CH199747A - Verfahren zur Herstellung einer Lösung von Zellulose in Schwefelsäure. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Lösung von Zellulose in Schwefelsäure.

Info

Publication number
CH199747A
CH199747A CH199747DA CH199747A CH 199747 A CH199747 A CH 199747A CH 199747D A CH199747D A CH 199747DA CH 199747 A CH199747 A CH 199747A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
cellulose
sulfuric acid
solution
concentration
preparation
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Aktiengesellsc Farbenindustrie
Original Assignee
Ig Farbenindustrie Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ig Farbenindustrie Ag filed Critical Ig Farbenindustrie Ag
Publication of CH199747A publication Critical patent/CH199747A/de

Links

Landscapes

  • Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung einer Lösung von Zellulose in     Schwefelsäure.            Gegenstand    der     Erfindung        ist    ein Ver  fahren zur     Herstellung    einer     Lösung    von  Zellulose in     Schwefelsäure,    die sich zur Her  stellung von Fäden, Borsten, Bändern, Folien  und     dergl.    eignet, das dadurch ausgezeichnet  ist, dass man Schwefelsäure auf nasse Zellu  lose einwirken lässt.  



  Es     ist        bekannt,        Zellulose    und     zellulose-          artige    Stoffe in Schwefelsäure zu lösen und  aus den Lösungen Fasern, Filme, Bänder     usw.          herzustellen.     



  Da unter     ,der        Einwirkung        starker        Sehwe-          felsäure    aus Zellulose leicht     zuckerartige     Stoffe und andere Abbauprodukte der Zellu  lose     entstehen,    sind für die     Bereitung    einer  Lösung von     Zellulose    in     Schwefelsäure,    die  zur     Herstellung    von Fäden und     andern    Ge  bilden     bestimmt    ist, besondere     Massnahmen     erforderlich, welche den Abbau der Zellulose  so weit als möglich hintanhalten.  



  Zur Herstellung geeigneter Zellulose-         lösungen    in Schwefelsäure sind bisher beson  ders zwei Arbeitsverfahren beschrieben wor  den. Das erste Verfahren besteht darin, dass  man die Zellulose zunächst mit Schwefelsäure  von solcher Konzentration behandelt, dass  keine Aufhebung der     Faserstruktur    der  Zellulose     stattfindet,    dann Schwefelsäure zu  gibt, welche hinreichend stark ist, um die  Zellulose zu lösen, und schliesslich     wieder    eine  Verdünnung der Lösung der Zellulose mit  schwächerer Schwefelsäure vornimmt. Das  zweite Verfahren besteht darin, dass man die  Zellulose direkt in starker Schwefelsäure auf  nimmt, z.

   B. in Schwefelsäure von über 60  löst, und die Lösung dann wie bei dem  ersten Verfahren mit schwächerer Schwefel  säure oder mit Wasser bis zu einem Gehalt  unter<B>60%</B>     verdünnt.    Zum Teil wurden die  Lösungen der Zellulose in Schwefelsäure von  über 60 % auch ohne weitere     Verdünnung    bis  unter die Lösegrenze direkt verarbeitet. Bei  allen diesen Verfahren wurde die Zellulose in      trockenem     bezw.    lufttrockenem Zustand  benutzt.  



  Zur Ausführung des Verfahrens nach der  Erfindung kann die Zellulose, insbesondere  in     Form    einer nassen Zellstoffpappe, wie sie  nach dem     Aufschlnss    des Holzes und den er  forderlichen     Reinigungs-    und Bleichprozessen  in der Zellstoffabrik anfällt, zur Anwendung  kommen. Solche     nassen    Zellstoffe können  beispielsweise<B>50%</B> Wasser enthalten. In  ihnen liegen die Zellstoffasern von vorn  herein in gut aufgeschlossener Form vor, so  dass es einer Lösung des gegenseitigen Ver  bandes der Fasern nicht bedarf. Die Ver  teilung des Zellstoffes in der Schwefelsäure  kann dadurch in besonders ,kurzer Zeit und  bei niedrigerer Säurekonzentration, als es  bisher möglich war, durchgeführt werden.  Der nasse Zellstoff kann z.

   B. in der mehr  fachen Menge von verdünnter Schwefelsäure  gleichmässig verteilt werden, deren Konzen  tration so bemessen ist, dass in der Flüssig  keit eine Konzentration von 52 bis<B>57%</B>       H2SO4    entsteht. Die Verteilung geschieht       zweckmässig    bei niedriger Temperatur. Vor  teilhaft wird der feuchte Zellstoff in ge  kühltem oder auch gefrorenem Zustand in die  Schwefelsäure eingerührt. In die     Mischung     wird     unter    Kühlung so viel starke Schwefel  säure gegeben, dass eine     Auflösung    der  Zellulose erfolgt.

   Die     entstandenen        Zellu-          loselösungen    besitzen dann - ohne Berück  sichtigung der gelösten Zellulose - eine  Konzentration von etwa 62 bis     63%    Schwe  felsäure.  



  <I>Beispiele:</I>  1. 490 g einer Zellstoffmasse, die zu  50     %    aus Zellulose und zu 50     %    aus Wasser  besteht, wird mit 3000 g einer Schwefelsäure  von 58     %        H,SO4    bei 15   C zusammengebracht,  womit eine Suspension der Zellulose in  Schwefelsäure von 53 bis 54% entsteht. Zu  dieser Masse werden bei -3   C 1650 g  Schwefelsäure von<B>80%</B> hinzugefügt und so  in einer Konzentration von     62,5%    Schwefel  säure die Zellulose gelöst. Die Lösung kann  sofort versponnen werden.

      2. 490 g einer     Zellstoffmasse,    die zu 50%  aus Zellulose     'und    zu<B>50%</B>     aus    Wasser be  steht, wird mit 3000 g einer Schwefelsäure  von<B>58%</B>     H250, &     bei 10   C zusammen  gebracht, womit eine     Suspension    der Zellulose  in Schwefelsäure von<B>-53</B> bis 54     %    entsteht.  Zu dieser Masse werden bei<B>-3'</B> C 1650 g  Schwefelsäure von<B>80%</B> hinzugefügt. Es ent  steht so eine Lösung von 'Zellulose in 62,5  Schwefelsäure, die durch Zugabe von 1350     g          45prozentiger    Schwefelsäure verdünnt wird.  



  3. 590 g einer Zellstoffmesse, die zu 41     %     aus Zellulose und zu<B>59%</B> aus     Wasser'    be  steht, wird mit 2880 g einer Schwefelsäure  von<B>63,2%</B>     1,S04    bei 5   C zusammen  gebracht, womit eine Suspension der Zellulose  in Schwefelsäure von 56,4% entsteht. Zu  dieser Masse werden bei<B>-3'</B> C 1195 g  80prozentige Schwefelsäure hinzugefügt,  womit eine Lösung der Zellulose in Schwefel  säure von 62,8     %    erreicht wird. Diese Lösung  kann sofort     versponnen    werden oder auch  nach     Verdünnung    mit     1345    g 45prozentiger  Schwefelsäure bei -1   C.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer Lösung von Zellulose in. Schwefelsäure, die sich zur Herstellung von Fäden, Borsten, Bändern, Folien und dergl. eignet, dadurch gekenn zeichnet, dass man Schwefelsäure auf nasse Zellulose einwirken läBt. UNTERANSPRü CHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Feuchtigkeits gehalt der Zellulose mindestens gleich dem Trockengewicht der Zellulose ist.
    2, Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Zellulose in Form einer nassen Zellstoffpappe, wie sie nach dem Aufschluss des Holzes und den erfor derlichen Reinigungs- und Bleichprozessen in der Zellstoffabrik anfällt, zur Anwen dung kommt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zunächst eine Faser suspension mit Hilfe von Schwefelsäure solcher Konzentration hergestellt wird, dass sich im Gemisch ohne Berücksichti gung der Zellulose eine Konzentration von weniger als 57 % Schwefelsäure ergibt, worauf unter Kühlung so viel starke Schwefelsäure zugegeben wird, dass Lösung erfolgt. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der feuchte Zellstoff in gekühltem Zustand in die Schwefel säure eingerührt wird.
CH199747D 1936-07-21 1937-07-09 Verfahren zur Herstellung einer Lösung von Zellulose in Schwefelsäure. CH199747A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE199747X 1936-07-21

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH199747A true CH199747A (de) 1938-09-15

Family

ID=5758385

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH199747D CH199747A (de) 1936-07-21 1937-07-09 Verfahren zur Herstellung einer Lösung von Zellulose in Schwefelsäure.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH199747A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE886950C (de) Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Faeden oder Fasern aus Milcheiweiss
CH199747A (de) Verfahren zur Herstellung einer Lösung von Zellulose in Schwefelsäure.
AT157094B (de) Verfahren zur Herstellung von Lösungen von Cellulose in Schwefelsäure.
DE743397C (de) Verfahren zur Herstellung von Faeden und Borsten
AT154264B (de) Verfahren zur Herstellung von Wollersatzfasern aus Viskose.
DE2262913A1 (de) Lagerfeste, wasserunloesliche, hydrophile polyalkylenglykol als weichmacher enthaltende cellulosegebilde
DE566671C (de) Verfahren zur Herstellung von alaungarem Leder
DE749505C (de) Verfahren zur Verbesserung der Spinnbarkeit von Cellulosehydratfasern
AT167115B (de) Verfahren zur Herstellung von künstlichen Fäden und Fasern aus pflanzlichen Eiweißstoffen, besonders Sojacasein
DE870082C (de) Verfahren zur Verhinderung der Viskositaetsverringerung von zu bleichendem Cellulosematerial
CH122788A (de) Verfahren zur Herstellung von Kunstfäden aus Viskose.
AT124699B (de) Verfahren zur Herstellung künstlicher Seide.
DE906711C (de) Verfahren zum Verbessern der dielektrischen Eigenschaften eines cellulosehaltigen elektrischen Faserstoff-Isoliermaterials
DE1810704C3 (de) Verfahren zum Bleichen von Holzpulpe für die Herstellung von Kunstseidenpulpe
DE502265C (de) Verfahren zur Veredelung von Cellulosestoffen und insbesondere von vegetabilischen Textilfasern
DE710822C (de) Verfahren zur Herstellung von Zellstoff
AT220630B (de) Verfahren zur Herstellung einer neuen, chemisch modifizierten Carboxymethylcellulose
AT132548B (de) Verfahren zur Herstellung künstlicher Gebilde aus Viskose.
AT154898B (de) Verfahren zur Herstellung von Wollersatzfasern.
DE907570C (de) Verfahren zur Herstellung von Kunstseide und Zellwolle aus Viskose
DE642858C (de) Verfahren zur Herstellung von Kunstseide von aus Holzzellstoff bereiteter Kupferoxydammoniakcelluloseloesung
AT149355B (de) Verfahren zur ununterbrochenen Herstellung von wasserfreiem Äthylalkohol.
DE687133C (de) Verfahren zur Herstellung einer Kupferammoniakcellulosespinnloesung
CH354321A (de) Verfahren zur Herstellung von feuerfestem Papier oder Karton
DE528122C (de) Verfahren zur Herstellung feinstfaediger Viskoseseide