CH184592A - Verfahren zur Herstellung eines Textilgarnes mit wenig oder keinem Draht. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Textilgarnes mit wenig oder keinem Draht.Info
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D02—YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
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Description
Verfahren zur Herstellung eines Textilgarnes mit wenig oder keinem Draht. Gegenstand .der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung eines Textilgarnes mit wenig oder keinem Draht, ausgehend von einem Garn, welches mit Draht versehen und mit einem die Masse der Garnfasern plastisch und zusammenhängend, jedoch soweit es das Entnehmen von Draht betrifft, trennbar lassenden Klebstoff behan delt und darauf getrocknet worden ist.
Dieses Verfahren zeichnet sich gemäss :der Erfin dung dadurch aus, dass man dem Garn, wäh rend es sich im gründlich trockenen Zustand befindet, aber noch plastisch und biegsam ist, einen :gewünschten Teil des Drahtes ent nimmt.
Stoffe, zum Beispiel Gewebe oder Wirk waren, die aus solchen Garnen hergestellt werden, zeigen einen besseren Glanz und einen :besseren Griff als Stoffe, die mit dem in üblicher Weise Draht enthaltenden Garn erzeugt werden.
Als Ausgangsmaterial für das erfind:ungs- gemässe Verfahren wird zweckmässig ein Garn mit einer üblichen Drahtzahl benützt, das mit einem oxydierenden<B>01,</B> zum Beispiel Hanfsamen- oder Leinsamenöl, das den ge stellten Anforderungen besonders gut ent spricht, als wirksamem Klebstoff imprägniert und darauf getrocknet worden, aber noch plastisch und biegsam ist.
Das erfindungsgemässe Verfahren wird beispielsweise folgendermassen ausgeführt: Die Garnspulen aus dem imprägnierten Garn werden in trockenem Zustande auf den Spulengatter einer Ringspinnmaschine ge setzt, hiervon abgewickelt und dann in :
dem bekannten Spinnvorgang auf neue Spulen aufgewickelt, nur mit dem -Unterschiede, dass die Drehrichtung des Läufers in der Ring- spinnmaschine so gewählt ist, dass statt einer Drahtgebung eine teilweise oder vollständige Auflösung des bereits vorhandenen Drahtes stattfindet.
Die Arbeit der Ring spiün- maschine kann. als bekannt vorausgesetzt werden, nur ist zu erwähnen, dass eine ge naue Berechnung vorgenommen werden muss, damit das teilweise oder vollkommene Auf- lösen des Drahtes mit Bezug auf eine Längen einheit des Garnes erreicht wird.
Nachdem das vom Draht teilweise oder vollkommen befreite Garn von der Ring spinnmaschine abgenommen worden ist, kann es in üblicher Weise im Webstuhl oder einer Wirk- oder Strickmaschine verarbeitet wer den; die daraus hergestellten Stoffe können dann in einem Bade von dem Öl befreit wer den. Man verwendet hierzu zweckmässig ein Heisswasserbad, dem man ein schwaches Alkali, wie Sodaa@sche, zufügt. Die Ölschicht auf dem Garn wird dann verseift und ent fernt.
Dieses Entölen bildet aber keinen Teil der Erfindung.
Der Begriff "Garn" soll auch ein Vor gespinst oder ein mit Draht versehenes Faser band, bevor es noch zu einem fertigen Garn verarbeitet ist, umfassen.
Obgleich die Garn- oder Vorgespinst- fasern bei Ausübung des Verfahrens nach der Entfernung des Drahtes als eine biegsame und plastische Masse zusammenhängen, lassen sich .die einzelnen Windungen der Spule oder der in anderer Weise bewirkten Packung frei abwickeln und kleben nicht aneinander.
Sie sind weder klebrig noch ölig. Besondere Vorkehrungen sind nicht zu treffen, um den Draht aufzulösen. Die einzelnen Windungen trennen sich beim Abwickelvorgang glatt voneinander, ohne dass ein Zusammenhaften ,der Fasern benachbarter Windungen auftritt, was eintreten würde, wenn man ein Garn benützen würde, das mit einem Fixativ, zum Beispiel Gummi,
imprägniert ist und dieses während der Abwicklung nicht genügend be- feuchten würde.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung eines Textil- garnes mit wenig oder keinem Draht, ausgehend von einem Garn, welches mit Draht versehen und mit einem die ITasse .der Garnfasern plastisch und zusammen hängend, jedoch, soweit es das Ent nehmen von Draht betrifft, trennbar lassenden Klebstoff behandelt und dar auf getrocknet worden ist, dadurch ge kennzeichnet, dass man dem Garn, wäh rend es sich im gründlich trockenen Zu stand befindet,aber noch plastisch und biegsam ist, einen gewünschten Teil des Drahtes entnimmt. 1I. Textilgarn, das nach dem Verfahren ge mäss Patentanspruch I hergestellt worden ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH184592T | 1934-05-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH184592A true CH184592A (de) | 1936-06-15 |
Family
ID=4433075
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH184592D CH184592A (de) | 1934-05-22 | 1934-05-22 | Verfahren zur Herstellung eines Textilgarnes mit wenig oder keinem Draht. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH184592A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1009075B (de) * | 1953-09-23 | 1957-05-23 | Bobkowicz E | Verfahren und Einrichtung zur Erzeugung von Garn und Zwirn aus Fasermaterial |
| DE1037337B (de) * | 1954-08-26 | 1958-08-21 | Fiberbond Lab Inc | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen eines ungedrehten Garnes |
-
1934
- 1934-05-22 CH CH184592D patent/CH184592A/de unknown
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|---|---|---|---|---|
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| DE1037337B (de) * | 1954-08-26 | 1958-08-21 | Fiberbond Lab Inc | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen eines ungedrehten Garnes |
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