AT166918B - Verfahren zum Färben und Bedrucken von künstlichen Fasern aus Celluloseestern und -äthern - Google Patents

Verfahren zum Färben und Bedrucken von künstlichen Fasern aus Celluloseestern und -äthern

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Färben und Bedrucken von künstlichen Fasern aus Celluloseestern und -äthern 
Es wurde gefunden, dass zum Färben und Bedrucken künstlicher Fasern aus Celluloseestern und-äthern mit Vorteil Verbindungen der folgenden allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
 worin R ein Phenylradikal, in dem die OHGruppe in para-Stellung zur NH-Gruppe steht, bedeutet, verwendet werden können. 



   Als künstliche Fasern aus Celluloseestern und - äthern kommen vorzugsweise Kunstseide und Zellwollen aus Acetylcellulose in Betracht, die beispielsweise Beimischungen von höheren Celluloseestern höherer Fettsäuren, z. B. der Propionsäure, enthalten können. 



   Verbindungen, die der obigen Formel entsprechen, sind 1, 4-Diaminoanthrachinone, in denen die eine Aminogruppe unsubstituiert und die andere Aminogruppe durch einen p-Oxyphenylrest substituiert ist, wobei der Phenylrest weitere Substituenten enthalten kann. Das Färben und Drucken mit diesen Produkten kann nach dem für Acetatkunstseide üblichen Verfahren vorgenommen werden. Man erhält sehr lichtechte blaue Töne. 



   Besonders vorteilhaft ist es, die Farbstoffe nicht als chemisch einheitliche Produkte, sondern in Mischung mit solchen Zusatzstoffen zu verwenden, die sich in Schwefelsäure lösen und die beim Austragen auf Wasser wieder chemisch unverändert ausfallen. Eine ausserordentliche Steigerung des Ziehvermögens und der Farbstärke erhält man, wenn man die genannten Farbstoffe zusammen mit diesen Stoffen in geeigneter Weise verpastet. Durch diese Vorbehandlung werden die Farbstoffe oder die Gemische mit den Zusatzstoffen in den Zustand sehr feiner Verteilung gebracht. Dies kann z. B. dadurch erreicht werden, dass bei der Herstellung der Farbpasten die als Ausgangsmaterial verwendeten Verbindungen mindestens teilweise in einem geeigneten Lösungsmittel gelöst und durch Austragen auf ein Verdünnungsmittel rasch zum Ausfallen gebracht werden.

   Bei der Verwendung von mehr als einem Farbstoff als Ausgangsmaterial sowie in denjenigen Fällen, in denen Farbstoffe in Verbindung mit anderen Zusatzstoffen verwendet werden, gelingt es auf diese Weise, gleichzeitig auch eine besonders intensive Mischung der Komponenten herzustellen, was sich in vielen Fällen für das vorliegende Verfahren als vorteilhaft erweist. 



   Für die Durchführung der Fällungsoperation können insbesondere solche Lösungsmittel mit Vorteil Verwendung finden, die mit Wasser in jedem Verhältnis mischbar sind, wie beispielsweise Schwefelsäure, so dass das Ausfällen mit Hilfe von Eis oder Wasser vorgenommen werden kann. 



   Als Produkte, die sich in Schwefelsäure lösen und die beim Austragen auf Wasser wieder chemisch unverändert ausfallen, mit denen zusammen die Verbindungen der obigen Formel vermischt bzw. umgefällt und verpastet werden können, kommen sowohl   nichtfärbende   Verbindungen wie auch Farbstoffe in Betracht. 



   Im letzteren Falle können vorteilhaft solche Farbstoffe verwendet werden, die gleichzeitig zum Einstellen eines gewünschten Tones dienen können. Zu dieser Gruppe von Farbstoffen gehören beispielsweise substituierte Aminoanthrachinone, vorteilhaft durch Alkylgruppen substituierte Aminoanthrachinone, z. B. alkylierte
1,4-Diaminoanthrachinone, insbesondere aber 1Alkylamino-4-arylaminoanthrachinone. Als Beispiele seien genannt :   l-Methylamino-4-anilido-   anthrachinon,   l-Methylamino-4- (p-oxyphenyl)-   
 EMI1.2 
 wie die verschiedensten Oxyalkylaminoanthrachinone. 

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   Die nichtfärbenden Verbindungen können der Gruppe der hydrotropen Mittel und insbesondere der Reihe der N-substituierten Aminobenzolsulfonsäuren angehören. Das vorliegende Verfahren liefert jedoch auch unter Zusatz von anorganischen Verbindungen, wie beispielsweise Borsäure, gute Resultate. 



   Unter den Stoffen, die sich zum Mischen bzw. gemeinsamen Umfällen mit den Verbindungen der obigen Formel eignen, sind auch die Nebenprodukte und Verunreinigungen zu erwähnen, die bei der Herstellung der Farbstoffe, beispielsweise nach dem Verfahren der französischen Patentschrift Nr. 861901, entstehen. 



   Die durch gemeinsames Umfällen erhaltenen Produkte können in bekannter Weise, beispielsweise durch Mahlen, weiterhin verpastet und in eine zum Färben oder Drucken günstige Form übergeführt werden. Als Zusätze zum Mahlen kommen die üblichen dispergierend wirkenden Mittel, wie Sulfitcelluloseablauge, Dextrin, Seifen, aromatische Sulfonsäuren, wie technische Naphthalinsulfonsäuren sowie deren beispielsweise mit Formaldehyd hergestellten höhermolekularen Kondensationsprodukte, in Betracht. 



   Es ist zwar bekannt, dass sich unter den in verschiedener Weise substituierten 1,   4-Diamino-   anthrachinonen wertvolle Acetatkunstseidenfarbstoffe befinden. Beim Färben gemäss vorliegendem Verfahren erhält man jedoch eine bessere Erschöpfung des Färbebades als beim Färben mit dem aus der schweiz. Patentschrift Nr. 178955 bekannten   l-Oxyäthylamino-4- (p-oxyphenyl)-   aminoanthrachinon und man erhält lichtechtere Färbungen als beim Färben mit der in Beispiel 5 der deutschen Patentschrift Nr. 632996 beschriebenen Mischung aus   l-Amino-4- (p-ammopheüyl-   aminoanthrachinon und   I-Methylamino-4-   (p-oxyphenyl)-aminoanthrachinon. 



   Beispiel 1 : 10 Teile des nach Beispiel l der französischen Patentschrift Nr. 861901 erhaltenen Rohproduktes werden in 80 Teilen Schwefelsäure von 80% bei Zimmertemperatur gelöst und in Eis eingetragen. Man rührt kurze Zeit, filtriert und wäscht säurefrei. Durch Vermahlen mit Sulfitcelluloseablauge stellt man eine   5% igue   Farbstoffpaste her. 



   20 Teile dieser Paste gibt man zu einem Färbebade, das 2000 Teile Wasser und 70 Teile Marseillerseife enthält, und färbt 100 Teile Acetatkunstseide während   li   Stunden bei etwa 50 bis    805 C.   Die Acetatkunstseide ist kräftig rotstichig blau gefärbt. 



   Farbstoffpasten mit ähnlichen Eigenschaften erhält man, wenn an Stelle von Sulfitcelluloseablauge zum Vermahlen Dextrin, Seifen, aromatische Sulfonsäuren, wie technische Naphthalinsulfonsäuren sowie deren beispielsweise mit Formaldehyd hergestellten höhermolekularen Kondensationsprodukte, verwendet werden. 



   Beispiel 2 : 8 Teile reines   l-Amino-4-   (p- 
 EMI2.1 
 Lösung in Eis eingebracht. Man verfährt weiter wie in Beispiel 1 angegeben und erhält als Färbung ein sehr kräftiges echtes und reines Blau. 



   Ersetzt man in diesem Beispiel das 1-Methylamino-4-anilidoanthrachinon durch die gleiche Menge   1- Methylamino-4- (m-toluidino) -anthrachi-   non oder   I-Methylamino-4-   (p-oxyphenyl)aminoanthrachinon oder   I-Äthylamino-4-anilido-   anthrachinon oder 1-   (ss-Oxyäthyl) -amino-4-   anilidoanthrachinon, so erhält man ein ähnliches Resultat. Oft ist es auch von Vorteil,   ml   ere 
 EMI2.2 
 1,   4-Di- (p-oxyphenylamino)-anthrachinon   werden in 80 Teilen Schwefelsäure von 80% gelöst und die Lösung wird in Eis eingebracht. Nach kurzem Rühren wird filtriert und der Niederschlag neutral gewaschen. Man stellt daraus in üblicher Weise eine Farbstoffpaste her, die zum Färben und Bedrucken von Acetatkunstseide nach bekannten Methoden verwendet werden kann. 



   In diesem Beispiel kann das 1, 4-Di- (p-oxyphenyl)-aminoanthrachinon durch gleiche Mengen 
 EMI2.3 
   amino-4-äthylaminoanthrachinon,   1,   4- Di- (phenyl-     amino)-anthrachinon   oder   1- Amino-4-cyc1o-   hexylaminoanthrachinon ersetzt werden. 



   B e i s p i e 1 4 : 4 Teile   l-Amino-4-   (p-oxyphenyl)aminoanthrachinon und 8 Teile benzylsulfanilsaures Natrium werden in 50 Teilen   80% niger   Schwefelsäure bei Zimmertemperatur gelöst und die Lösung wird in Eis eingebracht. Nach kurzem Rühren wird filtriert und der erhaltene Rückstand 
 EMI2.4 
 vermahlen. Diese kann nach dem Verfahren des Beispiels   1,   zweiter Absatz, zum Färben verwendet werden und liefert reine farbstarke Blautöne. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Färben und Bedrucken von künstlichen Fasern aus Celluloseestern und - äthern, dadurch gekennzeichnet, dass man hiezu Verbindungen der allgemeinen Formel EMI2.5 worin R ein Phenylradikal, in dem die OHGruppe in para-Stellung zur NH-Gruppe steht, bedeutet, verwendet. <Desc/Clms Page number 3>
    2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung von Mischungen, die neben Verbindungen der allgemeinen Formel EMI3.1 worin R ein Phenylradikal, in dem die OH-Gruppe in para-Stellung zur NH-Gruppe steht, bedeutet, noch solche Stoffe enthalten, die sich in Schwefelsäure lösen und die beim Austragen auf Wasser wieder chemisch unverändert ausfallen.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen l bis 2, gekennzeichnet durch die Verwendung solcher Mischungen, die durch gemeinsames Umfällen von Verbindungen der allgemeinen Formel EMI3.2 worin R ein Phenylradikal, in dem die OH-Gruppe in para-Stellung zur NH-Gruppe steht, bedeutet, mit solchen Stoffen erhalten werden, die sich in Schwefelsäure lösen und die beim Austragen auf Wasser wieder chemisch unverändert ausfallen.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet durch die Verwendung solcher Mischungen, die durch gemeinsames Umfallen von Verbindungen der allgemeinen Formel EMI3.3 worin R ein Phenylradikal, in dem die OH-Gruppe EMI3.4
    5. Verfahren nach den Ansprüche 1 1 bis 4, gekennzeichnet durch die Verwendung von Mischungen, die durch gemeinsames Umfällen von Verbindungen der allgemeinen Formel EMI3.5 worin K ein Phenylradikal, in dem die OH-Gruppe in para-Stellung zur NH-Gruppe steht, bedeutet, mit l-Alkylamino-4-arylaminoanthrachinonen erhalten werden.
AT166918D 1939-06-10 1949-03-17 Verfahren zum Färben und Bedrucken von künstlichen Fasern aus Celluloseestern und -äthern AT166918B (de)

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