CH149641A - Maschine zum Formen von Hohlkörpern. - Google Patents
Maschine zum Formen von Hohlkörpern.Info
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Description
Maschine zum Formen von Hohlkörpern. Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Maschine zum Formen von Hohlkörpern, insbesondere von blumentopfartigen Behäl tern, und zwar vorzugsweise aus schwach abbindefähigem; weichen Material, wie Torf oder dergleichen.
Mit der Maschine gemäss der Erfindung wird ein selbsttätiger, ununterbrochener Ar beitsvorgang bezweckt, und dies wird da durch erreicht, dass auf dem Umfang einer im, Maschinengestell drehbar gelagerten Formtrommel mehrere Querreihen Formver tiefungen mit Ausstossvorrichtungen und oberhalb der Formtrommel eine Bescliik- kungsvorrichtung und seitlich der ersteren eine Formpressvorrichtung angeordnet sind, wobei Mittel vorgesehen sind, welche der Trommel in Übereinstimmung mit dem Formvorgang eine schrittweise Drehung er teilen,
und dass unter der Formtrommel ein Förderorgan zum schrittweisen Fördern der Fertigware angeordnet ist.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs gegenstandes ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 die Maschine in Längsseiteu- ansicht, Fig. 2 in Draufsicht, und Fig. 3 in senkrechtem Schnitt nach Linie III-III in Fig. 1;
Fig. 4 bis 6 zeigen in grösserem Massstab die Beschickungs- und Formvorrichtung im Längsschnitt und in wagrechtem Schnitt durch die Achse der Beschickungstrommel, sowie eine Einzelheit des Formstempelantrie- bes in Ansicht;
Fig. 7 bis 10 zeigen in noch grösserem Massstabe Einzelheiten, und zwar Fig. 7 und 8 das Malteserkreuzgetriebe der Fördervorrichtung in Ansicht und Schnitt, Fig. 9 und 10 einen Teil der Fördervor- richtung in Schnitt und Draufsicht; Fig. 11 zeigt einen Topf im Schnitt.
Die dargestellte Maschine weist ein aus Profileisen zusammengesetztes Maschinen gestell 1 auf. Auf den Seitenrahmen des Maschinengestelles ist ein Beschickungstrich ter 2 mittelst Böcken la aufgesetzt, welcher am untern Ende offen ist. Zu beiden Seiten des Beschickungstrichters 2 sind senkrechte Führungsstangen 3 befestigt, längs welchen ein Joch 4 gleitet. Das Joch 4 ist im Mittel teil abwärts gekröpft und trägt eine Anzahl, im vorliegenden Falle sieben, Füllstempel 5 von verschiedenem Durchmesser.
An seitlich am Joch 4 angesetzten Zapfen 6 greifen Len ker 7 an, deren untere Enden an Kurbeln 8 angreifen, die auf den Enden einer den Be schickungstrichter durchquerenden Rühr- welle 9 befestigt sind. Die Rührwelle 9 trägt Zinken 10, welche das Material am Grunde des Beschickungstrichters aufwühlen und lockern. Auf dem einen Ende der Welle 9 ist ein Kettenrad 11 befestigt, welches mit telst einer Gelenkkette 12 angetrieben wird.
Unterhalb des Beschickungstrichters 2 ist die Formtrommel 13 angeordnet, deren Welle 14 in auf dem Maschinengestell befestigten Lagern 15 gelagert ist. Wie Fig. 4 zeigt, hat die Trommel an ihrem Umfang vier symme trisch übers Kreuz verteilte Reihen von sieben Formmulden 13a von verschiedenem Durchmesser und verschiedener Höhe. In jeder Formmulde ist ein Auswerfer 16 ange ordnet, auf dessen Schaft eine Druckfeder 17 sitzt, und hinter sämtlichen Auswerfern ist eine in Radialschlitzen der Trommelstirn wände radial verschiebbar gelagerte Aus- werfschiene 18 angeordnet.
Die Enden der Aüswerfschiene 18 ragen seitlich zur Trom mel heraus und liegen in der Auswerfstel- lung unter den Armen 19a von zu beiden Seiten der Trommel im Maschinengestell ge lagerten Winkelhebeln 19, an deren auf wärts gerichteten Armen 19b Lenker 20 an greifen. Diese Lenker bewirken .ein Ver- schwenken der Winkelhebel 19 und diese ein Auswärtsschieben der Auswerfstange 18, wodurch die Auswerfer 16 die fertigen Töpfe nach unten auswerfen, um unter der Wir kung der Federn 17 wieder in die Ausgangs stellung zurückzukehren.
Zum Antrieb der Formtrommel 13 ist auf dem einen Wellenende derselben ein Stirn rad 21 befestigt, welches mit einem Zwi schenrad 22 kämmt, das seinerseits wieder mit einem dritten Stirnrad 23 in Eingriff steht, die sämtlich auf Achsen im Maschinen gestell auf einem angebauten Seitenrahmen 1b gelagert sind.
Auf der Achse 24 des Stirnrades 23 ist ein Malteserkreuz 25 be festigt, und dessen Antriebsscheibe 26 ist auf der quer im Maschinengestell gelagerten Hauptantriebswelle 27 befestigt, deren An trieb vermittelst eines Planetengetriebes 28 erfolgt, wobei das Maltesergetriebe den inter- mittierenden Antrieb der Formtrommel be wirkt. Am entgegengesetzten äussern Ende der Antriebswelle 27 sitzt ein Kettenrad 29, welches mittelst Gelenkkette 12 das auf der Rührwelle 9 sitzende Kettenrad 11 antreibt..
Neben der Formtrommel 2 ist im Ma schinengestell die Formpressvorrichtung an geordnet, welche sieben Pressstempel 30 mit horizontalen Führungsschäften 31 aufweist, welch letztere in Lagerböcken 32 längsver schiebbar geführt sind. Die Führungsschäfte 31 haben am hintern Ende Schraubenspin deln 31a, mittelst welcher sie in einem Joch 33 einstellbar befestigt sind. An diesem Joch greifen auf der Hauptantriebswelle 27 sitzende Exzenter 34 an, welche eine Hin- und Herbewegung des Joches und damit der Pressstempel 30 bewirken.
An beiden Enden des Joches sitzen Bolzen 35, welche durch Längsschlitze der Lenker 20 ragen (Fix. 4a) und zur Betätigung der Lenker dienen.
Am Trommelumfang anliegend ist eine Abschlussplatte 36 mit Gummibelag 37 ange ordnet, welche die einzelnen Formmulden um die Stempelöffnungen herum dicht ab schliesst, so dass beim Pressvorgang kein Ma- terial herausgedrückt werden kann und der obere Topfrand glatt eingeformt wird. Die Platte 36 ist an zwei Schäften 38 gehalten (Fix. 6), welche einerends in Lagerböcken_39 und anderends in Lagerböcken 40 durch das Joch 33 hindurchgehend längsverschiebbar geführt und mit einer Stellmutter 41 für die genaue Einstellung der Länge versehen sind.
Am hintern Ende jedes Schaftes 38 sitzt eine Rolle 42, welche an einer auf der Antriebs welle 27 befestigten Nockenscheibe 43 auf läuft, indem der Schaft 38 durch eine den- selben umgebende Druckfeder 44 nach rück wärts gedrückt wird, während durch die Nockenscheiben 43 die Schäfte 38 entgegen -den Federn 44 nach vorwärts gedrückt wer den und hierdurch die Diehtungsplatte 36 während des Pressvorganges an die Form trommel angepresst wird.
Zur Aufnahme der ausgeworfenen fer tigen Töpfe T, welche die in Fig. 11 darge stellte Form haben, dienen Kisten 45, die für Ein Fassungsvermögen von je sechs Siebner- reihen bestimmt sind. Diese Kisten sind in ein durch zwei Gelenkketten 46 und Quer stäbe 47 gebildetes Förderband eingehängt (Fig. 9 und 10). Zur Führung der Gelenk ketten 46 dienen U-Schienen 48 und die Ki sten gleiten .auf Winkelschienen 49.
Zur schrittweisen Fortbewegung des Förderban des 46/47 dient ein seitlich im Maschinen gestell gelagertes Malteserkreuzgetriebe, wel ches mit Rücksicht auf die Bewegungsbedin gungen der Förderkette eine besondere Aus bildung erfahren hat, indem das Förderband für jede Kiste fünf Schrittbewegungen glei- ..eher Grösse und hierauf einen grösseren sechsten Schritt zurücklegen muss, um die nächstfolgende Kiste in Aufnahmestellung unter die Formtrommel zu bringen.
Dem gemäss hat das auf der Querwelle 50 sitzende Malteserkreuz 51 fünf gleich distanzierte Führungsschlitze 51a und einen sechsten Führungsschlitz 51b mit grösserem Abstand zu den andern Schlitzen. Die über dem Mal teserkreuz gelagerte Gegenscheibe 52 trägt zwei Triebarme, und zwar einen kürzeren Triebarm 53 und einen längeren Triebarm 54.
Der kürzere Triebarm 53 greift mit sei nem Zapfen in die Schlitze 51a, der längere, 54, hingegen in den Schlitz 51b, und hierbei dreht sich dann der kürzere Triebarm 53 frei in einer Ausnehmung 51e des Malteserkreu- zes. Auf der Welle 50 sitzen zwei Antriebs kettenräder 55, welche die Förderketten 46 antreiben, welche von denselben aus über Leitrollen 56 nach rückwärts zu den End- rollen 57 am einen Ende des Maschinengestel les geleitet wird, um von diesen aus zu den Zeitrollen 58 am andern Ende und zu den Antriebsrädern 55 zurückzulaufen.
Neben der Gegenscheibe des Malteserkreuzes sitzt auf deren Welle 59 ein Stirnrad 60, welches mit einem darüber gelagerten Stirnrad 61 kämmt, und auf der Welle des letzteren sitzt ein Kettenrad 62 fest, welches mittelst Ge lenkkette 63 von dem auf der X.auptantriebs- welle 27 befestigten Kettenrad 64 aus ange trieben wird.
Der Formvorgang auf der beschriebenen Maschine ist folgender: Das Joch 4 in dem mit Torfmehl gefüll ten Beschickungstrichter 2 senkt sich und die Stempel 5 drücken die Formmasse in die dar unter befindliche Muldenreihe der Formtrom mel, wobei die Rührwelle 9/10 durch ihre Drehbewegung das Material auflockert und dessen Nachrutschen sichert. Zu gleicher Zeit wird die Abdichtplatte <B>36/37</B> seitlich gegen die Trommelwandung angelegt, um die vor her gefüllt gewordenen und durch eine Vier telstrommeldrehung im Uhrzeigersinn in die Formstellung gebrachte Muldenreihe abzu dichten, und gleich darauf werden die Press- stempel 20 in die Mulden eingedrückt, wel che das Formen der Töpfe bewirken.
Zu glei cher Zeit werden aus der untenstehenden Muldenreiche die fertigen Töpfe durch die Auswerfer 1'7 unter dem Druck der Auswerf- stange 18 in die darunter befindliche Kiste 45 ausgestossen. Dann werden die Füllstem pel 5 und die Formstempel 20 wieder zu rückgezogen, es erfolgt eine Viertelsdrehung der Formtrommel und ein Vorrücken des Förderbandes, und der Vorgang wiederholt sich in gleicher Weise.
Die Wirkungsweise der verschiedenen Antriebsvorrichtungen während des Form vorganges dürfte ohne weiteres klar sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Maschine zum Formen von Hohlkörpern, insbesondere von blumentopfartigen Behäl tern, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Umfang einer im Maschinengestell drehbar gelagerten Formtrommel mehrere Querreihen Formvertiefungen mit Ausstossvorrichtungen angeordnet sind, und oberhalb der Form trommel eine Beschickungsvorrichtung und seitlich der ersteren eine Formpressvorrich- tung angeordnet ist, wobei Mittel vorgesehen sind, welche der Trommel in Übereinstim- mung mit dem Formvorgang eine schrittweise Drehung erteilen,und dass unter der Form trommel ein Förderorgan zum schrittweisen Fördern der Fertigware angeordnet ist. UNTERANSPRÜCHE: 1. Maschine gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Formvertiefungen in Form von Mulden in einer Anzahl Rei hen in gleichmässigem Abstand auf dem Trommelumfang angeordnet sind und die Trommel von der Hauptantriebswelle aus durch ein Malteserkreuzgetriebe über ein Zahnradvorgelege schrittweise angetrie ben. wird, derart, dass die einzelnen Mul denreihen nacheinander in Arbeitsstellung. kommen. 2.Maschine gemäss Patentanspruch und LTn- teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschickungsvorrichtung einen über der Formtrommel angeordneten Be schickungstrichter aufweist, in welchem ein Joch mit Füllstempeln zum Einstamp fen des Formmaterials in die Mulden auf- und abbewegbar angeordnet ist, wobei am Grunde des Beschickungstrichters eine querliegende Rührwelle zum Auflockern des Materials vorgesehen ist. 3.Maschine gemäss Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Formpressvorrichtung eine Reihe horizontal verschiebbar gelagerter Form stempel aufweist, welche einstellbar an einem Joch befestigt sind, das mittelst Exzentern von der Hauptantriebswelle aus hin- und herbewegt wird. 4.Maschine gemäss Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 3, dadurch gekenn zeichnet, dass den Formstempeln eine mit Gummibelag versehene Abdichtungsplatze- zugeordnet ist, welche vor dem Einführen. der Formstempel in die Mulden an den Trommelumfang angelegt wird und die in die Mulden eintretenden Stempel derart umgibt, dass kein Material aus der Mulde herausgedrückt werden kann und die ge formten Töpfe einen glatten Rand erhal ten, wobei das Anlegen der Dichtungs platte entgegen der Wirkung von Rück führfedern durch mittelst Nockenscheiben. der Antriebswelle betätigte Schubstangen erfolgt. 5.Maschine gemäss Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in jeder Formmulde ein mit Rück führfeder versehener Ausstosser angeord net ist, und sämtliche Ausstosser durch eine verschiebbar in der Formtrommel ge lagerte Querstange entgegen den Rück führfedern zum Ausstossen der fertigen Töpfe niedergdrückt werden. 6. Maschine gemäss Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet;.dass das Förderorgan aus einem aus seit lich im Maschinengestell über Führungs rollen und in Längsschienen geführten Längsketten, sowie Verbindungsquerstä- ben zusammengesetzten Band mit ausge setzten Kisten besteht, welche je zur Auf nahme mehrerer Topfreihen bemessen sind, wobei der Antrieb des Förderban des unter Vermittlung eines Malteser kreuzgetriebes erfolgt,dessen Malteser- kreuz eine der Topfreihenzahl jeder Kiste entsprechende Zahl gleich distanzierter Triebschlitze und einen weiteren Trieb schlitz in grösserem Abstande mit beson derem Triebarm für das Überspringen de Abstandes zweier Kisten aufweist.
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| DE1073926B (de) * | 1960-01-21 | Roald Mahler Gartenbaubedarf, Berlin | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Anzuchttopfen |
Families Citing this family (1)
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