AT134996B - Verfahren zur Herstellung von Kunstmassen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kunstmassen.

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  Verfahren zur Herstellung von   Kunstmassen.   



   In den Patenten Nr. 123866, Nr. 129753 und Nr. 132705 sind verschiedene Zusatzstoffe beschrieben, durch welche die in Gegenwart von Säure hergestellten Kondensationsprodukte aus aromatischen Aminen mit Formaldehyd in ihren Eigenschaften, wie z. B.   Fliessfähigkeit, Härtbarkeit,   Wärmefestigkeit u. dgl., weitgehend verändert werden können. Als solche Zusätze wurden in den genannten Patenten erwähnt : Härtungsmittel, wie z. B. Aldehyde, aldehydabspaltende Mittel, härtbare Aldehydkondensationsprodukte, ferner Flussmittel, wie z. B. schmelzbare Aldehydkondensationsprodukte usw. 



   Nach diesen Patenten werden den fertigen, von Säure befreiten, getrockneten und zerkleinerten Amin-Formaldehyd-Harzen die Zusatzstoffe durch Zusammenmahlen, Aufspritzen u. dgl. einverleibt. 



  Es hat sich nun herausgestellt, dass möglichst vollkommene Homogenität der Mischung von grösster Bedeutung ist zur Erzielung der bestmöglichen Eigenschaften der Fertigprodukte. Durch Mischen in trockenem Zustande kann nun eine vollkommene Homogenität nur unter erheblichem Zeitaufwand erzielt werden. Ausserdem sind manche Zusatzstoffe viskose,   syrupöse   oder schmierige Massen, die sich nur schwer gleichmässig im Substrat verteilen lassen. Sucht man diesem   Dbelstand durch Anwendung von   
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 was einen weiteren Arbeitsgang    und Verluste bedingt..   



   Wie sich nun herausgestellt hat, besitzen die   frischgefällten   Aminharze aus aromatischen   Aminen   und Formaldehyd wohl infolge ihrer   ausserordentlich   grossen   Oberfläehenentwicklung   eine so grosse Adsorptionsfähigkeit für organische Substanzen, dass auch an sich   nicht unbeträchtlich wasserlösliche Kompo-   nenten von denselben sehr fest gebunden werden, so dass auch bei gründlichem Auswaschen nur unbe-   trächtliche   Verluste an denselben entstehen.

   Infolge dieser Eigenschaft ist es   möglich,   viele Zusatzstoffe, wie Aldehyde, Aldehydkondensationsprodukte, Flussmittel u. dgl., direkt in der wässerigen Reaktionlösung mit den Amin-Formaldehyd-Harzen zu kombinieren und dadurch nicht nur eine besonders gleichmässige Verteilung zu erzielen, sondern auch die manchmal umständliche und kostspielige Isolierung von Zusatzstoffen zu umgehen, indem auch ölige und syrupöse Substanzen durch Adsorption auf den voluminösen Amin-Formaldehyd-Harzen gleichmässig niedergeschlagen werden und sehr gut filtrierbar Niederschläge liefern, die sich leicht auswaschen, trocknen und pulverisieren lassen. 



   Besonders wertvoll ist dieses Verfahren zur homogenen Fixierung der Harze auf und in Substraten, 
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 und mit 80 Teilen Furfurol vermahlen. Beim Verpressen entstehen Presskörper von sehr guten Eigenschaften. 



   Beispiel 4 : Man löst 93 Teile Anilin in der äquivalenten Menge verdünnter Salzsäure, setzt 95 Teile Formalin   (3S%ig) zu   und erwärmt eine Stunde auf 50 . Anderseits stellt man eine Lösung von 15 Teilen eines alkalilösliellen Phenolharzes in so viel verdünnter   Natronlauge   her, dass nach dem Eingiessen des Anilin-Formaldehyd-Kondensationsproduktes der entstehende Brei noch schwach sauer reagiert, stumpft den letzten Rest der Säure mit Soda ab, erwärmt auf   zirka 600 und   filtriert und   wäscht   den Niederschlag. Durch Trocknen und Zerkleinern erhält man ein Pulver, das sich ausgezeichnet verpressen lässt. 



   Beispiel 5 : Eine saure   Kondensationslösung aus   93 Teilen Anilin, 80 Teilen konzentrierter Salz- säure, 1000 Teilen Wasser und 110 Teilen   o8% iger l'ormaldehydiösung lasst   man in eine   dureh Konden-   sation von Phenol mit 1 Mol Formaldehyd in   verdünnter alkalischer Lösung   erhaltene stark alkalische Lösung von Phenolalkoholen einfliessen, die etwa 25 Teile Phenolalkohole enthält. Die vereinigte Lösung wird schwach sodaalkalisch gestellt und der dadurch erhaltene Niederschlag abgesaugt, gewaschen und getrocknet. Das Produkt lässt sich bei 1500 zu   völlig homogenen Presskorpern   verpressen. 



   Beispiel 6 : 104 Teile Anhydroformaldehydanilin werden in 200 Teilen warmem Wasser verrührt und 300 Teilen einer   12% igen   Salzsäure zugesetzt.   Man rührt nun   bei   60-90 ,   bis alles gelöst ist, fügt unter Rühren 15 Teile Furfurol hinzu und lässt das Gemisch in eine durch mehrtägiges Stehenlassen von 15 Teilen Phenol und   2'5 äquivalentem Formaldehyd   in verdünnter alkalischer Lösung erhaltene Lösung von Polyphenolalkoholen einlaufen, der vor der Vereinigung genügend Soda zum Neutralisieren der sauren   Aminharzlosung   zugefügt worden war. Es scheidet sich ein voluminöser Niederschlag aus, der abgesaugt, gewaschen und getrocknet wird. Das Pulver lässt sich bei sehr gutem Fluss zu Presskörpern verpressen. 



   An Stelle von Anilin bzw. Anhydroformaldehydanilin können in obigen Beispielen auch dessen Homologe, wie z. B. o-Toluidin, m-Xylidin u. dgl. bzw. die entsprechenden Schiffschell Basen oder Gemische genannter Homologer, insbesondere mit Anilin bzw. Anhydroformaldehydanilin Verwendung finden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Kunstmassen durch Behandlung von in Gegenwart etwa äquivalenter Mengen einer Säure hergestellten Kondensationsprodukten aus aromatischen Aminen und Formaldehyd mit Zusätzen, wie Aldehyden, aldehydabspaltenden Mitteln, Aldehydkondensationsprodukten, Flussmitteln u. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass diese Zusätze vor der Trocknung und Zerkleinerung der primären Kondensationsprodukte zugegeben werden.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die EMI2.2 werden.
    3. Ausführungsform des Verfahrens nach Patentanspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass basenlösliche Zusatzstoffe in der zur Neutralisation der sauren Kondensationslösung dienenden Base aufgelöst und so gemeinsam mit dem Amin-Formaldehyd-Harz gefällt werden.
    4. Ausführungsform des Verfahrens nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzstoffe nach der Entfernung der Säure auf dem suspendierten Amin-Formaldehyd-Harz niedergeschlagen werden.
AT134996D 1930-07-09 1931-06-06 Verfahren zur Herstellung von Kunstmassen. AT134996B (de)

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