DE455969C - Naehmaschine, bei der eine Nadel oder eine von mehreren Nadeln waehrend des Gangs der Maschine von ihrer Antriebsvorrichtung entkuppelt und mit ihr wieder gekuppelt werden kann - Google Patents

Naehmaschine, bei der eine Nadel oder eine von mehreren Nadeln waehrend des Gangs der Maschine von ihrer Antriebsvorrichtung entkuppelt und mit ihr wieder gekuppelt werden kann

Info

Publication number
DE455969C
DE455969C DES71176D DES0071176D DE455969C DE 455969 C DE455969 C DE 455969C DE S71176 D DES71176 D DE S71176D DE S0071176 D DES0071176 D DE S0071176D DE 455969 C DE455969 C DE 455969C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
needle
needle bar
drive device
sewing machine
arm
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES71176D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Singer Co
Original Assignee
Singer Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from US35854A external-priority patent/US1754608A/en
Application filed by Singer Co filed Critical Singer Co
Priority to DES71176D priority Critical patent/DE455969C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE455969C publication Critical patent/DE455969C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B3/00Sewing apparatus or machines with mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making ornamental pattern seams, for sewing buttonholes, for reinforcing openings or for fastening articles, e.g. buttons, by sewing
    • D05B3/02Sewing apparatus or machines with mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making ornamental pattern seams, for sewing buttonholes, for reinforcing openings or for fastening articles, e.g. buttons, by sewing with mechanisms for needle-bar movement
    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05DINDEXING SCHEME ASSOCIATED WITH SUBCLASSES D05B AND D05C, RELATING TO SEWING, EMBROIDERING AND TUFTING
    • D05D2203/00Selection of machines, accessories or parts of the same kind

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

  • Nähmaschine, bei der eine Nadel oder eine von mehreren Nadeln während des Gangs der Maschine von ihrer Antriebsvorrichtung entkuppelt und mit ihr wieder gekuppelt werden kann. Die Erfindung bezieht sich auf eine Nährnaschine, bei der eine Nadel oder eine von mehreren Nadeln während des Gangs der Maschine von ihrer Antriebsvorrichtung entkuppelt und mit ihr wieder gekuppelt werden kann.
  • Gemäß der Erfindung ist eine Anzeige-oder Stichzählvorrichtung vorgesehen, die dem Arbeiter nacheinander die Arbeitskreisläufe der Antriebsvorrichtung anzeigt, während die entkuppelte Nadel untätig ist.
  • Bei der vorzugsweise zur Anwendung gelangenden Ausführungsform wird die Erfindung für eine Zweinadel-Nähmaschine verwendet, bei der zwei Nadelstangen gewöhnlich gekuppelt sind und bei der eine der Nadelstangen auf Wunsch von ihrer Antriebsvorrichtung bei der Herstellung von winkelförmig verlaufenden Nähten entkuppelt werden kann. Bei der Herstellung derartiger Nähte muß das Arbeitsstück von dem Arbeiter um die wirksame Nadel gedreht werden, um die Richtung der Stichbildung zu ändern, und die Anzeigevorrichtung der Erfindung zeigt dem Arbeiter den genauen Zeitpunkt an, an dem das Arbeitsstück gedreht werden muß, um einen verlängerten oder doppelten Stich zu vermeiden, wenn die entkuppelte Nadel-Stange selbsttätig mit ihrer Antriebsvorrichtung entsprechend dem Abstand zwischen den Nadeln und der Stichlänge wieder gekuppelt wird.
  • In den Zeichnungen ist eine Ausführungsform der Erfindung beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt Abb. i in einer Ansicht einen Teil des oberen Maschinenarmes einer Zweinadel-Nähmaschine gemäß der Erfindung, teilweise im Schnitt, wobei die Stichzählvorrichtung von ihrer Antriebsvorrichtung gelöst und die Nadelstangen in der durch die vollen Linien dargestellten Lage miteinander gekuppelt sind.
  • Abb. 2 ist eine Draufsicht hierzu.
  • Abb. g ist eine in vergrößertem Maßstabe gezeichnete hintere Seitenansicht der Stichzählvorrichtung.
  • Abb. q. ist eine in vergrößertem Maßstabe gezeichnete schaubildliche Ansicht der Zählvorrichtung, von der Hinterseite der Maschine aus gesehen.
  • Abb. 5 ist eine in vergrößertem Maßstabe dargestellte querverlaufende Schnittansicht der Zählvorrichtung, und Abb. 6 ist ein Schnitt nach der Linie x---r der Abb. i. Abb. 7 veranschaulicht in einer vorderen Endansicht den am Maschinenkopf sitzenden Lagerbock.
  • Abb.8 veranschaulicht in schaubildlicher Darstellung die Nadelhalter, und Abb. 9 ist ein Schnitt nach der Linie y-y der Abb. i.
  • Abb. io ist eine schaubildliche Ansicht des vorderen Endes des die Zählvorrichtung tragenden Lagerbockes.
  • Das Maschinengestell besitzt den oberen Maschinenarm i, der in den Kopf :2 ausläuft und in dem die umlaufende Nadelantriebswelle 3 gelagert ist. Die Welle 3 trägt die übliche Kurbelscheibe 4, die durch einen Lenker 5 mit einem Zapfen 6 verbunden ist, der seitlich von einem gespaltenen Bunde 7 hervorragt, welcher mittels einer Schraube 8 auf einer Hauptnadelstange"9 festgeklemmt ist. Die Nadelstange g ist in einer oberen länglichen Buchse io und in einer unteren Buchse i i, die in gleichachsigen Bohrungen des Kopfes 2 angeordnet sind, auf und ab beweglich. Die Nadelstange g ist mit einer rechtwinkligen Nut 12 versehen, in der eine brettartige Hilfsnadelstange i3 verschiebbar angebracht ist (Abb. 6). Die Innenfläche des Bundes 7 ist zum Teil ausgeschnitten, um einen freien Raum 14 für die Nadelstange 13 herzustellen, so daß die Nadelstange g durch den Lenker 5 unabhängig von der -Nadelstange 13 auf und ab bewegt werden kann. Auf dem unteren Ende der Nadelstange 9 ist mittels einer Schraube 15 ein segmentförmiger Bund 16 eines Nädelhalters 17 (Abb. 8) befestigt, in dem eine Nadel 18 durch eine Stellschraube i 9 befestigt ist. Mittels der Schrauben 2o ist auf der Hilfsnadelstange 13 ein Bund 2,1 eines Hilfsnadelhalters 22 befestigt, in dem eine Nadel 23 mittels einer Stellschraube 24 befestigt ist. Da der Bund 21 über dem Bund 16 liegt, so ist die Nadelstange 9 unabhängig von der Nadelstange 13 frei auf und ab bewegbar, wenn die Nadelstangen entkuppelt sind, wie dies weiter unten noch näher beschrieben werden wird.
  • In der Nähe ihres oberen Endes ist die Nadelstange 13 mit einem seitlich hervorragenden, durchbohrten Ansatz 25 (Abb. 9) versehen, in dem ein Kupplungszapfen 26 verschiebbar angeordnet ist, so daß er in eine Bohrung 27 in der Nadelstange g eintreten kann, wodurch, die Nadelstangen gekuppelt werden. Der Ansatz 25 ragt durch einen Schlitz 28 hervor, der in der Buchse io vorgesehen ist, und der Kupplungszapfen 26 erstreckt sich seitlich von einem senkrecht durchbohrten Kupplungsklotz 29 (Abb. i), der auf einem aufrecht stehenden Führungszapfen 3o verschiebbar angeordnet ist, - weleher von einem Gleitklotz 3i getragen wird; dieser Gleitklotz 3i ist in einer unterschnittenen Führung 32 gelagert, die in dem vorderen Teil 33 eines Lagerarmes 34 vorgesehen ist. Letzterer ist durch eine Schraube 35 auf dem Maschinenarm i befestigt und mit einer Bohrung versehen, um die Buchse io zu umfassen, so daß er gegen Verschiebung gesichert ist. Dieser Lagerarm 34 trägt die einzelnen Teile, die die Stichzählvorrichtung bilden, die somit eine in sich abgeschlossene Einheit ist.
  • Die Kupplung und Entkupplung der Nadelstangen erfolgt durch I£nundherbewegungen des Gleitklotzes 34 wobei die Bewegung zum Entkuppeln der Stangen von Hand ausgeführt wird. Zu diesem Zweck ist der Gleitklotz 31 mittels eines Lenkers 36 mit dem einen Ende eines Hebels 37 verbunden, der durch eine Schraube 37' in einem eingeschnittenen Schlitz 38' ausschwingbar getragen wird, der in einem aufrecht stehenden Ansatz 38 des Lagerbockteiles 33 vorgesehen ist. Das andere Ende des Hebels 37- besitzt eine Kugelgelenkverbindung mit dem einen Ende eines Lenkers 39, dessen anderes Ende drehbar mit einem Schwingarm 40 (Abb. 5) verbunden ist, der auf einem in den Lagerbock 34 eingeschraubten Schraubzapfen 41 gelagert ist. Eine Feder 42, die an dem einen Ende mit dem Lagerbock 34 und an ihrem anderen Ende mit dem Arme 4o verbunden ist, wirkt dahin, den genannten Arm nachgiebig in einer Stellung zu halten, in der die Nä.delstangen gekuppelt sind; diese Stellung des Armes 40 wird durch eine einstellbare Anschlagschraube 43 bestimmt, die in einen Ansatz 44 des Lagerbockes 34 (Abb. 2) eingeschraubt ist. Der Schwingarm 4o ist zur Aufnahme des abgebogenen Endes einer Stange 45 durchbohrt, die diesen Schwingarm mit einem zweiarmigen Hebel 46 verbindet, der auf dem Maschinenarm i gelagert und mit einem nicht dargestellten Fußtrethebel verbunden -ist. Der Hebel46 wird durch eine Feder 47 (Abb. 2) in derselben Richtung bewegt wie die, in der die Feder 42 auf den Arm 4o wirkt, d. h. so, daß die Nadelstangen in der gekuppelten Lage gehalten werden. Die Bewegung des Hebels 46 unter der Wirkung seiner Feder wird vorzugsweise durch einen Anschlagzapfen 48 (Abb. i) begrenzt, der einstellbar in dem Maschinenarm befestigt ist.
  • Wenn der Hebe146 durch seinen Fußtrethebel, entgegengesetzt der Wirkung der Feder 47 ausgeschwungen wird, so wird der Arm 40 entgegen der Wirkung der Feder 42 ausgeschwungen und seine Bewegung mittels der beschriebenen Verbindungen auf den Gleitklotz 3 i übertragen, wodurch der Kupplungszapfen 26 von der Nadelstange 9 zurückgezogen wird. Es ist nun eine Vorrichtung vorhanden, die die Entkupplung der Nadelstangen verhindert, ausgenommen während des oberen Teils ihrer Hubbewegungen, um zu gewährleisten, daß die weiter unten erläuterte Zählvorrichtung die genaue Zahl der Aufundabbewegungen der Nadelstange 9 vermerkt, während die Nadelstange 13 wirkungslos ist. Zu diesem Zweck ist ein Lagerbock .49 (Abb. i und io) mittels Schrauben 50 auf der Stirnfläche des Ansatzes 38 befestigt; dieser Lagerbock ist an seinem unteren Ende mit einem seitlich hervorragenden Anschlagglied 51 versehen. Letzteres ist mit Bezug zu dem Kupplungsklotz 29 so angeordnet, daß dessen senkrechte Bewegung zwar ermöglicht, aber dessen seitliche Entkupplungsbewegung «-ährend des unteren Teils des Hubs der Nadelstange 13 verhindert ist.
  • Die entkuppelte Nadelstange 13 wird durch die Nadelstange 9 bis zu dem oberen Ende ihres Hubs getragen und in dieser Lage zurückgehalten, bis sie wieder selbsttätig mit der Stange 9 gekuppelt wird. Diese Haltevorrichtung weist eine Schulter 52 an einer Klinke 53 auf, die auf dem Lagerbock 49 mittels seines Schraubzapfens 54. schwingbar gelagert ist und gewöhnlich auf das Glied 51 zu durch eine Feder 55 gedrückt wird. Die Schulter 52 schnappt unter den Kupplungsklotz 29, wenn letzterer zwecks Entkuppelns der Nadelstange 13 seitlich verschoben wird und sobald diese Nadelstange das obere Ende ihres Hubs erreicht. Die Aufwärtsbewegung der entkuppelten Nadelstange wird vorzugsweise durch eine Pufferstange 56 begrenzt (Abb. 7), die so angeordnet ist, daß sie über der Nadelstange liegt. Diese Stange 56 ist in dem Lageransatz 38 verschiebbar gelagert. Auf sie wirkt eine Feder 57, so daß die Stange in einer Lage nachgiebig gehalten wird, die durch einen Bund 58 bestimmt wird, der auf der Stange befestigt ist und auf der Oberseite des Lageransatzes 38 aufruht.
  • Die Stichzählvorrichtung dient dazu, die entkuppelte Nadelstange mit der ständig bewegten Nadelstange nach einer vorher bestimmten und auf die Außerwirkungsetzung der Nadelstange 13 folgenden Anzahl von Aufundabbewegungen selbsttätig wieder zu kuppeln.
  • Zu dem angegebenen Zweck trägt der Schwingarm ,4o einen Zapfen 59, der in der Kupplungsstellung der Nadelstangen über dem vorderen Ende 6o eines Sperrhebels 61 liegt, der mittels eines Schraubzapfens 62 auf der Hinterfläche des Lagerarmes 3.4 schwingbar gelagert ist. Die untere Seite dieses Sperrhebels 61 steht mit einem Kolben 63 (Abb. 3) in Eingriff, der verschiebbar in einer Bohrung 64. des Lagerarmes 3.4 sitzt, und in dieser Bohrung 64 ist eine Feder 65 angeordnet, welche den Sperrhebel aufwärts drängt. Der Sperrhebel 61 ist an seinem vorderen Ende mit einer Verriegelungsnut 66 und auf seiner Oberseite mit einer ebenen Fläche 67 versehen. Wenn der Schw ingarm q.o zwecks Entkuppelns der Nudelstangen bewegt wird, gleitet der Verriegelungszapfen 59 von dem vorderen Ende 6o des Sperrhebels über die Nut 66, worauf der Hebel 61 infolge der Wirkung der Feder 65 aufwärts in seine Verriegelungsstellung schnappt. Es wird somit nach einer von Hand auszuführenden Schwingung des Arms,4o zum Entkuppeln der Nadelstange 13 der Arm q.o in dieser Lage verriegelt. Um den Arm .4o von dem Sperrhebe161 nach einer vorher bestimmten Wirkungsdauer der Maschine freizugeben, ist ein Anschlagarm oder Nocken 68 (Abb. 3) vorgesehen, dessen Nabe mittels eines Gewindestiftes 69 (Abb. 5) auf dem einen Ende der Welle 70 befestigt ist. Die Welle 70 ist in einer Bohrung einer Buchse 71 gelagert, die selbst in einer ortsfesten Buchse 72 gelagert ist, welche mittels einer Stellschraube 73 innerhalb einer in dem Lagerarm 34 vorgesehenen Bohrung befestigt ist. Auf dem einen Ende der Buchse 71 ist neben einem Flansch 74. der letzteren eine Anzeigescheibe 75 angebracht, die auf der Buchse mittels mehrerer Stifte 76 befestigt und in Berührung mit der Stirnfläche des Lagerarmes 3.4 angeordnet ist, um eine Längsbewegung der Buchse 71 in der einen Richtung zu verhindern.
  • Die Welle 70 erstreckt sich über die Scheibe 75 hinaus nach außen, und mittels eines Keils 77 ist auf der Welle ein den Nocken einstellender Tei178 befestigt, der einen von Hand zu bewegenden Knopf 79 aufweist (Abb. 5). Auf dem Ende der Welle 7o ist gegenüber dem Nocken 68 ein Kopf 8o vorgesehen, der in einer Bohrung 81 des Knopfes 79 liegt, und zwischen dem Kopf 8o und dem Boden der Bohrung 8i ist eine Schraubenfeder 82 angebracht, die dahin wirkt, das Einstellglied 78 in Berührung mit der Scheibe 75 nachgiebig zu halten. Von dem Einstellglied 78 wird -ein Verriegelungsstift 83 getragen, der in je eine von mehreren in radialer Richtung in gleicher Entfernung liegenden Bohrungen 8,4 in der Scheibe 75 eintreten kann, welche mit Zahlen oder Zeichen versehen ist, um die Bohrungen auf der dem Arbeiter zugekehrten Seite der Scheibe zu bezeichnen. Wenn man also auf den Knopf 79 einen Zug ausübt, so wird das Einstellglied 78 längs der Welle 7o entgegen der Wirkung der Feder 82 verschoben, so daß der Verriegelungsstift 83 zurückgezogen und in die gewünschte Bohrung 84 von neuem eingestellt werden kann. Durch diese Bewegung wird die Stellung des Nockens 68 mit Bezug zu dem Sperrhebel61 infolge der Keilverbindung 77 zwischen dem Glied 78 und der Welle 70 verstellt.
  • Die Bewegung des Armes 4o zum Entkuppeln der Nadelstange13 von der Nadelstangeg versetzt eine Antriebsvorrichtung in Wirkung; dieseAntriebsvorrichtung rückt schrittweise den Nocken 68 vor und in Eingriff mit dem Sperrhebel 61, um letzteren an einem vorher bestimmten Arbeitskreislauf der Maschine freizugeben, worauf die Feder 42 (Abb. 3) auf den Arm 40 wirkt, um die Nadelstangen in der oberen Lage der Nädelstange 9 wieder zu kuppeln. Zu dem angegebenen Zweck ist auf einem verbreiterten Teil 86 der Buchse 72, die mit einer kreisförmigen Aussparung 87 versehen ist, ein Schwingarm 85 gelagert. Letzterer besitzt eine Kugelgelenkverbindung mit dem einen Ende eines Lenkers 88, der durch eine Bohrung hindurchgeht, die in der Deckelplatte 89 des Maschinenarmes i vorgesehen ist. Das andere Ende dieses Lenkers ist mit einem Bügel 9o versehen, der ein auf der Welle 3 sitzendes Exzenter 9i umfaßt; es wird somit der Arm 85 während des Arbeitens der Maschine ständig ausgeschwungen. Auf dem Schwingarm 85 ist mittels eines Schraubbolzens 92 eine Klinke 93 schwingbar gelagert, die einen Antriebszahn 94 besitzt, der in der Arbeitsstellung der Klinke mit den Zähnen 95 in Eingriff treten kann, die auf einem Teil des Umfangs eines Sperrades 96 vorgesehen sind. Die Nabe dieses Sperrades ist durch eine Stellschraube 97 auf der Buchse 71 befestigt.
  • Innerhalb der Buchsenaussparung 87 ist. eine Schraubenfeder 98 angeordnet, deren eines Ende 99 (Abb. 5) in eine Bohrung des Sperrades 96 eintritt, während ihr anderes Ende ioo in eine Bohrung in der Buch#enschulter 86 eingreift. Durch Einstellung der Buchse in der Umfangsrichtung innerhalb ihres Trägers kann die Spannung der Feder 98 verändert werden. Die den Zähnen 95 gegenüberliegende Umfangsfläche des Sperrrades 96 ist teilweise ausgeschnitten, um eine Anschlagschulter io2 herzustellen, die durch die Wirkung der Feder 98 nachgiebig irr Eingriff mit einer Anschlagschraube 103 gehalten wird, welche in einem durchbohrten Lappen io4 an dem Lagerarm 34 einstellbar befestigt ist. Eine gebogene Flachfeder 105 (Abb. 3), die durch eine Schraube io6 auf dem Schwingarm 85 befestigt ist, wirkt auf die Sperrklinke 93 und hält letztere nachgiebig in Eingriff mit den Sperradzähnen 95.
  • Auf dem Rahmen 34 ist mittels eines Schraubzapfens 107 eine Anhalteklinke io8 (Abb. 3) schwingbar gelagert, die durch eine Feder iog in Eingriff mit den Sperradzähnen 95 gehalten wird, um eine Zurückbewegung dieses Sperrades während der Zurückbewegung der Antriebsklinke 93 zu verhindern, wenn sich letztere in ihrer Arbeitslage befindet. In der gekuppelten Stellung der Nadelstangen werden jedoch sowohl die Antriebsklinke 93 als auch die Klinke io8 außer Eingriff mit den Sperradzähnen 95 durch eine Schulter i io an der Klinke io8 gehalten; diese Schulter kommt mit einem Zapfen i i i in Eingriff, der von dem Arm 4o getragen wird. Die erläuterte Wirkung wird ferner dadurch erzielt, daß das Ende der Klinke 1o8 unter dem freien Ende der Antriebsklinke 93 liegt. Wenn demzufolge der Arm 4o auf der Anschlagschraube 43 aufruht, hält der Zapfen i i i die Sperrklinke fest, und letztere hält die Antriebsklinke außer Eingriff mit den Sperrradzähnen 95.
  • Beim gewöhnlichen Arbeitsgang der Maschine sind die Nadelstangen 9 und 13 miteinander gekuppelt, und der Arm 4o wird durch die Feder 42 gegen die Anschlagschraube 43 gedrückt, so daß der Zapfen 59 den Sperrhebel 61- niedergedrückt hält und der die Klinke verschiebende Zapfen iii die Klinken außer Eingriff mit den Sperradzähnen 95 hält, so daB der Arm 85 wirkungslos ausschwingt. Wenn der Nähvorgang sich einem Winkel in der Naht nähert, ist es notwendig, eine. der Nadeln außer Wirkung zu setzen und sie außer Tätigkeit zu halten, bis die andere Nadel eine bestimmte Anzahl von Stichen auf den Nahtwinkel zu und über ihn hinaus ausgeführt hat, was von dem Abstand zwischen den Nadeln und der Länge der hergestellten Stiche abhängt. Wenn dies nicht gemacht wird, so wird die Naht offenbar nicht die in einem gewissen Abstand voneinander liegenden parallelen Linien von gleichförmigen Stichen aufweisen.
  • Wenn es daher erwünscht ist, eine winkelfGrmige Nlaht herzustellen, so stellt der Arbeiter die Lage des Nockens 68 entsprechend der durch die Nadelstange g auszuführenden Anzahl von Eckenstichen ein. Diese Einstellung erfolgt durch Bewegung des Einstellgliedes 78 von Hand aus, um den Verriegelungszapfen 83 in die gewünschte Bohrung 84 einzustellen. Wenn es beispielsweise erwünscht ist, acht Eckenstiche herzustellen, so wird der Zapfen 83 in die mit 8 bezeichnete Bohrung eingeführt. Wenn sich nun der Nähvorgang dem Winkelscheitel nähert, betätigt der Arbeiter einen Fußtrethebel, um den Hebel 46 auszuschwingen, wodurch der Arm 40 in einer Richtung ausgeschwungen wird, in der der Verriegelungszapfen 5g von dem Ende des Sperrhebels 61 abgleitet und in dessen Verriegelungsnut 66 gelangt, so daß die Nadelstange 13 mittels der beschriebenen Verbindungen von der Nadelstange 9 entkuppelt wird, wenn auch die Entkupplungsbewegung infolge des Anschlaggliedes 51 nur während des oberen Teiles der Bewegung der Nadelstangen stattfinden kann. Die Nadelstange 13 wird, während sie wirkungslos ist, an dem oberen Ende ihres Hubes durch die Klinke 53 und die Pufferstange 56 festgehalten. Die Bewegung des Armes 40 zum Entkuppeln der Nadelstangen hat zur Folge, daß der Zapfen i i r in eine Lage gebracht wird, in der beide Klinken 93 und io8 in Eingriff mit den Sperradzähnen 95 gelangen können, worauf die fortgesetzten Schwingbewegungen des Armes 85 wirksam gemacht werden, um schrittweise auftretende Drehbewegungen des Sperrades 96 herbeizuführen, wodurch der Nocken 68 sich dem Sperrhebel 61 schrittweise nähert, d. h. es tritt seine Vorbewegung für einen jeden durch die Nadelstange 9 hergestellten Stich ein.
  • Da die Anzeigescheibe 75 fest mit dein Sperrad 96 verbunden ist, wird sie gleichfalls schrittweise gedreht, d. h. es findet für jeden Stich eine Weiterdrehung statt; die Anzahl der Stiche bei der Vorbewegung der Scheibe 75 wird dem Arbeiter durch einen Zeiger 112 angezeigt, der durch eine Schraube 113 auf dem Lagerarm 3.4 befestigt ist. Wenn die Hälfte der Gesamtanzahl der Eckenstiche ausgeführt ist, was dem Arbeiter durch die Scheibe 75 und den Zeiger i i2 angezeigt wird, dreht der Arbeiter das Arbeitsstück so, claß der gewünschte Nahtwinkel hergestellt wird, und wenn die Gesamtzahl der Eckenstiche hergestellt ist, wirkt der Nocken 68 auf die Oberfläche 67 des Sperrhebels 61, um letzteren freizugeben, worauf die Teile selbsttätig in ihre Anfangslage zurückgeführt werden, in der die Nadelstangen wieder miteinander gekuppelt werden. Die Scheibe 75 wird ebenfalls in ihre Anfangsstellung zurückgedreht, die durch das durch die Feder 98 herbeigeführte Ineingrifftreten der Anschlagschulter io2 mit der Anschlagschraube 103 bestimmt ist.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Nähmaschine, bei der eine Nadel oder eine von mehreren Nadeln während des Gangs der Maschine von ihrer Antriebsvorrichtung entkuppelt und mit ihr wieder gekuppelt werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß eine Anzeigevorrichtung, die bei der Entkupplung der Nadel oder einer der Nadeln mit der Maschinenantriebsvorrichtung verbunden wird und dem Arbeiter die Arbeitskreisläufe der Nadelantriebsvorrichtungen nacheinander angibt, während deren die entkuppelte Nadel unwirksam ist, dazu dient, die entkuppelte Nadel mit ihrem Antrieb nach einer vorher bestimmten Hubzahl der Nadelstangenantriebsvorrichtung wieder zu kuppeln, und in ihre Anfangsstellung zurückgeführt" wird, nachdem die gewünschte Anzahl von Arbeitskreisläufen von ihr angezeigt worden ist.
  2. 2. Nähmaschine nach Anspruch i mit einer Steuervorrichtung zum Entkuppeln einer von zwei Nadelstangen von ihrer Antriebsvorrichtung während des Gangs der Maschine, dadurch gekennzeichnet, daß zum Festhalten der Steuervorrichtung (Arm 40) bei der Entkupplung der einen Nadelstange ein Sperrhebel (61) vorgesehen ist, der durch einen Anschlag (Nocken 68) freigegeben werden kann, welcher durch ein Glied (78) einstellbar ist, das nachgiebig durch eine Feder mit einer Anzeigescheibe (75) verriegelt ist, die mit dem Anschlag (68) durch eine Antriebsvorrichtung (88, 85, 93, 96) schrittweise gedreht wird, welche durch die Wirkung der Steuervorrichtung bei der Freigabe des Sperrhebels (61) zur Wirkung gebracht wird.
  3. 3. Nähmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein auf einem ortsfesten Rahmen gelagerter, ständig betätigter Schwingarm (85) eine Antriebsklinke (93) trägt, die mit einem Sperrad (96) in Eingriff gebracht werden kann, das auf dem Rahmen gelagert und mit der Anzeigescheibe (75) befestigt ist, welche gleichachsig zu der Schwingwelle (7o) liegt, auf der das Einstellglied (78) mittels Feder und Nut sitzt, und die den Nocken (68) trägt.
  4. 4. Nähmaschine nach Anspruch i und ä, dadurch gekennzeichnet, daß ein Anschlagglied (51) vorgesehen ist, das die Wirkung der Entkupplungsvorrichtung an dem oberen Teil der Nadelstangenbewegung begrenzt.
  5. 5. Nähmaschine nach Anspruch d., dadurch gekennzeichnet, daß die entkuppelte Nadelstange gezwungen ist, durch eine unter Federwirkung stehende und die Nadelstange festhaltende Klinke (53) im wesentlichen die Lage ihrer oberen Bewegungsgrenze einzunehmen.
DES71176D 1925-06-09 1925-08-18 Naehmaschine, bei der eine Nadel oder eine von mehreren Nadeln waehrend des Gangs der Maschine von ihrer Antriebsvorrichtung entkuppelt und mit ihr wieder gekuppelt werden kann Expired DE455969C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES71176D DE455969C (de) 1925-06-09 1925-08-18 Naehmaschine, bei der eine Nadel oder eine von mehreren Nadeln waehrend des Gangs der Maschine von ihrer Antriebsvorrichtung entkuppelt und mit ihr wieder gekuppelt werden kann

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US35854A US1754608A (en) 1925-06-09 1925-06-09 Sewing-machine needle-controlling mechanism
DES71176D DE455969C (de) 1925-06-09 1925-08-18 Naehmaschine, bei der eine Nadel oder eine von mehreren Nadeln waehrend des Gangs der Maschine von ihrer Antriebsvorrichtung entkuppelt und mit ihr wieder gekuppelt werden kann

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE455969C true DE455969C (de) 1928-02-14

Family

ID=25996260

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES71176D Expired DE455969C (de) 1925-06-09 1925-08-18 Naehmaschine, bei der eine Nadel oder eine von mehreren Nadeln waehrend des Gangs der Maschine von ihrer Antriebsvorrichtung entkuppelt und mit ihr wieder gekuppelt werden kann

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE455969C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1045756B (de) * 1953-10-03 1958-12-04 Kurt Scheibel Ein- und abschaltbarer Gelenkantrieb fuer einen hin- und herbewegten Maschinenteil

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1045756B (de) * 1953-10-03 1958-12-04 Kurt Scheibel Ein- und abschaltbarer Gelenkantrieb fuer einen hin- und herbewegten Maschinenteil

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1115113B (de) Naehmaschine zum Aufnaehen von Stoffstuecken
DE824738C (de) Knopflochnaehmaschine
DE2121140A1 (de) Oberer Arbeitsstückvorschubmechanismus für Nähmaschinen
DE455969C (de) Naehmaschine, bei der eine Nadel oder eine von mehreren Nadeln waehrend des Gangs der Maschine von ihrer Antriebsvorrichtung entkuppelt und mit ihr wieder gekuppelt werden kann
DE836593C (de) Knopfloch-Naehmaschine
DE629392C (de) Einstellbare Exzentervorrichtung fuer Naehmaschinen
DE566120C (de) Naehmaschine mit in zwei verschiedenen Richtungen beweglicher Stoffklemme
DE692871C (de) Knopflochnaehmaschine mit Freigabevorrichtung fuer die Nadelfadenspannung
DE645310C (de) Naehmaschine mit zwei auf einer unteren und einer oberen Welle sitzenden, gemeinsam einstellbaren Exzentern
DE433382C (de) Vorrichtung zum Entkuppeln und Kuppeln der einen von mehreren Nadelstangen bei Naehmaschinen
DE247524C (de)
DE699973C (de) Exzentervorrichtung fuer den Antrieb des Vorschubmittels von Naehmaschinen
DE631141C (de) Handantriebnaehmaschine
DE699974C (de) Vorschubvorrichtung fuer Naehmaschinen
DE896151C (de) Naehmaschine mit einer Zickzacknaeheinheit
DE429799C (de) Strickmaschine, insbesondere zum Ausbessern von Struempfen
DE634429C (de) Zusatzapparat fuer Naehmaschinen zur Herstellung von Lochstickerei
DE824739C (de) Gruppenstich-Naehmaschine
AT155404B (de) Vorrichtung zur selbsttätigen Änderung der Überstichweite bei Zickzacknähmaschinen.
DE266983C (de)
DE421357C (de) Doppelsteppstich-Zickzacknaehmaschine
DE591656C (de) Zickzacknaehmaschine
DE850106C (de) Schuhnaehmaschine
DE608538C (de) Knopflochnaehmaschine
DE309985C (de) Stoffdrücker für Nähmaschinen