CH159166A - Verfahren zur Herstellung von klardurchsichtigen Kunstharzmassen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von klardurchsichtigen Kunstharzmassen.Info
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Description
Terfabren zur Herstellung von klardurchsichtigen Nunstharzmassen. Bisher konnten wasserklare gehärtete Kunstharzmassen nur derart hergestellt wer den, dass Resole im erwärmten flüssigen Zu stand in eine Form gegossen wurden und in dieser Form ausserordentlich vorsichtig einem langandauernden Häxtungsverfaliren unter worfen und dann mechanisch durch Bohren, Fräsen, Drehen usw. bearbeitet wurden zwecks Herstellung der endgültigen Form.
Es war bisUr nicht möglich, aus Resoleu durch Verpressen inder Wärme direkt klar- ,durchsielitige geformte Massen zu erzielen. Auch war dies bei Anwendung von Resitol als, Ausgangsmaterial ebenfalls unmöglich, da die erhaltenen Produkte immer flockig und trübe waren, zumindest aber im In nern eine eolclie. Trübung aufwiesen, die von dem Vorhandensein der flüchtigen Bestand teile im Endprodukt herrühren.
Diese<B>flüch-</B> tigen Bestandteile waren bis jetzt während des Härtens nicht zu entfernen, da zumindest im Innern durch die von aussen her stattfin- ,dende Resitbildung ein Entweichen unmög lich cemacht wurde.
Es wurde nun gefunden, dass klardurch sichtige ungetrübte Kunstharzmassen mit guten Festigkeitseigenschaften sich durch direktes Verpressen unter Hitze und Druck aus einem Resitol herstellen lassen, das mög lichst vollständig frei von flüchtigen Be standteilen ist und nicht so weit in den Resitzustand übergegangen ist, dass ein Ver- pressen unmöglich ist. Dieses Resitol muss also noch eine gute Fliessbarkeit besitzen.
Es ist bekannt, Resitol zu verpressen, <B>je-</B> doch gelang es nicht, auf diesem Wege zu klardurchsicUtigen Massen zu gelangen, da bei den bekannten Verfahren zur Herstellung des Resitols aus Resol keine restlose Entfer nung der flüchtigen Bestandteile erfolgte, und zwar vermutlich deshalb, weil die bei der Erhitzung aussen zunächst gebildete Resitseliieht das Entweichen der im Innern der noch im Resolzustand befindlichen Masse enthaltenen flüchtigen Bestandteile verhin derte, wobei auch die mechanischen und son stigen Eigenschaften des Endproduktes durchaus unbefriedigend waren.
Bei ausserordentlich hohen Pressdrucken kann. gemäss der Erfindung der Gehalt des Resitols an Resol verhältnismässig gering sein und zum Beispiel nur 57o und -weniger betragen. Bei dieser Anwendung eines sehr hohen Druckes und einer Resitolmasse mit einem sehr geringen Gehalt an Resol wird aber der Pressvorgang ausserordentlich er schwert und vor allem leiden die Pressformen und. sind. deshalb von kurzer Lebensdauer.
Aus diesem Grunde ist es zweckmässig, den Prozentgehalt des Resitols an Resol nicht unter 10% sinken zu lassen. Ein solches Resitol kann unter Anwendung normaler Drucke zu klardurchsichtigen Massen ver- presst- werden,. wobei sieh als günstiger Be reich<B>15 ,</B> bis<B>25-%</B> Resolgehalt herausgestellt hat.
Der Gehalt des Resitols an Resol wird zweckmässig dadurch festgestellt, dass das Resito,1 feinst gepulvert wird und dann das im Resitol enthaltene lösliche Produkt (Resol) mittelst Azeton oder andern geeigneten Lö sungsmitteln extrahiert wird unter Zurück lassen der unlöslichen Bestandteile (Resit). Dem Lösungsmittel können einige Tropfen Phenol zugegeben werden.
Die Extraktian geschieht vorzugsweise durch Stehenlassen in der Kälte und nach folgende Erhitzung unter Rückfluss auf dem Wasserbad.
Aus dem Verhältnis des löslichen Anteils zum unlöslichen Anteil ist der Kondensa tionsgrad ohne weiteres abzulesen.
Es wurde gefunden, dass ein zur Herstel lung von klardurchsichtigen Endprodukten mit guten mechanischen Eigenschaften ge eignetes Resitol hergestellt werden kann durch Behandlung von Resolen, die zweck mässig derart vorkondensiert sind, dass flüch tige Bestandteile, wie Wasser, Phenole usw. nicht mehr in ihm enthalten sind und also dieses Resol bereits an der Grenze der Schmelzbarkeit liegt, jedoch noch keinen wesentlichen Resitgehalt aufweist,
mittelst Einwirkenlassen von Wärme auf Resol bezw. flüssiges, halbflüssiges, zähes oder festes An- t' fangskondensationsprodukt in fein verteiltem Zustand.
Diese Behandlung kann zum Beispiel der art vorgenommen werden, dass das Anfangs- kondensationsprodukt oder Resol versprüht oder zerstäubt wird in einen heissen Raum bezw. in oder gegen einen heissen Gasstrom.
Die Herstellung des Resitols, das noch einen Gehalt an Resol aufweist, in dem aber flüchtige Bestandteile praktisch nicht vor handen sind, ist auch dadurch möglich, dass häxtbare lösliche und schmelzbare Kon#den- sationsprodukbe, aus Phenol und Aldehyden (Resole) in dünnen Schichten gegebenenfalls wiederholt kurze Zeit auf höhere Teinpera- tur so lange gebracht werden,
bis der Über gang vom Resol ins Resitol im gewünschten Hasse -vor sich gegangen ist und die flüchti gen Anteile praktisch restlos entfernt sind.
Dabei kann zweckmässig nach der Er- bitzung bezw. nach jeder Erhitzung das Ma terial zum Beispiel durch einen kalten Luft strom gekühlt werden.
Auch ist es möglich, vor oder wülirend der Resitolbildung dem Resol Härtungsmittel zuzusetzen, und ebenfalls können solche Resi- tole verwendet werden, die aus Gemischen von Novolaken. und Stoffen, die reaktions fähige MethylengTuppen enthalten, zum Bei spiel Hexamet11ylentetramin, erhalten wer den.
Dieses Erhitzen für kurze Zeit auf höhere Temperaturen kann erfolgen zum Beispiel durch Bringen auf heisse Platten in sehr dün nen Schichten.
Ebenfalls kann das Verfahren auf beheiz ten Trommeln, zum Beispiel Kalandern oder Mischwalzen, durchgeführt werden, und zwecli:mässio, wird dabei als Heizfläche ein einzelner rotierender Zylinder -verwendet, der mit einer Aufgabe- und Abstreiellvorrich- tung versehen ist. Dieser Zylinder hat zweek- mässig eine glatte polierte Oberfläche und wird zweckmässig von innen geheizt.
Die Aufgabevorrielitung wird zweckmässig vor dem Scheitelpunkt des Zylinders, im Dreh sinne gerechnet, angebracht und besteht aus einem FülltricIiter und einer Riffelwalze, wo bei die Riffelwalze sich in gleichem Dreh sinne mit dem Zylinder bewegt und wobei im Fülltrieliter Abstreifer für die Riffelwalze angebracht sind, die die Dosierung des auf zubringenden Resols gewährleisten.
Der an dem rotierenden Zylinder ange brachte Abstreifer bildet mit der Tangente einen, im Drehsinne gerechnet, vorzugsweise spitzen Winkel, wobei die Abstreifvorrich- tung zweckmässig in bekannter Weise sich hin und her bewegt.
Die Temperatur der Heizvorrichtungen kann<B>100</B> bis 200' betragen, zweckmässig<B>160</B> bis 200 '.
Die Schichtdicke soll nicht mehr betra gen, als 2 mm und zweckmässig unter<B>1</B> mm liegen, wobei für eine gleichinUige, Dicke der Schicht während des Verfahrens zu sorgen ist.
Schichtdicke, Gleichmässigkeit der Schicht, Temperatur und Erhitzungsdauer sind von einander und von der Natur des verwendeten Harzes abhängig und werden von Fall zu Fall dieser Natur noch eingestellt bezw. ge wählt gemäss den erwünschten Eigenschaf ten der Endprodukte. Sie können durch ein fache Vorversuche von Fall zu Fall im übri gen leicht ermittelt werden.
Auch auf andere Weise lässt sich die Her stellung des# für das Verfahren der Erfin dung notwendigen Resitols erreichen, jedoch wird zweckmässig immer feine Verteilung des Ausgangsproduktes während der Wärme behandlung angewendet.
Die resultierenden Massen können im übrigen durch Farbstoffe gefärbt sein; auch können Musterungen in der klardurelisichti- gen Masse durch geeignete Füllstoffe, Farb stoffe, Trübungsmittel, Substrate und der gleichen hervorgerufen werden.
Die Füllstoffe 'können mit gleichzeitiger ZD Verwendung von Farbstoffen oder gefärbten Resitolen zu dem Resitol zugesetzt werden. Färbungen können durch Verwendung gefärbter Resitole mit oder ohne gleichzeiti gem Zusetzen von Farbstoffen hervorgerufen werden.
Während man also mit dem üblichen Re- sitol klar durchsichtige Pressstücke durch<B>di-</B> rektes Verpressen nicht erhalten konnte, -wobei die Eigenschaften des Endproduktes dLirch- aus unbefriedigend waren, kann nach dem vorliegenden Verfahren in ausserordentlich kurzer Zeit und mit sehr geringen Kosten solch ein Formstück erhalten werden, das dem nach dem üblichen Gussverfahren her gestellten zumindest gleichwertig ist, wobei aber das Verfahren der direkten Herstellung weitaus wirtschaftlicher Lind die Produkte daher weit billiger sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCII: Verfahren zur Herstellung von klar durchsiclitigen Resitmassen durch Verpressen von Resitolen unter Hitze und Druck, da durch gekennzeichnet, dass zur Verpressuno, <B>C</B> solche Resitole angewendet werden, die noch einen Gehalt an Resol aufweisen und bei denen die flüchtigen Bestandteile restlos ent fernt sind.UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Musterungen durch Zusetzen von Füllstoffen zu dem Resitol hervorgerufen werden. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch, da- durcli gekennzeichnet, dass Musterungen durch Zusetzen von Füllstoffen zu dem Resitol mit gleichzeitiger Verwendung von Farbstoffen hervorgerufen werden.<B>3.</B> Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Musterungen durch Zusetzen von Füllstoffen zu dem Resitol mit gleichzeitiger Verwendung von gefärbten Resitolen hervorgerufen werden. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Färbungen dureUVerwendung gefärbter Resitele her vorgerufen werden. <B>5.</B> Verfahren gemäss Patentansprueli, da durch gekennzeichnet, dass Färbungen durch Zusetzen von Farbstoffen zu dem Resitol hervorgerufen werden.<B>6.</B> Verfahren gemäss Patentanspruch, da- durell gekennzeichnet, dass Färbungen durch. Verwendung gefärbter Resitole und gleichzeitigem Zusetzen von Farbstoffen hervorgerufen werden.
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