CH124014A - Schaltvorrichtung an Hemmwerken zur Erzielung einer Verzögerung der Ankerbewegung von Elektromagneten. - Google Patents

Schaltvorrichtung an Hemmwerken zur Erzielung einer Verzögerung der Ankerbewegung von Elektromagneten.

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CH124014A
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A-G Dr Paul Meyer
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Dr Paul Meyer Ag
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  Schaltvorrichtung an Hemmwerken zur Erzielung einer Verzögerung der       Ankerbewegung    von Elektromagneten.    Gegenstand der Erfindung ist     eine        Schalt-          verrichtung    an Hemmwerken zur Erzielung  einer Verzögerung der     Ankerbewegung    von  Elektromagneten, wie sie zum Beispiel bei  verzögerter     Überstromauslösung    an elektri  schen Relais Verwendung finden.

   Bekannt  lich besteht häufig die Notwendigkeit, die  infolge der     .elektrischen    Erregung des Relais  erfolgende     Schaltbewegung    des Relaisankers  zeitlich zu     verzögern,    während die Rück  bewegung des Ankers in seine Ruhelage ohne       weitere    Verzögerung     stattfinden    soll. Man  verwendet für -diese Zwecke     ausklinkbare     Hemmwerke, welche sich jedes Mal bei jeder  Schaltbewegung selbsttätig einschalten und  beim Rückgang wieder ausschalten.

   Als  hemmendes Organ dient in diesen Fällen     mei-          tens    ein Windrädchen, wie es bei Schlag  werken von Uhren, Grammophonen und son  stigen, mit     Uhrwerk    ausgestatteten Vorrich  tungen     Verwendung        findet,    Dieses Wind  rädchen, welches eine grosse Drehzahl besit  zen muss, um infolge des Luftwiderstandes  hemmend zu wirken, ist durch mehrere Zahn-         radübersetzungen        letztenendes    gewöhnlich  mit einem     Klinkenschaltrad    verbunden, .in  welches die Schaltklinke eines an der Achse  dieses Schaltrades     angebrachten    Hebels ein  greift.

   Dieser Hebel ist in einer beliebigen,  geeigneten     Weise    mit dem     Relaisanker    so  verbunden, dass er die     Bewegungen    desselben  mitmacht. Es ist     nun    für diese Zwecke  wünschenswert, dass sofort beim Einsetzen  der Schaltbewegung auch das Hemmwerk in  Tätigkeit tritt. Dies wäre jedoch nur dann  möglich,     wenn    theoretisch die Zähne des  Schaltrades unendlich klein wären, so dass die  Schaltklinke an jedem Punkte des Umfanges  desselben eingreifen könnte.

   Da jedoch die  von dem Relaisanker auf das Hemmwerk  übertragenen Kräfte nicht unbeträchtlich  sind, können die Schaltzähne aus Festigkeits  gründen nicht beliebig klein gehalten     werden:     Je grösser aber diese Zähne sind, um so grö  sser ist der grösste Weg, den die Schaltklinke  zurücklegen muss, um sich an die wirksame  Flanke des     nächsten    Schaltzahnes anlegen zu  können. Steht im Moment des     Beginnes    der      Schaltbewegung die Schaltklinke zufällig  auf der Spitze eines Zahnes, so entspricht  der tote Weg einer ganzen Zahnlänge und  ist, wie bereits erwähnt, um so grösser, je  grösser die Zähne ausgebildet sind.

   Es er  geben sich daher in der Zeitlänge, die der       Relaisanker    für seine Schaltbewegung auf  diese Weise benötigt, Unterschiede, welche  von der Stellung abhängen, die die Schalt  klinke auf dem Rücken eines Schaltzahnes  beim     Eintritt    der     Schaltbewegung    inne hat.  Wie leicht erkennbar ist dieser Zeitunter  schied in seinem grössten Ausmass gleich der  jenigen Zeit, die die Schaltklinke benötigt,  um am Rücken eines Schaltzahnes den Weg  einer Zahnteilung zurückzulegen.     Wün-          schenswert    ist es, dass diese Zeitdifferenz  möglichst klein wird.

   Um dies zu erreichen,  ist beim Gegenstand der Erfindung zwischen  dem Rad, welches die Bewegung des Hemm  werkes einleitet, und der am Hebel befind  lichen Klinke, ein Übersetzungsrädchen ein  geschaltet, welches die Wirkung hat, im Ver  hältnis der gewählten Übersetzung die Zahn  teilung zu verkleinern, so dass eine für prak  tische Zwecke genügend brauchbare Zeit  genauigkeit sich ergibt. Am besten übersieht  man die Verhältnisse bei einem Vergleich  der bisher üblichen Schaltvorrichtung mit  der nach der Erfindung ausgeführten.  



  Der Gegenstand der Erfindung ist in       Fig.    2 der beiliegenden Zeichnung beispiels  weise dargestellt, während     Fig.    1 eine Vor  richtung der bisher üblichen Art zeigt.  



  In     Fig.    1 bedeutet     a    das Schaltrad eine  Hemmwerkes. Mit diesem ist ein grosses  Zahnrad gekuppelt, welches die Bewegung  des Schalbades auf das kleine Zahnrad g  überträgt. Mit diesem kleinen Zahnrad sind  nun unter Übersetzung in immer grössere  Drehzahlen noch mehrere Zahntriebe verbun  den, deren letztes am schnellsten rotierendes  kleines Zahnrad mit einer     Windscheibe,     einem Flügelrad oder dergleichen in Verbin  dung steht, welches infolge des sich seiner  Drehung entgegenstellenden Luftwiderstan  des die eigentliche Hemmung bildet.

   Auf der  Achse des Schaltrades     a    ist drehbar der    Schalthebel c angebracht; welcher durch eine       Zugstange        b    mit dem Relaisanker so in Ver  bindung steht, dass sie dessen Bewegungen  mitmacht. Auf dem Hebel c ist drehbar eine  Schaltklinke     d    angeordnet,     weche    mit den  Zähnen des Schaltrades     a    zusammenarbeitet.  Diese Schaltklinke     d    ist über ihren Dreh  punkt hinaus verlängert und trägt an     ihrem     Ende ein Laufrädchen bekannter Art.

   Die  Schaltklinke     d    ist durch ihr Eigengewicht  oder durch     eine        entsprechend        angebraehic-          Zugfeder    ständig in Eingriff mit dem       Schaltracle.    Um nun diesen Eingriff an be  liebiger Stelle der.

   Schaltbewegung des Re  laisankers unterbrechen zu können, ist eine  verstellbare     Anlauffläche    c vorgesehen, wel  che so eingestellt wird,     da.ss    beim Auftref  fen der     Endrolle    der Klinke     d.    letztere ausser  Eingriff mit dem     Schaltrade    gesetzt wird,  so     dass    von     diesem    Augenblick an die wei  tere     Schaltbewe-unb    des Ankers ohne Hem  mung vor sich geht.

   Man hat es auf     diese          '\Veise    in der Hand, je nach dem Zweck der  Einrichtung die zeitliche Verzögerung der       Ankerbewegung,    die durch das     Einschalten     des Hemmwerkes eintritt, nach Belieben ab  zukürzen oder zu     verlängern.    Nach der Ab  schaltung geht der Relaisanker in seine ur  sprüngliche Lage zurück und der Hebel c  dreht sich im     Uhrzeigersinn    bis in die durch  den     Anschlag        des    Magnetankers gegebene  Endlage.  



  Die Einrichtung arbeitet wie folgt:  Entspricht den beiden     Endlagen    des Re  laisankers die Winkelstrecke<I>i,</I>     j    des Klin  kenhebels c, so befindet sich bei Einleitung  der     Schaltbewegung    der Hebel c in der Stel  lung     j.    Während der Schaltbewegung wird  die Stange b und mit ihr der Hebel c durch  die seitens der     Reh < isspule    auf den Relais  anker ausgeübten magnetischen Anziehungs  kräfte nach oben gezogen.

   Da aber die  Klinke     d    in diesem Falle mit den     Schaltzäh-          nen    des     Schaltrades        n    in Eingriff     steht,    wird  bei dieser     Bewe-,ung        .das    Schaltrad a..     and     weiterhin unter Vermittlung der erwähnten,  auf der Zeichnung nicht     dargestellten    Zahn  radübersetzungen     letztenendes    die die Hem-           mung    bildende Windscheibe in Umdrehung  versetzt.

   Die hieraus resultierenden Wider  standskräfte verzögern die     Aufwärtsbewe-          gungder    Stange b und des mit ihr verbun  denen Relaisankers. Dies geht so lange vor  sich, bis das Endrädchen der Klinke d an  die entsprechend eingestellte Rollbahn e ge  langt. Beim     Auflaufen    auf diese letztere  wird die Schaltklinke ausser Eingriff mit den  Schaltzähnen des Schaltrades     a    gebracht und  damit die Hemmung abgeschaltet, so dass der  restliche Weg des Relaisankers und der mit  ihm verbundenen Zugstange b und des He  bels c bis zur Stellung i ungehemmt vor sich  geht.

   Hört die magnetische Erregung des  Relais auf, so kehrt der     Relaisanker    und da  mit zugleich das Gestänge b, c in die An  fangsstellung j zurück, um bei einer neuen  Schaltbewegung des Relaisankers den Auf  wärtsweg von neuem beginnen zu können. In  der Stellung j des Hebels c würde aber nur  dann ein sofortiger Eingriff der Schaltklinke  <I>d</I> in die Verzahnung des Schaltrades<I>a</I> ein  treten, wenn die wirksame Fläche dieser  Schaltklinke genau an der wirksamen Zahn  flanke eines Schaltzahnes .anliegen würde.  Nur in diesem Falle würde sofort bei Ein  tritt der Schaltbewegung des Relaisankers  die Mitnahme des Hemmwerkes erfolgen.

    Ist dies jedoch nicht der Fall, das heisst be  findet sich die Schaltklinke d nicht im Ein  griff mit der wirksamen Flanke eines Schalt  zahnes, steht sie beispielsweise, wie in der  in     Fig.    1 mit ausgezogenen Linien gezeich  neten Stellung, auf der Spitze eines Sperr  zahnes, dann muss sie erst einen der Zahn  teilung entsprechenden Weg     zurücklegen,    bis  sie in die in     Fig.    1 mit gestrichelten Linien  gezeichnete Stellung     gelangt,    um das Schalt  rad a mitnehmen zu können. Es ist ein  leuchtend, dass dieser tote Weg um so grösser  ist, je grösser aus     Festigkeitsrücksichten    die  Zahnteilung des Sperrades a gewählt werden  muss.  



  Um nun die, hieraus resultierende Zeit  ungenauigkeit möglichst gering zu, halten, ist  die in der     Fig.    2 der Zeichnung dargestellte  Einrichtung getroffen worden. Wie ohne    weiteres ersichtlich, ist diese Einrichtung der  in     Fig.    1     dargestellten.    gleich bis auf die  Einschaltung des Zwischengetriebes     f,        h,     welches an dem Hebel c in der ersichtlichen  Weise angeordnet ist.

   Das Rad     a    ist in die  sem Falle nicht mit Schaltzähnen, sondern  mit gewöhnlichen Zähnen     ausgestattet    und  steht im Eingriff mit der Verzahnung des  kleinen     Zahnrädchens    h, auf dessen     Achse,     mit diesem fest verbunden, das Sperrad     f    an  geordnet ist. Es ist einleuchtend, dass die  Verzahnung dieses     Sperrades    bei sonst glei  chen Verhältnissen der Vorrichtung umge  kehrt angeordnet sein muss.

   Befindet sich  bei     Beginn    der Schaltbewegung der Hebel c  in seiner ursprünglichen Stellung j, so er  kennt man, dass bei der nach aufwärts ge  richteten Schaltbewegung des Relaisankers,  welcher,      rie        bisher,    seine Zugwirkung durch  die Stange b auf diesen Hebel überträgt, die  Schaltklinke d     in.    Eingriff mit den Sperr  zähnen des Sperrades     f    steht und dieses ge  genüber dem Hebel c verriegelt hält.

   Damit  ist aber auch zugleich das Zahnrädchen     h     gegenüber dem Hebel c festgehalten und  nimmt bei der Aufwärtsbewegung     .cles    letz  teren das Zahnrad     a    mit, welches sich in       Richtung,des    eingezeichneten     Pfeils,    also im  entgegengesetzten     Sinne    des Uhrzeigers,  dreht. Auch diese Bewegung findet nur so  lange statt, bis .das Endrädchen der Klinke d  an die entsprechend eingerichtete Lauffläche  c gelangt.

   Beim Auftreffen auf diese wird  die     Klinke    d ausser Eingriff mit den Zäh  nen des Sperrades f     gebracht    und die weitere       Aufwärtsbewegung    bis zur Endlage i findet       dann    ohne weitere Hemmung statt. Vom  Augenblick der     Ausschaltung    der Klinke d  an bleibt das Zahnrad     a    stehen und das Zahn  rädchen     h    wälzt sich nach     Axt    eines Pla  netenrades auf -dem Umfange von a unter  gleichzeitiger     Drehung    des Sperrades f ab.

    Bei der Rückwärtsbewegung des Relaisankers  von i. nach j findet dann die umgekehrte  Drehung des Räderpaares     f,        h        statt,    wobei  <I>d</I> über die Zähne von     f    hinweggleitet.  



  Mit dieser Einrichtung sind zwei Vor  teile verbunden. Der erste besteht darin, dass      die durch die     Klinke    d aufgenommenen     Wi-          derstandskräfte    sich im Verhältnis der     Über-          setzung        1a   <I>zu</I>     f    verkleinern und dass zweiten  der einer Zahnteilung der Räder<I>a</I> und     1a     entsprechende Weg des Umfanges des     Sperr-          rades   <I>f</I> sich im Verhältnis     f   <I>zu</I>     lt    vergrössert.

    Da, wie bereits erwähnt, die am Umfange  des Rades     f    wirkenden Kräfte     nur    der Bruch  teil
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   derjenigen Kräfte sind, die am Um  fange des Zahnrades     a    wirken, kann die  Zahnteilung des Rades     f    im umgekehrten       Verhältnis    der Übersetzung verkleinert: wer  den. Je kleiner aber die Zahnteilung des       Speizades    f gewählt wird, um so geringer  ist der Zeitverlust     bezw.    der tote Weg, den  die Klinke d auf dem Rücken der Sperr  zähne     zurücklegen    muss, bis ihr Eingriff mit  dem     Rade        f    wirksam wird.

   Da     inan        Glas     Durchmesserverhältnis     f   <I>zu</I>     lt    frei wählen  kann, ist man somit in der Lage, jede belie  bige Genauigkeit zu erreichen, Zoobei sieh  auch der Vorteil ergibt, dass mit zunehmender  Übersetzung die     Ausklinkung    eine immer  geringere Kraft beansprucht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Schaltvorrichtung an Hemmwerken zur 'Erzielung einer Verzögerung der Ankerbewe gung von Elektromagneten, dadurch gekenn zeichnet, dass an dem Schalthebel (c), durch den die magnetische Zugkraft auf das Hemm werk übertragen wird, die Klinke (d) und das mit dem Trieb (h) in ein Antriebsrad des Hemmwerkes eingreifende Sperrad <B>(f)</B> drehbar gelagert sind, so dass das Sperrad (f) mit seinem Trieb (h) während des Ein griffes der Klinke (d) eine starre Kupplung des Hemmwerkrades mit dein Schalthebel (c)
    bei dessen Schwinbbewegung in der einen Richtung bewirkt, während bei ausgehob -ener Klinke diese starre Kupplung gelöst ist, und dass infolge des kleineren Durchmessers des Triebes (1i.) gegenüber dem Sperrad (f) der Leerhub des Hebels (e) und der Zahndruck < < n der Klinke (d) relativ klein gehalten sind.
CH124014D 1925-10-05 1926-10-04 Schaltvorrichtung an Hemmwerken zur Erzielung einer Verzögerung der Ankerbewegung von Elektromagneten. CH124014A (de)

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