CH199846A - Verfahren zum Entfärben von mit organischen Farbstoffen gefärbten Filmen, Filmabfall, Folien und ähnlichen Erzeugnissen aus gelatinierten Zellulosederivaten. - Google Patents

Verfahren zum Entfärben von mit organischen Farbstoffen gefärbten Filmen, Filmabfall, Folien und ähnlichen Erzeugnissen aus gelatinierten Zellulosederivaten.

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CH199846A
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pretreatment
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decolorizing
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Paul Colemann
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Paul Colemann
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    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P5/00Other features in dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form
    • D06P5/13Fugitive dyeing or stripping dyes
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J11/00Recovery or working-up of waste materials
    • C08J11/04Recovery or working-up of waste materials of polymers
    • C08J11/06Recovery or working-up of waste materials of polymers without chemical reactions
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Description


  Verfahren zum Entfärben von mit organischen Farbstoffen gefärbten Filmen,  Filmabfall, Folien und ähnlichen Erzeugnissen aus     gelatüüerten        Zellulosederivaten.       Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein  Verfahren zum Entfärben von mit organi  schen Farbstoffen gefärbten Filmen, Film  abfall, Folien und ähnlichen Erzeugnissen  aus gelatinierten     Zelluloseestern    und     -äthern,     wobei das zu entfärbende Material vor der  Entfernung des Farbstoffes einer quellenden       Vorbebandlung    unterworfen wird.  



  Man hat bereits die     Entfärbung    in der  Weise vorgenommen,     dass    man die     Zellulose-          derivate    in eine netzend wirkende     Flüssig-          keit3    die ein Nichtlösungsmittel für diese  darstellt, einlegt und dann unter starkem  Rühren Chlor einleitet. Als solches     Be-          netzungsmittel    hat man in erster Linie<B>'</B>     Athyl-          alkohol    benutzt, auch Gemische von Alkohol  und Benzol sind vorgeschlagen worden.  



  Man hat ferner vorgeschlagen, das zu  entfärbende     Zellulosematerial    in einem Lö  sungsmittel zu lösen, aus diesem wieder aus  zufällen und das     Präzipitat    dann zu ent  färben, z. B, mit Chlorwasser.    Nach der vorliegenden Erfindung wird  das zu entfärbende     Zellulosematerial    ver  mittels wasserhaltiger,     niedrigmolekularer,     organischer Säure, insbesondere Ameisen  säure und Essigsäure, vorbehandelt. Hierbei  kann die lösende Wirkung der organischen  Säuren durch Zusatz einer genügend grossen  Wassermenge so abgeschwächt werden,     dass     zwar eine Aufweichung und     Quellung    der  Oberfläche der Erzeugnisse, z. B. Filme, er  folgt, nicht aber eine Lösung.  



  Ist die Oberfläche des gefärbten Materials  in dieser Weise vorbehandelt, so wird das  Material, gegebenenfalls nach dem Abspülen  mit klarem Wasser, mittels geeigneter Bleich  mittel gebleicht, vorzugsweise mit Chlor in  Gasform oder in wässeriger Lösung oder mit  Chlor abgebenden Stoffen, wie     Bypochlori-          ten,    z. B. derart,     dass    das Material in Wasser  gebracht und Chlorgas eingeleitet wird. Die       Vorbehandlung    hat die Oberfläche des Ma  terials, z. B. der Filme, so aufgelockert,     dass     das Bleichmittel, z. B. Chlor, in kurzer Zeit      den Farbstoff zerstören kann, ohne     dass    es  notwendig wäre, seine Einwirkung durch  Rühren zu unterstützen.

   Nach erfolgter     Blei-          chung    kann das entfärbte Material noch in  bekannter Weise gewaschen und getrocknet  werden.  



  In der Tatsache,     dass    das Rühren oder  die Anwendung von Wärme entbehrlich ge  macht wird,     muss    ein erheblicher Vorteil des  neuen Verfahrens gegenüber den bekannten  Verfahren gesehen werden. Auch können für  die     Vorbehandlung    solche Mittel verwendet  werden, die wesentlich billiger als Alkohol  und überdies in keiner Weise feuergefährlich  oder brennbar sind.  



  Das     Vorbehandlungsbad    kann sehr lange  Benutzung finden, weil nur ausserordentlich  geringe     Farbstoffmengen    in dasselbe über  gehen.  



  Man kann die Konzentration des     Vor-          behandlungsbades,    z. B. der Essigsäure     bezw.     Ameisensäure, in ziemlich weiten Grenzen  variieren und sowohl Filme aus     Zellulose-          estern    wie aus     Zelluloseäthern    der Behand  lung nach der vorliegenden Erfindung unter  werfen.    <I>Beispiel:</I>    Gefärbte Filme werden in einen Bottich  mit     30-80        "/oiger    Essigsäure gebracht.

   Dort       lässt    man     sie    einige Zeit liegen, wobei diese  Zeit von der Konzentration der Essigsäure  abhängt und beispielsweise bei einer Kon  zentration von<B>30</B>     */o    etwa 24 Stunden und  bei einer Konzentration von<B>80</B>     '/o    den Bruch  teil einer Stunde beträgt, nimmt darauf die  an der Oberfläche gequollenen Filme aus  dem     Essigsäurebad    heraus, spült sie mit  Wasser ab und setzt sie dann der Einwir  kung eines Bleichmittels aus, z. B. indem  man sie in einen     init    Wasser gefüllten Be  hälter bringt, in den man Chlorgag einleitet.

    Die     Entfärbung    vollzieht sich ohne Rühren  und ohne Wärmezufuhr schon bei Einführung  geringer Chlormengen. Man kann die Filme  auch in Chlorwasser oder eine     Hypochlorit-          lösung    einlegen oder sie in feuchtem Zu-         stande    in eine     Chlorgasatmospbäre    bringen  oder andere bekannte     Bleichmittel    verwenden.  



  Nach der     Bleichung    wird das     entfNrbte     Material bis zur völligen Entfernung des  Bleichmittels     ausgewascben    und durch     sorg-          fältigeg    Trocknen von jeder Spur Feuchtig  keit befreit.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Entfärben von mit organi- sehen Farbstoffen gefärbten Filmen, Film abfall, Folien und ähnlichen Erzeugnissen aus gelatinierten Zelluloseestern und -äthern, wobei das zu entfärbende Material vor der Entfernung den Farbstoffes einer quellenden Vorbehandlung unterworfen wird, dadurch gekennzeichnet, dass diese Vorbehandlung vermittels wasserhaltiger niedrig molekularer organischer Säuren und die Entfärbung auf chemischem Wege durch )Bleichung erfolgt.
    UNTERANSPRVCHE: <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorbehandlung mittels Ameisensäure erfolgt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorbehandlung mittels Essigsäure erfolgt. <B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Bleichung mit Chlor erfolgt. 4.
    Verfahren nach Patentan8pruch und Unter anspruch<B>8,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Bleichung durch Einleitung von Chlor gas in einen mit Wasser gefüllten Be hälter erfolgt, in welchem sich das vor behandelte Material befindet. <B>6.</B> Verfahren nach Patentanepruch und Unter anspruch<B>3,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Vorbehandlung und Entfärbung bei Raumtemperatur und ohne Rühren statt findet.
    <B>6.</B> Verfahren nach Patentanspruch und Unter- an8prüchen <B>3</B> und 4, dadurch gekenn zeichnet, dass das gefärbte Material bei normaler Temperatur mit 30-80 >iger Essigsäure behandelt und nach dem<B>Ab-</B> spülen mit Wasser in ein mit Wasser gefülltes Gefäss eingebracht wird, in wel ches Chlorgas eingeleitet wird, bis die Entfärbung ei-folgt ist, worauf das ent- färbte Material- noch gewaschen und ge trocknet wird.
CH199846D 1937-04-27 1937-04-27 Verfahren zum Entfärben von mit organischen Farbstoffen gefärbten Filmen, Filmabfall, Folien und ähnlichen Erzeugnissen aus gelatinierten Zellulosederivaten. CH199846A (de)

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