CH143409A - Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Phenolen und Aldehyden. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Phenolen und Aldehyden.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Phenolen und Aldehyden. Die Erfindung bezieht sich auf die Her stellung von Kondensationsprodukten aus Phenolen und Aldehyden. Sie bezweckt, ein Verfahren zu liefern, nach welchem solche Produkte leicht, billig und, falls gewünscht, in grossen Portionen hergestellt werden kön nen.
Es ist bekannt, dass Phenolaldehyd-Kon densationsprodukte des unschmelzbaren Ty pus hergestellt werden können durch die di rekte Verbindung von Phenol und Aldehyd oder aldehydabgebenden Körpern, wie zum Beispiel Formaldehyd, Paraformaldehyd, Hexamethylentetramin in geeigneten Mengen verhältnissen. In der Regel arbeitet man mit äquimolekularen Mengen; doch kann man die Mengenverhältnisse nach den gewünsch ten Eigenschaften der herzustellenden Pro dukte etwas variieren.
Ist das betreffende Phenol in entschie denem Überschuss vorhanden und wird ins besondere ein saures Kontaktmittel verwen det, dann entsteht ein harzartiges Konden sationsprodukt des dauernd schmelzbaren Typus. Dieses schmelzbare Harz kann in das unschmelzbare Harz übergeführt werden durch Einwirkung mindestens solcher Al dehydmengen, durch die das äquimolekulare Verhältnis zwischen dem Phenol und den Methylengruppen wieder hergestellt wird.
Diese unschmelzbaren, durchsichtigen Harze, mögen sie nun direkt in einer Ope ration hergestellt sein oder indirekt durch Reaktion des schmelzbaren Harzes mit wei teren Aldehydmengen, sind geneigt, in dik- ken Schichten einen rötlichen oder orange farbenen Stich zu zeigen, der durch genügend langes Erhitzen beseitigt werden kann, da er wahrscheinlich durch Teilchen von kolloi daler Grösse verursacht wird (vergleiche amerikanische Patentschrift Nr.<B>1310088</B> vom 15. Juli 1919).
Für die transparenten Harze, die nach dem vorliegenden Verfahren aus gereinigten Phenolen hergestellt werden können, ist es charakteristisch, da.ss sie völlig frei von diesem orangefarbenen Stich sind.
Nach der vorliegenden Erfindung wird zunächst ein Phenolaldehydharz des schmelz- baren Typus hergestellt. Dieses erste Harz wird dann mit einer weiteren Phenol menge behandelt, worauf dann mindestens solche Mengen von Aldehyd hinzugefügt werden, welche zur Wiederherstellung des äquimolekularen Verhältnisses ausreichen. Das resultierende reaktionsfähige Gemisch kann dann mit oder ohne Zusatz von Füll stoffen oder dergleichen durch genügend lange Einwirkung von Wärme gehärtet werden.
Nachstehend wird ein Beispiel für die Herstellung aus Phenol und Formaldehyd eines durch Einwirkung der Wärme in ein transparentes Harz des unschmelzbaren Typus umwandelbaren Produktes gegeben. Es sei jedoch bemerkt, dass die vorliegende Erfin dung nicht auf die im Beispiel angeführten besonderen Mengenverhältnisse beschränkt ist; das Verfahren ist ferner nicht beschränkt auf die Herstellung von durchsichtigen Kon densationsprodukten, denn beim Zusatz von geeigneten Füllmitteln oder sonstigen nicht mit dem Harz in Reaktion tretenden Ma terialien wird das Verfahren für die Her stellung von Pressmischungen oder dergleichen verwendbar. Ebenso kann es in Verbindung mit geeigneten Lösungsmitteln für die Her stellung von Firnissen und andern Lösungen, Imprägnierflüssigkeiten und ähnlichem nutz bar gemacht werden.
Zunächst wird ein Phenolaldehydharz der dauernd schmelzbaren und löslichen Art in bekannter Weise hergestellt, wobei ungefähr 7,5 Phenolgruppen auf 6,0 Methylengruppen. vorzugsweise in Gegenwart eines sauren Kontaktmittels, verwendet werden. Dieses Harz wird mit Wasser bis zur nahezu voll ständigen Entfernung des Kontaktmittels gewaschen. Es wird dann bei einer Tempe ratur getrocknet, welche genügt, das Wasser und die flüchtigen Produkte auszutreiben. und kann dann zur Ermittlung des genauen Verhältnisses zwischen Phenol- und Methylen- gruppen untersucht werden.
Zu diesem Harz wird dann Phenol hinzu gefügt und durch gründliches Rühren mit dem Harz vermischt. Die zugesetzte Phenol- menge kann in ziemlich weiten Grenzen schwanken (unter entsprechender Anpassung der Menge des aldehydhaltigen oder aldehyd abgebenden Körpers, der in der späteren Her stellungsphase verwendet wird); doch hat es sich als vorteilhaft erwiesen, das Phenol in solcher Menge zuzusetzen, dass das Verhält nis in der resultierenden Mischung etwa 9 bis 12 Phenolgruppen auf 6 Methylengruppen beträgt.
Zu dieser Mischung wird dann ein form- aldehydhaltiger oder ein formaldehydab gebender Körper, zum Beispiel eine Formal dehydlösung, hinzugefügt, und zwar in einer Menge, welche zur Herstellung geeigneter Verhältnisse für die Bildung unschmelzbarer Produkte ausreicht. Wie oben angegeben, ist dieses Verhältnis ungefähr äquimolekular.
In einem speziellen Falle, wo ein durch sichtiges Produkt erwünscht ist, beträgt es 6.-1 Phenolgrappen zu 6 Methylengruppen. In Verbindung mit dem Formaldehyd wird zweckmässig ein basisches Kontaktmittel zu gesetzt, und zwar vorteilhaft Ammoniak, ent weder als solches oder in der Form von Hexa- methylentetramin, Hexamethylentetramin- Triphenol oder dergleichen, im Verhältnis von etwa 0,1 % auf das trockene Harz be rechnet.
Die erhaltene Mischung wird gründlich umgerührt, in Formen gegossen und bei etwa 40 C stehen gelassen. Nachdem sie er starrt ist, wird sie aus der Form entfernt und auf Horden in einen Trockenschrank ge bracht, worin sie langsam in eine feste, harte ,Masse übergeführt wird, welche gesägt, ge schnitten, geschliffen oder sonstwie weiter verarbeitet werden kann.
An Stelle von Phenol können natürlich Kresol oder Kresolmischungen oder andere Phenolkörper verwendet werden. Die Erfin dung zeigt zwar spezielle Vorteile bei der Anwendung für die Herstellung transparen ter Harze; doch ist sie, wie bereits gesagt, nicht auf diese beschränkt.
Nach der vorliegenden Erfindung wird also das zunächst vorgeformte, schmelzbare Phenola.ldehydharz mit genügend Phenol, Kresol oder andern Phenolkörpern vermischt, um einen entschiedenen Überschuss der Phe nolgruppe herzustellen, zum Beispiel 9 bis 12 Phenolgruppen auf 6 Methylengruppen.
Zu dieser Mischung wird so viel eines formal dehydhaltigen Körpers, wie zum Beispiel Formaldehyd oder dessen Äquivalente, hin zugefügt, dass das Verhältnis von nahezu 1:1 zwischen den Phenol- und Methylengruppen hergestellt wird, oder aber in solcher An näherung an dieses Verhältnis, dass ein re aktionsfähiges Gemisch entsteht, das heisst eine Masse, welche durch Anwendung von Hitze in ein harzartiges Produkt des un- schmelzbaren Typus übergeführt werden kann.
An Stelle von Formaldehyd kann man auch andere Aldehyde oder aldehydabgebende Körper verwenden, welche mit Phenolen in gleicher Weise reagieren, wie zum Beispiel Acetaldehyd, Furfuraldehyd, Benzaldehyd, Hexamethylentetramin und dergleichen, so wie Mischungen derselben mit Formaldehyd.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Konden sationsprodukten aus Phenolen und Aldehy- den durch Einwirkung von Aldehyden auf Phenole, dadurch gekennzeichnet, dass die Einwirkung stufenweise vorgenommen wird, indem man zunächst ein schmelzbares Phenol- aldehydkondensationsprodukt herstellt, die ses mit Phenolen vermischt, um einen ent schiedenen Überschuss der Phenolgruppen her zustellen, und der Mischung mindestens so viel Aldehyd hinzufügt, dass Phenol- und Methylengruppen im nahezu äquimolekularen Verhältnis vorhanden sind, so dass ein härt- bares Harz entsteht, das durch genügende Wärme in ein unschmelzbares Produkt über führbar ist.UNTERANSPRUCH: Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man dem schmelzbaren Phenolaldehydkondensahonsprodukt so viel Phenolkörper hinzufügt, dass auf etwa 9 bis 1 \? Phenolgruppen 6 Methylengruppen ent fallen, dann so viel .Aldehyd hinzufügt, dass die Phenol- und Methylengruppen ungefähr im Verhältnis von 1 : 1. vorhanden sind.
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