CH142016A - Sicherheitseinrichtung an Operationstischen oder dergleichen. - Google Patents

Sicherheitseinrichtung an Operationstischen oder dergleichen.

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CH142016A
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Krankenhausbedarf G M B H
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Krankenhausbedarf G M B H
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Description


  Sicherheitseinrichtung an Operationstischen oder dergleichen.    Bei den bisher bekannten verstellbaren  Operationstischen kommt es häufig vor, dass  sie sich plötzlich aus ihrer eingestellten Lage  nach unten bewegen, sobald aus irgend einem  unvorhergesehenen Grunde die Einstellvor  richtung des Operationstisches sich löst.  Eine derartige plötzliche     Lagenänderung    des  Operationstisches ist für den behandelnden  Arzt sehr unangenehm und für den zu ope  rierenden Patienten mit     grossen    Gefahren ver  bunden.  



  Die vorliegende Erfindung bezweckt die  Beseitigung dieser Nachteile dadurch, dass  die verstellbare Wiege des     Operationstisches     mit einer mit Luft arbeitenden     Dämpfungs-          bremse    in Verbindung steht. Infolgedessen       wird    eine plötzliche grobe     Lagenänderung     des Operationstisches bei zufälligem un  gewolltem Lösen der die Lage der Wiege  bestimmenden Einstellvorrichtung verhindert  und die daraus entspringenden Gefahren  momente für den Patienten ausgeschaltet.  



       In    der beiliegenden Zeichnung ist der    Gegenstand der Erfindung in den     Fig.    1 bis 3  in zwei Ausführungsformen beispielsweise  veranschaulicht. Es zeigt:       Fig.    1 eine Vorderansicht der Wiege des  Operationstisches,       Fig.    2 einen Schnitt nach der Linie     A-A     der     Fig.    1, .  



       Fig.    3 eine Seitenansicht des     Operations-          tisches,    bei dem auch die Rückenplatte mit  einer Sicherheitsbremse versehen ist, teil  weise im     Schnitt.     



  Die aus den beiden     Schenkeln    1 beste  hende Wiege des Operationstisches ist in  den Lagern 2 des     U-förmigen        Hauptträgers    3  drehbar gelagert und kann in     beliebiger     Weise nach Lösen einer nicht gezeichneten       Einstellvorrichtung    aus der mit vollen Li  nien gezeichneten Lage der     Fig.    2 in irgend  eine beliebige     Winkelstellnug,    beispielsweise  in die     wagrechte;    gestrichelte Stellung 1',       verschwenkt    werden.

   In den Ansätzen 4 der  Wiege 1 sind zwei Stangen 5     (Fig.    1 und 3)  drehbar gelagert, -die mittelst einer Hülse 6           miteinander    in Verbindung stehen. Die  Hülse 6 ist ihrerseits in geeigneter Weise  mit einem Zylinder 7 fest verbunden, den  sie bei der oben erwähnten     Verschwenkung     der Wiege 1 in die gestrichelte Lage 7' mit  nimmt. Bei dieser Bewegung verschiebt sich  der Zylinder 7 relativ zu dem in ihm be  findlichen Kolben 8, dessen Kolbenstange 9  an ihrem äussern Ende im Punkte 10 an  einem Ansatz des     U-Trägers    3, der die Wiege  1 trägt, drehbar befestigt ist.

   Während der       Relativbewegung        zwischen    Zylinder 7 und  Kolben 8 wird durch den engen Luftkanal  11, der durch Nadelventile oder dergleichen  regulierbar ist, Luft in den Zylinder ein  gesaugt. Dieser Kanal ist aus einem weiter       unten    noch zu erwähnenden Grunde so eng,  dass die Luft nur langsam eingesaugt werden  und die gewünschte     Verschwenkung    der  Wiege 1 daher nicht mit der für manche       Operationen    erwünschten Geschwindigkeit  erfolgen könnte. Um diesem Übelstande ab  zuhelfen, werden zweckmässig am Zylinder  mantel noch eine oder mehrere grössere Öff  nungen 12 angeordnet, die mit federbelaste  ten Saugventilen oder dergleichen versehen.  "sind.

   Die letzteren, die der Übersichtlichkeit  halber nicht gezeichnet sind, öffnen sich bei  der erwähnten     Verschwenkung    der Wiege 1  nach oben selbsttätig und ermöglichen in  folge des vergrösserten     Luftdurchtrittsquer-          schnittes    ein bequemes Einsaugen der Luft,  so dass die Einstellung der Wiege 1 in der       gewünschten    Höhe rasch erfolgen kann.

   D  einerseits die Wiege 1 vermittelst der dreh  bar gelagerten Stange 5 gelenkig mit dem  Zylinder 7 verbunden und anderseits das       Kolbenstangenende    im Punkte 10 drehbar  gelagert ist, so werden während des     Ver-          schwenkens    der Wiege jegliche     Klemmungen     im Gestänge der Wiege     verhindert.     



  Wenn die Wiege 1 in der angegebenen  Weise in irgend eine erforderliche Winkel  stellung 1' gehoben worden ist und aus  irgend einem unvorhergesehenen Grunde die  nicht gezeichnete Einstellvorrichtung der  Wiege sich löst, so ist trotzdem ein plötz  liches     Abwärtsbewegen    des     Operationstisches       unmöglich. Denn die zwischen dem Kolben 8  und dem Zylinderboden befindliche Luft  kann hierbei nur in dem Masse langsam von  dem Kolben 8     ausgeschoben    werden, wie es  der enge, durch Nadelventil oder dergleichen  regulierbare Kanal 11 ermöglicht, da die  grösseren, mit Ventilen oder dergleichen     ver-          sehenen    Öffnungen 12 durch deren Federn  selbsttätig abgeschlossen werden.

   Infolge  dessen wird also die unerwünschte Senkungs  bewegung des Operationstisches abgedämpft  und das gefahrvolle plötzliche     Abwärtsbewe-          gen    des Operationstisches verhindert. Ferner  ergibt diese Sicherheitseinrichtung noch den  Vorteil, dass der Operationstisch bei gewoll  ter Abwärtsbewegung langsam gleitet, ohne  dass eine Unterstützung durch eine oder meh  rere Personen nötig ist. Die Abwärtsbewe  gung kann beschleunigt oder verlangsamt  werden, je nach Einstellung des Nadelventils  oder dergleichen im     Luftdurchtrittskanal    11.  



  In entsprechender Weise können auch die  übrigen     verstellbaren    Einzelteile des Opera  tionstisches mit Sicherheitsbremsen versehen  sein. Gemäss     Fig.        Ö    ist eine solche Brems  vorrichtung an der um den Punkt 19     ver-          schwenkba.reri        Rückenplatte    13 angeordnet.  An der letzteren ist zu diesem Zwecke eine  mit dem Bremszylinder 14 fest verbundene  Hülse 15 im Punkt 16 gelenkig angebracht,  während das äussere Ende der Kolbenstange  17 in geeigneter Weise an den Stangen  der die Rückenplatte 18 tragenden     'N#@T        iege    i.  drehbar befestigt ist.

   Ein plötzliches Herab  bewegen der in ihrer Lage eingestellten  Rückenplatte 13 wird in ähnlicher Weise  wie bei der Sicherheitsbremse 7, 8 der Wiege  verhindert, da auch hier die Luft nur ganz  langsam von dem Kolben durch den engen  Kanal 18     ausgeschoben    werden kann.  



  Um bei Einstellung der Wiege oder der  sonstigen verstellbaren Einzelteile des Ope  rationstisches in die erforderliche Winkel  stellung die Anfangsbewegung zu erleich  tern, kann zweckmässig im Zylinder     zwischen     Zylinderboden und Kolben eine Druckfeder  angeordnet werden. Die Luftkanäle 11, 12  könnten gegebenenfalls auch statt am Zylin-           dermantel    im Zylinderboden angebracht sein.  Ferner kann man auch unter Umständen den  Zylinder 7 statt an der Wiege 1 an dem     U-          förmigen    Träger 3 drehbar anordnen und  die Kolbenstange mit der Wiege gelenkig  verbinden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Sicherheitseinrichtung an Operations tischen oder dergleichen, dadurch gekenn zeichnet, dass die verstellbare Wiege (1) des Operationstisches mit einer mit Luft arbei tenden Dämpfungsbremse (7, 8) in Verbin dung steht,, die eine plötzliche grobe Lagen änderung des Operationstisches bei zufälli gem ungewolltem Lösen der die Lage der Wiege bestimmenden Einstellvorrichtung verhindert, beziehungsweise bei gewollter Lagenänderung eine solche ohne Unterstüt zung ermöglicht. UNTERANSPR üCHE 1.
    Sicherheitseinrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verhinderung von Klemmungen die Wiege (1) mit dem Bremszylinder (7) gelenkig verbunden ist, während das äussere Ende der Kolbenstange (9), deren Kolben (8) bei gegebenenfalls ein tretender Bewegung der Wiege (l) die im Zylinder befindliche Luft unter Dämpfung der unerwünschten Bewegung durch eine enge Öffnung (11) auszu- schieben versucht, an ihrem Befesti gungspunkt (10) drehbar gelagert ist. 2.
    Sicherheitseinrichtung nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am Zylindermantel oder -boden ausser dem die Dämpfung verursachenden engen Luftdurchtritts- kanal (11) noch ein oder mehrere grössere, mit federbelasteten Ventilen oder der gleichen versehene Kanäle (12) angeord net sind, die bei einer Verschwenkung des Operationstisches sich nach oben selbsttätig öffnen und somit durch Ver grösserung des Luftdurchtrittsquerschnit- tes unter .Aufhebung der Dämpfung eine rasche Relativverschiebung des Kolbens (8) ermöglichen. 3. Sicherheitseinrichtung nach.
    Patentan spruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (8) unter Wirkung einer Feder steht. die bei Einstellung des Operationstisches seine Anfangsbewegung erleichtert. 4. Sicherheitseinrichtung nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in gleicher Weise wie die Wiege (1) mindestens einer der andern verstellbaren Einzel teile des Operationstisches (13) mit einer mit Luft arbeitenden Dämpfungsbremse (14, 17) in Verbindung steht.
CH142016D 1928-10-20 1929-08-09 Sicherheitseinrichtung an Operationstischen oder dergleichen. CH142016A (de)

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