CH170337A - Verfahren zur Herstellung eines Küpenfarbstoffes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Küpenfarbstoffes.

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CH170337A
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  Verfahren zur Herstellung eines     Nüpenfarbstofies.       Es     wurde    gefunden, dass     Dibenzanthronyl     der Formel:  
EMI0001.0004     
    auf verschiedenen Wegen nitriert werden  kann und dass je nach der verwendeten be  sonderen Methode mononitrierte     Dibenz-          anthronyle    oder     Polynitro-Dibenzanthronyle     erhalten werden. So erhaltene     Dinitro-di-          benzanthronyle    können nach bekannten Re  duktionsmethoden für ähnliche Verbindun  gen reduziert werden und geben gut charak  terisierte Diamine.

   Die     Diamino-13,13'-di-          benzanthronyle,    bei denen eine     2,2'-Stellung     durch     Wasserstoff    besetzt ist, sind leicht     kon-          densierbar    mit Hilfe solcher Reagenzien, wie  alkoholische Kalilauge und ähnliche Konden-         sationsmittel,    wie sie schon früher für ähn  liche Reaktionen beschrieben wurden. In  der Schmelze wird unter den Bedingungen,  wie sie in diesem Verfahren verwendet wer  den, kein Stickstoff von den Molekülen ab  gespalten.  



  Die Kondensationsprodukte der     Diamino-          13,13'-        dibenzanthronyle    sind     Küpenfarb-          stoffe,    die Baumwolle in grauen bis schwar  zen Färbungen färben, ausgezeichnet durch  ihre Licht-, Wasch- und in vielen Fällen  auch Bleichechtheit. Die Kondensationspro  dukte sind wahrscheinlich     Dibenzanthron-          körper.     



  Das Verfahren zur Herstellung eines       Küpenfarbstoffes    besteht darin, dass     13,13'-          Dibenzanthronyl    durch Behandeln mit einem  nitrierenden     Agenz    in das     Dinitroderivat     übergeführt, dieses durch Behandeln mit  einem Reduktionsmittel zum entsprechenden       Diamin    reduziert und dieses mit     kaustischem         Alkali verschmolzen wird, derart, dass Stick  stoff höchstens in Spuren abgespalten wird.  



  In den nachstehenden Beispielen beziehen  sich die angegebenen Teile auf Gewichtsteile.  <I>Beispiel 1:</I>  100 Teile     13,13'-Dibenzanthronyl        (vergl.     Beispiel 1 V. St. Patent Nr.<B>11607</B> 491) wer  den zu 500 Teilen Nitrobenzol zugegeben,  und die Mischung     wird    dann unter Rühren  auf 60   erhitzt. 2.50 Teile Salpetersäure von  41       B6    werden im Verlauf von ungefähr  einer Stunde zugegeben und die Temperatur  der Masse auf<B>80'</B> C gebracht. Die     Nitrie-          rungsmasse    wird ungefähr drei Stunden bei  einer     Temperatur    von 80 bis<B>90'C</B> gerührt.

    Sie wird dann abgekühlt und in 500 Teile  Wasser gegossen, das     17,5    Teile Natrium  karbonat enthält. Das Nitrobenzol wird  durch Dampfdestillation entfernt. Der Nie  derschlag wird     abfiltriert        und    mit heissem  Wasser gewaschen. Das Produkt kann dann  getrocknet werden. Das neue, so erhaltene  Produkt ist ein     gelblich-braunes    Pulver, das  in konzentrierter Schwefelsäure mit heller,       gelblich-roter    Farbe ohne Fluoreszenz löslich  ist.

   Es ist wenig in den gewöhnlichen, nied  rig siedenden organischen Lösungsmitteln  mit gelber Farbe löslich, aber es ist leicht  löslich in heissem     Nitrobenzol,    aus dem es  in Form von kleinen gelblich-braunen Kri  stallen umkristallisiert werden kann. Das  Produkt schmilzt nicht, wenn es auf<B>300'C</B>  erhitzt wird. Aus der Stickstoffanalyse er  gibt sich mit Wahrscheinlichkeit, dass es ein       Dinitro-13,13'-dibenzanthronyl    ist.  



  35 Teile dieses     Dinitro-dibenzanthronyls     werden in 700 Teilen Schwefelsäure von 97  bis 98 % unter Rühren gelöst und auf 5          C  abgekühlt. 7 Teile Aluminiumpulver werden  dann während des Verlaufes von ungefähr  drei Stunden zugegeben, während die Tempe  ratur auf 2-5   C gehalten wird. Die Reduk  tionsmasse wird fünf Stunden bei 2 bis 5   C  gerührt,     dann    auf Zimmertemperatur er  wärmt und weitere 24     Stunden    bei dieser  Temperatur gerührt. Die Reduktionsmasse  wird dann in 7000 Teile Wasser gegossen.    Der gebildete Niederschlag wird     abfiltriert     und der Filterkuchen mit warmem Wasser  praktisch frei von Säure gewaschen.  



  Das erhaltene Produkt hat nach dem  Trocknen eine kastanienbraune Farbe. Es ist  löslich in konzentrierter Schwefelsäure; der  es eine helle gelblich-rote Farbe mit einer  intensiven     Orange-Fluoreszenz    erteilt. Wenn  eine Lösung in konzentrierter Schwefelsäure  allmählich mit Wasser verdünnt wird, fällt  ein gelber Niederschlag des     Aminosulfates     aus. Wenn dieser Niederschlag     abfiltriert     wird und dann zu Wasser zugegeben wird,       hydrolysiert    er zum Amin.

   Der neue Kör  per ist wenig löslich in den gewöhnlichen  niedrig siedenden     organischen    Lösungsmit  teln, sogar in der Hitze, aber er ist etwas  löslich in heissem Anilin, dem er     eine    orange  braune     Färbung    erteilt. In     o-Dichlorbenzol     löst er sich wenig mit     orangebrauner    Fär  bung und grüner Fluoreszenz.  



  Dieser Niederschlag ist ein     Diamino-          13,13'-dibenzanthronyl,    und 10 Teile dieses  Produktes werden zu einer Schmelze von 30  Teilen     kaustischer        Pottasche    und 30 Teilen       A.thylalkohol    bei einer Temperatur von  <B>HOC</B> C zugegeben. Die Schmelze wird auf  125   C erhitzt, worauf etwas Alkohol ab  destilliert. Die Schmelze wird dann zwei  Stunden lang bei 125   C gerührt.

   Die Reak  tion scheint bei 11.5 bis 120   C einzusetzen,  wie aus der blauen Färbung der Schmelze       hervorgeht.    Wenn die Reaktion vollendet ist,  was gewöhnlich nach ein bis zwei Stunden  der Fall ist, wird die Schmelze mit 300  Teilen kalten Wassers verdünnt und dann  durch Zuführen von Luft gefällt. Die Masse  wird auf den Siedepunkt erhitzt, filtriert  und der Filterkuchen mit Wasser frei von  Alkali gewaschen.  



  Das so erhaltene Produkt stellt eine  schwarze Paste dar und in getrocknetem  Zustande ein schwarzes Pulver. Es ist in  konzentrierter Schwefelsäure mit rötlich  violetter Farbe, in heissem Nitrobenzol mit       rötlichblauer    und in heissem Anilin nur  wenig löslich mit blauer Farbe. Aus der     röt-          lichvioletten        Natriumhydrosulfitküpe    färbt      es Baumwolle violett an und gibt beim       Reogydieren    an der Luft je nach Stärke der  Färbung graue bis schwarze Töne von aus  gezeichneter Licht- und Waschechtheit.  



  <I>Beispiel</I>  25 Teile     13,13'-Dibenzanthronyl        (vergl.          Beispiel    1, V.     St.-Patent    Nr.<B>1607</B>     .191)    wer  den zu 250 Teilen Schwefelsäure von<B>98%</B>  zugegeben. Die Lösung wird unter Rühren  abgekühlt auf 0 bis 5   C und dann 12,5  Teile Salpetersäure von 41       B6    während des  Verlaufes einer Stunde zugegeben; die Tem  peratur wird unter 7   C gehalten. Die       Nitrierungsmasse    wird 15 Stunden lang bei  2 bis 5   C gerührt, dann auf 25   C erhitzt  und während weiterer 24 Stunden gerührt.  Sie wird in 2500 Teile Wasser gegossen,  worauf sich das Produkt ausscheidet.

   Der  Niederschlag wird     abfiltriert,    mit Wasser,  dann mit verdünnter     kaustischer        Sodalösung     und schliesslich mit Wasser praktisch frei  von Säure gewaschen. Die Ausbeute scheint  praktisch quantitativ zu sein.  



  Das     pastenförmige    Produkt besitzt gelb  lichbraune Farbe. Nach dem Trocknen stellt  es ein dunkelbraunes Pulver dar. Das  trockene Pulver ist in konzentrierter Schwe  felsäure mit     gelblichroter    Farbe löslich und  in niedrig siedenden organischen Lösungs  mitteln wenig löslich. Es löst sich etwas  leichter in siedendem Nitrobenzol mit inten  siver gelber Farbe. Nach Abkühlen der  Lösung scheiden sich kleine     gelblichbraune     Kristalle aus. Das Produkt ist im wesent  lichen ein     Dinitro-dibenzanthronyl.     



  Das so erhaltene     Dinitro-dibenzanthronvl     wird reduziert, indem man 35 Teile desselben  in 700 Teilen Schwefelsäure von 97 bis 9e%  unter Rühren löst und auf 5   C abkühlt.  Durch Zugabe von 7 Teilen Aluminium  pulver     während    des Verlaufes von ungefähr  drei Stunden und bei Aufrechterhaltung  einer Temperatur von 2 bis 5   C wird redu  ziert. Die Reduktionsmasse wird fünf Stun  den lang bei 2 bis 5   C gerührt, dann auf  Zimmertemperatur erwärmt und weiter 24  Stunden lang bei Zimmertemperatur gerührt.    Sie wird dann in 7000 Teile Wasser ge  gossen. Man erhält einen Niederschlag, der       abfiltriert    wird, und der Filterkuchen wird  durch warmes Wasser von Säure frei  gewaschen.  



  Dieser Niederschlag bildet     Diamino-          13,13'-dibenzanthronyl    und wird nunmehr  im Verhältnis von 10 Teilen des Nieder  schlages zu einer Schmelze von 30 Teilen       kaustischer    Pottasche und 30 Teilen Äthyl  alkohol bei einer Temperatur von<B>100'C</B> zu  gegeben. Die Schmelze wird auf 12:5   C er  hitzt, worauf etwas Alkohol     abdestilliert.     Die Schmelze wird dann zwei Stunden lang  bei 125   C gerührt. Die Reaktion scheint bei  11.5 bis 120   C einzusetzen, wie aus der  blauen Färbung der Schmelze hervorgeht.  Wenn die Reaktion vollendet ist, was ge  wöhnlich nach ein bis zwei Stunden der Fall  ist, wird die Schmelze mit 300 Teilen kalten  Wassers verdünnt und dann durch Zuführen  von Luft gefällt.

   Die Masse wird auf den  Siedepunkt erhitzt,     filtriert    und der Filter  kuchen mit Wasser frei von Alkali ge  waschen.  



  Das Produkt ist eine schwarze Paste oder  in trockenem Zustande ein schwarzes Pulver,  das in konzentrierter Schwefelsäure und in       Alkalihydrosulfit    mit glänzender, rötlich  violetter Farbe löslich ist.  



       Beispiel   <I>3:</I>  Aus 100 Teilen     13,13'-Dibenzanthronyl     und 500 Teilen     Nitrobenzol    wird eine  Mischung erzeugt, die unter Rühren auf  <B>60'C</B> erhitzt wird und mit 250 Teilen Sal  petersäure von 41 'B6 langsam versetzt wird,  worauf die Temperatur auf<B>80'C</B> erhöht  wird. Die     Nitrierungsmasse-    wird ungefähr  drei Stunden lang bei einer Temperatur von  80 bis<B>90'</B> C gerührt. Durch Abkühlen in  500 Teilen Wasser, das 175 Teile Natrium  karbonat enthält, und durch die Entfernung  des Nitrobenzols unter Dampfdestillation er  hält man einen Niederschlag, der     abfiltriert     und mit heissem Wasser gewaschen wird.

    Nach der Trocknung hat man     Dinitro-13-13'-          dibenzanthronyl.         15 Teile dieses Produktes werden mit  Wasser zu einer Paste angerieben, und diese  Paste wird mit einer Lösung von     300    Teilen  Wasser, 5 Teilen     kaustischer    Soda und 25  Teilen geschmolzenem     Natriumsulfid        dige-          riert.    Die Reaktionsmischung wird ungefähr  eine halbe Stunde beim Siedepunkt der  Lösung gerührt. Die Farbe der     blasse    ändert  sich von einem bräunlichen Gelb zu einem  Olivgrün und schliesslich zu einem Rötlich  braun. Der Niederschlag wird     abfiltriert     und mit heissem Wasser gewaschen.

   Die Aus  beute ist im grossen und ganzen die theore  tische.  



  Das so erhaltene Produkt ist ein     Diamino          13,1.3'-dibenzanthronyl.    Es kann mit Pott  asche und Äthylalkohol geschmolzen wer  den, indem man 10 Teile des Produktes einer  Schmelze von 30 Teilen     kaustischer    Pottasche  und 30 Teilen     Äthylalli:ohol    bei einer Tem  peratur von     100'C    zugibt. Die Schmelze  wird auf 125   C erhitzt, worauf etwas Alko  hol     abdestilliert.    Die Schmelze wird dann  zwei Stunden lang bei 125   C gerührt. Die  Reaktion scheint bei 115 bis 120' C einzu  setzen, wie aus der blauen Färbung der  Schmelze hervorgeht.

   Wenn die Reaktion  vollendet ist, was gewöhnlich nach ein bis  zwei Stunden der Fall ist, wird die Schmelze  mit 300 Teilen kalten Wassers verdünnt und  dann durch     Zuführen,von    Luft gefällt. Die  Masse wird auf den Siedepunkt erhitzt, fil  triert und der Filterkuchen mit Wasser frei  von Alkali gewaschen.  



  Das Produkt hat dieselben Eigenschaften  wie das Endprodukt nach Beispiel 1.  



  Die Kondensation von     Amino-13,13'-di-          benzanthrony        len    zur Bildung von Farb  stoffen kann im allgemeinen auch mit andern       Kondensationsmitteln    als alkoholischer Kali  lauge ausgeführt werden. Beispielsweise  kann Kalilauge zusammen mit Anilin oder  Phenol oder andern     Verdünnungsmitteln    als  kondensierendes     Agenz    verwendet werden.  Die. so erhaltenen Farbstoffe können ge  reinigt werden, indem man sie zuerst in kon  zentrierter     ,Schwefelsäure    löst und dann zu    dieser Lösung ein Verdünnungsmittel zugibt,  um sie aus der Lösung auszufällen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Küpen- fa:rbstoffes, dadurch gekennzeichnet, dass 13,13'-Dibenzanthronyl durch Behandeln mit einem nitrierenden Agenz in das Dinitro- derivat übergeführt, dieses durch Behandeln mit einem Reduktionsmittel zum entspre chenden Diamin reduziert und dieses mit kaustischem Alkali verschmolzen wird, der art, dass Stickstoff höchstens in Spuren ab gespalten wird. Das so erhaltene Produkt stellt eine schwarze Paste dar und in getrock netem Zustande ein schwarzes Pulver.
    Es ist in konzentrierter Schwefelsäure mit rötlieh- violetter Farbe, in heissem Nitrobenzol mit rötlichblauer und in heissem Anilin nur wenig löslich mit blauer Farbe. Aus der rötlich- violetten Natriumhy drosulfitküpe färbt es Baumwolle violett an und gibt beim Reoxy- dieren an der Luft je nach Stärke der Fär bung graue bis schwarze Töne von aus gezeichneter Licht- und Waschechtheit. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mit Salpetersäure nitriert wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass 13,13'-Dibenzanthro- nyl in Nitrobenzol mit Salpetersäure be handelt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss der Dinitrokörper in Schwefelsäure mit Hilfe eines Metalles zu dem entsprechenden Amin reduziert wird. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Diamino-13,13'- dibenzanthronyl durch Schmelzen in alko holischer Kalilauge bei einer Temperatur von 100 bis 130 kondensiert wird.
CH170337D 1929-10-19 1930-10-18 Verfahren zur Herstellung eines Küpenfarbstoffes. CH170337A (de)

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