DE58780C - Schlagstempelpresse für Formsteine - Google Patents

Schlagstempelpresse für Formsteine

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DE58780C
DE58780C DENDAT58780D DE58780DA DE58780C DE 58780 C DE58780 C DE 58780C DE NDAT58780 D DENDAT58780 D DE NDAT58780D DE 58780D A DE58780D A DE 58780DA DE 58780 C DE58780 C DE 58780C
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DE
Germany
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stone
molds
stones
punch press
shaped stones
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT58780D
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English (en)
Original Assignee
ch. DlESLER und W. maring in Koblenz a. Rhein und h. HUBALECK in Steeden a. d. Lahn
Publication of DE58780C publication Critical patent/DE58780C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28BSHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B5/00Producing shaped articles from the material in moulds or on moulding surfaces, carried or formed by, in or on conveyors irrespective of the manner of shaping
    • B28B5/06Producing shaped articles from the material in moulds or on moulding surfaces, carried or formed by, in or on conveyors irrespective of the manner of shaping in moulds on a turntable
    • B28B5/08Producing shaped articles from the material in moulds or on moulding surfaces, carried or formed by, in or on conveyors irrespective of the manner of shaping in moulds on a turntable intermittently rotated

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Press-Shaping Or Shaping Using Conveyers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 8O: Thon- und Steinwaaren-'Industrie.
Schlagstempelpresse für Formsteine.
Patentirt im Deutschen Reiche vom g. November 1890 ab.
, Die Fabrikation von Bimssandsteinen im Neuwieder Becken hat sich in dem kurzen Zeitraum von 30 Jahren zu einer bedeutenden Industrie herausgearbeitet. Es werden jährlich ca. 125 Millionen Steine in verschiedenen Formaten und ca. 2 Millionen Kaminröhren gefertigt, bis jetzt aber nur durch Handbetrieb. Verschiedentlich hat man versucht, Maschinenpressen zur Fabrikation zu verwenden. Die eigenthümliche Beschaffenheit des Bimssandes lä'fst jedoch ein Pressen desselben nicht' zu. Bimssand oder Bimsstein ist vulkanisch und eine glasige, schaumige Masse. Er ist sehr porös und leicht, verbindet sich gern und mit Leichtigkeit mit Aetzkalk. Ein Pressen desselben ist unmöglich wegen der Vefschiedenartigkeit seines Vorkommens und seiner Formen, bald als dünner Sand, bald als' grofses Korn bis zu ι bis 2 ecm Gröfse.
Verschiedene Schlagmaschinen, die zum Gebrauch empfohlen wurden , . bewährten sich nicht und liefsen keine praktische rentable Verwerthung zu. Die im Jahre 1879 patentirte Maschine No. 7849 zur Herstellung von Schwemmsteinen lieferte zwar die gleich guten Steine, wie durch Handarbeit erzeugt, jedoch leistete sie nicht mehr, wie ein Handarbeiter bei gleicher Anstrengung. Die bisherige Fabrikation besteht in einem Füllen der Formen mit Mörtel (9 Gewichtstheile Bimssand, 1 Theil gelöschter Kalk und Wasser) und dem Schlagen desselben mit einer Platte, bis ca. das 1 ]/2 fache Volumen Mörtel bis zu 2/3 desselben zusammengeprefst ist. Die Fabrikation der Bimssandsteine ist Saisongeschäft, welches bis jetzt nur in den Monaten Mai bis September betrieben werden kann, da der Stein bei einer Temperatur unter o* gefriert. Zur Massenfabrikation ist nur eine kurze Frist übrig, die in nassen Sommern durch Regentage oft unterbrochen wird.
Eine wirklich praktische Maschine wäre dieserhalb willkommen und soll die vorliegende Erfindung eine solche liefern.
Die Maschine besteht aus vier Haupttheilen, und zwar: ? . ■
a) aus der Transportscheibe und deren Bewegungsmechanismus,
b) aus dem Prefsambos und dessen Hebemechanismus,
c) aus der Fallramme und deren Hebewerk,
d) aus den Formen zum Füllen des Mörtels. Die Maschine trägt nach Fig. 1 und 2 auf
einer in der Erde durch Ummauerung und Unterlager geführten verticalen eisernen Centriachse c eine um diese drehbare Transportscheibe t, welche in drei mit quadratischen Oeffnungen durchbrochenen Platten I, II, III ausläuft. . Diese Platten haben in den Oeffnungen Spundfalzen zum Tragen der Blechformunterlagbretter w, welche mit der gefüllten Form bei Fig. II über hochliegende Geleise g g ein-- bezw. ausgeschoben werden.
Zur Umdrehung der Transportscheibe ruhen die Platten I, II, III je auf zwei Laufrollen r und laufen auf einem _|_- Geleise, das auf 80 bis 100 cm entfernte !-Stützen aufgelagert ist, die unter Terrain fest vermauert sind (Fig. 1 und 7).
Das äufsere Gelenkkettengetriebe k treibt die Transportscheibe t ringsum und besteht aus der auf der Centriachse c festsitzenden Kettenrolle O, die mit »der seitlichen Kettenrolle O1 verbunden ist (Fig. ι und 3). Letztere K'etfenrolle trägt oben auf ihrer Achse eine Kreisscheibe s, die in l/B Umfang drei Stück Falllöcher hat (Fig. 2 und 3). Ein auf der Kreisscheibe liegender Drehhebel h greift beim Zurückschieben mit seinem Springstift i jedesmal in ein Fallloch. Durch Anziehen des Hebels wird die Kreisscheibe und nach unten die Kettenrolle um 1J3 Umfang vorwärts gedreht. Diese Hantirung dreht Platte I mit den gefüllten Formen zur Stanze nach II, die gestanzten Steine von II zum Entleeren nach III und die geleerten Formen zur Füllung von III nach I, wodurch ein Kreislauf der Transportscheibe vollendet ist.
Das innere Gelenkkettengetriebe kx dient zum Heben und Senken des in beiderseitigen Nuthenführung· genau gehenden Amboses a, der die fest zu stanzende Mörtelfüllung m während des Stanzens gegen die Fallstanze f drückt, bis die gefüllten Mörtelformen von ca. 15 cm Füllhöhe auf die feste Steinhöhe von 10 cm geprefst ist (Fig. 7, Schnitt E- F). Alsdann senkt sich der Ambos α nieder und setzt die fertigen Steine auf die Transportscheibe t. Diese Pressung wird bewirkt durch Umdrehung der Kettenrolle, welche durch die gufseiserrie Führung gehalten wird und mit einem Muttergewinde auf einer 10 bis 12 cm dicken Schraubenspindel X sitzt, die den Ambos trägt und je nach Umdrehung der Kettenrolle Q auf- und abwärts geht. Diese Kettenrolle ist zu diesem Zwecke mit der Kettenrolle Q1 verbunden.
Letztere trägt nach Fig. 2 und 3 ein Zahnrad £, das in eine endlose Schraube e eingreift. Auf der Schraubenachse e ist ein Sternrad zur Handhabung der vorgenannten Bewegung angebracht (Fig. 2 und 3).
Der hufeisenförmige, unter Terrain fest vermauerte und mit Schienenconstruction gut versteifte Gufsbock trägt die Fallstanze f und dessen Hebe- bezw. Umtriebewerk. Die Triebräder bestehen aus einer Los- und Festscheibe. Auf der Welle dieser Triebscheiben sitzt das Hubrad, das mit zwei sich gegenüberstehenden Hebestiften y die Stanze durch den Hubdaumen ν hebt und fallen läfst. Die Gummiplatte b, Fig. 4, dient zur Vermeidung etwaiger Fallerschütterungen. Die Stanze geht in quadratischer Hohlführung und hat zur Erhöhung der Fallwirkung einen Dorn d, welcher zur Aufnahme schwerer eiserner Lamellen dient.
Die Steinformen bestehen aus steifem Eisenblech und halten entweder nach Fig. 2 50 oder nach Fig. 5 10 Formlöcher.
Zwischen' diesen maschenä'hnlich an einander gesetzten Steinformen ruht eine von oben eingesetzte Füllform, welche 5 cm über den Oberrand der Steinform reicht, so dafs die Steinform mit der Füllform incl. 15 cm hält und zum Füllen bezw. Stanzen fertig ist. Die Füllform wird in ihrer jeweiligen Höhe durch Federn, wie Fig. 6, Schnitt G-H, ergiebt, hochgehalten und senkt sich im Mais der Pressung des Mörtels in die Form bis auf 10 cm Steinhöhe, um nach Entleerung zum Gebrauch hochgehoben zu werden.
Die fertiggestanzten Steine werden von II nach III hingedreht, woselbst der eiserne Formkasten nach oben gehoben, die Steine gegen Stempel gedrückt und durch Widerstand der Stempel auf dem Unterlagbrett u sitzen bleiben. Um die gestanzten Steine nach III unter die Stempel zu bewegen, ist zwischen. Steinform und Stempel Y2 cm Spielraum.
Die 50 Stempel stehen genau über den gestanzen Steinen und sind je aus einem 11Y2 ä 24Y2 cm grofsen Stempelbrett, das gegen eine verticale eiserne Stange befestigt ist, gebildet. Diese eisernen Stangen sind nach oben in eine Bretterdecke eingesetzt, welche von einem seitlichen HolzgerUst getragen wird. Zur besseren Entleerung haben die Steinformen nach unten 2 mm Divergenz. Damit das Kalkwasser aus den Formen bezw. Steinen austreten kann, ist das Unterlagbrett mit einer Anzahl 3 bis 4 mm grofser Sickerlöcher durchbohrt.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Eine Schlagstempelpresse für Formsteine, gekennzeichnet durch eine horizontal liegende, um die verticale Achse c drehbare Formenscheibe mit Durchbrechungen (I, II, III), welche durch Drehen über eine Fallramme f gebracht werden, unter welcher sich ein durch Schraubenspindel χ vertical beweglicher Ambos α befindet, welcher die Unterlagbretter u der Formen zum Zwecke der Ent- und Verkuppelung mit dem Drehtisch hebt und senkt.
2. An der im Anspruch 1. gekennzeichneten Presse die in den Steinformen befindlichen Füllformen, gekennzeichnet durch auf einer Platte hervorragende Rippen, welche in die in den Steinformen befindlichen Nuthen eingeführt und daselbst durch Federn am Zurückprallen beim Aufschlagen der Rammen gehindert werden.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT58780D Schlagstempelpresse für Formsteine Expired - Lifetime DE58780C (de)

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