DE632996C - Verfahren zum Faerben von Acetatseide - Google Patents

Verfahren zum Faerben von Acetatseide

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DE632996C
DE632996C DEG86533D DEG0086533D DE632996C DE 632996 C DE632996 C DE 632996C DE G86533 D DEG86533 D DE G86533D DE G0086533 D DEG0086533 D DE G0086533D DE 632996 C DE632996 C DE 632996C
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dyeing
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  • Verfahren zum Färben von Acetatseide Zum Färben von Acetatseide verwendet man bekanntlich zweckmäßig schwach basische, schwer- oder unlösliche Farbstoffe. Während eine große Anzahl derartiger Farbstoffe Acetatseide nur in schwachen oder matten Tönen färben, ist die Zahl der Farbstoffe, die Acetatseide in tiefen, ausgiebigen Tönen färben, verhältnismäßig gering. Diese Zahl läßt sich nicht ohne weiteres durch Einführung von Substituenten vergrößern, da die Vergrößerung des Farbstoffmoleküls sehr oft mit einer starken Verminderung des Ziehvermögens des Farbstoffs gegenüber Acetatseide verbunden ist.
  • Es wurde nun gefunden, daß an sich mäßig färbende Farbstoffe in unerwarteter Weise zum Ziehen gebracht werden, wenn man sie mit ähnlich zusammengesetzten und in ähnlichen Tönen färbenden Farbstoffen vermischt. Die Erhöhung der Affinität, die dadurch erzielt wird, ist eine ganz wesentliche und erlaubt Farbstoffe, die ansonst praktisch nicht verwertbar sind, mit Erfolg zu verwenden. Die mäßig ziehenden Farbstoffe können auch dadurch zum Ziehen gebracht werden, daß man sie mit Farbstoffen vermischt, die für sich allein ein praktisch genügendes Ziehvermögen für Acetatseide haben, wodurch eine Verbesserung des Ziehvermögens des bereits brauchbaren Acetatseidenfarbstoffes erzielt werden kann.
  • Somit erlaubt das neue Verfahren eine Reihe von Farbstoffen, die trotz ihrer sonstigen guten bzw. vortrefflichen Eigenschaften infolge ihrer mangelnden Affinität praktisch bedeutungslos waren, mit Erfolg zu verwenden.
  • Die Herstellung der Mischungen kann derart geschehen, daß man bei der Herstellung der Farbstoffe den einzelnen Komponenten ihre Homologen, Isomeren oder Analogen zusetzt, oder daß man die fertigen Farbstoffe in einem gemeinsamen Lösungsmittel löst und in feiner Form ausfällt, oder daß man die; fertigen Farbstoffe miteinander fein vermahlt, oder daß man die schon verteilten Farbstoffe dem gleichen Färbebad zusetzt.
  • Das Verfahren gilt gleichermaßen für alle in der Acetatseidefärberei gebräuchlichen Farbstoffklassen. Es findet insbesondere Anwendung bei Azofarbstoffen und bei Aminoanthrachinonen. Handelt es sich um die Herstellung von Mischungen aus Azofarbstoffen, so kann man -ez.=B. so verfahren, daß man den Kupplungskomponenten oder den Diazokomz.F,ö
    ponenten oder beiden Zusätze ihrer Ho,-: ;
    logen, Isomeren oder Analogen beigibtr'
    so unmittelbar die Farbstoffmischungen
    stellt. Auch kann man die fertigen Azofarle'. stoffe durch feines Vermahlen miteinander vermischen oder sie dem gleichen Färbebade zusetzen. Ganz entsprechend verfährt man bei der Herstellung von Mischungen aus Aminoanthrachinonen, wobei man dort eine gute Durchmischung u. a. dadurch erreicht, daß man die homologen, isomeren oder analogen Farbstoffe zweckmäßig zusammen in einem Lösungsmittel löst und auf geeignete Weise in feiner Form ausfällt.
  • Beispiel i 172,5 Teile 4-Nitro-2-chlor-i-aminobenzol werden in üblicher Weise diazotiert, und die erhaltene Diazolösung wird zu einer Lösung von ii9,5 Teilen Diäthylaminobenzol und 24,2 Teilen Dimethylaminobenzol im der erforderlichen Menge verdünnter Salzsäure zugegeben. Nach dem Neutralisieren mit Natriumacetat und Rühren, bis die Kupplung beendet ist, wird filtriert und gewaschen. Dieser Farbstoff färbt Acetatseide, nachdem er in geeigneter Weise durch Zusatz von geeigneten Verteilungsmitteln in feine Verteilung gebracht wurde, in sehr kräftigen bordoroten Tönen, die ganz bedeutend stärker sind als Färbungen mit gleichen Mengen der einheitlichen Farbstoffe. An Stelle. von 4-Nitro-2-chlor-i-aminobenzol kann man auch 4-Nitro=2-methoxy-i-aminobenzol verwenden, ebenso deren Gemische und andere Homologe oder substituierte Aniline. Diese Farbstoffe können auf bekannte Weise durch Zusatz weiterer Mengen Verteilungsmittel, wie z. B. Sulfitcelluloseablauge, und Eindampfen bei nicht zu hoher Temperatur in feste Präparate fibergeführt werden. Man kann auch die festen Präparate einheitlicher Farbstoffe miteinander vermischen.
  • Beispiel 2 Man versetzt eineDiazolösung aus 138 Teilen 4-Nitro-i-aminobenzol mit der salzsauren Lösung eines Gemisches aus 75 Teilen Dimethylaminobenzol und 6o Teilen Diäthylaminobenzol. Die Kupplung wird durch Zusatz von Natriumacetat beendet. Der ausgefallene Farbstoff wird abfiltriert und gewaschen. Er wird durch Vermahlen mit einem Verteilungsmittel in eine zum Färben von Acetatseide geeignete Form übergeführt. Das so erhaltene Präparat färbt Acetatseide kräftig orange, während die Farbstoffe aus diazotiertem 4-Nitro-i-aminobenzol und Dimethylaminobenzol bzw. Diäthylaminobenzol nur matte Färbungen geben. Beispiel 3
    Teile i-Amino-4-phenylaminoanthrachi-
    ;i und 4 Teile i-Amino-4-(4'-methylphenvl-
    .iino)-anthrachinon werden bei o bis 1o° C in ioo Teile Schwefelsäure von 98 oliv eingetragen und bis zur Lösung verrührt. Man trägt nun auf Eis aus, filtriert und wäscht neutral. Bringt man den so erhaltenen Farbstoff durch Vermahlen mit einem Verteilungsmittel in eine geeignete Form, so erhält man ein Präparat, das Acetatseide in kräftig blauen Tönen färbt, während die mit den einheitlichen Farbstoffen erhältlichen Färbungen weniger kräftig sind.
  • Beispiel 4 0,25 Teile einer 2oprozentigen Paste des nach Beispiel i erhältlichen Farbstoffs werden bei etwa 50°C mit ungefähr der gleichen Menge einer 6prozentigen Seifenlösung verrührt und mit lauwarmem Wasser auf 3oo Teile verdünnt. Man geht dann mit io Teilen Acetatseide ein, treibt innerhalb 3/4 Stunden bis auf 75 bis 8o° C und hantiert etwa 3/4 Stunden bei dieser Temperatur. Hierauf wird gespült und getrocknet. Die Acetatseide ist kräftig bordorot gefärbt.
  • Beispiel 5 6 Teile einer ioprozentigen Paste von i-Amino-4-phenylaminoanthrachinon und 4 Teile einer ioprozentigen Paste von i -Amino-4-(4'-inethylphenylamino)-anthrachinon werden bei etwa 5o° C mit ungefähr der gleichen Menge einer 6prozentigen Seifenlösung verrührt und mit lauwarmem Wasser auf 3oo Teile verdünnt. Man geht dann mit io Teilen Acetatseide ein, treibt innerhalb g/4 Stunden bis auf 75 bis 8o° C'. und hantiert etwa % Stunden bei dieser Temperatur. Hierauf wird gespült und getrocknet. Die Acetatseide ist kräftig blau gefärbt.
  • Ein grünstichiges Blau erhält man mit einer Mischung aus 7,5 Teilen i-Amino-4-(4'-aminophenylamino)-anthrachinon und 2,5 Teilen i-Methylamino-4-(4'-oxyphenylamino) -anthrachinon.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Färben von Acetatseide, dadurch gekennzeichnet, daß man Färbebäder verwendet, die in feine Verteilung gebrachte, in ähnlichen Tönen färbende homologe, isomere oder analoge Acetatseidefarbstoffe enthalten, von denen mindestens einer mäßig, der andere oder die anderen mäßig oder gut auf Acetatseide ziehen. a. Verfahren nach Patentanspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man unter Verwendung von Gemischen der Äcetatseidefarbstoffe färbt, die durch mechanisches Mischen oder Mahlen, durch gemeinsames Lösen in Lösungsmitteln und Wiederausfällen oder durch. geeignete Wahl homologer, isomerer oder analoger Farbstoffkomponenten bei der Farbstoffherstellung erhältlich sind.
DEG86533D 1932-10-15 1933-10-03 Verfahren zum Faerben von Acetatseide Expired DE632996C (de)

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DEG86533D Expired DE632996C (de) 1932-10-15 1933-10-03 Verfahren zum Faerben von Acetatseide

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DE (1) DE632996C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE744073C (de) * 1939-06-08 1944-01-17 Chemische Ind Ges Verfahren zum Faerben von Acetatkunstseide mit Gemischen gut ziehender, wasserunloeslicher Acetatkunstseidefarbstoffe
DE864544C (de) * 1939-06-10 1953-01-26 Ciba Geigy Verfahren zum Faerben und Bedrucken von kuenstlichen Fasern aus Celluloseestern und -aethern

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE744073C (de) * 1939-06-08 1944-01-17 Chemische Ind Ges Verfahren zum Faerben von Acetatkunstseide mit Gemischen gut ziehender, wasserunloeslicher Acetatkunstseidefarbstoffe
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