CH159166A - Verfahren zur Herstellung von klardurchsichtigen Kunstharzmassen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von klardurchsichtigen Kunstharzmassen.

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CH159166A
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resitol
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resitols
synthetic resin
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Richard Hessen
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Aug Nowack Ag
Richard Hessen
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      Terfabren    zur Herstellung von klardurchsichtigen     Nunstharzmassen.       Bisher konnten wasserklare gehärtete       Kunstharzmassen    nur derart hergestellt wer  den,     dass        Resole    im erwärmten flüssigen Zu  stand in eine Form gegossen wurden und in  dieser Form ausserordentlich vorsichtig einem  langandauernden     Häxtungsverfaliren    unter  worfen     und    dann mechanisch durch Bohren,  Fräsen, Drehen     usw.    bearbeitet wurden  zwecks Herstellung der endgültigen Form.  



  Es war     bisUr    nicht möglich, aus     Resoleu     durch     Verpressen        inder    Wärme direkt     klar-          ,durchsielitige    geformte Massen zu erzielen.  Auch war dies bei Anwendung von     Resitol     als, Ausgangsmaterial ebenfalls unmöglich,  da die erhaltenen Produkte immer flockig  und trübe waren, zumindest aber im In  nern eine     eolclie.    Trübung aufwiesen, die von  dem Vorhandensein der flüchtigen Bestand  teile im Endprodukt herrühren.

   Diese<B>flüch-</B>  tigen Bestandteile waren bis jetzt während  des     Härtens    nicht zu entfernen, da zumindest  im Innern durch die von aussen her stattfin-         ,dende        Resitbildung    ein Entweichen unmög  lich     cemacht    wurde.  



  Es wurde nun gefunden,     dass    klardurch  sichtige ungetrübte     Kunstharzmassen    mit  guten Festigkeitseigenschaften sich durch  direktes     Verpressen    unter Hitze und Druck  aus einem     Resitol    herstellen lassen, das mög  lichst vollständig frei von flüchtigen Be  standteilen ist und nicht so weit in den       Resitzustand    übergegangen ist,     dass    ein     Ver-          pressen    unmöglich ist. Dieses     Resitol        muss     also noch eine gute     Fliessbarkeit    besitzen.  



  Es ist bekannt,     Resitol    zu     verpressen,   <B>je-</B>  doch gelang es nicht, auf diesem Wege zu       klardurchsicUtigen    Massen zu gelangen, da  bei den bekannten Verfahren zur Herstellung  des     Resitols    aus     Resol    keine restlose Entfer  nung der flüchtigen Bestandteile erfolgte,  und zwar vermutlich deshalb, weil die bei  der Erhitzung aussen zunächst gebildete       Resitseliieht    das Entweichen der im Innern  der noch im     Resolzustand    befindlichen Masse      enthaltenen flüchtigen Bestandteile verhin  derte, wobei auch die mechanischen und son  stigen Eigenschaften des     Endproduktes     durchaus unbefriedigend waren.

    



  Bei ausserordentlich hohen     Pressdrucken     kann. gemäss der Erfindung der Gehalt des       Resitols    an     Resol    verhältnismässig gering  sein und zum Beispiel nur     57o    und -weniger  betragen. Bei dieser Anwendung eines sehr  hohen Druckes und einer     Resitolmasse    mit  einem sehr geringen Gehalt an     Resol    wird  aber der     Pressvorgang    ausserordentlich er  schwert und vor allem leiden die     Pressformen     und. sind. deshalb von kurzer Lebensdauer.  



  Aus diesem Grunde ist es zweckmässig,  den Prozentgehalt des     Resitols    an     Resol    nicht  unter     10%    sinken zu lassen. Ein solches       Resitol    kann unter Anwendung normaler  Drucke zu     klardurchsichtigen    Massen     ver-          presst-    werden,. wobei sieh als günstiger Be  reich<B>15 ,</B> bis<B>25-%</B>     Resolgehalt    herausgestellt  hat.  



  Der Gehalt des     Resitols    an     Resol    wird  zweckmässig dadurch festgestellt,     dass    das       Resito,1        feinst    gepulvert wird und dann das  im     Resitol    enthaltene lösliche Produkt     (Resol)     mittelst Azeton oder andern geeigneten Lö  sungsmitteln extrahiert wird unter Zurück  lassen der unlöslichen Bestandteile     (Resit).     Dem Lösungsmittel können einige Tropfen  Phenol zugegeben werden.  



  Die     Extraktian    geschieht vorzugsweise  durch     Stehenlassen    in der Kälte und nach  folgende Erhitzung unter     Rückfluss    auf dem  Wasserbad.  



  Aus dem Verhältnis des löslichen Anteils  zum unlöslichen Anteil ist der Kondensa  tionsgrad ohne weiteres abzulesen.  



  Es wurde gefunden,     dass    ein zur Herstel  lung von klardurchsichtigen Endprodukten  mit guten mechanischen Eigenschaften ge  eignetes     Resitol    hergestellt werden kann  durch Behandlung von     Resolen,    die zweck  mässig derart     vorkondensiert    sind,     dass    flüch  tige Bestandteile, wie Wasser,     Phenole        usw.     nicht mehr in ihm enthalten sind und also  dieses     Resol    bereits an der Grenze der  Schmelzbarkeit liegt, jedoch noch keinen    wesentlichen     Resitgehalt    aufweist,

   mittelst  Einwirkenlassen von Wärme auf     Resol        bezw.     flüssiges, halbflüssiges, zähes oder festes     An-          t'          fangskondensationsprodukt    in fein verteiltem  Zustand.  



  Diese Behandlung kann zum Beispiel der  art vorgenommen werden,     dass    das     Anfangs-          kondensationsprodukt    oder     Resol    versprüht  oder zerstäubt wird in einen heissen Raum       bezw.    in oder gegen einen heissen Gasstrom.  



  Die Herstellung des     Resitols,    das noch  einen Gehalt an     Resol    aufweist, in dem aber  flüchtige Bestandteile praktisch nicht vor  handen sind, ist auch dadurch möglich,     dass          häxtbare    lösliche und schmelzbare     Kon#den-          sationsprodukbe,    aus Phenol und Aldehyden       (Resole)    in dünnen Schichten gegebenenfalls  wiederholt kurze Zeit auf höhere     Teinpera-          tur    so lange gebracht werden,

   bis der Über  gang vom     Resol    ins     Resitol    im gewünschten       Hasse        -vor    sich gegangen ist und die flüchti  gen Anteile praktisch restlos entfernt sind.  



  Dabei kann zweckmässig nach der     Er-          bitzung        bezw.    nach jeder Erhitzung das Ma  terial zum Beispiel durch einen kalten Luft  strom gekühlt werden.  



  Auch ist es möglich, vor oder     wülirend     der     Resitolbildung    dem     Resol        Härtungsmittel     zuzusetzen, und ebenfalls können solche     Resi-          tole    verwendet werden, die aus Gemischen  von     Novolaken.    und Stoffen, die reaktions  fähige     MethylengTuppen    enthalten, zum Bei  spiel     Hexamet11ylentetramin,    erhalten wer  den.  



  Dieses Erhitzen für kurze Zeit auf höhere  Temperaturen kann erfolgen zum Beispiel  durch Bringen auf heisse Platten in sehr dün  nen Schichten.  



  Ebenfalls kann das Verfahren auf beheiz  ten Trommeln, zum Beispiel     Kalandern    oder  Mischwalzen, durchgeführt werden, und       zwecli:mässio,    wird dabei als Heizfläche ein  einzelner rotierender Zylinder -verwendet, der  mit einer Aufgabe- und     Abstreiellvorrich-          tung    versehen ist. Dieser Zylinder hat     zweek-          mässig    eine glatte polierte Oberfläche und  wird zweckmässig von innen geheizt.

   Die           Aufgabevorrielitung    wird zweckmässig vor  dem Scheitelpunkt des Zylinders, im Dreh  sinne gerechnet, angebracht und besteht aus  einem     FülltricIiter    und einer     Riffelwalze,    wo  bei die     Riffelwalze    sich in gleichem Dreh  sinne mit dem Zylinder bewegt und wobei im       Fülltrieliter    Abstreifer für die     Riffelwalze     angebracht sind, die die Dosierung des auf  zubringenden     Resols    gewährleisten.  



  Der an dem rotierenden Zylinder ange  brachte Abstreifer bildet mit der Tangente  einen, im Drehsinne gerechnet, vorzugsweise  spitzen Winkel, wobei die     Abstreifvorrich-          tung    zweckmässig in bekannter Weise sich  hin und her bewegt.  



  Die Temperatur der     Heizvorrichtungen     kann<B>100</B> bis 200' betragen, zweckmässig<B>160</B>  bis 200     '.     



  Die     Schichtdicke    soll nicht mehr betra  gen, als 2 mm und zweckmässig unter<B>1</B> mm  liegen, wobei für eine     gleichinUige,    Dicke der  Schicht während des Verfahrens zu sorgen  ist.  



       Schichtdicke,    Gleichmässigkeit der Schicht,  Temperatur und     Erhitzungsdauer    sind von  einander und von der Natur des verwendeten       Harzes    abhängig und werden von Fall zu  Fall dieser Natur noch eingestellt     bezw.    ge  wählt gemäss den erwünschten Eigenschaf  ten der Endprodukte. Sie können durch ein  fache     Vorversuche    von Fall zu Fall im übri  gen leicht ermittelt werden.  



  Auch auf andere Weise     lässt    sich die Her  stellung     des#    für das Verfahren der Erfin  dung notwendigen     Resitols    erreichen, jedoch  wird zweckmässig immer feine Verteilung des  Ausgangsproduktes während der Wärme  behandlung angewendet.  



  Die     resultierenden    Massen können im  übrigen durch Farbstoffe gefärbt sein; auch  können Musterungen in der     klardurelisichti-          gen    Masse durch geeignete Füllstoffe, Farb  stoffe, Trübungsmittel, Substrate und der  gleichen hervorgerufen werden.  



  Die Füllstoffe 'können mit gleichzeitiger       ZD     Verwendung von Farbstoffen oder gefärbten       Resitolen    zu dem     Resitol    zugesetzt werden.    Färbungen können durch Verwendung  gefärbter     Resitole    mit oder ohne gleichzeiti  gem Zusetzen von Farbstoffen hervorgerufen  werden.  



  Während man also mit dem üblichen     Re-          sitol    klar durchsichtige     Pressstücke    durch<B>di-</B>  rektes     Verpressen    nicht erhalten konnte, -wobei  die Eigenschaften des Endproduktes     dLirch-          aus    unbefriedigend waren, kann nach dem  vorliegenden Verfahren in ausserordentlich  kurzer Zeit und mit sehr geringen Kosten  solch ein Formstück erhalten werden, das  dem nach dem üblichen     Gussverfahren    her  gestellten zumindest gleichwertig ist, wobei  aber das Verfahren der direkten Herstellung  weitaus wirtschaftlicher Lind die Produkte  daher weit billiger sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCII: Verfahren zur Herstellung von klar durchsiclitigen Resitmassen durch Verpressen von Resitolen unter Hitze und Druck, da durch gekennzeichnet, dass zur Verpressuno, <B>C</B> solche Resitole angewendet werden, die noch einen Gehalt an Resol aufweisen und bei denen die flüchtigen Bestandteile restlos ent fernt sind.
    UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Musterungen durch Zusetzen von Füllstoffen zu dem Resitol hervorgerufen werden. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch, da- durcli gekennzeichnet, dass Musterungen durch Zusetzen von Füllstoffen zu dem Resitol mit gleichzeitiger Verwendung von Farbstoffen hervorgerufen werden.
    <B>3.</B> Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Musterungen durch Zusetzen von Füllstoffen zu dem Resitol mit gleichzeitiger Verwendung von gefärbten Resitolen hervorgerufen werden. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Färbungen dureUVerwendung gefärbter Resitele her vorgerufen werden. <B>5.</B> Verfahren gemäss Patentansprueli, da durch gekennzeichnet, dass Färbungen durch Zusetzen von Farbstoffen zu dem Resitol hervorgerufen werden.
    <B>6.</B> Verfahren gemäss Patentanspruch, da- durell gekennzeichnet, dass Färbungen durch. Verwendung gefärbter Resitole und gleichzeitigem Zusetzen von Farbstoffen hervorgerufen werden.
CH159166D 1930-12-10 1931-12-07 Verfahren zur Herstellung von klardurchsichtigen Kunstharzmassen. CH159166A (de)

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