DE616178C - Verfahren zur Herstellung von Kunstharzpressmischungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kunstharzpressmischungen

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DE616178C
DE616178C DE1930616178D DE616178DD DE616178C DE 616178 C DE616178 C DE 616178C DE 1930616178 D DE1930616178 D DE 1930616178D DE 616178D D DE616178D D DE 616178DD DE 616178 C DE616178 C DE 616178C
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resin molding
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L61/00Compositions of condensation polymers of aldehydes or ketones; Compositions of derivatives of such polymers
    • C08L61/04Condensation polymers of aldehydes or ketones with phenols only
    • C08L61/06Condensation polymers of aldehydes or ketones with phenols only of aldehydes with phenols

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Processing And Handling Of Plastics And Other Materials For Molding In General (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Kunstharzpreßmischungen Es ist bekannt, Kunstharzpreßmischungen, d. h. innige Mischungen von Kunstharzen, insbesondere hartbaren löslichen und schmelzbaren Kondensationsprodukten, aus Phenolen und Formaldehyd und Füllstoffen, insbesondere Holzpulver, in der Weise herzustellen, daß Resole entweder in flüssigem oder fein gepulvertem Zustande oder in Form einer spirituösen Lösung mit Füllstoffen innig vermischt bzw. verknetet werden.
  • Bei dem Lösungsmittelverfahren werden die Lösungsmittel durch Erwärmen entfernt und die feste Masse in gekörnter oder gepulverter Form in bekannter Weise verpreßt. Das Arbeiten mit Lösungsmitteln hat den Nachteil, daß die Lösungsmittel außerordentlich fest an der Mischung haften und erst durch längeres Erhitzen ausgetrieben werden können. Dieses längere Erhitzen aber vermindert die Fließbarkeit der fertigen Preßmischungen außerordentlich. Wird aber das längere Erhitzen umgangen, so läßt sich das Material infolge des Verbleibens des Lösungsmittels in der Preßmischung außerordentlich schwer verpressen, da Dampf- bzw. Blasenbildung eintritt und. so keine hochwertigen Preßstücke erhalten werden.
  • Das Mischverfahren von Harz und z. B. Holzmehl im Mastikator oder auf Walzen in der Wärme hat den Nachteil, daß beim Zusammenmischen des Mischgutes auch gleichzeitig eine Weiterkondensation des Harzes erfolgt, wodurch es außerordentlich schwierig wird, den Punkt zu treffen, in dem das Produkt homogen durchgemischt und die Kondensation genügend fortgeschritten ist. Auch hier sind - also Preßmischungen von der gewünschten Fließbarkeit und Preßdauer schwierig gleichmäßig zu erhalten, ganz abgesehen davon, daß die Imprägnierung bei Verwendung von schwer imprägnierbaren Materialien in Frage gestellt wird.
  • Die bekannten Verfahren haben den Nachteil, daß kein Preßdruck vorhanden ist, der das flüssige Harz in die feinsten Poren des Füllstoffes einpreßt und derart wirkt, daß das Material nicht ausweichen kann, ehe nicht diese Durchdringung und innige Mischung stattgefunden hat.
  • Wie gefunden wurde, ist aber zur Herstellung einer homogenen, durch und durch imprägnierten Preßmischung die Vereinigung von hoher Temperatur, bei der das Harz möglichst leichtflüssig ist, und einem hohen Preßdruck, dem das Material nicht ausweichen kann, bevor die innige Durchmischung und Imprägnierung bis ins Innerste des Füllstoffpartikelchens stattgefunden hat, Bedingung.
  • In idealer Weise gelingt die Vereinigung dieser beiden Momente beim Arbeiten mit erhitzten Düsen, d. h. derart, daß ein inniges mechanisches Gemenge (Konglomerat) von Harz, Füllstoff und gegebenenfalls Farbstoff und Zusatzstoffen durch eine auf hohe Temperatur erhitzte Düse gepreßt-wird. In der Düse geht dabei die gleichmäßige Mischung und Imprägnierung des Füllstoffs bis ins Innerste durchgreifend vor sich.
  • Die Bedingungen, bei denen diese Beliandhing stattfindet, müssen so gewählt werden, daß das innige Gemisch von Harz und Füllmaterial nur so lange der vereinten Einwirkung von hohem Druck und hoher Temperatur ausgesetzt wird, als das Harz sich noch, besonders in den äußeren Schichten der Mischung, vollkommen oder zum wesentlichen Teil im Resolzustand befindet. Das Schmelzen des Harzes geht dann in der ganzen Harzschicht vor sich, wobei die äußeren Schichten noch nicht in .den Resitzustand übergegangen sind: Das Material läßt sich dann nach der Imprägnierung in jeder Weise beliebig verpressen. Das Endprodukt des Verfahrens kann, falls notwendig, zerkleinert werden.
  • Zur Herstellung von Formkörpern aus Kunstharzen ist schon vorgeschlagen worden, das Ausgangsprodukt bzw. die Ausgangsmischung einem Druck zur Bildung des Formlings, d. h. des fertiggeformten Körpers,. auszusetzen, wobei der Formling in der Formpresse bei gleichzeitiger mäßiger Erwärmung nur während so kurzer Zeit einem Druck ausgesetzt wird, daß er seinen löslichen und schmelzbaren Zustand behält. Der so hergestellte fertige Formkörper wird dann durch Erhitzung in den Resitzustand übergeführt. Dabei ist auch erwähnt worden, daß beim .Zerbrechen oder Springen der fertigen, jedoch nach nicht gehärteten Produkte der Formkörper pulverisiert und erneut dem Verfahren unterworfen Werden kann.
  • Die Herstellung einer homogenen Kunstliarzpreßmischung wird bei diesem Verfahren weder bezweckt noch erreicht. Das Verfahren setzt im Gegenteil, wenn Füllstoffe angewendet werden, eine homogene Kunstharzpreßinischung als Ausgangsmaterial voraus.
  • Es ist auch schon vorgeschlagen worden, Marmorierungs- oder Aderungseffekte da durch herzustellen, daß eine Preßmischung als Ausgangsmaterial verwendet wird, bei der die Farbkörper von wesentlicher Größe sind und mit mehr oder weniger Regelmäßigkeit als getrennte Teilchen durch die gesamte Mischung verteilt sind. Diese gefärbten Teilchen bestehen dabei aus gefärbter Holzfaser o. dgl. Die Ausgangsmischung wird zur Herstellung der Marmorierungseffekte durch Löcher oder Spalten mittels eines Kolbens ausgestoßen, und es werden kleine Zylinder, Tafeln oder andere lange Formen erhalten, in denen die gefärbten Teilchen. in Linien gezogen sind, die sich längs der ausgestoßenen Masse erstrecken. Diese langen Zylinder usw. sollen zur gewünschten Größe zerkleinert Werden und stellen so eine Formmischung dar. In den endgültigen, aus dieser Formmischung durch Pressen erhaltenen Körpern werden dann unregelmäßig verteilte Linien von Farben gebildet und der gewünschte Marmorierungseffekt erreicht.
  • Bei dem. Verfahren des vorliegenden Patents handelt es sich um die Herstellung einer homogenen Preßmischung durch inniges Mischen und eine bis ins Innerste dringende Imprägnierung, wodurch ein praktisch vollkommen homogenes Produkt erzielt wird und unhomogen verteilte gefärbte Partikelchen praktisch nicht mehr vorliegen.
  • Die Behandlung einer innigen Mischung der Ausgangsmaterialien mittels hoher Temperatur und hohen Preßdrucks zwecks Imprägnierung hat den Zweck und die Wirkung, das Harz durch die hohe Temperatur in eine flüssige Form zu bringen unter gleichzeiti-. gern, durch den hohen Druck verursachtem Einpressen des Harzes in die feinsten Poren des Füllstoffes.
  • Als Füllstoffe lassen sich alle möglichen Füllmaterialien verwenden, zweckmäßig in feinst zerkleinerter Form, wie z. B. Holzmehl, Faserstoffe aller Art, mineralische Füllstoffe, wie Asbest, Talkum, Lithopone, Magnesia USW. Beispiel 45 Gewichtsteile Resol (entsprechend vorkondensiert und feinst gepulvert), 5o Gewichtsteile Holzmehl, 1,3 Gewichtsteile Lackschwarz, 3 Gewichtsteile Talkum und 0,7 Gewichtsteile Stearin werden in einer Mühle innig- vermischt und hierauf die Mischung durch auf etwa 2oo° C erhitzte, enge, beliebig geformte Düsen von entsprechender Länge, d. h. Heizwirkung, rasch durchgepreßt und nach dem Erkalten gegebenenfalls pulverisiert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCI3: Verfahren zur Herstellung von imprägnierten Kunstharzpreßmischungen unter Anwendung von Wärme und Druck aus einem innigen, gleichförmigen Gemenge von härtbaren, schmelzbarenPhenol-Formaldehyd - Kondensationsprodukten und Füllstoffen sowie gegebenenfalls Farbstoffen und Zusatzstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß das Gemenge durch erhitzte Düsen gepreßt wird, wobei in der ausgepreßten Masse das Harz sich noch vollkommen oder zum wesentlichen Teil im Resolzustand befinden so-11.
DE1930616178D 1930-03-28 1930-03-28 Verfahren zur Herstellung von Kunstharzpressmischungen Expired DE616178C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE757256C (de) * 1937-05-16 1953-04-16 Bakelite G M B H Verfahren zur Herstellung fuellstoffhaltiger Kunstharzpressmassen
DE972643C (de) * 1939-03-14 1959-08-27 Curt Neubauer Verfahren zum Herstellen pressfaehiger Massen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE757256C (de) * 1937-05-16 1953-04-16 Bakelite G M B H Verfahren zur Herstellung fuellstoffhaltiger Kunstharzpressmassen
DE972643C (de) * 1939-03-14 1959-08-27 Curt Neubauer Verfahren zum Herstellen pressfaehiger Massen

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