CH127013A - Haltbares Färbepräparat und Verfahren zu seiner Herstellung. - Google Patents

Haltbares Färbepräparat und Verfahren zu seiner Herstellung.

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CH127013A
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  Haltbares Färbepräparat und Verfahren zu seiner Herstellung.    Die vorliegende Erfindung bezieht sich  auf ein haltbares Färbepräparat, das für die  Färberei, Druckerei oder das Schablonieren  verwendbar ist.  



       Es    wurde gefunden, dass Färbemittel (das  heisst Farbstoffe oder Körper, aus denen sich  Farbstoffe entwickeln), welche schwer lös  lich oder unlöslich in Wasser sind, in hoch       disperser    Form verteilt werden können, wenn  man sie mit     dispergierend    wirkenden Mitteln,  die eine aromatische     Sulforicinolsäure    oder  ein Salz derselben, zum Beispiel ein     Alkali-          salz,    enthalten, mischt. Solche Säuren kann  man erhalten durch Behandeln eines Ge  misches     vonRicinusöl    und einer aromatischen  Zierbindung, zum Beispiel Benzol, Phenol  oder Naphtalin mit Schwefelsäure. Durch  Neutralisation der Säuren kann man dann  die Salze erhalten.

    



  Die Behandlung des schwer löslichen  oder unlöslichen Färbemittels mit der aro  matischen     Sulforicinolsäure    oder einem Salz  derselben kann so ausgeführt werden, dass  man das Färbemittel mit dem     dispergierend     wirkenden Mittel gut mischt oder mahlt,    mit oder ohne Anwendung von Wasser oder  Wärme. Man kann,     f.allst    gewünscht, ver  hältnismässig grosse Mengen Wasser zusetzen  und dann konzentrieren und     abfiltrieren.     



  Besonders: wertvoll sind die Präparate  für die Anwendung bei Stoffen, die aus       Zelluloseacetat    bestehen, oder solches     ent-          haltei7;    das unlösliche oder schwer lösliche  Färbemittel wird dann so gewählt, dass es       Affinität    zum     Zelluloseacetat    hat.

   Als solche  Färbemittel seien beispielsweise folgende ge  nannt: Nicht sulfonierte oder andere min  destens schwer lösliche Derivate der     Azo-          Körper;    einfache     Aminobasen,    die bei der       Azotierung    Verwendung finden, zum Bei  spiel     p-Nitranilin,        m-Nitranilin,        Benzidin,          Dianisidin,        Diamethyl.anilin,        a-Naphtylamin     oder     Diphenylamin;

      nicht reduzierte     Tndo-          phenole        (Aryl-    oder substituiertes     A.ryl-          benzochinon    oder     Naphtochinoumonoimide;     ferner mindestens schwer     lösliche-Farbstoffe     der     Polyarylmethan-,        Oxazin-,        A'zin-,        Thiazin-          reilie    oder der     unreduzierte        Indigöilde    oder       basische    Derivate der     Anthrachinonreihe;

       ferner mindestens schwer lösliche Pyrazol-           onderivate,    zum Beispiel nicht     sulfonierte          Azoderivate    von     Pyrazolonen;        unreduzierte          Küpenfarbstoffe    der     Anthrachinonreihe;     mindestens schwer lösliche Nitroderivate der       Diarylamine;    mindestens schwer lösliche       Acidylaminoanthrachinone    oder     Substitutions-          produkte    derselben; mindestens schwer lös  liche     Stilbenderivate.     



  Es können auf diese Weise solche Färbe  präparate erhalten werden, welche sich auf       Acetatzellulosewaren    anwenden lassen, und  zwar in sauren, neutralen oder alkalischen  Färbebädern, die mit hartem Wasser ange  setzt sein können.  



  Die     dispergierend    wirkenden Mittel, die  beim Verfahren verwendet werden, können  auf irgend eine bekannte und     geeigneteWeise     hergestellt werden.         Beispiel   <I>1:</I>    77,5 kg     .Schwefelsäure    (Monohydrat) wer  den in eine mit Kühlmantel versehene Misch  vorrichtung gebracht und 27 kg     Naphtalin     zugesetzt; dann lässt man während einer  Stunde 27 kg Rizinusöl zufliessen und im  Kühlmantel Wasser zirkulieren, so dass die       Temperatur    nicht über 25 bis 3,0   C steigt.

    Das Wasser wird dann aus dem Kühlmantel  abgelassen, und in denselben dann Dampf  eingeblasen, wobei die Erwärmung dem  Grad des     Schäumens    der Mischung entspre  chend geregelt     wird.    In der Regel kann man  die Temperatur innerhalb 8 Stunden stei  gern auf 95 bis<B>100'</B> C, wenn das Schäumen  zum grössten Teil aufgehört hat. Dann wird  die Temperatur auf 105   C gesteigert und  auf dieser Höhe     21/2        Stunden    lang gehalten,  worauf man die Masse auf eine mässige Tem  peratur abkühlen lässt. Man lässt dann 585  Liter 20%ige Kochsalzlösung zulaufen, rührt  gut durch und lässt absitzen. Die Kochsalz  lösung wird     abgesawgf    und die Ölschicht  noch zweimal wie beschrieben behandelt.

    Dann wird das     @Öl    abgetrennt, mit 9 bis 12  Liter heissem Wasser gemischt, mit     30%iger     Lösung von     kaustischer    Soda     neutralisiert     und zuletzt das Ganze durch Zusatz von    Wasser auf ein Gewicht von     1.10    kg ge  bracht.  



  Mit 1,85 kg des so erhaltenen     disper-          gierend    wirkenden Mittels werden 0,45 kg  von     4'-hy        droxy-2    :     4-dinitrodiphenylamin    in  einem geeigneten Apparat     vermahlen    und  dann Wasser zugesetzt bis das Ganze ein  Gewicht von 4,5 kg hat.  



  Die so erhaltene Paste kann, zwecks An  wendung zum Färben mit 45 Liter kochen  den Wassers versetzt und einem Färbebad,  das 1350 Liter weiches Wasser und 1,35 kg       Olivenölseife    enthält, zugesetzt werden.         Beispiel   <I>2:</I>    0,45 kg     a-Acetylaminoanthrachinon    wer  den zu feinem Pulver gemahlen und dann  mit 1,8 kg neutralem     Sulfonaphtalinrizinol-          saurem    Natrium, das wie in Beispiel 1 dar  gestellt wurde, versetzt. Das, Ganze wird  dann auf 75 bis<B>80'</B> unter Rühren erhitzt,  bis die Masse so homogen als möglich ge  worden ist. Das Präparat kann auf 45 Liter  mit heissem Wasser verdünnt und einem  Färbebad zugesetzt werden, das 1350 Liter  gewöhnliches Wasser enthält.

      <I>Beispiel 3:</I>    <B>0,675</B> kg Indophenol, erhalten durch  Oxydation von     p-Aminodiaethylanilin    und       a-Naphtol    in alkalischer Lösung     (1-p-dia-          ethylaxrinophenyl-4-naphtochinonmonoimid)     werden in fein verteiltem Zustand überge  führt und bei mässiger Temperatur in 2,25  kg neutralem     Sulfonaphtalin-rizinolsaurem     Natrium (hergestellt nach Beispiel 1), bis  zu möglichst hoher Homogenität verrieben.  Die Dispersion kann mit 45 Liter warmem  Wasser verdünnt und     dureh    ein Filtertuch  in ein Färbebad von 1350 Liter Wasser ge  gossen werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Haltbares Färbepräparat, dadurch ge kennzeichnet, dass es ein mindestens schwer lösliches Färbemittel und eine aromatische Sulforizinolsäureverbindung als dispergie- rend wirkendes Mittel enthält. UNTERANSPRÜCHE: 1. Färbepräparat gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass es ein sol ches Färbemittel enthält, das zu Zellu- loseacetat Affinität besitzt. ?. Färbepräparat gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass es als dis pergierend wirkendes Mittel eine Verbin dung der Sulfonaphtalinrizinolsäure ent hält.
    PATENTANSPRUCH II: Verfahren zur Herstellung des Färbe präparates nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, da.ss man ein mindestens schwer lösliches Färbemittel mit einem dis- pergierend wirkenden Mittel innig vermischt, das eine Verbindung einer aromatischen Sul- forizinolsäure enthält. UNTERANSPRUCH: 3. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass man das Färbemittel mit dem dispergierend wir kenden Mittel erhitzt.
CH127013D 1926-04-10 1927-03-08 Haltbares Färbepräparat und Verfahren zu seiner Herstellung. CH127013A (de)

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