal hin und
her geht. Wenn sich dabei das Gleitstück 29 nach der rechten Seite der Fig.2 bewegt,
so wird der Hebel 28 nach rechts mitgenommen und unter der Wirkung seiner Feder
dabei gegen das Metallband 23 geklemmt, wodurch dieses gleichfalls nach rechts mitgenommen
wird, wenn alsdann .das Gleitstück 29 und der Hebel 28 sich nach links bewegen,
so schleift der Hebel 28 -über das Metallband 23 hinweg, wobei eine Zurückbewegung
des Meta:llbandes 23 nach links durch den ortsfesten Hebel27 verhindert wird.
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Zwischen dem Hauptstempel 15 und dem Ende der Gleitblockanordnung
22 ist ein Schneidestempel'35 vorgesehen, um das aus der Gleitbahn in der Gleitblockanordnung
austretende Stück des Metallbandes 23 abzuschneiden. Ein Formblock 36 (Fig.3) von
etwa rechteckigem Querschnitt liegt anfangs vor dem Hauptstempel 15 zwischen diesem
und dem freien Ende des Anschlagfingers 1,6 und bestimmt zusammen mit dem Hauptstempel
15 einen Spalt, der gerade eine ausreichende Weite hat, um. das Metallband 23 zwischen
dem Hauptstempel 15 und dem Formblock 36 hindurchgleiten zu lassen. Eine weitere
Nockenanordnung, die von der Riemenscheibe 26 betätigbar ist, dient dazu, den Formblock
36 seitlich, d. h. in Richtung senkrecht zu der Ebene der Fig. 3, aus seiner Ausgangsstellung
zu verschieben, so daß der Raum zwischen dem Hauptstempel 15 und dem Anschlagfinger
16 frei ist. Auf derjenigen Seite des Hauptstempels 15, die dem Schneidestempel
35 abgewandt ist, befindet sich ein Hilfsstempel 37. Der Hauptstempel 15, der Schneidestempel
3,5, und der Hilfsstempel 37 können über eine andere Nockenanordnung 38 (Fig. 2)
-auf das Gesenk 14 zu und von diesem weg bewegt werden, wobei die relativen Bewegungszeiten
der verschiedenen Stempel und der verschiedenen Nockenanordnungen durch den gemeinsamen
Antrieb aller Nockenanordnungen von der gemeinsamen Riemenscheibe 26 festgelegt
sind. Die Riemenscheibe 26 ist mit den Nockenanordnungen über eine gemeinsame Eintourenkupplung
irgendeiner geeigneten Bauart verbunden, wobei die Eintourenkupplung z. B. mittels
eines nicht dargestellten Fuß- oder Handhebels betätigbar ist.
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Die Vorrichtung arbeitet wie folgt: Die Verschlußglieder 5 zweier
Reißverschlußketten 2 werden miteinander gekuppelt. Vorzugsweise werden Reißverschlußketten
2 verwendet, die Bänder 3 besitzen, welche eine im Vergleich zu der Länge eines
einzigen Reißverschlusses beträchtliche Länge haben, wobei jedes Band in an sich
bekannter Weise Gruppen von Reißverschlußgliedern 5 trägt, die je eine der Länge
des Reißverschlusses entsprechende Länge haben und die voneinander durch eine nicht
mit Reißverschlußgliedern besetzte Bandlänge
getrennt sind. Der
Hebel i9 des Kolbens 17 hat die in Fig: 2 bis 5 dargestellte Lage, so daß der Anschlagfinger
16 in den Führungskanal 12 eintritt. Wenn jetzt die beiden Ketten :2 mit verkuppelten
Verschlußgliedern 5 durch den Führungskanal z2 von seiner nicht dargestellten Eingangsseite
aus hindurchgezogen werden, so können sie längs des Führungskanals 12 so lange bewegt
werden, bis das'vorderste Reißverschlußglied 5, in Fig. i das unterste . Glied,
mit seiner vordersten Seitenfläche gegen den Anschlagfinger 16 stößt, der durch
den Raum zwischen den verdickten Kanten der Bänder 3 dort, wo keine Verschlußglieder
aufgebracht sind, hindurchgreift. Man erkennt, daß durch den Anschlag des vordersten
Reißverschlußgliedes 5 gegen den Anschlagfinger 16 die Lage der beiden Ketten 2
gegenüber den Stempeln 35, 15; 37 in ihren in Fig. 3 dargestellten Ausgangsstellungen
bestimmt ist. In dieser Lage liegen die wirksamen Flächen dieser drei Stempel aneinander
anschließend in einer Ebene, die ihrerseits sich an die untere Wand der Gleitbahn
in der Gleitblockanordnung 22 für das Metallband 23 anschließt. Wenn nun die Eintourenkupplung
39 betätigt wird, kuppelt sie die sich stetig drehende Riemenscheibe 26 mit den
verschiedenen Nockenanordnungen, die gemeinsam eine einzige Umdrehung ausführen
und dann wieder zur Ruhe kommen. Während sich die Nockenanordnungen einmal drehen,
wird zuerst. durch die Nockenanordnung 25 der Zuführungsmechanismus 24 betätigt
und geht einmal hin und her. Hierdurch wird, wie oben beschrieben, eine vorgegebene
Länge des Metallbandes 23 vorgeschoben. Diese Länge tritt aus - der Gleitbahn in
der Gleitblockanordnung 22 heraus, tritt durch den Spalt zwischen dem Formblock
36 und dem HauptstemPel 15 hindurch und kommt auf der gemein- -samen Fläche der
drei Stempel 35, 15 und 37 zur Ruhe (Fig. 3). Alsdann werden der Schneidestempel
35 . und der Hilfsstempel 37 zu beiden Seiten des Hauptstempels 15 durch die Nockenanordnung
38 angehoben und auf den Anschlagfinger 16 hin bewegt, während der Hauptstempel
15 selbst noch in seiner Ausgangsstellung verbleibt. Dabei trennt der Schneidestempel
35, der mit einer Kante der Gleitblockanordnung 22 zusammenarbeitet, die auf den
Stempeln 35, 15, und 37 liegende Länge des Metallbandes von dem Rest des Metallbandes
23 ab. Die sich gemeinsam bewegenden Schneide- und Hilfsstempel 35 und 37 biegen
die abgetrennte Länge des Metallbandes um den Formblock 36, der vor dem noch immer
in Ruhe befindlichen Hauptstempel 15 liegt, herum, so daß diese Länge eine U-förmige
Gestalt erhält und ein unteres Endglied 8 bildet, das im Querschnitt etwa die Gestalt
einer Drahtheftzwecke hat. Alsdann wird der Formblock 35 seitlich verschoben, wodurch
der Raum zwischen den Schenkeln des U-förmigen Endgliedes 8 (Fig. q,) und ebenso
natürlich auch der Raum zwischen .dem Hauptstempel 15 und dem Anschlagfinger 16
freigegeben werden. Jetzt beginnt der Hauptstempel 15 sich gemeinsam mit den beiden
anderen Stempeln 35 und 37 auf die Ketten 2 und den Anschlagfinger 16 hin zu bewegen,
bis die beiden anderen Stempel 35 und 37 die Ketten 2 fest gegen die obere Wand
des Führungskanals 12 klemmen (Fig.5) und ein Verschieben der Ketten 2 verhindern.
Hierauf kommen die beiden anderen Stempel 35 und 37 zur Ruhe, während der Hauptstempel
15 seine Bewegung fortsetzt und die Schenkel des U-förmigen unteren Endgliedes 8
durch die Bänder der Ketten 2 hindurchdrückt; den nachgiebigen Anschlagfinger 16
in seiner Bewegungsrichtung entgegen der Feder i8 nach oben stößt und die Enden
des unteren Endgliedes 8, nachdem sie durch die Ketten, 2 hindurchgedrungen, sind,
entlang dem Gesenk 14 über die Ketten 2 einrollt, 9o daß die Enden des Endgliedes
8 sich gegenseitig auf der .dem Gesenk 14 benachbarten Seite der Ketten 2 treffen.
Alsdann prallt der ursprünglich nach oben gestoßene Anschlagfinger 16 unter der
Wirkung seiner Feder 18 wieder zurück und kommt zeit seinem freien Ende auf dem
aufgebrachten und fertigen unteren Endglied 8 (Fg. 6) zur Ruhe. Nun kehren die drei
Stempel 35, 15 und 37 wieder in ihre in Fig. 3 dargestellte Ausgangslage zurück.
Inzwischen sind auch der Zuführungsmechanismus 24 und der Formblock 36 gleichfalls
in ihreAusgangsstellungen zurückgekehrt. Das aufgesetzte untere Endglied 8 bildet
eine sich unmittelbar anschließende Fortsetzung des benachbarten Reißverschlüßgliedes
5 einer Gruppe von miteinander gekuppelten Reißverschlußgliedern der Ketten 2, und
es formen die Reißverschlußglieder 5 dieser Gruppe an der Stelle, wo sie über die
Bandkanten hervorstehen, zusammen mit dem unteren Endglied 8 eine im wesentlichen
ununterbrochene Fläche, so daß das Ende des Anschlag fingers 16 jetzt über diese
Fläche hinweggleiten kann, wenn die Ketten 2 durch den Führungskanal 12 vorgezogen
werden. Wenn hierbei das Ende der betreffenden Gruppe der Reißverschlußglieder 5
erreicht ist, so gleitet der Anschlagfinger 16 von dem letzten Verschlußglied 5
ab und wird von dem unter Federwirkung stehenden Kolben 17 auf die Stempel 35, 15,
37 hin gepreßt, tritt in den Raum zwischen benachbarten nicht mit Reißverschlüßgliedern
versehene Bandkanten ein und verhindert eine weitere Bewegung der Ketten 2, sobald
der Finger 16 gegen das vorderste Verschlußglied 5 der nächsten Gruppe gekuppelter
Verschlußglieder anschlägt, worauf die Vorrichtung einen neuen Arbeitskreislauf
ausführen kann.
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Falls es aus irgendeinem Grunde ausnahmsweise einmal gewünscht wird,
die Ketten 2 von dem gegen eine Seitenfläche eines ihrer Verschlußglieder anschlagenden
Finger 16 zu lösen, ehe ein unteres Endglied aufgesetzt worden ist, wird der Hebel
i9 des Kolbens 17 von Hand betätigt, wodurch der Anschlagfinger 16 aus dem Führungskanal
12 herausgehoben wird und die Ketten 2 freigegeben werden.
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Man erkennt, daß der Anschlagfinger 16 einen hinreichend genauen Sitz
des jeweiligen unteren Endgliedes 8 auf den Ketten sicherstellt und daß
trotzdem
die Vorrichtung mit einer beträchtlichen Geschwindigkeit betätigt werden kann.
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Abwandlungen und weitere Verbesserungen sind natürlich möglich. Zum
Beispiel könnte die Eintourenkupplung 39 mittels eines elektrischen Schalters über
ein elektrisches Relais betätigt werden. Es ist aber auch möglich, ein solches Relais
über ein Hilfsrelais zu betätigen, das von einem Stromkreis gespeist wird, in dem
der Anschlagfinger und die miteinander gekuppelten metallischen Reißverschlußglieder
einer Gruppe liegen, wodurch der Arbeitskreislauf der Vorrichtung selbsttätig eingeleitet
wird, wenn der Anschlagfinger 16 das vorderste Reißverschlußglied 5 einer Gruppe
b6-rührt und dadurch den Stromkreis für das Hilfsrelais schließt. Die Anordnung
der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann. auch so getroffen sein, daß die vorgegebene
Länge des aus der Gleitbahn in der Gleitblockanordnung austretenden Metallbandes
einstellbar geändert werden kann, um dadurch die Vorrichtung verschiedenen Anforderungen
im Einzelfall anzupassen. Auch kann eine selbsttätig wirkende Zugvorrichtung vorgesehen
sein, um die Reißverschlußketten mechanisch durch den Führungskanal 12 hindurchzuziehen,
wobei die Bewegung der Ketten selbsttätig unterbrochen wird, wenn der Anschlagfinger
16 auf ein Verschlußglied auftritt, und wieder fortgesetzt wird, wenn nach dem Aufbringen
eines unteren Verschlußgliedes die Stempel ihre Rückbewegung beginnen. Der Eingang
zu dein Führungskanal i2 kann eine einem Reißverschlußschieber ähnliche Gestalt
haben, so daß die Ketten getrennt voneinander in den Eingang des Führungskanals
eingeführt und bei weiterem Vorschub selbsttätig miteinander gekuppelt werden. Die
Vorrichtung kann weiterhin so abgeändert werden, daß obere Endglieder 6 bzw. 7 auf
eine Kette aufgebracht werden. Eine derartige Vorrichtung ist in Fig. 7 bis i i
dargestellt.
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Die Vorrichtung nach Fig. 7 bis i i besitzt einen Rahmen i i o, der
einen Arbeitskopf i i i trägt, in dem ein Führungskanal 112 vorgesehen ist, der
zur Aufnahme einer einzelnen Kette 2 dient, wobei die verdickte Kante d. und die
daran aufgebrachten Yerschlußglieder 5 nach dein Innern der Vorrichtung gerichtet
sind. An jedem Ende des Führungskanals 112 ist je ein ortsfester Anschlag 116 bzw.
1161 (Fig. 8) vorgesehen. Die Vorrichtung besitzt wiederum einen Hauptstempel 115,
eine Gleitblockanordnung 122 mit einer Gleitbahn für ein Metallband 123, einen Schneidestempel
135, einen Formblock 136 (Fig. 9) und einen Hilfsstempel 137 sowie einen Zuführungsmechanismus
124 für das Metallband 123, wobei alle diese Teile ähnlich den entsprechenden Teilen
der Vorrichtung nach Fig.2 bis 6 ausgebildet und betätigbar sind. Ähnlich wie zuvor
dienen die drei Stempel 135, 115 und 137 im Zusammenwirken mit der Gleitblockanordnung
122 und dein Formblock 136 dazu, eine Länge von dem Metallhand 123 abzutrennen und
dieser eine U-förmige Gestalt zu. geben (Fig.9, ro und i i). Die jetzige Vorrichtung
ist von der zuerst beschriebenen dadurch unterschieden, daß der Führungskanal 112
so angeordnet ist, daß die Glieder des U-förmigen oberen Endgliedes 6 parallel zu
der Bandebene der Kette 2 liegen. Folglich kann jetzt der Hauptstempel 115 das obere
Endglied nicht auf die Kette 2 aufpressen, vielmehr dient der Hauptstempel 115 lediglich
dazu, zusammen mit den beiden anderen Stempeln z3.5 und 137 die U-förmigen oberen
Endglieder 6 auf die Kette 2 hin zu schieben (Fig. io und i i) und das betreffende
Endglied 6 auf die verdickte Bandkante der Kette 2 mehr oder weniger lose aufzusetzen.
Um das obere Endglied 6 festzuklemmen, sind zwei Klemmwerkzeuge i5o vorgesehen,
die in der auf der Bandebene der Kette senkrecht stehenden Richtung aufeinander
zu und voneinander weg beweglich sind, wodurch die beiden Klemmwerkzeuge das U-förmige
Endglied 6 zwischen sich fassen und fest auf die Kette 2 aufkleinmen können. Die
Klemmwerkzeuge i5o werden in abgestimmter zeitlicher Beziehung zu den Bewegungen
der drei Stempel 135, 115 und 137 durch geeignete Nockenanordnungen aufeinander
zu bewegt und durch Federn 151 in ihre in Fig. 9 dargestellte Ausgangslage wieder
zurückgezogen. Jedes der Klemmwerkzeuge i5o hat einen seitlichen Ansatz 152, der
mit ihm aus einem Stück bestehen kann oder auch nachträglich angesetzt sein kann.
Die seitlichen Ansätze 152 haben je eine geneigte Fläche 153, die je mit einem Schubbolzen
151 zusammenarbeiten, der eine ähnlich geneigte Fläche 155 hat, wobei die Schubbolzen
154 über die Nockenanordnung 138 hin und her auf die Ansätze 152 zu und von diesen
weg beweglich sind. Wenn sich die Schubbolzen i 5d. auf die seitlichen Ansätze 152
der Klemmwerkzeuge i5o hin bewegen, so berühren sich zuerst die geneigten Flächen
153 und 155 der Ansätze 152 und der Schubbolzen 154, worauf bei weiterer Bewegung
der letzteren die Klemmwerkzeuge i5o sich entgegen der Wirkung der Federn 151 aufeinander
zu bewegen und das zwischen ihnen liegende obere Endglied fest auf die Kette 2 aufpressen
(Fig. ii). Wenn die Schubbolzen 154 in ihre Ausgangslagen zurückkehren, so bewegen
sich die Klemmwerkzeuge i .5o unter der Wirkung der Federn 151 voneinander fort.
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Aus Fig. 8 erkennt man, daß die Anschläge i 16 und 116i voneinander
verschiedene Abstände von den Klemmwerkzeugen 15o haben, und zwar ist der Abstand
des Anschlags 116 von dem Klemmwerkzeug i5o kleiner als der des Anschlags 1161 von
dem Klemmwerkzeug. Wenn ein oberes Endglied 6 im Abstand d1 (Fig. i) von dem benachbarten
Reißverschlußglied 5 aufzusetzen ist, so wird die Kette 2 in der Weise in den Führungskanal
112 eingeführt, daß das Reißverschlußglied 5 sich gegen den Anschlag 116 anlegt
(Fig. 8). Wenn dagegen ein oberes Endglied 7 aufzusetzen ist, das den größeren Abstand
d2 von dem benachbarten Reißverschlußglied 5 hat, so wird die Kette 2 in den Führungskanal
112 von dessen anderem Ende aus eingeführt, so daß sich jetzt das E2eißverschlußglied
5 gegen den Anschlag 1161
anlegt, der den größeren Abstand von den
Klemmwerkzeugen i5o hat. Somit ermöglicht es die Vorrichtung, obere Endglieder 6
und 7 mit verschiedenen Abständen von den jeweils benachbarten Reißverschlußgliedern
5 auf eine Kette aufzusetzen, wobei es nur nötig ist, die Kette in den Führungskanal
112 von dessen einem oder anderen Ende aus einzuführen. Vorzugsweise sind- die beiden
Enden des Führungskanals 112 zweckentsprechend bezeichnet.