Masehine zum Vorbereiten des Fersensitzes von Sehuhwerk für das Befestigen von Absätzen. Die vorliegende Erfindung betrifft eine Maschine zum Vorbereiten des Fersensitzes von Schuhwerk für das Befestigen von Ab sätzen.
Bei der Herstellung von Schuhwerk ist es gebräuchlich den rückwärtigen Teil der Sohle zu beschneiden, damit die Sohlenferse in den becherartigen Fersensitz eines Holz absatzes oder andern Absatzes hineinpasst. Vor dem Befestigen des Absatzes soll die be schnittene Sohlenferse, der Oberledereinschlag und der Flansch der Hinterkappe einem kräf tigen Druck ausgesetzt werden, und zwar wird dieser Druck durch einen Stempel aus geübt, dessen Druckfläche entsprechend dem Fersensitz des zu befestigenden Absatzes ge staltet ist. Gegenstand der Erfindung ist nun eine Maschine, die dieses Pressen oder Vor formen des Fersensitzes des Schuhes in zu verlässiger Weise und rasch bewerkstelligt.
Diese Maschine besitzt einen zum Formen der Schuhferse dienenden Stempel und einen relativ zu letzterem bewegbaren Schuhträger und zeichnet sich dadurch aus, dass vor dem Ausüben des durch den Kraftantrieb der Maschine bewirkten Druckes zum Formen der Schuhferse anfängliche relative Bewe gungen zwischen Formstempel und Schuh träger durch von dem die Maschine bedienen den Arbeiter betätigbare Mittel ausführbar sind.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Aus führungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes. Fig. 1 ist eine Seitenansicht der Maschine .
unter Weglassung eines Teils des Maschinen gestelles; Fig. 2 ist eine Vorderansicht einer Vorrichtung zum Ablesen der Einstellung einer Druckfeder; Fig. 3 ist eine Einzelan sicht, teilweise im Schnitt, gewisser Teile der Maschine nach Fig. 1; Fig. 4 und 5 sind Einzelansichten der Kupplung der Maschine.
An dem Maschinengestell 12 ist ein Kopf 14 angebracht, der durch Stangen 16, 17 ge stützt wird. Ein strebenartiges Versteifungs glied 18, 19, verhindert seitliches Verbiegen .der Stangen 16, 17. An dem Kopf 14 ist ein Stempelträger 20 angebracht, in dem der Schaft 24 des Formstempels 22 durch einen federbelasteten Stift 26 gehalten wird. Der Stift 26 kann herausgezogen werden, um ein bequemes Auswechseln des Stempels zu er möglichen.
Ein Leistenzapfen 27 ist an einem im wesentlichen zylindrischen, horizontalen Schwingglied 28 angebracht, dlas durch Plat ten 30 in einem Block 29 gehalten wird. Das Glied 28 ist im Block 29 innert kleinen Gren zen beweglich. Der Block 29 besitzt eine Schwalbenschwanzverbindung mit einem Glied 34 und kann Bewegungen in der Quer richtung des in die Maschine eingeführten Schuhes ausführen. Der Block 29 wird durch Reibung in dem Glied 34 gehalten, dessen unterer, abgesetzter Teil durch das gegabelte, obere Ende einer verhältnismässig grossen Schraube 38 gestützt wird. Zwischen den Ga belarmen der Schraube 38 befindet sich ein Block, dessen obere gezahnte Fläche in eine Verzahnung des untern Endes des Gliedes 34 eingreift.
Kurvenflächen des Gliedes 34 liegen an entsprechend gestalteten Flächen der obern Enden der Gabelarme der Schraube 38 an. Das gezahnte untere Ende des Gliedes 34 weist ebenfalls eine ähnliche Krümmung auf und die Krümmungsmittelpunkte dieser Flächen fallen ungefähr mit dem Mittelpunkt des Fersenspitzes des auf dem Leistenzapfen aufgebrachten Schuhes zusammen. Eine lose durch einen der Gabelarme der Schraube 38 und durch einen Schlitz des Gliedes 34 hin durchragende Schraube 40 ist in den andern Gabelarm hineingeschraubt, so dass das Glied 34 durch Anziehen der Schraube 40 zwischen den Gabelarmen festgeklemmt wird.
Bei ge lockerter Lage der Schraube 40 kann das Glied 34 zwecks Freigehens der Verzahnung seiner untern Fläche angehoben werden, um Einstellungen der obern Teile des Schuhes um eine Mittellinie zuzulassen, die ungefähr durch den Mittelpunkt des Fersensitzes hin durchgeht. Die Schraube 38 kann axiale Gleitbewegungen in einem Ständer 42 aus führen, und wird in geeigneter Weise aber an Drehbewegungen in dem Ständer gehin dert. Eine verhältnismässig grosse, auf die Schraube 38 aufgeschraubte Mutter 44 ruht auf dem Ständer 42 auf. Die beschriebene Anordnung ermöglicht ein rasches Einstellen des Leistenzapfens 27 durch Drehung der Mut ter 44.
Der auf das vordere und hintere Ende des Fersensitzes von dem Stempel ausgeübte Druck kann durch Kippen des Leistenzapfens nach vorgenommenem Lockern der Schraube 40 ausgeglichen werden. Die Lage des Fer sensitzes des Schuhes mit Bezug auf den Stempel kann durch Verschiebung des Blok- kes 29 in der Querrichtung des Gliedes 34 oder .durch Verschiebung des Gliedes 28 mit Bezug auf den Block 29 in einer wagrechten Ebene verändert werden.
Der von dem Stem pel auf die beiden Seiten des Fersensitzes ausgeübte Druck kann durch Kippen des Gliedes 28 mit Bezug auf das Glied 29 aus- geglichen werden.
Der Ständer 42 ist bei 46 an das obere Ende einer Welle 48 angelenkt, die in dem Maschinengestell 12 in .der Längsrichtung de Stempelträgers ?0 Gleitbewegungen ausfüh ren kann. Die Abwärtsbewegung der Welle 48 wird durch einen Stift 49 begrenzt. Das obere Glied 5() eines Kniehebels ist in später näher beschriebener Weise mit der Welle 48 verbunden. Das untere Glied 52 dieses Knie hebels ist bei 55 mit einem Kolben 56 ver zapft, der sieh in einer zylindrischen Füh rung 58 des Maschinengestelles verschieben kann.
In einen seitlichen Schlitz 60 des Kol bens 56 tritt eine Schraube 62 ein, die die Auf- und Abbewegung des Kolbens begrenzt. Unter dem Kolben 56 befindet sieh das obere Ende einer als Ganzes einstellbaren verhä.lt- nismä.ssig kräftigen Feder 64, deren unteres Ende auf einer Seheibe 66 aufliegt. Die Scheibe 66 kann durch eine Schraube 68 an gehoben oder gesenkt werden. Die Schraube 68 ist in den Boden der zylindrischen Füh rung 58 hineingeschraubt und liegt an der Scheibe 66 an. Ein auf der Schraube 68 be festigtes Zahnrad 70 steht mit einem Zahn rad 72 einer senkrechten Welle 74 in Ein.
griff. Durch Drehung einer an dem obern Ende der Welle 74 vorgesehenen Kurbel 76 kann die Schraube 68 gedreht werden, wobei die Lager, der Feder 64 eine dementsprechende Veränderung erfährt.
An dem obern Ende der Welle 74 ist eine mit Aussengewinde versehene Muffe 78 (Fig.2) befestigt, auf welcher ein mit Muttergewinde versehener Block 80 sitzt. Dieser Block ist an einer Drehung verhindert und kann durch Drehung der Kurbel 76 auf- und abbewegt werden. Ein an dem Block 80 angebrachter Zeiger 82 zeigt auf einer Gradeinteilung 84 die vorgenommene Einstellung der Feder 64 an.
In der kürzeren, kräftigeren Feder 64 ist eine schwächere und längere Feder 86 unter gebracht, die ebenfalls auf der Scheibe 66 aufliegt und mit dem Kolben 56 in Berüh rung steht. Die Feder 86 ist jedoch kräftig genug, um den Kolben 56 anzuheben und nötigenfalls auch die mit dem letzteren ver bundenen Teile des Schuhträgers. Der Ge lenkzapfers 54 des Kniehebels 50, 52 ist mit einem Exzenterbügel 88 verbunden, der einen Exzenter 90 (Fix. 1 und 4) umfasst. Der Ex zenter 90 kann sich auf einer ortsfesten, wag rechten Achse 92 drehen, deren Drehung durch ein Gussstück 93, das auf der Welle 92 befestigt ist, verhindert ist. An dein obern Ende des Gussstückes 93 ist eine Vertiefung vorgesehen, in die eine nach unten ragende Rippe des Maschinengestelles 12 eintritt.
Die Anordnung des Exzenters 90 und des Kniehebels 50, 52 ist derart, dass der Exzen ter den Kniehebel etwas über seine Streck lage hinausbewegen kann.
Die Welle 48 ist folgendermassen mit dem obern Kniehebelglied 50 verbunden: Das un tere gegabelte Ende der Welle 48 nimmt ei nen Blick 94 (Fix. 3) verschiebbar auf, der durch einen Bügel 96 in seiner Lage gehalten wird. Der Bügel 96 ist durch einen Bolzen 98 auf der Welle 48 befestigt. Durch die Ga belarme des obern Endes des Kniehebelglie des 50 und den Block 94 ragt ein Stift 100 hindurch. Der Block 94 hat etwas Spiel in dem gegabelten Ende der Welle 48, so dass diese Welle mit Bezug auf den Stift 100 um eine kurze Strecke angehoben werden kann. Ein seitlicher Stift 102 der Welle 48 ragt in einen Teil 103 hinein, der feststellbar an dem obern Ende einer Stange 104 (Fix. 1) ange bracht ist.
Das untere Ende der Stange 104 kann sich ungehindert längsweise in einem Glied 105 bewegen, das bei 106 an das vor dere Ende eines Hebels 108 aasgelenkt ist. Das rückwärtige Ende des bei 109 an dem Maschinengestell drehbaren Hebels 108 ist gegabelt und umfasst eine Kupplungsstange 110, auf der ein über dem Hebel 108 befind licher Block 112 befestigt ist. Die Stange 110 ist mit einem Trethebel 113, 116 verzapft, der durch eine Feder 115 in angehobener Lage gehalten wird. Eine die Stange 104 um gebende Druckfeder 117 stützt sich einerseits gegen einen auf der Stange 104 festsitzenden Bund 118 und anderseits gegen das Glied 105.
An dem obern Teil der Kupplungsstange 110 ist eine lange Aussparung 120 vorge sehen, die zur Aufnahme einer Abflachung eines seitlichen Stiftes 122 eines bei 126 an dem Maschinengestell drehbaren Hebels 124 dient. Die Stange 110 wird gegen den Stift 122 durch eine Feder 128 gezogen, die mit dem Hebel 124 und mit der Stange 110 ver bunden ist. Die Aussparung 120 schafft eine einen Totgang gestattende Verbindung zwischen der Stange 110 und dem He bel 124, um ein Anheben des Schuh trägers idürch anfängliches Herabdrücken des Trethebels vor dem Einrücken der Kupplung zuzulassen. Das.
Ende des lan gen, rückwärtigen Armes des Hebels 124 liegt gewöhnlich in der Bewegungsbahn eines Fortsatzes 130 (Fix. 1 und 4) eines Gliedes 132. Das Glied 132 dient zum Anheben einer Kupplungsklinke und kann begrenzte Dreh bewegungen auf einer konzentrischen Fläche 133 ausführen. Die gewöhnliche Lage des Hebels 124 wird durch eine Stellschraube 136 bestimmt, die an dem vordern Ende des Hebels angebracht ist und sich gegen das Maschinengestell 12 stützt. Das Glied 132 weist zwei Fortsätze 130, 138 auf, die um ungefähr<B>180'</B> zueinander versetzt sind.
Der Fortsatz 130 ist bestimmt mit dem Hebel 124 zusammen zu treffen und die Ma schine in einer Lage zum Stillstand zu brin gen, in der der Kniehebel 50, 52 geknickt ist. Um den Exzenter 90 in seiner Totpunkt lage zum Stillstand zu ,bringen, ist am Hebel 124 ein Anschlagglied 140 (Fig. 1 und 5) vorgesehen, das in der Längsrichtung des He bels 124 eingestellt werden kann. Das An schlagglied 140 besitzt einen Schaft, der in einer durch eine Schraube 142 anziehbaren Büchse des Hebels 124 gehalten wird. Der Fortsatz 138 ist bestimmt, mit dem Glied 140 zusammen zu treffen und die Maschine in derjenigen Lage zum Stillstand zu brin gen, in der der Schuh unter Druck gehalten wird. Der Fortsatz 138 besteht aus einem ge härteten Block, der an einer Fläche 144 (Fig.
5) des Gliedes 132 anliegt. Dieser Block wird durch eine Schraube 146 gesichert, die in den Block 138 hineingeschraubt ist und sich lose in einer Knagge 148 des Gliedes 132 drehen kann. Die Schraube 146 wird nach vorgenommener Einstellung durch einen Vor steckstift 149 an einer Drehung gehindert, dessen Kopf 150 konisch gestaltet ist, um einem Verfangen mit dem Anschlag 140 vor zubeugen. Durch Einstellung der Schraube 146 kann der Punkt, an dem die Maschine mit dem unter Druck gehaltenen Schuh zum Stillstand kommt, verlegt werden, so dass der Exzenter bei gestrecktem Zustand des Kniehebels 50, 52 genau seine Totpunktlage einnimmt. Das Glied 132 besitzt eine Aus sparung 152, um eine Knagge 154 (Fig. 4) des den Exzenter 90 tragenden Gliedes 134 aufnehmen zu können.
In einem Ende dieser Aussparung ist ein federbelasteter Stift 155 untergebracht, der das plötzliche Zusammen treffen des Gliedes 132 mit der Knagge 154 dämpft. Eine Feder 156 ist bei 157 mit dem Glied 132 und mit einem Stift 158 des Gliedes 134 verbunden. Eine ähnliche Feder 159 (Fig. 1) auf der gegen überliegenden Seite der Achse 92 ist in un gefähr derselben Weise mit den Gliedern 132, 134 verbunden. Diese Federn suchen das Glied 134 in eine durch die Knagge 154 und den Stift 155 begrenzte Lage zu drehen. An dem Glied 132 ist ein Kurvenstück 160 be festigt, das unter einer breiten, bei 163 an dem Glied 134 drehbaren, unter dem Druck einer Feder 182 stehenden Klinke 162 liegt.
Der verbleibende Teil der Breite der Klinke 162 befindet sich über einer Verzahnung 164 des Umfanges eines Ringes 165, der konzen trisch mit einem beständig angetriebenen Zahnrad 166 ist und eine feste Verbindung mit dem letzteren besitzt. Das Zahnrad 166 steht mit einem Zahnrad 168 einer wagrech ten Welle 170 in Eingriff, deren verhältnis mässig grosses Zahnrad 1722 mit dem Zahnkol ben 174 der Läuferwelle 176 eines elektri schen Motors 178 in Eingriff steht.
Die Maschine besitzt Vorkehrungen, um ein Zurückdrehen des den Exzenter tragen den Gliedes 134 zu verhindern, wenn die Maschine zum Stillstand kommt. Das untere Ende eines bei 126 an dem Masehinengestell drehbaren Armes 188 wird durch eine Feder 190 gegen den runden Umfangsteil 192 des Gliedes 134 gehalten. An dem Teil 192 ist eine Kerbe 194 (Fig. 4) vorgesehen, und dia inetral gegenüberliegend ist in den Teil 192 ein Block 196 eingesetzt, der mehrere Zähne 198 aufweist (Fig. 1). Die Teile nehmen solche Lagen ein, dass entweder die Kerbe 194 oder eine der Kerben 198 dem Ende des Armes 188 gegenüberliegt, wenn die Ma schine still steht. An dem Ende des Armes 188 ist ein kurzer Hebel 200 angeordnet, der begrenzte Drehbewegungen ausführen kann.
Das Ende des Hebels 200 ist zu einem Zahn ausgebildet, der in eine der erwähnten Ker ben einfallen kann und eine Bewegung des Gliedes 134 in dem dem Uhrzeiger entgegen gesetzten Sinne verhindert. Der Hebel 200 wird durch eine Feder 204 nachgiebig in der in Fig. 1 dargestellten Lage gehalten. Wenn das Glied 134 zwangsweise in einer Richtung zurüehgedreht wird, in der sich die Kerbe 14 dem Zahn des Hebels 200 nähert, so gibt das Glied 13-1 unter Überwindung der Spannung der Feder 204 nach und lässt die Drehung des Exzenters zu.
Die Wirkungs weise der beschriebenen Maschine ist fol gende: Der Schuh, beispielsweise ein gewendeter oder durchgenähter Schuh, an den ein Holz absatz befestigt werden soll, wird auf den Leistenzapfen 17 aufgebracht. Der Fersen sitz der Sohle ist durch Besclin,3i-den des Sohlenendes für das Aufbringen des Holzab satzes vorbereitet worden. Der Arbeiter kippt durch Erfassen des aufgebrachten Schuhes den Schuhträger um den Zapfen 46, um den Schuh mit Bezug auf den Stempel 22 in die beabsichtigte Lage zu bringen. Wenn der Raum zwischen dem Fersensitz des Schuhes und dem Stempel 22 zu gross ist, so hebt der Arbeiter durch Drehung der Mutter 44 den Schuhträger an.
Wenn der Fersensitz des Schuhes die richtige Lage mit Bezug auf den Stempel 22 einnimmt. so drückt der Arbeiter den Trethebel<B>116</B> herab. Hierbei wird durch Vermittlung der Stange 110, des Hebels 108, der Feder 117 und der Stange 104 die Welle 48 des Schuhträgers angehoben und der Schuh wird nachgiebig an den Stempel 22 angepresst. Die Aufwärts bewegung der Welle 48 ohne Strecken des Kniehebels 50, 52 wird durch das zwischen dem letzteren und dem Block 94 eingeschal tete Spiel zugelassen. Die Mutter 44 wird zweckmässig so eingestellt, dass die durch den Trethebel herbeigeführte Aufwärtsbewegung des Schuhträgers nur geringfügig ist.
Durch weiteres Herabdrücken des Trethebels nach dem Anpressen des Schuhes an den Stempel 22 wird die Feder 117 zusammengedrückt und -durch endgültiges Herabbewegen des Trethebels rückt der sich anhebende An schlagarm 124 die Kupplung ein, worauf die Maschine ihren selbsttätigen Arbeitsgang be ginnt. Der Exzenter 90 führt dann eine halbe Umdrehung aus und streckt den Kniehebel, wobei der Schuh unter Überwindung der Spannung der Feder 64 gegen den Stempel 22 gepresst wird. Durch den Handgriff 76 kann der Arbeiter die Feder 64 als Ganzes bewegen, wobei -der Raum zwischen dem Kolben 56 und der Feder 64 verändert wird, um genau den beabsichtigten Druck auf den Schuh auszuüben.
Die einzelnen sich beim Niederdrücken des Trethebels vollziehenden Vorgänge sind folgernde: Durch Herabdrücken des Trethebels 116 wird . die Kupplung eingerückt, wobei der Exzenter 90 eine halbe Umdrehung ausführt und den Kniehebel 50, 52 streckt. leer erste Teil der Abwärtsbewegung des Trethebels bewirkt jedoch durch Vermittlung des He bels 108, der Feder 117 und des Stiftes 102 ein Anheben des Schuhträgers.
Wenn der Fersensitz des auf den Schuhträger aufge brachten Schuhes sich in unmittelbarer Nähe des Stempels 22 befindet, so wird der Schuh fast augenblicklich gegen den Stempel ge presst und die Feder 117 wird während der fortgesetzten Abwärtsbewegung des Tret- hebels zusammengedrückt. Wenn hingegen der Fersensitz des Schuhes in beträchtlicher Entfernung von dem Stempel ist, so ist der Schuhträger durch Drehung der Mutter 44 anzuheben, damit ein Anheben des Schuh trägers um eine Strecke, die kleiner ist, als das zwischen dem Block 94 und dem Bügel 96 vorhandene Spiel, bewirkt wird, um den Schuh gegen den Stempel zu pressen.
Diese Bewegung wird durch die anfängliche Her abbewegung des Trethebels durch Vermitt lung der Feder 117 herbeigeführt. Wenn der Arbeiter feststellt, dass der Schuh nicht die richtige Lage mit Bezug auf den Stempel einnimmt, so kann er den Trethebel frei geben und die Lage des Schuhes verändern. Das endgültige Herabdrücken des Trethebels bewirkt dann das Anlassen der Maschine. Der Kniehebel 50, 52 wird zunächst ge streckt und ein Druck wird dann auf den Fersensitz des Schuhes ausgeübt. Die Grösse dieses Druckes hängt von der anfänglichen Entfernung des obern Endes der kräftigen Feder 64 von dem Kolben 56 ab.
Wenn die vor genommene Einstellung derart ist, dass vor dem Anlassen der Maschine kein nennens werter Abstand zwischen dem Kolben 56 und der Feder 64 ist, so wird der Höchstdruck auf den Schuh ausgeübt. Durch die Kurbel 76 kann die Feder 64 so eingestellt werden, dass ein beabsichtigter, kleinerer Druck auf den Schuh ausgeübt wird. Die Feder 64 kann bei geknickter Lage des. Kniehebels jederzeit ohne Schwierigkeit eingestellt werden.
Wenn der Trethebel 116 genügend weit herabgedrückt worden ist, so zieht die Stange 110 den kurzen Arm des Hebels 124 herab, wobei der Anschlag 140 von dem Fortsatz 7130 des Gliedes 132 abgehoben wird. Das Glied 132 kann dann durch die Federn 156, 159 im Sinne des Uhrzeigers gedreht werden, um die Klinke 162 freizugeben. Die unter dem Druck der Feder 182 stehende Klinke 162 fällt in die Verzahnung 164 und versetzt den Exzen ter 90 in Bewegung. Kurz nach dem Anlas sen der Maschine trifft eine Fläche 184 des Gliedes 134 mit der Kupplungsstange 110 zu sammen und drückt auf die letztere. Hier durch wird der Stift 122 des Hebels 124 aus der Aussparung 120 ausgerückt, so dass der Hebel 124 in eine Lage fällt, in der er mit dem zweiten Fortsatz 138 des Gliedes 132 zu sammentrifft.
Wenn der zweite Fortsatz 138 während der Umdrehung des Exzenters mit dem Hebel 124 zusammentrifft, so wird die Bewegung des Fortsatzes 138 unterbrochen, während die an dem Glied 134 angeordnete Klinke 162 ihre Bewegung fortsetzt und mit dem Kurvenstück 160 des jetzt feststehenden Gliedes 132 zusammentrifft. Hierbei wird die Klinke 162 angehoben und fällt in die Verzahnung 164 des Ringes 165. Nach dem Wiederanlassen der Maschine trifft eine an dere Fläche 186 des Gliedes 134 mit der Stange 110 zusammen und gibt den Hebel 124 frei, so dass die Maschine nach einer wei teren halben Umdrehung des Exzenters zum Stillstand kommt.
Ein Zurückdrehen des Exzenters 90 durch sein unausgeglichenes Gewicht und durch den Zug der Federn 156, 159 wird verhindert, wenn die Maschine still steht. Im Falle ein Zurückdrehen des Exzenters 90 stattfinden könnte, so würde die Klinke 162 von dem Kurvenstück 160 abgleiten und sich schliess lich weit genug senken, um in die Verzah nung des beständig umlaufenden Ringes 165 einzufallen. Die Folge hiervon wäre, dass die Klinke 162 nach vorn geschleudert würde. Die Klinke 162 würde dann augenblicklich durch das Kurvenstück 160 aus der Verzah nung ausgehoben. Wenn die Maschine mit unter Druck gehaltenem Schuh angelassen wird, so sucht die kräftige Feder 64 den Ex zenter 90 durch den Kniehebel 50, 52 und den Exzenterbügel 88 schneller zu drehen und dies wird folgendermassen verhindert.
An einem Gabelteil des Gliedes 134 ist ein Glied 208 einer einsinnig wirkenden Kupplung be festigt. An dem Kupplungsglied 208 sind drei Aussparungen mit geneigten Flächen 210 angebracht. Das Kupplungsglied 208 ragt in den an dem Zahnrad 166 befestigten Ring 165 hinein. Zwischen der zylindrischen Innenfläche des Ringes 165 und jeder der ge neigten Flächen 210 befindet sich je eine Kupplungswalze 212, die durch unter Feder druck stehende Stifte 214 gegen die engen Teile der Aussparungen zwischen den Flä chen 210 und dem Ring 165 gedrückt werden.
Zwischen dem Glied 13.1 und dem bestä.ndic angetriebenen Zahnrad .166 befindet sich so mit eine einsinnig wirkende Walzenkupp lung, die den Stillstand des Gliedes 134 bei fortgesetzter Drehung des Zahnrades 166 zu- lä.sst und verhindert, dass das Glied 131 dem Zahnrad 166 voreilt. Im Falle dass das be ständig umlaufende Zahnrad 166 unbeabsich- tigterweise zurückgedreht wird, so sperrt die Walzenkupplung das den Exzenter 90 tra gende Glied 134 mit Bezug auf das Zahnrad 166. Das Glied 13-1 wird in diesem Falle zu rückgedreht, wobei die Zähne 198 gegen den Hebel 200 gedrückt werden.
Ein Bruch der in Betracht kommenden Maschinenteile wird in der dargestellten Bauart dadurch vermieden, dass der Hebel 200 nachgeben kann und sich an den Zähnen 198 vorbeibewegt. \'renn das den Exzenter 90 tragende Glied 134 sich unter dem Einfluss der Feder 64 schneller zu be wegen sucht, als das beständig angetriebene Zahnrad<B>166,</B> so klemmen sich die Walzen 212 in ihre Sitze ein und verhindern eine Vorwärtsbewegung des Gliedes 134 mit Be zug auf das Zahnrad 166.