Webkettenanknüpfmaschine. Die vorliegende Erfindung betrifft eine ganzautomatische Webkettenanknüpf maschine für paarweise Zusammenknüpfung von Fä den von der Kante zweier in geeigneter gegenseitiger Lage ausgespannter Einzel schichten von Fäden. Es ist dies ein Vor gang, der sich stets wiederholt, wenn in einem Webstuhl der Kettenbaum ausgewech selt werden soll.
Die Maschine gemäss der Erfindung ent hält in Kombination eine Abtrenn- und Zu sammenführungsvorrichtung zum Abtrennen des Kantfadens in jedem der beiden Faden schichten, sowie zum Annähen der beiden abgetrennten Fäden aneinander, so dass sie gemeinsam ergriffen werden können, eine schnittenen Fadenpaar, sowie zum kombinierte Zuführungs- und Abschneide vorrichtung zum Bewegen und Abschneiden des abgetrennten Fadenpaares,
eine kombi nierte Anknüpf- und Aufhängevorrichtung zur gegenseitigen Zusammenknüpfung der beiden Fäden im abgetrennten und abge- der geknüpften Fäden, eine Vorrichtung für schrittweise Vorwärtsbewegung der An knüpfvorrichtung während des allmählichen paarweisen Zusammenknüpfens der Fäden, eine Vorrichtung zum Einstellen der Lage der einen Fadenschicht in bezug auf die an dere, sowie in bezug auf die Anknüpfvorrich- tung und schliesslich eine Kontrollvorrichtung zum automatischen Anhalten der 'Maschine, falls das Zusammenknüpfen eines Faden paares misslingt,
oder falls während des An knüpfens ein Faden zerreisst.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungs gemässen Maschine ist auf der Zeichnung veranschaulicht. Verschiedene der in der ge zeigten Maschine enthaltenen Anordnungen und Einzelteile sind aber auch als selbstän dige Vorrichtungen oder in Maschinen, deren übriger Bau sich von der gezeigten gänzlich oder teilweise unterscheidet, verwendbar, wie auch Organe oder Vorrichtungen, von denen jede im gezeigten Ausführungsbeispiel ihre Funktion ausübt, in ein einzelnes Organ oder eine einzelne Vorrichtung vereinigt werden können, welche dann sämtliche betreffenden Funktionen ausübt; umgekehrt können in einem einzelnen Organ vereinigte Vorrich tungen getrennt werden.
Fig. 1 stellt eine schematische perspek tivische Draufsicht der Maschine dar; Fig. 2 bis 9 zeigen Einzelheiten der Fa- denabtrennvorrichtung; Fig. 10 ist die schematisch perspektivi sche Darstellung einer besonderen Faden abtrennvorrichtung für Fadenschichten mit Fadenkreuz; Fig. 11 ist eine perspektivische Darstel lung der Anknüpfvorrichtung selbst auf ihrer Unterlage und der beiden Fadenschich ten in ihren Rahmen;
Fig. 12 ist eine perspektivische Darstel lung der Kontrollvorrichtung von der rech ten Seite der Maschine gesehen.
Die verschiedenen Teile sind auf und in einem Rahmen 1 angeordnet, der selbst auf vier Rädern 2 und 3 montiert ist, mittelst deren die Maschine auf einem geeigneten Boden 4 vorwärtsgeführt werden kann. Der Rahmen bildet vorn einen Vorderrahmen der nur an der einen Seite der Maschine mit dem übrigen Maschinenrahmen 1 verbunden ist und - beim Vorwärtsführen der Ma schine - zwischen den beiden Fadenschich ten die in Fig. 1 durch die beiden Kant- fäden 6 und 7 vertreten sind, vorwärts geführt wird.
Die Maschine wird zweckmässig durch einen am Maschinenrahmen angebrachten Elektromotor 8 angetrieben, der durch ein geeignetes Getriebe 9, 10 eine Querwelle 11 (die Hauptwelle) antreibt, die wiederum durch ein Getriebe 12, 13 eine Längswelle 14 (die Anknüpfwelle) mit der doppelten Tourenzahl antreibt. Von diesen beiden Wel len werden die meisten der von den verschie denen Teilen der Maschine ausgeführten Be wegungen hergeleitet.
Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 sind die Abtrennvorrichtung und die Zusammen führungsvorrichtung in einer kombinierten Abtrenn- und Zusammenführungsvorrieh- tung vereinigt, die aus zwei wesentlich sym metrischen Systemen von Anordnungen, und zwar einem obern und einem untern besteht, jedes System besteht aus einem durch eine Feder 117 (117') oder eine Gewichtsbela stung oder sonstwie betätigten Winkelhebel 15, 16, 17 bezw. 15', 16', 17', dessen einer Arm 15 (15') mittelst.
eines an der An knüpfwelle 14 oder an einer synchron mit derselben gedrehten Welle vorgesehenen Ex zenters, einer unrunden Scheibe, Kamm scheibe oder dergleichen 115 (115') zum Wiegen gebracht wird, während sein zwei ter Arm 17 (17') ein nach unten bezw. nach oben gerichtetes stiftartiges Fadenbetäti- gungsorgan 18 (18') aufweist, welches durch das Wiegen des Winkelhebels um seine Welle 16 (16') sowohl das Abtrennen des Kantfadens aus der betreffenden Faden schicht als das Nähern des so abgetrennten Fadens an den abgetrennten Faden der an dern Fadenschicht bewirkt.
Das Fadenbetätigungsorgan 18 (18') in der kombinierten Abtrenn- und Zusammen knüpfungsvorrichtung ist in Fig. 2 bis 5 in zwei verschiedenen, in vielfacher Vergrösse rung veranschaulichten Ausführungsbeispie len dargestellt.
Es besteht aus einem in einem geeigneten Halter 19 (19') am Hebel 17 (17') festgespannten oder sonstwie be festigten schmalen, als Fühlernadel dienen den Stift von einem dem Querschnitt der zu behandelnden Fäden entsprechenden kleinen Querschnitt und mit lediglich in oder an der Endfläche des Stiftes vorgesehenen Einker bungen 20 (Fig. 2 und 3) oder Ansätzen 21 (Fig. 4 und 5) für den Faden, welche so klein gehalten und derart angeordnet sind,
dass der Stift bei seiner abwärts- bezw. auf wärtsgerichteten Bewegung jedesmal nur einen Faden 6 (7) mit sich führen kann. Die Fäden der beiden Fadenschichten erstrecken sich zweckmässig quer zur Bewegungsrich tung der Maschine.
.Die Schwingung der Fühlernadel erfolgt in einer zu jener Rich tung rechtwinklig verlaufenden und daher zu den Fäden parallelen Ebene und die Welle 16 (16'), um welche diese Schwingung erfolgt, ist in bezug auf die in Frage kom mende Fadenschicht so gelegen, dass die Richtung vom Angriffspunkt der Fühler nadel am Kantfaden zur Drehwelle mit dem Faden einen so grossen Winkel bildet, dass der Stift während der Führung des Fadens eine bestimmte Streche längs desselben streicht.
Uni zu verhindern, dass der Kantfaden 6 (7) hinter die Bahn der Fühlernadel 18 (18') gelangt, und um im Gegenteil dessen günstigste Labe im Verhältnis zu der Füh- lernadel zu gewährleisten, wenn letztere gegen die Fadenschicht geführt wird, ist am Maschinenrahmen ein Fadenanschlag 22 (22') vorgesehen, der - wie in Fig. 6 veranschau licht - zu beiden Seiten der Bahn der Füh- lernadel und in geringer Entfernung von jener Bahn je eine der betreffenden Faden schicht zugekehrte Kante 23 aufweist,
wel che beide Kanten während der Bewegung der Fühlernadel 18 (18') in Richtung nach der Fadenschicht in einer parallel zur Be wegungsebene der Nadel verlaufenden Ebene liegen, die im Verhältnis zur Achse der Fühlernadel so gelegen ist, da.ss die. Fühler nadel den Kantfaden der Fadenschicht mit Sicherheit ergreifen wird, vorausgesetzt, dass die Maschine so weit gegen diese Schicht vorgeführt ist, dass der Faden gegen die Kanten des Anschlages anliegt.
Der Faden anschlag 22 (22') kann fest angeordnet sein, wird aber am besten durch einen drehbaren Arm 24 (24') getragen, der durch eine Feder 25 (25') gegen einen am Halter 19 (19') oder an einem sonstigen mit der Fühlernadel 18 (18') bewegten Glied angeordneten Steuer zapfen 26 (26') herangehalten wird, der eine Steuerfläche 27 (27') von einer solchen Form aufweist, dass der Fadenanschlag, wenn die Fühlernadel die Fadenschicht erreicht oder soeben passiert hat, von letzterer zurück geschwungen wird, um, wenn die Fühler nadel das nächste Mal in entgegengesetzter Richtung die Fadenschicht passiert, wieder gegen dieselbe geschwungen zu werden.
Fühlernadel und Fadenanschlag können in einem einzelnen Organ vereinigt sein. Etwas seitlich zur und nahe dem Ende der Bahn der Fühlernadel 18 (18') ist ein Fadenhaken 28 (28') angeordnet, in wel chem der von der Fühlernadel mitgeführte Faden 6 (7) abgeliefert wird, wie dies in bezug auf den obern Faden in Fig. 7 und 8 dargestellt ist, wo Fig. 7 den Fadenhaken 28 und die Fühlernadel 18 in Seitenansicht zeigt, während Fig. 8 den Fadenhaken und den Faden in Draufsicht zeigt.
Wie ersicht lich, weist der Fadenhaken 28 eine feste oder bewegliche Nase 29 auf, die ein wenig vor der Bahn des von der Fühlfedernadel 18 mitgenommenen Fadens 6 hervorragt. Der Rücken der Nase neigt in der Führungsrich tung des Fadens schräg nach aussen und deren Unterseite verläuft im wesentlichen parallel zum Rücken und bildet übrigens mit der Unterseite des Hakens zusammen eine Einbuchtung 30, die sich hinter der Bahn befindet, in welcher der Faden den Haken zugeführt wird.
Wenn der von der Nadel 18 geführte Faden 6 den Rücken der Nase 29 trifft, wird der Faden, indem er von der Fühlernadel weitergeführt wird, um die Spitze der Nase herumgeführt werden Stellung 6' (Fig. 7 und 8) - und darnach unter die Spitze der Nase in die Lage 62 und gegebenenfalls noch ein Stück weiter nach unten herunterzuschlüpfen. Wird die Fühlernadel 18 dann wieder nach oben ge führt, wird der Faden von der Nase 29 ge fangen werden,
um dann infolge seiner Spannung während der fortgesetzten Auf- wärtsbewegung der Fühlernadel an der Un terseite der Nase entlang in die Einbuchtung 30 zu gelangen, worin er dann bis auf wei teres von der Bahn der Fühlernadel 18 fort gehalten - Stellung 63 - verbleibt.
Die beiden Fadenhaken 28 (28') sind ein wenig seitlich zueinander angeordnet, jedoch mit ihren Einbuchtungen 30 (30') in an nähernd gleicher Höhe und einander gegen über, so dass die in den Haken abgelieferten Fäden praktisch ganz dicht zusammen ge führt sein werden.
Der Fadenhaken 28 (28') kann am Ma schinenrahmen fest angeordnet sein, kann aber auch, wie in Fig. 1 dargestellt, mit einem wiegenden Fadenstreicher 31 (31') in einem Strick hergestellt sein, der an einer Welle 32 (32') festmontiert ist, die einen an derselben befestigten Arm 33 (33') aufweist, welcher unter der Einwirkung einer Feder 34 gegen die Kante eines an der Welle 14 vorgesehenen Exzenters 35 gepresst gehalten wird, welch letzteres der Welle 32 (32') die gewünschte wiegende Bewegung gibt.
Der Fadenstreicher 31 (31') an sich besteht aus einer Platte, die mit einer parallel zur Fa denschicht verlaufenden, nach unten bezw. nach oben gerichteten Kante 36 (36') gegen die Oberseite bezw. Unterseite der betreffen den Fadenschicht unter Ausübung eines leichten Druckes anliegt. Infolge der wie genden Bewegung der Welle 32 (32') wird die erwähnte gante 36 (36') des Fadenstrei chers abwechselnd nach der einen oder der andern Richtung und unter wechselndem Druck längs der Fäden streichen.
Der Fadenstreicher 31 (31') kann jedoch auch am Rahmen fest angeordnet sein, in welchem Falle er nur quer zu den Fäden streicht, und zwar während der schrittwei sen Vorwärtsführung der Maschine. Auch in diesem Falle können Fadenstreicher<B>31.</B> (31') und Fadenhaken 28 (28') - ebenfalls fest - selbstverständlich in einem einzigen Organ vereinigt sein.
Wenn der Kantfaden, nachdem er vom Ende der Fühlernadel 18 (18') ergriffen worden ist, von derselben mitgeführt wird, iixii in den Fadenhaken 28 (28') abgeliefert zu werden, trifft er unterwegs einen Kipp arm 37 (37'), der den einen Arm eines als Fadenwippe dienenden Winkelhebels 37, 38 (37', 38') bildet, dessen anderer Arm 38 (38') einen Haken 39 (39') zum Zusammenwirken mit einem an dem den Halter 19 (19') tra genden Hebelarm 17 (17') angeordneten Ver- schlussbloch. 40" (40') bildet.
Die Fadenwippe 37, 38 (37', 38') ist durch eine Feder 41 (41") betätigt, die regelmässig den Haken 39 (39') ausser Eingriff mit dem Verschlussblock 40 (40)' hält, wenn aber der Kipparm 37 (37') vom ergriffenen Faden 6 (7) in Richtung nach dem Fadenhaken 28 (28') mitgeführt wird, wird der Haken 39 (39') in die Bahn des Verschlussblockes 40 (40') gebracht und hindert dadurch, dass nach Ablieferung des Fadens in den Fadenhaken 28 (28') durch die Fühlernadel 18 (18') der durch seine Feder 117 (117') betätigte Hebel 17 (17') mehr als eine ganz kurze Strecke zurück geschwungen wird.
Solange der Faden im genannten Haken ruht, bleibt der Kipparm betätigt und der Hebel 17 (17') infolgedes sen gesperrt, so dass dessen zweiter Arm 15 (15') nicht mehr durch die Feder 117 (117') gegen sein Exzenter 115 (115') gepresst ge halten, sondern nur stossweise von deren Spitze betätigt wird, so dass die Fühlernadel 18 (18') hiernach nur noch ganz kleine Be wegungen am Ende ihrer Bahn ausführt, ohne so weit rückwärts in dieser Bahn ge führt zu werden, dass das Ende der Fühler nadel an der betreffenden Fadenschicht vor über geführt wird. Die Fühlernadel wird daher bis auf weiteres keinen neuen Faden ergreifen können.
In ihren kleinen Bewe gungen am Ende ihrer Bahn passiert die Fühlernadel daher immer ungehindert den im Fadenhaken ruhenden Faden, der sich - wie oben erwähnt - hinter genannter Bahn befindet. Die beiden Abtrenn- und Zusammenführungsvorrichtungen werden so mit, je nachdem die eine oder die andere einen Faden ergreift und ihn in den Fadenhaken bringt, einzeln versperrt.
In Fällen, in welchen mit unbedingter Sicherheit dafür Sorge zu tragen ist, dass die Fäden einer Fadenschicht in durchaus ge nauer Reihenfolge nacheinander folgen, ist es allgemein üblich, ein Fadenkreuz in der Fadenschicht zu verwenden. Ein solches Kreuz wird bekanntlich zwischen zwei so genannten Kreuzstäben angeordnet, über wel che die Fäden in der Weise geführt werden, dass ein Faden unter den ein Stab und über den andern, der nächste Faden dagegen über den ersteren und unter den zweiten Stab, der nächste wiederum wie der erste und der darauffolgende wie der zweite usw. geführt wird.
Soll eine Webkettenanknüpfmaschine der fier erwähnten Art mit einer mit Kreuz ver- ;ehenen Fadenschicht arbeiten, werden die Kreuzstäbe parallel zur Vorführungsrich tung der Maschine angeordnet, und es wird ain besonderer Mechanismus, siehe unten, cum Abtrennen des Kantfadens in einer sol- ,hen Fadenschicht verwendet.
Gleichzeitig gestaltet sich die oben beschriebene kombi nierte Abtrenn- und ZusammenführungSvor- richt:ung, so weit die betreffende Faden schicht in Betracht kommt, lediglich als ein Zusammenführungsmechanismus, weil ja der Kantfaden hier in anderer Weise abgetrennt wird, und die besagte Vorrichtung daher in bezug auf die betreffende Fadenschicht le diglich den schon abgetrennten Faden in den Fadenhaken zu leiten hat.
Der betreffende Teil des beschriebenen Mechanismus lässt sich daher auch nach gewissen Richtungen hin abändern; insbesondere kann dem Faden betätigungsorgan eine andere Form gegeben werden, und zwar kann es statt als Fühler nadel (18" in Fig. 2 bis 5) gestaltet zu sein, die Form eines einfachen Tretfusses 118 (Fig. 9) erhalten. Ferner ist bei dieser An ordnung der Fadenstreicher 31 und ge gebenenfalls auch der Fadenanschlag 22 ganz entbehrlich.
Die besondere Vorrichtung zum Abtren nen des Kantfadens aus einer Fadenschicht mit Kreuz besteht, wie in Fig. 10 dargestellt, aus einem Rahmen 42 mit darin und darauf vorgesehenen Organen. Dieser Rahmen ist so eingerichtet, dass er, wenn die Vorrich tung benutzt werden soll, an den Kreuz stäben verschiebbar montiert, an der Seite des Rahmens 1 der Hauptmaschine fest gespannt und in dieser Weise durch jenen Rahmen mit vorgeführt werden kann. Die Vorrichtung umfasst eine im Rahmen 42 ge lagerte verschiebbare Schaukelwelle 44, die vorn in einem .Kreuzkopf 45 endet, der an jedem Ende einen vorwärtsgerichteten Arm 46 mit einem kolbenförmigen Kopf 47 von etwas kleinerem Querschnitt (Höhe) als die Kreuzstäbe, trägt.
Auf der Welle 44 ist eine Hülse 48 vorgesehen, durch welche die Welle verschoben werden, in welcher sie sich aber nicht drehen kann. In bezug auf den Rah men 42 ist die Hülse an sich unverschiebbar, jedoch mit der Welle zusammen drehbar. Die genannte Hülse 48 weist in der Rich- l,ung der Welle gerichtete Arme 49 auf, die vorn je den obern bezw. untern Teil eines rektangulären Rahmens 50 tragen, dessen Endstücke in der Mitte auf eine kurze Strecke unterbrochen sind. Die Welle 44 wird mittelst geeigneter Triebanordnungen in den Rahmen 42 zurückgezogen.
Im ge zeigten Ausführungsbeispiel besteht diese Antriebsanordnung aus einem am Ende der Welle befestigten Arm 51 mit einer Rolle 52, die auf der Kante einer mit- zwei Spit zen versehenen unrunden Scheibe 53 an der Hauptwelle 11 läuft. Nach der Zurückzie hung wird die Welle 44, wenn die Scheibe 53 es ermöglicht und die Welle selbst nicht versperrt ist (siehe unten) aufs Neue durch eine geeignete Vorführungsfeder 55, im dar gestellten Ausführungsbeispiel eine an der Welle 44 zwischen einer festen Hülse 54 und dem hintern Teil 42' des Rahmens 42 eingeschaltete Schraubfeder 55 nach vorn geführt.
Das Schaukeln der Welle wird in gleicher Weise von geeigneten Treibanord- nungen, im dargestellten Ausführungsbei spiel von einem Arm 56 bewirkt, der mit seinem Kopf 57 (durch welchen hindurch die Welle verschoben, in welchem sie aber nicht gedreht werden kann) in einem im hintern Teil 42' des Rahmens vorgesehenen Schlitz 58 gelagert ist, wobei dieser Arm 56 mit einer Rolle 59 an der Kante einer ur runden Scheibe 60 an der Welle 11 läuft und durch eine Feder 61 betätigt wird, die ihn nebst seiner Rolle gegen die Kante der genannten Scheibe drückt. Bei Beginn der Vorführung der Welle 44 wird dieselbe von der einen äussern Lage in die andere gekippt,
wodurch die kolbenförmigen Organe 47 eben falls ihre Lage von der obern in die untere oder umgekehrt wechseln. Indem die Welle 44 nach vorn geschoben wird, treten die kol- benförmigen Organe 47 zwischen den sich kreuzenden Fäden vor dem rektangulären Rahmen 50, 50 ein und betätigen während der Eindringung der Organe den einen Satz von Fäden, welche hierdurch auf der einen Seite ein wenig hochgehoben und auf der andern Seite ein wenig nach unten gezwun gen werden, weshalb die Organe, wenn sie demnächst nach hinten geführt werden, die hinter den kolbenförmigen Köpfen befind lichen Fäden mit nach hinten zu führen ver suchen werden, jedoch nur den hintersten,
in derselben Richtung wie der Rahmen geneig ten Faden mit sich durch den Rahmen her ausnehmen können, weil der zweithinterste Faden dem andern, in entgegengesetzter Richtung geneigten Fadensatz gehört und somit zum Anschlag gegen die Rahmenend stücke kommt, dabei alle vorliegenden Fä den versperrend. Wenn der äusserste Faden in dieser Weise abgetrennt und mittelst der kolbenförmigen Köpfe 47 ganz zurück in die in Fig. 10 gezeigte Stellung geführt worden ist, werden die kolbenförmigen IVl:it- nehmerarme 46 mit den genannten Köpfen 47 bei Beginn der nächsten Vorwärtsführung wiederum, diesmal in die entgegengesetzte äussere Lage geschwungen werden.
Hier durch entledigen sie sich des abgetrennten Fadens, der zu den andern zurückzugehen sucht, aber von einem am Rahmen 42 fest- montierten Greiferhaken 62 ergriffen wird, der vorn eine schräge Fläche 63 (63') auf weist, längs welcher der Faden, indem pr mittelst der Köpfe 47 zurückgeführt wurde, hinter den Zahn 64 (64') des Hakens hinauf gehoben bezw. hinabversenkt worden ist.
Gleichzeitig hat der Faden während seiner Zurückführung den zweckmässig gewicht- belasteten herabhängenden Arm 65 eines in einem Gestell 67 an der Hülse 48 aufgehäng ten Winkelhebels 65, 66 betätigt, dessen zweiter Arm fi6 dadurch aufwärts gezwun gen wird, und zwar in die Bahn eines Zap fens 68 oben an einer Säule 69 an der ver schiebbaren Welle 44, welche somit so lange der abgetrennte Faden noch unbe schädigt bleibt, und daher den Hebel 65, 66 in der angegebenen Sperrlage hält, daran ge hindert wird, aufs Neue von der Feder 5 5 liervorgeschoben zu werden.
Wenn der Fa den hinter dem Zahn 64 (64') des Greift#r- hakens liegt, ist sie dadurch gleichzeitig in eine Lage gebracht, wo sie bereit ist, vom Fadenbetätigungsorgan (Fühlernadel 18 oder Tretfuss 118) der Hauptmaschine ergriffen zu werden, welches dann den Faden in den Fadenhaken 28 führt, von wo er dann, wenn auch dem andern Fadenhaken, jedoch von der andern Fadenschicht, ein Faden zuge führt worden ist, unter gleichzeitiger Ab schneidung mit diesem letzteren zusammen auf die Anknüpfvorrichtung übertragen wird.
Wenn der abgetrennte "Kreuzfaden" in dieser Weise zerschnitten worden ist, wird bei der nächsten vollständigen Zurückfüh rung der Welle 44 der Winkelhebel 65, 66 ausgelöst, und die Feder kann dann wieder die Welle 44 ganz nach vorn führen.
Jede Fadenschicht - die untere wie die obere - kann in ein Kreuz mit je zwei Kreuzstäben 43 eingelesen sein. Der Rah men der Fadenabtrennvorrichtung ist dann am besten auf allen vier Kreuzstäben ver schiebbar angeordnet, und die Vorrichtung ist übrigens im wesentlichen ganz einfach verdoppelt.
Aus den Fadenhaken 28 und 28' wird das abgetrennte Fadenpaar 6, 7 in die An- knüpfvorrichtung mittelst einer kombinier ten Einführungs- 'und Abschneidevorrich- tung, bestehend aus einer zwischen den bei den Fadenschichten hin und her verschieb baren Zange 70, 71, deren Backen 70 und 71 an einem Zapfen 72 auf einem am vordern Ende einer im iigaschinenrahmen verschieb baren Gleitstange 74 befestigten und durch einen Steuerzapfen 75 im Vorderrahmen 5 gesteuerten Schlittenteil 73 drehbar mon tiert sind, übertragen.
Die vorwärts gerich teten Backenarme der Zange weisen je einen Steuerzapfen 76 auf, der in eine Nute oder einen Schlitz 77 in einer Steuerplatte 78 am Vorderrahmen greift, welche Nuten oder Schlitze 77 so geformt sind, dass die Backen der Zange, wenn letztere genügend nach hin ten geführt ist, sich um das in den Faden haken 30 und 30' ruhende Fadenpaar schlie- ssen, welches darauf, indem es im nächsten Moment durch ein am Schlitten 7 ;
angeord netes, nach hinten gerichtetes Messer 79 in Zusammenwirkung mit einem festen Messer 8() abgeschnitten und weher nach hinten geführt wird, um in einer in der Bahn der Fäden angeordneten, mit der Anknüpfvor- richtung zusammenwirkenden Zange mit auf wärts gerichteten Backen 81, 82 abgeliefert zu werden, von welchen der hintere Backe 81 feststeht, während der vordere Backen 82 drehbar angeordnet, und zu der Zeit, wenn die Fäden durch die bewegliche Zange 70.
71 zugeführt werden, so weit offen ist, dass die Fäden oberhalb des genannten beweg lichen Backens 82 in die Zange geführt -erden können, die sich dann um die Fä. den schliesst, um, wenn die bewegliche Zange darnach wieder nach vorn in die Arbeits richtung der Maschine geführt wird und sich unterwegs infolge der Zusammenwirkung de:. Steuerzapfen 76 mit den Schlitzen 77 öffnet, die Fäden festzuhalten und sie nach hinten aus der beweglichen Zange zu ziehen.
Der bewegliche Backen 82 der festen Zange 81, 82 ist durch einen am Maschinenrahmen drehbaren federbetätigten Hebel 83 ge steuert, dessen Bewegung von einer un- runden Scheibe 84 an der Welle 11 her geleitet ist, wobei der Drehpunkt des ge nannten Backens so weit hinter der Backen fläche des festen Backens liegt, da.ss der be wegliche Backen, indem er sich öffnet, sich dem festen Backen gegenüber so weit herab senkt, dass das von der beweglichen Zange 70, 71 mitgeführte Fadenpaar wagrecht in die feste Zange hinein geführt und trotzdem vom beweglichen Backen, wenn dieser sich schliesst, ergriffen werden kann.
Die Gleitstange 74 bildet zusammen mit dem Glied 7 3 einen Schlitten 73, 74 und trägt zwischen ihren beiden Lagern 85 und 86 im Maschinenrahmen teils eine feste, teils eine verschiebbare Hülse 87 bezw. 88. Die Hülse 88 ist durch eine Pleuelstange 89 mit einem Kurbelzapfen 90 an der stets rotieren den Hauptwelle verbunden, während die an der Welle fest angeordnete Hülse 87, in Ab- hängigkeit davon, ob den beiden Fadenhaken 28, 28' je ein Faden zugeführt worden ist, sich selbsttätig verriegelt und zwar entweder am Maschinenrahmen 1 mittelst der Zusam menwirkung eines am genannten Rahmen angeordneten federbetätigten Sperrhakens 91 mit einem an der Hülse -vorgesehenen festen Haken 92 oder aber an der verschiebbaren Hülse 88 mittelst einer an derselben vor gesehenen Sperrklinke 93,
die mit einem andern festen Haken 94 an der festen Hülse 87 zusammenwirkt. Die Gleitstange 74 bleibt am festen Maschinenrahmen 1 so lange ver riegelt, bis das Fadenbetätigungsorgan 18 (18') aus den beiden Fadenschichten je einen Faden abgetrennt und mit dem andern in ein Fadenpaar zusammengeführt haben wird, derart, dass dieses Fadenpaar in den Haken 28, 28' ruhend dazu bereitgehalten wird, von der beweglichen Zange 70, 71 .bei deren Rückführung in die Maschine ergriffen zu werden.
Um die Verriegelung der Gleit- stange 74 bis zu diesem Zeitpunkt zu ge währleisten, ist die folgende Anordnung ge troffen: Die Sperrklinke 93 ist mit einem Zapfen 95 versehen, der, wenn die verschiebbare Hülse gegen die feste Hülse geführt wird, gegen eine am Sperrhaken 91 drehbare Ver- riegelungsstange 96 anstossen wird, die durch Anstossen gegen einen Absatz 97 (97') am hintern Teil jedes Kipparmes 37,<B>37'</B> nor malerweise daran gehindert sein wird, dem erwähnten Druck nachzugeben;
folglich wird die Sperrklinke 93 unter Spannung ihrer Feder 98 rückwärts gezwungen werden und also nicht zum Eingreifen mit dem Haken 94 gelangen, so dass die Hülse wieder un gehindert und ohne die feste Hülse 87 und mit ihr die Gleitstange 74 mit sich zu neh men auf die Welle zurückgeführt werden kann.
Wenn aber die beiden Kipparme 37, 37', von je ihrem Faden eines abgetrennten Fadenpaares betätigt, je ihren Hebel 17 bezw. 17' der Fadenbetätigungsorgane ge sperrt haben, sind die beiden genannten Ab sätze 97 und 97' aus der Bahn der Ver- riegelungsstange 96 gebracht, wobei zwi- sehen ihnen Raum für die genannte Stange übrig bleibt (siehe Fig.l);
unter diesen Verhältnissen wird daher die Verriegelungs- stange 96 bei der nächsten Vorwärtsführung der verschiebbaren Hülse 88 dem Druck des Zapfens 95 an der Sperrklinke 93 nachgeben und unter Zusammenwirkung mit einem An satz 99 am Sperrhaken 91 - unter gleich zeitiger Spannung von dessen Feder - jenen Haken 91 ausser Eingriff mit dem Haken 92 an der festen Hülse 87 drehen, und da die Sperrklinke 93, deren Feder 98 stärker ist als die Feder 100, sich nun infolge des Nach- gebens der Verriegelungsstange 96 nicht rückwärts dreht, wird sie,
indem sie vor geführt wird, mit dem Haken 94 an der festen Hülse 87 zum Eingriff gebracht wer den und daher, wenn die verschiebbare Hülse 88 dann von der Pleuelstange 89 nach hinten geführt wird, die nun vom Maschinenrahmen ausgelöste feste Hülse 8 7 und mit ihr die Gleitstange und den mit ihr verbundenen Schlittenteil 73 mit sich zurücknehmen.
Diese rückwärtsgerichtete Bewegung des Schlittens 73, 74 bewirkt, wie oben erwähnt, dass die Zange 70, 71 das abgetrennte Faden paar ergreift und dass die Messer 79, 80 im nächsten Augenblick die Fäden überschnei den, indem diese eben in die feste Zange 81, 82 der Anknüpfvorrichtung hinübergeführt werden.
Beim Überschneiden der Fäden wer den die Kipparme 37, 37' freigelassen und gehen, durch ihre Federn 41, 41' betätigt, in ihre Normallage zurück, in welcher sie mit je ihrem Ansatz 97 (97') die Stange 96 ver riegeln, die zu diesem Zeitpunkt unter Rückführung des Schlittens - infolge der Wirkung der Sperrfeder 100 - ihre Aus gangsstellung wieder einnehmen wird.
Wenn der Schlitten 73, 74 und mit ihm die Hülsen 87, 88 dann wieder vorwärtsgeführt werden, wird der Haken 92 an der festen Hülse 87 sich an dem Sperrhaken 91 vorüber zwängen, welcher dann sofort unter Einwirkung der Feder 100 mit dem erwähnten Haken 92 in Eingriff tritt und somit wiederum die feste Hülse 87 am Maschinenrahmen verriegelt, während die Sperrklinke 93 an der ver- schiebbaren Hülse 8 7 nun wieder von der Stange 96 rückwärts und ausser Eingriff mit dem Haken 94 an der festen Hülse ge zwungen wird, alles jedoch nur voraus gesetzt, dass das Fadenbetätigungsorgan, wel ches ja mit der doppelten Geschwindigkeit der Einführungsvorrichtung arbeitet, nicht schon vor diesem Zeitpunkt ein neues Faden paar<B>-</B>abgetrennt und zusammengeführt hat,
in welch letzterem Falle die Stange 96 aufs neue nach vorn wird gedreht werden können, so dass der Sperrhaken 91 weggehalten und die Sperrklinke 93 am Platz gehalten -\7zird und der Schlitten 73, 74 daher wiederum mit zurück folgt.
Die Anknüpf- und Aufhängevorrichtung besteht = ausser aus der obenerwähnten festen Zange 81, 82 - im wesentlichen aus einer Drehzange 101, 102, verschiedenen Fädenleitorganen 103 und 104, einem Hebe arm 105 und einer Aufhängeschnur 106.
Die Drehzange 101, 102 bildet einen nach vorn abgerundeten Kopf - den Knüpfkopf 107 - mit einem im wesentlichen radial gerichteten Schnabel, bestehend aus einem festen Oberschnabel 101 und einem relativ dazu beweglichen Unterschnabel 102. Der Oberschnabel 101 bildet mit dem Kopf<B>107</B> ein einheitliches Ganzes.
Der Kopf 107 ist am vordern Ende der Vtelle 14 befestigt, welche hohl ist und eine darin verschiebbare, aber darin nicht drehbare Welle 114 um schliesst, die vorn den Unterschnabel 102 trägt, während sie hinten ausserhalb des Hinterendes der Welle 14 von der mit der halben Drehgeschwindigkeit umlaufenden Welle 11 derart angetrieben ist, dass letztere bei ihrer Drehung der verschiebbaren Welle 114 eine rückwärts- und vorwärtsgehende Bewegung erteilt zum zweimaligen, recht schnell nacheinander folgenden Öffnen und Schliessen des Schnabels während zweier Drehungen desselben.
Zweckmässig kann jener Antrieb wie folgt angeordnet sein: Zwischen zwei Bunde 108 hinten an der ver schiebbaren Welle 114 ragt eine Gabel 109 am Ende des einen Armes<B>110</B> eines Winkel hebels 11.0, 111. dessen zweiter Arm 111 eine Rolle 112 trägt, die durch eine Feder <B>113</B> gegen eine mit zwei recht schroffen und kurzen, um etwa<B>90'</B> hintereinander an geordneten Ansätzen 119, 120 versehene an der Welle 11 angeordnete unrunde Scheibe 116 presst.
Von den Fadenleitorganen 103 und 104 bildet das eine (103) einen am Maschinen rahmen angeordneten einfachen Ansatz für den Unterfaden 7, während das zweite (104) wie eine Fortsetzung des freien Seiten zweiges 5' des Vorderrahmens eine schräge, aufwärts und rückwärts verlaufende Leit- stange für den Oberfaden 6 bildet, der durch den Hebearm 105 an jener Leitstange ent lang zur Oberseite einer vom obern Ende derselben wagrecht ausgespannten Aufhänge schnur 106 gelangt, die vorzugsweise über eine feste Rolle 106' geführt und an ihrem freien Ende mit einem Gewicht 106" ver sehen ist,
so dass der wagrechte Teil der Schnur sich bei der allmählichen Vorwärts bewegung der Maschine selbsttätig ver längert.
Der Hebearm 105 ist ein am Maschinen rahmen montierter Hebel mit zwei sehr un gleich langen Armen, und dessen langer Arm an seinem freien Ende einen Schaukelschuh 121 trägt, der durch Anstossen an das Faden paar während der Herabschwingung des Armes rückwärts gekippt wird, damit der Arm von den Fäden freigelassen werde, der aber, nachdem er die Fäden passiert hat und schliesslich durch Anstossen an einen gewissen Teil 122 des Maschinenrahmens wieder vor wärts und dadurch unter den Fäden hinein geschwungen wird, derart, dass die Fäden, wenn der Hebearm wieder hinaufschwingt, von demselben mitgenommen werden, an fangs vom Schaukelschuh 121 getragen, der durch Anstossen gegen einen Ansatz 123 oder dergleichen daran gehindert ist, dem Druck der Fäden nachzugeben.
Die Bewegung des Hebearmes wird von der Welle 11 her geleitet, die aus diesem Grund eine Kurbel scheibe 124 trägt, die durch eine Pleuel stange 125 mit dem Ende des kurzen Hebel armes der Hebestange 105 verbunden ist. Die Anknüpf- und Aufhängevorrichtung wirkt in folgender Weise: Die in die feste Zange 81, 82 hinein geführten und dort festgehaltenen beiden Fäden 6 und 7 sind während der Einführung in die Zange durch Anstossen gegen die Leit stange 104 bezw. gegen den Ansatz 103 in eine im wesentlichen wagrechte, schräg über den Knüpfkopf verlaufende Lage gebracht worden.
Während seiner Drehung in der Pfeilrichtung (Fig. 1) wird der zunächst geschlossen gehaltene Schnabel 101, 102, in dem er an der festen Zange 81, 82 -vorüber passiert, vorn um das Fadenpaar hinauf gehen, um dann eine halbe Umdrehung spä ter infolge der genannten schrägen Lage der Fäden hinter denselben hinabzutauchen.
Hierdurch wird im Laufe einer Umdrehung eine Schlinge um die Wurzel des Schnabels gebildet, wobei zu beachten ist, dass der Knüpfkopf derart geformt und bemessen ist, dass das Langseil des Fadenpaares, das heisst der Teil der beiden Fäden, der mit dem Fadenvorrat verbunden, also nicht frei ist, niemals während der Schlingen- und später der Knotenbildung den Tamp der Fäden, das heisst das im Verhältnis zur Arbeitsstelle freie Ende (der Dagg) beider Fäden gegen die Flächen des Knüpfkopfes festklemmen kann.
Gegen Schluss der genannten Drehung bewirkt der erste Ansatz an der Scheibe 116 die Öffnung des Schnabels, so dass er nun mehr mit Ober- bezw. Unterschnabel um je eine Seite des fortan in der festen Zange festgehaltenen Fadenpaares hinaufgeführt wird, um welches er sich dann im nächsten Moment unter dem Druck der Feder 113 fest schliesst mit dem Ergebnis, dass die Faden enden nun während der fortgesetzten Dre hung des Knüpfkopfes aus der festen Zange herausgezogen werden, die sich bald darauf wieder öffnet, um für das nächste Faden paar bereit zu sein.
Der Schnabel setzt unter Festhalten der Fadenenden seine Aufwärts drehung fort; mittlerweile wird das Faden paar - mit einem Faden zu jeder Seite der Leitstange 104 - vom Hebearm 10,5 immer höher gehoben, was zur Folge hat, dass die Schlinge sich vom Schnabel abstreift, wo durch, indem die Fadenenden stets vom Schnabel festgehalten werden, ein Knoten gebildet wird, der sich während der weiteren Hochhebung der Fäden und der nun ab wärtsgerichteten Drehung des Schnabels immer mehr spannt, bis endlich der Schna bel sich durch das Zusammenwirken des zweiten Ansatzes 120 mit der Rolle 112 aufis neue öffnet, worauf der Hebearm die nun zusammengeknüpften Fäden weiter hoch führt,
um sie schliesslich mit dem Knoten auf der Aufhängeschnur 106 reitend dort abzu liefern und sich darauf zu der in Fig. I ge zeigten Stellung herabzusenken. Gleich nach Freilassen der Enden des geknüpften Faden paares schliesst sich der Schnabel wieder, so dass er geschlossen ist, wenn er nun wieder die feste Zange, in welcher gewöhnlich schon das nächste Fadenpaar aufgenommen sein wird, passiert.
Da die Kantfäden, um das Arbeiten der Maschine zu ermöglichen, sich immer in einer bestimmten Lage im Verhältnis zur Bahn der Fadenbetätigungsorgane befinden müs sen, muss die Maschine so eingerichtet sein, dass sie sich entsprechend der allmählichen paarweisen Zusammenknüpfung der Fäden selbsttätig schrittweise vorwärts bewegt.
Der hierzu dienliche Vorführungsmecha nismus ist wie folgt angeordnet: Zwei Räder der Maschine, vorzugsweise die Vorderräder 2 (nur eines ist in Fig.1 gezeigt) sind an einer gemeinsamen, im Ma schinenrahmen drehbar gelagerten Welle 130 befestigt, die .ein Schneckenrad 131 trägt, das mit einer Schnecke 132 in Eingriff steht, die an einer im Rahmen gelagerten lotrechten Welle 133 vorgesehen ist, welche oben ein Sperrad 134 trägt, das von einem feder betätigten Sperrkegel 135 an einer Treib- stange l.36 angetrieben wird,
welch letztere an ihrem einen Ende mit einem am Ma schinenrahmen drehbar montierten Arm 137 drehbar verbunden ist und an ihrem andern Ende einen Ansatz 138 für die Unterseite des eingangs erwähnten, vom Exzenter 115' betätigten Hebelarmes 15' des untern Faden- Betätigungsorganes aufweist, welcher Hebel arm 15' mittelst einer Feder 139 an den besagten Ansatz eng gepresst gehalten wird.
Wenn das Exzenter 115' den Arm 15' von der Welle 14 herauszwingt, wird genannter Arm durch die Wirkung der Feder die Treib- stange 136 mit sich ziehen und der Sperr haken 135 daher das Klinkrad um einen Zahn vorwärtsbewegen, was wiederum eine geringe Drehung der Welle 130 und somit der Räder 2 bewirkt, welche also die ganze Maschine einen Schritt weiter führen werden.
Wird, nach Weiterdrehung des Exzenters, der Arm 15' wieder - mittelst der Feder 11<B>7</B> gegen die Welle 114 zurückgeführt, dann wird der Arm 15' durch Anliegen am Ansatz 138 die Treibstange mit sich zurückführen, und der Sperrhaken wird dadurch hinten um .den nächsten Zahn des Klinkrades herum geführt werden.
Wird aber der Arm. obwohl die Weiterdrehung des Exzenters es an sich zulässt, nicht ganz gegen die Welle 14 zu rückgeführt - was dadurch eintreten kann, dass das untere Fadenbetätigungsorgan nach Abtrennen des Kantfadens der untern Faden schicht und Ablieferung desselben im untern Fadenhaken 28' durch die Zusammenwirkung des Hakens 39 mit dem Ansatz 40' verriegelt worden ist - wird die Treibstange dagegen nicht ganz zurückgeführt werden, und der Sperrhaken kann also den nächsten Zahn des Klinkrades nicht greifen, was damit gleich bedeutend ist, dass keine weitere Vorwärts führung der Maschine erfolgt,
bevor durch die Überführung eines neuen Fadenpaares an die Anknüpfvorrichtung das untere Faden betätigungsorgan wieder ausgelöst worden ist.
Normalerweise wird die Maschine sich mit gleicher Geschwindigkeit durch die bei den Schichten arbeiten, vorausgesetzt, da.ss die Fäden gleicher Stärke sind. In der Praxis wird man jedoch die Fäden in den beiden Schichten nicht so genau aufspannen können, dass die Schichten überall die gleiche Dichtheit aufweisen, und es wird dann wie auch infolge eines möglichen häufigeren Versagens des einen Fädenbetätigungsorga- nes als des andern - der Fall vorkommen können, dass die blasehine bei jedem Schritt vorwärts nicht genügend -dicht an beide Kantfäden geführt wird.
Ist es der untere Kantfaden, der zu weit weg liegt, wird die Maschine gemäss den obigen Ausführungen, nachdem das obere Fadenbetätigungsor_ gan seinen Faden im Fadenhaken abgeliefert hat, ihre schrittweise vorwärtsgerichtete Bewe- guri- einfach fortsetzen, bis auch das untere Fadenbetätigungsorgan einen Faden ergrif fen und ihn im untern Fadenhaken an- gebracht hat.
Ist es aber der Kantfaden der obern Schicht, der zu weit vom Fadenbetäti- gungsorgan liegt, wird, sobald das untere Fadenbetätigungsorgan seinen Faden er griffen und im Fadenhaken abgelegt hat, die Vorführung der Maschine aufhören, und das obere Fadenbetä,tigungsorgan wird dann dauernd vergebens arbeiten - ohne einen Faden ergreifen zu können - bis die Ma schine mittelst einer besonderen Regelungs vorrichtung die obere Fadenschicht, die dann bewegbar angeordnet sein muss, an sich herangezogen haben wird.
Die Anordnung ist wie folgt (siehe Fig. 7 und 11): Während die untere Fadenschicht in einem Rahmen 301 ausgespannt ist, der mit dem Boden 4 in fester Verbindung steht, auf welchem die schrittweise Vorführung der Maschine erfolgt, ist die obere Fadenschicht in einem die Maschine selbst (in Fig. 11 mit "300" bezeichnet) umschliessenden beweg baren Rahmen 302 ausgespannt, der auf Rä dern 303 montiert ist, die auf dem oben erwähnten festen Boden 4 laufen.
Die Vorrichtung zum Verschieben der obern Fadenschicht im Verhältnis zu der festen Fadenschicht und zu der Maschine selbst ist im wesentlichen wie die oben beschriebene Vorführungsvorrichtung einge richtet, nur da.ss sie in Abhängigkeit des obern Fadenbetätigiingsorganes arbeitet, und dass die von der Vorrichtung schrittweise gedrehte Welle nicht die Räder selbst, son dern eine Schnurscheibe trägt, um welche eine Schnur gelegt ist, deren beiden Enden an je einem Ende des bewegbaren Rahmens befestigt sind.
Näher beschrieben ist die Anordnung wie folgt: Am freien Ende des Treibarmes 15 für das obere Fadenbetätigungsorgan ist ein fe derbetätigter Sperrhaken 804 montiert, der mit einem Klinkrad 305 zusammenwirkt und dasselbe bei vollständigem Ausschwung des Treibarmes schrittweise herumdreht.
Das Klinkrad 805 ist auf einer Welle 306 an geordnet, die durch eine Schnecke 307 ein Schneckenrad 808 antreibt, das an einer Welle 809 befestigt ist, welche ausserdem einer damit fest verbundene Schnurscheibe 810 trägt, um welche eine Schnur 311 straff gelegt ist, die mit ihren beiden Enden an ,je einem Ende des beweglichen Rahmens 302 befestigt ist.
Hieraus ergibt . sich, dass die Maschine. falls das obere Fadenbetätigungsorgan arbei tet, während das untere nach Abtrennen des Kantfadens von der untern Fadenschicht stillsteht, ruhig am Boden bleiben, dabei aber mittelst der beschriebenen Vorrichtung den bewegbaren Rahmen ä02 mit der in ihm ausgespannten Fadenschicht an sich herauf.
ziehen wird, bis der Kantfaden der erwähn ten Fadenschicht sich genau unter dem Fa- denbetätigungsorgan befindet und von ihm ergriffen und in den Fadenhaken hinein geführt wird, derart, dass nunmehr ein Fa denpaar abgetrennt und zum Anknüpfen ge-. führt wird.
Im umgekehrten Fall, das heisst, -falls das obere Fadenbetätigungsorgan stillsteht, während das untere arbeitet, wird - die Ma schine schrittweise am Boden 4, der hintern Kante der untern Fadenschicht zu vorge führt werden, und an dieser schrittweisen Bewegung wird dann der bewegbare Rah men mit der obern Fadenschicht teilnehmen, weil ja die Schnurscheibe <B>310</B> nicht gedreht wird.
Falls schliesslich beide Fadenbetätigungs- organe jedesmal, wenn sie gegen die Faden= schichten geführt werden, je einen Kant- faden abtrennen, wird die Maschine jedes mal um einen Schritt vorwärts auf den festen Boden geführt werden und dadurch mit ihrem untern Fadenbetätigungsorgan vor den nächsten Kantfaden der untern festen Fadenschicht gelangen.
An dieser Be wegung der Maschine würde die obere Fa denschicht teilnehmen, falls das obere Fa- denbetätigungsorgan nicht ebenfalls arbei tete, was aber der Fall ist, und zwar mit dem Ergebnis, dass -die obere Fadenschicht, indem sie um einen Schritt vorwärtsgeführt wird, gleichzeitig um einen Schritt rück wärts gezogen wird, derart, dass sie in der Tat relativ zur untern Fadenschicht statio när verbleibt, und das obere wie das untere Fadenbetätigungsorgan somit gleichzeitig vor einem neuen Kantfaden gelangen wer den.
Die Maschine wird sich also unter allen Umständen in ganzautomatischer Weise durch die Fadenschichten hindurcharbeiten, und zwar ungeachtet etwaiger Ungenauig keiten derselben.
Um zu kontrollieren, dass jedesmal, wenn ein Fadenpaar auf die Anknüpfvorrichtung übertragen worden ist, letztere nun auch ein befriedigendes Zusammenknüpfen der beiden in Betracht kommenden Fäden bewirkt, ist die Maschine mit einer Kontrollvorrichtung versehen, welche die ganze Maschine selbst tätig ausser Betrieb setzt, falls der Knoten nicht gelungen ist, oder falls ein Faden bezw. beide Fäden während des Knüpfvor ganges zerreissen.
Ein Ausführungsbeispiel einer solchen Vorrichtung ist in Fig. 12 veranschaulicht, welche eine perspektivische Darstellung der Vorrichtung, von der Seite der Maschine ge sehen, gibt.
201 ist eine sich quer über die in Fig. 1 gezeigte Maschine erstreckende, in Lagern 202 am Maschinengestell 1 gelagerte Welle, die an ihrem rechten Ende einen Kurbelarm 203 mit einem Zapfen 204 trägt, der wie derum zwei nach hinten gerichtete, neben einander vorgesehene Sperrhaken 205 und 206 trägt, von welchen der innere, 205, mit einen Ansatz 207 an der in die Faden einführungsvorrichtung eingehenden Gleit- stange 74 zusammenwirkt, während der äussere mit einem Ansatz 208 am Maschi nengestell 1 zusammenwirkt und periodisch vom.
einen Ende eines Hebels 209 betätigt wird, dessen anderes Ende mittelst einer Fe der 210 gegen die Kante einer Nocken scheibe 211 an der obenerwähnten Welle 11 der Maschine gedrückt gehalten wird.
Der innere Sperrhaken 205 ragt mit einem Seitenzapfen 212 über den äussern Sperrhaken 206 hinaus, der sich in bezug auf den innern frei herabsenken, sich aber nur ein wenig emporheben lässt, bevor er - we gen des genannten Seitenzapfens 212 - in seiner weiteren Aufwärtsbewegung den in- nern Sperrhaken mit sich nimmt.
Die er wähnte geringe Hubhöhe des äussern Sperr hakens 206 genügt, um zu ermöglichen, dass er ohne den innern Sperrhaken zu betätigen über den Ansatz 208 hinaufgehoben wird. Der Hebel 209 hebt den äussern Sperrhaken wesentlich höher und hebt dadurch gleich zeitig mittelst des Seitenzapfens 212 den in- nern Sperrhaken aus dem Eingriff mit dem Ansatz 207 an der Gleitstange 74.
Wenn, nachdem die Einführungsvor richtung ein Fadenpaar in der Anknüpfvor- richtung abgeliefert hat, die Gleitstange 74 wieder vorgeht, nimmt sie mittelst des An satzes 207 den innern Sperrhaken 205 mit in die in Fig. 12 gezeigte Stellung;
an dieser Bewegung nimmt auch der äussere Sperr haken teil, der unterwegs von einer schrägen Fläche am Ansatz 208 über letzteren hin aufgehoben wird, um sich dann vor demsel ben herabzusenken, zwecks Verriegelung der beiden Sperrhaken in ihrer vordersten Stel lung (der in Fig. 1 gezeigten Stellung), in welcher sie dann - selbst bei erneuter Zu rückführung der Gleitstange - so lange verbleiben, bis sie alle beide vom Hebel 209 freigegeben werden.
Gleich nach Freigabe der Sperrhaken wird der Kurbelzapfen 203, 204 infolge einer denselben betätigenden Feder 213 rückwärts schwingen und- dabei teils die Sperrhaken mitnehmen, teils die Welle 201 in der durch den Pfeil 214 (Fig. 12) angezeigten Umlaufsrichtung verdrehen.
An der Welle 201 ist teils eine frei dreh bare, jedoch unverschiebbare Hülse 215, die einen nach vorn gerichteten Arm 216 und einen schräg nach hinten und nach aufwärts gerichteten Ansatz 217 trägt, teils eine an der Welle befestigte Hülse 218 mit einem nach vorn gerichteten kurzen Arm 219 vor gesehen.
Der Arm<B>216</B> ist in seiner gezeigten Nor mallage von einem festen Anschlag 220 un terstützt, geben welchen er durch eine gegen die Hinterseite des Ansatzes 217 anliegende Druckstange 221 gedrückt wird, die mittelst einer Feder 222 in die Richtung nach dem Ansatz 217 zu gezwungen wird und mit einer Ausrückstange 223 zum Ausschalten des Motors der Maschine - gegebenenfalls in der Form eines Kontaktarmes zum Aus schalten des Antriebsstromes - verbunden ist.
Der Arm 216 trägt an seinem vordern Ende einen Fadenfühler in der Form eines um einen wagrechten Zapfen 224 drehbaren Winkelhebels 225, 226, der, von einer Feder <B>227</B> betätigt, normalerweise die in Fig. 12 veranschaulichte Stellung einnimmt (wobei der Arm 225 nach vorn, der Arm 296 aber nach unten zeigt und gegen einen Ansatz 228 am Arm 216 anliegt), aus welcher Stel lung er jedoch in zwei verschiedenen Wei sen unter Spannung der Feder 227 weg gedreht werden kann, nämlich entweder da durch, dass die beiden zusammengeknüpften Fäden 6 und 7, die vom Arm 105 empor gehoben, je von einer Seite die Leitstange 104 umschliessend., derselben entlang geführt, zum Anschlagen gegen den vorwärtsgerich teten Arm 225 (den Fadenfühler)
des Win kelhebels gebracht werden und ihn nach hinten verdrehen, um schliesslich am Ende desselben vorüberzuschlüpfen und am aus gespannten Tragfaden 106 abgeliefert zu werden, worauf der Winkelhebel unter Ein wirkung der Feder 227 dann wiederum in seine Normallage zurückschwingt, oder aber dadurch, dass das vordere Ende eines um einen festen Zapfen 229 drehbaren Hebels ?30 - dessen hinteres Ende mit dem oben genannten,
an der -Welle 201 vorgesehenen festen Arm 219 verbunden ist und dessen vorderes Ende sich unter einem an dem nach unten gerichteten Arm 226 des Winkelhebels angeordneten Seitenzapfen befindet - bei Freigabe der beiden Sperrhaken 205 und 206 und der sich durch Einwirkung der Feder 213 daraus ergebenden Drehung der Welle 201 in die Richtung des Pfeils 214 empor gehoben und dadurch den nach unten ge richteten Arm 226 des Winkelhebels vor wärts zwingen wird.
Um die Welle 201 drehbar ist des wei teren ein zweiarmiger Hebel 233 angeordnet, dessen hinteres Ende mit der Treibstange 125 für den zum Emporheben der zusam mengeknüpften Fäden dienenden Hebearm 105 durch geeignete Zwischenglied 284 ver bunden ist und somit eine periodische Schwingung in Synchronismus mit dem ge nannten Hebearm ausführt, der, wie oben beschrieben, für jede Drehung der Haupt welle 11 der Maschine eine Schwingung auf wärts und abwärts ausführt.
Der nach unten gerichtete Arm 226 des Winkelhebels 225, 226 hat einen Ansatz, einen Vorsprung oder dergleichen 235, der, wenn der Winkelhebel die Normallage ein nimmt, sich in der Bahn des vordern Endes des Hebels 233 befindet, sich aber, wenn der Winkelhebel in einer der beiden oben an gegebenen Weisen aus der Normallage ge bracht worden ist, ausserhalb des Bereiches des Hebels 233 befindet, wobei zu beachten ist, dass die Bewegung der einzelnen Teile in bezug aufeinander zeitlich so angeordnet ist, dass die Schwingungsperiode des Hebels 233 mit der Periode übereinstimmt, während wel cher das zusammengeknüpfte Fadenpaar falls der Hebearm 105 ein solches mit sich führt - den vorwärtsgerichteten Arm des Winkelhebels 225,
226 beeinflusst, und dass das vordere Ende des Hebels 230 empor gehoben sein wird, falls der Hebearm, weil kein Fadenpaar auf die Anknüpfvorrichtung übertragen wurde, sich ohne solches hebt, indem dann die beiden Sperrhaken 205 und 206 nach ihrer Freigabe ungehindert ganz nach hinten schwingen werden, während sie andernfalls (das heisst . falls ein neues Fa denpaar.
schon der Anknüpfvorrichtung zu geführt wurde) unterwegs in ihrer Rück- wärtsbewegung angehalten werden, und zwar durch den Vorsprung 207 an der nach be endetem vollen Rücklauf wieder vorangehen den Gleitstange, durch welch letztere sie dann mit nach vorn geführt werden, um aufs Neue gesperrt zu werden, so dass der Tinkelhebel sich nunmehr wiederum in sei ner Normallage befinden wird, wenn der He belarm 105 sein zusammengeknüpftes Faden paar heranbringt.
Konnten die Sperrhaken ganz nach hinten schwingen, werden sie dort stehen bleiben, und der Winkelhebel 225, 226 wird also ausserhalb des Bereiches des Hebels 233 verbleiben, bis die Einführungs vorrichtung wieder eingeschaltet ist und der Anknüpfvorrichtung ein neues Fadenpaar zugeführt hat; der Vorsprung<B>207</B> der Gleit- stange ist nämlich dann gleichzeitig hinter den Sperrhaken 205 geführt worden und nimmt nunmehr bei seiner Vorwärtsbewe- gung die Sperrhaken zwecks erneuter Ver riegelung mit.
- Nur für den Fall, dass der Anknüpfvor- r=ichtung zwar ein neues Fadenpaar zuge führt worden ist, der Tssebearm aber dennoch leer oder mit schlaffen Fäden hochgeht, sei es weil die Fäden nicht ordnungsgemäss zu- sammengeknüpft wurden, sei es weil der eine Faden oder alle beide zerreissen, wird der Winkelhebel 225, 226 sich in dem Au genblick in der Normallage befinden, in weIehem das vordere Ende des Hebels 23:3 hochgeht;
sobald dieser Fall eintritt, wird aber auch das vordere Ende des genannten Hebels 233 im Zusammenwirken mit dem Vorsprung 235 den Arm 216 emporzwingen mit dem Ergebnis, dass, der Vorsprung 21-7 unter der Druckstange 221 weggedreht wird, die sich daher unter Einwirkung der Fe der 222 in die Richtung nach der Welle 201 unter Mitnahme des Ausschalt- oder Kon taktarmes 2-23. verschiebt, den Motor somit anhaltend.
Soll die Maschine, nachdem das nunmehr leicht zugängliche Fadenpaar von Hand in Ordnung gebracht worden ist, wieder an gelassen werden, braucht man nur durch einen vorwärtsgerichteten Druck auf den Kurbelarm 203 die Sperrhaken 205, 206 in die Verriegelungsstellung zu bringen, den Winkelhebel 225, 226 ausser Eingriff mit dem Hebel 233 zu drehen und den Arm 216 gegen seinen Anschlag 220 herabzuführen, sowie - unter Spannung der Feder 222 die Druckstange 221 wiederum hinter den Vorsprung 217 zu führen. Die Maschine wird dann sofort wieder angelassen und ar beitet in normaler Weise weiter.
Der Patentschutz soll nicht auf das be schriebene und gezeigte Ausführungsbeispiel beschränkt sein, sich vielmehr zugleich auf solche Änderungen oder Ersatzformen er strecken, welche die Art der von der Ma schine ausgeübten Vorrichtungen nicht we sentlich ändern, wobei der Schutz sich auch auf die einzelnen Anordnungen oder Vor richtungen in separater Verwendung oder in andern Kombinationen, gegebenenfalls in Kombination mit andern bekannten oder neuen Vorrichtungen oder Anordnungen er strecken soll.