CH199846A - Verfahren zum Entfärben von mit organischen Farbstoffen gefärbten Filmen, Filmabfall, Folien und ähnlichen Erzeugnissen aus gelatinierten Zellulosederivaten. - Google Patents
Verfahren zum Entfärben von mit organischen Farbstoffen gefärbten Filmen, Filmabfall, Folien und ähnlichen Erzeugnissen aus gelatinierten Zellulosederivaten.Info
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Description
Verfahren zum Entfärben von mit organischen Farbstoffen gefärbten Filmen, Filmabfall, Folien und ähnlichen Erzeugnissen aus gelatüüerten Zellulosederivaten. Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zum Entfärben von mit organi schen Farbstoffen gefärbten Filmen, Film abfall, Folien und ähnlichen Erzeugnissen aus gelatinierten Zelluloseestern und -äthern, wobei das zu entfärbende Material vor der Entfernung des Farbstoffes einer quellenden Vorbebandlung unterworfen wird.
Man hat bereits die Entfärbung in der Weise vorgenommen, dass man die Zellulose- derivate in eine netzend wirkende Flüssig- keit3 die ein Nichtlösungsmittel für diese darstellt, einlegt und dann unter starkem Rühren Chlor einleitet. Als solches Be- netzungsmittel hat man in erster Linie<B>'</B> Athyl- alkohol benutzt, auch Gemische von Alkohol und Benzol sind vorgeschlagen worden.
Man hat ferner vorgeschlagen, das zu entfärbende Zellulosematerial in einem Lö sungsmittel zu lösen, aus diesem wieder aus zufällen und das Präzipitat dann zu ent färben, z. B, mit Chlorwasser. Nach der vorliegenden Erfindung wird das zu entfärbende Zellulosematerial ver mittels wasserhaltiger, niedrigmolekularer, organischer Säure, insbesondere Ameisen säure und Essigsäure, vorbehandelt. Hierbei kann die lösende Wirkung der organischen Säuren durch Zusatz einer genügend grossen Wassermenge so abgeschwächt werden, dass zwar eine Aufweichung und Quellung der Oberfläche der Erzeugnisse, z. B. Filme, er folgt, nicht aber eine Lösung.
Ist die Oberfläche des gefärbten Materials in dieser Weise vorbehandelt, so wird das Material, gegebenenfalls nach dem Abspülen mit klarem Wasser, mittels geeigneter Bleich mittel gebleicht, vorzugsweise mit Chlor in Gasform oder in wässeriger Lösung oder mit Chlor abgebenden Stoffen, wie Bypochlori- ten, z. B. derart, dass das Material in Wasser gebracht und Chlorgas eingeleitet wird. Die Vorbehandlung hat die Oberfläche des Ma terials, z. B. der Filme, so aufgelockert, dass das Bleichmittel, z. B. Chlor, in kurzer Zeit den Farbstoff zerstören kann, ohne dass es notwendig wäre, seine Einwirkung durch Rühren zu unterstützen.
Nach erfolgter Blei- chung kann das entfärbte Material noch in bekannter Weise gewaschen und getrocknet werden.
In der Tatsache, dass das Rühren oder die Anwendung von Wärme entbehrlich ge macht wird, muss ein erheblicher Vorteil des neuen Verfahrens gegenüber den bekannten Verfahren gesehen werden. Auch können für die Vorbehandlung solche Mittel verwendet werden, die wesentlich billiger als Alkohol und überdies in keiner Weise feuergefährlich oder brennbar sind.
Das Vorbehandlungsbad kann sehr lange Benutzung finden, weil nur ausserordentlich geringe Farbstoffmengen in dasselbe über gehen.
Man kann die Konzentration des Vor- behandlungsbades, z. B. der Essigsäure bezw. Ameisensäure, in ziemlich weiten Grenzen variieren und sowohl Filme aus Zellulose- estern wie aus Zelluloseäthern der Behand lung nach der vorliegenden Erfindung unter werfen. <I>Beispiel:</I> Gefärbte Filme werden in einen Bottich mit 30-80 "/oiger Essigsäure gebracht.
Dort lässt man sie einige Zeit liegen, wobei diese Zeit von der Konzentration der Essigsäure abhängt und beispielsweise bei einer Kon zentration von<B>30</B> */o etwa 24 Stunden und bei einer Konzentration von<B>80</B> '/o den Bruch teil einer Stunde beträgt, nimmt darauf die an der Oberfläche gequollenen Filme aus dem Essigsäurebad heraus, spült sie mit Wasser ab und setzt sie dann der Einwir kung eines Bleichmittels aus, z. B. indem man sie in einen init Wasser gefüllten Be hälter bringt, in den man Chlorgag einleitet.
Die Entfärbung vollzieht sich ohne Rühren und ohne Wärmezufuhr schon bei Einführung geringer Chlormengen. Man kann die Filme auch in Chlorwasser oder eine Hypochlorit- lösung einlegen oder sie in feuchtem Zu- stande in eine Chlorgasatmospbäre bringen oder andere bekannte Bleichmittel verwenden.
Nach der Bleichung wird das entfNrbte Material bis zur völligen Entfernung des Bleichmittels ausgewascben und durch sorg- fältigeg Trocknen von jeder Spur Feuchtig keit befreit.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Entfärben von mit organi- sehen Farbstoffen gefärbten Filmen, Film abfall, Folien und ähnlichen Erzeugnissen aus gelatinierten Zelluloseestern und -äthern, wobei das zu entfärbende Material vor der Entfernung den Farbstoffes einer quellenden Vorbehandlung unterworfen wird, dadurch gekennzeichnet, dass diese Vorbehandlung vermittels wasserhaltiger niedrig molekularer organischer Säuren und die Entfärbung auf chemischem Wege durch )Bleichung erfolgt.UNTERANSPRVCHE: <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorbehandlung mittels Ameisensäure erfolgt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorbehandlung mittels Essigsäure erfolgt. <B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Bleichung mit Chlor erfolgt. 4.Verfahren nach Patentan8pruch und Unter anspruch<B>8,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Bleichung durch Einleitung von Chlor gas in einen mit Wasser gefüllten Be hälter erfolgt, in welchem sich das vor behandelte Material befindet. <B>6.</B> Verfahren nach Patentanepruch und Unter anspruch<B>3,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Vorbehandlung und Entfärbung bei Raumtemperatur und ohne Rühren statt findet.<B>6.</B> Verfahren nach Patentanspruch und Unter- an8prüchen <B>3</B> und 4, dadurch gekenn zeichnet, dass das gefärbte Material bei normaler Temperatur mit 30-80 >iger Essigsäure behandelt und nach dem<B>Ab-</B> spülen mit Wasser in ein mit Wasser gefülltes Gefäss eingebracht wird, in wel ches Chlorgas eingeleitet wird, bis die Entfärbung ei-folgt ist, worauf das ent- färbte Material- noch gewaschen und ge trocknet wird.
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