DE688943C - Emulsionen zum Verbessern der Oberflaeche von Braunkohlenbriketts - Google Patents

Emulsionen zum Verbessern der Oberflaeche von Braunkohlenbriketts

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DE688943C
DE688943C DE1935D0070389 DED0070389D DE688943C DE 688943 C DE688943 C DE 688943C DE 1935D0070389 DE1935D0070389 DE 1935D0070389 DE D0070389 D DED0070389 D DE D0070389D DE 688943 C DE688943 C DE 688943C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L5/00Solid fuels
    • C10L5/02Solid fuels such as briquettes consisting mainly of carbonaceous materials of mineral or non-mineral origin
    • C10L5/26After-treatment of the shaped fuels, e.g. briquettes
    • C10L5/32Coating

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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Description

  • Emulsionen zum Verbessern der Oberfläche von Braunkohlenbriketts Im Hauptpatent 687 676 wird ein Verfahren zur Verbesserung von Braunkohlenbriketts beschrieben, bei dem jedes einzelne Brikett kurz nach Verlassen der Presse, also weitgehend urgekühlt, durch Behandeln mit wäßriger Emulsion bituminöser Stoffe und anschließendes Beblasen mit Warmluft, vorzugsweise von etwa 4o bis 7o°, mit einem vollständig abschließenden Film umgeben wird. Dadurch wird die Nachverdunstung gehemmt, zur Selbstentzündung führende Oxydation unterbunden sowie die innere Festigkeit und Wasserbeständigkeit verbessert.
  • Bei der Herstellung der Emulsion für die Brikettimprägnierung stößt man äuf erhebliche Schwierigkeiten, und zwar deshalb, weil die Asphalte, Teere und Peche, die bei der Herstellung von bekannten Emulsionen, beispielsweise für den Straßenbau, Verwendung finden, sich für die Verbesserung von Braunkohlenbriketts nicht bewährt haben. Es hat sich herausgestellt, daß -gerade diejenige Eigenschaft, welche die verschiedenen Asphalte für den Straßenbau geeignet macht, weil sie Gewähr für die Bildung eines haftfesten dichtenden Bindemittels für Gesteinsmassen bietet, nämlich die Klebrigkeit, bei Verwendung der Emulsion zur Brikettimprägnierung ausgeschlossen sein muß. Klebrige Überzüge erschweren nicht nur die Handhabung der Briketts, sondern gefährden auch die Beständigkeit des'Films. Bei jeder Umlagerung des Briketts besteht die Gefahr, daß Teile des Überzugs an den Berührungsflächen mit anderen Briketts oder auch an den Wänden des Lagerraums usw. haftenbleiben, wodurch der Film schadhafte Stellen erhält. Ein nicht mehr geschlossener Film hat aber für das Brikett nur unvollkommenen Nutzen, denn es genügt schon, daß nur kleine Flächen auf dem Brikett durch das Abreißen des Films bloßgelegt werden, um Feuchtigkeit eindringen oder aus dem Brikett austreten zu lassen.
  • Es war somit die Aufgabe zu lösen, unter Ausscheidung von zum Kleben neigenden Asphalten, Pechen u. dgl. Emulsionen bituminöser Stoffe herzustellen, die beim Trocknen auf dem Brikett einen wasserundurchlässigen, haftfesten, geschlossenen, möglichst elastischen Film hinterlassen, der nicht klebt, sondern das Brikett glatt und griffig macht.
  • Man hat bereits Suspensionen von Graphit, Talkum, Ruß, Petrolkoks u. dgl., denen zur Erhöhung der Haftung etwas Bitumen, Gummi oder Harz und zur Stabilisierung Seife, Süßholzextrakte u. dgl. zugesetzt sein können, verwendet, um das Kleben von Walzenbriketts in den Formen und aneinander zu verhindern. Der überzug soll durch Druck und gegenseitige Reibung poliert und verfestigt werden. Dadurch wird zwar eine gewisse Glättung und Dichtung der Briketts erreicht, wenn es sich um solche handelt, die mit Hilfe eines Bindemittels eingebunden werden. Für wassergebundene Braunkohlenbriketts, insbesondere solche, die von der Stempelpresse kommen, sind Überzüge mit Suspensionen der genannten Art völlig unzureichend, da kein homogener Film gebildet wird.
  • Demgegenüber bestehen die Emulsionen bituminöser Stoffe nach der Erfindung zur Verbesserung der Oberfläche von Braunkohlenbriketts aus nicht klebenden und schnell trocknenden Bitumina. Als Ausgangsstoff hierfür kommen Bitumina in Betracht mit verhältnismäßig hohem Erweichungspunkt, z. B. 45 bis 65°nacliKraemer-Sarnow, wie hochschmelzende Braunkohlenteerpeche, Gemische von Kräckrückständen und Extraktasphalten, d. h. Teer- und Mineralölprodukte, die durch Behandlung -bei höherer Temperatur einen ungesättigten Charakter erhalten haben oder aus denen mittels selektiver Lösungsmittel, wie verflüssigte schweflige Säure, Phenol u. dgl., die weniger gesättigten Anteile gewonnen worden sind. Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn die genannten Asphalte und Peche als Gemisch Anwendung finden, in welchem sie sich in ihren Eigenschaften in günstiger Weise ergänzen. Sehr zweckmäßig ist beispielsweise die Verwendung eines Gemisches von Krackrückständen und Extraktasphalten, das wegen seines Gehalts an Extraktasphalt leicht emulgierbar ist und einen schönen Glanz ergibt, während die Mitvenvendung der Krackrückstände vorteilhaft ist, weil sie bei verhältnismäßig niedrigem Erweichungspunkt (K.-S. 45 bis 52°) angewandt werden können, ohne zu kleben.
  • Das vorstehend genannte Gemisch hat sich in den Fällen als besonders günstig erwiesen, wo bei der Herstellung der Emulsion Paraffin zugesetzt wird. Dieses erhöht, wie gefunden wurde, die Wasserbeständigkeit des aus der Emulsion gebildeten Films. Dasselbe gilt selbstverständlich auch von anderen wasserabstoßenden Stoffen. So kann der Emulsion beispielsweiseBraunkohlendestillationspech,.das von Natur Paraffin enthält, oder auch Wachs zugefügt werden.
  • Neben dem obengenannten Gemisch von Krackrückständen und Extraktasphalten hat sich für Zwecke des Hauptpatents als besonders vorteilhaft ein Asphalt erwiesen, welchen man beim Blasen von Teerextrakt mit Luft erhält, denn er weist alle diejenigen günstigen Eigenschaften auf, welche man durchweg nur durch Mischen verschiedenartiger Asphalte erhält, d. h. er ist leicht emulgierbar und gibt beim Trocknen einen festhaftenden, nicht klebrigen, schön glänzenden Film, aus dem sich auch bei längerer Lagerung kein Paraffin ausscheidet.
  • Bei Anwendung der hochschmelzenden Asphalte und Peche in Form wäßriger Dispersionen konnte beobachtet werden, daß die Emulsionen beim Aufbringen auf das Brikett verhältnismäßig schnell trocknen und brechen. Dies ist aber wesentlich für die angestrebte Verbesserung von Briketts, denn das schnelle Trocknen bzw. Brechen der Emulsion (in wenigen Minuten) ist günstig für die Bildung eines vollkommen zusammenhängenden Films, ferner dafür, daß der Überzug einen schönen Glanz aufweist. Auch hierin unterscheidet sich die Anwendung der Emulsion gemäß der Erfindung gegenüber derjenigen beim Straßenbau, bei welchem der Brechvorgang erst nach mehreren Stunden abgeschlossen sein soll, damit die Emulsion als solche genügend tief in das Gestein eindringen kann, um es zu verkitten.
  • Es hat sich ferner gezeigt, daß zur ImpTägnierung der Preßlinge mit Vorteil stark verdünnte Emulsionen angewandt werden, z. B. solche, die io bis 15 % oder weniger Bitumen enthalten. Bei Verwendung derartiger Emulsionen gelingt es, den Film sehr dünn aufzutragen, welcher dadurch elastischer und widerstandsfähiger gegenüber mechanischen Beanspruchungen ist. Schließlich ist der damit möglich gewordene geringe Verbrauch an Bitumen für die wirtschaftliche Ausgestaltung des Verfahrens wichtig.
  • Um die bei dem Verfahren zu verwendenden Hartasphalte in den gewünschten stark verdünnten Emulsionen anwenden zu können, ist eine sehr feine Zerteilung des Bitumens erforderlich. Es hat sich beispielsweise herausgestellt, daß die Bitumenzerteilung auf eine Partikelchengröße von etwa io @.c, wie sie in den üblichen Straßenbauemulsionen vorliegt, nicht ausreicht, da sich solche Emulsionen .bei stärkerer Verdünnung stark entmischen. Wenn man aber die Emulgierung in der Weise vornimmt, daß in der fertigen Emulsion die Bitumenteilchen im wesentlichen eine Größe von etwa i bis 2 @u aufweisen, so ist eine Verdünnung der Emulsion in dem gewünschten Grunde möglich, ohne daß sich Bitumenteilchen in nennenswerten Mengen abscheiden. Bei Verwendung der Emulsion bewirkt die feine und gleichmäßige Verteilung des Bitumens selbstverständlich auch ein besonders gutes Aussehen des daraus entstehen;-den Films. ' Beispiel Aus mitteldeutscher Braunkohle hergestellte Briketts werden bei Austritt aus der Presse in noch warmem Zustande mit einer i5prozentigen wäßrigen bituminösen Emulsion behandelt, die in folgender Weise hergestellt war: 32 Teile Destillationsrückstand aus einem S O#-Extrakt aus Braunkohlenschwelteer mit einem Erweichungspunkt (K.-S.) von 65'C werden mit 65 Teilen Krackrückstand mit einem Erweichungspunkt (K.-S.) von 45° und 3 Teilen Paraffin verschmolzen und bei einer etwas untettlialb i oo° liegenden Temperatur mit Hilfe einer Zahnradpumpe in ioo Teilen einer 5prozentigen Harz- oder Tallölseifenlösung emulgiert. Vor Gebrauch wird die Emulsion auf die geforderte Verdünnung gebracht.
  • Die in die Emulsion getauchten und anschließend zunächst kurz (etwa 2 Minuten) mit Luft von etwa 5o°, dann einige weitere Minuten mit Luft gewöhnlicher Temperatur beblasenen Briketts weisen einen festen tiefschwarzen, glänzenden Film auf, dessen anfängliche leichte Klebrigkeit nach kurzer Zeit vollkommen verschwindet.
  • Bei der Berieselung der mit einer Emulsion nach der Erfindung behandelten Briketts mit Wasser zeigten diese erst nach 8o bis ioo Stunden eine Neigung zum Zerfall, während die unbehandelten Briketts schon nach 6 Stunden zerbröckelten und die überzogenen, jedoch zu heiß oder zu kalt beblasenen eine stark wechselnde Beständigkeit zeigten, die sich häufig nicht von der der unbehandelten Briketts unterschied, selten jedoch die der erfindungsgemäß behandelten erreichte.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Emulsionen zum Verbessern der Oberfläche von Braunkohlenbriketts nach Patent 687 676, gekennzeichnet durch einen Gehalt nicht klebender bzw. schnell trocknender Bitumina, deren Schmelzpunkt nach Kraemer und Sarnow z. B. bei :15 bis 65° liegt und die eine äußerst geringe Teilchengröße, vorzugsweise t bis 2 «., besitzen.
  2. 2. Emulsionen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sie stark verdünnt sind und z. B. i o bis 15 °'o Bitumen enthalten.
  3. 3. Emulsionen nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch einen Zusatz von Paraffin bis zu 2%.
  4. 4. Emulsionen nach Anspruch i bis 3, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Mischung von Krackrückständen mit einem durch die Behandlung von Teer mit selektivem Lösungsmittel erhaltenen Extraktasphalt.
  5. 5. Emulsionen nach Anspruch i bis 4, gekeiuizeichnet durch die Verwendung von mit Luft behandeltem Teerextrakt.
  6. 6. Verfahren zur Herstellung von Emulsionen nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Emulsion zunächst mit einem Wassergehalt von 4o bis 6o% in einer Zahnradpumpe bei einer etwas unter ioo° liegenden Temperatur hergestelltunddieweitereVerdünnungauf 85 bis 9o% Wasser vor dem Gebrauch durchgeführt wird.
DE1935D0070389 1935-05-24 1935-05-24 Emulsionen zum Verbessern der Oberflaeche von Braunkohlenbriketts Expired DE688943C (de)

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